Mittwoch, 26. Juni 2019

Rezension zu "Die Lieferung" von Andreas Winkelmann, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Thriller

Titel: Die Lieferung
Autor: Andreas Winkelmann
Seitenzahl: 400 Seiten, (TB, 18.6.19)
Isbn Nr. 13-978- 3499275173
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
"Der neue Thriller von Bestseller-Autor Andreas Winkelmann. Seit Wochen hat Viola das Gefühl, verfolgt zu werden. Es ist, als klebe ein Schatten an ihr - wie immer, wenn sie sich umdreht, ist er verschwunden. Bildet sie sich das nur ein? Ihre Freundin ist die einzige, die ihr glaubt. Doch dann meldet sie sich plötzlich nicht mehr. Die Pizza, die er bringt, wird für immer unangetastet bleiben... Der Hamburger Polizeikommissar Jens Kerner hat einen merkwürdigen Fall auf dem Tisch: Eine bleiche, verstörte und vollkommen unterernährte Frau wurde in den Harburger Bergen aufgegriffen. Als er sie verhören will, stirbt sie. Gemeinsam mit seiner Kollegin Rebecca kommt er einem Täter auf die Spur, der so perfide ist, dass es alle Vorstellungen übersteigt. Als die beiden begreifen, mit wem sie es da zu tun haben, ist es schon fast zu spät..."

Über den Autor: 
Andreas Winkelmann wurde im Dezember 1968 in Niedersachsen geboren. Er arbeitete als Soldat, Sportlehrer, freier Redakteur und Taxifahrer, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Er veröffentlicht beim Rowohlt Verlag und ist einer der erfolgreichsten deutschen Thriller-Autoren, seine Bücher werden in bis zu dreizehn Sprachen übersetzt. Er lebt mit seiner Frau und zwei Hunden in einem einsamen Haus am Waldrand in der Nähe von Bremen, und wenn er nicht in menschliche Abgründe abtaucht, überquert er zu Fuß die Alpen, steigt dort auf die höchsten Berge, wandert am Polarkreis oder fischt und jagd mit Pfeil und Bogen in der Wildnis Kanadas. Mehr über Andreas Winkelmann erfahren Sie auf: www.andreaswinkelmann.com.

Eigene Meinung:
Auch der zweite Band der Thriller-Reihe über den Kommissar Jens Kerner und sein Team fängt spannend und fesselnd an. Die Spannung hält sich auch durchweg und es herrscht eine beklemmende Atmosphäre.

Dieser Thriller spielt mit unseren Urängsten. Die Opfer fühlen sich verfolgt, sie werden jedoch von ihrem Umfeld nicht so richtig ernst genommen. Es bleibt ihnen nichts anderes übrig als sich abzukapseln. Sie gehen kaum mehr aus ihrer Wohnung und doch verschwinden sie spurlos.

Das sympathische Ermittlerteam tappt bei ihrer Tätersuche ziemlich im Dunkeln. In den Wohnungen der Opfer finden sich nur Pizzen, die derselbe Lieferdienst ausgeliefert hat. Ob sie durch diese Spur wohl zum Täter gelangen werden?

Der Ermittler Jens Kerner und seine im Rollstuhl sitzende Kollegin Rebecca haben auf jeden Fall alle Hände voll zu tun, um den Täter schnell finden zu können.

"Die Lieferung" ist so ein actionreicher Thriller mit viel Tempo und überraschenden Wendungen, den man in einem Rutsch durchlesen möchte.

Erzählt wird über verschiedene Sichtweisen, unter anderem der Opfer, der Ermittler, der Freundin eines Opfers und auch des Täters.

Auf den Täter wäre ich nicht gekommen.

Ich bin schon sehr gespannt auf den 3. Band dieser Reihe.







Donnerstag, 20. Juni 2019

Rezension zu "Westwall" von Benedikt Gollhardt, Penguin Verlag, Thriller

Titel: Westwall
Autor: Benedikt Gollhardt
Seitenzahl: 496 Seiten, (Paperback, Klappenbroschur, 25.3.19)
Isbn Nr. 13-978-3-328-10412-4
Verlag: Penguin Verlag
Preis: 15,00 Euro

Verlagsinfo:

Manche Spuren führen tiefer in die Vergangenheit, als uns lieb ist …
Scheinbar zufällig lernt Polizeischülerin Julia den attraktiven Nick kennen. Doch nach der ersten gemeinsamen Nacht entdeckt sie, dass er ihr einen falschen Namen genannt hat und ein riesiges Hakenkreuz-Tattoo auf dem Rücken trägt. Julia ist geschockt – warum hat Nick sie angelogen? Mit einem Mal gerät ihr Leben in einen alptraumhaften Strudel, der droht, ihr alles zu nehmen, was ihr lieb ist. Die Suche nach der Wahrheit führt Julia in die menschenleeren Wälder der Eifel bis hin zum Westwall, einem alten Verteidigungssystem aus dem Zweiten Weltkrieg. Und damit zurück in ihre eigene Vergangenheit ...Mit seinem Debüt »Westwall« beweist Benedikt Gollhardt auf überzeugende und mitreißende Weise, dass ein Thriller erschreckend aktuell und gleichzeitig hochspannend sein kann.

Über den Autor:
Benedikt Gollhardt, Jahrgang 1966, ist Drehbuchautor. Bekannt wurde er unter anderem durch preisgekrönte Serien wie »Türkisch für Anfänger« und »Danni Lowinski«. Mit seinem Thrillerdebüt »Westwall« greift Benedikt Gollhardt das aktuelle Gefühl unserer Zeit auf, in der die Grenzen zwischen Gut und Böse zunehmend zu verschwimmen scheinen. Der Autor lebt mit seiner Familie in Köln.

Eigene Meinung:
Der Klappentext verrät ja schon sehr viel. Das möchte ich nicht wiederholen und ich möchte auch nicht mehr verraten, das würde dieser richtig guten Geschichte die Spannung nehmen.

Die Story fängt auf jeden Fall sehr spannend an und die Spannung fällt auch überhaupt nicht ab.

Die Charaktere sind durchweg interessant und sehr lebendig. Natürlich gibt es sehr sympathische Figuren, wie die Hauptfigur Polizeischülerin Julia, die nicht weiß, wie ihr geschieht und bald nicht mehr, wem sie vertrauen kann und wem nicht.
Die junge Frau ist aufgewachsen bei ihrem Vater, der mit ihr in einer Bauwagensiedlung lebte. Julias Kindheit war sehr behütet und idyllisch. Ihre Mutter hat sie nicht kennengelernt. Bei manchen Figuren, wie z. B. Nick schwappt man hin und her, da bei ihm gut und böse dann doch etwas verschwimmt, wie bei einigen weiteren Figuren, z. B. Julias Ausbilder.

Natürlich gibt es auch so richtige Bösewichte, wie die charismatische Ira oder Karl, der Ira schon fast hörig zu sein scheint.

Die Story ist aktuell und ziemlich realistisch, voller Action und sehr fesselnd geschrieben.
Mit Wendungen und Überraschungen hat der Autor nicht gespart. Ich kann euch dieses grandiose Debüt nur empfehlen.

Ich freue mich schon auf einen neuen Fall mit Julia.

 

Dienstag, 18. Juni 2019

Rezension zu "Königsfall" von Jeff Wheeler, übersetzt von Johann Birken, Heyne Verlag, Fantasy-Roman

Titel: Königsfall
Autor: Jeff Wheeler
Übersetzt von: Johann Birken
Seitenzahl: 400 Seiten (Paperback, 13.5.19)
Isbn Nr.: 13-978-3-453-32016-1
Verlag:  Heyne Verlag
Preis: 14,99 Euro
Verlagsinfo:

"Seit Jahrhunderten befindet sich Königsfall im Krieg mit seinen Nachbarn, und auch im Inneren des Reiches herrschen Intrigen und Kämpfe. König Severn, so munkelt man, tötete sogar seine eigenen Neffen, um an die Macht zu gelangen. Verrat bestraft er augenblicklich mit dem Tod. Als ihn einer seiner Lords hintergeht, fordert Severn dessen schüchternen Sohn Owen als Geisel, der wie ein Lamm unter Wölfen zu sein scheint. Bis der Junge Verbündete am Hof findet und erkennt, dass in ihm etwas ganz Besonderes steckt ... "

Über den Autor:
Wall Street Journal-Bestsellerautor Jeff Wheeler zog sich schon früh von seiner Karrierelaufbahn bei Intel zurück, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. Er ist Vater von fünf Kindern und lebt mit seiner Familie in den Rocky Mountains.

Eigene Meinung:
Den Auftakt dieser Bestseller-Trilogie musste ich natürlich lesen. So richtig nachvollziehen kann ich den Hype um das Buch nicht. Der Klappentext klang interessant und spannend, doch so richtig gefesselt war ich von der Story nicht. Es passiert in diesem Fantasy-Roman nicht sehr viel, mir fehlt hier eine gewisse Grundspannung, interessante Personen und mehr Action. Owen ist am Hof von König Severn, der zwar ein unausstehlicher Grisgram zu sein scheint, doch die Gefahr, in der Owen zu schweben scheint, ist kaum spürbar. Der Charakter Owen ist ein Kind, doch seine Gedanken scheinen oft die eines Erwachsenen zu sein, das wirkt nicht sehr glaubwürdig. Der Junge entwickelt sich zwar im Laufe der Geschichte weiter, was den Charakter etwas lebendiger macht, doch überzeugen konnte mich die Figur nicht. Owen findet am Hof Freunde und Verbündete, in Elysabeth Victoria Mortimer findet er eine Freundin. Mit ihr besteht er einige Abenteuer. "Königsfall" bietet nicht viel Neues, Verrat und Intrigen kommen in fast jedem Fantasy-Buch vor. Ich werde diese Reihe wohl nicht weiterverfolgen.

Donnerstag, 13. Juni 2019

Rezension zu "Löwenzahnkind" von Lina Bengtsdotter, übersetzt von Sabine Thiele, Penguin Verlag, Thriller

Titel: Löwenzahnkind
Autorin: Lina Bengstdotter
Übersetzt von : Sabine Thiele
Seitenzahl: 448 Seiten (Klappenbroschur, 13.5.19)
Isbn Nr. 13-978-3-328-10381-3
Verlag: Penguin Verlag
Preis: 13,00 Euro

Verlagsinfo:
"Sie ist Stockholms beste Ermittlerin – doch sie hat Leichen im Keller ..
 Gullspång, eine Kleinstadt in Westschweden. Als in einer heißen Sommernacht die siebzehnjährige Annabelle spurlos verschwindet, ist schnell klar, dass Verstärkung angefordert werden muss. Mit Charlie Lager schickt die Stockholmer Polizei ihre fähigste Ermittlerin – doch was die Kollegen nicht wissen dürfen: Die brillante Kommissarin ist selbst in Gullspång aufgewachsen. Je tiefer Charlie nach der Wahrheit hinter Annabelles Verschwinden gräbt, desto mehr droht das Netz aus Lügen zu reißen, das sie um ihre eigene, dunkle Vergangenheit gesponnen hat. Doch die Zeit drängt – sie muss Annabelle finden, bevor es für sie beide zu spät ist …"

Über die Autorin:
Lina Bengtsdotter wuchs in der schwedischen Kleinstadt Gullspång auf, die sie zum Setting ihrer Thriller-Serie um die Ermittlerin Charlie Lager machte. »Löwenzahnkind«, der erste Teil der Reihe, wurde zu einem Sensationserfolg: Es war das bestverkaufte Debüt des Jahres in Schweden und erscheint in 20 Ländern. Lina Bengtsdotter lebt heute in Stockholm.

Eigene Meinung: "Löwenzahnkind" ist der erste Krimi einer Reihe um die Ermittlerin Charlie Lager und beginnt von der ersten Seite an spannend.

Charlie ist eine eigenwillige, brillante Ermittlerin, die gerne etwas zu viel trinkt und ein Beziehungsproblem zu haben scheint.

Erzählt wird über verschiedene Personen und verschiedene Zeitebenen. Bei einem Handlungsstrang ist anfangs noch gar nicht klar, wie die Personen in Zusammenhang zu der Story stehen. Das wird allerdings am Ende der Geschichte aufgeklärt.

Wir nehmen teil an der Ermittlungsarbeit von Charlie und ihrem Team, erfahren sehr viel über Charlies Vergangenheit und erleben in einem Handlungsstrang mit, was mit Annabelle passiert ist.

Die Geschichte ist fesselnd und spannend geschrieben, mit sehr viel Atmosphäre. Die Charaktere sind sehr interessant und lebendig dargestellt.

Ein richtig starkes Krimidebüt hat Lina Bengtsdotter da hingelegt. Ich freue mich schon auf weitere Fälle mit Charlie Lager.


Sonntag, 2. Juni 2019

Rezension zu "Tief im Wald " von Peternelle van Arsdale, übersetzt von Michael Pfingst, Heyne Verlag, Fantasyroman

Titel: Tief im Wald
Autorin: Peternelle van Arsdale
übersetzt von: Michael Pfingstl
Seitenzahl: 384 Seiten,  Klappenbroschur, 13.5.19
Isbn Nr. 13-978-3-453-31991-2
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 14,99 Euro

Verlagsinfo:
"Alys ist sieben, als die Seelenesser eines nachts in ihr Dorf kommen. Am Morgen danach sind alle Erwachsenen tot. Alys und die anderen Kinder müssen fortan in einem Nachbardorf leben, wo die Menschen gläubig sind und das Biest fürchten, das tief im Wald lebt. Doch das Biest ist nicht das, was es zu sein scheint – ebenso wenig wie Alys. Das Mädchen spürt, dass es in seinem Inneren mit den Seelenessern verbunden ist. Als Alys älter und ihre geheime Gabe stärker wird, sehnt sie sich immer mehr nach der Freiheit jenseits des Dorfes. Da schlägt das Schicksal erneut zu, und Alys macht sich auf die gefährliche Reise in den dunkelsten Teil des Waldes"

Über die Autorin:

Peternelle van Arsdale arbeitet als Lektorin, und hätte nie gedacht, dass sie selbst ein Buch schreiben würde – bis sie eines Tages eine Idee hatte. "Tief im Wald" ist ihr erster Roman. Sie lebt in New York City.

Eigene Meinung: 

Meine Erwartungshaltung war durch den Klappentext bedingt und durch das Cover sehr hoch. Ich hatte einen düsteren, atmosphärischen Horrorroman erwartet.

Die Geschichte von Alys ist einfach geschrieben, etwas düster, so richtig unheimlich ist die Story aber nicht und eine gewisse Grundspannung fehlt hier leider total. Die ganze Geschichte dümpelt so dahin.

Wir erleben mit, was Alys im Nachbardorf bei den sehr frommen, strengen Bewohnern erlebt und was die Kinder aus ihrem Dorf alles erdulden müssen. Alys kommt im Alter von 7 Jahren zu ihren neuen Eltern und ist am Ende der Story 15 Jahre alt. Sie entwickelt sich und muss ihre Gabe geheim halten.

"Tief im Wald" ist ein Märchen, das an die alten Hexengeschichten erinnert. So richtig gefesselt hat mich das Buch nicht.

Von Anfang an weiß man über die Seelenesser Bescheid, das finde ich etwas schade. Wie Alys allerdings mit ihnen verbunden ist, bleibt im Dunkeln. Auf eine überraschende Wendung habe ich vergeblich gewartet. Die ganze Geschichte ist sehr vorhersehbar.


Rezension zu "Das Erbe" von Ellen Sandberg, Penguin Verlag, psychologischer Spannungsroman

Titel: Das Erbe Autorin: Ellen Sandberg Seitenzahl: 512 Seiten , Paperback, Klappenbroschur (28.10.19) Isbn Nr. 13-978-3-328-10402-5 V...