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Mittwoch, 29. Oktober 2014

Rezension zu "Die Quintessenz von Staub" von Nora Lachmann, Psychothriller, Bookshouse Verlag


Titel: Die Quintessenz von Staub
Autorin: Nora Lachmann
Seitenzahl: 218 Seiten
Verlag: bookshouse (29.8.14,  broschiert)
Isbn Nr. 13-978-9963525133
Preis: 11,99 EuroPreis für das Ebook: 3,99 Euro

Klappentext:
"„Der Tod wäre sicher eine Lösung, aber so einfach komme ich nicht davon. Leider. Oder glücklicherweise.”

Für Marie ist die Liebe zu Pius ein großes, unerwartetes Glück. Doch ein schwerer Schlaganfall verändert alles. Marie ist in ihrem Körper eingeschlossen, kann nicht einmal mehr sprechen und muss sich fragen, ob sie ihren Mann und seine Motive wirklich kennt."

Über die Autorin:
Geboren 1957 in Berlin, ummauert aufgewachsen. Ausgeflogen nach Hamburg und in die Toskana. Viel gelernt, erst Psychologie, später Englische und Deutsche Literatur. Zurückgekehrt, zwei Kinder großgezogen und lange als Psychotherapeutin Menschen begleitet. Nach der Jahrtausendwende den Neuanfang gewagt und seitdem als Autorin und Übersetzerin im neuen Beruf heimisch geworden. In der Zeit, die bleibt, auf den Meeren unterwegs. 

Eigene Meinung:
Marie, Mitte dreißig und Single verfällt dem Charme des gutaussehenden Arztes Pius, den sie durch ihren Bruder kennenlernt. Sie ist verliebt, vernachlässigt ihre Freunde und konzentriert sich nur auf Pius. Sie kann ihr Glück kaum fassen. So ein toller Mann, der sich in sie verliebt? Ihr Selbstbewusstsein ist nicht sehr groß. Pius ist sehr eifersüchtig und nimmt Marie ganz für sich in Beschlag.

Was für ein Buch! Was für eine Sprache! Nora Lachmann erzählt uns die Geschichte der Buchhändlerin Marie aus der Ich-Perspektive, ab und an bekommen wir einzelne Tagebucheinträge von Pius zu Gesicht und Rückblicke in Maries Vergangenheit. Die Rückblicke liefern Erklärungen für Maries Verhalten. Sie scheint eine etwas unsichere Person zu sein, die sich nach der großen Liebe sehnt. Pius hingegen ist eine starke Persönlichkeit, der sein Leben nur einem Ziel opfert - der Forschung!

Wortgewaltig und sprachlich auf höchstem Niveau zeigt die Autorin uns das Drama auf, in das Marie völlig naiv hineingerät. Irgendwann zweifelt Marie an den Absichten von Pius, doch da ist sie schon total hilflos und ihrem Liebsten ausgeliefert.

In einem Körper quasi eingesperrt sein, einer Person total ausgeliefert, keine Entscheidungen mehr treffen zu können, das ist wohl nicht nur mein größter Alptraum.

Dieses verstörende, brandaktuelle Psychothrillerdebüt ist mehr als gelungen. Hier vergebe ich sehr gerne 5/5 Sterne. Meine absolute Leseempfehlung für dieses außergewöhnliche Buch, das Emotionen weckt und uns nachdenklich stimmt. Es wirft Fragen auf, wie: Was ist im Namen der Forschung vertretbar? Wann ist ein Leben überhaupt noch lebenswert? Muss sich wirklich jeder um jeden Preis fortpflanzen? 


 

Sonntag, 27. Januar 2013

Rezension zu "Der Sarg" von Arno Strobel, Fischer Taschenbuch Verlag, Psychothriller


Titel: Der Sarg
Autor: Arno Strobel
IsbNr. 978-3-596-19102-4
Seitenzahl: 384 Seiten
Verlag:  Fischer Taschenbuch Verlag
Preis: 9,99 Euro



Klappentext:



 
"Sie wacht auf. Es ist dunkel. Zu dunkel. Sie kann nichts erkennen. Kein Lichteschein durch die Jalousien, keine Leuchtziffern auf dem Wecker. Nichts. Sie will sich aufrichten. Es gelingt ihr nicht. Ihr Kopf schlägt dumpf gegen Holz. Sie ist gefangen. Sie liegt in einem Sarg. Und niemand hört sie schreien."


Über den Autor:

Arno Strobel, 1962 in Saarlouis geboren, studierte Informationstechnologie und arbeitet heute bei einer großen deutschen Bank in Luxemburg. Mit dem Schreiben begann er im Alter von fast vierzig Jahren. Arno Strobel lebt mit seiner Familie in der Nähe von Trier.

Eigene Meinung:

Eva, von Beruf Tochter und Erbin einer großen Kölner Firma, hat immer wieder denselben Traum: Sie erwacht in einem Sarg gefangen und kann sich nicht aus ihm befreien. Sie weiß nicht, wie sie in den Sarg gekommen ist. Nach diesem beängstigenden Traum wacht sie in ihrem Bett auf, hat allerdings verschiedene Verletzungen, die sie sich nicht erklären kann.

Parallel dazu ermittelt die Kölner Polizei in einem Mord, bei dem das Opfer lebendig begraben wurde. Nur durch Hinweise, die sie vom Täter selbst erfahren, finden sie das Grab. Dann geschieht ein weiterer Mord ..


Dieser Thriller ist in kurzen Kapiteln gehalten, in denen wir durcheinzelne  Erzählstränge  die verschiedenen Personen kennenlernen. In einem Erzählstrang erleben wir, was Eva im Sarg durchlebt, ihre Ängste und Gedanken, dann lernen wir Britta kennen, die den Täter zu kennen glaubt. In weiteren Kapitel bekommen wir die Gedanken des Täters erzählt und wie er sein zweites Opfer kennenlernt. Wir begleiten das Ermittlungsteam um Bernd, den wir bereits aus dem Buch "Das Wesen" kennen,  bei ihrer Tätigkeit erfahren dabei von Probleme,die zwischen den Kollegen herrschen. 

Alle Personen, die im Laufe der Handlung auftauchen, scheinen in den Fall verwickelt zu sein . Jeder der Familie Rossbach und ihrer Angestellten halten Infos zurück und haben eigene Interessen wie Machtansprüche oder Geldgier.


Dieser Psychothriller ist fesselnd und sehr spannend erzählt ohne Cliffhanger. Das Thema ist sehr  interessant und führt in menschliche Abgründe. Ich persönlich habe allerdings mehr erwartet. 

Die Figuren haben wenig Tiefe, die Dialoge wirken etwas konstruiert.  Eva und der Psychiater wirken etwas unglaubwürdig und mir war ziemlich schnell klar, um was es genau hier geht. Trotzdem bleibt die Story spannend, da ich unbedingt wissen musste, ob ich richtig liege.

Meine  Erwartungshaltung war hier hoch, da mir "Das Wesen" richtig gut gefallen hat, auch "Das Skript" habe ich verschlungen, daher 4/5 Sterne für diesen Psychothriller. Arno Strobel kann es einfach besser!

Samstag, 15. September 2012

Rezension zu "Das Wesen" von Arno Strobel, Psychohriller

Titel: Das Wesen
Autor. Arno Strobel
Seitenzahl: 368 Seiten
Isbn Nr.: 13- 978-3596186327
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag





Klappentext:
Die Aachener Kripo erhält einen anonymen Hinweis: Ein Mädchen soll verschwunden sein. Bei ihren Recherchen erleben die Kommissare Seifert und Menkhoff eine große Überraschung. Der Vater des angeblich verschwundenen Kindes ist der Psychater Dr. Joachim Lichner, den sie viele Jahre zuvor wegen Mordes an einem kleinen Mädchen verhaftet hatten und der in einem spektakulären Indizienprozess zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt worden war. Als die Beamten ihn mit erneuten Verdächtigungen konfrontieren, leugnet Dr. Lichner, überhaupt ein Kind zu haben. Er sei unschuldig, genau wie damals. Will ihn jemand zum 2. Mal hinter Gitter bringen? Für ein Verbrechen, das er nicht begangen hat. Warum setzt Kommissar Menkhoff nach all den Jahren, alles daran, Lichner ein weiteres Gewaltverbrechen nachzuweisen? Und warum verstrickt sich der Psychater bei jedem Verhör in immer stärkere Widersprüche, als es um seine frühere Lebensgefährtin geht?  Ein unerbittliches Psychoduell nimmt seinen schrecklichen Lauf ..


Der Autor:
Arno Strobel, 1962 in Saarlouis geboren, studierte Informationstechnologie und arbeitet heute bei einer großen deutschen Bank in Luxemburg.Mit dem Schreiben begann er im Alter von fast 40 Jahren. "Das Wesen" ist sein 2. Psychothriller nach "Der Trakt" und "Das Script". Im Frühling 2013 soll "Der Sarg" erscheinen. Arno Strobel lebt mit seiner Familie in der Nähe von Trier. Mehr unter:  http://www.arno-strobel.de/

Eigene Meinung:
Dieser spannende, mysteriöse  Psychothriller ist aus der Ich-Perspektive von Kommissar Seifert geschrieben. Die kurzgehaltenen Kapitel wechseln zwischen den Ermittlungen im Mordfall an einem Mädchen im Jahr 1994 und der angeblichen Entführung der Tochter von Dr. Lichner 2009 ab. Arno Strobel lässt den Leser am Ende eines Kapitels immer etwas im Ungewissen, so dass der Leser angehalten wird, die Kapitel schnellstmöglich zu lesen. Arno Strobel scheint ein Meister von Cliffhangern zu sein.   Der Psychater Dr. Lichner bleibt eine geheimnisvolle Figur, seine Reaktionen im Verhör bleiben meist etwas mysteriös. Er bleibt eine unsympathische, überhebliche Figur. Kommissar Seifert zweifelt an den Ermittlungsergebnissen und am Täter, sein Kollege Menkoff reagiert sehr emotional und hasst den Psychater.

Ab circa Mitte des Thrillers glaubt der Leser genau Bescheid zu wissen. Das tut der Spannung keinen Abbruch, da der Leser nun wissen möchte, ob er richtig liegt und wieso es zu der Tat kam.  Er hat da allerdings nicht mit Arno Strobels falschen Fährten gerechnet.

5/5 Sterne für diesen temporeichen, spannenden, glänzend erzählten Pageturner.Ganz klare Leseempfehlung für diesen superspannenden Psychothriller.

Rezension zum Hörbuch "So bitter die Rache" von Eric Berg, gekürzte Fassung gelesen von Vera Veltz, Randomhouse Audio, Kriminalroman

Titel: So bitter die Rache Autor: Eric Berg Sprecherin: Vera Veltz Laufzeit: ca 8 h 48 min mp3-CD (19.3.18) Isbn Nr. 13-978-3-8371-41...