Montag, 29. Juli 2019

Rezension zu "Dunkelsommer" von Stina Jackson, übersetzt von Kerstin Schöps, Goldmann Verlag, Spannungsroman

Titel: Dunkelsommer
Autorin: Stina Jackson
Übersetzt von: Kerstin Schöps
Seitenzahl: 352 Seiten, Klappenbroschur, (22.7.19)
Isbn Nr. 13-978-3-442-20578-3
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 15,00 Euro
  
Verlagsinfo:

"Drei Jahre ist es her, dass Lelles Tochter in einem abgelegenen Teil Nordschwedens spurlos verschwand. Seither fährt er jeden Sommer im düsteren Licht der Mitternachtssonne die Straße ab, an der Lina zuletzt gesehen wurde. Nacht für Nacht sucht er verzweifelt nach seiner Tochter, nach sich selbst und nach Erlösung. Dann kommt eines Tages die siebzehnjährige Meja in der Hoffnung auf einen Neuanfang in Norrland an. Doch als sich die Dunkelheit des aufkommenden Herbstes über das Land legt, verschwindet ein weiteres Mädchen. Und Lelles und Mejas Leben werden durch dramatische Ereignisse miteinander verbunden, die sie nie wieder loslassen werden."

Über die Autorin: 
Stina Jackson stammt aus Skellefteá in Nordschweden. Vor mehr als einem Jahrzehnt zog sie nach Denver, Colorado. Hier schreib sie auch ihren Debütroman "Dunkelsommer", mit dem sie sich sofort als aufstrebender neuer Stern am Himmel der nordischen Spannung etablierte.

Eigene Meinung:
Stina Jackson hat mit "Dunkelsommer" einen düsteren, sehr atmosphärischen Spannungsroman erschaffen. Ihr Debüt hat mich von Anfang an gefesselt. Erzählt wird über verschiedene Personen. Da ist einmal Lelle Gustavsson, der in den Wäldern Nordschwedens seine vor drei Jahren verschwundene Tochter Lina sucht. Den zweiten Erzählstrang übernimmt die siebzehnjährige Meja, die zusammen mit ihrer Mutter aus Südschweden zu einem etwas zwielichtigen Mann auf einen heruntergekommenen Hof gezogen ist. Meja ist ein sehr starkes Mädchen. Sie muss auf ihre Mutter achten, die alkohol- und tablettenabhängig ist. Meja lernt einen Jungen kennen, zu dem sie vertrauen fasst und über ihn die Stärke einer Familie kennenlernen kann.  Stina Jacksons fast poetischer Schreibstil hat mich von Anfang an gepackt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Autorin hat viele interessante Charaktere erschaffen, verschrobene Typen, die in den Wäldern Nordschwedens leben. Starke Persönlichkeiten, die nicht aufgeben und für ihre Familie alles tun würden.

Ich möchte mehr von dieser Autorin lesen!




Mittwoch, 24. Juli 2019

Rezension zu Lisboa, Klaus Zeh, Roman, BoD

Titel: Lisboa
Autor: Klaus Zeh
Seitenzahl: 212 Seiten, (TB, 4.3.19)
Isbn Nr. 13-978-3748126386
Verlag: BoD Books on Demand 
Preis: 7,90 Euro


Verlagsinfo: 
"Die Geschichte eines Ehebruchs, einer Scheidung, des gemeinsamen Sorgerechts; ständig der Streit mit der Ex, ständig Schuldgefühle und Unterhaltssorgen, tägliche Busfahrten und Terminnot, regelmäßige Therapiesitzungen und sonst alles, was den Alltag ausmacht: Lexikonartikel, Beipackzettel, Reiseführerpassagen, Zeitungsschlagzeilen. Und in all dem, unausrottbar, der Traum von Lisboa, von Lissabon, der portugiesischen Traumstadt am Atlantik..."


Über den Autor:
Klaus Zeh, Jahrgang 1965, ist Schriftsteller und Musiker. Er lebt in Reutlingen. Sein erster Roman "Taxi" erschien 2015. Es folgten die Gedichtbände "Die Leichtigkeit des Windes" und "An Ufern aus Jade". Sein zweiter Roman "Mozart oder der Fall des Harlekins" erschien im Frühjahr 2018. Es folgte im Herbst mit "Pontoon oder wann immer ich hier sein werde" ein weiterer Gedichtband. "Lisboa" ist sein neuester Roman.

Eigene Meinung:
Klaus Zeh lässt verschiedene Personen erzählen. Über Dialoge mit der Ex, Gedanken eines Vaters, Resultate von Gesprächen mit einem Therapeuten.

Zwischen den einzelnen Szenen und Geschichten stehen Zeitungsschlagzeilen, Wörter aus dem Lexikon oder Koordinaten. Der ganze Roman hat eine ziemlich depressive Grundstimmung. Die Erzählfigur "Vater" kann den Unterhalt für seine Kinder nicht bezahlen. Er hat Schuldgefühle seinen Kindern gegenüber, die er sehr liebt.

Was die Wörter aus dem Lexikon sollen, hat sich mir nicht aufgetan. Manche Zeitungsschlagzeilen passen zu der nächsten Szene im Buch, bei manchen habe ich mich auch gefragt, warum die im Buch überhaupt vorkommen. Dann gibt es Wörter zu einem Satz ohne Leerzeichen aneinandergereiht. Über den Geschichten steht "Eine Geschichte". Muss man darauf aufmerksam machen, dass das eine Geschichte ist?

Eine Erzählstimme verliebt sich wohl sehr gerne, wird aber am Ende immer von den Frauen verlassen.

Die Romanfiguren scheinen alle ziemlich unzufrieden mit ihrem Leben zu sein. Ziemlich viel Alltägliches, was in diesem Roman vorkommt.

Man hat den Eindruck, der Autor hat alles, was ihm gerade durch den Kopf geht, zu Papier gebracht. 

Auf Amazon könnt ihr einen Blick ins Buch werfen und euch eure eigene Meinung über diesen Roman bilden.

Mittwoch, 17. Juli 2019

Rezension zu " Nächstes Jahr in Havanna - Die Kuba Saga Teil 1" von

Titel: Nächstes Jahr in Havanna - Die Kuba Saga Teil 1
Autorin: Chanel Cleeton
Übersetzt von: Stefanie Fahrner
Seitenzahl: 464 Seiten (TB, 10.6.19)
Isbn Nr.: 13-978-3453422780
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 10,99 Euro

Verlagsinfo:
 "Mein Herz gehört Havanna
Havanna 1958: Elisa, Tochter eines Plantagenbesitzers, verkehrt in den besseren Kreisen Havannas und weiß kaum etwas über die Lage des Landes. Bis sie einem Mann begegnet, der tief verstrickt ist in die politischen Umwälzungen, die ihre Zukunft für immer verändern werden.
Miami 2017: Marisol macht sich auf den Weg nach Kuba. Sie wird zum ersten Mal das Land kennenlernen, in das ihre Großmutter zeit ihres Lebens zurückkehren wollte und in dem sie nun beigesetzt werden soll ..."

Über die Autorin:
Chanel Cleetons Familie stammt ursprünglich aus Kuba. Sie selbst wuchs jedoch in Florida auf, bevor sie für das Studium der Internationalen Beziehungen nach England ging. An der Londoner School of Economics and Political Science machte sie schließlich ihren Masterabschluss in Internationaler Politik.

Eigene Meinung:
Chanel Cleeton erzählt diese Geschichte über zwei Erzählstränge. Im ersten berichtet Elisa von den Ereignissen 1958. Elisa führt ein luxuriöses Leben in Kuba. Ihr Vater hat eine Zuckerrohrplantage. Seine Töchter sind zum Nichtstun verurteilt. Das Leben der jungen Frau verändert sich total, als sie sich in einen Revolutionär verliebt.

Im zweiten Handlungsstrang, der 2017 spielt, fliegt die junge Reporterin Marisol nach Kuba mit der Urne ihrer Großmutter. Sie will sie in Kuba beerdigen und wandelt auf den Spuren ihrer Großmutter.

Die Geschichte ist sehr informativ. Wir erfahren viel über das aktuelle Leben in Kuba, über die Sorgen und Probleme der Bevölkerung, über ihre Wünsche und Träume.
Genauso viel wird über das Leben in Kuba und die Revolution 1958 berichtet.
Man merkt der Geschichte an, dass die Autorin Politik studiert hat.

Die Geschichte ist zwar sehr informativ, sie hätte aber etwas mehr Spannung vertragen können. Die Lovestory passt, allerdings bleiben die Figuren etwas auf Distanz zum Leser.

Die Geschichte ist sehr vorhersehbar, ohne Überraschungen und Wendungen. Man hätte mehr daraus machen können.




Montag, 8. Juli 2019

Rezension zu "Das Mädchen im Eis" von J. D. Barker, übersetzt von Leena Flegler, Blanvalet Verlag, Thriller

Titel: Das Mädchen im Eis - Teil 2 des Forth Monkey Killers
Autor: J. D. Barker
Übersetzt von: Leena Flegler
Seitenzahl: 688 Seiten (Paperback, 10.6.19)
Isbn Nr. 13-978-3-7645-0692-6
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 15,00 Euro

Verlagsinfo:
"Seit Monaten herrschen in Chicago Minustemperaturen, als die Leiche der jungen Ella Reynolds eingefroren im See gefunden wird. Sie wurde vor drei Wochen vermisst gemeldet – der See ist seit Monaten zugefroren. Die Medien beschuldigen den berüchtigten Four Monkey Killer Anson Bishop, aber Detective Sam Porter will nicht glauben, dass er damit etwas zu tun hat. Er kennt den Serienkiller gut, denn er hat ihn geschnappt und laufen lassen, und er hat noch eine Rechnung mit ihm offen. Porter hat sich auf ein gefährliches Spiel eingelassen, währenddessen verschwindet ein Mädchen nach dem anderen …"

Über den Autor:
J. D. Barker hat bereits einen preisgekrönten Roman veröffentlicht, für den er hochgelobt wurde. "The Fourth Monkey Killer Geboren um zu töten" ist sein erster Thriller und Beginn einer Serie um Detective Sam Porter. Barker lebt in Englewood, Florida und in Pittsburgh, Pennsylvania.

Eigene Meinung:
Ich empfehle euch mit dem 1. Thriller dieser Reihe zu beginnen, es lohnt sich, da sehr viel Bezug auf diese Geschichte genommen wird. Der lohnt sich auf jeden Fall!

"Das Mädchen im Eis" beginnt sehr spannend und ich war sofort im Geschehen und von der Story gefesselt. The Fourth Monkey Killer Anson Bishop scheint wieder zugeschlagen zu haben, als die Leiche der vor drei Wochen verschwundenen Ella Reynolds aufgefunden wird. Sie ist in einem See eingefroren, der seit Monaten zugefroren ist. Das gibt dem Ermittlungsteam um Sam Porter einige Rätsel auf. Bei dieser einen Leiche bleibt es nicht und der Fall wird immer mysteriöser. Sam Porter glaubt nicht daran, dass der Serienkiller dahinter steckt.

J. D. Barker versteht sein Handwerk. Er hat einen komplexen, sehr mysteriösen Plot entwickelt und viele verschiedene Wendungen eingebaut. Berichtet wird aus vielen, verschiedenen Erzählperspektiven. An ungewöhnlichen Mordideen hapert es hier nicht, die Story besitzt viel Tempo und Action und die Dialoge sind teilweise richtig witzig.

Sam Porter ist ein sympathischer Ermittler, der sich gerne in seine Fälle "verbeißt" und zur Not auch vom Dienst suspendiert weiter ermittelt. Aber auch die Ermittler Nash, Clair und Kloz sind tolle Charaktere.

Lieber Autor, der Cliffhanger am Ende ist richtig fies und wird sicher einige Leser sehr stören.

Ich freue mich aber schon auf den 3. Teil dieser außergewöhnlich guten Thrillerreihe!



Montag, 1. Juli 2019

Rezension zu "Böse bist du" von Jutta Maria Herrmann, Independently published, Psychothriller

Titel: Böse bist du
Autorin: Jutta Maria Herrmann
Seitenzahl: 266 Seiten, TB (2.6.19)
Isbn Nr. 13-978-1071355206
Verlag: Indepentdently published  
Preis:  9,99 Euro

Auch als E-book für 0,99 Euro zur Zeit erhältlich, später wohl 3,99 Euro

Verlagsinfo:

"Fünfzehn Jahre zuvor. An einem Sommertag zeltet eine Clique Jugendlicher an einem einsamen Waldsee. Noch ein Mal wollen sie miteinander feiern, bevor sich ihre Wege nach dem Ende der Schulzeit trennen.Am nächsten Morgen sind vier von ihnen tot.
Nur ein Mädchen überlebt schwer traumatisiert. Die Bilder der schrecklichen Nacht sind für alle Zeit in ihrem Kopf. Immer wieder glaubt sie, in Fremden den Mörder ihrer Freunde zu erkennen. Und als er ihr eines Tages tatsächlich gegenübersteht, trifft sie eine folgenschwere Entscheidung. Sie ahnt nicht, dass sie damit Ereignisse auslöst, die den Horror der Mordnacht am See noch übertreffen."

Über die Autorin:
Jutta Maria Herrmann ist gebürtige Saarländerin, gelernte Buchhändlerin, studierte Germanistin. Sie hat Rockkonzerte veranstaltet, als Putzfrau Böden geschruppt, als Sekretärin in einer Tischlerei und im Ökowerk Berlin gearbeitet, Synchrondrehbücher geschrieben und und und. Jetzt verdient sie ihre Brötchen als Assistentin der Politikredaktion einer Tageszeitung und immer, wenn es ihre Zeit erlaubt, setzt sie sich vor den Computer und schreibt ihre Geschichten auf. Die von ihr verfassten Kurzkrimis wurden in verschiedenen Anthologien veröffentlicht und beim renommierten MDR-Literaturwettbewerb 2010 kam ihr Beitrag "Morgen ist ein anderer Tag" in die Liste der Top 25. Sie hat vier Psychothriller im Knaur Verlag veröffentlicht. BÖSE BIST DU, ihr fünfter Psychothriller, erscheint am 09.06.2019 als eBook und Taschenbuch exklusiv bei Amazon.Seit 2003 lebt sie mit ihrem Mann, dem Autor Thomas Nommensen, im Berliner Speckgürtel im brandenburgischen Panketal.>Weitere Informationen unter: www.jutta-maria-herrmann.de

Eigene Meinung:
Ich hatte mich auf das neue Buch von Jutta-Maria Herrmann gefreut, da ich ihre Psychothriller sehr gerne lese.

Das Buch ist an einem Nachmittag (ca. 2,5 h) gelesen, da es kurze Kapitel beinhaltet, nicht sehr viele Seiten hat und einfach geschrieben ist.

Die Spannung hält sich aber leider in Grenzen. So richtig gefesselt war ich von der Story nicht, dazu ist sie einfach zu wirr und nicht ganz logisch.

Zwei Erzählstränge aus der Ich-Perspektive, das war zu wirr, zumal beide Personen ähnlich heißen und beide dann auch noch auf derselben Zeitebene erzählen.

Die eine Person, die auch in der Gegenwart aus der Ich-Perspektive erzählt, ist nicht sonderlich sympathisch und ich konnte nicht so richtig mit ihr mitfühlen.

Dazu sind manche Dinge nicht sehr logisch. Z. B. sind Spuren durch Starkregen am Tatort verwischt worden, aber ob die Leichen Schussverletzungen haben, oder durch Messerstiche/Basballschläger ermordet wurden, das sollte ersichtlich sein. Die Leichen lagen wohl auch im Zelt, da dürften trotz Starkregen noch einige Spuren vorhanden sein? Solche Fehler erwarte ich von Jutta einfach nicht.

Das Ende hat mich gar nicht überzeugt, das ist gar nicht schlüssig.

Rezension zu "Das Erbe" von Ellen Sandberg, Penguin Verlag, psychologischer Spannungsroman

Titel: Das Erbe Autorin: Ellen Sandberg Seitenzahl: 512 Seiten , Paperback, Klappenbroschur (28.10.19) Isbn Nr. 13-978-3-328-10402-5 V...