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Dienstag, 20. Mai 2014

Rezension zu "Die Jasmin-Schwestern" von Corinna Bomann, Ullstein-Taschenbuch, Familienroman

Titel: Die Jasminschwestern
Autorin: Corinna Bomann
Seitenzahl: 528 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (9.5.14)
Isbn Nr. 13-978-3548285276
Preis: 9,99 Euro



Klappentext:
"Ein Unfall, ein Schock und eine große Frage: Als ihr Freund verletzt ins Koma fällt, flüchtet Melanie Sommer zu ihrer vietnamesischen Urgroßmutter Hanna. Als Hanna merkt, wie sehr die junge Frau mit ihrem Schicksal und der Liebe hadert, erzählt sie ihr zum ersten Mal aus ihrem Leben: Von der dramatischen Kindheit im exotischen Saigon, vom schillernden Berlin der Zwanzigerjahre und einer großen Liebe, von der schweren Zeit während des Krieges und dem Neuanfang als Hutdesignerin in Paris. Hanna hat viel verloren, aber auch unendlich viel gewonnen. Und Melanie erkennt, dass ihre schönste Zeit noch vor ihr liegt – egal, was das Schicksal noch für sie bereithält."

Über die Autorin:
Corina Bomann, 1974 in Parchim geboren, entdeckte die Welt der Bücher schon recht früh für sich. Als Kind verzierte sie die Exemplare der heimischen Bibliothek mit eigenen "Wachsstift-Illustrationen", später, als sie das Schreiben erlernt hatte, begann sie, eigene kleine Geschichten zu verfassen. Langeweile in Schule und Bus füllte sie mit viel Fantasie aus, sodass aus kleinen Geschichten bald ganze Romane wurden, die zunächst mehrere Kladdehefte füllten. Die Hefte und eine alte Schreibmaschine wichen nach und nach dem Computer; ihre Geschichten entstiegen den Schubladen und fanden ihre Heimat bei Verlagen. Noch heute lebt Corina Bomann in Mecklenburg und nutzt die traumhafte Ruhe und wunderbare Landschaft, um ihre Romane zu spinnen. In ihrer zweiten Heimat Berlin lässt sie sich dagegen vom Puls der lebendigen Stadt inspirieren. Ihre große Liebe gilt der Geschichte, und so finden sich auch in ihrem neuen Roman "Die Schmetterlingsinsel" historische Elemente, die geschickt mit dem Heute verwoben werden.

Eigene Meinung:

Corinna Bomann beherrscht ihr Handwerk. Sofort ist man mitten im Geschehen. Wir hoffen, dass Melanies Verlobter wieder aus dem Komma erwacht, sind entsetzt über Melanies zukünftige Schwiegermutter und finden Melanies Urgroßmutter Hanna  sehr sympathisch. Hanna, die eigentliche Hauptperson dieses Romans,  erzählt ihrer Urenkelin ihre bewegende Lebensgeschichte. Keiner von ihrer Familie weiß, was die zierliche Frau für Schicksalsschläge überwinden musste. Um Melanie abzulenken, vertraut sie ihr ihr Geheimnis an.

Die Geschichte ist wunderbar erzählt, wir reisen mit Hanna nach Vietnam und  erleben die zwanziger Jahre in Berlin. Mein einziger Kritikpunkt ist der Schluss. Wurde Grand Mers Geschichte ausführlich erzählt, ist mir das Ende hier etwas zu schnell geraten.

4/5 Sterne für diese fesselnde, spannende Familiensaga über eine starke Frau, über Liebe,  Hoffnung und das Auf und Ab im Leben.

Montag, 23. September 2013

Rezension zu "Und morgen am Meer" von Corinna Bomann, Jugendbuch,

Titel: Und morgen am Meer
Autorin: Corinna Bomann
Seitenzahl: 350 Seiten

Isbn Nr.13-978-3800057221
Verlag: Verlag Uebenreutter, Auflage 1 (17.1.2013)
Preis: 12,95 Euro 
 
Klappentext:

Milena möchte wenigstens einmal in ihrem Leben das Mittelmeer sehen. Doch zwischen ihr und ihrem Traum steht die Berliner Mauer. Im Sommer 1989 ist in Ostberlin eine Reise in den Süden wie eine Reise zum Mars: unvorstellbar. Doch mit dem Westberliner Claudius scheint plötzlich alles möglich - eine Liebe, eine Flucht, eine Reise ans Meer."


Über die Autorin:
Corina Bomann, 1974 in Parchim geboren, entdeckte die Welt der Bücher schon recht früh für sich. Als Kind verzierte sie die Exemplare der heimischen Bibliothek mit eigenen "Wachsstift-Illustrationen", später, als sie das Schreiben erlernt hatte, begann sie, eigene kleine Geschichten zu verfassen. Langeweile in Schule und Bus füllte sie mit viel Fantasie aus, sodass aus kleinen Geschichten bald ganze Romane wurden, die zunächst mehrere Kladdehefte füllten. Die Hefte und eine alte Schreibmaschine wichen nach und nach dem Computer; ihre Geschichten entstiegen den Schubladen und fanden ihre Heimat bei Verlagen. Noch heute lebt Corina Bomann in Mecklenburg und nutzt die traumhafte Ruhe und wunderbare Landschaft, um ihre Romane zu spinnen. In ihrer zweiten Heimat Berlin lässt sie sich dagegen vom Puls der lebendigen Stadt inspirieren. Ihre große Liebe gilt der Geschichte, und so finden sich auch in ihrem neuen Roman "Die Schmetterlingsinsel" historische Elemente, die geschickt mit dem Heute verwoben werden.

Eigene Meinung: 

Nicht nur Milena, die in der DDR lebt, muss sich Regeln, Grenzen und Wünschen unterordnen, auch Claudius, der im westdeutschen Teil von Berlin lebt, hat sich unterzuordnen. Claudius soll wie sein Vater Jurist werden. Doch Claudius hat andere Zukunftspläne. Er möchte Musiker werden.

Als er zusammen mit seinem Freund den ostdeutschen Teil von Berlin besucht und dabei Milena sieht, ist er von Milena so fasziniert, dass er sie unbedingt wiedersehen möchte. Ein Tape, das Milena in der U-Bahn liegen lässt, veranlasst Claudius wieder in die DDR zu reisen und Milena zu besuchen.

Die beiden verlieben sich ineinander. Milena bekommt dadurch Ärger mit ihrem Vater und der Stasi, auch der Vater von Claudius ist nicht sehr begeistert davon, dass sich sein Sohn in eine Ostdeutsche verliebt hat.

Wir bekommen die Geschichte von Claudius und Milena abwechselnd aus deren Sicht in der Ich-Perspektive erzählt.

Dieser Roman lässt uns teilhaben am Leben der Jugendlichen in der DDR kurz vor der Maueröffnung. Die Charaktere sind sehr gelungen, Milena, die gerne liest, total verschiedene Freunde hat, z, B. Sabine, die sich mit dem Kommunismus identifiziert, oder Lorenz, ein unangepasster Punk. Milena hingegen ist politisch nicht sehr interessiert. Durch ihren Kontakt zu Claudius bekommt sie mit, dass die Westdeutschen nicht dem entsprechen, was ihnen in Staatskunde vorgemacht wird.
Claudius, der bereit ist für seine Liebe sein Leben zu opfern, reist inoffiziell in die DDR ein und flieht mit Milena zusammen aus der DDR. Er möchte Milena ihren Traum, einen Tag am Meer zu erleben, erfüllen.

Ein toll erzähltes Jugendbuch über den Wunsch nach Freiheit, nach eigenen Entscheidungen, über die erste Liebe, Musik und das Lebensgefühl der Jugend in der DDR. 5/5 Sterne für dieses Stück deutsche Zeitgeschichte.

Rezension zum Hörbuch "So bitter die Rache" von Eric Berg, gekürzte Fassung gelesen von Vera Veltz, Randomhouse Audio, Kriminalroman

Titel: So bitter die Rache Autor: Eric Berg Sprecherin: Vera Veltz Laufzeit: ca 8 h 48 min mp3-CD (19.3.18) Isbn Nr. 13-978-3-8371-41...