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Montag, 18. September 2017

Rezension zu "Wie der Wind und das Meer" von Lilli Beck, Blanvalet Verlag, Roman

Titel: Wie der Wind und das Meer
Autorin: Lilli Beck
Seitenzahl: (512 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, 18.9.17)
Isbn Nr. 13-978-3-7645-0577-6
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 19,99 Euro
 

Verlagsinfo:
 "»Halt dein Gesicht in den Regen, jeder Tropfen ist ein Kuss von mir ...«
München, April 1945. Nach einem verheerenden Fliegerangriff irrt der elfjährige Paul mit einem Koffer durch die Trümmerlandschaft. Auf der Suche nach einem Versteck trifft er auf ein kleines Mädchen. Sie heißt Sarah, hat wie er ihre Familie verloren – und sieht Pauls Schwester verblüffend ähnlich. Um in der verwüsteten Stadt nicht allein zu sein und von den Behörden nicht getrennt zu werden, schließen Paul und Sarah einen Pakt: Von nun an werden sie sich als Geschwister ausgeben. Ihr Plan geht auf. Doch wie hätten sie ahnen können, dass Jahre später ihre Notlüge ihr Verhängnis werden würde – und dass sie sich würden verstecken müssen, um sich lieben zu dürfen …www.lilli-beck.de"

Über die Autorin:
Lilli Beck wurde 1950 in Weiden/Oberpfalz geboren und lebt seit vielen Jahren in München. Nach der Schulzeit begann sie eine Ausbildung zur Großhandelskauffrau. 1968 zog sie nach München, wo sie von einer Modelagentin in der damaligen In-Disko Blow up entdeckt wurde. Das war der Beginn eines Lebens wie aus einem Hollywood-Film. Sie arbeitete zehn Jahre lang für Zeitschriften wie Brigitte, Burda-Moden und TWEN. Sie war Pirelli-Kühlerfigur und Covergirl auf der LP Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz von Marius Müller-Westernhagen.

Eigene Meinung:

Die Story dreht sich um zwei Kinder, die in den Kriegswirren 1945 ihre Eltern verloren haben. Das Mädchen Sarah ist Jüdin. Der Junge und das Mädchen beschließen, sich als Geschwister auszugeben, weil das Mädchen seiner verstorbenen Schwester sehr ähnlich sieht. Diese Lüge hat Folgen, die beiden verlieben sich später ineinander. Sie trauen sich nicht zuzugeben, dass sie keine Geschwister sind. Für beide ist es die ganz große Liebe, die sie erfahren haben und nicht leben dürfen, was für den Lebensweg von Paul und Sarah und ihren Angehörigen entsprechende, tragische Folgen hat

Das Buch ist sehr lebendig geschrieben. Man erfährt viel vom Leben im Nachkriegsdeutschland ganz nebenbei. Z. B. wie es den Kindern in Waisenhäusern erging zu der Zeit, Alleinerziehenden, der 1. Fernseher, später etwas über die Hausbesetzerszene in Berlin oder die ersten Frauenhäuser. 
 
Lilli Beck schreibt flüssig, spannend und mit einem gewissen Fesselfaktor. Man möchte das Buch nicht aus der Hand legen.  Ihre Protagonisten sind sehr lebendig dargestellt. Man fühlt sich Mitten im Geschehen, in der Großmarkthalle mit ihrem geschäftigen Treiben oder im Tonstudio zusammen mit Sarah.

Mir hat die Lebensgeschichte von Sarah und Paul sehr gut gefallen. 



Samstag, 22. Juli 2017

Rezension zu "Der Hirte" von Ingar Johnsrud, übersetzt von Daniela Stilzebach, Blanvalet Verlag, Thriller

Titel: Der Hirte
Autor: Ingar Johnsrud
Übersetzt von: Daniela Stilzebach
Seitenzahl: 511 Seiten, Paperback, Klappenbroschur (26.6.17)
Isbn Nr. 13-978-3-7645-0587-5
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 14,99 Euro

Verlagsinfo:
 "Die Kinder von »Gottes Licht« folgen ihrem Hirten ... bis in den Tod!
Die Tochter der einflussreichen Politikerin Kari Lise Wetre wird vermisst – ein Routinefall für Hauptkommissar Fredrik Beier. Doch kurz darauf wird Beier nach Solro beordert, einem alten Hof vor den Toren Oslos. Fünf Männer wurden auf dem Sitz der christlichen Sekte »Gottes Licht« grausam abgeschlachtet. Das Gelände des Hofs ist ausgestattet wie ein Hochsicherheitstrakt, und im Keller des Gebäudes stoßen die Ermittler auf ein Labor, das auf monströse Experimente hinweist. Von den restlichen Mitgliedern der Sekte fehlt jede Spur, unter ihnen die vermisste Annette Wetre ..."

Über den Autor:
Ingar Johnsrud, Jahrgang 1974, wuchs in Holmestrand auf. Er studierte Film- und Medienwissenschaften und arbeitete fünfzehn Jahre als Journalist bei einem der größten norwegischen Medienunternehmen. Sein erster Roman, der Thriller »Der Hirte«, wurde als bestes Krimidebüt für den Maurits Hansen Prisen nominiert, und in seiner Heimat wird Johnsrud als neuer Star der skandinavischen Spannungsliteratur gefeiert.

Eigene Meinung:
Der Klappentext klang spannend, die Thematik hat mich interessiert. Die Presse überschlägt sich, das Buch wurde als bestes Thrillerdebüt für den Maruits Hansen Prisen nominiert.
So richtig nachvollziehen kann ich diesen Hype um "Der Hirte" nicht.

Dieses Debüt von Ingar Johnsrud ist zwar temporeich erzählt, ständig wechseln die Erzählstränge, mal in die Vergangenheit, dann wieder wird die Sichtweise von verschiedenen Personen wiedergegeben. Flüssig geschrieben und spannend finde ich diesen Thriller nicht. Ich stolpere über manche Formulierungen, manche Szene hätte ich gerne ausführlicher beschrieben gehabt, dann wieder verliert sich der Autor in Details, die für die Handlung völlig unrelevant sind. Frauenbrüste unter der Kleidung scheinen es ihm angetan zu haben, die beschreibt er sehr ausführlich, was Form, Brustwarzenfarbe, etc. angeht. Mag sein, dass dieser Thriller auch einfach schlecht übersetzt wurde.

Vom Hauptkommissar Fredrik Beier erfahren wir zwar viel Privates, er hat Sex mit der Ex und mit seiner neuen Freundin natürlich auch. Er bleibt trotzdem ziemlich blass.

Ingar Johnsrud behandelt viele Themen, Nazis, Versuche am Menschen, eine Sekte spielt eine Rolle, religiöser Fanatismus und natürlich darf Islamismus auch nicht fehlen. Spannend wird diese Story trotzdem nicht und es wäre besser gewesen, wenn er manche Themen nicht nur umrissen hätte, sondern mehr auf die Thematik eingegangen wäre.

Dieser Thriller hat gute Ansätze, mehr jedoch nicht. Ich frage mich, was da noch für Thriller für den Maurits Hansen Prisen nominiert worden sind?
Diese Reihe werde ich definitiv nicht weiterverfolgen.




Mittwoch, 5. April 2017

Rezension zu "Die Blütensammlerin" von Petra Durst-Benning, Blanvalet Verlag, Roman

Titel: Die Blütensammlerin
Autorin: Petra Durst Benning
Seitenzahl: 512 Seiten, (TB, Klappenbroschur, 20.3.17)
Isbn Nr. 13-978-3-7341-0012-3
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:

Die Träume des Winters sind die Blumen des Frühlings ...

Nach ihrer Trennung soll Christine entweder aus ihrem Haus ausziehen oder ihren Mann auszahlen. Wer aber gewährt einer Hausfrau Ende vierzig ein Darlehen oder stellt sie ein? Doch die Maierhofener Frauen halten zusammen und helfen Christine, ihr Haus in ein Bed & Breakfast umzuwandeln. Und sie wird Single-Wochenenden ausrichten, an denen man nicht nur das Landleben, sondern auch neue Menschen kennenlernt. Sogar Marketingexpertin Greta ist begeistert: Im Juni findet doch der große Kochwettbewerb statt – und wie wäre es, wenn Christine ein Team zusammenstellte, das daran teilnimmt? So könnte jeder Topf seinen Deckel finden …"

Über die Autorin:

Petra Durst-Benning wurde 1965 in Baden-Württemberg geboren. Seit über zwanzig Jahren schreibt sie historische und zeitgenössische Romane. Fast all ihre Bücher sind SPIEGEL-Bestseller und wurden in verschiedene Sprachen übersetzt. In Amerika ist Petra Durst-Benning ebenfalls eine gefeierte Bestsellerautorin. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Hunden südlich von Stuttgart auf dem Land.

Eigene Meinung: 

Der dritte Band der Maierhofen-Reihe dreht sich um Christine, die von ihrem Mann verlassen wurde, und nun versucht, eine Verdienstmöglichkeit zu finden, damit sie ihr Haus halten kann. Christine hat nichts gelernt, war immer für die Familie da und nun stellt sie fest, dass es gar nicht so einfach ist, einen Job zu bekommen ohne Ausbildung. Doch Christine hat viel Rückhalt von den Maierhofener Frauen. Sie bietet Bed & Breakfast an und nimmt die Singles, die für einen Kochwettbewerb anrücken, unter ihre Fittiche.

Auch der dritte Band der Reihe ist sehr unterhaltsam, flüssig geschrieben und der Humor kommt hier auch nicht zu kurz. Es gibt liebenswerte Charaktere, wie z. B. Christine, und auch die eine oder andere Kratzbürste, Menschen sind eben verschieden. Das macht den Roman allerdings sehr lebendig und realistisch. Wenn das Single-Dasein eine Rolle spielt, kommt die Liebe natürlich auch nicht zu kurz.

Die Autorin hat in diesen Roman einige tiefgründige Botschaften verpackt, z. B. dass man für die Liebe nie zu alt ist, dass man immer einen neuen Anfang wagen sollte oder dass gemeinsames kochen Spaß machen kann und viel gesünder ist. Ich liebe die Maierhofen-Reihe und bin gespannt, wie es weitergeht mit den Freundinnen.

Am Ende des Buches gibt es interessante Rezepte für Cocktails, Siruprezepte und vieles mehr. Auf der Blanvalet-Verlagsseite gibt es eine Häkelanleitung für ein wunderschönes Blütenlesezeichen passend zur Geschichte.5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung.





Freitag, 3. Februar 2017

Rezension zu "Saving Grace" von B. A. Paris, übersetzt von Wulf Bergner, Blanvalet Verlag, Psychothriller

Titel: Saving Grace
Autorin: B. A. Paris
Übersetzt von: Wulf Bergner
Seitenzahl: 352 Seiten, TB, Klappenbroschur (21.11.16)
Isbn Nr. 13-978-3-7341-0263-9
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 9,99 Euro

 Verlagsinfo:

"Niemand glaubt dir. Niemand hilft dir. Du gehörst ihm …
Grace und Jack Angel sind das perfekte Paar. Die dreiunddreißigjährige Grace ist warmherzig, liebevoll, bildhübsch. Jack sieht gut aus, ist charmant und kämpft als renommierter Anwalt für die Rechte misshandelter Frauen. Aber sollte man Perfektion jemals trauen? Warum zum Beispiel kann Grace auf Dinnerpartys so viel essen und nimmt doch niemals zu? Warum umgibt ein hoher Zaun Jacks und Graces wunderschönes Haus? Doch wenn man Grace danach fragen möchte, stellt man fest, dass sie nie allein ist. Denn Jack ist immer – wirklich immer – an ihrer Seite …"

Über die Autorin:

B.A. Paris wuchs in England auf, hat jedoch den Großteil ihres Erwachsenenlebens in Frankreich verbracht. Sie arbeitete in der Finanzbranche und als Lehrerin. Gemeinsam mit ihrem Ehemann und ihren fünf Töchtern lebt sie auch heute noch in Frankreich. »Saving Grace – Bis dein Tod uns scheidet« ist ihr erster Roman.

Eigene Meinung: 

Das Debüt von B. A. Paris beginnt mit einer Dinnerparty mit Freunden. Grace und Jack sind ein Traumpaar, das von seinen Freunden beneidet wird. Doch schon beim Lesen der ersten Seite wackelt die Idylle, irgendwie ist alles zu perfekt. Warum hat Grace kein Handy? Warum verschiebt sie Lunchtermine mit ihren Freunden? So nach und nach kommt der Leser dem Abgrund, an dem sich Grace bewegt, auf die Spur und Jack entpuppt sich als Monster.

Dieser Psychothriller ist über zwei Zeitebenen erzählt. In der Vergangenheit erfahren wir, wie Grace ihren Traummann Jack kennengelernt hat. Der sieht dem Schauspieler Georg Clooney wohl sehr ähnlich, was zu einem Running Gag in der Story führt. Wir erleben mit, wie die beiden heiraten und wie Grace kämpfen muss, sich Jack widersetzt und die Konsequenzen, die darauf erfolgen. Mehr möchte ich dazu nicht schreiben, denn jedes weitere Wort nimmt euch die Spannung an der Geschichte. Im Erzählstrang, der in der Gegenwart spielt, erfahren wir, wie Graces Leben im Moment aussieht (und das ist ganz und gar nicht rosig).

Die Story ist aus der Ich-Perspektive von Grace erzählt. Deshalb leidet der Leser mit und hofft auf ein glückliches Ende, das allerdings mehr als fern liegt. Graces kleine Schwester Millie ist eine ganz besonders liebenswerte Figur.  Jack hingegen wird immer unsympathischer im Laufe der Geschichte.

5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung für diesen raffinierten, sehr spannenden und fesselnden Psychothriller, der eine total beklemmende Atmosphäre erschafft und das alles ohne Gewaltszenen oder blutige Szenen. "Saving Grace" ist ein total überraschendes,  perfektes Debüt.




  

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Rezension zu "Das Weihnachtsdorf" von Petra Durst-Benning, Blanvalet Verlag, Roman

Titel: Das Weihnachtsdorf
Autorin: Petra Durst-Benning
Seitenzahl: gebundenes Buch mit Schutzumschlag (26.9.16)
Isbn Nr. 13-978-3-7645-0598-1
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 12,00 Euro

Verlagsinfo:
"Eine Weihnachtsgeschichte mit vielen Rezepten und Dekotipps
Es ist Anfang Dezember im malerischen Allgäu. Maierhofen liegt friedlich im Schnee, Kerzenlicht funkelt in den Häusern. Der Trubel des Sommers ist längst vorbei, das große Kräuter-der-Provinz-Festival nur noch eine schöne Erinnerung. Langweilig wird es im Genießerdorf jedoch lange nicht, denn der erste Weihnachtsmarkt steht bevor. Wenn es nach Werbefrau Greta geht, haben dort Plastik-Nikoläuse und billiger Glühwein nichts verloren. Wird es aber den Maierhofenern gelingen, das Wahre und Gute in den Winter hinüberzuretten? Therese freut sich auf Feiertage in trauter Zweisamkeit, doch jemand will ihre Pläne durchkreuzen. Und während es Christine vor ihrem ersten Fest alleine graut, werden Roswitha und Edy auf die Probe gestellt. Junges Liebesglück, neue Sehnsüchte und zerschlagene Hoffnungen brauen sich zusammen wie Winterstürme. Wie viele kleine Wunder braucht"

Über die Autorin:
Petra Durst-Benning wurde 1965 in Baden-Württemberg geboren. Seit über zwanzig Jahren schreibt sie historische und zeitgenössische Romane. Fast all ihre Bücher sind SPIEGEL-Bestseller und wurden in verschiedene Sprachen übersetzt. In Amerika ist Petra Durst-Benning ebenfalls eine gefeierte Bestsellerautorin. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Hunden südlich von Stuttgart auf dem Land.


Eigene Meinung:

In dem Roman "Das Weihnachtsdorf "gibt es ein Wiedersehen mit den Bewohnern von Maierhofen.
Wir erfahren, wie es den einzelnen sympathischen Protagonisten aus ""Die Kräuter der Provinz" zwischenzeitlich erging und wie sie sich auf ihren Weihnachtsmarkt vorbereiten. Es gibt weitere Liebesirrungen und Wirrungen und manche Bewohner haben so viel zu tun, dass für Freizeit kaum Raum bleibt. Manche Bewohner haben ganz genaue Vorstellungen, wie sie Weihnachten feiern wollen, aber manchmal kommt es einfach anders, als man denkt.


Im Anhang sind Rezepte für Weihnachtsköstlichkeiten, es werden Dekotipps für Weihnachten gegeben und Tipps dafür, wie man Weihnachten entschleunigt.

5/5 Sterne für diese schöne "Weihnachtsgeschichte, die eine gelungene Fortsetzung der Reihe um die Bewohner von Maierhofen ist. Ich bin gespannt auf die "Blütensammlerin".






Montag, 10. Oktober 2016

Rezension zu "Die Entscheidung " von Charlotte Link, Blanvalet Verlag, Kriminalroman

Titel: Die Entscheidung
Autorin: Charlotte Link
Seitenzahl: 576 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag (5.9.16)
Isbn Nr.: 13-978-3-7645-0441-0
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 22,99 Euro


Verlagsinfo:

Was, wenn du im falschen Moment die falsche Entscheidung triffst?

Eigentlich will Simon mit seinen beiden Kindern in Südfrankreich ein ruhiges Weihnachtsfest feiern. Doch dann kommt alles ganz anders: Die Kinder sagen ihm kurzfristig ab, seine Freundin gibt ihm den Laufpass, und auf einem Strandspaziergang begegnet er einer jungen, völlig verwahrlosten Frau: Nathalie, die weder Geld, Papiere noch eine Unterkunft hat, die fürchterlich abgemagert und hochgradig verängstigt ist. Sie tut ihm leid, und er bietet ihr seine Hilfe an. Nicht ahnend, dass er durch diese Entscheidung in eine mörderische Geschichte hineingezogen wird, deren Spuren bis nach Bulgarien führen. Und zu Selina, einem jungen Mädchen, das ein besseres Leben suchte und in die Hände skrupelloser Verbrecher geriet. Ihr gelingt die Flucht, doch damit löst sie eine Kette von Verwicklungen aus, die Simon und Nathalie, tausende Kilometer entfernt, in der Provence zum Verhängnis werden …"

Über die Autorin:
Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre Kriminalromane sind internationale Bestseller, auch Im Tal des Fuchses und zuletzt Die Betrogene eroberten wieder auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang über 26 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt.
Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.

Eigene Meinung:
Charlotte Link erzählt diesen ruhigen Krimi über viele, verschiedene Handlungsstränge, die teilweise in der Gegenwart spielen, teilweise in die Vergangenheit der Protagonisten eintauchen. Die Cliffhanger am Ende der einzelnen Erzählstränge lassen die Seiten nur so fliegen, denn man möchte ja wissen, wie es mit dem entsprechenden Erzählstrang weitergeht.

Man ahnt zwar schon, dass die Geschichten von Natalie, Selina und Natalies verschwundenem Freund Jerome zusammenhängen und dass es um Menschenhandel geht. Wer aber hinter den Morden, der Verfolgung von Natalie und Simon steckt, bleibt bis zum Schluß im Dunkeln. Warum Simon und Natalie unbedingt gefunden werden sollen, bleibt bis zum Ende hin auch unklar. Alle Fragen und Unklarheiten werden zum Schluß allerdings beantwortet.

Der Erzählstrang in Bulgarien, der sich um Selina und ihre Familie dreht endete etwas zu abrupt, es wird später nur angedeutet, was genau passiert ist. Das ist schade, denn dieser Erzählstrang war sehr spannend.

Mir hat dieser ruhige Krimi, der sich hauptsächlich auf die Personen Simon, Natalie und Selina konzentriert, richtig gut gefallen. Der Leser erhält einen großen Einblick in Natalies Leben und warum sie von ihrem Freund so abhängig geworden ist. Auch Simon ist ein interessanter Charakter, der sich nicht so richtig traut, sich gegen seinen Vater und seine Exfrau durchzusetzen. Durch sein Abenteuer mit Natalie entwickelt er sich jedoch weiter. 

4/5 Sterne für diesen ruhig erzählten, etwas anderen Krimi.





Mittwoch, 10. August 2016

Rezension zu "Weißer Schlaf" von Emelie Schepp, übersetzt von Annika Krummacher, Blanvalet Verlag, Thriller

Titel: Weißer Schlaf
Autorin: Emilie Schepp
Übersetzt von: Annika Krummacher
Seitenzahl: 448 Seiten (TB, Klappenbroschur, 18.7.16)
Isbn Nr. 13-978-3-7341-0312-4
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 9,99 Euro

 Verlagsinfo:
"Ich kenne deine Vergangenheit. Und ich kann dein Leben zerstören …
Eine eisige Winternacht am Bahnhof Norrköping in Schweden. In einem Zugabteil liegt eine junge Frau – sie ist tot, ihre Finger sind blutig, aus ihrem Mund tropft weißer Schaum. Sie war nicht alleine unterwegs, doch ihre Begleiterin ist verschwunden. Wer sind die Frauen, und warum musste eine von ihnen sterben? Staatsanwältin Jana Berzelius wird mit den Untersuchungen beauftragt. Doch der ohnehin komplizierte Fall erweist sich als persönlicher, als Jana lieb ist – denn er führt mitten in ihre grausame Vergangenheit zurück. Danilo, mit dem Jana ihr Schicksal teilt, ist einer der Mordverdächtigen – und er weiß viel über Jana. Zu viel …"

Über die Autorin:
Emelie Schepp, geboren 1979, wuchs im schwedischen Motala auf. Sie arbeitete als Projektleiterin in der Werbung, bevor sie sich dem Schreiben widmete. Nach einem preisgekrönten Theaterstück und zwei Drehbüchern verfasste sie ihren ersten Roman: Der zuerst nur im Selbstverlag erschienene Thriller »Nebelkind« wurde in Schweden ein Bestsellerphänomen und als Übersetzung in zahlreiche Länder verkauft.

Eigene Meinung: 
Da dies der 2. Teil der Reihe rund um die Staatsanwältin Jana Berzelius ist, würde ich unbedingt empfehlen, den 1. Teil "Nebelkind" zuerst zu lesen.

Dieser Thriller beginnt spannend und wirft den Leser mitten ins Geschehen.  Auf der Toilette in der Eisenbahn wird ein totes, junges Mädchen gefunden. Das Mädchen sollte wohl Drogen schmuggeln und ist an den Drogen gestorben. Die Begleiterin des Mädchens ist verschwunden. Das Ermittlungsteam hat es nicht leicht, denn sie finden kaum verwertbare Spuren. 


Emelie Schepp erzählt in kurzen Kapiteln über die Sichtweisen verschiedener Protagonisten. Staatsanwältin Jana Berzelius ist eine der Hauptpersonen, da ein Erzählstrang dieses Thrillers in die Vergangenheit von Jana abtaucht. Sie bekommt es in diesem Fall wieder mit Danilo zu tun, der auch in den aktuellen Fall verwickelt zu sein scheint.  Jana Berzelius ist dem Geheimnis ihrer Vergangenheit weiterhin auf der Spur.

Der Thriller ist spannend erzählt und enthält viele Wendungen.
Die Story lebt von sehr viel verschiedener Ermittlungsarbeit und wir erfahren auch sehr viel Privates von den einzelnen Teammtigliedern.

4/5 Sterne für diesen komplexen Thriller mit einer außergewöhnlichen Staatsanwältin. Der Schluß lässt noch einige Fragen offen, so dass ich einen dritten Teil erwarte. An "Nebelkind" kommt dieser Teil allerdings nicht ganz ran.


Freitag, 22. Juli 2016

Rezension zu "Die Gejagten - Ein Jack-Reacher-Roman" von Lee Child, übersetzt von Wulf Bergner, Blanvalet Verlag, Thriller

Titel: Die Gejagten - Ein Jack-Reacher-Roman
Autor: Lee Child
übersetzt von:  Wulf Bergner
Seitenzahl: 448 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag (27.6.16)
Isbn Nr. 13-978-3-7645-0542-4
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 19,99 Euro
 Verlagsinfo:
  "Unversöhnlich, unerbittlich, unschlagbar: Jack Reacher, der eigenwilligste Ermittler der amerikanischen Thrillerliteratur
Jack Reacher betritt den Stützpunkt seiner ehemaligen Einheit bei der Militärpolizei, und ahnt nicht, was ihm bevorsteht. Er ist nach Virginia gereist, um seine Nachfolgerin Major Susan Turner kennenzulernen. Doch wenig später wird klar, was für ein großer Fehler es war, einen Militärstützpunkt zu betreten. Denn wie jeder ehemalige Soldat der USA ist Reacher Reservist. Prompt erhält er seinen Einberufungsbefehl und wird außerdem des Mordes angeklagt und verhaftet. Reacher gelingt die Flucht aus dem Gefängnis, doch seine wichtigste Frage bleibt zunächst ungeklärt: Wer versucht ihn auf diese Weise kaltzustellen?"

Über den Autor:
Lee Child wurde in den englischen Midlands geboren, studierte Jura und arbeitete dann zwanzig Jahre lang beim Fernsehen. 1995 kehrte er der TV-Welt und England den Rücken, zog in die USA und landete bereits mit seinem ersten Jack-Reacher-Thriller einen internationalen Bestseller. Er wurde mit mehreren hoch dotierten Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem »Anthony Award«, dem renommiertesten Preis für Spannungsliteratur.

Eigene Meinung:  
Auch der 18. Jack Reacher-Roman beginnt sehr spannend und hält die Spannungskurve bis zum Ende recht hoch.

Jack Reacher möchte seine Nachfolgerin Major Susan Turner kennenlernen. Doch das klappt erst einmal gar nicht. Major Susan Turner ist nicht da, Reacher wird als Reservist einberufen, er erhält eine Mordanklage und soll auch noch Vater einer Tochter sein. Er erfährt, dass Susan Turner verhaftet wurde und muss diese natürlich befreien.
Beide haben keine andere Wahl, sie müssen abhauen und herausbekommen, wer ihnen da ans Leder möchte.

Es beginnt ein intelligentes Katz- und Mausspiel zwischen dem Team Reacher und Turner und den Gegenspielern, die sich Romeo und Julia nennen. Die Gegner sind sich ebenbürtig, was die Story natürlich sehr interessant macht.

Wie erwartet, ist auch dieser 18. Reacher temporeich, voller Action, es erwarten den Leser viele Verfolgungsjagden, coole Dialoge und außergewöhnliche Protagonisten.

5/5 Sterne erhält auch diese Jack-Reacher-Story von mir.

Da die Verfilmung demnächst ins Kino kommt (Filmstart von "Kein Weg zurück" ist der 10.11.16),  rate ich euch, das Buch vorher unbedingt zu lesen.







Mittwoch, 25. Mai 2016

Rezension zu "Der Sommer der Sternschnuppen" von Mary Simses, übersetzt von Ivana Marinovic, Blanvalet Verlag, Roman

Titel: Der Sommer der Sternschnuppen
Autorin: Mary Simses
übersetzt von: Ivana Marinovic
Seitenzahl: 448 Seiten, (TB, Klappenbrochur, 18.4.16)
Isbn Nr. 13-978-3-7341-0253-0
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
"Manchmal liegt der Weg zum Glück in der Vergangenheit
Grace Hammond liebt Ordnung über alles. Als sie ihren Job, ihren Freund und auch noch ihre Wohnung verliert, kehrt sie kurzerhand nach Dorset zurück, in die charmante Kleinstadt an der Küste Connecticuts, in der sie aufwuchs. Hier gibt es den besten Apfelkuchen der Welt, einen weiten Himmel voller Sternschnuppen – und die Ruhe, in der Grace herauszufinden hofft, wie es mit ihrem Leben weitergehen soll. Doch schon bald holt sie etwas ein, was sie für immer vergessen wollte. Denn in Dorset erlitt Grace einen Verlust, den sie nie verwunden hat. Und hier verliebte sie sich einst in Peter Brooks. Als Grace nun erfährt, dass er ebenfalls zurück in der Stadt ist, treffen Vergangenheit und Gegenwart aufeinander ..."

Über die Autorin:
Mary Simses studierte Journalismus und Jura. Sie arbeitete zunächst als Anwältin und gab sich nur nach Feierabend ihrer Leidenschaft für das Schreiben hin. Ihr Debütroman "Der Sommer der Blaubeeren" war in Deutschland ein Nummer-1-Bestseller und verkaufte über eine halbe Million Exemplare. Gemeinsam mit ihrer Tochter und ihrem Mann, mit dem sie eine Anwaltskanzlei betreibt, lebt Mary Simses im Süden Floridas.

Eigene Meinung:
Die Überschrift in den einzelnen Kapiteln ist witzig. Es wird eine Grammatikregel erklärt, dann ein Beispielsatz zu der Regel genannt, der zum Kapitel optimal passt. Der Originaltitel des Buches lautet ja auch "The Rules of Love and Grammar".

Die Geschichte liest sich leicht und ist stellenweise richtig witzig. Grace ist eine total sympathische Protagonistin, die ihr eigenes Potential leider noch nicht erkannt hat und von einem Fettnäpfchen ins nächste stolpert. Sie trifft in ihrer alten Heimatstadt Dorset nicht nur ihre alte Freundin, sondern auch ihre Highschool-Liebe, der ein bekannter Regisseur geworden ist und zufällig einen Film in Dorset dreht. Das stellt das ganze Städtchen auf den Kopf.  Regan Moxeley,  ihre alte Rivalin aus der Highschool,  kommt ihr auch heute noch ziemlich oft in die Quere. 

4/5 Sterne für diese gefühlvolle, witzige Lovestory,die Lust auf einen Besuch in Dorset und auf die "Einstiegsdrogen-Eiscreme Cookie-Crunch" macht.




Freitag, 18. März 2016

Rezension zu"Black Rabbit Hall" von Eve Chase, übersetzt von Carolin Müller, Blanvalet Verlag, Familiengeschichte

Titel: Black Rabbit Hall
Autorin: Eve Chase
Übersetzt von: Carolin Müller
Seitenzahl: 416 Seiten, gebunden, Pappband mit Schutzumschlag (29.2.16)
Isbn Nr. 13-978-3-7645-0560-8
Verlag: Blanvalet Verlag

Verlagsinfo:
 " Eine Familie. Ein Geheimnis. Ein Sommer, der alles verändert ...
Amber Alton weiß, dass die Stunden auf Black Rabbit Hall, dem Sommersitz ihrer Familie, anders vergehen, ihren eigenen Takt haben. Es ist ruhig und idyllisch. Bis zu einem stürmischen Abend 1968. Vereint durch eine unfassbare Tragödie, müssen sich die vier Alton-Geschwister mehr denn je aufeinander verlassen. Doch schon bald wird diese Verbundenheit auf eine harte Probe gestellt.

Jahrzehnte später fahren Lorna Smith und ihr Verlobter Jon auf der Suche nach einem Ort für ihre Hochzeitsfeier durch die wilde Landschaft Cornwalls – und stoßen auf ein altes, leicht verfallenes, aber wunderschönes Haus. Ein Haus, das Lorna nach und nach seine schönsten Geschichten und traurigsten Momente verrät ..."

Über die Autorin:
Eve Chase wollte schon immer über Familien schreiben – solche, die fast untergehen aber irgendwie doch überleben – und über große, alte Häuser, in denen Familiengeheimnisse und nicht erzählte Geschichten in den bröckelnden Steinmauern weiterleben. Black Rabbit Hall ist so eine Geschichte.

Eve Chase ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Oxfordshire.

Eigene Meinung:
Diese Familiengeschichte, die Ende der 60er Jahre in Cornwall spielt, wird über zwei Erzählstränge geschildert.  In einem Handlungsstrang berichtet Amber Alton aus der Ich-Perspektive von den Sommerferien auf "Black Rabbit Hall", wie der Sommersitz der Familie "Pencraw Hall" genannt wird. Es dreht sich alles um das Familienleben. Die Kinder der Familie Alton, die Zwillinge Toby und Amber, Kitty und der kleine Barny, erleben auf "Black Rabbit Hall" eine glückliche Kindheit. Doch dann wird das Familienglück durch einen Unglücksfall getrübt. Nichts ist mehr wie es war.

In einem weiteren Erzählstrang plant Lorna Smith ihre Hochzeit. Sie möchte unbedingt in Cornwall heiraten und sucht nach einer geeigneten Location. Lorna verliebt sich in das alte Haus. Wir bekommen die Bewohner von "Black Rabbit Hall" und das alte Anwesen sehr genau beschrieben.
Die junge Frau hat das eigenartige Gefühl, dass sie schon mit ihrer Mutter auf "Black Rabbit Hall" war und lässt sich auch nicht von ihrem Verlobten davon abbringen, dort ihre Hochzeit zu feiern. Bei ihrem Aufenthalt dort findet sie sehr viel über ihre eigene Vergangenheit heraus.

Die Autorin erzählt sehr detailliert. Das Haus, die Räumlichkeiten und die Umgebung werden genau geschildert, so dass man das Gefühl hat, "Black Rabbit Hall" genau zu kennen. Allerdings passiert nicht sehr viel. So richtig gefesselt hat mich die Geschichte nicht. Zum Ende hin wird es etwas spannender.

Ich hatte mehr erwartet, da das Buch für Fans der Serie "Downtown Abbey" geeignet zu sein schien. Die angesprochene Serie ist aber viel komplexer, spannender und hat diesen typischen, englischen Humor.

Die Figuren dieser Geschichte sind sehr gut charakterisiert. Das Mädchen Amber ist sehr sympathisch und geht sehr liebevoll mit ihren Geschwistern um. Ihr Zwillingsbruder Toby ist ein Wildfang, der sich durch die Ereignisse von der Familie abkapselt und und leider keine Hilfe von seinem Vater und später von seiner Stiefmutter erfährt. Als ein weiterer Schicksalschlag die Familie trifft, wird es für die Kinder, vorallem für Amber und Toby fast unerträglich.


3/5 Sterne für diese sehr ruhige Familiengeschichte, die erst zum Ende hin so richtig fesselt und ein weiteres Familiengeheimnis lüftet.

Freitag, 5. Februar 2016

Rezension zu "Royal Passion" von Geneva Lee, übersetzt von Andrea Brandl, Blanvalet Verlag, Lovestory

Titel: Royal Passion
Autorin: Geneva Lee
Übersetzt von: Andrea Brandl
Seitenzahl: 448 Seiten, Paperback, Klappenbroschur (18.01.16)
Isbn Nr. 13-978-3-7341-0283-7
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 12,99 Euro

Verlagsinfo:

"Ein Blick, ein Kuss und nichts ist mehr wie zuvor ...

Auf ihrer Abschlussfeier an der Oxford University trifft Clara Bishop auf einen attraktiven Fremden. Ohne Vorwarnung zieht er sie an sich, küsst sie leidenschaftlich und verschwindet. Clara hat keine Ahnung, wer der Unbekannte ist – bis ein Bild von ihnen beiden in der Zeitung auftaucht: Ihr heißer Flirt ist Prinz Alexander von Cambridge, Thronfolger von England, königlicher Bad Boy …

Dieser Mann ist gefährlich, in ihm lauern Abgründe, die Clara ins Verderben stürzen können. Ist Clara dieser magischen Anziehungskraft gewachsen?
Wussten Sie, dass Geneva Lee während ihrer Highschool-Zeit auf Prince William stand?"

Über die Autorin:
Geneva Lee lebt gemeinsam mit ihrer Familie im Mittleren Westen von Amerika. Sie war schon immer eine hoffnungslose Romantikerin, die Fantasien der Realität vorzieht – vor allem Fantasien, in denen starke, gefährliche, sexy Helden vorkommen. Mit ihrer Royals-Saga, der Liebesgeschichte zwischen dem englischen Kronprinzen Alexander und der bürgerlichen Clara, begeisterte Geneva Lee die amerikanischen Leserinnen und eroberte mit »Royal Passion« auch in Deutschland auf Anhieb die Bestsellerliste.

Eigene Meinung:
Der erste Band der "Royal-Reihe" hat mich total interessiert, da er stark beworben wurde und die Story interessant klang. Auch diese Reihe besteht aus zwei Folgebänden, Royal Love (erscheint am 14.3.16) und Royal Desire (erscheint am 16.5.16).

Ganz grob handelt die Geschichte davon, dass Clara, eine reiche Amerikanerin, die ihr Studium beendet hat, und ihren ersten Job anfängt, den Frauenschwarm Prinz Alexander auf einer Party kennenlernt und sich mit ihm auf ein Verhältnis einigt. Doch dann verliebt sich Clara in den englischen Royal.
Die königliche Familie ist nicht davon begeistert, dass Alexander eine Amerikanerin zur Geliebten hat. Natürlich gibt es auch eine weibliche Konkurrenzperson in der Geschichte. Die Story ist recht einfach gestrickt und vorhersehbar. 

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, das Buch lässt sich leicht lesen. Allerdings ist der Schreibstil  teilweise ziemlich ordinär. Prinz Alexanders Lieblingswort scheint F.... zu sein, das hat mich schon sehr gestört und passt auch irgendwie nicht so ganz zu einem "Royal", auch wenn er ein Bad Boy sein soll. Die Dialoge zwischen dem Prinzen und Clara sind sehr einfach gehalten, hier fehlt mir das gewisse Etwas, genauso wie bei den Erotikszenen.

Nicht nur der Titel, auch die Story erinnert insgesamt sehr an die "After"-Reihe.

Die Protagonisten Prinz Alexander und Clara bleiben recht blass und nichtssagend. Beide sind natürlich sehr reich, begehrenswert und wunderschön. Belle, die Freundin von Clara und der Bruder des Prinzen brachten etwas frischen Wind in die Geschichte.

Das Ende überrascht dann doch mit einem Cliffhanger.

Dieser Auftakt konnte mich nicht so ganz überzeugen.
3/5 Sterne für diese recht einfach gestrickte Liebesgeschichte ohne große Romantik.






Freitag, 18. Dezember 2015

Rezension zu "Während du stirbst" von Tammy Cohen, übersetzt von Bernd Stratthaus, Blanvalet Verlag, Psychothriller,


Titel: Während du stirbst
Autorin: Tammy Cohen
Übersetzt von: Bernd Stratthaus 
Seitenzahl: 410 Seiten, TB Klappenbroschur (16.11.15)
Isbn Nr. 13-978-3-7341-0219-6
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
"Sehr wahrscheinlich werde ich TOT sein, bevor Sie das hier zu Ende gelesen haben."
Drei Dinge gibt es über Jessica Gold zu wissen: Sie ist neunundzwanzig Jahre alt, sie hat eine Knopfphobie, und sie wurde entführt. Von einem Fremden, der sie zwölf Tage lang in seiner Wohnung gefangen hält, sie mit perfiden Grausamkeiten quält, sie angekettet in einer Hundehütte am Fuß seines Bettes schlafen lässt. Und jeden Tag überreicht er seinem Opfer ein Geschenk – eines grausamer als das nächste –, bis Jessica am zwölften Tag sicher weiß: Der Mann wird sie töten. Doch Jessica hat ein Geheimnis, von dem niemand etwas ahnt …"

Über die Autorin:
Tammy Cohen arbeitet als freie Journalistin für verschiedene Zeitschriften und Magazine, u.a. für »Cosmopolitan« und »Woman and Home«. Auch wenn sie das Schreiben fiktionaler Texte erst spät für sich entdeckte, hat sie bereits vier Romane veröffentlicht. Sie lebt mit ihrem Partner, ihren drei (fast) erwachsenen Kindern und einem sehr ungezogenen Hund im Norden Londons.

Eigene Meinung: 
Tammy Cohen hat mit "Während du stirbst" einen gut durchdachten Psychothriller mit richtig gemeinen Wendungen geschrieben.
Jessica Gold ist ein etwas eigenwilliger, verschrobener Charakter. Sie ist sehr verschlossen, sie hat kaum Kontakt zu ihren Kollegen, keine Freunde, hört manchmal Stimmen und wirkt oft sehr naiv. Die Frau ist schon lange mit ihrem Freund zusammen, in der Beziehung kriselt es, so dass sie mit einem gutaussehenden Fremden in seine Wohnung geht. Dort wird sie 12 Tage lang gefangen gehalten, erhält skurrile Geschenke und wird psychisch und körperlich gequält. Gleichzeitig muss sie sich die Lebensgeschichte von Dominic, so heißt der Mann, der sie gefangen hält, anhören.

Obwohl die Autorin nicht ins Detail geht, regt sie das Kopfkino des Lesers so an, dass dieser Psychothriller nichts für schwache Nerven ist.

Die Geschichte ist aus zwei Perspektiven erzählt. Jessica Gold berichtet aus der Ich-Perspektive, so dass wir ihr Martyrium hautnah miterleben. Der Erzählstil ist sachlich nüchtern, was zur Protagonistin sehr gut passt. Ein weiterer Handlungsstrang ist  aus der Perspektive der Ermittlerin Kim geschrieben, die nach der Vermissten sucht und mit deren Freund Travis und ihrer Familie Kontakt hält. Kim befindet sich in einer Ehekrise, weil ihr ihre Karriere und dieser Fall wichtiger ist, als Familie und Kinder.

Dieser ganz besondere Psychothriller hat mir sehr gut gefallen. Er ist unglaublich böse, verstörend und nach ca. der Hälfte des Buches hält er so einige Überraschungen parat. Daher erhält er von mir 5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung.


Montag, 7. Dezember 2015

Rezension zu "Glück und Glas" von Lilli Beck, Blanvalet Verlag, autobiographischer Roman

Titel: Glück und Glas
Autorin: Lilli Beck
Seitenzahl: 512 Seiten (gebunden mit Schutzumschlag), 24.8.15
Isbn Nr. 13-978-3-7645-0543-1
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis:19, 99 Euro

Verlagsinfo:
"Glück und Glas, wie leicht bricht das?
Am 7. Mai 1945 werden Marion und Hannelore in der Frauenklinik in der Münchner Maistraße geboren. Obwohl sie aus ganz unterschiedlichen Verhältnissen stammen, wachsen sie wie Schwestern auf und sind unzertrennlich. Doch als Marion sich an ihrem zweiundzwanzigsten Geburtstag verliebt, zerbricht ihre Freundschaft. Während der Kalte Krieg immer mehr eskaliert, die Studenten auf die Straße gehen und die ersten Kommunen entstehen, trennen sich ihre Wege endgültig. Die widerspenstige Marion wird Fotomodel, hat großen Erfolg im Beruf, aber kein Glück in der Liebe. Hannelore studiert Jura, um Anwältin zu werden, doch das Leben hat andere Pläne mit ihr. Jahrzehnte später, am 7. Mai 2015, wollen sie ihren siebzigsten Geburtstag zusammen feiern – doch kann die Zeit alle Wunden heilen?"

Über die Autorin:
Lilli Beck wurde 1950 in Weiden/Oberpfalz geboren und lebt seit vielen Jahren in München. Nach der Schulzeit begann sie eine Ausbildung zur Großhandelskauffrau. 1968 zog sie nach München, wo sie von einer Modelagentin in der damaligen In-Disko Blow up entdeckt wurde. Das war der Beginn eines Lebens wie aus einem Hollywood-Film. Sie arbeitete zehn Jahre lang für Zeitschriften wie Brigitte, Burda-Moden und TWEN. Sie war Pirelli-Kühlerfigur und Covergirl auf der LP Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz von Marius Müller-Westernhagen. Glück und Glas ist sowohl eine romanhafte Autobiografie als auch der Roman einer ganzen Generation.

Eigene Meinung 
"Glück und Glas" ist das erste Buch, das ich von Lilli Beck gelesen habe.

Die Autorin schreibt in einem angenehmen, flüssigen Schreibstil, der den Leser sofort in die Geschichte stürzt. Man ist von Anfang an gefesselt.  Die Geschichte gibt einen interessanten Einblick in das Leben zweier unterschiedlicher Frauen in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg bis in die heutige Zeit.

Die beiden Hauptfiguren Marion oder "Moon", wie sie sich später nennt und Hannelore sind sehr gut charakterisierte, lebendige, sympathische und interessante Figuren. In der frühesten Kindheit werden beide Freundinnen und haben später mal mehr, mal weniger Kontakt. Er reisst jedoch nie ganz ab. Beide beneiden die andere um ihr Leben. Denn Hannelore als Fabrikantentochter muss nicht wie Marion hungern, schon als Kind sehr hart arbeiten oder alte Kleider auftragen. Dafür ist die hübsche Moon mit ihren roten Haaren ein Blickfang und später von sämtlichen Männern heiß begehrt. Hannelores Leben verläuft erst einmal sehr durchgeplant, ohne große Überraschungen. Marion hingegen lebt als Model  mit vielen Freunden aus Künstlerkreisen ein für diese Zeit ungewöhnlich freies Leben. Sie bezahlt jedoch dafür einen hohen Preis. Sie muss um ihr Glück ständig kämpfen.

Der Roman ist überwiegend aus Marions Sicht erzählt, ab und zu erhalten wir zusätzlich einen Einblick aus Hannelores Perspektive. 

Mir hat dieser Roman von Lilly Beck über das total unterschiedliche Leben zweier Frauen im Nachkriegsdeutschland sehr gut gefallen.

5/5 Sterne für diesen lesenswerten Roman mit autobiografischen Teilen, der wunderbar erzählt ist.
 

Dienstag, 27. Oktober 2015

Rezension zu "Die Betrogene" von Charlotte Link, Blanvalet Verlag, Kriminalroman

Titel: Die Betrogene
Autorin: Charlotte Link
Seitenzahl: 640 Seiten, (TB,9.9.15)
Isbn Nr. 13-978-3-7341-0085-7
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
"Um ein glückliches Leben betrogen – so fühlt sich Kate Linville, Polizistin bei Scotland Yard. Kontaktscheu und einsam, gibt es nur einen Menschen, den sie liebt: ihren Vater. Als dieser in seinem Haus grausam ermordet wird, verliert Kate ihren letzten Halt. Da sie dem alkoholkranken Ermittler vor Ort nicht traut, macht sie sich selbst auf die Spur dieses mysteriösen Verbrechens. Und entlarvt die Vergangenheit ihres Vaters als Trugbild, denn er war nicht der, für den sie ihn hielt."

Über die Autorin:
Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre Kriminalromane sind internationale Bestseller, auch Im Tal des Fuchses und zuletzt Die Betrogene eroberten wieder auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang über 26 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt.
Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.


Eigene Meinung:
Kates Linvilles Vater ist brutal ermordet worden. Die Polizistin bei Scotland Yard möchte doch genaueres wissen über den Mord an ihrem Vater und vor allem den Mörder fassen. Das Ermittlungsteam vor Ort arbeitet ihrer Meinung nach nicht sorgfältig genug.  Daher kehrt sie in ihr Elternhaus zurück und beginnt Nachforschungen über den Mord anzustellen. Dabei stößt sie auf ein dunkles Geheimnis in der Vergangenheit ihres Vaters.

Caleb Hale, der alkoholkranke Ermittler vor Ort ist davon überzeugt, dass ein gerade aus dem Gefängnis entlassener Straftäter, der von Kates Vater seinerzeit gefasst wurde, und Rache geschworen hatte, hinter dem Mord steckt und verfolgt diese Spur.

Zur selben Zeit fährt das Ehepaar Crane mit ihrem fünfjährigen Adoptivsohn Sammy auf eine einsame Farm im Norden von England um dort Urlaub zu machen. Kurz vor ihrer Fahrt in die Einsamkeit bekommt die Familie Besuch von der leiblichen Mutter Sammys und deren Freund.
 
Charlotte Links erzählt flüssig und sehr detailliert. Anfangs ist noch nicht klar, wie die verschiedenen Erzählstränge zusammenhängen, doch die Handlungen werden so nach und nach zusammengeführt. 

Die verschiedenen Personen wie die einsame, nicht sehr erfolgreiche Polizistin Kate Linville oder der alkoholkranke Ermittler vor Ort Caleb Hale sind sehr gut charakterisiert, sehr lebendig und sehr sympathisch.
Die Ermittlungsarbeit wird von der Autorin intensiv geschildert und ziemlich lange bleibt das Geheimis von Kates Vater im Dunkeln und macht den Leser neugierig. 

Es dauert sehr lange, bis eine Spur zum Täter führt, allerdings war mir die Geschichte ein klein wenig zu konstruiert zum Ende hin. Von mir gibt es daher 4/5 Sterne für diesen komplexen Krimi.



Freitag, 2. Oktober 2015

Rezension zu "Kräuter der Provinz" von Petra Durst-Benning, Blanvalet Verlag, Gegenwartsroman

Titel: Kräuter der Provinz
Autorin: Petra Durst Benning
Seitenzahl: 509 Seiten (TB, Klappenbroschur, 14.9.15)
Isbn Nr. 13-978-3-7341-0011-6
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
"Eine Prise Glück, ein Löffel Freude und jede Menge Liebe – so schmeckt das echte Leben.
Bürgermeisterin Therese liebt ihre schwäbische Heimat – Wiesen mit sattgelbem Löwenzahn, ein paar sanft geschwungene Hügel und mittendrin Maierhofen. Doch die jungen Leute ziehen weg, und der Dorfplatz wird immer leerer. Als Therese krank wird und das Dorf kurz vor dem Aus steht, raufen sich alle Bewohner zusammen – seien es die drei Greisen, die immer auf der Bank sitzen, der linkische Metzgermeister Edi oder die schüchterne Christine. Und sie haben nur noch ein Ziel: ihre schöne kleine Stadt zu retten und das erste Genießerdorf entstehen zu lassen – einen Ort, an dem der echte Geschmack King ist!"

Über die Autorin:
Petra Durst-Benning wurde 1965 in Baden-Württemberg geboren. Nach ihrer Ausbildung zur staatlich geprüften Übersetzerin und Wirtschaftskorrespondentin arbeitete sie im Im- und Exportgeschäft, bevor sie ins elterliche Antiquitätengeschäft einstieg. Seit zehn Jahren ist sie hauptberuflich als Autorin tätig. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Hunden südlich von Stuttgart. All ihre Romane sind SPIEGEL-Bestseller und fast im gesamten europäischen Ausland zu lesen.
Eigene Meinung: 

Petra Durst-Benning hat hier in ihrem gewohnt leichten, flüssigen Erzählstil eine interessante Geschichte erschaffen. Die Story spielt im Voralpenland in dem kleinen, beschaulichen Dorf Maierhofen. Das Dorf ist von Landflucht betroffen, es gibt schon keinen Supermarkt mehr in dem schönen Dorf, dafür stellt Christine gut schmeckende Kräutersalze her, beim Bäcker gibt es wohlschmeckende Brote und Kuchen und der Metzger fertigt gute Würste. Als die Bürgermeisterin und Wirtin der "goldenen Rose" erkrankt, beschließt sie spontan ihre Cousine Greta, eine Werbefachfrau, um Hilfe zu bitten. Sie greift dazu auf einen kleinen Trick zurück.

Sympathische, lebendige Figuren, wie Greta, die durch ihren Aufenthalt in Maierhofen ins Grübeln kommt, was in ihrem Leben denn wichtig ist, der gutaussehende Zimmermann Vincent, Christine, die immer für ihre Familie da war und jetzt das Projekt Maierhofen in die Hände nimmt, hauchen der Geschichte Leben ein. Als Leser ist man mittendrin im Geschehen im Dorf und kann die guten Gerichte, die der etwas verschlossene Koch Sam in der "goldenen Rose" zaubert, schon fast riechen und schmecken.

Petra Durst-Benning hat hier eine interessante und sehr aktuelle Geschichte über den Zusammenhalt von Dorfbewohnern, über Träume, die jeder verwirklichen sollte und über gutes Essen und Work-Life-Balance, wie es so schön heißt, geschrieben. Es hat Spaß gemacht, diese Geschichte, die auch zum Nachdenken anregt,  und in der natürlich die Liebe auch nicht zu kurz kommt,  zu lesen. 5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung.

Dienstag, 1. September 2015

Rezension zu "Nebelkind" von Emelie Schepp, übersetzt von Annika Krummacher, Blanvalet Verlag, Thriller

Titel: Nebelkind
Autorin: Emelie Schepp
Übersetzt von: Annika Krummacher
Seitenzahl: 448 Seiten (17.8.15) Klappenbroschur
Isbn Nr. 13-978-3-7341-0069-7
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 9,99 Euro
 Klappentext:
"ER wurde gezeichnet. ER tötet. ER ist neun Jahre alt.
Die Staatsanwältin Jana Berzelius wird bei einem spektakulären Fall hinzugezogen: Ein Mann wurde erschossen – die Hinweise verdichten sich, dass die Tat von einem Kind begangen wurde. Dann taucht die Leiche eines Jungen an der schwedischen Küste auf. Seine Fingerabdrücke passen zu jenen des Tatorts, doch warum sollte ein Kind einen Mord begehen? Während die Ermittler im Dunkeln tappen, ermittelt Jana auf eigene Faust. Denn der Junge, der das Wort »Thanatos« als Narbe im Genick trägt, hat ein Geheimnis, das nur Jana kennt: Auch ihr Genick ziert der Name einer Todesgottheit, und nun setzt sie alles daran, herauszufinden, warum."

Über die Autorin:
Emelie Schepp, geboren 1979, wuchs im schwedischen Motala auf. Sie arbeitete als Projektleiterin in der Werbung, bevor sie sich dem Schreiben widmete. Nach einem preisgekrönten Theaterstück und zwei Drehbüchern verfasste sie ihren ersten Roman: Der zuerst nur im Selbstverlag erschienene Thriller »Nebelkind« wurde in Schweden ein Bestsellerphänomen und als Übersetzung in zahlreiche Länder verkauft.


Eigene Meinung:
Dieses Thrillerdebüt von Emelie Schepp habe ich in meinem Schwedenurlaub genießen dürfen. Erzählt wird in der Sichtweise der einzelnen Ermittler und durch die verstörenden Erlebnisse eines Kindes in der Vergangenheit.
Von der ersten Seite an war ich gefesselt, wobei die Spannung im Laufe der Handlung noch steigt. Das Thema "Immigration" und die dazugehörige Problematik ist brandaktuell und man kann es sich gut vorstellen, dass so etwas passiert, wie es hier geschildert wurde (ich möchte nicht zu viel verraten).

Wir erfahren genauso viel Privates von den Ermittlern, dass es zur Handlung passt. Die Ermittler sind alle total verschieden und jeder von ihnen hat so seine ganz eigenen Probleme zu bewältigen. Die Sympathie für einzelne Ermittler verschiebt sich im Laufe der Handlung. Die Staatsanwältin Jana ist ein sehr komplexer Charakter und handelt entsprechend.

5/5 Sterne für dieses Thrillerdebüt, bei dem einfach alles stimmt. Hier wird nicht zu viel versprochen, wenn man die Autorin in die Liga von Autoren wie Lars Kepler einreiht. Ich hoffe noch mehr Fälle lesen zu dürfen, bei dem dieses Ermittlungsteam und die Staatsanwältin Jana Berzelius tätig werden.

Donnerstag, 6. August 2015

Rezension zu "Der Anhalter" von Lee Child, übersetzt von Wulf Bergner, Blanvalet Verlag, Kriminalroman

Titel: Der Anhalter
Autor: Lee Child
Originaltitel: A Wanted Man (17 Reacher)
Originalverlag: Bantam Press,London 2012
Übersetzt von: Wulf Bergner
Seitenzahl: 448 Seiten (29.6.15) gebundenes Buch mit Schutzumschlag
Isbn Nr. 13-978-3-7645-0541-7
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 19,99 Euro

Klappentext:"Wer diesen Anhalter mitnimmt, sollte nichts Böses im Schilde führen ...
Jack Reacher bemühte sich, harmlos auszusehen, was ihm mit seiner großen, massigen Gestalt und der gebrochenen Nase nicht leicht fiel. Umso dankbarer war er, als endlich ein Auto hielt, um ihn mitzunehmen. Die Frau und die beiden Männer im Wagen waren offensichtlich Kollegen, zumindest schloss Reacher das aus ihrer einheitlichen Kleidung. Er wusste nichts von ihrer Verwicklung in den Mord, der nicht weit entfernt verübt worden war. Für die Insassen des Wagens war Reacher nur eine Möglichkeit, die Polizei von sich abzulenken. Sie ahnten nicht, wer bei ihnen im Auto saß. Schließlich sah Reacher aus wie ein harmloser Anhalter …"

Über den Autor:
Lee Child wurde in den englischen Midlands geboren, studierte Jura und arbeitete dann zwanzig Jahre lang beim Fernsehen. 1995 kehrte er der TV-Welt und England den Rücken, zog in die USA und landete bereits mit seinem ersten Jack-Reacher-Thriller einen internationalen Bestseller. Er wurde mit mehreren hoch dotierten Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem »Anthony Award«, dem renommiertesten Preis für Spannungsliteratur.

Eigene Meinung: Lee Child hat es einfach drauf. Von der ersten bis zur letzten Seite ist auch dieser 17. Jack Reacher spannend und fesselnd geschrieben.

Jack Reacher gefällt mir auch hier wieder total gut. Ich liebe seinen ironischen, sarkastischen Unterton, den er bei Bösewichten genauso anbringt, wie beim FBI. Er hat so eine wilde, ungebundene Art, dazu einen messerscharfen Verstand, der jede Situation sofort analysiert.

Auch diese Jack Reacher-Story, bei dem er als Anhalter in eine große Sache hineingerät und es natürlich nicht lassen kann, dabei mitzumischen, egal ob das FBI, das CIA oder die Bösewichte es wollen oder nicht.

5/5 Sterne gibt es für diese großartige Unterhaltung. Wer auf Action, Spannung, Verfolgungsjagden und intelligente Dialoge steht, ist hier bestens aufgehoben! Den Bestsellercheck hat dieser Roman bestanden!



Montag, 27. Juli 2015

Rezension zu "Girl on the train" von Paula Hawkins, übersetzt von Christoph Göhler, Blanvalet Verlag, psychologischer Spannungsroman

Titel: Girl on the Train
Autorin: Paula Hawkins
Übersetzt von: Christoph Göhler
Seitenzahl: 448 Seiten, Paperback, Klappenbroschur (15.6.15)
Isbn Nr. 13-978-3-7645-0522-6
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 12,99 Euro

Klappentext:"Der Nr.-1-Bestseller aus England und den USA!
Jeden Morgen pendelt Rachel mit dem Zug in die Stadt, und jeden Morgen hält der Zug an der gleichen Stelle auf der Strecke an. Rachel blickt in die Gärten der umliegenden Häuser, beobachtet ihre Bewohner. Oft sieht sie ein junges Paar: Jess und Jason nennt Rachel die beiden. Sie führen – wie es scheint – ein perfektes Leben. Ein Leben, wie Rachel es sich wünscht.

Eines Tages beobachtet sie etwas Schockierendes. Kurz darauf liest sie in der Zeitung vom Verschwinden einer Frau – daneben ein Foto von »Jess«. Rachel meldet ihre Beobachtung der Polizei und verstrickt sich damit unentrinnbar in die folgenden Ereignisse ..."

Über die Autorin:
Paula Hawkins wuchs in Simbabwe auf. 1989 zog sie nach London, wo sie bis heute lebt. Sie arbeitete fünfzehn Jahre lang als Journalistin, bevor sie mit dem Schreiben von Romanen begann. Ihr erster Spannungsroman »Girl on the Train« eroberte in England und den USA auf Anhieb die Spitze der Bestsellerlisten, und noch vor Erscheinen sicherte sich DreamWorks die Filmrechte.

Eigene Meinung: 
Schon von der ersten Seite an ist eine unterschwellige Spannung zu spüren und man meint zu wissen, dass mit Rachel irgendetwas nicht stimmt.

Paula Hawkins erzählt jeweils abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Rachel, Megan und Anna, den Hauptfiguren dieses psychologischen Spannungsromans, so dass wir tief in die Gedankenwelt und die Gefühle der drei Protagonisten blicken dürfen.

Zu den einzelnen Protagonisten möchte ich nichts verraten, denn die Autorin erzählt ganz langsam Stück für Stück von den drei Frauen, ihren Charaktereigenschaften und ihren Problemen. Ich würde euch hier die Spannung nehmen.

Mir hat Paula Hawkins Debütroman ganz gut gefallen. Man ist hin- und hergerissen, ob Rachel mit der ganzen Sache etwas zu tun hat, oder ob jemand anderes hinter der Sache steckt. Daher gibt es von mir 4/5 Sterne für diesen sehr atmosphärischen, psychologischen Spannungsroman, der von den Psychogrammen der Personen lebt und Einblick in ihre gescheiterte Lebensplanung, in Beziehungen und Beziehungkrisen, sowie Familiendramen, die sich zu wiederholen scheinen, gibt.

Er erinnert etwas an "Gone Girl" von Gillian Flynn oder "Die Falle" von Melanie Raabe und er ist deshalb auch sehr geeignet für Leser, denen diese Bücher gefallen haben.




Dienstag, 20. Januar 2015

Rezension zu "Kellerkind" von Nicole Neubauer, TB, Blanvalet Verlag, Krimi

Titel: Kellerkind:
Autorin: Nicole Neubauer
Seitenzahl: 416 Seiten (TB 19.1.15)
Isbn Nr. 13-978-3-442-38337-5
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 9,99 Euro

Klappentext:
"Die erfolgreiche Anwältin Rose Benninghoff liegt mit durchschnittener Kehle in ihrer Designerwohnung. Im Keller des Huases kauert der vierzehnjährige Oliver Baptiste, sein Körper mit Blutergüssen übersäht, seine Hände blutverschmiert. Er kann sich an nichts erinnern. In seinem klirrend kalten Jahrhundertwinter nimmt der Münchner Hauptkommissar Waechter mit seinem Team die Jagd nach dem Mörder auf. Doch bald verschwimmen die Grenzen zwischen Täter und Opfer immer mehr, und die Ermittler stoßen auf ein altes Verbrechen, das nie gesühnt wurde und das seine Schatten bis in die Gegenwart wirft .."

Über die Autorin:
Nicole Neubauer ist 1972 in Ingolstadt geboren und studierte englische Literaturwissenschaft und Jura in München und London. Nach zehn Jahren in einer Wirtschaftskanzlei arbeitet sie freiberuflich als Autorin, Rechtsanwältin und Lektorin. Sie ist Mitglied der »Mörderischen Schwestern e.V.« und der »Autorinnenvereinigung e.V.«.

Ihr Kurzkrimi Backstage errang im Jahre 2011 den zweiten Platz im »Broilerbar«-Kurz- geschichtenwettbewerb. Mit dem Romanmanuskript Kellerkind gewann sie einen Förderplatz im Mentoringprogramm der »Mörderischen Schwestern e.V.«

Nicole Neubauer lebt mit ihrer Familie im Herzen Schwabings.

Eigene Meinung:
Nicole Neubauers Debüt-Krimi ist flüssig geschrieben, die Unterhaltung der Ermittler ist oft etwas bayrisch angehauch. Als überaus spannend darf man diese Geschichte allerdings nicht bezeichnen.

Der Leser ist hier eher neugierig darauf, was die Tote Rose Benninghoff für eine Person war, denn die Ermittler tun sich sehr schwer, Freunde von ihr zu finden und ihre Wohnung ist eher steril gehalten, persönliche Dinge fehlen fast ganz. Genauso möchte man wissen, was mit Oliver passiert ist und hat im Geiste natürlich schon einmal eine Vorstellung, was hier geschehen sein könnte. Das möchte man natürlich bestätigt haben. Im Laufe der Handlung erhält man dann einen Einblick in einige persönliche Dramen.

Die Ermittlungsarbeit beschränkt sich auf Verhöre von Oliver, den die Kommissare erst einmal zum Reden bringen müssen, auf Befragungen von Olivers Vater und von Nachbarn und Arbeitskollegen von Rose. Insbesondere die Ermittlerin Elli ist für die Recherchen zuständig, die Roses Vergangenheit betreffen.

Die Ermittler lernt der Leser in diesem Krimi sehr gut kennen, entsprechend viele Nebenschauplätze gibt es hier. Wie üblich, wollen die Vorgesetzten natürlich, dass der Fall schnell gelöst wird und dass prominenten, reichen und sehr einflussreichen Mitbürgern, wie Olivers Vater, nicht auf die Füße getreten wird.

4/5 Sterne erhält dieses Krimidebüt von Nicole Neubauer von mir. Mir hat dieser etwas andere Krimi ohne allzuviel Blutvergießen, dafür mit guten, teilweise mit trockenem Humor gewürzten Dialogen ganz gut gefallen. Wer allerdings einen superspannenden Krimi erwartet, der sollte die Finger davon lassen..


Mittwoch, 12. November 2014

Rezension von Katja Kaddel Peters zu "Pinguine lieben nur einmal" von Kyra Groh, Chick-Lit/Liebesroman, Blanvalet-Taschenbuch



Titel: Pinguine lieben nur einmal
Autorin: Kyra Groh
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag : Blanvalet  Verlag (TB) (16.9.13)
ISBN Nr. : 13-9783442380442
Preis: 9,99 Euro
(auch als eBook erhältlich, 8,99 Euro – gesehen als EPUB/Kindle)





Man muss doch nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen…


Kurze Zusammenfassung (in eigenen Worten)
Feli (Spitzname für Felicitas) ist Anfang 20, studiert und teilt sich eine WG mit Cem Demirel, einem schwulen Türken. Die junge Frau ist unordentlich, regelrecht schlampig, frustrierter Single, glaubt nicht mehr wirklich an die große Liebe, hat aber eine Schwäche für die Dienstagsabend-Family-Filme bei SAT1, die so schön „vorhersehbar sind“: Mann und Frau laufen sich über den Weg, finden zueinander, es gibt ein nettes Hick-Hack, am besten mit Eifersucht und Intrigen garniert und beim großen Showdown fallen sich beide Hauptdarsteller nach zwei Stunden glücklich in die Arme. Niemals, wirklich niemals, hätte sich Feli träumen lassen, dass sich so eine Liebesgeschichte auch einmal in ihrem Leben abspielen könnte. Schon gar nicht, als sie kopfüber in die Wohnungstür ihres neuen Mitbewohners im Wohnblock hineinfällt und sich liegend vor einem Adonis wiederfindet  …

Eine Chaotin und ein blinder Ordnungsfanatiker (was überlebensnotwendig ist bei dieser Behinderung!) treffen aufeinander und obwohl sie unterschiedlicher nicht sein können, sprühen die Funken zwischen den Protagonisten wie verrückt. Was der Leser schnell merkt, raffen Feli und Janosch nicht gleich auf Anhieb.

Infos zur Autorin:
Kyra Groh, geboren 1990, lebt in Seligenstadt und hat in Gießen Geschichte und Fachjournalistik studiert. Zur Zeit arbeitet sie als Werbetexterin.
http://m.randomhouse.de/Autor/Kyra-Groh/p463828.rhd
http://www.lovelybooks.de/autor/Kyra-Groh/ 
 
Meine Meinung
Kyra Groh erzählt hier eine humorvolle und spannende Lovestory aus Sicht des weiblichen Tollpatschs (Pinguin), die ihrem blinden Traumprinzen (Maulwurf) vor die Füsse fällt.

Im lockeren, jugendlichen Ton werden die Ereignisse in der Ich-Form von Feli erzählt, und ich konnte mir bei manchen Szenen wirklich ein Lächeln nicht verkneifen, aber bei einigen Begegnungen im Buch musste ich auch kräftig schlucken, weil mir der Hals so eng wurde.

Der Autorin gelingt es in ihrem Debutroman gekonnt die Emotionen der beiden jungen Menschen in frischen Worten zu vermitteln, was vielleicht auch daran liegen mag, dass die Schriftstellerin selbst erst Mitte 20 ist.

Da fliegt ein Janosch schon einmal über einen unachtsam auf den Boden gestellten Teller mit den Resten der Spaghetti Bolognese oder Feli bekommt einen Anfall, als sich ihr Schwarm sich plötzlich ganz anders verhält, wenn seine Ex-Freundin in der Nähe ist.

Ich kann aus meiner Sicht sagen, dass ich bis zur Hälfte den Roman sehr gerne lesen mochte. Mir gefiel so Einiges: Angefangen vom Cover, über die Grundidee der Geschichte, die beiden Protagonisten, die netten Randfiguren (u.a. der beste Freund von Janosch und seine Schwester mit Anhang) bis hin zur Aufzeigung der Probleme zwischen einem gehandicapten Menschen in der heutigen Zeit, der aber sein Leben von Geburt an mit einer tollen Familie im Hintergrund in den Griff bekommen kann und einer jungen Frau, die so verliebt ist und dadurch quasi „vergisst“, dass ihr Partner „anders“ ist.

Solche humorvoll angehauchten Liebesromane sind nicht meine bevorzugte Lektüre zur Zeit, aber ich kann nicht leugnen, dass ich dieses Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen habe und dass mich die Geschichte zum Ende hin sehr aufgewühlt und berührt hat. Ich wurde an einigen Passagen zum Nachdenken animiert und kann sagen, dass ich die Sichtweisen und Ängste von beiden Hauptfiguren sehr gut nachvollziehen konnte.

Als Zielgruppe würde ich hier gängige Chick-Lit-Leserinnen und Mädchen ab 14 Jahren sehen.


Fazit
Eine lustige, aber auch nachdenkliche Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht hätten sein können, und die mein Herz vollkommen erreicht hat .
Ich vergebe fantastische 5/5 Sterne und kann dieses Buch mit gutem Gewissen und einem kleinen Seufzer weiterempfehlen!

Rezension zum Hörbuch "So bitter die Rache" von Eric Berg, gekürzte Fassung gelesen von Vera Veltz, Randomhouse Audio, Kriminalroman

Titel: So bitter die Rache Autor: Eric Berg Sprecherin: Vera Veltz Laufzeit: ca 8 h 48 min mp3-CD (19.3.18) Isbn Nr. 13-978-3-8371-41...