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Mittwoch, 10. Oktober 2018

Rezension zu "Bluthaus" von Romy Fölck, Bastei Lübbe Verlag, Kriminalroman

Titel: Bluthaus
Autorin: Romy Fölck
Seitenzahl: 319 Seiten (Hardcover, 28.9.18)
Isbn Nr. 13-978-3-431-04111-8
Verlag: Bastei Lübbe Verlag
Preis: 20,00 Euro
 Verlagsinfo:
 "Nach ihrem letzten Fall erholt sich Frida Paulsen in der Elbmarsch, als sie der Hilferuf ihrer alten Freundin Jo erreicht. Vergangene Nacht fand diese in der Marsch die Leiche einer Frau und ist nun überzeugt, dass man sie des Mordes verdächtigt. Kurz darauf verschwindet Jo spurlos. Besorgt begibt sich Frida auf die Suche nach ihrer Freundin. Die Spur führt auf die Halbinsel Holnis zu einem einsam gelegenen Haus, das die Inselbewohner nur das Bluthus nennen. Vor vielen Jahren wurde dort eine Familie grausam hingerichtet – den Täter hat man nie gefunden …"

Über die Autorin:
ROMY FÖLCK wurde 1974 in Meißen geboren. Sie studierte Jura, ging in die Wirtschaft und arbeitete zehn Jahre für ein großes Unternehmen in Leipzig. Mit Mitte dreißig entschied sie, ihren großen Traum vom Schreiben zu leben. Sie kündigte Job und Wohnung und zog in den Norden. Mit ihrem Mann lebt sie heute in einem Haus in der Elbmarsch bei Hamburg, wo ihre Romane entstehen. Ihre Affinität zum Norden kommt nicht von ungefähr, verbrachte doch ihr Vater seine ersten Lebensjahre in Ostfriesland. TOTENWEG ist der erste Band ihrer Krimiserie um die beiden Ermittler Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn.

Eigene Meinung: 

Romy Fölcks zweiter Kriminalroman führt uns wieder in die Elbmarsch, wo sich Frida Paulsen auf dem Obsthof ihrer Eltern von ihrem ersten Fall erholt.

Als sie ihre Freundin Jo sie um Hilfe bittet, weil sie die Leiche einer Frau gefunden hat und davon überzeugt ist, dass sie die ermittelnde Kripo des Mordes verdächtigt, beginnt Frida sich in den Mordfall einzumischen und zu recherchieren.

Auch der zweite Fall von Frida Paulsen ist total fesselnd uns spannend geschrieben, so dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.

Verschiedene Handlungsstränge, die teilweise in die Vergangenheit führen, werfen anfangs noch mehr Fragen auf und erhöhen die Spannung. Am Ende sind alle Rätsel gelöst.
mit
Frida Paulsen ist eine total sympathische junge Frau, die sehr lebendig dargestellt ist und die ich gerne noch bei weiteren Fällen begleiten würde.

Ich kann diesen sehr atmosphärischen Krimi mit seiner komplexen Handlung nur jedem Krimileser empfehlen.






Donnerstag, 17. Mai 2018

Werbung Rezension zu "Das Böse in deinen Augen" von Jenny Blackhurst, übersetzt von Sabine Schilasky, Psychothriller, Bastei Lübbe Verlag


Titel: Das Böse in deinen Augen
Autorin: Jenny Blackhurst
Übersetzt von: Sabine Schilasky
Seitenzahl: 432 Seiten (TB, 27.4.18)
Isbn Nr. 13-978-3-404-17689-2
Verlag: Bastei Lübbe Verlag
Preis: 11,00 Euro

Verlagsinfo: "Niemand hat Angst vor einem kleinen Mädchen, oder doch?

Als die Kinderpsychologin Imogen Reid den Fall der elfjährigen Ellie Atkinson übernimmt, weigert sie sich, den seltsamen Gerüchten um das Mädchen zu glauben. Ellie sei gefährlich, so heißt es. Wenn sie wütend wird, passieren schreckliche Dinge. Imogen hingegen sieht nur ein zutiefst verstörtes Kind, das seine Familie bei einem Brand verloren hat und ihre Hilfe benötigt. Doch je näher sie Ellie kommt, desto merkwürdiger erscheint ihr das Mädchen. Dann erleidet auch Imogen einen schrecklichen Verlust - und sie fürchtet, dass es ein Fehler war, Ellie zu vertrauen -"

Über die Autorin:
Jenny Blackhurst ist seit frühester Jugend ein großer Fan von Spannungsliteratur. Die Idee für einen eigenen Roman entwickelte sie nach der Geburt ihres ersten Kindes; inzwischen ist sie eine erfolgreiche Autorin, deren Romane in mehreren Sprachen erscheinen. Ihre ersten beiden Thriller Die stille Kammer und Das Mädchen im Dunkeln standen wochenlang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und ihren beiden Kindern in Shropshire, England.

Eigene Meinung: 
In kurzen Kapiteln aus der Ich-Perspektive der Psychologin Imogen, teilweise aus der Sicht von Ellie und weiteren Personen wird dieser Psychothriller erzählt. Von der ersten Seite an ist die Story spannend und fesselnd erzählt. Die Autorin schafft es, eine leicht gruselige Atmosphäre zu kreiieren, das hat mir richtig gut gefallen.
Die Hauptfiguren Ellie und Imogen sind interessante Charaktere und durch die Ich-Perspektive bekommen wir einen tiefen Einblick in das Seelenleben der beiden.
Rund um Ellie geschehen immer wieder rätselhafte, unheimliche Ereignisse. Hat Ellie damit etwas zu tun oder ist alles, was geschieht nur purer Zufall? Steckt eventuell eine ganz andere Person dahinter?
Mich hat die Geschichte total in ihren Bann gezogen, die vielen Wendungen bringen Tempo in die Story.

Ich fand diesen Psychothriller richtig gut und auch etwas gruselig (das kommt selten vor). Ich kann euch dieses Buch nur empfehlen und bin auf weitere Bücher dieser Autorin total gespannt.




 

 
 

Dienstag, 6. Februar 2018

Rezension zu "In eisiger Nacht" von Tony Parsons, übersetzt von Dietmar Schmidt,Bastei Lübbe Verlag, Krimi

Titel: In eisiger Nacht
Autor: Tony Parsons
Übersetzt von: Dietmar Schmidt
Seitenzahl: 334 Seiten (Paperack, 26.1.18)
Isbn Nr. 13-978-3-404-17621-2
Verlag: Bastei Lübbe Verlag
Preis: 15,00 Euro
 
Verlagsinfo: "
Ein Schicksal, schlimmer als der Tod
London, an einem frostigen Wintermorgen. Bei einem Einsatz erwartet Detective Max Wolfe ein schrecklicher Anblick: In einem Kühllaster liegen zwölf erfrorene Frauen.  Offenbar hatten sie noch versucht, sich aus ihrem eisigen Gefängnis zu befreien – vergeblich. Alles deutet darauf hin, dass sie von Schleusern illegal ins Land geschafft wurden. Doch warum mussten sie sterben? Als man im Führerhaus des Lasters nicht zwölf, sondern dreizehn Pässe entdeckt, schöpft Max Hoffnung: Wo ist die dreizehnte Frau? Lebt sie vielleicht noch? Auf der Suche nach ihr tauchen Max und seine Kollegen tief in die dunkle, gefährliche Welt des Menschenhandels ein – und nicht jeder von ihnen wird lebend zurückkehren ...
Ein neuer Fall für Max Wolfe aus der Feder von SPIEGEL-Bestsellerautor Tony Parsons"
Über den Autor:
Tony Parsons wurde am 6. November 1953 in Romford, Essex (UK), als einziges Kind einer Arbeiterfamilie geboren. Nach seinem Schulabschluss begann er seine Freizeit für seine literarische Begabung zu nutzen und veröffentlichte eine Untergrundzeitung, die er „Skandalblatt“ nannte. Seine Karriere begann er als Musikkritiker. Heute ist er einer der erfolgreichsten Kolumnisten und Fernsehjournalisten Großbritanniens. Er schrieb u.a. für das Musikmagazin NME, den Daily Telegraph und 18 Jahre lang für den Daily Mirror. Zudem gehört er zu den ganz großen Stars der englischen Literaturszene, denn alle seine Werke schafften es auf die nationalen und internationalen Bestsellerlisten. 1974 schrieb er seinen ersten Roman The Kids der im Jahr 1976 bei New English Library Ltd. erschien. Der gewünschte Erfolg trat nicht mit der ersten Buchveröffentlichung ein und so bewarb sich Tony Parsons 1976 bei NME, um in der Folge drei Jahre über neue Musikerscheinungen und Bands zu schreiben (darunter The Clash, Sex Pistols, Blondie, David Bowie, u.v.m.). In den 1980er Jahren schlug sich Parsons als freiberuflicher Autor durch, bis er 1990 Bare (Penguin Books Ltd), eine Autobiographie über den Sänger Goerge Michael veröffentlichte. In den 90er Jahren begann er für einige britische TV-Formate zu arbeiten und startete bei The Daily Telegraph als Kolumnist. Er lebt mit seiner Frau, ihrer gemeinsamen Tochter und ihrem Hund in London. Sein erster Kriminalroman Dein finsteres Herz mit Detective Constable Max Wolfe wurde von der Presse frenetisch gefeiert.
Eigene Meinung: 
Natürlich war ich auf den vierten Fall von Max Wolfe total gespannt, da mir der Ermittler, ein alleinerziehender Vater mit Hund, sehr sympathisch ist und die bisherigen Fälle von Max Wolfe auch sehr spannend und fesselnd waren. Auch in diesem Krimi erfahren wir viel über seine Tochter und sein Privatleben.  

Der Epilog beginnt sehr spannend und sehr grauenvoll. Zwölf Frauen sind auf der Flucht. Hinten in einem Laster, den sie von innen nicht öffnen können, werden sie von Schleppern über die Grenze gebracht. Aus der Sicht einer Frau schildert Tony Parsons sehr eindrucksvoll, was hier schief läuft und warum elf der Frauen erfrieren, die Erzählerin im Sterben liegt.  Es werden jedoch dreizehn Pässe in der Kabine des Fahrers gefunden. Die Suche nach der dreizehnten Frau beginnt. 
Max Wolfe erzählt aus der Ich-Perspektive von den Ermittlungen seines Teams in diesem Fall. Er wird über die Grenze nach Calais geführt und erlebt so manch eine brenzlige Situation. Manche Entscheidungen seiner Vorgesetzten sind allerdings nicht nachvollziehbar und enden in einem Desaster.
Tony Parsons behandelt in diesem Krimi einige brisante Themen, Flucht, Schlepper, das Elend in dem Flüchtlingscamp in Calais, selbsternannte Weltverbesserer, die genau so brutal und geldgierig sind, wie die Schlepper und das scheinbar "bessere Leben" der Geflüchteten in der neuen Welt. 
Der Autor stimmt den Leser nachdenklich und spart auch nicht an Kritik, was die Aufnahme von so vielen Menschen aus ganz anderen Gesellschaften, für die westliche Welt bedeutet.

Die Thematik in diesem Krimi ist zwar sehr interessant und hochbrisant, für einen Krimi hat mir hier jedoch die Spannung etwas gefehlt. 
So richtig gefesselt hat mich die Handlung nicht und die Ermittlungsarbeit war hier etwas gewöhnungsbedürftig. Mir war auch relativ schnell klar, wer hinter allem steckt.






 

Mittwoch, 19. Juli 2017

Rezension zu "Die Festung am Rhein" von Maria W. Peter, Bastei Lübbe Verlag, Historischer Roman

Titel: Die Festung am Rhein
Autorin: Maria W. Peter
Seitenzahl: 607 Seiten (TB, 16.3.17)
Isbn Nr. 13-978-3-404-17519-2
Verlag: Bastei Lübbe Verlag
Preis:  10,00 Euro
  
Verlagsinfo: "Eine gigantische Festung, ein teuflischer Verrat und eine verbotene Liebe
 
Coblenz, 1822: Hoch über der Stadt entsteht die preußische Feste Ehrenbreitstein. Als geheime Baupläne von dort verschwinden, wird Franziskas Bruder wegen Landesverrats verhaftet. Er soll die Pläne an die Franzosen verkauft haben – immerhin war ihr gemeinsamer Vater ein Offizier Napoleons. Um seine Unschuld zu beweisen, ist Franziska auf die Hilfe des strengen Leutnants Rudolph Harten angewiesen. Bei der Suche nach dem wahren Verräter kommen sich die beiden näher, als es sich für einen Preußen und eine Halbfranzösin gehört ...

Die Festung Ehrenbreitstein (erbaut 1817 bis 1828) thront bis heute hoch über Rhein und Mosel. Zum 200-jährigen Jubiläum der Festungsstadt Koblenz entwirft Maria W. Peter ein schillerndes Panorama der Rheinprovinz im 19. Jahrhundert. Preußische Disziplin trifft auf rheinische Lebensfreude"
 
Über die Autorin:
Maria W. Peter ist seit Langem von Amerika begeistert. Während ihres Studiums der  Amerikanistik und Anglistik war sie Mitglied eines amerikanischen Chors auf dem Militärstützpunkt in Kaiserslautern und pflegte intensive Kontakte zu amerikanischen Familien. Später lebte sie in Columbia, Missouri, wo sie als Fulbright-Stipendiatin die School of Journalism besuchte. Dort erlag sie endgültig der Faszination amerikanischer Kultur und Geschichte. Schon zu Studienzeiten arbeitete Maria W. Peter als Journalistin. Heute ist sie als freie Autorin tätig und pendelt zwischen dem Rheinland und dem Saarland.
 
Eigene Meinung:
Da ich die Festung Ehrenbreitstein in Koblenz im letzten Jahr besucht habe und historische Romane mag, war ich sehr gespannt auf diesen historischen Roman von Maria W. Peter. 
 
Von Anfang an war ich gefesselt von diesem historischen Roman mit Krimielementen und einer Lovestory. 
 
Die Autorin scheint gut über die Entstehung der Festung recherchiert zu haben und wir bekommen über die Geschichte mit, was es für Probleme zwischen den Rheinländern und den Preußen zu der Zeit, in der dieser Roman spielt, gegeben hat.  
 
Die Geschichte rund um die Halbfranzösin Franziska, die die Unschuld ihres Bruders beweisen möchte und dadurch kräftig ermittelt und spioniert, ist von Anfang an fesselnd und spannend erzählt.
 
Franziska ist eine sympathische, für ihre Zeit sehr selbstbewusste junge Frau. Der Leutnant Rudolf Harten ist zwar ein sehr strenger Preuße, er hilft Franziska wo es nur geht und sammelt dadurch auch Sympathiepunkte. 
 
Das Leben der Menschen Anfang des 19. Jahrhunderts ist sehr lebendig erzählt, man kann sich die Probleme, die ihren Alltag beherrscht haben, sehr gut vorstellen.

5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung für diesen spannenden, historischen Roman mit vielen überraschenden Wendungen.


 


 

Donnerstag, 22. Juni 2017

Rezension zu "Der Näher" von Rainer Löffler, Bastei Lübbe Verlag, Thriller

Titel: Der Näher
Autor: Rainer Löffler
Seitenzahl: 463 Seiten (TB, 24.4.17)

Isbn Nr.  13-978-3-404-17454-6
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
Verlag: Bastei Lübbe Verlag
Preis:12.- Euro

Verlagsinfo:
"Ein Thriller wie ein Stich ins Herz
In der Nähe von Köln verschwinden zwei schwangere Frauen. Martin Abel, Fallanalytiker des Stuttgarter LKA, übernimmt die Ermittlungen. Kurz darauf werden die Leichen einer Mutter und ihres Kindes in einem unterirdischen Hohlraum entdeckt. Es handelt sich um eine Frau, die vor Jahren verschwunden ist. Dann taucht eine der beiden vermissten Frauen wieder auf und gibt erste Hinweise auf den Täter. Martin Abel muss sich in eine Welt zerstörerischer Fantasien hineindenken. Denn der Mörder tötet nicht nur, sondern platziert etwas im Körper der Toten ...
Der dritte Band aus Rainer Löfflers fesselnder Thriller-Reihe um den Fallanalytiker Martin Abel."

Über den Autor: 
Rainer Löffler, geboren am 13. November 1961 in Mühlacker, absolvierte mehere Ausbildungen und arbeitete danach u. a. als Filialleiter eines Supermarktes,  Tankstellenchef und Industriemechaniker. Heute ist er Facheinkäufer beim größten Lackieranlagenhersteller der Welt.
Zwischen 1985 und 1987 schrieb er Beiträge für das Deutsche MAD-Magazin unter dem damaligen Redakteur Herbert Feuerstein. Seit 1998 liefert er unter dem Pseudonym Rainer Hanczuk mehrere Arbeiten für Atlan bzw. die Perry Rhodan-Reihe und schrieb Kurzgeschichten für Anthologien.
Rainer Löffler ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Hemmingen bei Stuttgart. 

Eigene Meinung:
Dieser dritte Fall von Martin Abel ist flüssig und sehr spannend geschrieben. Da die Story über verschiedene Handlungsstränge, einmal aus der Sicht der entführten Frauen, einmal aus der Sicht des Täters und natürlich aus der Sicht von Abel, erzählt wird, rasen die Seiten nur so dahin.

Dieser neueste Teil rund um den Fallanalytiker Abel lässt sich auch gut lesen, wenn man die ersten beiden Teile nicht kennt.

Die Morde, zu denen Abel hinzugezogen wird, sind sehr bizarr und verstörend. Teilweise gibt es  in dem Buch Szenen, die nichts für schwache Nerven sind.

Abel hat es nicht leicht, da der Täter keine Spuren hinterlässt und seine Kollegen, insbesondere der Chef der Mordkommission in Gummersbach, überhaupt nicht begeistert sind , dass Abel als Fallanalytiker mitmischt.

So nach und nach macht sich Abel ein Bild von dem Mörder und rückt ihm näher. Er hat keine Zeit zu verlieren, schließlich hat der Mörder noch zwei Frauen in seiner Gewalt.

Spannende Wendungen geben dem Thriller noch mehr Tempo und fesseln den  Leser. Auf den Mörder wäre ich nie gekommen.

5/5 Sterne und meine Leseempfehlung für hartgesottene Thrillerfans.









Freitag, 20. Januar 2017

Rezension zu "Wer Furcht sät" von Tony Parsons, übersetzt von Dietmar Schmidt, Bastei Lübbe Verlag, Kriminalroman

Titel: Wer Furcht sät
Autor: Tony Parsons
Übersetzt von: Dietmar Schmidt
Seitenzahl: 319 Seiten (Paperback, 11.11.16)
Isbn Nr. 13-978-3-404-17442-3
Verlag: Bastei Lübbe Verlag
Preis: 15.- Euro




Verlagsinfo:
"In London macht eine Bürgerwehr, der Club der Henker, Jagd auf böse Menschen – auf Pädophile, Mörder, Hassprediger – und erhängt sie. Mit diesen Fällen von Lynchjustiz beginnen für Detective Max Wolfe seine bisher schwierigsten Ermittlungen. Denn wie fängt man Mörder, die von der Öffentlichkeit als Helden gefeiert werden? Seine Spurensuche führt ihn tief unter die Stadt, in den Untergrund Londons mit seinen vielen stillgelegten Tunneln und Geisterstationen. Doch ehe Max den Club der Henker stellen kann, muss er am eigenen Leib erfahren, wie schmal der Grat zwischen Gut und Böse, Schuld und Unschuld ist …"

Über den Autor:
Tony Parsons begann seien Karriere als Musikkritiker und ist einer der erfolgreichsten Kolumnisten und Fernsehjournalisten Großbritanniens. Zudem gehört er zu den ganz großen Stars der englischen Literaturszene, denn alle seine Romane schafften es in die nationalen und internationalen Bestsellerlisten. Er lebt mit seiner Frau, ihrer gemeinsamen Tochter und ihrem Hund in London. 


Eigene Meinung:  
Tony Parsons hat seinen dritten Teil der Reihe um den Detective Max Wolfe die Themen Recht/Gerechtigkeit und Selbstjustiz zum Thema gemacht.

Pädophile, die nach ein paar Jahren wieder aus dem Gefängnis kommen, während das Leben ihrer Opfer für immer zerstört wurde, genauso wie das, ihrer Angehörigen. Hassprediger, die vom Staat beschützt werden.
Der Club der Henker fällt in London seinen Urteilsspruch und vollstreckt diesen auch gleich. Die Hinrichtungen stellen sie ins Netz. Die Londoner verehren die Täter schon fast als Helden. Max Wolfe ermittelt und kommt den Tätern ganz langsam auf die Spur. Er selbst hat auch so seine Probleme mit dem Rechtssystem und einen Verdacht ..

Wir begleiten Max Wolfe und sein Team bei den Ermittlungen zu interessanten Plätzen im Untergrund von London.

Dieser Krimi um Max Wolfe ist sehr fesselnd und spannend geschrieben, die Themen wecken Emotionen beim Leser, manche Urteile kann man selbst ja auch nicht nachvollziehen und manchmal hat man den Eindruck, dass eher die Täter beschützt werden und die Opfer im Stich gelassen werden.


5/5 Sterne für diesen tempo- und actionreichen Krimi mit vielen spannenden Wendungen und überraschendem Ende.



Montag, 28. Dezember 2015

Rezension zu "Mit Zorn sie zu strafen" von Tony Parsons, übersetzt von Dietmar Schmidt, Bastei Lübbe Verlag, Kriminalroman

Titel: Mit Zorn sie zu strafen
Autor: Tony Parsons
Übersetzt von: Dietmar Schmidt
Seitenzahl: 319 Seiten (Paperback, 10.12.15)
Isbn Nr. 13-978-3-404-17282-5
Verlag: Bastei Lübbe 
Preis:  14,99 Euro

Verlagsinfo:

"London an einem klirrend kalten Neujahrstag. Detective Max Wolfe ist entsetzt: In einer noblen Wohnanlage wurde die Familie Wood ermordet. Mit einer Waffe, die sonst nur bei der Schlachtung von Tieren zum Einsatz kommt: einem Bolzenschussgerät. Allein der jüngste Sohn scheint verschont worden zu sein, doch von ihm fehlt jede Spur. Hat der Killer ihn in seiner Gewalt? Max bleibt nicht viel Zeit. Seine Ermittlungen führen ihn weit in die Vergangenheit, zu einem Mann, der vor 30 Jahren eine Familie tötete, auf die gleiche brutale Art. Doch der ist mittlerweile alt und sterbenskrank. Trotzdem verbirgt er etwas, das spürt Max – eine Ahnung, die ihn ins Grab bringen wird, und zwar buchstäblich."

Über den Autor:
Tony Parsons wurde am 6. November 1953 in Romford, Essex (UK), als einziges Kind einer Arbeiterfamilie geboren. Nach seinem Schulabschluss begann er seine Freizeit für seine literarische Begabung zu nutzen und veröffentlichte eine Untergrundzeitung, die er „Skandalblatt“ nannte.

Seine Karriere begann er als Musikkritiker. Heute ist er einer der erfolgreichsten Kolumnisten und Fernsehjournalisten Großbritanniens. Er schrieb u.a. für das Musikmagazin NME, den Daily Telegraph und 18 Jahre lang für den Daily Mirror.

Zudem gehört er zu den ganz großen Stars der englischen Literaturszene, denn alle seine Werke schafften es auf die nationalen und internationalen Bestsellerlisten.

1974 schrieb er seinen ersten Roman The Kids der im Jahr 1976 bei New English Library Ltd. erschien. Der gewünschte Erfolg trat nicht mit der ersten Buchveröffentlichung ein und so bewarb sich Tony Parsons 1976 bei NME, um in der Folge drei Jahre über neue Musikerscheinungen und Bands zu schreiben (darunter The Clash, Sex Pistols, Blondie, David Bowie, u.v.m.). In den 1980er Jahren schlug sich Parsons als freiberuflicher Autor durch, bis er 1990 Bare (Penguin Books Ltd), eine Autobiographie über den Sänger Goerge Michael veröffentlichte. In den 90er Jahren begann er für einige britische TV-Formate zu arbeiten und startete bei The Daily Telegraph als Kolumnist.

Er lebt mit seiner Frau, ihrer gemeinsamen Tochter und ihrem Hund in London. Sein erster Kriminalroman Dein finsteres Herz mit Detective Constable Max Wolfe wurde von der Presse frenetisch gefeiert.

Eigene Meinung: 
Im Prolog wird aus der Sicht des Sohnes der äußerst brutale Überfall auf die Familie geschildert.

Detective Max Wolfe ermittelt und lässt uns aus der Ich-Perspektive an seinen Ermittlungen Teil haben. Der ganze Fall ist äußerst rätselhaft und von dem Kleinkind, das verschwunden ist, fehlt jede Spur. Die Ermittlungen führen das Team zu einem alten Fall und zum "fahrenden Volk", das auch heute noch mit Vorurteilen der Bevölkerung zu kämpfen hat. Das wird in diesem Krimi sehr anschaulich dargestellt.

Die Ermittlungen gestalten sich sehr schwierig, die ermordete Familie hat scheinbar ein Bilderbuchleben geführt. Szenen ihrer heilen Welt sind im Internet zu sehen. Max gräbt jedoch weiter und stellt fest, dass die heile Welt nur eine Fassade war ..

Mir gefällt der sympathische Ermittler Max Wolf recht gut. Weil er alleinerziehender Vater ist, wird sehr viel aus dem Privatleben von Max erzählt, was hier aber überhaupt nicht stört.
Die Handlung ist sehr spannend, der Krimi ist fesselnd erzählt und lässt einen förmlich an den Seiten kleben. Man möchte unbedingt wissen, wer für das Massaker an der Familie verantwortlich ist. Der Autor führt uns auf falsche Pfade, lässt uns falsche Schlüsse ziehen und ahnen, dass an dem ganzen Szenario irgendetwas überhaupt nicht stimmt.

Die Londoner Polizei kommt hier nicht immer sehr gut weg, Max und seine Kollegen müssen so manche Schlappe einstecken und manche Verletzungen. Allerdings hätten die Ermittler in manchen Situationen auf Verstärkung warten sollen, was sie in der Geschichte leider nicht gemacht haben.

5/5 Sterne für diese großartige, sehr atmosphärische und sozialkritische Krimiunterhaltung aus England mit Londoner Lokalkolorit. Ich bin ein Fan von Max und seinem Team und auf weitere Fälle mit ihm gespannt.


Mittwoch, 18. November 2015

Rezension zu "Das Joshua-Profil" von Sebastian Fitzek, Lübbe Verlag, Thriller

Titel: Das Joshua-Profil
Autor: Sebastian Fitzek
Seitenzahl: 430 Seiten, Hardcover (26.10.15) ab 16 Jahren
Isbn Nr. 13-978-3-7857-2545-0
Verlag: Bastei Lübbe Verlag
Preis: 19,99 Euro

Verlagsinfo: "Der erfolglose Schriftsteller Max ist ein gesetzestreuer Bürger. Anders als sein Bruder Cosmo, der in der Sicherheitsverwahrung einer psychiatrischen Anstalt sitzt, hat Max sich noch niemals im Leben etwas zuschulden kommen lassen. Doch in wenigen Tagen wird er eines der entsetzlichsten Verbrechen begehen, zu denen ein Mensch überhaupt fähig ist. Nur, dass er heute noch nichts davon weiß ... im Gegensatz zu denen, die ihn töten wollen, bevor es zu spät ist."

Über den Autor:
Sebastian Fitzek, Jahrgang 1971, geboren in Berlin, entschied sich nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der Promotion zum Dr. jur. gegen einen juristischen Beruf und für eine kreative Tätigkeit in den Medien. Nach dem Volontariat bei einem privaten Hörfunksender wechselte er als Unterhaltungschef und später als Chefredakteur zur Konkurrenz und machte sich danach als Unternehmensberater und Formatentwickler für zahlreiche Medienunternehmen in Europa selbständig. Er lebt in Berlin, wo er derzeit in der Programmdirektion eines großen Hauptstadtsenders tätig ist.
"Mit so einem großem Erfolg hätte ich nie gerechnet", sagt Fitzek zu BILD. "Die Resonanz auf das Buch ist unglaublich. Jeden Tag bekomme ich seitenlange Leserpost."

Eigene Meinung: 
Zur Story reicht es, die Verlagsinfo zu kennen, mehr Infos würden meiner Meinung nach Überraschungseffekte zu nichte machen und die Spannung nehmen.

Sebastian Fitzek hat hier mal wieder zugeschlagen! Von der ersten Seite an war ich von der sehr interessanten Story, den teilweise skurrilen Figuren und dem fesselnden, sehr spannenden Schreibstil des Autoren in den Bann geschlagen.

Der Schriftsteller Max, ein Losertyp, gerät von einer Katastrophe in die nächste.Es ist nicht klar, ob er den Verstand verloren hat, ob er ein gerissener Verbrecher ist, oder einfach nur eine Figur in einem kosmischen Spiel ist. Auch Cosmo, der Bruder von Max, weckt Gefühle. Man findet ihn irgendwie sympathisch, obwohl er ein verurteilter Verbrecher ist. Eine Paketbotin wird durch Zufall in die Geschehnisse gezogen und man fiebert mit, ob die Sache für sie gut ausgehen wird, ebenso für Jola, die Tochter von Max, die entführt wurde.Nur wer steckt dahinter? Max? Cosmo? Die Frau von Max? 

Sebastian Fitzek macht es den Lesern nicht leicht. Er führt uns auf falsche Spuren und lässt uns unsere Annahmen wieder verwerfen. Mir gefällt der schwarze Humor, der an manchen Stellen auftaucht, auch sehr gut.

5/5 Sterne für diese sehr spannende, temporeiche und überaus raffinierte Story mit vielen Verfolgungsjagden, vielen Cliffhangern und einem Thema, das zum Nachdenken anregt. (Sogar die Danksagung in diesem Thriller ist sehr unterhaltsam zu lesen).



Sonntag, 25. Oktober 2015

Rezension zu "Die Blutschule" von Max Rhode, Thriller, Bastei Lübbe Verlag, Thriller

Titel: Die Blutschule
Autor: Max Rhode
Seitenzahl: 255 Seiten, Paperback (8.10.15)
Isbn Nr. 13-978-3-404-17267-2
Verlag: Bastei Lübbe Verlag
Preis: 12,99 Euro

Verlagsinfo:
 
"Eine unbewohnte Insel im Storkower See

Eine Holzhütte, eingerichtet wie ein Klassenzimmer

Eine Schule mit den Fächern: Fallen stellen. Opfer jagen. Menschen töten.

Die Teenager Simon und Mark können sich keinen größeren Horror vorstellen, als aus der Metropole Berlin in die Einöde Brandenburgs zu ziehen. Das Einzige, worauf sie sich freuen, sind sechs Wochen Sommerferien, doch auch hier macht ihnen ihr Vater einen Strich durch die Rechnung. Er nimmt sie mit auf einen Ausflug zu einer ganz besonderen Schule. Gelegen mitten im Wald auf einer einsamen Insel. Mit einem grausamen Lehrplan, nach dem sonst nur in der Hölle unterrichtet wird ...  "

Über den Autor:
Der Berliner Autor hat als Gerichtsreporter gearbeitet, bevor er mit "Die Blutschule" seinen ersten Roman schrieb. Er lebt sehr zurückgezogen im Südwesten der Hauptstadt. Da er der digital vernetzten Welt kritisch gegenübersteht, findet man ihn weder auf Facebook noch Twitter.

Eigene Meinung:
Da hat sich Sebastian Fitzek äh Max Rhode ja etwas ausgedacht! Er veröffentlicht als Max Rhode diesen Thriller und schreibt dann über diesen Max Rhode sofort den nächsten "Das Joshua Profil" (erscheint am 26.10.15). Ich mag so was ja und da mich bisher alle Bücher des Autoren begeistert haben, musste ich natürlich sofort "Die Blutschule" haben.

Simon, der sich in der Psychiatrie befindet, beschreibt in einem Tagebuch seine Erlebnisse als dreizehnjähriger Teenager am Storkower See. Man bekommt also bereits am Anfang des Buches eine Vorahnung, dass die Geschichte nicht so gut ausgehen könnte.

Da die Familie Geldprobleme hat, ziehen sie von Berlin nach Brandenburg in das Elternhaus seines Vaters. Schon am Kiosk, an dem sie anhalten, haben sie eine seltsame Begegnung mit Teenagern aus dem Dorf und eine bedrückende, beängstigende Atmosphäre ist bereits spürbar. Die beiden Jungs begegnen verschiedenen Personen aus dem Dorf, z. B.  Stotter-Peter, ihrem Nachbarn, dem Böses nachgesagt wird und der ihnen eine unheimliche Geschichte über den See erzählt, oder Sandy die ihr raffiniertes Spiel mit den Jungs spielt. Bald darauf folgen unheimliche, verstörende Ereignisse und ihr Vater scheint sich total zu verändern.

An einem Nachmittag habe ich "Die Blutschule" verschlungen, zusammen mit Simon gehofft, dass sich alle Ereignisse erklären lassen würden, dass manche Personen, wie Sandy, eine Abreibung bekommen würden, manchen Tieren nichts geschehen möge und die ganze Sache ein gutes Ende nehmen könnte.

Die Story ist spannend erzählt mit überraschenden Wendungen und die beklemmende Atmosphäre im Dorf ist schon fast körperlich spürbar. 

5/5 Sterne für diesen spannenden, teilweise blutigen und unheimlichen Thriller. Ich mag es, wenn nur Andeutungen gemacht werden, über das, was gerade passiert und schon geht bei mir das Kopfkino los!




  


Montag, 8. September 2014

Rezension zu "Phönixkinder" von Christine Drews, Bastei Lübbe Verlag, Kriminalroman

Titel: Phönixkinder
Autorin: Christine Drews
Seitenzahl: 366 Seiten

Verlag: Bastei Lübbe
Rezensionsexemplar von Bloggdeinbuch 
Isbn Nr. 978-3-404-16992-4
Preis: 8,99 Euro

Klappentext:

"Der Geruch nach Feuer liegt noch in der Luft, als Charlotte Schneidmann und Peter Käfer im Seniorenstift Sonnenschein ankommen. Einer der Bewohner, der demente Ludger Steinkamp, ist bis zur Unkenntlichkeit verkohlt. Alle Indizien deuten auf Brandstiftung, aber nicht nur das - das Opfer wurde regelrecht zu Tode gefoltert. Grausame Rache? Oder ein letzter Versuch, Informationen von Steinkamp zu erpressen?

Die brandgefährlichen Spuren führen Charlotte und Käfer tief in die Vergangenheit des Münsterlandes."

Über die Autorin:
Schon während ihres Germanistik- und Psychologiestudiums arbeitete Christine Drews für diverse TV-Produktionen. Nach ihrem Magisterabschluss schrieb sie für Clou Entertainment als feste Autorin für verschiedene Comedy-Serien, bevor sie sich 2002 selbständig machte. Seitdem hat sie Drehbücher für Movies (u.a. „Am Kap der Liebe“, Co-Autor Jens Jendrich), Familien- und Comedyserien geschrieben (u.a. „Sechserpack“, „Weibsbilder“, „Er sagt, sie sagt“, „Die Bräuteschule 1958“, etc.), und als Autorin für zahlreiche Showformate gearbeitet (u.a. „Achtung! Hartwich“, „Das NRW Duell“, etc.). Schattenfreundin ist ihr erster Roman.


Eigene Meinung: 

Im Pflegeheim "Sonnenschein" ist auf der Demenzstation ein Feuer ausgebrochen. Für den demenzkranken Ludger Steinkamp kam jede Hilfe zu spät. Die Ermittlungen von Charlotte und ihrem Kollegen Peter Käfer gestalten sich sehr schwierig. Die Demenzkranken behindern die Ermittlungen. Sie kennen keine Grenzen und betreten das abgesperrte Zimmer, Dinge aus dem Zimmer verschwinden spurlos und natürlich fehlt den meisten Heimbewohnern die Erinnerung an die Ereignisse. Auch der Hausmeister, der vernommen wird,  und der zuständige Pfleger sind keine große Hilfe.

In verschiedenen Erzählsträngen begleiten wir die Ermittler, lernen die Sichtweise von Annette, der Tochter des Mordopfers, kennen und bekommen einen Einblick in die Psyche des Täters. Käfer verliebt sich in Annette, was Chalotte nicht so sehr begeistert. Nicht nur das Mordmotiv, auch das Mordopfer bleiben für die Ermittler erst einmal sehr rätselhaft.  Ludger Steinkamp scheint sehr vermögend gewesen zu sein, wie er zu seinem Vermögen kam und wo es sich befindet, ist unklar.   Seine Familie wusste sehr wenig von ihrem Familienoberhaupt. Die Familienmitglieder haben ihn nie im Pflegeheim besucht.

Nicht nur die Ermittler graben tief in der mysteriösen Vergangenheit des Mordopfers, auch Annette möchte ihren Vater näher kennen und verstehen lernen. Sie und ihr Bruder wurden von ihm in verschiedene Internate gesteckt. Annette wurde gegen den Willen ihres Vaters Konditorin, so hatten die beiden nie ein gutes Vater-Tochter-Verhältnis. Seine Frau hat er nach Strich und Faden betrogen. Der Verstorbene scheint zwei total verschiedene Leben geführt zu haben.

Dieser Krimi ist von Anfang an spannend und sehr fesselnd erzählt, dabei erhöht sich im Laufe der Handlung das Tempo. Er hat auch einige Überraschungen parat.

Die Ermittler führen viele Gespräche mit verschiedenen Personen und kommen einem raffinierten Betrug auf die Schliche.

Wir erfahren während der Ermittlungen sehr viel Interessantes über das Thema Demenz. Falls ich einmal zuviel Geld haben werde, weiß ich dank dieses Krimis, wo und wie ich es am Fiskus vorbei anlegen könnte ...

Dieser Krimi besticht durch einen sehr interessanten, vielschichtigen Plot, sympathische Figuren und hat so einige Überraschungen für den geübten Krimileser  parat,  daher gibt es von mir 5/5 Sterne.

Montag, 3. März 2014

Rezension zu "Der Sandmann" von Lars Kepler, Thriller, eBook, Bastei Lübbe Verlag

Titel: Der Sandmann
Autoren: Lars Kepler
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1107 KB
Seitenzahl der Printausgabe: 576 Seiten
Isbn Nr. 343-103-8875
Verlag: Bastei Entertainment (14.2.14)
ASIN: B00C08V9TM
Preis: 14,99 Euro

Kurze Inhaltszusammenfassung:

Jurek Walter sitzt seit Jahren in Isolationshaft. Niemand darf ohne Aufsicht seine Zelle betreten. Dem Serienmörder wird zugetraut, auch hinter Gittern noch schreckliches Unheil anzurichten.

Als eines seiner letzten Opfer plötzlich lebendig wieder auftaucht, steht für Kommissar Joona Linna fest, dass der Mörder einen Komplizen haben muss. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt: Die Schwester des geretteten Mannes war damals auch verschwunden - und ist womöglich noch am Leben!
Um ihren Aufenthaltsort zu erfahren, bittet Joona seine Kollegin Saga Bauer, sich in die Psychiatrie einweisen zu lassen. Jemand muss das Vertrauen des Serienmörders gewinnen ...

Über die Autoren: 
Lars Kepler ist das Pseudonym von Alexandra und Alexander Ahndoril. Der Hypnotiseur, ihr Krimidebüt, war in Schweden sensationell erfolgreich und das Buchereignis des Jahres. Der Roman erscheint in über dreißig Ländern. Das Ehepaar lebt mit seinen drei Kindern in Stockholm.
Der erste Band der Reihe  heißt "Paganinis Fluch",  der zweite Band "Der Hypnotiseur" (wurde bereits verfilmt, der dritte Band "Flammenkinder".Mehr über Lars Kepler: http://www.larskepler.com/

Eigene Meinung:
Jurek Walter, ein gefährlicher Serienmörder, sitzt in der Isolationszelle der psychiatrischen Klinik. Wenn die Ärzte oder das Pflegepersonal der Psychiatrie seine Zelle betreten, dann nur mit Ohrenschützern. Denn Jurek kann Menschen beeinflussen.  Nach einem Treffen mit ihm sind sie total verstört und begehen Selbstmord. Daher hat jeder in der Klinik Angst vor Jurek.
Dann passiert das Unfassbare. Eines seiner Opfer, Mikael, der vor 13 Jahren zusammen mit seiner Schwester Felicia verschwunden ist, taucht wieder auf.  Er ist stark abgemagert und hat die Legionärskrankheit. Joona Linna rollt den Fall neu auf und versucht, Felicia zu retten. Die Zeit drängt, da die Schwester vermutlich auch mit der Legionärskrankheit infiziert ist und die Krankheit nun lebensbedrohlich sein kann. Joona ist sich sicher, dass Jurek einen Komplizen haben muss, der die Opfer am Leben erhalten hat.  Doch Mikael kann ihm nicht helfen, er redet nur vom Sandmann und einer Kapsel, in der er jahrelang untergebracht war. Wo er sich dreizehn Jahre lang aufgehalten hat, kann er nicht sagen. Joona schickt seine Kollegin Saga Bauer in die Psychiatrie. Sie soll Jureks Vertrauen gewinnen und den Aufenthaltsort seiner Schwester herausfinden. Ansonsten bieten sich wenige Anhaltspunkte, um mit den Ermittlungen zu beginnen. Wer Jurek Walter ist und wo er herkommt, ist nicht bekannt. Auch sonst hat Joona nicht sehr viel, um Felicia retten zu können. Er setzt auf seine Freundin und Kollegin Saga, der nicht bewusst ist, in welche Gefahr sie sich begibt.

Das Autorenteam arbeitet mit verschiedenen Erzählsträngen der einzelnen Personen und mit kurzen Kapiteln, was die Handlung schnell vorantreibt und uns kaum Zeit lässt,  Atem zu holen. Sie schreiben ungewöhnlicherweise im Präsens, was dazu führt, dass wir Leser noch mehr mitten in das Geschehen geworfen werden. Wir bekommen die Erlebnisse von Saga in der Psychiatrie intensiv geschildert und begleiten Joonas Ermittlungsversuche.

Der Spannungsbogen ist von der ersten bis zur letzten Seite sehr hoch. Dem Leser wird oft zugemutet, sich einiges zusammenzureimen, da die Autoren nicht alles bis ins kleinste Detail  erklären, sondern uns einige Dinge erahnen lassen. Das gefällt mir an diesen Thrillern  unheimlich gut. Was uns noch unlogisch erschien oder Fragen aufwarf, wird fast alles gegen Ende geklärt. Manche Dinge werden wohl erst im Folgeband beantwortet  (bitte, bitte, lasst mich nicht so lange auf den Folgeband warten ..).

Joona Linna gefällt mir sehr gut, er arbeitet intuitiv und eher unkonventionell. Er ist als liebenswerter Einzelgänger zu charakterisieren. Jurek Walter bleibt geheimnisumwittert und ist sehr manipulativ. Dieser Serienmörder erinnerte mich etwas an Hannibal Lecter. Die taffe Saga Bauer, die sich für Felicia in Gefahr begibt, und unschöne Dinge in der Psychiatrie erleiden muß, ist eine sehr interessante Persönlichkeit, die mich etwas an Lara Croft erinnert.

"Der Sandmann" ist ein actionreicher Thriller, der atemlose Spannung verspricht und ein Pageturner sondergleichen ist.  Manche Leser mögen diesem Thriller vorwerfen, er wirke etwas zu konstruiert. Das stört mich normalerweise auch, hier komischerweise überhaupt nicht.

Meine hohe Erwartungshaltung nach "Flammenkinder" haben die beiden Autoren noch einmal übertroffen. 5/5 Sterne gibt es von mir und meine absolute Leseempfehlung für diesen außergewöhnlichen Thriller. Ich habe Joona Linna erst mit dem vorherigen Band "Flammenkinder" kennengelernt. Sinnvoller ist es sicherlich, beim 1. Band der Reihe zu beginnen. Es ist aber nicht zwingend notwendig.

Rezension zu "Verborgen - 1. Fall für Gefängnisärztin Eva Korell" von Anna Simons, Penguin Verlag, Kriminalroman

Titel: Verborgen - 1. Fall für Gefängnisärztin Eva Korell Autorin: Anna Simons Seitenzahl : 432 Seiten, (TB, Broschur, 8.10.18) Isbn Nr...