Donnerstag, 13. Juni 2019

Rezension zu "Löwenzahnkind" von Lina Bengtsdotter, übersetzt von Sabine Thiele, Penguin Verlag, Thriller

Titel: Löwenzahnkind
Autorin: Lina Bengstdotter
Übersetzt von : Sabine Thiele
Seitenzahl: 448 Seiten (Klappenbroschur, 13.5.19)
Isbn Nr. 13-978-3-328-10381-3
Verlag: Penguin Verlag
Preis: 13,00 Euro

Verlagsinfo:
"Sie ist Stockholms beste Ermittlerin – doch sie hat Leichen im Keller ..
 Gullspång, eine Kleinstadt in Westschweden. Als in einer heißen Sommernacht die siebzehnjährige Annabelle spurlos verschwindet, ist schnell klar, dass Verstärkung angefordert werden muss. Mit Charlie Lager schickt die Stockholmer Polizei ihre fähigste Ermittlerin – doch was die Kollegen nicht wissen dürfen: Die brillante Kommissarin ist selbst in Gullspång aufgewachsen. Je tiefer Charlie nach der Wahrheit hinter Annabelles Verschwinden gräbt, desto mehr droht das Netz aus Lügen zu reißen, das sie um ihre eigene, dunkle Vergangenheit gesponnen hat. Doch die Zeit drängt – sie muss Annabelle finden, bevor es für sie beide zu spät ist …"

Über die Autorin:
Lina Bengtsdotter wuchs in der schwedischen Kleinstadt Gullspång auf, die sie zum Setting ihrer Thriller-Serie um die Ermittlerin Charlie Lager machte. »Löwenzahnkind«, der erste Teil der Reihe, wurde zu einem Sensationserfolg: Es war das bestverkaufte Debüt des Jahres in Schweden und erscheint in 20 Ländern. Lina Bengtsdotter lebt heute in Stockholm.

Eigene Meinung: "Löwenzahnkind" ist der erste Krimi einer Reihe um die Ermittlerin Charlie Lager und beginnt von der ersten Seite an spannend.

Charlie ist eine eigenwillige, brillante Ermittlerin, die gerne etwas zu viel trinkt und ein Beziehungsproblem zu haben scheint.

Erzählt wird über verschiedene Personen und verschiedene Zeitebenen. Bei einem Handlungsstrang ist anfangs noch gar nicht klar, wie die Personen in Zusammenhang zu der Story stehen. Das wird allerdings am Ende der Geschichte aufgeklärt.

Wir nehmen teil an der Ermittlungsarbeit von Charlie und ihrem Team, erfahren sehr viel über Charlies Vergangenheit und erleben in einem Handlungsstrang mit, was mit Annabelle passiert ist.

Die Geschichte ist fesselnd und spannend geschrieben, mit sehr viel Atmosphäre. Die Charaktere sind sehr interessant und lebendig dargestellt.

Ein richtig starkes Krimidebüt hat Lina Bengtsdotter da hingelegt. Ich freue mich schon auf weitere Fälle mit Charlie Lager.


Sonntag, 2. Juni 2019

Rezension zu "Tief im Wald " von Peternelle van Arsdale, übersetzt von Michael Pfingst, Heyne Verlag, Fantasyroman

Titel: Tief im Wald
Autorin: Peternelle van Arsdale
übersetzt von: Michael Pfingstl
Seitenzahl: 384 Seiten,  Klappenbroschur, 13.5.19
Isbn Nr. 13-978-3-453-31991-2
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 14,99 Euro

Verlagsinfo:
"Alys ist sieben, als die Seelenesser eines nachts in ihr Dorf kommen. Am Morgen danach sind alle Erwachsenen tot. Alys und die anderen Kinder müssen fortan in einem Nachbardorf leben, wo die Menschen gläubig sind und das Biest fürchten, das tief im Wald lebt. Doch das Biest ist nicht das, was es zu sein scheint – ebenso wenig wie Alys. Das Mädchen spürt, dass es in seinem Inneren mit den Seelenessern verbunden ist. Als Alys älter und ihre geheime Gabe stärker wird, sehnt sie sich immer mehr nach der Freiheit jenseits des Dorfes. Da schlägt das Schicksal erneut zu, und Alys macht sich auf die gefährliche Reise in den dunkelsten Teil des Waldes"

Über die Autorin:

Peternelle van Arsdale arbeitet als Lektorin, und hätte nie gedacht, dass sie selbst ein Buch schreiben würde – bis sie eines Tages eine Idee hatte. "Tief im Wald" ist ihr erster Roman. Sie lebt in New York City.

Eigene Meinung: 

Meine Erwartungshaltung war durch den Klappentext bedingt und durch das Cover sehr hoch. Ich hatte einen düsteren, atmosphärischen Horrorroman erwartet.

Die Geschichte von Alys ist einfach geschrieben, etwas düster, so richtig unheimlich ist die Story aber nicht und eine gewisse Grundspannung fehlt hier leider total. Die ganze Geschichte dümpelt so dahin.

Wir erleben mit, was Alys im Nachbardorf bei den sehr frommen, strengen Bewohnern erlebt und was die Kinder aus ihrem Dorf alles erdulden müssen. Alys kommt im Alter von 7 Jahren zu ihren neuen Eltern und ist am Ende der Story 15 Jahre alt. Sie entwickelt sich und muss ihre Gabe geheim halten.

"Tief im Wald" ist ein Märchen, das an die alten Hexengeschichten erinnert. So richtig gefesselt hat mich das Buch nicht.

Von Anfang an weiß man über die Seelenesser Bescheid, das finde ich etwas schade. Wie Alys allerdings mit ihnen verbunden ist, bleibt im Dunkeln. Auf eine überraschende Wendung habe ich vergeblich gewartet. Die ganze Geschichte ist sehr vorhersehbar.


Mittwoch, 29. Mai 2019

Rezension zu "Die stumme Patientin" von Alex Michaelides, übersetzt von Kristina Lake-Zapp, Droemer Knaur Verlag, Psychothriller

Titel: Die stumme Patientin
Autor: Alex Michaelides
Übersetzt von: Kristina Lake-Zapp
Seitenzahl: 379 Seiten (TB, Klappenbroschur, 2.5.19)
Isbn Nr. 13-978-3-426-28214-4
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 14,99 Euro

Verlagsinfo: 
"Blutüberströmt hat man die Malerin Alicia Berenson neben ihrem geliebten Ehemann gefunden – dem sie fünf Mal in den Kopf geschossen hat. Seit sieben Jahren sitzt die Malerin nun in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt. Und schweigt. Kein Wort hat sie seit der Nacht des Mordes verloren, lediglich ein Bild gemalt: Es zeigt sie selbst als Alkestis, die in der griechischen Mythologie ihr Leben gibt, um ihren Mann vor dem Tod zu bewahren. Fasziniert von ihrem Fall, setzt der forensische Psychiater Theo Faber alles daran, Alicia zum Sprechen zu bringen. Doch will der Psychiater wirklich nur herausfinden, was in jener Nacht geschehen ist? Einen exzellenten, psychologischen Thriller hat der Brite Alex Michaelides, hoch erfolgreicher Drehbuchautor von "The devil you know", mit "Die stumme Patientin" geschrieben. Eine internationale Thriller-Entdeckung, die Fans von "The woman in the window" oder "Gone girl" elektrisieren und überraschen wird. Hochkarätige Thriller-Autoren wie A.J. Finn, David Baldacci, Lee Child, Joanne Harris und Black Crouch sind sich sicher: hier kommt DIE Thriller-Entdeckung des Jahres 2019.

Über den Autor: 
Der Brite Alex Michaelides wurde 1977 in Zypern geboren. Er studierte in Campridge und Los Angeles und schreibt höchst erfolgreiche Drehbücher, u. a. die Vorlagen für die Kinofilme "The devil you know" oder "The Brites are coming" mit Stars wie Uma Thurman, Tim Roth, Sofia Vergara und Stephen Fry. Alex Michaelides hat einige Monate in einer psychiatrischen Klinik für Jugendliche gearbeitet. "Die stumme Patientin" ist sein erster Roman.

Eigene Meinung:
Auf das Debüt von Alex Michaelides war ich sehr gespannt, da einige Thrillerautoren diesen Psychothriller in den höchsten Tönen loben.

Die Story beginnt langsam. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive des Psychotherapeuten Theo Faber. Auf den ersten ca. 150 Seiten erfahren wir sehr viel Privates über den Psychotherapeuten. Theo Faber macht einen ziemlich durchgeknallten Eindruck und ich hatte so manchmal den Verdacht, dass er auch Insasse der geschlossenen Abteilung ist und sich manche Dinge nur einbildete. Ob sich dieser Verdacht bestätigte?

Theo bewirbt sich um einen Job in der Psychiatrischen Klinik, in der die Malerin Alicia Berenson vollgepumpt mit Tabletten dahinvegetiert. Sie hat wohl ihren Mann erschossen und wurde blutüberströmt neben ihm aufgefunden. Seit 5 Jahren hat sie nicht ein Wort gesprochen. Der Psychotherapeut spricht mit den Vertrauten von Alicia und möchte unbedingt herausfinden, was vor 5 Jahren wirklich gesehen ist. Er ist fast schon besessen davon, Alicia zum Reden zu bringen.

Erst nach der Hälfte des Buches fängt die Story an, etwas spannend zu werden und Alicia bzw. ihr Tagebuch tritt in Erscheinung. Wir erfahren mehr über die junge Frau.

Der Autor lässt viel Psychologie in die Story einfließen. Er hat wohl eine Ausbildung zum Psychotherapeuten gemacht. Das macht die Geschichte etwas interessant.

Von einem Psychothriller erwarte ich Spannung von der ersten Seite an, mich muss die Geschichte fesseln und mitnehmen. Das war hier leider nicht der Fall. Es braucht sehr lange, bis etwas Spannung aufgebaut wird. Es dreht sich anfangs viel zu viel um den Therapeuten und dessen Privatleben.

Den Hype um dieses Debüt kann ich leider nicht nachvollziehen. Einzig die Wendung am Ende fand ich überraschend.




Montag, 20. Mai 2019

Rezension zu "Die Lüge" von Mattias Edvardsson, übersetzt von Annika Krummacher, Limes Verlag, Roman

Titel: Die Lüge
Autor: Mattias Edvardsson
übersetzt von: Annika Krummacher
Seitenzahl: 541 Seiten (Paperback, 25.3.19)
Isbn Nr. 13-978-3-8090-2705-8
Verlag: Limes Verlag
PreisL: 15,00 Euro

Verlagsinfo: 
"Lund, Schweden: Adam, Ulrika und Stella sind eine ganz normale Familie. Adam ist Pfarrer, Ulrika Anwältin und Stella ihre rebellierende Tochter. Kurz nach ihrem 19. Geburtstag wird ein Mann erstochen aufgefunden und Stella als Mordverdächtige verhaftet. Doch woher hätte sie den undurchsichtigen und wesentlich älteren Geschäftsmann kennen sollen und vor allem, welche Gründe könnte sie gehabt haben, ihn zu töten? Jetzt müssen Adam und Ulrika sich fragen, wie gut sie ihr eigenes Kind wirklich kennen – und wie weit sie gehen würden, um es zu schützen"
Über den Autor:
Mattias Edvardsson lebt mit seiner Frau und den beiden gemeinsamen Töchtern außerhalb von Lund in Skåne, Schweden. Wenn er keine Bücher schreibt, arbeitet er als Gymnasiallehrer und unterrichtet Schwedisch und Psychologie.

Eigene Meinung:
Diese Geschichte hat meine Erwartungen übertroffen. Von der ersten Seite an war ich gefesselt von der Story.

Erzählt wird über verschiedene Personen. Zuerst ist der Vater Adam, ein Pfarrer, der seine Tochter vergöttert, dran, seine Sicht der Dinge zu schildern. Er gerät durch die Mordermittlungen in Gewissenskonflikte. Soll er seine Familie schützen, wie er es in der Vergangenheit allzu oft getan hat? Oder hat Stella doch etwas mit dem Mord zu tun?

In kurzen Kapiteln erfahren wir, dass die scheinbar perfekte Familie doch so ihre Geheimnisse hat. Es werden immer wieder Rückblicke in die Kindheit von Stella gewährt. Dann ist Stella, 19, die in Untersuchungshaft sitzt dran, ihre Sicht der Dinge wiederzugeben. Die weicht manchmal ganz schön ab von Adams Sichtweise. Stella ist sehr intelligent und durchschaut ihre Mitmenschen sehr schnell.

Am Schluss ist Ulrika, eine erfolgreiche Anwältin dran. Auch sie hat ganz andere Wahrnehmungen im Bezug auf Stella, auf deren Kindheit und auf ihre Ehe mit Adam.

Das Buch ist ein kleines Highlight. Fesselnd und spannend erzählt, mit vielen Cliffhangern, sprachgewaltig, atmosphärisch und  mit unglaublich interessanten, intelligenten und glaubwürdigen Protagonisten.

Der Autor hat so einige Überraschungen und Wendungen parat, die das Buch zu einem ganz besonderen Pageturner machen.

Meine absolute Leseempfehlung für Krimileser, die besondere Krimis ohne viel Action und Blutvergießen mögen.





Mittwoch, 15. Mai 2019

Rezension zu "Auris" von Vincent Kliesch nach einer Idee von Sebastian Fitzek, Droemer Knaur Verlag, Thriller

Titel: Auris
Autor: Vincent Kliesch nach einer Idee von Sebastian Fitzek
Seitenzahl: 345 Seiten (TB, Klappenbroschur, 3.5.19)
Isbn Nr. 13-978-3-426-30718-2
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 12,99 Euro

Verlagsinfo: 
 "Rasant und ungewöhnlich: Thriller-Spannung aus der Zusammenarbeit zweier Bestseller-Autoren!

Vincent Kliesch schrieb diesen Roman nach einer Idee von Sebastian Fitzek. Die kleinste Abweichung im Klang einer Stimme genügt dem berühmten forensischen Phonetiker Matthias Hegel, um Wahrheit von Lüge zu unterscheiden. Zahlreiche Kriminelle konnten mit seiner Hilfe bereits überführt werden. Hat der Berliner Forensiker nun selbst gelogen? Allzu freimütig scheint sein Geständnis, eine Obdachlose in einem heftigen Streit ermordet zu haben. Die True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge, darauf spezialisiert, unschuldig Verurteilte zu rehabilitieren, will unbedingt die Wahrheit herausfinden. Doch als sie zu tief in Hegels Fall gräbt, bringt sie nicht nur sich selbst in größte Gefahr …

Der Start einer neuen Thriller-Reihe von Vincent Kliesch und Sebastian Fitzek - rund um die junge True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge und das faszinierende Thema forensische Phonetik.

Über den Autor:
Vincent Kliesch wurde in Berlin-Zehlendorf geboren, wo er bis heute lebt. Im Jahre 2010 startete er mit dem Bestseller »Die Reinheit des Todes« seine erste erfolgreiche Thriller-Serie, weitere folgten. Mit »Auris« schrieb er den Roman zu einer Hörspiel-Idee seines Freundes Sebastian Fitzek.

Eigene Meinung:
Der Klappentext klang sehr spannend. Da ich Sebastians Fitzeks Bücher sehr mag, musste ich diesen Thriller natürlich lesen.

Die Story liest sich wie ein Fitzek-Thriller. Rasant, spannend, kurze Kapitel, ungewöhnliche Protagonisten, ein leichter Anflug von schwarzem Humor und Überraschungseffekte, alles ist vorhanden. Man könnte meinen, Herr Fitzek hätte diesen Thriller geschrieben.

Die True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge ist eine interessante Figur, die sich in den Fall des unschuldig verurteilten Phonetikers Matthias Hegel verbeißt und diesen unbedingt aus dem Gefängnis holen will. Dazu bringt sie sich und ihr Umfeld in Gefahr.

Sie hat ihre ganz eigenen Gründe dafür, die in ihrer Vergangenheit und in einem Erlebnis in Buenos Aires zwei Jahre davor liegt. Auch der forensische Phonetiker Matthias Hegel ist ein interessanter Charakter.

Auch das ist typisch Fitzek: Ein Protagonist soll an Ermittlungen gehindert werden. Als Druckmittel nimmt der unbekannte Gegenspieler Familienmitglieder oder ein Kind, um den "Guten" daran zu hindern, ihm auf die Schliche zu kommen.

Das Buch ist schnell gelesen, es ist ein richtiger Pageturner.

Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung dieses rasanten, actionreichen Thrillers.



Samstag, 11. Mai 2019

Rezension zu "Was in jener Nacht geschah" von Katherena Vermette, übersetzt von Kathrin Razum, BtB Verlag, Roman

Titel: Was in jener Nacht geschah
Autorin: Katherena Vermette
Übersetzt von Kathrin Razum
Seitenzahl: 416 Seiten, (Hardcover mit Schutzumschlag, 4.3.19)
Isbn Nr. 13-978-3-442-75821-0
Verlag: BtB Verlag
Preis: 20,00 Euro

Verlagsinfo: 

"Winnipeg, am Rande der Stadt. In einer kalten Winternacht schaut die junge Mutter Stella aus dem Fenster und bemerkt, dass draußen auf der einsamen Brache vor ihrem Haus ein Mädchen überfallen wird. Voller Furcht ruft sie die Polizei. Als die Beamten eintreffen, finden sich zwar Zeichen eines Kampfes, eine zerbrochene Bierflasche und Blut im Schnee, aber vom Opfer fehlt jede Spur. Und die Beamten haben Zweifel, dass Stellas Aussage, eine Frau sei vergewaltigt worden, der Wahrheit entspricht. Doch es ist die Polizei, die sich irrt."

Über die Autorin: 
Katherena Vermette, kanadische Ureinwohnerin aufgewachsen in Winnipeg, Manitoba, Filmemacherin, Lyrikerin und Schriftstellerin. Ihr Debütroman "Was in jener Nacht geschah" war Bestseller und Debattenbuch in Kanada und wurde vielfach ausgezeichnet: McNally Robinson Book of the Year Award, Margaret Laurence Award for Fiction, Carol Shields Winnipeg Book Award. Shortlist Governor’s General Literaray Award und Rogers Writers‘ Trust, Endrunde von Canada Reads, der großen Buchkampagne der kanadischen öffentlichen Fernsehens CBC.

Eigene Meinung:
In einer etwas heruntergekommenen Wohngegend beobachtet die junge Mutter Stella, dass vor ihrem Haus ein junges Mädchen vergewaltigt wird und meldet das der Polizei. Als diese eintrifft, sind Täter und Opfer verschwunden. Zwar sind noch Spuren eines Kampfes zu finden, doch die Polizei glaubt nicht so recht an eine Vergewaltigung. In der Gegend sind Drogendelikte, Einbrüche und Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Banden an der Tagesordnung. Der ältere Polizist möchte lieber schnell seine Nachtschicht beenden, während sein junger Kollege etwas genauer hinschaut ..

Erzählt wird dieser Debütroman über verschiedene Personen, wobei eine aus der Ich-Perspektive berichtet.

Anfangs kam ich durch die vielen, verschiedenen Personen und dann auch noch durch den Spitznamen von "Pauline", "Paul" nicht ganz klar. Ich brauchte eine ganze Weile, bis ich wusste, wer denn nun wer ist und wie die Person mit den restlichen Figuren verwandt ist, denn verwandt sind fast alle der Protagonisten.

Die Figuren sind fast nur Frauen, sehr starke Frauen, die ihre Kinder meist ohne ihre Männer großziehen müssen, das in einer frauenfeindlichen Umwelt. Fast alle der Frauen haben Gewalterfahrungen hinter sich, was sich in die nächste Generation überträgt.

Das Buch liest sich nicht so einfach weg, zwar ist die Story an und für sich spannend und greift interessante Themen auf, wie Rassismus, Gewalt gegen Frauen, Gewalterfahrungen in der Jugend und das Leben der Ureinwohner Kanadas.

Ab und an wird der Lesefluss allerdings gebremst durch die vielen, verschiedenen Personen, die zu Wort kommen wollen. Das Buch liest sich ein bisschen wie eine Sozialstudie, etwas mehr Spannung hätte die Story gut vertragen.



Sonntag, 5. Mai 2019

Rezension zu "Alles was ich dir geben will" von Dolores Redondo, übersetzt von Lisa Grüneisen, BTB Verlag, Roman

Titel: Alles was ich dir geben will
Autorin: Dolores Redondo
Übersetzt von: Lisa Grüneisen
Seitenzahl: 608 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag (25.3.19)
Isbn Nr. 13-978-3-442-75765-7
Verlag: BTB Verlag
Preis: 22, 00 Euro

Verlagsinfo: 
Ein ungesühntes Verbrechen. Ein grausamer Verdacht.

Er hatte den Verdacht, dass sein ganzes Leben auf einer Lüge aufgebaut war.
Als der Schriftsteller Manuel Ortigosa erfährt, dass sein Mann Álvaro bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, eilt er sofort nach Galicien. Dort ist das Unglück passiert. Dort ist die Polizei auffallend schnell dabei, die Akte zu schließen. Dort stellt sich heraus, dass Álvaro ihn seit Jahren getäuscht und ein Doppelleben geführt hat. Doch was suchte Álvaro in jener Nacht auf einer einsamen Landstraße? Zusammen mit einem eigensinnigen Polizisten der Guardía Civil und Álvaros Beichtvater stellt Manuel Nachforschungen an. Eine Suche, die ihn in uralte Klöster und vornehme Herrenhäuser führt. In eine Welt voller eigenwilliger Traditionen – und in die Abgründe einer Familie, für die Ansehen wichtiger ist als das Leben der eigenen Nachkommen.

Über die Autorin:
Dolores Redondo begeistert mit ihren literarischen Spannungsromanen ein Millionenpublikum auf der ganzen Welt. »Alles was ich dir geben will« stand monatelang auf der spanischen Bestsellerliste und wurde mit dem Premio Planeta, dem höchstdotierten Literaturpreis des Landes, ausgezeichnet. Redondo wurde außerdem für den CWA International Dagger Award nominiert und war Finalistin beim Grand Prix des Lectrices de ELLE. Sie wurde 1969 in San Sebastián geboren und lebt heute in der nordspanischen Region Navarra.

Eigene Meinung:
Der Schriftsteller Manuel Ortigosa erfährt, dass sein Mann bei einem Autounfall in Galicien ums Leben kam. Dabei dachte er, dass Álvaro sich auf Geschäftsreise in Barcelona befinden würde und bezweifelt erst einmal, dass es sich bei dem Unfallopfer um Álvaro handeln könnte. Er reist dennoch nach Galicien und stellt fest, dass der Tote wirklich sein Mann ist.
Manuel ist tief verletzt und verstört, da er in Galicien erfährt, dass ihn sein Ehemann seit Jahren hintergangen hat. Zusammen mit dem eigensinnigen, pensionierten Kommissar Nogueira und einem mit Álvaro befreundeten Priester kommt Manuel dem Geheimnis von Álvaro und dessen Familie auf die Spur.

Dieses Buch hat mich sehr neugierig gemacht, da es von Carlos Ruiz Zafon und von Isabelle Allende hochgelobt wird. Es stand wohl auch monatelang auf der Bestsellerliste in Spanien. Ich bin ja immer etwas skeptisch, doch dieses Buch der mir bisher unbekannten Autorin Dolores Rendodo hat mich positiv überrascht, sogar total begeistert.

Die Autorin besitzt einen von der ersten Seite an fesselnden Erzählstil. Sie erzählt bild- und wortgewaltig. Dabei hat sie mit Manuel, Álvaro, dem Priester Lucas und Nogueira interessante, nicht ganz einfache Charaktere erschaffen. Manuel, der tief verletzt ist und dessen Leben komplett in Scherben liegt, springt über seinen Schatten und möchte erfahren, was genau passiert ist. Das mag die Familie von Álvaro überhaupt nicht. Auch alle weiteren Figuren sind lebendig und sehr interessant.

Ganz langsam kommt Manuel hinter das Geheimnis von Álvaro und dessen Familie. Es offenbaren sich Abgründe. Nebenbei wird die wunderschöne Landschaft Galiciens mit ihren Weingütern beschrieben, so dass ich Lust bekommen habe, mir die Gegend etwas näher anzuschauen.

Diesen Pageturner, der von unterschwelliger Spannung und starken Figuren lebt, kann ich nur empfehlen. Wer auf Familiengeheimnisse und ungewöhnliche Krimis steht, sollte das Buch unbedingt lesen. Ich werte dieses Buch als ein absolutes Highlight. Die Krimireihe dieser Autorin ist nun auch auf meiner Leseliste gelandet.





Montag, 29. April 2019

Rezension zu "Die Fotografin Teil 2 - Zeit der Entscheidung" von Petra Durst-Benning, Blanvalet Verlag, historischer Roman

Titel: Die Fotografin 2- Zeit der Entscheidung
Autorin: Petra Durst-Benning
Seitenzahl: 512 Seiten (Hardcover mit Schutzumschlag, 8.4.19)
Isbn Nr. 13-978-3-7645-0663-6
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 20,00 Euro

Verlagsinfo:
"Gegen alle Widerstände wird Mimi Reventlow Fotografin, und findet nicht nur ihre Freiheit, sondern auch den Weg zur Liebe

Die Wanderfotografin Mimi Reventlow lebt seit einiger Zeit in der kleinen Leinenweberstadt Laichingen und kümmert sich um ihren kranken Onkel Josef. Durch ihre offene Art ist es ihr gelungen, die Herzen der Dorfbewohner zu erobern und Freundschaften zu knüpfen. Als eine Katastrophe das Dorf erschüttert, wird sie mit ihren wunderschönen Fotografien für viele der Bewohner gar zum einzigen Rettungsanker. Doch nach einer schweren menschlichen Enttäuschung muss Mimi erkennen, dass sie sich nicht nur in ihrem Foto-Atelier dem schönen Schein hingegeben hat, sondern auch im wahren Leben. Für Mimi ist die Zeit der Entscheidung gekommen."

Über die Autorin:
Petra Durst-Benning wurde 1965 in Baden-Württemberg geboren. Seit über zwanzig Jahren schreibt sie historische und zeitgenössische Romane. Fast all ihre Bücher sind SPIEGEL-Bestseller und wurden in verschiedene Sprachen übersetzt. In Amerika ist Petra Durst-Benning ebenfalls eine gefeierte Bestsellerautorin. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Hunden südlich von Stuttgart auf dem Land.

Eigene Meinung:
Nach dem Cliffhanger in Band 1 geht es endlich weiter. Petra Durst-Benning besitzt ein außergewöhnliches Erzähltalent, die Geschichte ist spannend von der ersten Seite an und die Spannung hält sich über das ganze Buch. Man könnte es in einem Rutsch lesen.

Sofort ist man wieder in Laichingen bei Mimi und fiebert mit, ob Alexander die Aufnahmeprüfung an der Kunstakademie machen darf, ob der Wirtssohn Anton seine Träume leben kann und wie Mimis Liebesgeschichte weitergeht.

Die Autorin hat einige Überraschungen und Wendungen eingebaut, so dass die Geschichte durchgehend spannend bleibt.

Man bekommt so nebenbei einen tiefen Einblick in das Leben der Leinenweber im 19. Jahrhundert und über die Träume der Jugendlichen zu dieser Zeit. Die Fabrikarbeiter sind sehr arm und kämpfen ständig um ihr Überleben, während der reiche Fabrikbesitzer die Arbeiter zu immer mehr Überstunden zwingt. Es wird aber auch deutlich, wie schön der Zusammenhalt der Dorfbewohner ist und dass gemeinsam Veränderungen möglich werden.

5/5 Sterne für diesen spannenden Pageturner. Ich freue mich jetzt schon auf den 3. Band.



Freitag, 19. April 2019

Rezension zu "Der schwarze Thron - Die Kriegerin" von Kendare Blake, übersetzt von Charlotte Lungstrass-Kapfer, Penhaligon Verlag, Fantasy

Titel: Der schwarze Thron - Die Kriegerin
Autorin: Kendare Blake
Übersetzt von: Charlotte Lungstrass-Kapfer
Seitenzahl: 512 Seiten (broschiert, 25.3.19)
Isbn Nr. 13-978-3764532178
Verlag: Penhaligon Verlag
Preis: 15,00 Euro

Verlagsinfo:
"Ihr Leben lang hat Katharine auf diesen Moment gewartet: Sie hat den Kampf um den Thron gewonnen und trägt die Krone des Reichs Fennbirn. Doch ihre Herrschaft wird angefochten – es gibt Gerüchte, ihre Schwestern seien noch am Leben und warteten nur darauf, Katharine zu stürzen. Tatsächlich haben Mirabella und Arsinoe überlebt. Sie verstecken sich auf dem Festland und werden dort von einer unheimlichen Vision heimgesucht: Die legendäre Blaue Königin weist sie an, nach Fennbirn zurückzukehren, um ihr Schicksal zu erfüllen ...
Über die Autorin: Kendare Blake studierte in London Creative Writing, ehe sie ihre Leidenschaft zum Beruf machte. Die »New York Times«-Bestsellerautorin hat bereits mehrere Romane und Kurzgeschichten veröffentlicht, der große Durchbruch aber gelang ihr mit der düsteren Fantasy-Saga »Der Schwarze Thron«. Kendare Blake wurde in Südkorea geboren und lebt heute in Kent, Washington. Die Tierfreundin liebt Reisen, Schokolade und Computerspiele."

Eigene Meinung:
Nach dem fiesen Cliffhanger in Band 2 war ich total gespannt auf die Fortsetzung dieser Reihe.

Erzählt wird über verschiedene Personen in der Gegenwart. Ein Erzählstrang spielt sich auf Fennbirn ab, Katharine trägt die Krone des Reiches. Auf Fennbirn bedroht ein unheimlicher Nebel die Bewohner. Die Einwohner der Insel meinen, dass Katherine damit zu tun hat. Jules und Camden sind bei den Kriegerinnen untergekommen, die Jules für einen Aufstand gewinnen möchten. Die beiden Schwestern Mirabella und Arsinoe sind mit Billy auf dem Festland in Sicherheit. Arsinoe hat Albträume von der Blauen Königin, die sie überreden möchte, auf die Insel zurückzukehren.

Kendare Blake erzählt flüssig, doch so richtig spannend erzählt und zum Mitfiebern ist dieser Band nicht.

Die Geschichte der Blauen Königin, die wir über die Träume und Visionen von Arsinoe erfahren, ist zwar richtig interessant, doch fehlt mir in diesem Band Wendungen, Spannung und Tempo. Man hätte hier mehr aus der Story machen können. Schade, denn die Welt von Fennbirn ist eine sehr interessante Welt. Manchmal hat man das Gefühl, dass die Autoren Geschichten künstlich in die Länge ziehen.


Freitag, 12. April 2019

Rezension zu "Mehr als tausend Worte" von Lilli Beck, Blanvalet Verlag, Roman

Titel: Mehr als tausend Worte
Autorin: Lilli Beck
Seitenzahl: 496 Seiten, Hardcover (25.3.19)
Isbn Nr. 13-978-3-7645-0650-6
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 20,00 Euro 

Verlagsinfo: 
 Berlin, 9. November 1938: Aliza erwacht von durchdringenden Schreien, als ihr Großvater von der Gestapo abgeholt wird. Die politische Lage in Deutschland spitzt sich immer weiter zu, doch entgegen aller Mahnungen weigert sich ihr Vater, ein jüdischer Arzt, das Land zu verlassen. Nur seine Tochter will er im Ausland in Sicherheit bringen. Aliza ist am Boden zerstört, dass sie Fabian, ihre große Liebe, zurücklassen muss. Beim Abschied versprechen sich die beiden, nach ihrer Rückkehr zu heiraten. Doch werden sie die Wirren des Krieges überstehen?

 Über die Autorin:
Lilli Beck wurde in Weiden/Oberpfalz geboren und lebt seit vielen Jahren in München. Nach der Schulzeit begann sie eine Ausbildung zur Großhandelskauffrau. 1968 zog sie nach München, wo sie von einer Modelagentin in der damaligen In-Disko Blow up entdeckt wurde. Das war der Beginn eines Lebens wie aus einem Hollywood-Film. Sie arbeitete zehn Jahre lang für Zeitschriften wie »Brigitte«, »Burda-Moden« und »Twen«. »Mehr als tausend Worte« ist nach »Glück und Glas« und »Wie der Wind und das Meer« ihr dritter historischer Roman bei Blanvalet.

Eigene Meinung:
Lilli Beck schreibt die Geschichte des jüdischen Mädchens Alizia und deren Familie von der ersten Seite an fesselnd und spannend.

Wir erhalten einen tiefen Einblick in das Leben der Juden in Berlin ab 1938, über Kindertransporte nach England und über das Leben in England zu dieser Zeit. Sehr genau hat die Autorin beschrieben, wie die Nazis das Leben der jüdischen Bevölkerung immer mehr einschränken, wie die Menschen um ihr Leben kämpfen müssen, wie Neider  und sogenannte "Freunde" ihr Hab und Gut an sich reißen und wie die Menschen glauben, dass das alles ein böser Traum ist, der bald ein Ende haben wird. 

Aliza ist eine sympathische Protagonistin, die ihre erste große Liebe Fabian unbedingt wiedersehen möchte. Die Figur der Aliza ist wie eine Freundin, man fiebert mit, ob sich für sie und ihre Familie alles zum Guten wendet. Auch alle anderen Figuren sind sehr lebendig dargestellt.

Lilli Beck hat einige Überraschungen in der Geschichte parat, ihre Protagonisten müssen allerdings auch eine Menge aushalten.

Mir hat diese sehr gut recherchierte Geschichte gefallen und ich kann sie euch nur empfehlen.


Mittwoch, 10. April 2019

Rezension zu "Mein - Wie weit wirst du gehen um ihn zu behalten? von J L Butler, übersetzt von Stefanie Kremer, Rowohlt Verlag, Roman

Titel: Mein - Wie weit wirst du gehen um ihn zu behalten?
Autorin: J L Butler
Übersetzt von: Stefanie Kremer
Seitenzahl: 544 Seiten (Broschur, 26.3.19)
Isbn Nr. 13-978-3-499-29180-7
Verlag: Rororo Verlag
Preis: 12,99 Euro 

Verlagsinfo: 
"Mit diesem Fall wird sie endlich Karriere machen, da ist sich die Londoner Scheidungsanwältin Francine Day sicher. Martin Joy will sich von seiner Frau Donna scheiden lassen. Der Unternehmer ist millionenschwer - und wahnsinnig attraktiv. Wider besseres Wissen beginnt Fran eine verbotene Affäre mit ihrem Mandanten, dem sie mehr und mehr verfällt. Als seine Frau kurz darauf spurlos verschwindet, gerät Martin ins Visier der Ermittlungen. Doch auch Fran hat ein Geheimnis. Sie ist nicht nur Anwältin und Geliebte des Hauptverdächtigen - sie ist die letzte Person, die Donna Joy lebend gesehen hat ..."

Über die Autorin: 
JL Butler ist das Pseudonym einer britischen Journalistin und Autorin, die bereits erfolgreich diverse Bestseller veröffentlichte. Vor ihrer schriftstellerischen Karriere studierte sie Jura und arbeitete als Anwältin. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in London.

Eigene Meinung:

Francine Day, über die wir im Laufe der Geschichte mehr erfahren, arbeitet als Anwältin und möchte sich als Kronanwältin bewerben. Sie ist sehr ehrgeizig und lebt für ihren Beruf.
Francine wird mit der Scheidung von Martin Joy betraut. Dessen Frau scheint es bei der Scheidung auf seine Besitztümer abgesehen zu haben, denn Martin Joy ist sehr reich und seine Noch-Ehefrau gibt gerne Geld aus. Als ein Gütetermin vor Gericht vereinbart wird, erscheint Donna Joy nicht zum Termin. Sie scheint spurlos verschwunden zu sein. Francine trifft sich auch privat mit Martin Joy und fängt mit ihm ein Verhältnis an.

Francine ist ein nicht sonderlich sympathischer Charakter. Sie ist sehr ehrgeizig, hat so gut wie kein Privatleben, nur eine beste Freundin, mit der sie sich auch nicht sehr oft trifft. Sie scheint von dem gutaussehenden Martin Joy und dessen Reichtum fasziniert zu sein und fängt deshalb mit ihrem Mandanten ein Verhältnis an. Auf Donna Joy scheint sie eifersüchtig zu sein und möchte mehr über sie erfahren, weshalb sie sie auch verfolgt. Im Laufe der Geschichte erfahren wir sehr viel aus der Vergangenheit von Francine, was auch ihr manchmal etwas unlogisches Verhalten erklärt.

Martin Joy ist unglaublich reich und sehr gutaussehend. Man ist sich die ganze Zeit über nicht sicher, ob er seine Frau nicht einfach loswerden will.

Erzählt wir die Story aus Francines Sicht.

Der Roman braucht sehr lange, bis endlich etwas passiert und bis Spannung aufkommt. Man möchte als Leser jedoch unbedingt erfahren, was mit Donna Joy passiert ist und wer dahinter steckt. J L Butler hat auch einige Wendungen und Überraschungen parat.
Eine Liebesgeschichte und einige Sex-Szenen sind in der Story auch enthalten.

Mittwoch, 3. April 2019

Rezension zu "Lügenmeer" von Susanne Kliem, Roman, C. Bertelsmann Verlag

Titel: Lügenmeer
Autorin: Susanne Kliem
Seitenzahl: 315 Seiten (Paperback, Klappenbroschur, 11.3.19)
Isbn Nr. 13-978-3-570-10353-1
Verlag: C. Bertelsmann Verlag
Preis: 15,00 Euro 

Verlagsinfo:
"Eine traumatische Nacht. Trügerische Erinnerungen. Und eine verstörende Wahrheit Früher waren sie das Traumpaar der Jugend-Clique: der beliebte Magnus und die schillernd-faszinierende Milla. Und Svenja, die beste Freundin von beiden, als dritte im Bunde. Bis Milla bei einer nächtlichen Party im Freizeitbad auf mysteriöse Weise ums Leben kommt. Magnus gilt schnell als der Schuldige, wird ohne handfeste Beweise aus seiner norddeutschen Heimatstadt vertrieben. Neunzehn Jahre später kehrt er als erfolgreicher Anwalt zurück, um endlich die Wahrheit herauszufinden. Svenja fiebert dem Wiedersehen entgegen und hat gleichzeitig Angst: Was hat Magnus vor? Wird er die alten, kaum verheilten Wunden wieder aufreißen? Und wie soll sie ihm erklären, dass sein schlimmster Kontrahent von damals ihr Ehemann geworden ist? Schritt für Schritt entlarvt Magnus das Gespinst von Lügen, das über der Todesnacht liegt. Und löst damit, ohne es zu ahnen, eine neue Katastrophe aus ... "

Über die Autorin:
Susanne Kliem wurde am Niederrhein geboren und lebt heute mit ihrer Familie in Berlin. Sie ist gelernte Buchhändlerin und arbeitete u.a. als Pressereferentin beim Fernsehen sowie für das größte deutsche Theaterfestival »Theater der Welt«. Seit 2009 schreibt sie Krimis, für die sie bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde. Zuletzt erschienen ihre hoch gelobten Spannungsromane "Trügerische Nähe" (2015) und "Das Scherbenhaus" (2017).

Eigene Meinung:
Magnus ist zurück in seiner Heimatstadt und möchte herausfinden, was in der Nacht, in der Milla ums Leben kam, wirklich passiert ist. Er trifft auf verschiedene Cliquenmitglieder von damals, die nicht alle begeistert sind von Magnus Rückkehr.

Susanne Kliem erzählt diesen Psychothriller abwechselnd über verschiedene Personen. Magnus, Svenja und Annik berichten ihre Sicht der Dinge in der Gegenwart und als Jugendliche kurz vor Millas Tod.

Die Autorin hat einen spannenden, fesselnden Psychothriller geschrieben. Die Charaktere sind gut beschrieben, ziemlich interessant und wir erhalten einen tiefen Einblick in ihre Psyche.

Milla ist eine interessante Figur mit einigen Problemen, der schillernde Star der Clique. Sie reagiert unberechenbar und provoziert die Jungs der Clique ganz schön. Svenja ist ein ruhiger Pool und die beste Freundin von Magnus. Magnus scheint der Anführer der Clique zu sein.

Einige spannende Wendungen erwarten uns und am Ende eine große Überraschung. Ich kann diesen Pageturner allen Lesern unbedingt empfehlen.





Sonntag, 31. März 2019

Rezension zu "Liebes Kind" von Romy Hausmann, DTV-Verlag, Thriller

Titel: Liebes Kind
Autorin: Romy Hausmann
Seitenzahl: 432 Seiten, TB Klappenbroschur (28.2.19)
Isbn Nr. 13-978-3423262293
Verlag: DTV Verlag
Preis: 15,90 Euro 

Verlagsinfo: 
In einer fensterlosen Hütte im Wald folgt Lenas Leben und das ihrer zwei Kinder strengen Regeln: Mahlzeiten, Toilettengänge, Lernzeiten – der Zeitplan muss minutiös eingehalten werden. Sauerstoff bekommen sie über einen »Zirkulationsapparat«. Der Vater versorgt seine Familie, er beschützt sie vor den Gefahren der Welt, er kümmert sich darum, dass seine Kinder immer eine Mutter haben. Doch eines Tages gelingt ihnen die Flucht – und nun geht der Albtraum erst richtig los."

Über die Autorin:
Romy Hausmann wurde 1981 geboren und war bereits mit 24 Jahren Redaktionsleiterin bei einer Münchner Fernsehproduktion. Dort hat sie mit hunderten von Protagonisten gearbeitet und von deren Leben erzählt. Seit der Geburt ihres Sohnes arbeitet sie frei fürs Fernsehen, seit 2016 schreibt sie regelmäßig für den blog www.mymonk.de. ›Liebes Kind‹ ist ihr Thrillerdebüt. Romy Hausmann wohnt mit ihrer Familie in einem abgeschiedenen Waldhaus in der Nähe von Stuttgart.
 
Eigene Meinung:
Auf das Debüt von Romy Hausmann war ich sehr gespannt, da es gerade in aller Munde ist.

Zur  Story an sich möchte ich nichts verraten, um nicht zu spoilern. Da verrät die Verlagsinfo schon fast etwas zu viel.

Von der ersten Seite an war ich gefesselt. Sofort hat mich der Erzählstil der Autorin völlig fasziniert. Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Bei diesem Buch muss man wirklich die Nächte durchlesen, das kann ich bestätigen.

Erzählt wird abwechselnd über verschiedene Perspektiven. "Lena", die Mutter, erzählt von ihrem Martyrium in der Hütte. Die dreizehnjährige Tochter Hannah berichtet in einem weiteren Strang. Sie hat die Zeit in der Hütte, total anders wahrgenommen als ihre Mutter und berichtet sehr sachlich nüchtern darüber. Ein weitere Erzählperspektive übernimmt Matthias, der Vater von Lena, der seine Tochter verzweifelt gesucht hat und sich von der Polizei im Stich gelassen fühlt.

"Lena" war mir sofort sympathisch und hatte mein volles Mitgefühl. Man kann verstehen, dass sie nach den Erlebnissen in der Hütte nicht in der Psychiatrie bleiben möchte, schließlich ist sie da genauso eingesperrt, wie sie vorher in der Hütte im Wald war.

Romy Hausmann gibt neben den Erlebnissen der Familie in der Hütte einen Einblick in die überall lauernde Presse, die vor Opfern überhaupt keinen Halt machen und kein Verständnis hat für die Angehörigen der Opfer. Ab und an dürfen wir Zeitungsberichte über die Ereignisse in der Hütte und über die Opfer lesen, die sich nicht immer mit der Wahrheit decken.

Für mich ist dieser Thriller ein absolutes Highlight, den ich sehr gerne empfehle. Mit einigen Wendungen habe ich überhaupt nicht gerechnet und auf den Täter wäre ich nicht gekommen.


Montag, 25. März 2019

Rezension zu "Als die Tage ihr Licht verloren" von Stephanie von Hayek, Piper Verlag, Roman

Titel: Als die Tage ihr Licht verloren
Autorin: Stephanie von Hayek
Seitenzahl: 304 Seiten (Hardcover mit Schutzumschlag, 1.3.19)
Isbn Nr. 13-978-3-86612-466-0
Verlag: Piper Verlag
Preis: 20,00 Euro

 Verlagsinfo: 
Stephanie von Hayek verbindet in ihrem Debüt »Als die Tage ihr Licht verloren« die fiktive Geschichte zweier Schwestern in Berlin und die wahre Geschichte eines verhängnisvollen Transports aus dem Jahr 1940 zu einem faszinierenden Roman um Liebe, Neid, Verrat und Ideologie. Linda und Gitte, Töchter einer liberalen, gut bürgerlichen Berliner Familie, genießen ihre Jugend. Gitte, die als Sekretärin im Reichsinnenministerium arbeitet, hofft, einst als Juristin Karriere zu machen, Linda, die ungestüme Träumerin, schlägt den künstlerischen Weg ein und heiratet den sensiblen Erich, die Liebe ihres Lebens. Als seine Nachrichten von der Front ausbleiben und sein Schicksal ungewiss ist, fällt sie in tiefe Melancholie – gefährlich in einer Zeit, in der psychische Krankheiten zum Todesurteil werden können. Denn die Nationalsozialisten planen bereits, was sie verharmlosend »Euthanasie«, den guten Tod, nennen …"

Über die Autorin: 
Stephanie von Hayek wurde 1971 in Wolfratshausen als Tochter einer finnlandschwedischen Mutter und eines deutschen Vaters geboren. Nach einer Lehre als Buchhändlerin studierte sie Politische Wissenschaften in München und Paris. Sie arbeitete als Referentin in internationalen Organisationen, unter anderem für die Weltbank in Washington D.C. und die europäischen Regionen in Straßburg. Sie schreibt Literaturrezensionen, leitet Schreibkurse und arbeitet im Feld der internationalen Beziehungen und Völkerverständigung. „Als die Tage ihr Licht verloren“ ist ihr erster Roman.

Eigene Meinung:
Die beiden Schwestern Linda und Gitte haben während des Krieges unterschiedliche Träume. Linda möchte Juristin werden und Gitte hat ihr Herz an einen Mann verloren, der an der Front dient. Als sie keine Nachricht mehr von ihrem Liebsten erhält, fällt Gitte in eine tiefe Depression, was zu dieser Zeit mehr als gefährlich ist.
Die Spitzel der Nazis lauern überall und so wird Linda in ein "Heim" eingewiesen ...

Das Debüt von Stephanie von Hayek ist flüssig geschrieben und fesselnd von der ersten Seite an. Man nimmt sofort Anteil am Leben der beiden total unterschiedlichen Schwestern.
Die Charaktere sind sehr lebendig dargestellt und die Autorin scheint sehr gut recherchiert zu haben.

Stephanie von Hayek hat eine fiktive Geschichte mit einem wahren Transport verknüpft. Man bekommt daher einen guten Einblick, wie die Nazis die Transporte vertuschen wollten, wie die Menschen nur glauben wollten, was sie sehen, und wie unsagbar das Leid der Kranken zu dieser Zeit war. Den Ort Grafeneck gibt es wirklich. An diesem Ort haben viele Transporte geendet und vielen Menschen wurden hier getötet. Wir haben am Sonntag Grafeneck mit seiner Gedenkstätte besucht.

Was mir sehr gut gefällt ist, dass die Autorin nicht zu ausführlich erzählt. Sie gibt dem Leser Raum, seine Phantasie spielen zu lassen. Da kommt das Kopfkino in Gang und die Story wird überhaupt nicht langatmig.

Meine absolute Leseempfehlung für dieses spannende, sehr informative Debut.



Samstag, 16. März 2019

Rezension zu "Das Modehaus - Töchter der Freiheit" von Julia Kröhn, Blanvalet Verlag, Roman

Titel: Das Modehaus - Töchter der Freiheit
Autorin: Julia Kröhn
Seitenzahl: 527 Seiten (TB, Klappenbroschur, 18.2.19)
Isbn Nr. 13-978-3-7341-0571-5
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 10,99 Euro

Verlagsinfo: 
"Hundert Jahre, drei Frauen und ein Traum - ein Traum von Samt und Seide, von Freiheit und Liebe. Die goldenen Zwanziger, spektakuläre Modekollektionen und … Coco Chanel. Fanny hat genug von der altbackenen Mode im familieneigenen Imperium und will in Paris als Modeschöpferin durchstarten. Am Ende hat sie nur als Mannequin Erfolg, und auch dieser glitzernde Traum zerplatzt. 1946 kämpft Tochter Lisbeth im zerbombten Frankfurt ums nackte Überleben – und um das Modehaus ihrer Vorfahren. Erfindungsreich führt sie es in eine neue Zeit, zahlt dafür jedoch einen hohen Preis. 1971 ist Rieke die Liebe wichtiger als das Geschäft. Doch dann steht das Familienunternehmen vor dem Bankrott – und sie vor einer folgenschweren Entscheidung ..."

Über die Autorin: 
Die große Leidenschaft von Julia Kröhn ist nicht nur das Erzählen von Geschichten, sondern die Beschäftigung mit der Geschichte: Die studierte Historikerin veröffentlichte – manchmal auch unter Pseudonym – bislang über dreißig großteils historische Romane. Mit »Das Modehaus« wagt sie den Sprung vom Mittelalter ins 20. Jahrhundert – und hat dabei einen Heimvorteil: Seit 2001 lebt die gebürtige Österreicherin in Frankfurt am Main, dem Schauplatz des Romans.

Eigene Meinung:

Der Klappentext klang spannend und interessant.

Allerdings fesselt die Geschichte von Fanny, Lisbeth und Rieke überhaupt nicht. Fanny lebt in Frankfurt in den 20er Jahren. Sie möchte nach von Frankfurt nach Paris und dort als Modeschöpferin erfolgreich sein. Lisbeth kämpft in den 40er Jahren um ihr Überleben. Rieke versucht in den 70er Jahren das Modehaus zu retten.j

Die Story wird über drei Handlungsstränge erzählt, die ständig zwischen den Personen Rieke, Fanny und Lisbeth wechseln.

Die Autorin erzählt sehr ausführlich, Spannung ist überhaupt gar keine vorhanden, auch kein Übergang zum nächsten Erzählstrang. Es passiert leider so gut wie überhaupt gar nichts.

Gefesselt hat mich die Geschichte der drei Frauen überhaupt nicht. Der langatmige Erzählstil führte dazu, dass ich mit den Gedanken abgeschweift bin und entsprechend lange für das Buch gebraucht habe.

Zu den einzelnen Figuren habe ich leider überhaupt gar keinen Draht gefunden.

Ich hatte mit einer Familiengeschichte gerechnet, in dem das Modehaus und Mode im Mittelpunkt steht. Das war leider überhaupt nicht so. Hier kann ich leider keine Leseempfehlung abgeben.




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Mittwoch, 13. März 2019

Rezension zu "Gut Greifenau - Morgenröte", Hanna Caspian, Knaur Verlag, Roman

Titel: Gut Greifenau -Morgenröte
Autorin: Hanna Caspian
Seitenzahl: 574 Seiten (TB, 3.19)
Isbn Nr. 13-978-3-426-521526
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 9,99 Euro


Verlagsinfo: 

Nach einem Mordanschlag ist es fraglich, ob Konstantin das noch erleben wird. Immerhin pflegte die Dorflehrerin Rebecca ihn aufopferungsvoll. Graf Adolphis indes ist verzweifelt. Durch den Kauf von Kriegsanleihen ist das Gut hoch verschuldet.Gräfin Feodora drängt Katharina zur Hochzeit mit dem Scheusal Ludwig, einem Neffen des Kaisers. Diese Verbindung wird zur Überlebensfrage für Gut Greifenau. Doch Katharinas Herz schlägt für den Industriellensohn Julius. Kurz vor der Hochzeit flieht sie. In Berlin gerät sie mitten in die Wirren der Novemberrevolution.

Über die Autorin: 

Hanna Caspian studierte Literaturwissenschaften, Sprachen und Politikwissenschaft in Aachen und arbeitete danach lange Jahre im PR- und Marketingbereich. Zuletzt war sie Anzeigenleiterin und Projektmanagerin in einem Fachverlag. Mit ihrem Mann lebt sie heute als freie Autorin in Köln, wenn sie nicht gerade durch die Weltgeschichte reist.

Eigene Meinung:
Im letzte Band dieser Reihe überschlagen sich die Ereignisse.  Konstantin wird nach dem Mordanschlag von der Dorflehrerin Rebecca gepflegt, Katharina kämpft gegen ihre Mutter, die sie mit dem total unsympathischen Neffen des Kaisers verheiraten möchte, Alexander möchte so gerne Musik studieren, doch das Gut ist hoch verschuldet und eine Rettung ist nicht in Sicht.
Die Gräfin ist von der neuen Zeit und von den Änderungen in ihrem Gut überhaupt nicht begeistert.

Ich bin von dieser Reihe total begeistert. Sie ist in einer spannenden Zeit angesiedelt. Durch die verschiedenen Figuren, die auf dem Gut Greifenau leben, bekommt man einen guten Einblick in das Leben zu der Zeit, den Erlebnissen verschiedener Soldaten im 1. Weltkrieg, dem Schicksal der Frauen und Kinder. Die Figuren sind sehr gut gezeichnet, sehr interessant und müssen teilweise sehr stark sein. Katharina entwickelt sich während den einzelnen Bänden weiter.

Die Reihe möchte man einfach in einem Rutsch durchlesen. Neben geschichtlichen Ereignissen fiebert man mit den sympathischen Figuren Katharina, Konstantin und Rebecca, sowie dem Kutscher Albert Sonntag. 

In letzter Zeit wurde ich oft vom letzten Teil einer Reihe enttäuscht, das ist hier überhaupt nicht der Fall.  Der letzte Band ist genauso spannend und fesselnd geschrieben und mit vielen Überraschungen gespickt. Ich kann diese ganze Reihe nur empfehlen.





Samstag, 9. März 2019

Rezension zu "Der Schatten" von Petra Hammesfahr, Diana Verlag, Roman

Titel: Der Schatten
Autorin: Petra Hammesfahr
Seitenzahl: 640 Seiten (TB, Broschur, 14.9.19)
Isbn Nr. 13-978-3-453-36007-5
Verlag: Diana Verlag
Originalverlag: Rowohlt (2005 erschienen)
Preis: 10,99 Euro


Verlagsinfo:

"Die ehrgeizige Filmproduzentin Stella Helling hat den Halt verloren. Sie trinkt zu viel, verzweifelt an der Behinderung ihres Kindes und an der allgegenwärtigen Schwiegermutter. Stellas einziger Halt ist ihr Mann Heiner, ein Polizeikommissar. Als sie sich ihren größten Erfolg  "Der Schatten mit den Mörderaugen" noch einmal anschaut, ist Heiner im Dienst. In der Nacht erwacht sie von einem fürchterlichen Schrei. Am nächsten Morgen ist ihre Schwiegermutter tot und das Baby verschwunden. Und nicht einmal Heiner glaubt seiner Frau, dass in der Nacht ein Filmmonster »der Schatten« leibhaftig im Haus war … "

Über die Autorin:
Petra Hammesfahr wurde mit ihrem Bestseller »Der stille Herr Genardy« bekannt. Seitdem erobern ihre Spannungsromane die Bestsellerlisten, werden mit Preisen ausgezeichnet und erfolgreich verfilmt, wie aktuell »Die Sünderin«. Der Roman wurde unter dem Titel »The Sinner« mit Jessica Biel in der Hauptrolle als erfolgreiche Netflix-Serie produziert.

Eigene Meinung:


Petra Hammesfahr erzählt diese Geschichte von Stella, der erfolgreichen Filmproduzentin, die durch diverse Vorkommnisse zur Alkoholikerin wird, in ständigen Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Die Charaktere sind glaubwürdig und werden sehr genau beschrieben. So richtig sympathisch ist allerdings keine der Figuren. Neben Stella ist  Romy, die Autorin des Romanes "Der Schatten" eine sehr wichtige Hauptfigur, deren Leben mit dem Schicksal von Stellas Familie ziemlich stark verknüpft ist.

Aberglaube wirkt in der Geschichte auf alle Bewohner des Dorfes, in dem Stella mit ihrem Mann und ihrer Schwiegermutter lebt.

Als Leser rät man mit, was denn nun genau passiert ist in dieser Nacht, wer den nun der Täter ist, wo das Baby abgeblieben ist. Am Ende wird man dann überrascht mit einer Auflösung, mit der man gar nicht gerechnet hätte.

Petra Hammesfahr schreibt dieses manchmal etwas unheimliche Familiendrama mit Krimielementen gewohnt flüssig, aber auch etwas zu ausführlich für meinen Geschmack. Darunter leidet die Spannung leider etwas.




Familiendrama, ausführlich erzählt, Schicksal versch. Familien hängen zusammen, Aberglauben 


Samstag, 2. März 2019

Rezension zu "Lazarus" von Lars Kepler, übersetzt von Thorsten Alms und Susanne Dahmann, Bastei Lübbe Verlag, Thriller

Titel: Lazarus
Autoren: Lars Kepler
Übersetzt von: Thorsten Alms und Susanne Dahmann
Seitenzahl: 637 Seiten, (Hardcover, 28.2.19)
Isbn Nr. 13-978-3-7857-2650-1
Verlag: Bastei Lübbe Verlag
Preis: 22,00 Euro
Altersempfehlung: ab 16 Jahren


Verlagsinfo:
"Hat Jurek Walter überlebt? Der gefährlichste Serienmörder Schwedens wurde vor Jahren für tot erklärt. Er war bei einem dramatischen Polizeieinsatz von mehreren Kugeln getroffen in den Fluss gestürzt. Seine Leiche wurde jedoch niemals gefunden. Als nun der Schädel von Joonna Linnas toter Ehefrau in der Wohnung eines Grabschänders entdeckt und eine perfide Mordserie aus ganz Europa gemeldet wird, ahnt Joona Linna das Unvorstellbare: Der Albtraum ist nicht zu Ende, und der grausame Serienmörder droht, alle lebendig zu begraben, die Joona lieb sind. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt ..."


Über die Autoren: 
Lars Kepler ist das Pseudonym der Eheleute Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Ahndoril. Jeder für sich hat bereits erfolgreich eigene Romane veröffentlicht, bis sie sich entschieden haben ihre ganze Energie und Kreativität in ein gemeinsames Schreibprojekt zu stecken. Der Hypnotiseur, ihr Krimidebüt, war sensationell erfolgreich und wurde in über 30 Sprachen übersetzt. Die folgenden Kriminalromane mit dem Ermittler Joona Linna (Paganinis Fluch, Flammenkinder, Der Sandmann und Ich jage Dich) setzten die Erfolgsgeschichte fort und standen allesamt auf Platz 1 der schwedischen Bestsellerliste. Allein in Schweden sind inzwischen über zwei Millionen Bücher des Autorenpaars verkauft. 2012 wurde Der Hypnotiseur von Lasse Hallström für das internationale Kino verfilmt. Das Ehepaar lebt mit seinen drei Töchtern in Stockholm, nur einen Steinwurf vom schwedischen „Scotland Yard“ entfernt.

Eigene Meinung: 
Der siebte Fall für Joonna Linna, beginnt von Anfang an spannend und fesselnd, man ist sofort mitten im Geschehen.
Joonna Linna wurde aus dem Gefängnis entlassen und soll in Oslo seinen Dienst antreten. Als im Haus eines Mordopfers neben zahlreichen Leichenteilen der Kopf von Joonas Frau gefunden wird, ist Joonna felsenfest davon überzeugt, dass Jurek Walter noch lebt. Der Ermittler denkt, dass sein alter Gegenspieler Jagd auf ihn uns seine Lieben macht. Er kann allerdings das ermittelnde Team nicht davon überzeugen. Auch Saga ist sich sicher, dass Jurek Walter tot ist. Bald wird es jedoch für sie persönlich. Als in Europa immer mehr seltsame Morde geschehen, die Joona als Zeichen sieht, beschließt er, seine Tochter zu schützen und unterzutauchen.

Dieser Thriller lebt von starken Charakteren, Perspektivenwechseln, einer düsteren Atmosphäre, vielen bizarren Mordfällen, viel Action und Tempo. Ständig erlebt man neue Wendungen und Überraschungen, mit denen man nicht gerechnet hätte. Man fragt sich, ob Jurek Walter noch am Leben sein kann oder ob es sich um einen Nachfolger des Serienmörders handelt, der die Morde begeht und hinter Saga und Joona her ist. Man leidet mit den beiden Ermittlern und mit ihren Familienangehörigen.

"Lazarus" kann man lesen, ohne die vorherigen Bände der Reihe zu kennen. Ich würde euch dennoch raten, die ganze Reihe zu lesen, da sich die Ermittler Joona Linna und Saga, weiterentwickeln. Da es in diesem Band darum geht, ob Jurek Walter noch am Leben ist, der Gegenspieler von Joona in "Der Sandmann", macht es noch mehr Sinn,  zumindest diesen Band der Reihe vorher zu lesen.

5/5  Sterne für diesen temporeichen, blutigen, sehr atmosphärischen und düsteren Pageturner.




Montag, 25. Februar 2019

Rezension zu "Das glühende Grab" von Yrsa Sigurdardóttir, übersetzt von Tina Flecken, Thriller, BTB Verlag

Titel: Das glühende Grab
Autorin: Yrsa Sigurdardóttir
Übersetzt von: Tina Flecken
Seitenzahl: 368 Seiten (TB Broschur, 14.1.19)
Isbn Nr. 13-978-3-442-71837-5
Verlag: BTB Verlag
Preis: 10,00 Euro

Verlagsinfo:

"Auf den isländischen Westmännerinseln werden bei Ausgrabungen drei Leichen und ein abgetrennter Kopf gefunden. Sie liegen im Keller des Elternhauses von Markús Magnússon, das bei einem Vulkanausbruch vor mehr als dreißig Jahren verschüttet wurde. Da Markús die Ausgrabung vorher unbedingt verhindern wollte, steht er plötzlich unter Mordverdacht: Hat er als Jugendlicher drei Menschen getötet und verstümmelt? Rechtsanwältin Dóra Gudmundsdóttir glaubt an seine Unschuld. Doch dann wird eine weitere Leiche entdeckt ... "
Über die Autorin:
 Yrsa Sigurdardóttir, geboren 1963, ist eine vielfach ausgezeichnete Bestsellerautorin, deren Thriller in über 30 Ländern erscheinen. Sie zählt zu den »besten Kriminalautorinnen der Welt« (Times Literary Supplement). Sigurdardóttir lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Reykjavík. Sie debütierte 2005 mit »Das letzte Ritual«, der Erfolgs-Serie von Thrillern um die junge Rechtsanwältin Dóra Gudmundsdóttir. Bei btb erscheint mit dem Spiegel-Bestseller »DNA« und »SOG« außerdem die Serie um Kommissar Huldar und Kinderpsychologin Freyja.

Eigene Meinung:
Schon der Prolog fängt spannend an und man kann noch nicht einordnen, wer die Person ist, die hier ermordet wird.
Die Autorin schreibt von Anfang an spannend und fesselnd über viele, verschiedene Handlungsstränge, die sich zum Ende der Geschichte hin zusammenfügen und schlüssig sind.

Viele Cliffhanger lassen den Leser ganz schön lange im Dunkeln, um was es eigentlich überhaupt geht.

Die Anwältin Dóra Gudmundsdóttir ermittelt hier in ihrem dritten Fall zusammen mit ihrer Sekretärin. Sie führt Gespräche mit Zeugen, mit Familienangehörigen ihres Mandanten, mit Freunden der Familie und mit Bewohnern der Westmännerinseln.

Die Story ist atmosphärisch, spannend und temporeich und hält am Ende noch eine Überraschung parat. Man kann diesen Band problemlos lesen, ohne die vorherigen Bände der Reihe zu kennen.



Mittwoch, 20. Februar 2019

Rezension zu "Die Fliedertochter" von Teresa Simon, Heyne Verlag, historischer Roman

Titel: Die Fliedertochter
Autorin: Teresa Simon
Seitenzahl: 496 Seiten (Klappenbroschur, 11.2.19)
Isbn Nr. 13-978-3-453-42145-5
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:

Eine geheimnisvolle Schneekugel. Das Erbe einer starken Frau. Eine Liebe, die sich nie erfüllt hat.

Berlin 1936
Die Sängerin Luzie Kühn steht ganz am Anfang ihrer Karriere und träumt von einem Leben im Rampenlicht. Doch als Jüdin fühlt sie sich nicht mehr sicher und verlässt Berlin in Richtung Wien. Sie verliebt sich in den charismatischen Bela Król und schwebt im siebten Himmel, doch schon bald wird klar, dass Luzie auch in Wien nicht sicher ist  ..

Berlin 2018
Paulina Wilke wird von ihrer mütterlichen Freundin Antonia gebeten, in Wien ein Erbstück für sie abzuholen. Sie ahnt nicht, dass die Reise nach Wien ihr Leben verändern wird ...

Über die Autorin: 

Teresa Simon ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin. Sie reist gerne (auch in die Vergangenheit), ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale, hat ein Faible für Katzen, bewundert alles, was grünt und blüht, und lässt sich immer wieder von stimmungsvollen historischen Schauplätzen inspirieren.

Eigene Meinung:
Teresa Simon schreibt auch diese historische Familiengeschichte über das Leben Luzie Kühns und Paulina Wilkes von Anfang an spannend und fesselnd. Sofort ist man mitten in der Geschichte.

Erzählt wird über drei Handlungsstränge, Paulinas Reise nach Wien 2018 und das Leben von Luzie Kühn, die als Halbjüdin 1936 von Berlin nach Wien geflüchtet ist, um den Nazis zu entgehen. Ein weiterer Erzählstrang handelt von der Wanderung von Simone, der Mutter von Paulina, die mit einer Freundin unterwegs ist.

Insbesondere die Erlebnisse von Luzie, die teilweise in Form von Tagebucheinträgen, dann wieder aus der Ich-Perspektive erzählt werden, sind sehr bewegend und spannend zu lesen. Wie das Schicksal von Luzie, Simone, Antonia und Paulina zusammenhängen, ist sehr interessant zu lesen.

Alle Charaktere sind sehr lebensecht dargestellt.

Man bekommt Lust, nach Wien zu reisen und sich die Orte anzuschauen, von denen hier erzählt wird,  auf die Wiener Spezialitäten, wie z. B. die Sachertorte, und man bekommt viel von der Geschichte Österreichs während der Nazizeit so nebenbei erzählt.

5/5 Sterne für diesen fesselnden Pageturner.




Montag, 11. Februar 2019

Rezension zu " Tunnelspiel" von Carla Berling, Heyne Verlag, Kriminalroman

Titel: Tunnelspiel
Autorin: Carla Berling
Seitenzahl: 272 Seiten (TB, Klappenbroschur, 10.9.18)
Isbn Nr. 13-978-3-453-41995-7
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
Dieser bizarre Fall bringt Reporterin Ira Wittekind an ihre Grenzen.
Im alten Schlachthof von Bad Oeynhausen wird der Verleger Lorenz Brenner aufgefunden. Er ist nackt, mit Handschellen an ein Gitter gefesselt - und tot. Reporterin Ira Wittekind findet etliche Verdächtige, die ihn gehasst haben, darunter aber niemanden, der diesen Mord hätte inszenieren können. Doch dann entdeckt sie einen ungeklärten Todesfall, der über dreißig Jahre zurück liegt, und einen unfassbaren Zusammenhang mit Brenners bizarrem Ende ... 

Über die Autorin: 

Carla Berling, unverbesserliche Ostwestfälin mit rheinländischem Temperament, lebt in Köln, ist verheiratet und hat zwei Söhne. Mit der Krimi-Reihe um Ira Wittekind landete sie auf Anhieb einen Erfolg als Selfpublisherin. Bevor sie Bücher schrieb, arbeitete Carla Berling jahrelang als Lokalreporterin und Pressefotografin. Sie tourt außerdem regelmäßig mit ihrer Comedyreihe Jesses Maria durch große und kleine Städte.

 Eigene Meinung:

Der dritte Band der Ira Wittekind Reihe fängt schon sehr spannend und fesselnd an. Die Reporterin kommt per Zufall an einen bizarren Tatort. Ein bekannter Verleger wurde während eines Sadomaso-Spiels in einer ober peinlichen Situation getötet. Ira ist neugierig, was dahinter steckt, wittert eine Story und fängt an zu ermitteln, in dem sie im Umfeld des Verlegers Verwandte und Bekannte interviewt. Der Tote scheint nicht sehr beliebt gewesen zu sein ...

Der Krimi ist voller Lokalkolorit und sehr humorvoll. Insbesondere die beiden alten Tanten sind sympathische Originale, die dem Krimi das gewisse etwas verleihen. Die beiden Alten unterhalten sich in ostwestfälischen Dialekt, das ist auch für Nicht-Ostwestfalen witzig zu lesen und man versteht alles.

Die Reporterin Ira ist sehr sympathisch und es stört überhaupt nicht, dass wir sehr viel Privates von ihr erfahren.

Carla Berling überrascht mit einem Ende, mit dem ich überhaupt nicht gerechnet habe.

Man kann den Krimi auch ohne Vorkenntnisse dieser Reihe lesen, ich würde allerdings empfehlen, alle Teile dieser Reihe zu lesen, um die Entwicklung von Ira mitzubekommen. Es lohnt sich jeder Band!





Sonntag, 3. Februar 2019

Rezension zu "Mein Jahr mit dir" von Julia Wehlan, übersetzt von Veronika Dünninger, Penguin Verlag, Liebesgeschichte

Titel: Mein Jahr mit dir"
Autorin: Julia Wehlan
Übersetzt von: Veronika Düninger
Seitenzahl: 480 Seiten (14.1.19)
Isdn Nr. 13-978-3328103219
Verlag: Penguin Verlag
Preis: 13,00 Euro

Verlagsinfo:
Es soll das Jahr ihres Lebens werden. Mit einem Stipendium erfüllt sich Ella endlich ihren lang ersehnten Traum von einem Auslandsjahr in Oxford. Doch gleich am ersten Tag stößt sie dort mit dem arroganten Jamie Davenport zusammen, der zu allem Übel auch noch ihren Literaturkurs leitet. Als Ella und Jamie eines Abends gemeinsam in einem Pub landen, kommen sie sich viel näher als geplant. Und obwohl sie sich dagegen wehrt, spürt Ella, dass sie sich in ihn verlieben wird. Sie ahnt nichts von Jamies tragischem Geheimnis und davon, dass diese Liebe sie vor die größte Entscheidung ihres Lebens stellen wird ..

Über die Autorin:
Julia Whelan ist eine amerikanische Drehbuchautorin, Schauspielerin und preisgekrönte Hörbuchsprecherin. Ihr erster Roman »Mein Jahr mit Dir« spielt in Oxford, der Stadt, in die sie sich während ihres Studiums verliebt hat. Für ihr Debüt hat sie sogar das Drehbuch selbst geschrieben und kann es kaum erwarten, ihren Roman auf der Kinoleinwand zu sehen. Julia Whelan lebt in Kalifornien.

Eigene Meinung:
Die junge, sehr ehrgeizige Amerikanerin Ella bekommt ein Stipendium für ein Auslandsjahr in Oxford. Doch gleich am ersten Tag stößt sie mit dem Schnösel und Frauenheld Jamie Davenport zusammen. Der entpuppt sich später als der Leiter ihres Literaturkurses. Beim nächsten Treffen der beiden im Pub, landen sie zusammen im Bett. Beide sind sich einig, dass sie keine Beziehung wollen, den für Ella, die neben ihrem Studium den Wahlkampf einer amerikanischen Senatorin organisierrt per Smartphone, ist klar, dass sie nach dem Jahr in die USA zurückkehrt.

Dieses Debüt gefällt mir sehr gut. Vor jedem Kapitel steht ein Zitat aus der Literatur, Ella studiert Literatur, viele Gespräche zwischen Jamie und Ella handeln sich um Bücher.

Oxford wird so bildhaft beschrieben, die alten, hohen Räume, die Bibliotheken, die Straßen und die alten Pubs, dass man als Leser Lust bekommt, in Oxford zu studieren. Wo kann man sich für ein Stipendium bewerben :)?

Die Autorin beschreibt nichts zu genau, das gefällt mir, man merkt trotzdem, wie verliebt Jamie und Julia ineinander sind, obwohl sie ja keine Beziehung wollen. Ihre Dialoge sind witzig.
Auch die Freunde von Ella sind sehr interessante Protagonisten und für jeden Spaß zu haben.

Nach circa 2/3 des Buches wandelt sich die Story. Jamie scheint ein Geheimnis zu haben und Ella kommt das Leben dazwischen.

Eine fesselnde Geschichte über die Liebe zur Literatur, Romantik, Liebe, Freundschaft, leicht und humorvoll erzählt, mit einer tragischen Wendung.








Samstag, 26. Januar 2019

Rezension zu "Wundbrand" von Cilla und Rolf Börjlind, übersetzt von Susanne Dahmann und Julia Gschwilm, btb Verlag, Kriminalroman

Titel: Wundbrand
Autoren: Cilla und Rolf Börjlind
Übersetzt von: Susanne Dahmann, Julia Gschwilm
Seitenzahl: 528 Seiten (Paperback, Klappenbroschur, 14.1.19)
Isbn Nr. 13-978-3-442-75720-6
Verlag: BTB Verlag 
Preis: 16,00 Euro

Verlagsinfo:

"THAILAND: Auf dem Fluss Kok gleitet ein Kanu. Am Ufer ziehen Opiumfelder vorüber. Ein Mann hat die Zivilisation hinter sich gelassen, um ins Goldene Dreieck zu gelangen. Es ist eine Reise zu sich selbst und ein Versuch, die schreckliche Tat aufzuarbeiten, die ihn verfolgt. Der Mann in dem Kanu ist Ex-Kriminalkommissar Tom Stilton.

STOCKHOLM: Die junge Polizistin Olivia Rönning ist mit einem Mord befasst, der Schweden in Atem hält. Eine ganze Familie wurde kurz vor der Fahrt in die Winterferien in ihrem Auto brutal ermordet. Ein Mann ist verdächtig, der auch verurteilt wird. Nur Olivia zweifelt an seiner Schuld. Welche Rolle spielt Tom Stilton in der Sache?

Über die Autoren: 

Cilla und Rolf Börjlind gelten als Schwedens wichtigste und bekannteste Drehbuchautoren. Sie sind unter anderem verantwortlich für zahlreiche Martin-Beck-Folgen sowie für die viel gepriesene Arne-Dahl-Serie. Ihr Markenzeichen sind starke Charaktere und eine stringente Handlung. Die Romane um die junge Polizistin Olivia Rönning und den ehemaligen Kriminalkommissar Tom Stilton wurden in 30 Länder verkauft und erfolgreich verfilmt. Die Serie läuft mit hohen Einschaltquoten auch im deutschen Fernsehen.

Eigene Meinung:

Der 5. Band der Reihe um Tom Stilton und Olivia Rönning bietet wieder atemlose Spannung. Hier stimmt einfach alles. Der Krimi hat einen fesselnden Plot mit aktuellen Themen, z. B. kommen die Rohingya und #Me too als Themen vor.
Die Protagonisten sind sympathisch und einzigartig. Da stört es auch nicht, dass man etwas über Olivias, Toms oder Mettes Privatleben erfährt, das ist immer sehr gut in die Story integriert und überhaupt nicht langweilig. Olivia entwickelt sich von Fall zu Fall weiter.

Ich freue mich schon auf den nächsten Fall mit diesen Ermittlern. Ich kann euch hier die ganze Reihe empfehlen und würde mit Band 1 beginnen.



Montag, 21. Januar 2019

Rezension zu "Was wäre ich ohne dich?" von Guillaume Musso, Roman, Piper Verlag,

Titel: Was wäre ich ohne dich?
Autor: GuillaumeMusso
Übersetzt von: Eliane Hagedorn, Bettina Runge
Seitenzahl: 384 Seiten, broschiert, (2.11.18)
Isbn Nr.: 13-978-3-492-30549-5
Verlag: Piper Verlag
Preis: 10,00 Euro

Verlagsinfo:
"Martin, engagierter Polizist in Paris, konzentriert sich nach einer enttäuschten Liebe voll und ganz auf seine Arbeit. Das muss er auch, denn zurzeit hat er es mit einem besonders schwierigen Fall zu tun: Er ist dem berühmt-berüchtigten Archibald MacLean auf den Fersen, dem größten Kunstdieb aller Zeiten. Martins abenteuerliche Jagd führt ihn bis nach San Franciso, wo er ausgerechnet Gabrielle wieder über den Weg läuft – der Frau, die ihm vor fünfzehn Jahren das Herz gebrochen hat. Und auch sie hat eine Verbindung zu Archibald …"

 Über den Autor:
Guillaume Musso, geboren 1974 in Antibes, arbeitete als Dozent und Gymnasiallehrer. Musso ist einer der erfolgreichsten Gegenwartsautoren Frankreichs, seine Romane wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt und haben sich als internationale Bestseller durchgesetzt.

Eigene Meinung:
Der Klappentext klang interessant, mir gefallen die Zitate vor den einzelnen Kapitel sehr, Mussos Geschichten mag ich sehr, sie sind so gefühlvoll und spannend schreibt der Schriftsteller auch, also musste das neue Buch natürlich gelesen werden.

Man ist sofort in der Geschichte, auch spannend und gefühlvoll ist die Story. Allerdings kam mir die Geschichte irgendwie bekannt vor. Eine verlorene Liebe, ein Kriminalfall, viele Zufälle und ein Hauch von Übersinnlichem, kam das nicht schon alles in der letzten Geschichte von diesem Autoren vor?

Gestört haben mich auch, das nicht nur sehr viele Zufälle in der Geschichte Begegnungen verursachen und nicht nur der Meisterdieb eine Art Superheld ist, auch seine Haushälterin ist nicht nur eine einfache Haushälterin, sie hat natürlich Kampfkunst in Asien studiert und besitzt medizinische Kenntnisse. Das war mir dann doch alles etwas zu viel.

So langsam sollte sich der Autor dann doch etwas anderes einfallen lassen und seine Protagonisten etwas menschlicher gestalten.


Montag, 14. Januar 2019

Rezension zu "Gut Greifenau - Nachtfeuer" von Hanna Caspian, Droemer Knaur Verlag, Roman

Titel: Gut Greifenau - Nachtfeuer
Autorin: Hanna Caspian
Seitenzahl: 560 Seiten (TB, 22.12.18)
Isbn Nr. 13-978-3-426-44490-0
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo: 

"Der 2. Band der großen Familien-Saga um das Gut Greifenau von Hanna Caspian voller dramatischer Verwicklungen für alle Leser von Anne Jacobs und alle Fans von Downton-Abbey

August 1914: Der Erste Weltkrieg beginnt, und Konstantin muss an die Front. Sein Vater ist unfähig, das Gut zu führen, das bald hochverschuldet ist. Die Verbindung von Katharina mit dem Kaiserneffen Ludwig von Preußen wird nun zur Überlebensfrage. Doch Ludwig tritt nicht nur seiner Verlobten Katharina zu nahe … Es droht ein Skandal! Katharina setzt ihre ganze Hoffnung auf eine Rettung durch den Industriellensohn Julius. Doch soll eine Ehe mit ihr ihm nur den Eintritt in den Adelsstand ermöglichen? Und dann ist da noch der Kutscher Albert, der sein Geheimnis nur im Dorf Greifenau klären kann.Der Nachfolgeband zu "Gut Greifenau. Abendglanz". Gut-Greifenau-Reihe im Überblick:Band 1: Gut Greifenau - Abendglanz,Band 2: Gut Greifenau - Nachtfeuer, Band 3: Gut Greifenau - Morgenröte"

Über die Autorin: 
Hanna Caspian ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Autorin. Mit ihren gefühlvollen und spannungsgeladenen Familiensagas beleuchtet sie bevorzugt fast vergessene Themen deutscher Geschichte.Hanna Caspian studierte Literaturwissenschaften, Sprachen und Politikwissenschaft in Aachen und arbeitete danach lange Jahre im PR- und Marketingbereich. Zuletzt war sie Anzeigenleiterin und Projektmanagerin in einem Fachverlag. Mit ihrem Mann lebt sie heute als freie Autorin in Köln, wenn sie nicht gerade durch die Weltgeschichte reist.

Eigene Meinung:
Band 2 der "Gut Greifenau-Reihe "Nachtfeuer" knüpft an die Ereignisse aus dem 1. Band nahtlos an. Hanna Caspian wirft den Leser sofort mitten ins Geschehen.

Diese Fortsetzung ist genauso packend, flüssig und spannend geschrieben, wie "Abendglanz".

Die Autorin beschreibt sehr lebendig, was sich durch den 1. Weltkrieg für Adelige, Bedienstete, Pächter, für eigentlich alle Bewohner des Landes ändert.

In diesem Band wird Katharina erwachsen. Sie entwickelt sich weiter, hat Träume, die scheinbar platzen. Sie versucht ihr Leben zu planen und träumt von Freiheit. Ihr Bruder Alexander hilft ihr nach wie vor und auch er hat so seine ganz eigenen Pläne und Geheimnisse.

Kutscher Albert versucht herauszubekommen, wer seine Mutter ist und will Rache an seinem Vater und am Pfarrer üben. Ob er herausfindet, wer seine Mutter ist und ob es wohl bei seinen Racheplänen bleiben wird?

Ludwig von Preussen ist noch immer ein unausstehlicher Kaiserneffe und Anastasia, die Schwester von Katharina entpuppt sich als üble Intrigantin.

"Nachtfeuer" ist ein Buch, das man an einem Stück verschlingen möchte, so spannend und fesselnd ist es geschrieben.

Man fiebert mit den Figuren, insbesondere Katharina, Konstantin, Albert und die Lehrerin Rebecca sind sehr sympathische Figuren, für die man hofft, dass sich alles zum Guten wenden wird.

So nebenbei erteilt die Autorin interessanten Geschichtsunterricht, der Sturz des Zaren, die Ostfront, der Eintritt Amerikas in den Krieg, alles wird hier angeschnitten. Ich wusste z. B. nicht, dass Brasilien Deutschland den Krieg erklärt hat.

Der 2. Band endet mit einem bösen Cliffhanger. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.





Rezension zu "Löwenzahnkind" von Lina Bengtsdotter, übersetzt von Sabine Thiele, Penguin Verlag, Thriller

Titel: Löwenzahnkind Autorin: Lina Bengstdotter Übersetzt von : Sabine Thiele Seitenzahl: 448 Seiten (Klappenbroschur, 13.5.19) Isbn ...