Samstag, 11. Mai 2019

Rezension zu "Was in jener Nacht geschah" von Katherena Vermette, übersetzt von Kathrin Razum, BtB Verlag, Roman

Titel: Was in jener Nacht geschah
Autorin: Katherena Vermette
Übersetzt von Kathrin Razum
Seitenzahl: 416 Seiten, (Hardcover mit Schutzumschlag, 4.3.19)
Isbn Nr. 13-978-3-442-75821-0
Verlag: BtB Verlag
Preis: 20,00 Euro

Verlagsinfo: 

"Winnipeg, am Rande der Stadt. In einer kalten Winternacht schaut die junge Mutter Stella aus dem Fenster und bemerkt, dass draußen auf der einsamen Brache vor ihrem Haus ein Mädchen überfallen wird. Voller Furcht ruft sie die Polizei. Als die Beamten eintreffen, finden sich zwar Zeichen eines Kampfes, eine zerbrochene Bierflasche und Blut im Schnee, aber vom Opfer fehlt jede Spur. Und die Beamten haben Zweifel, dass Stellas Aussage, eine Frau sei vergewaltigt worden, der Wahrheit entspricht. Doch es ist die Polizei, die sich irrt."

Über die Autorin: 
Katherena Vermette, kanadische Ureinwohnerin aufgewachsen in Winnipeg, Manitoba, Filmemacherin, Lyrikerin und Schriftstellerin. Ihr Debütroman "Was in jener Nacht geschah" war Bestseller und Debattenbuch in Kanada und wurde vielfach ausgezeichnet: McNally Robinson Book of the Year Award, Margaret Laurence Award for Fiction, Carol Shields Winnipeg Book Award. Shortlist Governor’s General Literaray Award und Rogers Writers‘ Trust, Endrunde von Canada Reads, der großen Buchkampagne der kanadischen öffentlichen Fernsehens CBC.

Eigene Meinung:
In einer etwas heruntergekommenen Wohngegend beobachtet die junge Mutter Stella, dass vor ihrem Haus ein junges Mädchen vergewaltigt wird und meldet das der Polizei. Als diese eintrifft, sind Täter und Opfer verschwunden. Zwar sind noch Spuren eines Kampfes zu finden, doch die Polizei glaubt nicht so recht an eine Vergewaltigung. In der Gegend sind Drogendelikte, Einbrüche und Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Banden an der Tagesordnung. Der ältere Polizist möchte lieber schnell seine Nachtschicht beenden, während sein junger Kollege etwas genauer hinschaut ..

Erzählt wird dieser Debütroman über verschiedene Personen, wobei eine aus der Ich-Perspektive berichtet.

Anfangs kam ich durch die vielen, verschiedenen Personen und dann auch noch durch den Spitznamen von "Pauline", "Paul" nicht ganz klar. Ich brauchte eine ganze Weile, bis ich wusste, wer denn nun wer ist und wie die Person mit den restlichen Figuren verwandt ist, denn verwandt sind fast alle der Protagonisten.

Die Figuren sind fast nur Frauen, sehr starke Frauen, die ihre Kinder meist ohne ihre Männer großziehen müssen, das in einer frauenfeindlichen Umwelt. Fast alle der Frauen haben Gewalterfahrungen hinter sich, was sich in die nächste Generation überträgt.

Das Buch liest sich nicht so einfach weg, zwar ist die Story an und für sich spannend und greift interessante Themen auf, wie Rassismus, Gewalt gegen Frauen, Gewalterfahrungen in der Jugend und das Leben der Ureinwohner Kanadas.

Ab und an wird der Lesefluss allerdings gebremst durch die vielen, verschiedenen Personen, die zu Wort kommen wollen. Das Buch liest sich ein bisschen wie eine Sozialstudie, etwas mehr Spannung hätte die Story gut vertragen.



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