Mittwoch, 30. Oktober 2019

Rezension zu "Seelentot" von Anna Simons, Penguin Verlag, Kriminalroman

Titel: Seelentot
Autorin: Anna Simons
Seitenzahl: 464 Seiten, TB, Broschur (14.10.19)
Isbn Nr. 13-978-3-328-10469-8
Verlag: Penguin Verlag
Preis: 10,00 Euro

Verlagsinfo:
"Ihr Beruf: Ärztin. Ihre Patienten: Kriminelle. Ihr neuer Fall: Eine Mauer aus Schweigen.
In der JVA München-Wiesheim wird ein Inhaftierter erhängt aufgefunden. Alles deutet auf Selbstmord hin. Allein Gefängnisärztin Eva, die den Totenschein ausstellen soll, hat Zweifel: Der Mann stand kurz vor der Entlassung, warum sollte er sich gerade jetzt das Leben nehmen? Gemeinsam mit Hauptkommissar Lars Brüggemann beginnt sie zu ermitteln, doch bei den Angestellten der Haftanstalt stößt sie auf Schweigen. Als Eva einen Briefumschlag mit einem Trauerflor in ihrer Post vorfindet und nachts heimlich Dateien von ihrem Computer gelöscht werden, ist klar: Jemand versucht mit allen Mitteln zu verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Und plötzlich kann Eva sogar Lars nicht mehr trauen .."

Über die Autorin: 
Anna Simons ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Autorin, die 1966 in Bergneustadt geboren wurde. Die promovierte Betriebswirtschaftlerin arbeitete viele Jahre bei einer Großbank in Frankfurt. Vor einiger Zeit wechselte sie ins erzählerische Fach: 2008 gewann sie den Women’s Edition Kurzkrimi-Preis, 2015 war sie für den UH!-Literaturpreis des Ulla-Hahn-Hauses in Monheim nominiert. Die Autorin lebt mit Mann und Kindern im Münchner Umland. »Seelentot« ist ihr zweiter Roman um die Gefängnisärztin Eva Hanssen."

Eigene Meinung:
Der zweite Band um die Gefängnisärztin Eva Hanssen (sie hatte im ersten Band noch einen anderen Namen), wird über verschiedene Handlungsstränge erzählt. Aus einer Erzählperspektive berichtet Eva Hanssen,  die davon überzeugt ist, dass es sich beim Tod eines Gefangenen nicht um Selbstmord handelt. Sie fängt an, Fragen zu stellen und ermittelt auf eigene Faust.Über eine weitere Perspektive begleiten wir den Hauptkommissar Lars Brüggemann  und sein Team bei ihrer Ermittlungsarbeit.
Er darf Eva allerdings über die laufenden Ermittlungen nicht informieren. Die Insassen des Gefängnisses sind genauso wenig kooperativ, wie die Direktorin des Gefängnisses und die Mitarbeiter. Die Befragungen sind äußerst schwierig und die Ermittlungen verlaufen sehr stockend.

Die Kombination, eine Gefängnisärztin und ein Hauptkommissar als Ermittler finde ich sehr interessant und außergewöhnlich. Auch das Setting, ein Gefängnis bietet etwas total Neues.

Anna Simons schreibt spannend und fesselnd und scheint für diese Reihe gut recherchiert zu haben.



Montag, 28. Oktober 2019

Rezension zu "Das Geschenk" von Sebastian Fitzek, Droemer Knaur Verlag, Psychothriller

Titel: Das Geschenk
Autor. Sebastian Fitzek
Seitenzahl: 368 Seiten, (gebundene Ausgabe, 23.10.19)
Isbn Nr. 13-978-3-426-28154-3
Verlag; Droemer Knaur Verlag
Preis: 22,99 Euro

Verlagsinfo:
"Milan Berg steht an einer Ampel, als ein Wagen neben ihm hält. Auf dem Rücksitz ein völlig verängstigtes Mädchen. Verzweifelt presst sie einen Zettel gegen die Scheibe. Ein Hilferuf? Milan kann es nicht lesen – denn er ist Analphabet! Einer von über sechs Millionen in Deutschland. Doch er spürt: Das Mädchen ist in tödlicher Gefahr. Als er die Suche nach ihr aufnimmt, beginnt für ihn eine albtraumhafte Irrfahrt, an deren Ende eine grausame Erkenntnis steht: Manchmal ist die Wahrheit zu entsetzlich, um mit ihr weiter zu leben - und Unwissenheit das größte Geschenk auf Erden."

Über den Autor:
Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seit seinem Debüt „Die Therapie“(2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Mittlerweile werden seine Bücher in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet. Er lebt in Berlin. http://www.sebastianfitzek.de

Eigene Meinung:
Der Kleinkriminelle und Analphabet Milan Berg sieht an einer Ampel ein Mädchen in einem Wagen sitzen, das einen Zettel gegen die Scheibe hält. Er kann den Zettel nicht lesen, meint aber zu spüren, dass es sich um einen Hilferuf des Mädchens handelt und verfolgt den Wagen und setzt damit eine Reihe abstruser Ereignisse in Gang.

"Das Geschenk" ist in typischer Fitzek Manier geschrieben. Ein Loser gerät in eine völlig schräge Geschichte und versucht eine Person zu retten. Durch seine Rettungsaktion gerät er immer mehr in Bedrängnis. Während der Story wird alles immer noch mysteriöser und geheimnisvoller. Der Autor schreibt gewohnt temporeich und einfach. Die Geschichte ist voller Action, Verfolgungsjagden, voller schräger Gestalten und einfach und schnell zu lesen. "Das Geschenk" ist mit einem Comic ohne Bildern zu vergleichen, ab und an scheint auch der schwarze Humor des Autoren durch.
Ein bisschen mehr Spannung hätte es hier aber sein dürfen.


Mittwoch, 23. Oktober 2019

Mein Besuch auf der Frankfurter Buchmesse am Freitag, 18.10.19

Auch in diesem Jahr hatte ich einen Tag auf der Frankfurter Buchmesse eingeplant. Der Zug hatte diesmal natürlich wieder Verspätung. Es ist traurig, dass es in jedem Jahr irgendwelche Probleme mit der Bahn gibt. Bei der Rückfahrt hatte ich Glück. Mein Zug war der Einzige, der pünktlich abgefahren ist - er ist allerdings auch in Frankfurt gestartet. Alle anderen Züge hatten Verspätung.

Termine hatte ich keine ausgemacht. Ich genieße diesen Tag mit Freunden zu verbringen.
Hier einige Eindrücke von der Messe:


Kleine Pause im ARD Forum Cafe


Kennt ihr den? Bella B. von den Ärzten. Der hat wohl auch ein Buch geschrieben. Mit dem Promi-Bonus wird er das auch sicher gut verkaufen.



Ellin Carsta liest aus ihrem neuen, historischen Roman.
Sebastian Fitzek signiert seine Bücher. Die Schlange ist lang. Leider hatte er sein neues Buch noch nicht dabei, nur eine Leseprobe.


Diesen Roman möchte ich euch empfehlen. Ich oute mich als Frida Kahlo Fan :).

Als Zorn-Fan der ersten Stunde habe ich mich gefreut, einen neuen Band dieser Kult-Reihe auf der Messe zu entdecken.

Der Spaß steht auf der Messe einfach im Vordergrund


Rita Falk beim Signieren. Ich mag die Verfilmung ihrer Romane total. Gelesen habe ich leider noch keinen ihrer Krimis.

Die ARD-Box hat uns diesmal eine Gastrolle im Vorspann vom Tatort angeboten:




Rezension zu "Die Schokoladenvilla 2 - goldene Jahre" von Maria Nikolai, Penguin Verlag, historischer Roman

Titel: Die Schokoladenvilla
Autorin: Maria Nikolai
Seitenzahl: 720 Seiten, (Klappenbroschur, 14.10.19)
Isbn Nr. 13-978-3-328-10406-3
Verlag: Penguin Verlag
Preis: 10,00 Euro


Verlagsinfo:
"Eine Zeit voller Verführungen. Eine Familie, die ihren Traum retten muss.

Stuttgart, 1926: Die junge, abenteuerlustige Serafina zieht zu ihrem Halbbruder Victor in dessen prächtiges Familienanwesen, das alle nur »Die Schokoladenvilla« nennen. Denn die Rothmanns sind weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt für ihre feinen Schokoladenkreationen, von denen sich auch Serafina nur zu gern verführen lässt. Mit ganzem Herzen stürzt sie sich in die Verlockungen der aufregenden neuen Zeit, und als sie den attraktiven Anton kennenlernt, verliebt sie sich Hals über Kopf. Doch Anton ist im Begriff, sich mit einer anderen zu verloben. Derweil wird das Schokoladenimperium der Rothmanns durch heimtückische Sabotageakte bedroht – und Serafina von einem dunklen Kapitel ihrer Vergangenheit eingeholt .."

Über die Autorin:
Maria Nikolai liebt historische Stoffe, zarte Liebesgeschichten und Schokolade. Mit ihrem Debüt »Die Schokoladenvilla« schrieb sie sich in die Herzen ihrer Leserinnen und stand monatelang auf der Bestsellerliste. »Die Schokoladenvilla: Goldene Jahre« ist der zweite Teil der großen Bestsellertrilogie rund um die Stuttgarter Fabrikantenfamilie Rothmann.

Eigene Meinung:
Teil 1 der Trilogie um die Schokoladenfabrik der Familie Rothmann hatte mich schon total begeistert,  so dass ich mich auf den 2. Teil dieser Saga gefreut habe.

Der 2. Teil beginnt 1926 in Stuttgart. Zu den bekannten Figuren, den immer zu Streichen aufgelegten Zwillingen Anton und Karl, sowie ihrer Schwester Judith, kommt die junge Frau Serafina hinzu. Die Zwillinge sind inzwischen junge Männer geworden. Judith hat noch eine Tochter bekommen, die 10 jährige Vicky. Serafina, die nach dem Tod ihres Vaters zu ihrem Halbbruder Victor und dessen Familie ziehen muss, ist eine interessante, sehr sympathische Protagonistin, die ein dunkles Geheimnis zu haben scheint.

Der zweite Teil dieser Saga ist genauso fesselnd geschrieben, wie der erste Teil. Das Geheimnis der Protagonistin Serafina und die Sabotage in der Schokoladenfabrik bringen Spannung ins Geschehen., obwohl ich sehr schnell ahnte, wer hinter den Sabotageakten stecken könnte.

Man erfährt so nebenbei, viel über das interessante, lebensfrohe Leben in den Zwanzigern. Einen kleinen Einblick erhalten wir auch über das Leben der Arbeiter über die Familie einer Freundin von Vicky.
Hilfreich ist die Auflistung der vielen Personen am Ende der Geschichte.

Ich bin auf den dritten Teil dieser fesselnd erzählten, gut recherchierten Saga schon sehr gespannt. Ich empfehle euch, mit dem ersten Teil zu beginnen. Beide Teile sind sehr schnell gelesen.







Mittwoch, 16. Oktober 2019

Rezension zu "Sterbekammer" von Romy Fölck, Bastei Lübbe Verlag, Kriminalroman

Titel: Sterbekammer
Autorin: Romy Fölck
Seitenzahl: 430 Seiten, Hardcover, (30.9.19)
Isbn Nr.: 13-978-3-7857-2654-9
Verlag: Bastei Lübbe Verlag
Preis: 20,00 Euro


Verlagsinfo:
"In einer abgelegenen Deichmühle wird die Leiche eines alten Mannes gefunden, der als starrköpfiger Eigenbrötler bekannt war. Als Polizistin Frida Paulsen in der Mühle auf eine verdeckte Bodenklappe stößt, ist sie zutiefst erschüttert, denn die Tür führt zu einer Kammer, die wie ein Gefängnis anmutet.Ihr Kollege Bjarne Haverkorn erinnert sich an eine junge Frau, die vor Jahren spurlos in der Marsch verschwand. Alles deutet darauf hin, dass die Entführte in der Kammer gefangen gehalten wurde ..."

Über die Autorin: 
ROMY FÖLCK wurde 1974 in Meißen geboren. Sie studierte Jura, ging in die Wirtschaft und arbeitete zehn Jahre für ein großes Unternehmen in Leipzig. Mit Mitte dreißig entschied sie, ihren großen Traum vom Schreiben zu leben. Sie kündigte Job und Wohnung und zog in den Norden. Mit ihrem Mann lebt sie heute in einem Haus in der Elbmarsch bei Hamburg, wo ihre Romane entstehen. Ihre Affinität zum Norden kommt nicht von ungefähr, verbrachte doch ihr Vater seine ersten Lebensjahre in Ostfriesland. TOTENWEG ist der erste Band ihrer Krimiserie um die beiden Ermittler Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn.

Eigene Meinung:
Auch der 3. Fall von Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn ist fesselnd von der ersten Seite an, atmosphärisch dicht erzählt und die Spannung steigert sich von Seite zu Seite, obwohl wir sehr viel aus dem Privatleben der beiden Ermittler erfahren. Das stört hier überhaupt nicht, denn auch das Privatleben von Frida und Bjarne ist interessant und spannend. Frida und Bjarne sind beide interessante Personen, die man im Laufe der Zeit richtig ins Herz schließt. Frida hat es nicht leicht, denn der neue Vorgesetzte hat sich auf die sympathische Ermittlerin eingeschossen. Bisher ist mir ihr neuer Chef nicht sehr sympathisch.

Wir begleiten das Ermittlerteam bei ihrer Ermittlungsarbeit. Viele Spuren haben sie nicht und manchmal ist ein gutes Auge gefragt, um auf den nächsten Hinweis zu kommen. Das hat Frida und so entdeckt sie manche Spuren, die die Spusi übersehen haben.

Zum Ende hin steigert sich die Spannung und das Tempo, so dass man das Buch am Besten nicht mehr aus der Hand legt. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall von Frida und Bjarne.

Ich würde euch unbedingt dazu raten, mit dem 1. Fall des Ermittlerteams zu beginnen, um Frida und Bjarne richtig kennenzulernen.

"Sterbekammer" kann ich euch nur empfehlen.


Mittwoch, 9. Oktober 2019

Rezension zu "" von Petra Hammesfahr, Diana Verlag, Roman

Titel: Das Mädchen Jannie
Autorin: Petra Hammesfahr
Seitenzahl: 512 Seiten (Hardcover mit Schutzumschlag (19.8.19)
Isbn Nr. 13-978-3-453-29238-3
Verlag:  Diana Verlag
Preis: 20,00 Euro

Verlagsinfo:
"Vom Großvater an Miro verkauft, zieht die elternlose Jannie mit einigen Frauen bettelnd über Land. Sie weiß nicht, ob sie zehn oder schon elf Jahre alt ist, aber sie weiß von Kindern, die in feinen Häusern arbeiten müssen, weil sie für den Straßenstrich zu jung sind. Während Kommissar Klinkhammer sich bemüht, Licht ins Dunkel um sieben verscharrte Kinderleichen zu bringen, gelingt Jannie die Flucht. Sie wird von Dieter auf seinem einsamen Hof aufgenommen und kümmert sich liebevoll um dessen Mutter. Die alte Frau liegt gelähmt und stumm im Bett, mit Augenzwinkern versucht sie Jannie begreiflich zu machen, in welcher Gefahr sie. Doch Jannie kennt keine Morsezeichen ..."

 Über die Autorin:
 Petra Hammesfahr wurde mit ihrem Bestseller »Der stille Herr Genardy« bekannt. Seitdem erobern ihre Spannungsromane die Bestsellerlisten, werden mit Preisen ausgezeichnet und erfolgreich verfilmt, wie auch »Die Sünderin«. Der Roman wurde unter dem Titel »The Sinner« mit Jessica Biel in der Hauptrolle als erfolgreiche US-Fernsehserie produziert und läuft derzeit weltweit auf Netflix.

Eigene Meinung:
Kommissar Klinkhammer bekommt es in seinem neuen Fall mit einem kniffligen Fall zu tun. Sieben Kinderleichen wurden im Wald verscharrt. Von dem Täter keine Spur.

Ein zweiter Erzählstrang dreht sich um das Mädchen Jannie, das von ihrem Großvater an den Bettlerchef Miro verkauft wurde, und bei Wind und Wetter in dünner Kleidung betteln gehen muss. Sie entkommt der Bettlerbande und versteckt sich auf dem einsamen Hof von Dieter. Der lebt mit seiner pflegebedürftigen Mutter dort und schreibt knallharte Thriller. Mit Jannie hat er etwas ganz Besonderes vor.

Ein dritter Erzählstrang handelt von einem Bestsellerautor und einer Bloggerin, die ihn fördert.

Ich mag den Erzählstil von Petra Hammesfahr sehr gerne. Sie schreibt sehr detailliert und sehr atmosphärisch. Hier hat sie ein interessante Geschichte kreiiert.

Das Mädchen Jannie ist eine sympathische Protagonistin, die Bloggerin Gina ist eine unsympathische Person und Dieter ein durchgeknallter Psychopath. Die Personen sind also durchaus interessant und lassen auf einen spannenden Krimi hoffen.

Allerdings konnte mich "Das Mädchen Jannie" nicht wie gewohnt fesseln. Obwohl der Klappentext sehr spannend klang und die Thematik interessant ist, hat hier eine gewisse Grundpannung gefehlt. Die Story plätschert so dahin.






Mittwoch, 2. Oktober 2019

Rezension zu "Das Kino am Jungfernstieg" von Micaela Jary, Goldmann Verlag, Roman

Titel: Das Kino am Jungfernstieg
Autorin: Micaela Jary
Seitenzahl: 368 Seiten, Paperback, Klappenbroschur, (15.7.19)
Isbn Nr. 13-978-3-442-48848-3
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 13,00 Euro
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Verlagsinfo:
" Band 1 der großen Kino-Saga aus der deutschen Nachkriegszeit. November 1946: Die Film-Cutterin Lili Paal kehrt aus Berlin in ihre Heimatstadt Hamburg zurück. In der im Krieg zerbombten Innenstadt besitzt ihre Mutter ein ehemals glamouröses, nun wenig erfolgreiches Kino, das Lilis Halbschwester Hilde und deren Mann unbedingt schließen möchten. Lili will keinesfalls aufgeben, wurde im elterlichen Lichtspielhaus doch ihre Leidenschaft für den Film geweckt. Gleichzeitig sucht sie nach den Negativen eines im Krieg verschollenen Streifens, den sie restaurieren möchte. Dabei lernt Lili sowohl den smarten britischen Offizier John Fontaine als auch den charismatischen Regisseur Leon Caspari kennen. Bringt der gesuchte Film Licht in einen mysteriösen Todesfall, der Lili mehr betrifft, als sie ahnt?"

Über die Autorin:
Micaela Jary stammt aus Hamburg und wuchs im Tessin auf. Bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen widmete, arbeitete sie als Journalistin. Nach vielen Jahren in Paris lebt sie heute mit Mann und Hund in Berlin, München und nahe Rostock. Unter dem Pseudonym Michelle Marly schreibt sie Bestseller über berühmte Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. »Das Kino am Jungfernstieg« ist ihr bisher persönlichstes Buch: In ihrem Elternhaus gingen die Stars des deutschen Films ein und aus, denn Micaela Jary ist die Tochter des berühmten Filmkomponisten Michael Jary.

Eigene Meinung:
Der Auftakt der Trilogie handelt von der Cutterin Lili, die von Berlin nach Hamburg reisen muss, weil ihre Mutter krank ist. Sie benötigt dafür einen Interzonenpass, den man nicht so einfach und schnell bekommt. Der britische Offizier John Fontaine hilft ihr, weil Lilli ihm einige verschollene Filmrollen beschaffen soll. Lilis Mutter lebt bei ihrer Halbschwester und deren Familie. Ihr Schwager möchte das Lichtspielhaus ihrer Familie schließen. Lili ist davon überhaupt nicht begeistert ..

Durch diesen fesselnd erzählten Roman von Micaela Jary bekommen wir einen interessanten Einblick in das Leben in Deutschland kurz nach dem 2. Weltkrieg.

Die Autorin hat interessante Charaktere erschaffen. Lili ist sehr sympathisch. Sie lebt ihr eigenes Leben in Berlin, soll sich aber um ihre Mutter in Hamburg kümmern, die bei ihrer Halbschwester Hilde lebt.

Hilde und ihr Mann sind nicht sehr sympathisch. Sie können Lili überhaupt nicht leiden und wollen sie schnell wieder los haben. Hildes Tochter Gesa, die von einer Schauspielkarriere träumt, bewundert Lili und kümmert sich um die Großmutter.

Die beginnende Liebesgeschichte zwischen Lili und John bringt Romantik und Spannung in die Geschichte. Lili ist schließlich verheiratet und ihr Mann befindet sich in Kriegsgefangenschaft.

Ein Ereignis, auf das ich nicht näher eingehen möchte, bringt eine unvorhergesehene Wendung ins Geschehen.

Schade, dass die Story mit einem Cliffhanger endet und wir auf die Fortsetzung ein Jahr warten müssen. Bis dahin weiß ich sicher nichts mehr über die Geschichte.

 
 



Rezension zu "Das Erbe" von Ellen Sandberg, Penguin Verlag, psychologischer Spannungsroman

Titel: Das Erbe Autorin: Ellen Sandberg Seitenzahl: 512 Seiten , Paperback, Klappenbroschur (28.10.19) Isbn Nr. 13-978-3-328-10402-5 V...