Mittwoch, 16. Oktober 2019

Rezension zu "Sterbekammer" von Romy Fölck, Bastei Lübbe Verlag, Kriminalroman

Titel: Sterbekammer
Autorin: Romy Fölck
Seitenzahl: 430 Seiten, Hardcover, (30.9.19)
Isbn Nr.: 13-978-3-7857-2654-9
Verlag: Bastei Lübbe Verlag
Preis: 20,00 Euro


Verlagsinfo:
"In einer abgelegenen Deichmühle wird die Leiche eines alten Mannes gefunden, der als starrköpfiger Eigenbrötler bekannt war. Als Polizistin Frida Paulsen in der Mühle auf eine verdeckte Bodenklappe stößt, ist sie zutiefst erschüttert, denn die Tür führt zu einer Kammer, die wie ein Gefängnis anmutet.Ihr Kollege Bjarne Haverkorn erinnert sich an eine junge Frau, die vor Jahren spurlos in der Marsch verschwand. Alles deutet darauf hin, dass die Entführte in der Kammer gefangen gehalten wurde ..."

Über die Autorin: 
ROMY FÖLCK wurde 1974 in Meißen geboren. Sie studierte Jura, ging in die Wirtschaft und arbeitete zehn Jahre für ein großes Unternehmen in Leipzig. Mit Mitte dreißig entschied sie, ihren großen Traum vom Schreiben zu leben. Sie kündigte Job und Wohnung und zog in den Norden. Mit ihrem Mann lebt sie heute in einem Haus in der Elbmarsch bei Hamburg, wo ihre Romane entstehen. Ihre Affinität zum Norden kommt nicht von ungefähr, verbrachte doch ihr Vater seine ersten Lebensjahre in Ostfriesland. TOTENWEG ist der erste Band ihrer Krimiserie um die beiden Ermittler Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn.

Eigene Meinung:
Auch der 3. Fall von Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn ist fesselnd von der ersten Seite an, atmosphärisch dicht erzählt und die Spannung steigert sich von Seite zu Seite, obwohl wir sehr viel aus dem Privatleben der beiden Ermittler erfahren. Das stört hier überhaupt nicht, denn auch das Privatleben von Frida und Bjarne ist interessant und spannend. Frida und Bjarne sind beide interessante Personen, die man im Laufe der Zeit richtig ins Herz schließt. Frida hat es nicht leicht, denn der neue Vorgesetzte hat sich auf die sympathische Ermittlerin eingeschossen. Bisher ist mir ihr neuer Chef nicht sehr sympathisch.

Wir begleiten das Ermittlerteam bei ihrer Ermittlungsarbeit. Viele Spuren haben sie nicht und manchmal ist ein gutes Auge gefragt, um auf den nächsten Hinweis zu kommen. Das hat Frida und so entdeckt sie manche Spuren, die die Spusi übersehen haben.

Zum Ende hin steigert sich die Spannung und das Tempo, so dass man das Buch am Besten nicht mehr aus der Hand legt. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall von Frida und Bjarne.

Ich würde euch unbedingt dazu raten, mit dem 1. Fall des Ermittlerteams zu beginnen, um Frida und Bjarne richtig kennenzulernen.

"Sterbekammer" kann ich euch nur empfehlen.


Mittwoch, 9. Oktober 2019

Rezension zu "" von Petra Hammesfahr, Diana Verlag, Roman

Titel: Das Mädchen Jannie
Autorin: Petra Hammesfahr
Seitenzahl: 512 Seiten (Hardcover mit Schutzumschlag (19.8.19)
Isbn Nr. 13-978-3-453-29238-3
Verlag:  Diana Verlag
Preis: 20,00 Euro

Verlagsinfo:
"Vom Großvater an Miro verkauft, zieht die elternlose Jannie mit einigen Frauen bettelnd über Land. Sie weiß nicht, ob sie zehn oder schon elf Jahre alt ist, aber sie weiß von Kindern, die in feinen Häusern arbeiten müssen, weil sie für den Straßenstrich zu jung sind. Während Kommissar Klinkhammer sich bemüht, Licht ins Dunkel um sieben verscharrte Kinderleichen zu bringen, gelingt Jannie die Flucht. Sie wird von Dieter auf seinem einsamen Hof aufgenommen und kümmert sich liebevoll um dessen Mutter. Die alte Frau liegt gelähmt und stumm im Bett, mit Augenzwinkern versucht sie Jannie begreiflich zu machen, in welcher Gefahr sie. Doch Jannie kennt keine Morsezeichen ..."

 Über die Autorin:
 Petra Hammesfahr wurde mit ihrem Bestseller »Der stille Herr Genardy« bekannt. Seitdem erobern ihre Spannungsromane die Bestsellerlisten, werden mit Preisen ausgezeichnet und erfolgreich verfilmt, wie auch »Die Sünderin«. Der Roman wurde unter dem Titel »The Sinner« mit Jessica Biel in der Hauptrolle als erfolgreiche US-Fernsehserie produziert und läuft derzeit weltweit auf Netflix.

Eigene Meinung:
Kommissar Klinkhammer bekommt es in seinem neuen Fall mit einem kniffligen Fall zu tun. Sieben Kinderleichen wurden im Wald verscharrt. Von dem Täter keine Spur.

Ein zweiter Erzählstrang dreht sich um das Mädchen Jannie, das von ihrem Großvater an den Bettlerchef Miro verkauft wurde, und bei Wind und Wetter in dünner Kleidung betteln gehen muss. Sie entkommt der Bettlerbande und versteckt sich auf dem einsamen Hof von Dieter. Der lebt mit seiner pflegebedürftigen Mutter dort und schreibt knallharte Thriller. Mit Jannie hat er etwas ganz Besonderes vor.

Ein dritter Erzählstrang handelt von einem Bestsellerautor und einer Bloggerin, die ihn fördert.

Ich mag den Erzählstil von Petra Hammesfahr sehr gerne. Sie schreibt sehr detailliert und sehr atmosphärisch. Hier hat sie ein interessante Geschichte kreiiert.

Das Mädchen Jannie ist eine sympathische Protagonistin, die Bloggerin Gina ist eine unsympathische Person und Dieter ein durchgeknallter Psychopath. Die Personen sind also durchaus interessant und lassen auf einen spannenden Krimi hoffen.

Allerdings konnte mich "Das Mädchen Jannie" nicht wie gewohnt fesseln. Obwohl der Klappentext sehr spannend klang und die Thematik interessant ist, hat hier eine gewisse Grundpannung gefehlt. Die Story plätschert so dahin.






Mittwoch, 2. Oktober 2019

Rezension zu "Das Kino am Jungfernstieg" von Micaela Jary, Goldmann Verlag, Roman

Titel: Das Kino am Jungfernstieg
Autorin: Micaela Jary
Seitenzahl: 368 Seiten, Paperback, Klappenbroschur, (15.7.19)
Isbn Nr. 13-978-3-442-48848-3
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 13,00 Euro
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Verlagsinfo:
" Band 1 der großen Kino-Saga aus der deutschen Nachkriegszeit. November 1946: Die Film-Cutterin Lili Paal kehrt aus Berlin in ihre Heimatstadt Hamburg zurück. In der im Krieg zerbombten Innenstadt besitzt ihre Mutter ein ehemals glamouröses, nun wenig erfolgreiches Kino, das Lilis Halbschwester Hilde und deren Mann unbedingt schließen möchten. Lili will keinesfalls aufgeben, wurde im elterlichen Lichtspielhaus doch ihre Leidenschaft für den Film geweckt. Gleichzeitig sucht sie nach den Negativen eines im Krieg verschollenen Streifens, den sie restaurieren möchte. Dabei lernt Lili sowohl den smarten britischen Offizier John Fontaine als auch den charismatischen Regisseur Leon Caspari kennen. Bringt der gesuchte Film Licht in einen mysteriösen Todesfall, der Lili mehr betrifft, als sie ahnt?"

Über die Autorin:
Micaela Jary stammt aus Hamburg und wuchs im Tessin auf. Bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen widmete, arbeitete sie als Journalistin. Nach vielen Jahren in Paris lebt sie heute mit Mann und Hund in Berlin, München und nahe Rostock. Unter dem Pseudonym Michelle Marly schreibt sie Bestseller über berühmte Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. »Das Kino am Jungfernstieg« ist ihr bisher persönlichstes Buch: In ihrem Elternhaus gingen die Stars des deutschen Films ein und aus, denn Micaela Jary ist die Tochter des berühmten Filmkomponisten Michael Jary.

Eigene Meinung:
Der Auftakt der Trilogie handelt von der Cutterin Lili, die von Berlin nach Hamburg reisen muss, weil ihre Mutter krank ist. Sie benötigt dafür einen Interzonenpass, den man nicht so einfach und schnell bekommt. Der britische Offizier John Fontaine hilft ihr, weil Lilli ihm einige verschollene Filmrollen beschaffen soll. Lilis Mutter lebt bei ihrer Halbschwester und deren Familie. Ihr Schwager möchte das Lichtspielhaus ihrer Familie schließen. Lili ist davon überhaupt nicht begeistert ..

Durch diesen fesselnd erzählten Roman von Micaela Jary bekommen wir einen interessanten Einblick in das Leben in Deutschland kurz nach dem 2. Weltkrieg.

Die Autorin hat interessante Charaktere erschaffen. Lili ist sehr sympathisch. Sie lebt ihr eigenes Leben in Berlin, soll sich aber um ihre Mutter in Hamburg kümmern, die bei ihrer Halbschwester Hilde lebt.

Hilde und ihr Mann sind nicht sehr sympathisch. Sie können Lili überhaupt nicht leiden und wollen sie schnell wieder los haben. Hildes Tochter Gesa, die von einer Schauspielkarriere träumt, bewundert Lili und kümmert sich um die Großmutter.

Die beginnende Liebesgeschichte zwischen Lili und John bringt Romantik und Spannung in die Geschichte. Lili ist schließlich verheiratet und ihr Mann befindet sich in Kriegsgefangenschaft.

Ein Ereignis, auf das ich nicht näher eingehen möchte, bringt eine unvorhergesehene Wendung ins Geschehen.

Schade, dass die Story mit einem Cliffhanger endet und wir auf die Fortsetzung ein Jahr warten müssen. Bis dahin weiß ich sicher nichts mehr über die Geschichte.

 
 



Montag, 23. September 2019

Rezension zu "Todesmal" von Andreas Gruber, Goldmann Verlag, Thriller


Titel: Todesmal
Autor: Andreas Gruber
Seitenzahl: 592 Seiten, TB, Klappenbroschur, (19.8.19)
Isbn Nr. 13-978-3-442-48656-4
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 10,99 Euro

Verlagsinfo: 
"Eine geheimnisvolle Nonne betritt das BKA-Gebäude in Wiesbaden und kündigt an, in den nächsten 7 Tagen 7 Morde zu begehen. Über alles Weitere will sie nur mit dem Profiler Maarten S. Sneijder sprechen. Doch der hat gerade gekündigt, und so befragt Sneijders Kollegin Sabine Nemez die Nonne. Aber die schweigt beharrlich – und der erste Mord passiert. Jetzt hat sie auch Sneijders Aufmerksamkeit. Und während die Nonne in U-Haft sitzt, werden Sneijder und Nemez Opfer eines raffinierten Plans, der gnadenlos ein Menschleben nach dem anderen fordert und dessen Ursprung in einer grausamen, dunklen Vergangenheit liegt …"

Über den Autor:
Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie in Grillenberg in Niederösterreich. Mit seinen bereits mehrfach preisgekrönten Romanen steht er regelmäßig auf der Bestellerliste. Weitere Infos auf : www.agruber.com  oder http://www.facebook.com/Gruberthriller.


Eigene Meinung: 
Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder haben es auch diesmal wieder mit einem sehr merkwürdigen Fall zu tun. Eine Nonne taucht im BKA Wiesbaden auf und möchte nur mit Maarten S. Sneijder sprechen, was schwierig ist, weil der gerade gekündigt hat. Das Ermittlungsteam ist zwar immer auf der richtigen Spur und versucht die vermeintlichen Opfer zu retten, kommt aber immer etwas zu spät. 

Auch der 5. Fall von Nemez und Sneijder ist sehr spannend, temporeich und fesselnd geschrieben. Die Morde sind sehr bizarr und der Fall sehr, sehr rätselhaft.

Mir gefällt das ungewöhnliche Ermittlungsteam Nemez und Sneijder. Der Profiler bleibt zwar ein schräger, kauziger Typ, wird jedoch von Fall zu Fall sympathischer. Ich mag die Dialoge, die sich der Profiler mit seinen Vorgesetzten, sowie sämtlichen Figuren in diesem Fall liefert.

Viele Wendungen und Überraschungen machen diesen Thriller zu einem Pageturner. Ich bin schon auf den nächsten Fall von diesem Ermittlungsteam gespannt.



Mittwoch, 18. September 2019

Rezension zu "Freak City Hexenkessel von Martin Krist, Neopubli Verlag, Thriller

Titel: Freak City Hexenkessel
Autor: Martin Krist
Seitenzahl: 222 Seiten, (TB, 3. Auflage, 13.11.18)
Isbn Nr. 13-978-3-746779751
Verlag: Neopubli GmbH
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
"Patsy und Milo wollen an das große Geld. Doch nicht nur der rechtmäßige Besitzer hat was dagegen, sondern auch ein Mörder, der seit Wochen seine blutige Spur durch die Stadt zieht. Pearl, Ermittler wider Willen, muss indes eine Broadway-Diva aufspüren. Doch weder die Cops noch die Familie hegen daran großes Interesse. Schon bald gerät er selbst ins Visier ...

Welcome to FREAK CITY. Noch härter. Noch abgründiger. Die neue Serie von Martin Krist. Jede Episode in sich abgeschlossen."

Über den Autor:
Martin Krist, geboren 1971, lebt als Schriftsteller in Berlin. Er arbeitete viele Jahre als leitender Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften. Seit 1997 ist er als Schriftsteller tätig. Nach mehr als 30 Sachbüchern, darunter die Biografie über die Hamburger Kiez-Ikone Tattoo-Theo, die Punk-Diva Nina Hagen, den Rap-Rüpel Sido und die Grunge-Ikone Kurt Cobain schreibt er seit 2005 Krimis und Thriller.

Eigene Meinung:
Für den Flug nach Seattle war dieses E-book genial und hatte genau die richtige Länge. Es hat mich so richtig auf die USA eingestimmt.

Diese neue Reihe von Martin Krist spielt in New York.

Pearl, ein etwas zwielichtiger, nicht unsympathischer Typ, den ich nicht so recht einzuordnen weiß, ist einer der Protagonisten. Was man über ihn erfährt, macht neugierig auf seine Geschichte.
Sicherlich wird er in den Fortsetzungen auftauchen und wir erfahren mehr über diesen geheimnisvollen Typen.
Eine weitere Hauptfigur ist Patsy, die etwas naiv ist und von einem neuen Leben mit ihrer Tochter träumt. Patsy schlittert von einer ausweglosen Situation in die nächste, so dass ich ihr oft zu Hilfe eilen wollte, mitgefiebert habe, ob sie alles wieder in den Griff bekommen würde und Mitleid mit ihr hatte.
Die Figuren allesamt haben mich vollkommen überzeugt.

Die Story ist action- und temporeich, total spannend und fesselnd geschrieben. Auch der manchmal etwas schwarze Humor in der Story hat mir total gut gefallen. Ich freue mich schon auf die nächste Folge dieser genialen Reihe.

Donnerstag, 22. August 2019

Rezension zu Das Haus der Verlassenen" von Emily Gunis, übersetzt von Carola Fisher, Heyne Verlag, Roman

Titel: Das Haus der verlassenen
Autorin: Emily Gunis
übersetzt von: Carola Fischer
Seitenzahl: 400 Seiten (Hardcover mit Schutzumschlag, 18.3.19)
Isbn Nr. 13-978-3-453-27212-5
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 20,00 Euro 

Verlagsinfo:
 "Sussex, 1956. Als die junge Ivy Jenkins schwanger wird, schickt ihr liebloser Stiefvater sie fort – ins St. Margaret's Heim für ledige Mütter. Sie wird den düsteren, berüchtigten Klosterbau nie mehr verlassen ... Sechzig Jahre später stößt die Journalistin Sam in der Wohnung ihrer Großeltern auf einen flehentlichen Brief Ivys. Er ist an den Vater ihres Kindes adressiert – aber wie ist er in den Besitz von Sams Großvater gelangt? Sam beginnt die schreckliche Geschichte von St. Margaret's zu recherchieren. Dabei stößt sie auf finstere Geheimnisse, die eine blutige Spur bis in die Gegenwart ziehen. Und die tief verstrickt sind mit ihrer eigenen Familiengeschichte."

Über die Autorin: 
Emily Gunnis arbeite lange beim Fernsehen, unter anderem als erfolgreiche Drehbuchautorin. "Das Haus der Verlassenen" ist ihr Debütroman. Die Tochter der internationalen Bestsellerautorin Penny Vincenzi lebt mit ihrer Familie im südenglischen Sussex.

Eigene Meinung:
Dieser Debütroman von Emily Gunis wird über zwei Zeitebenen erzählt. Die alleinerziehende Journalistin Sam findet im Haus ihrer Großmutter, bei der sie momentan lebt, Briefe von einer Frau namens Ivy. Sam fängt an zu recherchieren, wer die Briefe geschrieben hat, wie sie zu ihrer Großmutter gelangt sind und sie wittert eine Story. Ihre Nachforschungen führt sie zu einem Heim St. Margaret's, das in wenigen Tagen abgerissen werden soll. Dabei stößt sie auf schreckliche Geheimnisse.
Ivy's Briefe führen uns in die Vergangenheit. Ivy wurde, wie wohl bis in die 60er Jahre viele junge Mädchen in Irland und Großbritannien, in ein Mutter-Kind-Heim gebracht. Dort wurden wohl ledige junge Mütter schwerer, körperlicher Arbeit gezwungen. Über die Briefe und über Rückblicke in die Zeit, als Ivy in diesem Heim lebte, erfahren wir Ivys unfassbares Leid.

Die Autorin hat wohl sehr gut über diese Heime, die es wirklich gegeben hat, recherchiert, was das Buch sehr spannend macht.

Das Buch ist spannend und fesselnd geschrieben, man leidet mit den jungen Frauen. Das Buch könnte man auch als Krimi bezeichnen, da für Sam ihre Recherche immer persönlicher und gefährlicher wird.

Allerdings wird es zum Ende hin immer unglaubwürdiger. Als eine bestimmte Person ins Spiel kommt, wirkt die Story doch etwas zu konstruiert.




Freitag, 16. August 2019

Rezension zu "Nordlicht - Die Tote am Strand " von Anette Hinrichs, Blanvalet Verlag, Kriminalroman

Titel: Nordlicht die Tote vom Strand
Autorin: Anette Hinrichs
Seitenzahl: 432 Seiten, Klappenbroschur, TB,  (15.4.19)
Isbn Nr. 13-978-3-7341-0722-1
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo: 

"Zwei Länder, zwei Ermittler, ein mysteriöser Mord. Der erste Fall für das deutsch-dänische Ermittlerteam Boisen & Nyborg Im beschaulichen Küstenort Kollund an der deutsch-dänischen Grenze wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Erschossen am Strand. Die Tote wird als Liva Jørgensen identifiziert, die zwölf Jahre zuvor spurlos verschwand. Jetzt stellt sich heraus, dass Liva jahrelang unter falschem Namen in Deutschland gelebt hat. Was ist damals wirklich geschehen? Vibeke Boisen, gerade frisch als Leiterin der Flensburger Mordkommission angetreten, und ihr Kollege Rasmus Nyborg von der dänischen Polizei rollen den alten Fall wieder auf und stechen damit in ein gefährliches Wespennest ..."

Über die Autorin: 
Anette Hinrichs ist als geborene Hamburgerin ein echtes Nordlicht. Ihre Leidenschaft für Krimis wurde im Teenageralter durch Agatha Christie entfacht und weckte in ihr den Wunsch, eines Tages selbst zu schreiben. Heute lebt sie als freie Autorin mit ihrer Familie im Raum München. Ihre Sehnsucht nach ihrer alten Heimat lebt sie in ihren Küstenkrimis und zahlreichen Recherchereisen in den hohen Norden aus. „NORDLICHT – Die Tote am Strand“ ist ihr erster Kriminalroman bei Blanvalet.

Eigene Meinung:
Vibeke Boisen ist nach Flensburg zurückgezogen um die Leitung der dortigen Mordkomission zu übernehmen. Sie ist noch am Renovieren, als sie zu einem Mordfall an einer jungen Frau am Strand von Kollund gerufen wird. Da sich das Örtchen an der deutsch-dänischen Grenze befindet, wird auch Rasmus Nyborg von der dänischen Ermittlungsbehörde zum Fall gerufen. Die beiden total verschiedenen Ermittler bilden zusammen ein Team, um einen sehr verzwickten Fall zu lösen. Denn die tote, junge Frau war 12 Jahre lang verschollen und hat unter einem falschen Namen in Deutschland gelebt.

Das Krimidebüt von Anette Hinrichs hat mich total begeistert. Ihre Ermittler sind interessante Charaktere, die wir so nach und nach in diesem Krimi kennenlernen. Rasmus und Vibeke haben keinen einfachen Fall zu lösen, was die Geschichte sehr spannend macht, denn wir begleiten die beiden bei ihren Ermittlungen.
Ich hatte den Eindruck, der Fall wird immer mysteriöser und verzwickter, ein Politiker und ein Rechtsanwalt, der Kariere machen will, sind darin verwickelt und auch die Familie der Toten hat Einiges zu verbergen.
So nebenbei erfahren wir viel über die Gegend von Flensburg und über den Lebensstil unserer dänischen Nachbarn.

Ich bin gespannt auf weitere Fälle dieses interessanten Ermittlungsteams.




Dienstag, 13. August 2019

Rezension zu "Der Kinderflüsterer" von Alex North, übersetzt von Leena Flegler, Blanvalet Verlag, Spannungsroman


Titel: Der Kinderflüsterer
Autor: Alex North
Übersetzt von: Leena Flegler
Seitenzahl: 448 Seiten, (Paperback, 29.07.19)
Isbn Nr. 13-978-3-7645-0710-7
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 13,00 Euro


Verlagsinfo: 
"Nach dem plötzlichen Tod seiner geliebten Frau will Tom Kennedy mit seinem kleinen Sohn Jake neu anfangen. Ein neuer Start, ein neues Haus, eine neue Stadt – Featherbank. Doch der beschauliche Ort hat eine düstere Vergangenheit. Vor zwanzig Jahren wurden in Featherbank fünf Kinder entführt und getötet. Der Mörder wurde unter dem Namen »Kinderflüsterer« bekannt und schließlich gefasst.
Die alten Geschichten interessieren Tom und Jake nicht. Als jedoch ein kleiner Junge verschwindet, machen Gerüchte die Runde, dass der Täter von damals einen Komplizen gehabt habe. Und Jake beginnt, sich merkwürdig zu benehmen. Er sagt, er höre ein Flüstern an seinem Fenster …"

Über den Autor:
Alex North, geboren und aufgewachsen in Leeds, England, studierte Philosophie und arbeitete nach seinem Abschluss an der Fakultät für Soziologie und Sozialpolitik. Insgeheim hegte er aber immer den Wunsch zu schreiben. Auf die Idee zu seinem Roman »Der Kinderflüsterer« brachte ihn ein merkwürdiger Ausspruch seines kleines Sohnes, der sagte, er wolle mit einem »Jungen im Boden« spielen. Alex North lebt bis heute in seiner Heimatstadt Leeds, inzwischen mit seiner Frau, dem gemeinsamen Sohn und zwei Katze.

Eigene Meinung:

Der Autor erzählt über verschiedene Personen. Ein Erzählstrang übernimmt der Ermittler, der seit über 20 Jahren an dem Fall arbeitet, denn eines der vermissten Kinder ist nicht aufgetaucht. Ein weiterer Erzählstrang übernimmt der Vater Tom Kennedy, ein Schriftsteller, der mit seinem kleinen Sohn Jake ein neues Leben in Featerbanks anfangen möchte. Der Vater erzählt aus der Ich-Perspektive. Jake übernimmt einen weiteren Handlungsstrang und die Sichtweise des kleinen Jungen ist sehr interessant erzählt. Auch der Täter kommt zu Wort.

Das Debüt von Alex North hat mich total überzeugt. Von Anfang an ist die Story spannend und fesselnd erzählt. Eine ständige, unterschwellige Spannung ist die ganze Zeit fast körperlich spürbar. Ich fand die Geschichte um den Kinderflüsterer auch etwas unheimlich.

Wer auf unterschwellige Spannung ohne großes Blutvergießen und ohne viel Action, dafür mit um so mehr Atmosphäre steht, sollte das Buch lesen. Zum Ende dreht der Autor noch einmal an der Spannungsschraube. Auch einige Überraschungen und Wendungen hält Alex North parat.


 



Mittwoch, 7. August 2019

Rezension zu "Der beste Freund" von Roy Jacoby, Independently Published, Psychothriller,

Titel: Der beste Freund
Autor: Roy Jacoby
Seitenzahl: 242 Seiten, (TB, 4.3.19)
Isbn Nr. 13-978-1795478151
Verlag: Independently published
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:

"Was würdest du tun, wenn du deinen besten Freund bei einem Mord beobachtest? Ihn zur Rede stellen? Zur Polizei gehen? Oder an deinem Verstand zweifeln?Diesen Fragen muss sich Rick Ender stellen, als er Zeuge wird, wie sein bester Freund Sebastian eine Frau in seiner eigenen Küche tötet. Am nächsten Tag zeugt nichts vom brutalen Mord, als wäre die grauenhafte Szene einem Albtraum entsprungen. Seine letzte Rettung ist der Gang, zu einer Psychologin. Doch nach der ersten Therapiesitzung überschlagen sich die Ereignisse und er wird in einen Strudel aus Gewalt und Lügen gerissen. Sein Leben gerät in Gefahr und Rick muss sich seiner Vergangenheit stellen. Wird die Wahrheit ihn retten?"

Über den Autor: 
Was wäre wenn? Das ist die erste Frage, die sich der Autor stellt, bevor er einen neuen Thriller anfängt. So ist es auch bei seinem Debüt, Der beste Freund, gewesen. Was wäre, wenn ich meinen besten Freund bei einem Mord überraschen würde. Die Beantwortung dieser Frage wird eine Tortur für den Protagonisten und der Leser ist hautnah dabei. Roy Jacoby wurde 1966 in Berlin geboren. Von Kindheit an, war er kreativ unterwegs. Er sang in einem Chor, versuchte sich als Magier und war Mitglied einer Theatergruppe. Statt dann Schauspieler zu werden, wurde er Zerspaner (Dreher), obwohl er handwerklich eine vollkommene Niete war. Nach 10 Jahren Busfahrer bei der BVG, hatte er endgültig die Schnauze voll und ging in die IT. Im Juli 2018 las er eine von Sebastian Fitzeks Danksagungen und fand viele Parallelen zu sich selbst. Vor allem seine Frau stachelte ihn an, doch mal selber einen Thriller zu schreiben. Das tat er dann auch, die Idee zum Psychothriller Der beste Freund war geboren. Als er dann Die Falle von Melanie Raabe las, war es um ihn geschehen. So wollte er auch schreiben.Das wird er jetzt bis zu seinem Lebensende tun, SCHREIBEN.

Eigene Meinung:
Rick Ender wacht eines nachts auf und beobachtet, wie sein bester Freund Sebastian in seiner Küche eine Frau tötet. Hatte er einen Albtraum? Oder dreht er langsam durch? Er kann keine Spuren eines Mordes in seiner Küche feststellen ..

Das Debüt von Roy Jacoby habe ich bei einem Gewinnspiel gewonnen.
Der Klappentext klang richtig spannend. Manchmal ist es ja nur der Klappentext, der spannend ist, in diesem Fall jedoch ist die Story richtig spannend. Ich war von Anfang an gefesselt von der Geschichte und sofort mitten im Geschehen.
Roy Jacoby schreibt kurze Szenen, was der Geschichte Spannung und Tempo gibt.

Mit Rick Ender bekommt man Mitleid, was der arme, sympathische Kerl so alles ertragen muss.

Roy Jacobys Psychothriller bietet neben hohem Tempo, viel Action, Spannung und einige überraschende Wendungen, so dass das Kopfkino läuft und ich das Buch an einem Sonntagnachmittag gelesen hatte. Diesen Psychothriller empfehle ich euch gerne.




Sonntag, 4. August 2019

Rezension zu "R. I. P. von Yrsa Sigurdardóttir, übersetzt von Anika Wolff, BTB Verlag, Thriller

Titel: R. I. P. 3. Fall von Huldar und Freyja
Autorin: Yrsa Sigurdardóttir 
übersetzt von: Anika Wolff
Seitenzahl: 448 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, (24.6.19)
Isbn Nr. 13-978-3-442-75665-0
Verlag: BTB Verlag
Preis: 20,00 Euro


Verlagsinfo:

"Er mordet kalt und brutal: Zwei Jugendliche sind seine Opfer. Über Social Media müssen Freunde deren letzte qualvolle Minuten mitansehen. Und dieser Mörder ist noch nicht fertig: Ein weiterer Junge wird vermisst. Was verbindet die Jugendlichen? Wer glaubt, sie verdienten den Tod? Und kann der Junge noch gerettet werden?Huldar und sein Team ermitteln. Auch Psychologin Freyja wird wieder in die Untersuchungen einbezogen, trotz anfänglichen Widerwillens. Gemeinsam müssen sie den gnadenlosen Mörder finden, bevor er wieder zuschlägt... "

Über die Autorin: 
Yrsa Sigurdardóttir, geboren 1963, ist eine vielfach ausgezeichnete Bestsellerautorin, deren Spannungsromane in über 30 Ländern erscheinen. Sie zählt zu den "besten Kriminalautoren der Welt" (Times). Sigurdardóttir lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Reykjavík. Sie debütierte 2005 mit "Das letzte Ritual", einer Folge von Kriminalromanen um die Rechtsanwältin Dóra Gudmundsdóttir. DNA ist Start einer neuen Serie um die Psychologin Freyja und Kommissar Huldar von der Kripo Reykjavik.

Eigene Meinung:

Das Thema, das die Autorin für den dritten Teil der Reihe um den Ermittler Huldar und die Psychologin Freyja ausgesucht hat, Mobbing ist hochaktuell und ich hatte daher einen spannenden Thriller erwartet.

Allerdings würde ich diese Story nicht als Thriller bezeichnen, eher als Krimi.
So richtig gepackt hat mich die Geschichte nicht. Es fehlt an Spannung und ich hatte das Gefühl, dass die Übersetzung nicht so ganz gelungen ist. Manche Sätze klingen hölzern.

Huldars Ermittlungen verlaufen schleppend, Kommissar Zufall kommt dem Team oft zu Hilfe, auch Freyja ist bei den Ermittlungen behilflich. Wir erfahren wieder sehr viel Privates über die beiden. Die Ermittlungen werden von Streitereien zwischen den Teammitgliedern und Machtgerangel behindert.

Die beiden Figuren Huldar und Freyja haben mich in diesem Krimi nicht überzeugen können.

Trotz einiger Überraschungen und Wendungen handelt es sich hier um einen eher durchschnittlichen Krimi.

 

Montag, 29. Juli 2019

Rezension zu "Dunkelsommer" von Stina Jackson, übersetzt von Kerstin Schöps, Goldmann Verlag, Spannungsroman

Titel: Dunkelsommer
Autorin: Stina Jackson
Übersetzt von: Kerstin Schöps
Seitenzahl: 352 Seiten, Klappenbroschur, (22.7.19)
Isbn Nr. 13-978-3-442-20578-3
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 15,00 Euro
  
Verlagsinfo:

"Drei Jahre ist es her, dass Lelles Tochter in einem abgelegenen Teil Nordschwedens spurlos verschwand. Seither fährt er jeden Sommer im düsteren Licht der Mitternachtssonne die Straße ab, an der Lina zuletzt gesehen wurde. Nacht für Nacht sucht er verzweifelt nach seiner Tochter, nach sich selbst und nach Erlösung. Dann kommt eines Tages die siebzehnjährige Meja in der Hoffnung auf einen Neuanfang in Norrland an. Doch als sich die Dunkelheit des aufkommenden Herbstes über das Land legt, verschwindet ein weiteres Mädchen. Und Lelles und Mejas Leben werden durch dramatische Ereignisse miteinander verbunden, die sie nie wieder loslassen werden."

Über die Autorin: 
Stina Jackson stammt aus Skellefteá in Nordschweden. Vor mehr als einem Jahrzehnt zog sie nach Denver, Colorado. Hier schreib sie auch ihren Debütroman "Dunkelsommer", mit dem sie sich sofort als aufstrebender neuer Stern am Himmel der nordischen Spannung etablierte.

Eigene Meinung:
Stina Jackson hat mit "Dunkelsommer" einen düsteren, sehr atmosphärischen Spannungsroman erschaffen. Ihr Debüt hat mich von Anfang an gefesselt. Erzählt wird über verschiedene Personen. Da ist einmal Lelle Gustavsson, der in den Wäldern Nordschwedens seine vor drei Jahren verschwundene Tochter Lina sucht. Den zweiten Erzählstrang übernimmt die siebzehnjährige Meja, die zusammen mit ihrer Mutter aus Südschweden zu einem etwas zwielichtigen Mann auf einen heruntergekommenen Hof gezogen ist. Meja ist ein sehr starkes Mädchen. Sie muss auf ihre Mutter achten, die alkohol- und tablettenabhängig ist. Meja lernt einen Jungen kennen, zu dem sie vertrauen fasst und über ihn die Stärke einer Familie kennenlernen kann.  Stina Jacksons fast poetischer Schreibstil hat mich von Anfang an gepackt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Autorin hat viele interessante Charaktere erschaffen, verschrobene Typen, die in den Wäldern Nordschwedens leben. Starke Persönlichkeiten, die nicht aufgeben und für ihre Familie alles tun würden.

Ich möchte mehr von dieser Autorin lesen!




Mittwoch, 24. Juli 2019

Rezension zu Lisboa, Klaus Zeh, Roman, BoD

Titel: Lisboa
Autor: Klaus Zeh
Seitenzahl: 212 Seiten, (TB, 4.3.19)
Isbn Nr. 13-978-3748126386
Verlag: BoD Books on Demand 
Preis: 7,90 Euro


Verlagsinfo: 
"Die Geschichte eines Ehebruchs, einer Scheidung, des gemeinsamen Sorgerechts; ständig der Streit mit der Ex, ständig Schuldgefühle und Unterhaltssorgen, tägliche Busfahrten und Terminnot, regelmäßige Therapiesitzungen und sonst alles, was den Alltag ausmacht: Lexikonartikel, Beipackzettel, Reiseführerpassagen, Zeitungsschlagzeilen. Und in all dem, unausrottbar, der Traum von Lisboa, von Lissabon, der portugiesischen Traumstadt am Atlantik..."


Über den Autor:
Klaus Zeh, Jahrgang 1965, ist Schriftsteller und Musiker. Er lebt in Reutlingen. Sein erster Roman "Taxi" erschien 2015. Es folgten die Gedichtbände "Die Leichtigkeit des Windes" und "An Ufern aus Jade". Sein zweiter Roman "Mozart oder der Fall des Harlekins" erschien im Frühjahr 2018. Es folgte im Herbst mit "Pontoon oder wann immer ich hier sein werde" ein weiterer Gedichtband. "Lisboa" ist sein neuester Roman.

Eigene Meinung:
Klaus Zeh lässt verschiedene Personen erzählen. Über Dialoge mit der Ex, Gedanken eines Vaters, Resultate von Gesprächen mit einem Therapeuten.

Zwischen den einzelnen Szenen und Geschichten stehen Zeitungsschlagzeilen, Wörter aus dem Lexikon oder Koordinaten. Der ganze Roman hat eine ziemlich depressive Grundstimmung. Die Erzählfigur "Vater" kann den Unterhalt für seine Kinder nicht bezahlen. Er hat Schuldgefühle seinen Kindern gegenüber, die er sehr liebt.

Was die Wörter aus dem Lexikon sollen, hat sich mir nicht aufgetan. Manche Zeitungsschlagzeilen passen zu der nächsten Szene im Buch, bei manchen habe ich mich auch gefragt, warum die im Buch überhaupt vorkommen. Dann gibt es Wörter zu einem Satz ohne Leerzeichen aneinandergereiht. Über den Geschichten steht "Eine Geschichte". Muss man darauf aufmerksam machen, dass das eine Geschichte ist?

Eine Erzählstimme verliebt sich wohl sehr gerne, wird aber am Ende immer von den Frauen verlassen.

Die Romanfiguren scheinen alle ziemlich unzufrieden mit ihrem Leben zu sein. Ziemlich viel Alltägliches, was in diesem Roman vorkommt.

Man hat den Eindruck, der Autor hat alles, was ihm gerade durch den Kopf geht, zu Papier gebracht. 

Auf Amazon könnt ihr einen Blick ins Buch werfen und euch eure eigene Meinung über diesen Roman bilden.

Mittwoch, 17. Juli 2019

Rezension zu " Nächstes Jahr in Havanna - Die Kuba Saga Teil 1" von

Titel: Nächstes Jahr in Havanna - Die Kuba Saga Teil 1
Autorin: Chanel Cleeton
Übersetzt von: Stefanie Fahrner
Seitenzahl: 464 Seiten (TB, 10.6.19)
Isbn Nr.: 13-978-3453422780
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 10,99 Euro

Verlagsinfo:
 "Mein Herz gehört Havanna
Havanna 1958: Elisa, Tochter eines Plantagenbesitzers, verkehrt in den besseren Kreisen Havannas und weiß kaum etwas über die Lage des Landes. Bis sie einem Mann begegnet, der tief verstrickt ist in die politischen Umwälzungen, die ihre Zukunft für immer verändern werden.
Miami 2017: Marisol macht sich auf den Weg nach Kuba. Sie wird zum ersten Mal das Land kennenlernen, in das ihre Großmutter zeit ihres Lebens zurückkehren wollte und in dem sie nun beigesetzt werden soll ..."

Über die Autorin:
Chanel Cleetons Familie stammt ursprünglich aus Kuba. Sie selbst wuchs jedoch in Florida auf, bevor sie für das Studium der Internationalen Beziehungen nach England ging. An der Londoner School of Economics and Political Science machte sie schließlich ihren Masterabschluss in Internationaler Politik.

Eigene Meinung:
Chanel Cleeton erzählt diese Geschichte über zwei Erzählstränge. Im ersten berichtet Elisa von den Ereignissen 1958. Elisa führt ein luxuriöses Leben in Kuba. Ihr Vater hat eine Zuckerrohrplantage. Seine Töchter sind zum Nichtstun verurteilt. Das Leben der jungen Frau verändert sich total, als sie sich in einen Revolutionär verliebt.

Im zweiten Handlungsstrang, der 2017 spielt, fliegt die junge Reporterin Marisol nach Kuba mit der Urne ihrer Großmutter. Sie will sie in Kuba beerdigen und wandelt auf den Spuren ihrer Großmutter.

Die Geschichte ist sehr informativ. Wir erfahren viel über das aktuelle Leben in Kuba, über die Sorgen und Probleme der Bevölkerung, über ihre Wünsche und Träume.
Genauso viel wird über das Leben in Kuba und die Revolution 1958 berichtet.
Man merkt der Geschichte an, dass die Autorin Politik studiert hat.

Die Geschichte ist zwar sehr informativ, sie hätte aber etwas mehr Spannung vertragen können. Die Lovestory passt, allerdings bleiben die Figuren etwas auf Distanz zum Leser.

Die Geschichte ist sehr vorhersehbar, ohne Überraschungen und Wendungen. Man hätte mehr daraus machen können.




Montag, 8. Juli 2019

Rezension zu "Das Mädchen im Eis" von J. D. Barker, übersetzt von Leena Flegler, Blanvalet Verlag, Thriller

Titel: Das Mädchen im Eis - Teil 2 des Forth Monkey Killers
Autor: J. D. Barker
Übersetzt von: Leena Flegler
Seitenzahl: 688 Seiten (Paperback, 10.6.19)
Isbn Nr. 13-978-3-7645-0692-6
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 15,00 Euro

Verlagsinfo:
"Seit Monaten herrschen in Chicago Minustemperaturen, als die Leiche der jungen Ella Reynolds eingefroren im See gefunden wird. Sie wurde vor drei Wochen vermisst gemeldet – der See ist seit Monaten zugefroren. Die Medien beschuldigen den berüchtigten Four Monkey Killer Anson Bishop, aber Detective Sam Porter will nicht glauben, dass er damit etwas zu tun hat. Er kennt den Serienkiller gut, denn er hat ihn geschnappt und laufen lassen, und er hat noch eine Rechnung mit ihm offen. Porter hat sich auf ein gefährliches Spiel eingelassen, währenddessen verschwindet ein Mädchen nach dem anderen …"

Über den Autor:
J. D. Barker hat bereits einen preisgekrönten Roman veröffentlicht, für den er hochgelobt wurde. "The Fourth Monkey Killer Geboren um zu töten" ist sein erster Thriller und Beginn einer Serie um Detective Sam Porter. Barker lebt in Englewood, Florida und in Pittsburgh, Pennsylvania.

Eigene Meinung:
Ich empfehle euch mit dem 1. Thriller dieser Reihe zu beginnen, es lohnt sich, da sehr viel Bezug auf diese Geschichte genommen wird. Der lohnt sich auf jeden Fall!

"Das Mädchen im Eis" beginnt sehr spannend und ich war sofort im Geschehen und von der Story gefesselt. The Fourth Monkey Killer Anson Bishop scheint wieder zugeschlagen zu haben, als die Leiche der vor drei Wochen verschwundenen Ella Reynolds aufgefunden wird. Sie ist in einem See eingefroren, der seit Monaten zugefroren ist. Das gibt dem Ermittlungsteam um Sam Porter einige Rätsel auf. Bei dieser einen Leiche bleibt es nicht und der Fall wird immer mysteriöser. Sam Porter glaubt nicht daran, dass der Serienkiller dahinter steckt.

J. D. Barker versteht sein Handwerk. Er hat einen komplexen, sehr mysteriösen Plot entwickelt und viele verschiedene Wendungen eingebaut. Berichtet wird aus vielen, verschiedenen Erzählperspektiven. An ungewöhnlichen Mordideen hapert es hier nicht, die Story besitzt viel Tempo und Action und die Dialoge sind teilweise richtig witzig.

Sam Porter ist ein sympathischer Ermittler, der sich gerne in seine Fälle "verbeißt" und zur Not auch vom Dienst suspendiert weiter ermittelt. Aber auch die Ermittler Nash, Clair und Kloz sind tolle Charaktere.

Lieber Autor, der Cliffhanger am Ende ist richtig fies und wird sicher einige Leser sehr stören.

Ich freue mich aber schon auf den 3. Teil dieser außergewöhnlich guten Thrillerreihe!



Montag, 1. Juli 2019

Rezension zu "Böse bist du" von Jutta Maria Herrmann, Independently published, Psychothriller

Titel: Böse bist du
Autorin: Jutta Maria Herrmann
Seitenzahl: 266 Seiten, TB (2.6.19)
Isbn Nr. 13-978-1071355206
Verlag: Indepentdently published  
Preis:  9,99 Euro

Auch als E-book für 0,99 Euro zur Zeit erhältlich, später wohl 3,99 Euro

Verlagsinfo:

"Fünfzehn Jahre zuvor. An einem Sommertag zeltet eine Clique Jugendlicher an einem einsamen Waldsee. Noch ein Mal wollen sie miteinander feiern, bevor sich ihre Wege nach dem Ende der Schulzeit trennen.Am nächsten Morgen sind vier von ihnen tot.
Nur ein Mädchen überlebt schwer traumatisiert. Die Bilder der schrecklichen Nacht sind für alle Zeit in ihrem Kopf. Immer wieder glaubt sie, in Fremden den Mörder ihrer Freunde zu erkennen. Und als er ihr eines Tages tatsächlich gegenübersteht, trifft sie eine folgenschwere Entscheidung. Sie ahnt nicht, dass sie damit Ereignisse auslöst, die den Horror der Mordnacht am See noch übertreffen."

Über die Autorin:
Jutta Maria Herrmann ist gebürtige Saarländerin, gelernte Buchhändlerin, studierte Germanistin. Sie hat Rockkonzerte veranstaltet, als Putzfrau Böden geschruppt, als Sekretärin in einer Tischlerei und im Ökowerk Berlin gearbeitet, Synchrondrehbücher geschrieben und und und. Jetzt verdient sie ihre Brötchen als Assistentin der Politikredaktion einer Tageszeitung und immer, wenn es ihre Zeit erlaubt, setzt sie sich vor den Computer und schreibt ihre Geschichten auf. Die von ihr verfassten Kurzkrimis wurden in verschiedenen Anthologien veröffentlicht und beim renommierten MDR-Literaturwettbewerb 2010 kam ihr Beitrag "Morgen ist ein anderer Tag" in die Liste der Top 25. Sie hat vier Psychothriller im Knaur Verlag veröffentlicht. BÖSE BIST DU, ihr fünfter Psychothriller, erscheint am 09.06.2019 als eBook und Taschenbuch exklusiv bei Amazon.Seit 2003 lebt sie mit ihrem Mann, dem Autor Thomas Nommensen, im Berliner Speckgürtel im brandenburgischen Panketal.>Weitere Informationen unter: www.jutta-maria-herrmann.de

Eigene Meinung:
Ich hatte mich auf das neue Buch von Jutta-Maria Herrmann gefreut, da ich ihre Psychothriller sehr gerne lese.

Das Buch ist an einem Nachmittag (ca. 2,5 h) gelesen, da es kurze Kapitel beinhaltet, nicht sehr viele Seiten hat und einfach geschrieben ist.

Die Spannung hält sich aber leider in Grenzen. So richtig gefesselt war ich von der Story nicht, dazu ist sie einfach zu wirr und nicht ganz logisch.

Zwei Erzählstränge aus der Ich-Perspektive, das war zu wirr, zumal beide Personen ähnlich heißen und beide dann auch noch auf derselben Zeitebene erzählen.

Die eine Person, die auch in der Gegenwart aus der Ich-Perspektive erzählt, ist nicht sonderlich sympathisch und ich konnte nicht so richtig mit ihr mitfühlen.

Dazu sind manche Dinge nicht sehr logisch. Z. B. sind Spuren durch Starkregen am Tatort verwischt worden, aber ob die Leichen Schussverletzungen haben, oder durch Messerstiche/Basballschläger ermordet wurden, das sollte ersichtlich sein. Die Leichen lagen wohl auch im Zelt, da dürften trotz Starkregen noch einige Spuren vorhanden sein? Solche Fehler erwarte ich von Jutta einfach nicht.

Das Ende hat mich gar nicht überzeugt, das ist gar nicht schlüssig.

Mittwoch, 26. Juni 2019

Rezension zu "Die Lieferung" von Andreas Winkelmann, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Thriller

Titel: Die Lieferung
Autor: Andreas Winkelmann
Seitenzahl: 400 Seiten, (TB, 18.6.19)
Isbn Nr. 13-978- 3499275173
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
"Der neue Thriller von Bestseller-Autor Andreas Winkelmann. Seit Wochen hat Viola das Gefühl, verfolgt zu werden. Es ist, als klebe ein Schatten an ihr - wie immer, wenn sie sich umdreht, ist er verschwunden. Bildet sie sich das nur ein? Ihre Freundin ist die einzige, die ihr glaubt. Doch dann meldet sie sich plötzlich nicht mehr. Die Pizza, die er bringt, wird für immer unangetastet bleiben... Der Hamburger Polizeikommissar Jens Kerner hat einen merkwürdigen Fall auf dem Tisch: Eine bleiche, verstörte und vollkommen unterernährte Frau wurde in den Harburger Bergen aufgegriffen. Als er sie verhören will, stirbt sie. Gemeinsam mit seiner Kollegin Rebecca kommt er einem Täter auf die Spur, der so perfide ist, dass es alle Vorstellungen übersteigt. Als die beiden begreifen, mit wem sie es da zu tun haben, ist es schon fast zu spät..."

Über den Autor: 
Andreas Winkelmann wurde im Dezember 1968 in Niedersachsen geboren. Er arbeitete als Soldat, Sportlehrer, freier Redakteur und Taxifahrer, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Er veröffentlicht beim Rowohlt Verlag und ist einer der erfolgreichsten deutschen Thriller-Autoren, seine Bücher werden in bis zu dreizehn Sprachen übersetzt. Er lebt mit seiner Frau und zwei Hunden in einem einsamen Haus am Waldrand in der Nähe von Bremen, und wenn er nicht in menschliche Abgründe abtaucht, überquert er zu Fuß die Alpen, steigt dort auf die höchsten Berge, wandert am Polarkreis oder fischt und jagd mit Pfeil und Bogen in der Wildnis Kanadas. Mehr über Andreas Winkelmann erfahren Sie auf: www.andreaswinkelmann.com.

Eigene Meinung:
Auch der zweite Band der Thriller-Reihe über den Kommissar Jens Kerner und sein Team fängt spannend und fesselnd an. Die Spannung hält sich auch durchweg und es herrscht eine beklemmende Atmosphäre.

Dieser Thriller spielt mit unseren Urängsten. Die Opfer fühlen sich verfolgt, sie werden jedoch von ihrem Umfeld nicht so richtig ernst genommen. Es bleibt ihnen nichts anderes übrig als sich abzukapseln. Sie gehen kaum mehr aus ihrer Wohnung und doch verschwinden sie spurlos.

Das sympathische Ermittlerteam tappt bei ihrer Tätersuche ziemlich im Dunkeln. In den Wohnungen der Opfer finden sich nur Pizzen, die derselbe Lieferdienst ausgeliefert hat. Ob sie durch diese Spur wohl zum Täter gelangen werden?

Der Ermittler Jens Kerner und seine im Rollstuhl sitzende Kollegin Rebecca haben auf jeden Fall alle Hände voll zu tun, um den Täter schnell finden zu können.

"Die Lieferung" ist so ein actionreicher Thriller mit viel Tempo und überraschenden Wendungen, den man in einem Rutsch durchlesen möchte.

Erzählt wird über verschiedene Sichtweisen, unter anderem der Opfer, der Ermittler, der Freundin eines Opfers und auch des Täters.

Auf den Täter wäre ich nicht gekommen.

Ich bin schon sehr gespannt auf den 3. Band dieser Reihe.







Donnerstag, 20. Juni 2019

Rezension zu "Westwall" von Benedikt Gollhardt, Penguin Verlag, Thriller

Titel: Westwall
Autor: Benedikt Gollhardt
Seitenzahl: 496 Seiten, (Paperback, Klappenbroschur, 25.3.19)
Isbn Nr. 13-978-3-328-10412-4
Verlag: Penguin Verlag
Preis: 15,00 Euro

Verlagsinfo:

Manche Spuren führen tiefer in die Vergangenheit, als uns lieb ist …
Scheinbar zufällig lernt Polizeischülerin Julia den attraktiven Nick kennen. Doch nach der ersten gemeinsamen Nacht entdeckt sie, dass er ihr einen falschen Namen genannt hat und ein riesiges Hakenkreuz-Tattoo auf dem Rücken trägt. Julia ist geschockt – warum hat Nick sie angelogen? Mit einem Mal gerät ihr Leben in einen alptraumhaften Strudel, der droht, ihr alles zu nehmen, was ihr lieb ist. Die Suche nach der Wahrheit führt Julia in die menschenleeren Wälder der Eifel bis hin zum Westwall, einem alten Verteidigungssystem aus dem Zweiten Weltkrieg. Und damit zurück in ihre eigene Vergangenheit ...Mit seinem Debüt »Westwall« beweist Benedikt Gollhardt auf überzeugende und mitreißende Weise, dass ein Thriller erschreckend aktuell und gleichzeitig hochspannend sein kann.

Über den Autor:
Benedikt Gollhardt, Jahrgang 1966, ist Drehbuchautor. Bekannt wurde er unter anderem durch preisgekrönte Serien wie »Türkisch für Anfänger« und »Danni Lowinski«. Mit seinem Thrillerdebüt »Westwall« greift Benedikt Gollhardt das aktuelle Gefühl unserer Zeit auf, in der die Grenzen zwischen Gut und Böse zunehmend zu verschwimmen scheinen. Der Autor lebt mit seiner Familie in Köln.

Eigene Meinung:
Der Klappentext verrät ja schon sehr viel. Das möchte ich nicht wiederholen und ich möchte auch nicht mehr verraten, das würde dieser richtig guten Geschichte die Spannung nehmen.

Die Story fängt auf jeden Fall sehr spannend an und die Spannung fällt auch überhaupt nicht ab.

Die Charaktere sind durchweg interessant und sehr lebendig. Natürlich gibt es sehr sympathische Figuren, wie die Hauptfigur Polizeischülerin Julia, die nicht weiß, wie ihr geschieht und bald nicht mehr, wem sie vertrauen kann und wem nicht.
Die junge Frau ist aufgewachsen bei ihrem Vater, der mit ihr in einer Bauwagensiedlung lebte. Julias Kindheit war sehr behütet und idyllisch. Ihre Mutter hat sie nicht kennengelernt. Bei manchen Figuren, wie z. B. Nick schwappt man hin und her, da bei ihm gut und böse dann doch etwas verschwimmt, wie bei einigen weiteren Figuren, z. B. Julias Ausbilder.

Natürlich gibt es auch so richtige Bösewichte, wie die charismatische Ira oder Karl, der Ira schon fast hörig zu sein scheint.

Die Story ist aktuell und ziemlich realistisch, voller Action und sehr fesselnd geschrieben.
Mit Wendungen und Überraschungen hat der Autor nicht gespart. Ich kann euch dieses grandiose Debüt nur empfehlen.

Ich freue mich schon auf einen neuen Fall mit Julia.

 

Dienstag, 18. Juni 2019

Rezension zu "Königsfall" von Jeff Wheeler, übersetzt von Johann Birken, Heyne Verlag, Fantasy-Roman

Titel: Königsfall
Autor: Jeff Wheeler
Übersetzt von: Johann Birken
Seitenzahl: 400 Seiten (Paperback, 13.5.19)
Isbn Nr.: 13-978-3-453-32016-1
Verlag:  Heyne Verlag
Preis: 14,99 Euro
Verlagsinfo:

"Seit Jahrhunderten befindet sich Königsfall im Krieg mit seinen Nachbarn, und auch im Inneren des Reiches herrschen Intrigen und Kämpfe. König Severn, so munkelt man, tötete sogar seine eigenen Neffen, um an die Macht zu gelangen. Verrat bestraft er augenblicklich mit dem Tod. Als ihn einer seiner Lords hintergeht, fordert Severn dessen schüchternen Sohn Owen als Geisel, der wie ein Lamm unter Wölfen zu sein scheint. Bis der Junge Verbündete am Hof findet und erkennt, dass in ihm etwas ganz Besonderes steckt ... "

Über den Autor:
Wall Street Journal-Bestsellerautor Jeff Wheeler zog sich schon früh von seiner Karrierelaufbahn bei Intel zurück, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. Er ist Vater von fünf Kindern und lebt mit seiner Familie in den Rocky Mountains.

Eigene Meinung:
Den Auftakt dieser Bestseller-Trilogie musste ich natürlich lesen. So richtig nachvollziehen kann ich den Hype um das Buch nicht. Der Klappentext klang interessant und spannend, doch so richtig gefesselt war ich von der Story nicht. Es passiert in diesem Fantasy-Roman nicht sehr viel, mir fehlt hier eine gewisse Grundspannung, interessante Personen und mehr Action. Owen ist am Hof von König Severn, der zwar ein unausstehlicher Grisgram zu sein scheint, doch die Gefahr, in der Owen zu schweben scheint, ist kaum spürbar. Der Charakter Owen ist ein Kind, doch seine Gedanken scheinen oft die eines Erwachsenen zu sein, das wirkt nicht sehr glaubwürdig. Der Junge entwickelt sich zwar im Laufe der Geschichte weiter, was den Charakter etwas lebendiger macht, doch überzeugen konnte mich die Figur nicht. Owen findet am Hof Freunde und Verbündete, in Elysabeth Victoria Mortimer findet er eine Freundin. Mit ihr besteht er einige Abenteuer. "Königsfall" bietet nicht viel Neues, Verrat und Intrigen kommen in fast jedem Fantasy-Buch vor. Ich werde diese Reihe wohl nicht weiterverfolgen.

Donnerstag, 13. Juni 2019

Rezension zu "Löwenzahnkind" von Lina Bengtsdotter, übersetzt von Sabine Thiele, Penguin Verlag, Thriller

Titel: Löwenzahnkind
Autorin: Lina Bengstdotter
Übersetzt von : Sabine Thiele
Seitenzahl: 448 Seiten (Klappenbroschur, 13.5.19)
Isbn Nr. 13-978-3-328-10381-3
Verlag: Penguin Verlag
Preis: 13,00 Euro

Verlagsinfo:
"Sie ist Stockholms beste Ermittlerin – doch sie hat Leichen im Keller ..
 Gullspång, eine Kleinstadt in Westschweden. Als in einer heißen Sommernacht die siebzehnjährige Annabelle spurlos verschwindet, ist schnell klar, dass Verstärkung angefordert werden muss. Mit Charlie Lager schickt die Stockholmer Polizei ihre fähigste Ermittlerin – doch was die Kollegen nicht wissen dürfen: Die brillante Kommissarin ist selbst in Gullspång aufgewachsen. Je tiefer Charlie nach der Wahrheit hinter Annabelles Verschwinden gräbt, desto mehr droht das Netz aus Lügen zu reißen, das sie um ihre eigene, dunkle Vergangenheit gesponnen hat. Doch die Zeit drängt – sie muss Annabelle finden, bevor es für sie beide zu spät ist …"

Über die Autorin:
Lina Bengtsdotter wuchs in der schwedischen Kleinstadt Gullspång auf, die sie zum Setting ihrer Thriller-Serie um die Ermittlerin Charlie Lager machte. »Löwenzahnkind«, der erste Teil der Reihe, wurde zu einem Sensationserfolg: Es war das bestverkaufte Debüt des Jahres in Schweden und erscheint in 20 Ländern. Lina Bengtsdotter lebt heute in Stockholm.

Eigene Meinung: "Löwenzahnkind" ist der erste Krimi einer Reihe um die Ermittlerin Charlie Lager und beginnt von der ersten Seite an spannend.

Charlie ist eine eigenwillige, brillante Ermittlerin, die gerne etwas zu viel trinkt und ein Beziehungsproblem zu haben scheint.

Erzählt wird über verschiedene Personen und verschiedene Zeitebenen. Bei einem Handlungsstrang ist anfangs noch gar nicht klar, wie die Personen in Zusammenhang zu der Story stehen. Das wird allerdings am Ende der Geschichte aufgeklärt.

Wir nehmen teil an der Ermittlungsarbeit von Charlie und ihrem Team, erfahren sehr viel über Charlies Vergangenheit und erleben in einem Handlungsstrang mit, was mit Annabelle passiert ist.

Die Geschichte ist fesselnd und spannend geschrieben, mit sehr viel Atmosphäre. Die Charaktere sind sehr interessant und lebendig dargestellt.

Ein richtig starkes Krimidebüt hat Lina Bengtsdotter da hingelegt. Ich freue mich schon auf weitere Fälle mit Charlie Lager.


Sonntag, 2. Juni 2019

Rezension zu "Tief im Wald " von Peternelle van Arsdale, übersetzt von Michael Pfingst, Heyne Verlag, Fantasyroman

Titel: Tief im Wald
Autorin: Peternelle van Arsdale
übersetzt von: Michael Pfingstl
Seitenzahl: 384 Seiten,  Klappenbroschur, 13.5.19
Isbn Nr. 13-978-3-453-31991-2
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 14,99 Euro

Verlagsinfo:
"Alys ist sieben, als die Seelenesser eines nachts in ihr Dorf kommen. Am Morgen danach sind alle Erwachsenen tot. Alys und die anderen Kinder müssen fortan in einem Nachbardorf leben, wo die Menschen gläubig sind und das Biest fürchten, das tief im Wald lebt. Doch das Biest ist nicht das, was es zu sein scheint – ebenso wenig wie Alys. Das Mädchen spürt, dass es in seinem Inneren mit den Seelenessern verbunden ist. Als Alys älter und ihre geheime Gabe stärker wird, sehnt sie sich immer mehr nach der Freiheit jenseits des Dorfes. Da schlägt das Schicksal erneut zu, und Alys macht sich auf die gefährliche Reise in den dunkelsten Teil des Waldes"

Über die Autorin:

Peternelle van Arsdale arbeitet als Lektorin, und hätte nie gedacht, dass sie selbst ein Buch schreiben würde – bis sie eines Tages eine Idee hatte. "Tief im Wald" ist ihr erster Roman. Sie lebt in New York City.

Eigene Meinung: 

Meine Erwartungshaltung war durch den Klappentext bedingt und durch das Cover sehr hoch. Ich hatte einen düsteren, atmosphärischen Horrorroman erwartet.

Die Geschichte von Alys ist einfach geschrieben, etwas düster, so richtig unheimlich ist die Story aber nicht und eine gewisse Grundspannung fehlt hier leider total. Die ganze Geschichte dümpelt so dahin.

Wir erleben mit, was Alys im Nachbardorf bei den sehr frommen, strengen Bewohnern erlebt und was die Kinder aus ihrem Dorf alles erdulden müssen. Alys kommt im Alter von 7 Jahren zu ihren neuen Eltern und ist am Ende der Story 15 Jahre alt. Sie entwickelt sich und muss ihre Gabe geheim halten.

"Tief im Wald" ist ein Märchen, das an die alten Hexengeschichten erinnert. So richtig gefesselt hat mich das Buch nicht.

Von Anfang an weiß man über die Seelenesser Bescheid, das finde ich etwas schade. Wie Alys allerdings mit ihnen verbunden ist, bleibt im Dunkeln. Auf eine überraschende Wendung habe ich vergeblich gewartet. Die ganze Geschichte ist sehr vorhersehbar.


Mittwoch, 29. Mai 2019

Rezension zu "Die stumme Patientin" von Alex Michaelides, übersetzt von Kristina Lake-Zapp, Droemer Knaur Verlag, Psychothriller

Titel: Die stumme Patientin
Autor: Alex Michaelides
Übersetzt von: Kristina Lake-Zapp
Seitenzahl: 379 Seiten (TB, Klappenbroschur, 2.5.19)
Isbn Nr. 13-978-3-426-28214-4
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 14,99 Euro

Verlagsinfo: 
"Blutüberströmt hat man die Malerin Alicia Berenson neben ihrem geliebten Ehemann gefunden – dem sie fünf Mal in den Kopf geschossen hat. Seit sieben Jahren sitzt die Malerin nun in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt. Und schweigt. Kein Wort hat sie seit der Nacht des Mordes verloren, lediglich ein Bild gemalt: Es zeigt sie selbst als Alkestis, die in der griechischen Mythologie ihr Leben gibt, um ihren Mann vor dem Tod zu bewahren. Fasziniert von ihrem Fall, setzt der forensische Psychiater Theo Faber alles daran, Alicia zum Sprechen zu bringen. Doch will der Psychiater wirklich nur herausfinden, was in jener Nacht geschehen ist? Einen exzellenten, psychologischen Thriller hat der Brite Alex Michaelides, hoch erfolgreicher Drehbuchautor von "The devil you know", mit "Die stumme Patientin" geschrieben. Eine internationale Thriller-Entdeckung, die Fans von "The woman in the window" oder "Gone girl" elektrisieren und überraschen wird. Hochkarätige Thriller-Autoren wie A.J. Finn, David Baldacci, Lee Child, Joanne Harris und Black Crouch sind sich sicher: hier kommt DIE Thriller-Entdeckung des Jahres 2019.

Über den Autor: 
Der Brite Alex Michaelides wurde 1977 in Zypern geboren. Er studierte in Campridge und Los Angeles und schreibt höchst erfolgreiche Drehbücher, u. a. die Vorlagen für die Kinofilme "The devil you know" oder "The Brites are coming" mit Stars wie Uma Thurman, Tim Roth, Sofia Vergara und Stephen Fry. Alex Michaelides hat einige Monate in einer psychiatrischen Klinik für Jugendliche gearbeitet. "Die stumme Patientin" ist sein erster Roman.

Eigene Meinung:
Auf das Debüt von Alex Michaelides war ich sehr gespannt, da einige Thrillerautoren diesen Psychothriller in den höchsten Tönen loben.

Die Story beginnt langsam. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive des Psychotherapeuten Theo Faber. Auf den ersten ca. 150 Seiten erfahren wir sehr viel Privates über den Psychotherapeuten. Theo Faber macht einen ziemlich durchgeknallten Eindruck und ich hatte so manchmal den Verdacht, dass er auch Insasse der geschlossenen Abteilung ist und sich manche Dinge nur einbildete. Ob sich dieser Verdacht bestätigte?

Theo bewirbt sich um einen Job in der Psychiatrischen Klinik, in der die Malerin Alicia Berenson vollgepumpt mit Tabletten dahinvegetiert. Sie hat wohl ihren Mann erschossen und wurde blutüberströmt neben ihm aufgefunden. Seit 5 Jahren hat sie nicht ein Wort gesprochen. Der Psychotherapeut spricht mit den Vertrauten von Alicia und möchte unbedingt herausfinden, was vor 5 Jahren wirklich gesehen ist. Er ist fast schon besessen davon, Alicia zum Reden zu bringen.

Erst nach der Hälfte des Buches fängt die Story an, etwas spannend zu werden und Alicia bzw. ihr Tagebuch tritt in Erscheinung. Wir erfahren mehr über die junge Frau.

Der Autor lässt viel Psychologie in die Story einfließen. Er hat wohl eine Ausbildung zum Psychotherapeuten gemacht. Das macht die Geschichte etwas interessant.

Von einem Psychothriller erwarte ich Spannung von der ersten Seite an, mich muss die Geschichte fesseln und mitnehmen. Das war hier leider nicht der Fall. Es braucht sehr lange, bis etwas Spannung aufgebaut wird. Es dreht sich anfangs viel zu viel um den Therapeuten und dessen Privatleben.

Den Hype um dieses Debüt kann ich leider nicht nachvollziehen. Einzig die Wendung am Ende fand ich überraschend.





Montag, 20. Mai 2019

Rezension zu "Die Lüge" von Mattias Edvardsson, übersetzt von Annika Krummacher, Limes Verlag, Roman

Titel: Die Lüge
Autor: Mattias Edvardsson
übersetzt von: Annika Krummacher
Seitenzahl: 541 Seiten (Paperback, 25.3.19)
Isbn Nr. 13-978-3-8090-2705-8
Verlag: Limes Verlag
PreisL: 15,00 Euro

Verlagsinfo: 
"Lund, Schweden: Adam, Ulrika und Stella sind eine ganz normale Familie. Adam ist Pfarrer, Ulrika Anwältin und Stella ihre rebellierende Tochter. Kurz nach ihrem 19. Geburtstag wird ein Mann erstochen aufgefunden und Stella als Mordverdächtige verhaftet. Doch woher hätte sie den undurchsichtigen und wesentlich älteren Geschäftsmann kennen sollen und vor allem, welche Gründe könnte sie gehabt haben, ihn zu töten? Jetzt müssen Adam und Ulrika sich fragen, wie gut sie ihr eigenes Kind wirklich kennen – und wie weit sie gehen würden, um es zu schützen"
Über den Autor:
Mattias Edvardsson lebt mit seiner Frau und den beiden gemeinsamen Töchtern außerhalb von Lund in Skåne, Schweden. Wenn er keine Bücher schreibt, arbeitet er als Gymnasiallehrer und unterrichtet Schwedisch und Psychologie.

Eigene Meinung:
Diese Geschichte hat meine Erwartungen übertroffen. Von der ersten Seite an war ich gefesselt von der Story.

Erzählt wird über verschiedene Personen. Zuerst ist der Vater Adam, ein Pfarrer, der seine Tochter vergöttert, dran, seine Sicht der Dinge zu schildern. Er gerät durch die Mordermittlungen in Gewissenskonflikte. Soll er seine Familie schützen, wie er es in der Vergangenheit allzu oft getan hat? Oder hat Stella doch etwas mit dem Mord zu tun?

In kurzen Kapiteln erfahren wir, dass die scheinbar perfekte Familie doch so ihre Geheimnisse hat. Es werden immer wieder Rückblicke in die Kindheit von Stella gewährt. Dann ist Stella, 19, die in Untersuchungshaft sitzt dran, ihre Sicht der Dinge wiederzugeben. Die weicht manchmal ganz schön ab von Adams Sichtweise. Stella ist sehr intelligent und durchschaut ihre Mitmenschen sehr schnell.

Am Schluss ist Ulrika, eine erfolgreiche Anwältin dran. Auch sie hat ganz andere Wahrnehmungen im Bezug auf Stella, auf deren Kindheit und auf ihre Ehe mit Adam.

Das Buch ist ein kleines Highlight. Fesselnd und spannend erzählt, mit vielen Cliffhangern, sprachgewaltig, atmosphärisch und  mit unglaublich interessanten, intelligenten und glaubwürdigen Protagonisten.

Der Autor hat so einige Überraschungen und Wendungen parat, die das Buch zu einem ganz besonderen Pageturner machen.

Meine absolute Leseempfehlung für Krimileser, die besondere Krimis ohne viel Action und Blutvergießen mögen.





Mittwoch, 15. Mai 2019

Rezension zu "Auris" von Vincent Kliesch nach einer Idee von Sebastian Fitzek, Droemer Knaur Verlag, Thriller

Titel: Auris
Autor: Vincent Kliesch nach einer Idee von Sebastian Fitzek
Seitenzahl: 345 Seiten (TB, Klappenbroschur, 3.5.19)
Isbn Nr. 13-978-3-426-30718-2
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 12,99 Euro

Verlagsinfo: 
 "Rasant und ungewöhnlich: Thriller-Spannung aus der Zusammenarbeit zweier Bestseller-Autoren!

Vincent Kliesch schrieb diesen Roman nach einer Idee von Sebastian Fitzek. Die kleinste Abweichung im Klang einer Stimme genügt dem berühmten forensischen Phonetiker Matthias Hegel, um Wahrheit von Lüge zu unterscheiden. Zahlreiche Kriminelle konnten mit seiner Hilfe bereits überführt werden. Hat der Berliner Forensiker nun selbst gelogen? Allzu freimütig scheint sein Geständnis, eine Obdachlose in einem heftigen Streit ermordet zu haben. Die True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge, darauf spezialisiert, unschuldig Verurteilte zu rehabilitieren, will unbedingt die Wahrheit herausfinden. Doch als sie zu tief in Hegels Fall gräbt, bringt sie nicht nur sich selbst in größte Gefahr …

Der Start einer neuen Thriller-Reihe von Vincent Kliesch und Sebastian Fitzek - rund um die junge True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge und das faszinierende Thema forensische Phonetik.

Über den Autor:
Vincent Kliesch wurde in Berlin-Zehlendorf geboren, wo er bis heute lebt. Im Jahre 2010 startete er mit dem Bestseller »Die Reinheit des Todes« seine erste erfolgreiche Thriller-Serie, weitere folgten. Mit »Auris« schrieb er den Roman zu einer Hörspiel-Idee seines Freundes Sebastian Fitzek.

Eigene Meinung:
Der Klappentext klang sehr spannend. Da ich Sebastians Fitzeks Bücher sehr mag, musste ich diesen Thriller natürlich lesen.

Die Story liest sich wie ein Fitzek-Thriller. Rasant, spannend, kurze Kapitel, ungewöhnliche Protagonisten, ein leichter Anflug von schwarzem Humor und Überraschungseffekte, alles ist vorhanden. Man könnte meinen, Herr Fitzek hätte diesen Thriller geschrieben.

Die True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge ist eine interessante Figur, die sich in den Fall des unschuldig verurteilten Phonetikers Matthias Hegel verbeißt und diesen unbedingt aus dem Gefängnis holen will. Dazu bringt sie sich und ihr Umfeld in Gefahr.

Sie hat ihre ganz eigenen Gründe dafür, die in ihrer Vergangenheit und in einem Erlebnis in Buenos Aires zwei Jahre davor liegt. Auch der forensische Phonetiker Matthias Hegel ist ein interessanter Charakter.

Auch das ist typisch Fitzek: Ein Protagonist soll an Ermittlungen gehindert werden. Als Druckmittel nimmt der unbekannte Gegenspieler Familienmitglieder oder ein Kind, um den "Guten" daran zu hindern, ihm auf die Schliche zu kommen.

Das Buch ist schnell gelesen, es ist ein richtiger Pageturner.

Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung dieses rasanten, actionreichen Thrillers.



Samstag, 11. Mai 2019

Rezension zu "Was in jener Nacht geschah" von Katherena Vermette, übersetzt von Kathrin Razum, BtB Verlag, Roman

Titel: Was in jener Nacht geschah
Autorin: Katherena Vermette
Übersetzt von Kathrin Razum
Seitenzahl: 416 Seiten, (Hardcover mit Schutzumschlag, 4.3.19)
Isbn Nr. 13-978-3-442-75821-0
Verlag: BtB Verlag
Preis: 20,00 Euro

Verlagsinfo: 

"Winnipeg, am Rande der Stadt. In einer kalten Winternacht schaut die junge Mutter Stella aus dem Fenster und bemerkt, dass draußen auf der einsamen Brache vor ihrem Haus ein Mädchen überfallen wird. Voller Furcht ruft sie die Polizei. Als die Beamten eintreffen, finden sich zwar Zeichen eines Kampfes, eine zerbrochene Bierflasche und Blut im Schnee, aber vom Opfer fehlt jede Spur. Und die Beamten haben Zweifel, dass Stellas Aussage, eine Frau sei vergewaltigt worden, der Wahrheit entspricht. Doch es ist die Polizei, die sich irrt."

Über die Autorin: 
Katherena Vermette, kanadische Ureinwohnerin aufgewachsen in Winnipeg, Manitoba, Filmemacherin, Lyrikerin und Schriftstellerin. Ihr Debütroman "Was in jener Nacht geschah" war Bestseller und Debattenbuch in Kanada und wurde vielfach ausgezeichnet: McNally Robinson Book of the Year Award, Margaret Laurence Award for Fiction, Carol Shields Winnipeg Book Award. Shortlist Governor’s General Literaray Award und Rogers Writers‘ Trust, Endrunde von Canada Reads, der großen Buchkampagne der kanadischen öffentlichen Fernsehens CBC.

Eigene Meinung:
In einer etwas heruntergekommenen Wohngegend beobachtet die junge Mutter Stella, dass vor ihrem Haus ein junges Mädchen vergewaltigt wird und meldet das der Polizei. Als diese eintrifft, sind Täter und Opfer verschwunden. Zwar sind noch Spuren eines Kampfes zu finden, doch die Polizei glaubt nicht so recht an eine Vergewaltigung. In der Gegend sind Drogendelikte, Einbrüche und Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Banden an der Tagesordnung. Der ältere Polizist möchte lieber schnell seine Nachtschicht beenden, während sein junger Kollege etwas genauer hinschaut ..

Erzählt wird dieser Debütroman über verschiedene Personen, wobei eine aus der Ich-Perspektive berichtet.

Anfangs kam ich durch die vielen, verschiedenen Personen und dann auch noch durch den Spitznamen von "Pauline", "Paul" nicht ganz klar. Ich brauchte eine ganze Weile, bis ich wusste, wer denn nun wer ist und wie die Person mit den restlichen Figuren verwandt ist, denn verwandt sind fast alle der Protagonisten.

Die Figuren sind fast nur Frauen, sehr starke Frauen, die ihre Kinder meist ohne ihre Männer großziehen müssen, das in einer frauenfeindlichen Umwelt. Fast alle der Frauen haben Gewalterfahrungen hinter sich, was sich in die nächste Generation überträgt.

Das Buch liest sich nicht so einfach weg, zwar ist die Story an und für sich spannend und greift interessante Themen auf, wie Rassismus, Gewalt gegen Frauen, Gewalterfahrungen in der Jugend und das Leben der Ureinwohner Kanadas.

Ab und an wird der Lesefluss allerdings gebremst durch die vielen, verschiedenen Personen, die zu Wort kommen wollen. Das Buch liest sich ein bisschen wie eine Sozialstudie, etwas mehr Spannung hätte die Story gut vertragen.



Sonntag, 5. Mai 2019

Rezension zu "Alles was ich dir geben will" von Dolores Redondo, übersetzt von Lisa Grüneisen, BTB Verlag, Roman

Titel: Alles was ich dir geben will
Autorin: Dolores Redondo
Übersetzt von: Lisa Grüneisen
Seitenzahl: 608 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag (25.3.19)
Isbn Nr. 13-978-3-442-75765-7
Verlag: BTB Verlag
Preis: 22, 00 Euro

Verlagsinfo: 
Ein ungesühntes Verbrechen. Ein grausamer Verdacht.

Er hatte den Verdacht, dass sein ganzes Leben auf einer Lüge aufgebaut war.
Als der Schriftsteller Manuel Ortigosa erfährt, dass sein Mann Álvaro bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, eilt er sofort nach Galicien. Dort ist das Unglück passiert. Dort ist die Polizei auffallend schnell dabei, die Akte zu schließen. Dort stellt sich heraus, dass Álvaro ihn seit Jahren getäuscht und ein Doppelleben geführt hat. Doch was suchte Álvaro in jener Nacht auf einer einsamen Landstraße? Zusammen mit einem eigensinnigen Polizisten der Guardía Civil und Álvaros Beichtvater stellt Manuel Nachforschungen an. Eine Suche, die ihn in uralte Klöster und vornehme Herrenhäuser führt. In eine Welt voller eigenwilliger Traditionen – und in die Abgründe einer Familie, für die Ansehen wichtiger ist als das Leben der eigenen Nachkommen.

Über die Autorin:
Dolores Redondo begeistert mit ihren literarischen Spannungsromanen ein Millionenpublikum auf der ganzen Welt. »Alles was ich dir geben will« stand monatelang auf der spanischen Bestsellerliste und wurde mit dem Premio Planeta, dem höchstdotierten Literaturpreis des Landes, ausgezeichnet. Redondo wurde außerdem für den CWA International Dagger Award nominiert und war Finalistin beim Grand Prix des Lectrices de ELLE. Sie wurde 1969 in San Sebastián geboren und lebt heute in der nordspanischen Region Navarra.

Eigene Meinung:
Der Schriftsteller Manuel Ortigosa erfährt, dass sein Mann bei einem Autounfall in Galicien ums Leben kam. Dabei dachte er, dass Álvaro sich auf Geschäftsreise in Barcelona befinden würde und bezweifelt erst einmal, dass es sich bei dem Unfallopfer um Álvaro handeln könnte. Er reist dennoch nach Galicien und stellt fest, dass der Tote wirklich sein Mann ist.
Manuel ist tief verletzt und verstört, da er in Galicien erfährt, dass ihn sein Ehemann seit Jahren hintergangen hat. Zusammen mit dem eigensinnigen, pensionierten Kommissar Nogueira und einem mit Álvaro befreundeten Priester kommt Manuel dem Geheimnis von Álvaro und dessen Familie auf die Spur.

Dieses Buch hat mich sehr neugierig gemacht, da es von Carlos Ruiz Zafon und von Isabelle Allende hochgelobt wird. Es stand wohl auch monatelang auf der Bestsellerliste in Spanien. Ich bin ja immer etwas skeptisch, doch dieses Buch der mir bisher unbekannten Autorin Dolores Rendodo hat mich positiv überrascht, sogar total begeistert.

Die Autorin besitzt einen von der ersten Seite an fesselnden Erzählstil. Sie erzählt bild- und wortgewaltig. Dabei hat sie mit Manuel, Álvaro, dem Priester Lucas und Nogueira interessante, nicht ganz einfache Charaktere erschaffen. Manuel, der tief verletzt ist und dessen Leben komplett in Scherben liegt, springt über seinen Schatten und möchte erfahren, was genau passiert ist. Das mag die Familie von Álvaro überhaupt nicht. Auch alle weiteren Figuren sind lebendig und sehr interessant.

Ganz langsam kommt Manuel hinter das Geheimnis von Álvaro und dessen Familie. Es offenbaren sich Abgründe. Nebenbei wird die wunderschöne Landschaft Galiciens mit ihren Weingütern beschrieben, so dass ich Lust bekommen habe, mir die Gegend etwas näher anzuschauen.

Diesen Pageturner, der von unterschwelliger Spannung und starken Figuren lebt, kann ich nur empfehlen. Wer auf Familiengeheimnisse und ungewöhnliche Krimis steht, sollte das Buch unbedingt lesen. Ich werte dieses Buch als ein absolutes Highlight. Die Krimireihe dieser Autorin ist nun auch auf meiner Leseliste gelandet.





Montag, 29. April 2019

Rezension zu "Die Fotografin Teil 2 - Zeit der Entscheidung" von Petra Durst-Benning, Blanvalet Verlag, historischer Roman

Titel: Die Fotografin 2- Zeit der Entscheidung
Autorin: Petra Durst-Benning
Seitenzahl: 512 Seiten (Hardcover mit Schutzumschlag, 8.4.19)
Isbn Nr. 13-978-3-7645-0663-6
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 20,00 Euro

Verlagsinfo:
"Gegen alle Widerstände wird Mimi Reventlow Fotografin, und findet nicht nur ihre Freiheit, sondern auch den Weg zur Liebe

Die Wanderfotografin Mimi Reventlow lebt seit einiger Zeit in der kleinen Leinenweberstadt Laichingen und kümmert sich um ihren kranken Onkel Josef. Durch ihre offene Art ist es ihr gelungen, die Herzen der Dorfbewohner zu erobern und Freundschaften zu knüpfen. Als eine Katastrophe das Dorf erschüttert, wird sie mit ihren wunderschönen Fotografien für viele der Bewohner gar zum einzigen Rettungsanker. Doch nach einer schweren menschlichen Enttäuschung muss Mimi erkennen, dass sie sich nicht nur in ihrem Foto-Atelier dem schönen Schein hingegeben hat, sondern auch im wahren Leben. Für Mimi ist die Zeit der Entscheidung gekommen."

Über die Autorin:
Petra Durst-Benning wurde 1965 in Baden-Württemberg geboren. Seit über zwanzig Jahren schreibt sie historische und zeitgenössische Romane. Fast all ihre Bücher sind SPIEGEL-Bestseller und wurden in verschiedene Sprachen übersetzt. In Amerika ist Petra Durst-Benning ebenfalls eine gefeierte Bestsellerautorin. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Hunden südlich von Stuttgart auf dem Land.

Eigene Meinung:
Nach dem Cliffhanger in Band 1 geht es endlich weiter. Petra Durst-Benning besitzt ein außergewöhnliches Erzähltalent, die Geschichte ist spannend von der ersten Seite an und die Spannung hält sich über das ganze Buch. Man könnte es in einem Rutsch lesen.

Sofort ist man wieder in Laichingen bei Mimi und fiebert mit, ob Alexander die Aufnahmeprüfung an der Kunstakademie machen darf, ob der Wirtssohn Anton seine Träume leben kann und wie Mimis Liebesgeschichte weitergeht.

Die Autorin hat einige Überraschungen und Wendungen eingebaut, so dass die Geschichte durchgehend spannend bleibt.

Man bekommt so nebenbei einen tiefen Einblick in das Leben der Leinenweber im 19. Jahrhundert und über die Träume der Jugendlichen zu dieser Zeit. Die Fabrikarbeiter sind sehr arm und kämpfen ständig um ihr Überleben, während der reiche Fabrikbesitzer die Arbeiter zu immer mehr Überstunden zwingt. Es wird aber auch deutlich, wie schön der Zusammenhalt der Dorfbewohner ist und dass gemeinsam Veränderungen möglich werden.

5/5 Sterne für diesen spannenden Pageturner. Ich freue mich jetzt schon auf den 3. Band.



Rezension zu "Sterbekammer" von Romy Fölck, Bastei Lübbe Verlag, Kriminalroman

Titel: Sterbekammer Autorin: Romy Fölck Seitenzahl: 430 Seiten , Hardcover, (30.9.19) Isbn Nr.: 13-978-3-7857-2654-9 Verlag: Bastei Lü...