Mittwoch, 4. Dezember 2019

Rezension zu "Das Erbe" von Ellen Sandberg, Penguin Verlag, psychologischer Spannungsroman

Titel: Das Erbe
Autorin: Ellen Sandberg
Seitenzahl: 512 Seiten, Paperback, Klappenbroschur (28.10.19)
Isbn Nr. 13-978-3-328-10402-5
Verlag: Penguin Verlag
Preis: 15,00 Euro


Verlagsinfo:
"Der neue große Roman der Bestsellerautorin Spätsommer 2018. Über Nacht ist Mona Lang reich. Ihre Großtante Klara hat ihr ein großes Haus in München-Schwabing vermacht, denn sie war sich sicher: »Mona wird das Richtige tun.« Was damit gemeint ist, versteht Mona nicht. Doch kaum hat sie Klaras Erbe angetreten, kommt sie einer Intrige auf die Spur, die sich um die Vergangenheit des Hauses rankt – und um ihre Familie, München 1938. Die junge Klara belauscht an der Salontür ein Gespräch zwischen ihrem Vater und ihrem Vermieter, dem jüdischen Unternehmer Jakob Roth. Es geht um die bevorstehende Auswanderung der Roths – und ein geheimes Abkommen ..."

Über die Autorin:
Ellen Sandberg ist das Pseudonym der erfolgreichen Münchner Autorin Inge Löhnig. Ihre Krimis und Romane stehen regelmäßig in den Top Ten der SPIEGEL-Bestsellerliste. Sie arbeitete zunächst in der Werbebranche, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Nach dem sensationellen Erfolg von »Die Vergessenen« wurde auch ihr neuer groß angelegter Spannungs- und Familienroman »Das Erbe« sofort zu einem Bestseller. Darin befasst sich Ellen Sandberg mit einem Thema, das ihr ein persönliches Anliegen ist: den Verbrechen der NS-Zeit und der Notwendigkeit, diese nicht zu vergessen.

Eigene Meinung:
Ellen Sandberg hat einen psychologischen Spannungsroman erschaffen, bei dem wirklich alles passt.

Spannung ist von der ersten Seite an vorhanden und bleibt durchgehend erhalten.

Die Figuren sind sehr lebendig und Klara und Mona Lang sind sehr sympathische, interessante Figuren, so dass man mitfiebert, dass die ganze Geschichte gut ausgeht. Auch die anderen Protagonisten des Romans sind interessant, natürlich gibt es den ein oder anderen Widerling in der Geschichte.

 Durch die Perspektiven- und Zeitenwechsel wird die Story zu einem Pageturner. Das Thema ist interessant und gut recherchiert und es gibt einige Wendungen und Überraschungen in der Geschichte. Meine absolute Leseempfehlung für diesen fesselnden, psychologischen Spannungsroman.



Dienstag, 26. November 2019

Rezension zu "Waldesgrab" von Lene Schwarz, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Kriminalroman


Titel: Waldesgrab
Autorin: Lene Schwarz
Seitenzahl: 416 Seiten, TB (19.11.19)
Isbn Nr. 978-3-499-00069-0
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag
Preis: 10,00 Euro

Verlagsinfo:
"Grausame Morde im Harz – beste Krimi-Lektüre für Fans von Nele Neuhaus Das «Quellbach» liegt ruhig und idyllisch inmitten eines riesigen Waldgebiets im Harz. Auch der Koch Leon Bosch schätzt die Abgeschiedenheit des urtümlichen Gasthauses – bis er im Dunkel der hohen Bäume eine grauenvolle Entdeckung macht: eine tote Frau, in deren Brust kein Herz mehr steckt, sondern ein pechschwarzer Quarzstein. Als weitere ähnlich zugerichtete Leichen auftauchen, versucht Leon fieberhaft, dem Mörder selbst auf die Schliche zu kommen. Denn die Steine in den Toten haben etwas mit seiner eigenen Vergangenheit zu tun, mit einem dunklen Geheimnis, das er Jahre zuvor im Wald vergraben und für immer in Sicherheit geglaubt hatte..."

Über die Autorin: 
Lene Schwarz wurde 1976 in Thüringen geboren. Nach Abschluss des Studiums der Literaturwissenschaften in Berlin und Bologna hat es sie in die Verlagsbranche verschlagen. Ihre große Leidenschaft gilt spannenden Kriminalfällen. Sie lebt mit ihrer Familie in einer alten Mühle am Stadtrand von München und träumt davon, über den perfekten Mord zu schreiben.

Eigene Meinung:
Der Klappentext klang verführerisch. Ich hatte einen atmosphärischen, spannenden Krimi erwartet. Leider war der Klappentext so ziemlich das Spannendste an diesem Krimi. Es gibt zwar bizarr inszenierte Morde, die Story an sich wirkt allerdings sehr an den Haaren herbeigezogen und keine der Protagonisten hat mich so richtig überzeugen können. Schade, hier hätte man mit dem Ermittler Leon Bosch, der als Koch arbeitet, viel mehr aus der Geschichte machen können. Die Autorin neigt leider dazu, viel zu detailliert alle Nebensächlichkeiten zu schildern, so dass jegliche Spannung im Keim erstickt wird. Dieses Debut konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen.

Mittwoch, 20. November 2019

Rezension zu "Der Keller" von Sabine Thiesler, Heyne Verlag, Psychothriller


Titel: Der Keller
Autorin: Sabine Thiesler
Seitenzahl: 480 Seiten, Hardcover m. Schutzumschlag, (23.9.19)
Isbn Nr. 13-978-3-453-27148-7
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 20,00 Euro

Verlagsinfo:
 "Hannah und Heiko sind glücklich verheiratet und freuen sich auf ihr erstes Kind. Da erreicht Hannah der Hilferuf ihres Vaters: Ihre Mutter sei depressiv und selbstmordgefährdet, Hannah möge doch bitte kommen. Trotz ihrer Schwangerschaft fliegt sie in die Toskana, wo ihre Eltern ein Ferienhaus besitzen. Im Flugzeug lernt sie einen charmanten Herrn kennen, und da der Flieger erst am späten Abend in Florenz landet, nimmt sie die Einladung des sympathischen Fremden zu einem Abendessen in seinem Palazzo gerne an. Seitdem gibt es von Hannah kein Lebenszeichen mehr. Ihre Familie ist vollkommen verzweifelt, und auch die Polizei ist ratlos. Denn Hannah ist nicht die letzte junge Frau, die in der Toskana spurlos verschwindet."

Über die Autorin:
Sabine Thiesler, geboren und aufgewachsen in Berlin, studierte Germanistik und Theaterwissenschaften. Sie arbeitete einige Jahre als Schauspielerin im Fernsehen und auf der Bühne und schrieb außerdem erfolgreich Theaterstücke und zahlreiche Drehbücher fürs Fernsehen Das Haus am Watt, Der Mörder und sein Kind, Stich ins Herz und mehrere Folgen für die Reihen Polizeiruf 110. hr Debütroman war ein sensationeller Erfolg, und auch all ihre weiteren Thriller standen monatelang auf der Bestsellerliste. Zuletzt bei Heyne erschienen Zeckenbiss.

Eigene Meinung:
Dieser Psychothriller ist packend und spannend von Anfang an. Hannah reist zu ihrer Familie in die Toskana, kommt aber dort nie an. Der Ehemann sucht nach seiner Frau und schaltet die Polizei ein. Doch die Polizei kommt nicht so richtig in die Gänge, da die Vermisste eine erwachsene Frau ist und so richtig fühlt sich auch keine Polizeidienststelle zuständig. In Deutschland nicht, weil sie in der Toskana verschwunden ist und in der Toskana nicht, weil sie in Deutschland gemeldet ist ...

Über verschiedene Erzählperspektiven erfahren wir, was mit Hannah geschehen ist, der sympathische Herr aus dem Flugzeug erzählt seine Geschichte und wir begleiten das Ermittlerteam in der Toskana. Die ständigen Wechsel treiben die Geschichte voran, so dass man das Buch in einem Rutsch durchlesen könnte.

Hier stimmt einfach alles. Die Story hat einen interessanten Plot, gut ausgearbeitete Charaktere und man fühlt so richtig mit den Opfern. Das Gerangel um die Zuständigkeit ist sehr realistisch und dieser leicht schwarze Humor in der Geschichte gefällt mir sehr gut.
"Der Keller" bekommt meine absolute Leseempfehlung.



Freitag, 15. November 2019

Rezension zu "In schwarzen Spiegeln" von Stefán Máni, übersetzt von Karl-Ludwig Wetzig, Thriller, Edition M

Titel: In schwarzen Spiegeln
Autor: Stefan Mani
Übersetzt von: Karl-Ludwig Wetzig
Seitenzahl: 393 Seiten, Taschenbuch (8.10.19)
Isbn Nr. 13-978-29-19806096
Verlag: Edition M
Preis: 9,99 Euro 

Verlagsinfo:

"Das Opfer liegt in einer Blutlache: Ein brutaler Mord erschüttert Reykjavík. Der schweigsame Streifenpolizist Grímsson entdeckt eine Verbindung zu einem mysteriösen Fund in einem Lagerhaus: ein schwarzer Spiegel und ein altes Buch, das dem inhaftierten Anarchisten Aron gehört. Der Mord trägt Arons Handschrift, aber das widerspricht jeder Logik: Wie soll der Täter am Tatort und im Gefängnis zugleich gewesen sein? Als ein zweiter Mord geschieht, kommt Grímsson plötzlich einer Lösung auf die Spur, die ihn nicht nur seinen Job kosten könnte, sondern auch seinen Verstand. Ganz zu schweigen vom Leben seiner Freundin ... "

Über den Autor: 
Mit 17 Jahren schmiss Stefán Máni die Schule und bereiste die Welt, immer auf der Suche nach guten Rock-Konzerten und Abenteuern. Schließlich landete er wieder in Island, wo er in der Fischindustrie seiner Heimatstadt Ólafsvík Arbeit fand und 1996 sein erstes Buch veröffentlichte. In seinen Anfangsjahren als Autor verdiente er sich seinen Lebensunterhalt zusätzlich als Bauarbeiter und Geschirrwäscher, in einer Druckerei und in einer Nervenklinik. Inzwischen wurden 13 seiner Bücher für den Skandinavischen Krimipreis nominiert, sein Buch Das Schiff wurde verfilmt und in vier Sprachen übersetzt. 2007 und 2013 erhielt er den renommierten isländischen Krimipreis. Stefán Máni lebt in Reykjavik.

Eigene Meinung:
Grimsson, ein Streifenpolizist, der gerne bei der Kripo arbeiten würde, entdeckt eine Verbindung zwischen einem brutalen Mord und einem mysteriösen Fund im Lagerhaus. Grimsson ist ein schweigsamer Eigenbrötler, der dem zuständigen Kripobeamten ganz schön auf die Nerven geht mit seinen eigenmächtigen Ermittlungen. Doch Grimsson geht seiner Spur nach und wird immer mehr in den Fall verwickelt.

Trotz interessantem Plot und einem urigen Streifenpolizist, der hier ermittelt, hat mir hier die nötige Spannung gefehlt. Der Autor hat es nicht geschafft, mich zu fesseln. Er schreibt viel zu detailliert und der Schreibstil wirkt irgendwie hölzern.

Ein Thriller ist das nicht, eher ein Kriminalroman und mit den Romanen von Stephen King überhaupt nicht zu vergleichen. 

Mittwoch, 13. November 2019

Rezension zu "Zorn - Band 9 - Tod um Tod" von Stephan Ludwig, Fischer Verlag, Thriller

Titel: Zorn Teil 9 Tot um Tot
Autor: Stephan Ludwig
Seitenzahl: 416 Seiten (TB, 23.10.19)
Isbn Nr. 13-978-3596703876
Verlag: Fischer Verlag
Preis: 10,99 Euro

Verlagsinfo:
"Hauptkommissar Claudius Zorn und der dicke Schröder vor der härtesten Bewährungsprobe ihrer Laufbahn – der neunte Band in der Kult-Thriller-Serie von Bestseller-Autor Stephan Ludwig">An einem lauen Sommerabend findet Donald Piral einen qualvollen Tod. Er wird in seinem Auto gefesselt und mit Löschkalk übergossen. Dann wird die Heizung voll aufgedreht. Als Piral zu schwitzen beginnt, entfaltet der Kalk seine tödliche Wirkung.Hauptkommissar Claudius Zorn ist wenig erfreut, als er zum Tatort gerufen wird. Erst seit kurzem ist er wieder der Chef, was bedeutet, dass er zu seinem Leidwesen die Arbeit nicht mehr auf seinen Kollegen Schröder abwälzen kann. Als Zorn dann noch feststellt, dass er das Mordopfer kannte, ist seine schlechte Laune komplett. Die Umstände, unter denen Zorn Donald Piral vor über 25 Jahren traf, waren alles andere als angenehm. Aber wer hasste Piral so sehr, dass er ihn förmlich hinrichtete?Zorn und Schröder haben noch nicht einmal einen Verdächtigen, als bereits der nächste Mord geschieht. Und eine Spur bei beiden Opfern wird zum Prüfstein für ihre langjährige Freundschaft."

 Über den Autor:
Stephan Ludwig arbeitete als Theatertechniker, Musiker und Rundfunkproduzent. Er hat drei Töchter, einen Sohn und keine Katze. Zum Schreiben kam er durch eine zufällige Verkettung ungeplanter Umstände. Er lebt und raucht in Halle.

Eigene Meinung:
Auch der 9. Band dieser Reihe besticht durch Spannung und Tempo von Anfang an, interessante Figuren, den Schlagabtausch der beiden Kultfiguren Zorn und Schröder und einen raffinierten Fall.

Neben einem spannenden Fall spielen die beiden Kommissare, der unmotivierte Claudius Zorn und der eifrige Schröder eine tragende Rolle, entsprechend erfahren wir wieder sehr viel aus dem Privatleben der beiden.Über Rückblicke erfahren wir, was die Mordopfer gemeinsam haben und was das Motiv des Täters ist.

Mir war zwar schnell klar, um was es hier genau geht, und wer in den Fall noch verwickelt ist, dennoch hielt sich die Spannung bis zum Schluss.

Ich würde auf jeden Fall mit dem ersten Band der Reihe beginnen, da die Bücher aufeinander aufbauen und sich diese Reihe wirklich lohnt.





Mittwoch, 6. November 2019

Rezension zu "So dunkel der Wald" von Michaela Kastel, Emons Verlag, Thriller

Titel: So dunkel der Wald
Autorin: Michaela Kastel
Seitenzahl: 304 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag (15.3.18)
Isbn Nr. 13-978-3-7408-0293-6
Verlag: Emons Verlag
Preis: 18,00 Euro

Verlagsinfo:
"Ronja und Jannik führen ein Leben ohne Zukunft, seit sie als Kinder von einem gewissenlosen Entführer tief in den Wald verschleppt wurden. Eines Tages gerät die Situation außer Kontrolle, und die langersehnte Freiheit ist zum Greifen nahe. Doch was so lange ein Wunschtraum war, erscheint ihnen plötzlich fremd und beängstigend. Und die Jagd auf sie hat bereits begonnen ..."

Über die Autorin:
Michaela Kastel, geboren 1987, studierte sich nach ihrem Schulabschluss an einer katholischen Privatschule quer durch das Angebot der Universität Wien, ehe sie beschloss, Traum in Wirklichkeit zu verwandeln und Schriftstellerin zu werden. Da sie auch abseits des Schreibens von Literatur umgeben sein möchte, arbeitet sie in einer Buchhandlung. Die Filmrechte zu »So dunkel der Wald« wurden vor Erscheinen optioniert.

Eigene Meinung:
Michaela Kastel hat mit "So dunkel der Wald" einen verstörenden, sehr atmosphärischen und von Anfang an fesselnden Thriller geschrieben, der einen nicht mehr los lässt. Erzählt wird über verschiedene Perspektiven, ein Mädchen schildert seine Erlebnisse. Das Mädchen wohnt mit ihrem Papa und weiteren Kindern mitten im Wald. Über ihre Schilderungen erfahren wir andeutungsweise, was in dem Haus im Wald genau passiert. Schon die Andeutungen reichen, das Grauen, das den Kindern widerfährt, entstehen zu lassen..
Ein einem zweiten Handlungsstrang schildert eine Ermittlerin die Suche nach einem vermissten Kind. Sie hat ein Ereignis aus ihrer eigenen Vergangenheit zu bewältigen und ist deshalb sehr einfühlsam.
Tagebucheinträge schildern die Erlebnisse eines Kindes, von dem man raffinierter Weise erst gegen Ende des Buches erfährt, um wen es sich handelt.
Die Story hat mich von Anfang an gefesselt, die Spannung bleibt die ganze Zeit über auf hohem Niveau und auch sprachlich gibt es an dem Buch nichts auszusetzen.  Ein absolutes Lesehighlight, dieses Buch!




Mittwoch, 30. Oktober 2019

Rezension zu "Seelentot" von Anna Simons, Penguin Verlag, Kriminalroman

Titel: Seelentot
Autorin: Anna Simons
Seitenzahl: 464 Seiten, TB, Broschur (14.10.19)
Isbn Nr. 13-978-3-328-10469-8
Verlag: Penguin Verlag
Preis: 10,00 Euro

Verlagsinfo:
"Ihr Beruf: Ärztin. Ihre Patienten: Kriminelle. Ihr neuer Fall: Eine Mauer aus Schweigen.
In der JVA München-Wiesheim wird ein Inhaftierter erhängt aufgefunden. Alles deutet auf Selbstmord hin. Allein Gefängnisärztin Eva, die den Totenschein ausstellen soll, hat Zweifel: Der Mann stand kurz vor der Entlassung, warum sollte er sich gerade jetzt das Leben nehmen? Gemeinsam mit Hauptkommissar Lars Brüggemann beginnt sie zu ermitteln, doch bei den Angestellten der Haftanstalt stößt sie auf Schweigen. Als Eva einen Briefumschlag mit einem Trauerflor in ihrer Post vorfindet und nachts heimlich Dateien von ihrem Computer gelöscht werden, ist klar: Jemand versucht mit allen Mitteln zu verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Und plötzlich kann Eva sogar Lars nicht mehr trauen .."

Über die Autorin: 
Anna Simons ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Autorin, die 1966 in Bergneustadt geboren wurde. Die promovierte Betriebswirtschaftlerin arbeitete viele Jahre bei einer Großbank in Frankfurt. Vor einiger Zeit wechselte sie ins erzählerische Fach: 2008 gewann sie den Women’s Edition Kurzkrimi-Preis, 2015 war sie für den UH!-Literaturpreis des Ulla-Hahn-Hauses in Monheim nominiert. Die Autorin lebt mit Mann und Kindern im Münchner Umland. »Seelentot« ist ihr zweiter Roman um die Gefängnisärztin Eva Hanssen."

Eigene Meinung:
Der zweite Band um die Gefängnisärztin Eva Hanssen (sie hatte im ersten Band noch einen anderen Namen), wird über verschiedene Handlungsstränge erzählt. Aus einer Erzählperspektive berichtet Eva Hanssen,  die davon überzeugt ist, dass es sich beim Tod eines Gefangenen nicht um Selbstmord handelt. Sie fängt an, Fragen zu stellen und ermittelt auf eigene Faust.Über eine weitere Perspektive begleiten wir den Hauptkommissar Lars Brüggemann  und sein Team bei ihrer Ermittlungsarbeit.
Er darf Eva allerdings über die laufenden Ermittlungen nicht informieren. Die Insassen des Gefängnisses sind genauso wenig kooperativ, wie die Direktorin des Gefängnisses und die Mitarbeiter. Die Befragungen sind äußerst schwierig und die Ermittlungen verlaufen sehr stockend.

Die Kombination, eine Gefängnisärztin und ein Hauptkommissar als Ermittler finde ich sehr interessant und außergewöhnlich. Auch das Setting, ein Gefängnis bietet etwas total Neues.

Anna Simons schreibt spannend und fesselnd und scheint für diese Reihe gut recherchiert zu haben.



Montag, 28. Oktober 2019

Rezension zu "Das Geschenk" von Sebastian Fitzek, Droemer Knaur Verlag, Psychothriller

Titel: Das Geschenk
Autor. Sebastian Fitzek
Seitenzahl: 368 Seiten, (gebundene Ausgabe, 23.10.19)
Isbn Nr. 13-978-3-426-28154-3
Verlag; Droemer Knaur Verlag
Preis: 22,99 Euro

Verlagsinfo:
"Milan Berg steht an einer Ampel, als ein Wagen neben ihm hält. Auf dem Rücksitz ein völlig verängstigtes Mädchen. Verzweifelt presst sie einen Zettel gegen die Scheibe. Ein Hilferuf? Milan kann es nicht lesen – denn er ist Analphabet! Einer von über sechs Millionen in Deutschland. Doch er spürt: Das Mädchen ist in tödlicher Gefahr. Als er die Suche nach ihr aufnimmt, beginnt für ihn eine albtraumhafte Irrfahrt, an deren Ende eine grausame Erkenntnis steht: Manchmal ist die Wahrheit zu entsetzlich, um mit ihr weiter zu leben - und Unwissenheit das größte Geschenk auf Erden."

Über den Autor:
Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seit seinem Debüt „Die Therapie“(2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Mittlerweile werden seine Bücher in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet. Er lebt in Berlin. http://www.sebastianfitzek.de

Eigene Meinung:
Der Kleinkriminelle und Analphabet Milan Berg sieht an einer Ampel ein Mädchen in einem Wagen sitzen, das einen Zettel gegen die Scheibe hält. Er kann den Zettel nicht lesen, meint aber zu spüren, dass es sich um einen Hilferuf des Mädchens handelt und verfolgt den Wagen und setzt damit eine Reihe abstruser Ereignisse in Gang.

"Das Geschenk" ist in typischer Fitzek Manier geschrieben. Ein Loser gerät in eine völlig schräge Geschichte und versucht eine Person zu retten. Durch seine Rettungsaktion gerät er immer mehr in Bedrängnis. Während der Story wird alles immer noch mysteriöser und geheimnisvoller. Der Autor schreibt gewohnt temporeich und einfach. Die Geschichte ist voller Action, Verfolgungsjagden, voller schräger Gestalten und einfach und schnell zu lesen. "Das Geschenk" ist mit einem Comic ohne Bildern zu vergleichen, ab und an scheint auch der schwarze Humor des Autoren durch.
Ein bisschen mehr Spannung hätte es hier aber sein dürfen.


Mittwoch, 23. Oktober 2019

Mein Besuch auf der Frankfurter Buchmesse am Freitag, 18.10.19

Auch in diesem Jahr hatte ich einen Tag auf der Frankfurter Buchmesse eingeplant. Der Zug hatte diesmal natürlich wieder Verspätung. Es ist traurig, dass es in jedem Jahr irgendwelche Probleme mit der Bahn gibt. Bei der Rückfahrt hatte ich Glück. Mein Zug war der Einzige, der pünktlich abgefahren ist - er ist allerdings auch in Frankfurt gestartet. Alle anderen Züge hatten Verspätung.

Termine hatte ich keine ausgemacht. Ich genieße diesen Tag mit Freunden zu verbringen.
Hier einige Eindrücke von der Messe:


Kleine Pause im ARD Forum Cafe


Kennt ihr den? Bella B. von den Ärzten. Der hat wohl auch ein Buch geschrieben. Mit dem Promi-Bonus wird er das auch sicher gut verkaufen.



Ellin Carsta liest aus ihrem neuen, historischen Roman.
Sebastian Fitzek signiert seine Bücher. Die Schlange ist lang. Leider hatte er sein neues Buch noch nicht dabei, nur eine Leseprobe.


Diesen Roman möchte ich euch empfehlen. Ich oute mich als Frida Kahlo Fan :).

Als Zorn-Fan der ersten Stunde habe ich mich gefreut, einen neuen Band dieser Kult-Reihe auf der Messe zu entdecken.

Der Spaß steht auf der Messe einfach im Vordergrund


Rita Falk beim Signieren. Ich mag die Verfilmung ihrer Romane total. Gelesen habe ich leider noch keinen ihrer Krimis.

Die ARD-Box hat uns diesmal eine Gastrolle im Vorspann vom Tatort angeboten:




Rezension zu "Die Schokoladenvilla 2 - goldene Jahre" von Maria Nikolai, Penguin Verlag, historischer Roman

Titel: Die Schokoladenvilla
Autorin: Maria Nikolai
Seitenzahl: 720 Seiten, (Klappenbroschur, 14.10.19)
Isbn Nr. 13-978-3-328-10406-3
Verlag: Penguin Verlag
Preis: 10,00 Euro


Verlagsinfo:
"Eine Zeit voller Verführungen. Eine Familie, die ihren Traum retten muss.

Stuttgart, 1926: Die junge, abenteuerlustige Serafina zieht zu ihrem Halbbruder Victor in dessen prächtiges Familienanwesen, das alle nur »Die Schokoladenvilla« nennen. Denn die Rothmanns sind weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt für ihre feinen Schokoladenkreationen, von denen sich auch Serafina nur zu gern verführen lässt. Mit ganzem Herzen stürzt sie sich in die Verlockungen der aufregenden neuen Zeit, und als sie den attraktiven Anton kennenlernt, verliebt sie sich Hals über Kopf. Doch Anton ist im Begriff, sich mit einer anderen zu verloben. Derweil wird das Schokoladenimperium der Rothmanns durch heimtückische Sabotageakte bedroht – und Serafina von einem dunklen Kapitel ihrer Vergangenheit eingeholt .."

Über die Autorin:
Maria Nikolai liebt historische Stoffe, zarte Liebesgeschichten und Schokolade. Mit ihrem Debüt »Die Schokoladenvilla« schrieb sie sich in die Herzen ihrer Leserinnen und stand monatelang auf der Bestsellerliste. »Die Schokoladenvilla: Goldene Jahre« ist der zweite Teil der großen Bestsellertrilogie rund um die Stuttgarter Fabrikantenfamilie Rothmann.

Eigene Meinung:
Teil 1 der Trilogie um die Schokoladenfabrik der Familie Rothmann hatte mich schon total begeistert,  so dass ich mich auf den 2. Teil dieser Saga gefreut habe.

Der 2. Teil beginnt 1926 in Stuttgart. Zu den bekannten Figuren, den immer zu Streichen aufgelegten Zwillingen Anton und Karl, sowie ihrer Schwester Judith, kommt die junge Frau Serafina hinzu. Die Zwillinge sind inzwischen junge Männer geworden. Judith hat noch eine Tochter bekommen, die 10 jährige Vicky. Serafina, die nach dem Tod ihres Vaters zu ihrem Halbbruder Victor und dessen Familie ziehen muss, ist eine interessante, sehr sympathische Protagonistin, die ein dunkles Geheimnis zu haben scheint.

Der zweite Teil dieser Saga ist genauso fesselnd geschrieben, wie der erste Teil. Das Geheimnis der Protagonistin Serafina und die Sabotage in der Schokoladenfabrik bringen Spannung ins Geschehen., obwohl ich sehr schnell ahnte, wer hinter den Sabotageakten stecken könnte.

Man erfährt so nebenbei, viel über das interessante, lebensfrohe Leben in den Zwanzigern. Einen kleinen Einblick erhalten wir auch über das Leben der Arbeiter über die Familie einer Freundin von Vicky.
Hilfreich ist die Auflistung der vielen Personen am Ende der Geschichte.

Ich bin auf den dritten Teil dieser fesselnd erzählten, gut recherchierten Saga schon sehr gespannt. Ich empfehle euch, mit dem ersten Teil zu beginnen. Beide Teile sind sehr schnell gelesen.







Mittwoch, 16. Oktober 2019

Rezension zu "Sterbekammer" von Romy Fölck, Bastei Lübbe Verlag, Kriminalroman

Titel: Sterbekammer
Autorin: Romy Fölck
Seitenzahl: 430 Seiten, Hardcover, (30.9.19)
Isbn Nr.: 13-978-3-7857-2654-9
Verlag: Bastei Lübbe Verlag
Preis: 20,00 Euro


Verlagsinfo:
"In einer abgelegenen Deichmühle wird die Leiche eines alten Mannes gefunden, der als starrköpfiger Eigenbrötler bekannt war. Als Polizistin Frida Paulsen in der Mühle auf eine verdeckte Bodenklappe stößt, ist sie zutiefst erschüttert, denn die Tür führt zu einer Kammer, die wie ein Gefängnis anmutet.Ihr Kollege Bjarne Haverkorn erinnert sich an eine junge Frau, die vor Jahren spurlos in der Marsch verschwand. Alles deutet darauf hin, dass die Entführte in der Kammer gefangen gehalten wurde ..."

Über die Autorin: 
ROMY FÖLCK wurde 1974 in Meißen geboren. Sie studierte Jura, ging in die Wirtschaft und arbeitete zehn Jahre für ein großes Unternehmen in Leipzig. Mit Mitte dreißig entschied sie, ihren großen Traum vom Schreiben zu leben. Sie kündigte Job und Wohnung und zog in den Norden. Mit ihrem Mann lebt sie heute in einem Haus in der Elbmarsch bei Hamburg, wo ihre Romane entstehen. Ihre Affinität zum Norden kommt nicht von ungefähr, verbrachte doch ihr Vater seine ersten Lebensjahre in Ostfriesland. TOTENWEG ist der erste Band ihrer Krimiserie um die beiden Ermittler Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn.

Eigene Meinung:
Auch der 3. Fall von Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn ist fesselnd von der ersten Seite an, atmosphärisch dicht erzählt und die Spannung steigert sich von Seite zu Seite, obwohl wir sehr viel aus dem Privatleben der beiden Ermittler erfahren. Das stört hier überhaupt nicht, denn auch das Privatleben von Frida und Bjarne ist interessant und spannend. Frida und Bjarne sind beide interessante Personen, die man im Laufe der Zeit richtig ins Herz schließt. Frida hat es nicht leicht, denn der neue Vorgesetzte hat sich auf die sympathische Ermittlerin eingeschossen. Bisher ist mir ihr neuer Chef nicht sehr sympathisch.

Wir begleiten das Ermittlerteam bei ihrer Ermittlungsarbeit. Viele Spuren haben sie nicht und manchmal ist ein gutes Auge gefragt, um auf den nächsten Hinweis zu kommen. Das hat Frida und so entdeckt sie manche Spuren, die die Spusi übersehen haben.

Zum Ende hin steigert sich die Spannung und das Tempo, so dass man das Buch am Besten nicht mehr aus der Hand legt. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall von Frida und Bjarne.

Ich würde euch unbedingt dazu raten, mit dem 1. Fall des Ermittlerteams zu beginnen, um Frida und Bjarne richtig kennenzulernen.

"Sterbekammer" kann ich euch nur empfehlen.


Mittwoch, 9. Oktober 2019

Rezension zu "" von Petra Hammesfahr, Diana Verlag, Roman

Titel: Das Mädchen Jannie
Autorin: Petra Hammesfahr
Seitenzahl: 512 Seiten (Hardcover mit Schutzumschlag (19.8.19)
Isbn Nr. 13-978-3-453-29238-3
Verlag:  Diana Verlag
Preis: 20,00 Euro

Verlagsinfo:
"Vom Großvater an Miro verkauft, zieht die elternlose Jannie mit einigen Frauen bettelnd über Land. Sie weiß nicht, ob sie zehn oder schon elf Jahre alt ist, aber sie weiß von Kindern, die in feinen Häusern arbeiten müssen, weil sie für den Straßenstrich zu jung sind. Während Kommissar Klinkhammer sich bemüht, Licht ins Dunkel um sieben verscharrte Kinderleichen zu bringen, gelingt Jannie die Flucht. Sie wird von Dieter auf seinem einsamen Hof aufgenommen und kümmert sich liebevoll um dessen Mutter. Die alte Frau liegt gelähmt und stumm im Bett, mit Augenzwinkern versucht sie Jannie begreiflich zu machen, in welcher Gefahr sie. Doch Jannie kennt keine Morsezeichen ..."

 Über die Autorin:
 Petra Hammesfahr wurde mit ihrem Bestseller »Der stille Herr Genardy« bekannt. Seitdem erobern ihre Spannungsromane die Bestsellerlisten, werden mit Preisen ausgezeichnet und erfolgreich verfilmt, wie auch »Die Sünderin«. Der Roman wurde unter dem Titel »The Sinner« mit Jessica Biel in der Hauptrolle als erfolgreiche US-Fernsehserie produziert und läuft derzeit weltweit auf Netflix.

Eigene Meinung:
Kommissar Klinkhammer bekommt es in seinem neuen Fall mit einem kniffligen Fall zu tun. Sieben Kinderleichen wurden im Wald verscharrt. Von dem Täter keine Spur.

Ein zweiter Erzählstrang dreht sich um das Mädchen Jannie, das von ihrem Großvater an den Bettlerchef Miro verkauft wurde, und bei Wind und Wetter in dünner Kleidung betteln gehen muss. Sie entkommt der Bettlerbande und versteckt sich auf dem einsamen Hof von Dieter. Der lebt mit seiner pflegebedürftigen Mutter dort und schreibt knallharte Thriller. Mit Jannie hat er etwas ganz Besonderes vor.

Ein dritter Erzählstrang handelt von einem Bestsellerautor und einer Bloggerin, die ihn fördert.

Ich mag den Erzählstil von Petra Hammesfahr sehr gerne. Sie schreibt sehr detailliert und sehr atmosphärisch. Hier hat sie ein interessante Geschichte kreiiert.

Das Mädchen Jannie ist eine sympathische Protagonistin, die Bloggerin Gina ist eine unsympathische Person und Dieter ein durchgeknallter Psychopath. Die Personen sind also durchaus interessant und lassen auf einen spannenden Krimi hoffen.

Allerdings konnte mich "Das Mädchen Jannie" nicht wie gewohnt fesseln. Obwohl der Klappentext sehr spannend klang und die Thematik interessant ist, hat hier eine gewisse Grundpannung gefehlt. Die Story plätschert so dahin.






Mittwoch, 2. Oktober 2019

Rezension zu "Das Kino am Jungfernstieg" von Micaela Jary, Goldmann Verlag, Roman

Titel: Das Kino am Jungfernstieg
Autorin: Micaela Jary
Seitenzahl: 368 Seiten, Paperback, Klappenbroschur, (15.7.19)
Isbn Nr. 13-978-3-442-48848-3
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 13,00 Euro
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Verlagsinfo:
" Band 1 der großen Kino-Saga aus der deutschen Nachkriegszeit. November 1946: Die Film-Cutterin Lili Paal kehrt aus Berlin in ihre Heimatstadt Hamburg zurück. In der im Krieg zerbombten Innenstadt besitzt ihre Mutter ein ehemals glamouröses, nun wenig erfolgreiches Kino, das Lilis Halbschwester Hilde und deren Mann unbedingt schließen möchten. Lili will keinesfalls aufgeben, wurde im elterlichen Lichtspielhaus doch ihre Leidenschaft für den Film geweckt. Gleichzeitig sucht sie nach den Negativen eines im Krieg verschollenen Streifens, den sie restaurieren möchte. Dabei lernt Lili sowohl den smarten britischen Offizier John Fontaine als auch den charismatischen Regisseur Leon Caspari kennen. Bringt der gesuchte Film Licht in einen mysteriösen Todesfall, der Lili mehr betrifft, als sie ahnt?"

Über die Autorin:
Micaela Jary stammt aus Hamburg und wuchs im Tessin auf. Bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen widmete, arbeitete sie als Journalistin. Nach vielen Jahren in Paris lebt sie heute mit Mann und Hund in Berlin, München und nahe Rostock. Unter dem Pseudonym Michelle Marly schreibt sie Bestseller über berühmte Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. »Das Kino am Jungfernstieg« ist ihr bisher persönlichstes Buch: In ihrem Elternhaus gingen die Stars des deutschen Films ein und aus, denn Micaela Jary ist die Tochter des berühmten Filmkomponisten Michael Jary.

Eigene Meinung:
Der Auftakt der Trilogie handelt von der Cutterin Lili, die von Berlin nach Hamburg reisen muss, weil ihre Mutter krank ist. Sie benötigt dafür einen Interzonenpass, den man nicht so einfach und schnell bekommt. Der britische Offizier John Fontaine hilft ihr, weil Lilli ihm einige verschollene Filmrollen beschaffen soll. Lilis Mutter lebt bei ihrer Halbschwester und deren Familie. Ihr Schwager möchte das Lichtspielhaus ihrer Familie schließen. Lili ist davon überhaupt nicht begeistert ..

Durch diesen fesselnd erzählten Roman von Micaela Jary bekommen wir einen interessanten Einblick in das Leben in Deutschland kurz nach dem 2. Weltkrieg.

Die Autorin hat interessante Charaktere erschaffen. Lili ist sehr sympathisch. Sie lebt ihr eigenes Leben in Berlin, soll sich aber um ihre Mutter in Hamburg kümmern, die bei ihrer Halbschwester Hilde lebt.

Hilde und ihr Mann sind nicht sehr sympathisch. Sie können Lili überhaupt nicht leiden und wollen sie schnell wieder los haben. Hildes Tochter Gesa, die von einer Schauspielkarriere träumt, bewundert Lili und kümmert sich um die Großmutter.

Die beginnende Liebesgeschichte zwischen Lili und John bringt Romantik und Spannung in die Geschichte. Lili ist schließlich verheiratet und ihr Mann befindet sich in Kriegsgefangenschaft.

Ein Ereignis, auf das ich nicht näher eingehen möchte, bringt eine unvorhergesehene Wendung ins Geschehen.

Schade, dass die Story mit einem Cliffhanger endet und wir auf die Fortsetzung ein Jahr warten müssen. Bis dahin weiß ich sicher nichts mehr über die Geschichte.

 
 



Montag, 23. September 2019

Rezension zu "Todesmal" von Andreas Gruber, Goldmann Verlag, Thriller


Titel: Todesmal
Autor: Andreas Gruber
Seitenzahl: 592 Seiten, TB, Klappenbroschur, (19.8.19)
Isbn Nr. 13-978-3-442-48656-4
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 10,99 Euro

Verlagsinfo: 
"Eine geheimnisvolle Nonne betritt das BKA-Gebäude in Wiesbaden und kündigt an, in den nächsten 7 Tagen 7 Morde zu begehen. Über alles Weitere will sie nur mit dem Profiler Maarten S. Sneijder sprechen. Doch der hat gerade gekündigt, und so befragt Sneijders Kollegin Sabine Nemez die Nonne. Aber die schweigt beharrlich – und der erste Mord passiert. Jetzt hat sie auch Sneijders Aufmerksamkeit. Und während die Nonne in U-Haft sitzt, werden Sneijder und Nemez Opfer eines raffinierten Plans, der gnadenlos ein Menschleben nach dem anderen fordert und dessen Ursprung in einer grausamen, dunklen Vergangenheit liegt …"

Über den Autor:
Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie in Grillenberg in Niederösterreich. Mit seinen bereits mehrfach preisgekrönten Romanen steht er regelmäßig auf der Bestellerliste. Weitere Infos auf : www.agruber.com  oder http://www.facebook.com/Gruberthriller.


Eigene Meinung: 
Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder haben es auch diesmal wieder mit einem sehr merkwürdigen Fall zu tun. Eine Nonne taucht im BKA Wiesbaden auf und möchte nur mit Maarten S. Sneijder sprechen, was schwierig ist, weil der gerade gekündigt hat. Das Ermittlungsteam ist zwar immer auf der richtigen Spur und versucht die vermeintlichen Opfer zu retten, kommt aber immer etwas zu spät. 

Auch der 5. Fall von Nemez und Sneijder ist sehr spannend, temporeich und fesselnd geschrieben. Die Morde sind sehr bizarr und der Fall sehr, sehr rätselhaft.

Mir gefällt das ungewöhnliche Ermittlungsteam Nemez und Sneijder. Der Profiler bleibt zwar ein schräger, kauziger Typ, wird jedoch von Fall zu Fall sympathischer. Ich mag die Dialoge, die sich der Profiler mit seinen Vorgesetzten, sowie sämtlichen Figuren in diesem Fall liefert.

Viele Wendungen und Überraschungen machen diesen Thriller zu einem Pageturner. Ich bin schon auf den nächsten Fall von diesem Ermittlungsteam gespannt.



Mittwoch, 18. September 2019

Rezension zu "Freak City Hexenkessel von Martin Krist, Neopubli Verlag, Thriller

Titel: Freak City Hexenkessel
Autor: Martin Krist
Seitenzahl: 222 Seiten, (TB, 3. Auflage, 13.11.18)
Isbn Nr. 13-978-3-746779751
Verlag: Neopubli GmbH
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
"Patsy und Milo wollen an das große Geld. Doch nicht nur der rechtmäßige Besitzer hat was dagegen, sondern auch ein Mörder, der seit Wochen seine blutige Spur durch die Stadt zieht. Pearl, Ermittler wider Willen, muss indes eine Broadway-Diva aufspüren. Doch weder die Cops noch die Familie hegen daran großes Interesse. Schon bald gerät er selbst ins Visier ...

Welcome to FREAK CITY. Noch härter. Noch abgründiger. Die neue Serie von Martin Krist. Jede Episode in sich abgeschlossen."

Über den Autor:
Martin Krist, geboren 1971, lebt als Schriftsteller in Berlin. Er arbeitete viele Jahre als leitender Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften. Seit 1997 ist er als Schriftsteller tätig. Nach mehr als 30 Sachbüchern, darunter die Biografie über die Hamburger Kiez-Ikone Tattoo-Theo, die Punk-Diva Nina Hagen, den Rap-Rüpel Sido und die Grunge-Ikone Kurt Cobain schreibt er seit 2005 Krimis und Thriller.

Eigene Meinung:
Für den Flug nach Seattle war dieses E-book genial und hatte genau die richtige Länge. Es hat mich so richtig auf die USA eingestimmt.

Diese neue Reihe von Martin Krist spielt in New York.

Pearl, ein etwas zwielichtiger, nicht unsympathischer Typ, den ich nicht so recht einzuordnen weiß, ist einer der Protagonisten. Was man über ihn erfährt, macht neugierig auf seine Geschichte.
Sicherlich wird er in den Fortsetzungen auftauchen und wir erfahren mehr über diesen geheimnisvollen Typen.
Eine weitere Hauptfigur ist Patsy, die etwas naiv ist und von einem neuen Leben mit ihrer Tochter träumt. Patsy schlittert von einer ausweglosen Situation in die nächste, so dass ich ihr oft zu Hilfe eilen wollte, mitgefiebert habe, ob sie alles wieder in den Griff bekommen würde und Mitleid mit ihr hatte.
Die Figuren allesamt haben mich vollkommen überzeugt.

Die Story ist action- und temporeich, total spannend und fesselnd geschrieben. Auch der manchmal etwas schwarze Humor in der Story hat mir total gut gefallen. Ich freue mich schon auf die nächste Folge dieser genialen Reihe.

Donnerstag, 22. August 2019

Rezension zu Das Haus der Verlassenen" von Emily Gunis, übersetzt von Carola Fisher, Heyne Verlag, Roman

Titel: Das Haus der verlassenen
Autorin: Emily Gunis
übersetzt von: Carola Fischer
Seitenzahl: 400 Seiten (Hardcover mit Schutzumschlag, 18.3.19)
Isbn Nr. 13-978-3-453-27212-5
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 20,00 Euro 

Verlagsinfo:
 "Sussex, 1956. Als die junge Ivy Jenkins schwanger wird, schickt ihr liebloser Stiefvater sie fort – ins St. Margaret's Heim für ledige Mütter. Sie wird den düsteren, berüchtigten Klosterbau nie mehr verlassen ... Sechzig Jahre später stößt die Journalistin Sam in der Wohnung ihrer Großeltern auf einen flehentlichen Brief Ivys. Er ist an den Vater ihres Kindes adressiert – aber wie ist er in den Besitz von Sams Großvater gelangt? Sam beginnt die schreckliche Geschichte von St. Margaret's zu recherchieren. Dabei stößt sie auf finstere Geheimnisse, die eine blutige Spur bis in die Gegenwart ziehen. Und die tief verstrickt sind mit ihrer eigenen Familiengeschichte."

Über die Autorin: 
Emily Gunnis arbeite lange beim Fernsehen, unter anderem als erfolgreiche Drehbuchautorin. "Das Haus der Verlassenen" ist ihr Debütroman. Die Tochter der internationalen Bestsellerautorin Penny Vincenzi lebt mit ihrer Familie im südenglischen Sussex.

Eigene Meinung:
Dieser Debütroman von Emily Gunis wird über zwei Zeitebenen erzählt. Die alleinerziehende Journalistin Sam findet im Haus ihrer Großmutter, bei der sie momentan lebt, Briefe von einer Frau namens Ivy. Sam fängt an zu recherchieren, wer die Briefe geschrieben hat, wie sie zu ihrer Großmutter gelangt sind und sie wittert eine Story. Ihre Nachforschungen führt sie zu einem Heim St. Margaret's, das in wenigen Tagen abgerissen werden soll. Dabei stößt sie auf schreckliche Geheimnisse.
Ivy's Briefe führen uns in die Vergangenheit. Ivy wurde, wie wohl bis in die 60er Jahre viele junge Mädchen in Irland und Großbritannien, in ein Mutter-Kind-Heim gebracht. Dort wurden wohl ledige junge Mütter schwerer, körperlicher Arbeit gezwungen. Über die Briefe und über Rückblicke in die Zeit, als Ivy in diesem Heim lebte, erfahren wir Ivys unfassbares Leid.

Die Autorin hat wohl sehr gut über diese Heime, die es wirklich gegeben hat, recherchiert, was das Buch sehr spannend macht.

Das Buch ist spannend und fesselnd geschrieben, man leidet mit den jungen Frauen. Das Buch könnte man auch als Krimi bezeichnen, da für Sam ihre Recherche immer persönlicher und gefährlicher wird.

Allerdings wird es zum Ende hin immer unglaubwürdiger. Als eine bestimmte Person ins Spiel kommt, wirkt die Story doch etwas zu konstruiert.




Freitag, 16. August 2019

Rezension zu "Nordlicht - Die Tote am Strand " von Anette Hinrichs, Blanvalet Verlag, Kriminalroman

Titel: Nordlicht die Tote vom Strand
Autorin: Anette Hinrichs
Seitenzahl: 432 Seiten, Klappenbroschur, TB,  (15.4.19)
Isbn Nr. 13-978-3-7341-0722-1
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo: 

"Zwei Länder, zwei Ermittler, ein mysteriöser Mord. Der erste Fall für das deutsch-dänische Ermittlerteam Boisen & Nyborg Im beschaulichen Küstenort Kollund an der deutsch-dänischen Grenze wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Erschossen am Strand. Die Tote wird als Liva Jørgensen identifiziert, die zwölf Jahre zuvor spurlos verschwand. Jetzt stellt sich heraus, dass Liva jahrelang unter falschem Namen in Deutschland gelebt hat. Was ist damals wirklich geschehen? Vibeke Boisen, gerade frisch als Leiterin der Flensburger Mordkommission angetreten, und ihr Kollege Rasmus Nyborg von der dänischen Polizei rollen den alten Fall wieder auf und stechen damit in ein gefährliches Wespennest ..."

Über die Autorin: 
Anette Hinrichs ist als geborene Hamburgerin ein echtes Nordlicht. Ihre Leidenschaft für Krimis wurde im Teenageralter durch Agatha Christie entfacht und weckte in ihr den Wunsch, eines Tages selbst zu schreiben. Heute lebt sie als freie Autorin mit ihrer Familie im Raum München. Ihre Sehnsucht nach ihrer alten Heimat lebt sie in ihren Küstenkrimis und zahlreichen Recherchereisen in den hohen Norden aus. „NORDLICHT – Die Tote am Strand“ ist ihr erster Kriminalroman bei Blanvalet.

Eigene Meinung:
Vibeke Boisen ist nach Flensburg zurückgezogen um die Leitung der dortigen Mordkomission zu übernehmen. Sie ist noch am Renovieren, als sie zu einem Mordfall an einer jungen Frau am Strand von Kollund gerufen wird. Da sich das Örtchen an der deutsch-dänischen Grenze befindet, wird auch Rasmus Nyborg von der dänischen Ermittlungsbehörde zum Fall gerufen. Die beiden total verschiedenen Ermittler bilden zusammen ein Team, um einen sehr verzwickten Fall zu lösen. Denn die tote, junge Frau war 12 Jahre lang verschollen und hat unter einem falschen Namen in Deutschland gelebt.

Das Krimidebüt von Anette Hinrichs hat mich total begeistert. Ihre Ermittler sind interessante Charaktere, die wir so nach und nach in diesem Krimi kennenlernen. Rasmus und Vibeke haben keinen einfachen Fall zu lösen, was die Geschichte sehr spannend macht, denn wir begleiten die beiden bei ihren Ermittlungen.
Ich hatte den Eindruck, der Fall wird immer mysteriöser und verzwickter, ein Politiker und ein Rechtsanwalt, der Kariere machen will, sind darin verwickelt und auch die Familie der Toten hat Einiges zu verbergen.
So nebenbei erfahren wir viel über die Gegend von Flensburg und über den Lebensstil unserer dänischen Nachbarn.

Ich bin gespannt auf weitere Fälle dieses interessanten Ermittlungsteams.




Dienstag, 13. August 2019

Rezension zu "Der Kinderflüsterer" von Alex North, übersetzt von Leena Flegler, Blanvalet Verlag, Spannungsroman


Titel: Der Kinderflüsterer
Autor: Alex North
Übersetzt von: Leena Flegler
Seitenzahl: 448 Seiten, (Paperback, 29.07.19)
Isbn Nr. 13-978-3-7645-0710-7
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 13,00 Euro


Verlagsinfo: 
"Nach dem plötzlichen Tod seiner geliebten Frau will Tom Kennedy mit seinem kleinen Sohn Jake neu anfangen. Ein neuer Start, ein neues Haus, eine neue Stadt – Featherbank. Doch der beschauliche Ort hat eine düstere Vergangenheit. Vor zwanzig Jahren wurden in Featherbank fünf Kinder entführt und getötet. Der Mörder wurde unter dem Namen »Kinderflüsterer« bekannt und schließlich gefasst.
Die alten Geschichten interessieren Tom und Jake nicht. Als jedoch ein kleiner Junge verschwindet, machen Gerüchte die Runde, dass der Täter von damals einen Komplizen gehabt habe. Und Jake beginnt, sich merkwürdig zu benehmen. Er sagt, er höre ein Flüstern an seinem Fenster …"

Über den Autor:
Alex North, geboren und aufgewachsen in Leeds, England, studierte Philosophie und arbeitete nach seinem Abschluss an der Fakultät für Soziologie und Sozialpolitik. Insgeheim hegte er aber immer den Wunsch zu schreiben. Auf die Idee zu seinem Roman »Der Kinderflüsterer« brachte ihn ein merkwürdiger Ausspruch seines kleines Sohnes, der sagte, er wolle mit einem »Jungen im Boden« spielen. Alex North lebt bis heute in seiner Heimatstadt Leeds, inzwischen mit seiner Frau, dem gemeinsamen Sohn und zwei Katze.

Eigene Meinung:

Der Autor erzählt über verschiedene Personen. Ein Erzählstrang übernimmt der Ermittler, der seit über 20 Jahren an dem Fall arbeitet, denn eines der vermissten Kinder ist nicht aufgetaucht. Ein weiterer Erzählstrang übernimmt der Vater Tom Kennedy, ein Schriftsteller, der mit seinem kleinen Sohn Jake ein neues Leben in Featerbanks anfangen möchte. Der Vater erzählt aus der Ich-Perspektive. Jake übernimmt einen weiteren Handlungsstrang und die Sichtweise des kleinen Jungen ist sehr interessant erzählt. Auch der Täter kommt zu Wort.

Das Debüt von Alex North hat mich total überzeugt. Von Anfang an ist die Story spannend und fesselnd erzählt. Eine ständige, unterschwellige Spannung ist die ganze Zeit fast körperlich spürbar. Ich fand die Geschichte um den Kinderflüsterer auch etwas unheimlich.

Wer auf unterschwellige Spannung ohne großes Blutvergießen und ohne viel Action, dafür mit um so mehr Atmosphäre steht, sollte das Buch lesen. Zum Ende dreht der Autor noch einmal an der Spannungsschraube. Auch einige Überraschungen und Wendungen hält Alex North parat.


 



Mittwoch, 7. August 2019

Rezension zu "Der beste Freund" von Roy Jacoby, Independently Published, Psychothriller,

Titel: Der beste Freund
Autor: Roy Jacoby
Seitenzahl: 242 Seiten, (TB, 4.3.19)
Isbn Nr. 13-978-1795478151
Verlag: Independently published
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:

"Was würdest du tun, wenn du deinen besten Freund bei einem Mord beobachtest? Ihn zur Rede stellen? Zur Polizei gehen? Oder an deinem Verstand zweifeln?Diesen Fragen muss sich Rick Ender stellen, als er Zeuge wird, wie sein bester Freund Sebastian eine Frau in seiner eigenen Küche tötet. Am nächsten Tag zeugt nichts vom brutalen Mord, als wäre die grauenhafte Szene einem Albtraum entsprungen. Seine letzte Rettung ist der Gang, zu einer Psychologin. Doch nach der ersten Therapiesitzung überschlagen sich die Ereignisse und er wird in einen Strudel aus Gewalt und Lügen gerissen. Sein Leben gerät in Gefahr und Rick muss sich seiner Vergangenheit stellen. Wird die Wahrheit ihn retten?"

Über den Autor: 
Was wäre wenn? Das ist die erste Frage, die sich der Autor stellt, bevor er einen neuen Thriller anfängt. So ist es auch bei seinem Debüt, Der beste Freund, gewesen. Was wäre, wenn ich meinen besten Freund bei einem Mord überraschen würde. Die Beantwortung dieser Frage wird eine Tortur für den Protagonisten und der Leser ist hautnah dabei. Roy Jacoby wurde 1966 in Berlin geboren. Von Kindheit an, war er kreativ unterwegs. Er sang in einem Chor, versuchte sich als Magier und war Mitglied einer Theatergruppe. Statt dann Schauspieler zu werden, wurde er Zerspaner (Dreher), obwohl er handwerklich eine vollkommene Niete war. Nach 10 Jahren Busfahrer bei der BVG, hatte er endgültig die Schnauze voll und ging in die IT. Im Juli 2018 las er eine von Sebastian Fitzeks Danksagungen und fand viele Parallelen zu sich selbst. Vor allem seine Frau stachelte ihn an, doch mal selber einen Thriller zu schreiben. Das tat er dann auch, die Idee zum Psychothriller Der beste Freund war geboren. Als er dann Die Falle von Melanie Raabe las, war es um ihn geschehen. So wollte er auch schreiben.Das wird er jetzt bis zu seinem Lebensende tun, SCHREIBEN.

Eigene Meinung:
Rick Ender wacht eines nachts auf und beobachtet, wie sein bester Freund Sebastian in seiner Küche eine Frau tötet. Hatte er einen Albtraum? Oder dreht er langsam durch? Er kann keine Spuren eines Mordes in seiner Küche feststellen ..

Das Debüt von Roy Jacoby habe ich bei einem Gewinnspiel gewonnen.
Der Klappentext klang richtig spannend. Manchmal ist es ja nur der Klappentext, der spannend ist, in diesem Fall jedoch ist die Story richtig spannend. Ich war von Anfang an gefesselt von der Geschichte und sofort mitten im Geschehen.
Roy Jacoby schreibt kurze Szenen, was der Geschichte Spannung und Tempo gibt.

Mit Rick Ender bekommt man Mitleid, was der arme, sympathische Kerl so alles ertragen muss.

Roy Jacobys Psychothriller bietet neben hohem Tempo, viel Action, Spannung und einige überraschende Wendungen, so dass das Kopfkino läuft und ich das Buch an einem Sonntagnachmittag gelesen hatte. Diesen Psychothriller empfehle ich euch gerne.




Sonntag, 4. August 2019

Rezension zu "R. I. P. von Yrsa Sigurdardóttir, übersetzt von Anika Wolff, BTB Verlag, Thriller

Titel: R. I. P. 3. Fall von Huldar und Freyja
Autorin: Yrsa Sigurdardóttir 
übersetzt von: Anika Wolff
Seitenzahl: 448 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, (24.6.19)
Isbn Nr. 13-978-3-442-75665-0
Verlag: BTB Verlag
Preis: 20,00 Euro


Verlagsinfo:

"Er mordet kalt und brutal: Zwei Jugendliche sind seine Opfer. Über Social Media müssen Freunde deren letzte qualvolle Minuten mitansehen. Und dieser Mörder ist noch nicht fertig: Ein weiterer Junge wird vermisst. Was verbindet die Jugendlichen? Wer glaubt, sie verdienten den Tod? Und kann der Junge noch gerettet werden?Huldar und sein Team ermitteln. Auch Psychologin Freyja wird wieder in die Untersuchungen einbezogen, trotz anfänglichen Widerwillens. Gemeinsam müssen sie den gnadenlosen Mörder finden, bevor er wieder zuschlägt... "

Über die Autorin: 
Yrsa Sigurdardóttir, geboren 1963, ist eine vielfach ausgezeichnete Bestsellerautorin, deren Spannungsromane in über 30 Ländern erscheinen. Sie zählt zu den "besten Kriminalautoren der Welt" (Times). Sigurdardóttir lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Reykjavík. Sie debütierte 2005 mit "Das letzte Ritual", einer Folge von Kriminalromanen um die Rechtsanwältin Dóra Gudmundsdóttir. DNA ist Start einer neuen Serie um die Psychologin Freyja und Kommissar Huldar von der Kripo Reykjavik.

Eigene Meinung:

Das Thema, das die Autorin für den dritten Teil der Reihe um den Ermittler Huldar und die Psychologin Freyja ausgesucht hat, Mobbing ist hochaktuell und ich hatte daher einen spannenden Thriller erwartet.

Allerdings würde ich diese Story nicht als Thriller bezeichnen, eher als Krimi.
So richtig gepackt hat mich die Geschichte nicht. Es fehlt an Spannung und ich hatte das Gefühl, dass die Übersetzung nicht so ganz gelungen ist. Manche Sätze klingen hölzern.

Huldars Ermittlungen verlaufen schleppend, Kommissar Zufall kommt dem Team oft zu Hilfe, auch Freyja ist bei den Ermittlungen behilflich. Wir erfahren wieder sehr viel Privates über die beiden. Die Ermittlungen werden von Streitereien zwischen den Teammitgliedern und Machtgerangel behindert.

Die beiden Figuren Huldar und Freyja haben mich in diesem Krimi nicht überzeugen können.

Trotz einiger Überraschungen und Wendungen handelt es sich hier um einen eher durchschnittlichen Krimi.

 

Montag, 29. Juli 2019

Rezension zu "Dunkelsommer" von Stina Jackson, übersetzt von Kerstin Schöps, Goldmann Verlag, Spannungsroman

Titel: Dunkelsommer
Autorin: Stina Jackson
Übersetzt von: Kerstin Schöps
Seitenzahl: 352 Seiten, Klappenbroschur, (22.7.19)
Isbn Nr. 13-978-3-442-20578-3
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 15,00 Euro
  
Verlagsinfo:

"Drei Jahre ist es her, dass Lelles Tochter in einem abgelegenen Teil Nordschwedens spurlos verschwand. Seither fährt er jeden Sommer im düsteren Licht der Mitternachtssonne die Straße ab, an der Lina zuletzt gesehen wurde. Nacht für Nacht sucht er verzweifelt nach seiner Tochter, nach sich selbst und nach Erlösung. Dann kommt eines Tages die siebzehnjährige Meja in der Hoffnung auf einen Neuanfang in Norrland an. Doch als sich die Dunkelheit des aufkommenden Herbstes über das Land legt, verschwindet ein weiteres Mädchen. Und Lelles und Mejas Leben werden durch dramatische Ereignisse miteinander verbunden, die sie nie wieder loslassen werden."

Über die Autorin: 
Stina Jackson stammt aus Skellefteá in Nordschweden. Vor mehr als einem Jahrzehnt zog sie nach Denver, Colorado. Hier schreib sie auch ihren Debütroman "Dunkelsommer", mit dem sie sich sofort als aufstrebender neuer Stern am Himmel der nordischen Spannung etablierte.

Eigene Meinung:
Stina Jackson hat mit "Dunkelsommer" einen düsteren, sehr atmosphärischen Spannungsroman erschaffen. Ihr Debüt hat mich von Anfang an gefesselt. Erzählt wird über verschiedene Personen. Da ist einmal Lelle Gustavsson, der in den Wäldern Nordschwedens seine vor drei Jahren verschwundene Tochter Lina sucht. Den zweiten Erzählstrang übernimmt die siebzehnjährige Meja, die zusammen mit ihrer Mutter aus Südschweden zu einem etwas zwielichtigen Mann auf einen heruntergekommenen Hof gezogen ist. Meja ist ein sehr starkes Mädchen. Sie muss auf ihre Mutter achten, die alkohol- und tablettenabhängig ist. Meja lernt einen Jungen kennen, zu dem sie vertrauen fasst und über ihn die Stärke einer Familie kennenlernen kann.  Stina Jacksons fast poetischer Schreibstil hat mich von Anfang an gepackt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Autorin hat viele interessante Charaktere erschaffen, verschrobene Typen, die in den Wäldern Nordschwedens leben. Starke Persönlichkeiten, die nicht aufgeben und für ihre Familie alles tun würden.

Ich möchte mehr von dieser Autorin lesen!




Mittwoch, 24. Juli 2019

Rezension zu Lisboa, Klaus Zeh, Roman, BoD

Titel: Lisboa
Autor: Klaus Zeh
Seitenzahl: 212 Seiten, (TB, 4.3.19)
Isbn Nr. 13-978-3748126386
Verlag: BoD Books on Demand 
Preis: 7,90 Euro


Verlagsinfo: 
"Die Geschichte eines Ehebruchs, einer Scheidung, des gemeinsamen Sorgerechts; ständig der Streit mit der Ex, ständig Schuldgefühle und Unterhaltssorgen, tägliche Busfahrten und Terminnot, regelmäßige Therapiesitzungen und sonst alles, was den Alltag ausmacht: Lexikonartikel, Beipackzettel, Reiseführerpassagen, Zeitungsschlagzeilen. Und in all dem, unausrottbar, der Traum von Lisboa, von Lissabon, der portugiesischen Traumstadt am Atlantik..."


Über den Autor:
Klaus Zeh, Jahrgang 1965, ist Schriftsteller und Musiker. Er lebt in Reutlingen. Sein erster Roman "Taxi" erschien 2015. Es folgten die Gedichtbände "Die Leichtigkeit des Windes" und "An Ufern aus Jade". Sein zweiter Roman "Mozart oder der Fall des Harlekins" erschien im Frühjahr 2018. Es folgte im Herbst mit "Pontoon oder wann immer ich hier sein werde" ein weiterer Gedichtband. "Lisboa" ist sein neuester Roman.

Eigene Meinung:
Klaus Zeh lässt verschiedene Personen erzählen. Über Dialoge mit der Ex, Gedanken eines Vaters, Resultate von Gesprächen mit einem Therapeuten.

Zwischen den einzelnen Szenen und Geschichten stehen Zeitungsschlagzeilen, Wörter aus dem Lexikon oder Koordinaten. Der ganze Roman hat eine ziemlich depressive Grundstimmung. Die Erzählfigur "Vater" kann den Unterhalt für seine Kinder nicht bezahlen. Er hat Schuldgefühle seinen Kindern gegenüber, die er sehr liebt.

Was die Wörter aus dem Lexikon sollen, hat sich mir nicht aufgetan. Manche Zeitungsschlagzeilen passen zu der nächsten Szene im Buch, bei manchen habe ich mich auch gefragt, warum die im Buch überhaupt vorkommen. Dann gibt es Wörter zu einem Satz ohne Leerzeichen aneinandergereiht. Über den Geschichten steht "Eine Geschichte". Muss man darauf aufmerksam machen, dass das eine Geschichte ist?

Eine Erzählstimme verliebt sich wohl sehr gerne, wird aber am Ende immer von den Frauen verlassen.

Die Romanfiguren scheinen alle ziemlich unzufrieden mit ihrem Leben zu sein. Ziemlich viel Alltägliches, was in diesem Roman vorkommt.

Man hat den Eindruck, der Autor hat alles, was ihm gerade durch den Kopf geht, zu Papier gebracht. 

Auf Amazon könnt ihr einen Blick ins Buch werfen und euch eure eigene Meinung über diesen Roman bilden.

Mittwoch, 17. Juli 2019

Rezension zu " Nächstes Jahr in Havanna - Die Kuba Saga Teil 1" von

Titel: Nächstes Jahr in Havanna - Die Kuba Saga Teil 1
Autorin: Chanel Cleeton
Übersetzt von: Stefanie Fahrner
Seitenzahl: 464 Seiten (TB, 10.6.19)
Isbn Nr.: 13-978-3453422780
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 10,99 Euro

Verlagsinfo:
 "Mein Herz gehört Havanna
Havanna 1958: Elisa, Tochter eines Plantagenbesitzers, verkehrt in den besseren Kreisen Havannas und weiß kaum etwas über die Lage des Landes. Bis sie einem Mann begegnet, der tief verstrickt ist in die politischen Umwälzungen, die ihre Zukunft für immer verändern werden.
Miami 2017: Marisol macht sich auf den Weg nach Kuba. Sie wird zum ersten Mal das Land kennenlernen, in das ihre Großmutter zeit ihres Lebens zurückkehren wollte und in dem sie nun beigesetzt werden soll ..."

Über die Autorin:
Chanel Cleetons Familie stammt ursprünglich aus Kuba. Sie selbst wuchs jedoch in Florida auf, bevor sie für das Studium der Internationalen Beziehungen nach England ging. An der Londoner School of Economics and Political Science machte sie schließlich ihren Masterabschluss in Internationaler Politik.

Eigene Meinung:
Chanel Cleeton erzählt diese Geschichte über zwei Erzählstränge. Im ersten berichtet Elisa von den Ereignissen 1958. Elisa führt ein luxuriöses Leben in Kuba. Ihr Vater hat eine Zuckerrohrplantage. Seine Töchter sind zum Nichtstun verurteilt. Das Leben der jungen Frau verändert sich total, als sie sich in einen Revolutionär verliebt.

Im zweiten Handlungsstrang, der 2017 spielt, fliegt die junge Reporterin Marisol nach Kuba mit der Urne ihrer Großmutter. Sie will sie in Kuba beerdigen und wandelt auf den Spuren ihrer Großmutter.

Die Geschichte ist sehr informativ. Wir erfahren viel über das aktuelle Leben in Kuba, über die Sorgen und Probleme der Bevölkerung, über ihre Wünsche und Träume.
Genauso viel wird über das Leben in Kuba und die Revolution 1958 berichtet.
Man merkt der Geschichte an, dass die Autorin Politik studiert hat.

Die Geschichte ist zwar sehr informativ, sie hätte aber etwas mehr Spannung vertragen können. Die Lovestory passt, allerdings bleiben die Figuren etwas auf Distanz zum Leser.

Die Geschichte ist sehr vorhersehbar, ohne Überraschungen und Wendungen. Man hätte mehr daraus machen können.




Rezension zu "Das Erbe" von Ellen Sandberg, Penguin Verlag, psychologischer Spannungsroman

Titel: Das Erbe Autorin: Ellen Sandberg Seitenzahl: 512 Seiten , Paperback, Klappenbroschur (28.10.19) Isbn Nr. 13-978-3-328-10402-5 V...