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Sonntag, 16. Dezember 2018

Rezension zu "Gut Greifenau - Abendglanz " von Hanna Caspian, Droemer Knaur Verlag, Roman

Titel: Gut Greifenau - Abendglanz
Autorin: Hanna Caspian
Seitenzahl: 560 Seiten, (TB 02.11.18)
Isbn Nr. 13-978-3-426-52150-2
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
 "Downton Abbey in Hinterpommern von 1913 bis 1919 - Der erste Teil der großen Familien-Saga über eine Grafen-Familie zwischen Tradition und wahrer Liebe am Vorabend des 1. Weltkriegs 
Mai 1913: Konstantin, ältester Grafensohn und Erbe von Gut Greifenau, wagt das Unerhörte: Er verliebt sich in eine Bürgerliche, schlimmer noch – in die Dorflehrerin Rebecca Kurscheidt, eine überzeugte Sozialdemokratin. Die beiden trennen Welten: nicht nur der Standesunterschied, sondern auch die Weltanschauung. Für Katharina dagegen, die jüngste Tochter, plant die Grafenmutter eine Traumhochzeit mit einem Neffen des deutschen Kaisers – obwohl bald klar ist, welch ein Scheusal sich hinter der aristokratischen Fassade verbirgt. Aber auch ihr Herz ist anderweitig vergeben.
Beide Grafenkinder spielen ein Versteckspiel mit ihren Eltern und der Gesellschaft. So gut sie ihre heimlichen Liebschaften auch verbergen, steuern doch beide unweigerlich auf eine Katastrophe zu …
Die Gut-Greifenau-Reihe im Überblick: Band 1 "Gut Greifenau. Abendglanz"´, Band 2 "Gut Greifenau. Nachtfeuer", Band 3 "Gut Greifenau. Morgenröte" (erscheint März 2019)"
Über die Autorin:
Hinter Hanna Caspian verbirgt sich eine erfolgreiche deutsche Autorin, die ihr Herz ans Rheinland verloren hat. 
Ihre historischen Liebesromane behandeln spannende Themen der vergessenen deutschen Geschichte. Dabei verwebt sie akribisch tatsächliche historische Begebenheiten mit dem Leben fiktiver Figuren. 
Hanna Caspian studierte Literaturwissenschaften und Sprachen. 
Mit ihrem Mann wohnt und arbeitet in unmittelbarer Nähe zum Rhein.
Eigene Meinung: 
Der Auftakt der Reihe um Gut Greifenau, das in Hinterpommern liegt, ist packend geschrieben von der ersten Seite an. 
Die Figuren sind sehr lebendig beschrieben und wirken authenthisch. Es gibt sympathische Charaktere, die den Leser so richtig mitfiebern lassen, wie z. B. die Tochter der Gutsfamilie, Katharina oder den ältesten Sohn Konstantin, der sich sehr für technische Neuerungen interessiert und sich in die Dorflehrerin verliebt. Auch spielen die verschiedenen Bediensteten des Gutes eine Rolle, wie z. B. der Kutscher Albert, der ein Geheimnis hütet. Natürlich gibt es auch so richtig unsympathische Figuren, wie z. B. die Gutsherrin, die nicht sehr viel Liebe zu ihren Kindern empfindet und Katharina mit einem adeligen Ekelpaket verheiraten möchte. 
Der erste Band der Reihe bietet einen tollen Einblick in das Leben aller Schichten Anfang des 20. Jahrhunderts.
Ich würde das Buch allen Fans von Downtown Abbey wärmstens empfehlen und ihnen raten, sich ein Wochenende freizuhalten, da das Buch kaum aus der Hand zu legen ist. Ich bin schon sehr gespannt auf den 2. Teil der Geschichte. 





Sonntag, 18. November 2018

Rezension zu "Der Insasse " von Sebastian Fitzek, Droemer Knaur Verlag, Psychothriller

Titel: Der Insasse
Autor: Sebastian Fitzek
Seitenzahl: 384 Seiten (Hardcover, 24.10.18)
Isbn Nr. 13-978-3-426-28153-6
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 22,90 Euro


Verlagsinfo:
"Sebastian Fitzek, Deutschlands prominentester Autor von Psychothrillern, mit seinem neuen Bestseller aus dem Inneren der Psychiatrie!

​Zwei entsetzliche Kindermorde hat er bereits gestanden und die Berliner Polizei zu den grausam entstellten Leichen geführt. Doch jetzt schweigt der psychisch kranke Häftling Guido T. auf Anraten seiner Anwältin. Die Polizei ist sicher: Er ist auch der Entführer des sechsjährigen Max, der seit drei Monaten spurlos verschwunden ist. Die Ermittler haben jedoch keine belastbaren Beweise, nur Indizien. Und ohne die Aussage des Häftlings werden Max' Eltern keine Gewissheit haben und niemals Abschied von ihrem Sohn nehmen können.

Drei Monate nach dem Verschwinden von Max macht ein Ermittler der Mordkommission dem verzweifelten Vater ein unglaubliches Angebot: Er schleust ihn in das psychiatrische Gefängniskrankenhaus ein, in dessen Hochsicherheitstrakt Guido T. eingesperrt ist. Als falscher Patient, ausgestattet mit einer fingierten Krankenakte. Damit er dem Kindermörder so nahe wie nur irgend möglich ist und ihn zu einem Geständnis zwingen kann.

Denn nichts ist schlimmer als die Ungewissheit.
Dachte er.
Bis er als Insasse die grausame Wahrheit erfährt ..."

Über den Autor:
Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seit seinem Debüt „Die Therapie“(2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Mittlerweile werden seine Bücher in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.

Eigene Meinung:

Zwar ist "Der Insasse" von Sebastian Fitzek nach Fitzeks altbewährten Schema "Vater versucht sein Kind zu retten und gerät dabei in haarsträubende Situationen" geschrieben, dennoch ist die Story sehr unterhaltsam. Sie bietet viel Action,  hat Tempo, hat vielen Wendungen und Überraschungen und interessante, ziemlich schräge Protagonisten.

Die Psychatrie ist natürlich eine ganz besondere Location und Sebastian Fitzek kann hier den armen Vater nach herzenslust quälen (das macht er ja ganz gerne, seine Protagonisten quälen).

Der Schreibstil ist einfach gehalten, die vielen Cliffhanger am Ende der kurzen Kapitel machen das Buch zu einem Pageturner.

Am Ende des Buches gibt es die übliche Danksagung noch als Kurzthriller verpackt.

Ich mag den schwarzen Humor des Autoren und kann dieses Buch, das sich sehr flüssig lesen lässt, allen Lesern, die Psychothriller mögen, empfehlen.







Mittwoch, 7. November 2018

Rezension zu "Die kleinen Wunder von Mayfair von Robert Dinsdale, übersetzt von Simone Jakob, Droemer Knaur Verlag, Roman

Titel: Die kleinen Wunder von Mayfair
Autor: Robert Dinsdale
Übersetzt von: Simone Jakob
Seitenzahl: 464 Seiten (Hardcover, 1.10.18)
Isbn Nr. 13-978-3-426-22672-8
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 20,00 Euro




Verlagsinfo:
"Entdecken Sie mit Robert Dinsdales "Die kleinen Wunder von Mayfair" Londons einzigartigen Spielzeug-Laden und einen ergreifenden Liebes- und Familien-Roman zum Anfang des 20. Jahrhunderts.
Alles beginnt mit einer Zeitungsannonce: »Fühlen Sie sich verloren? Ängstlich? Sind Sie im Herzen ein Kind geblieben? Willkommen in Papa Jacks Emporium.« Die Worte scheinen Cathy förmlich anzuziehen, als sie nach einer neuen Bleibe sucht. Denn im England des Jahres 1906 ist eine alleinstehende junge Frau wie sie nirgendwo willkommen, zumal nicht, wenn sie schwanger ist – und so macht Cathy sich auf nach Mayfair. In Papa Jacks Emporium, Londons magischem Spielzeug-Laden, gibt es nicht nur Zinnsoldaten, die strammstehen, wenn jemand vorübergeht, riesige Bäume aus Pappmaché und fröhlich umherflatternde Vögel aus Pfeifenreinigern. Hier finden all diejenigen Unterschlupf, die Hilfe bitter nötig haben. Doch bald wetteifern Papa Jacks Söhne, die rivalisierenden Brüder Kaspar und Emil, um Cathys Zuneigung. Und als der 1. Weltkrieg ausbricht und die Familie auseinander reißt, scheint das Emporium langsam aber sicher seinen Zauber zu verlieren …

Nostalgisch, rührend und zauberhaft romantisch erzählt Robert Dinsdales "Die kleinen Wunder von Mayfair" von einer jungen Frau, zerrissen in ihrer Liebe zu zwei Männern mit einzigartigen magischen Talenten. Ein Liebes-Roman für alle Leserinnen und Leser von Erin Morgenstern und Jessie Burton und alle, die sich von einem Spielzeug-Laden voller Wunder verzaubern lassen."

Über den Autor:

Robert Dinsdale, Jahrgang 1981, wuchs in North Yorkshire auf. Er lebt mit seiner Tochter in Essex und arbeitet als Literaturagent. Wenn er sie nicht gerade zur Schule fährt, geht er am Meer spazieren, arbeitet am Computer oder besucht die örtliche Bibliothek (das kann er sehr empfehlen!). »Die kleinen Wunder von Mayfair« ist sein dritter Roman.

Eigene Meinung:

Die Geschichte beginnt im Jahr 1906. Das junge Mädchen Cathie ist schwanger und soll von ihren Eltern in ein Heim für unverheiratete Mädchen abgeschoben werden. Cathie nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand. Sie bewirbt sich im Emporium, das ist ein zauberhafter Spielzeugladen, und wird genommen. Jekab Godmann entwirft dort zusammen mit seinen Söhnen Spielzeuge, die einen magischen Zauber besitzen. Das schwangere Mädchen verliebt sich in Caspar, den ältesten Sohn von Jekob, und wird ein Teil der Familie. Als der erste Weltkrieg ausbricht, ändert sich auch im Emporium alles.

 Diese Story lässt einen eintauchen in die Welt des Emporiums mit ihrem ganz besonderen Spielzeug. Da ist der Patchworkhund Sirius, der aufgezogen werden muss, und immer lebendiger wird, so dass man meint, man hätte einen richtigen Hund vor sich. Es gibt dort z. B. Wolkenschlösser oder faltbare Burgen. Der Autor hat hier ein Paradies für große und kleine Kinder erschaffen und man kommt ins Staunen, was es dort alles gibt.
Die Charaktere in dieser Geschichte sind liebenswert, mit großen und kleinen Schwächen. Durch Cathie bricht der Konkurrenzkampf zwischen den Brüdern offen hervor.
Der Autor beschreibt das Spielzeugparadies sehr phantasievoll und wortgewaltig.

Ich kann dieses zauberhafte Märchen nur allen Lesern, die phantasievolle Geschichten lieben, empfehlen.


Dienstag, 2. Oktober 2018

Rezension zu "Grenzgänger" von Mechtild Borrmann, Droemer Knaur Verlag, Roman

Titel: Grenzgänger
Autorin: Mechtild Borrmann
Seitenzahl: 288 Seiten, Hardcover (1.10.18)
Isbn Nr. 13-978-3-426-28179-6
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 20,00 Euro


Verlagsinfo: "
Die Geschichte einer verlorenen Kindheit
Wenn Recht nicht Gerechtigkeit ist: Spiegel-Bestseller-Autorin Mechtild Borrmann mit ihrem neuen Meisterwerk "Grenzgänger" rund um ein düsteres Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte:
Heimkinder in den 50er und 60er Jahren.
Die vielfach ausgezeichnete Autorin Borrmann, die mit ihrem zuletzt erschienen Roman "Trümmerkind" monatelang auf Platz 2 der Spiegel-Bestseller-Liste stand, erzählt mit der ihr eigenen soghaft-präzisen Sprache die Geschichte einer lebenshungrigen Frau - ein ehemaliges Heimkind - , die an Gerechtigkeit glaubt und daran verzweifelt.

Die Schönings leben in einem kleinen Dorf an der deutsch-belgischen Grenze. Wie die meisten Familien hier verdienen sich auch die Schönings mit Kaffee-Schmuggel etwas dazu. Die 17jährige Henni ist, wie viele andere Kinder, von Anfang an dabei und diejenige, die die Schmuggel-Routen über das Hohe Venn, ein tückisches Moor-Gebiet, kennt. So kann sie die Kaffee-Schmuggler, hauptsächlich Kinder, in der Nacht durch das gefährliche Moor führen. Ab 1950 übernehmen immer mehr organisierte Banden den Kaffee-Schmuggel, und Zöllner schießen auf die Menschen. Eines Nachts geschieht dann das Unfassbare: Hennis Schwester wird erschossen.
Henni steckt man daraufhin 1951 in eine Besserungsanstalt. Wegen Kaffee-Schmuggels. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit.
Die jüngeren Geschwister, die Henni anstelle der toten Mutter versorgt hatte, kommen in ein kirchliches Heim. Wo der kleine Matthias an Lungenentzündung verstirbt. Auch das ist nur ein Teil der Wahrheit.
Spannung und Zeitgeschichte miteinander zu verknüpfen, versteht Borrmann wie keine andere deutsche Autorin. "Grenzgänger" ist ein packender wie aufwühlender Roman, eingebettet in ein düsteres Stück Zeitgeschichte."

Über die Autorin:
Mechtild Borrmann, Jahrgang 1960, verbrachte ihre Kindheit und Jugend am Niederrhein. Bevor sie sich dem Schreiben von Kriminalromanen widmete, war sie u.a. als Tanz- und Theaterpädagogin und Gastronomin tätig. Mit „Wer das Schweigen bricht“ schrieb sie einen Bestseller, der mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet wurde und wochenlang auf der KrimiZeit-Bestenliste zu finden war. Für den "Geiger" wurde Mechtild Borrmann als erste deutsche Autorin mit dem renommierten französischen Publikumspreis "Grand Prix des Lectrices" der Zeitschrift Elle ausgezeichnet. 2015 wurde sie mit "Die andere Hälfte der Hoffnung" für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. Mechtild Borrmann lebt als freie Schriftstellerin in Bielefeld.

Eigene Meinung:
Henni lebt mit ihren Geschwistern und Eltern in der Eifel. Der Vater wird kurz vor Ende des Krieges doch noch eingezogen und kehrt traumatisiert zurück. Die Mutter versucht mit Hilfe von Henni die Familie durchzubringen, während der Vater sich der Kirche zuwendet. Als Hennis Mutter erkrankt und stirbt, versucht Henni die Familie durch Kaffeeschmuggel durchzubringen. Das Vorhaben endet in einem Disaster. Hennis Schwester stirbt, ihre Geschwister landen in einem Heim und Henni in einer Besserungsanstalt.

Die Geschichte beginnt mit einer Gerichtsverhandlung. Erst einmal rätseln wir, warum Henni 1970 vor Gericht steht. Ihre damalige Schulfreundin Elsa verfolgt den Prozess und erzählt dem Leser von dem Leben in der Eifel zu ihrer Schulzeit.

In einem weiteren Erzählstrang lernen wir den Künstler Thomas kennen, der zur gleichen Zeit wie Hennis Brüder in einem Heim der Kirche lebte und sich an das grausame Heimleben erinnert.

Die Handlungsstränge wechseln ständig, auch zwischen den Zeiten, was der Geschichte viel Spannung und Tempo verleiht.

Mechtild Borrmann beschreibt das Leben der Heimkinder in den 50er Jahren, das von Grausamkeiten und Doppelmoral geprägt ist. Die Autorin hat wohl sehr gut recherchiert und Zeitzeugen befragt.

Die Geschichte um Henni und ihre Geschwister zeigt auf, dass Wahrheit und Lüge oft nicht weit voneinander entfernt sind und dass zwischen Recht und Gerechtigkeit leider Welten liegen können.

Ich kann diese fesselnde, tragische Geschichte nur empfehlen.

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe die Geschichte an einem Nachmittag am Wochenende gelesen.







Mittwoch, 11. Juli 2018

Rezension zu "Wähle den Tod " von Jutta Maria Herrmann, Droemer Knaur Verlag, Psychothriller

Titel: Wähle den Tod
Autorin: Jutta Maria Herrmann
Seitenzahl: 304 Seiten (TB, 2.7.18)
Isbn Nr. 13-978-3426519981
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
"Ein düsterer Psycho-Thriller über Schuld und Rache vor Berliner Kulisse – Jutta Maria Herrmann in Bestform!

Jana Langenfeld hat alle Brücken zu ihrem alten Leben eingerissen. Als liebevolle Gattin und Mutter lebt sie vor den Toren Berlins. Niemand ahnt, dass Jana nicht die ist, die sie vorgibt zu sein. Doch als sie eines Morgens den Familienhund tot im Garten findet, kehrt die Angst zurück, und mit ihr die Erinnerung an ein längst vergangenes Unrecht. Dann werden Janas Kinder entführt, und schließlich steht sie vor einer unmöglichen Wahl: Entweder sie stirbt oder ihre Kinder. Und Jana muss erkennen: Wenn dich die Vergangenheit einholt, wird die Gegenwart zur Hölle auf Erden …"

Über die Autorin:
Jutta Maria Herrmann ist gebürtige Saarländerin, gelernte Buchhändlerin, studierte Germanistin. Sie hat Rockkonzerte veranstaltet, Synchrondrehbücher geschrieben und arbeitet zurzeit für eine Tageszeitung. Ihre Kurzgeschichten wurden in verschiedenen Anthologien veröffentlicht. Beim MDR-Literaturwettbewerb 2010 kam ihr Beitrag in die Liste der Top 25. Seit 2003 lebt sie mit ihrem Mann, dem Autor Thomas Nommensen, im Berliner Speckgürtel im brandenburgischen Panketal. Sie ist Mitglied im Syndikat.
Weitere Informationen unter: www.jutta-maria-herrmann.de 

Eigene Meinung:
Jutta Maria Herrmann hat mit "Wähle den Tod" einen raffinierten Psychothriller geschrieben, der von der ersten Seite spannend und fesselnd geschrieben ist. Kurze Kapitel mit wechselnden Handlungssträngen bringen Tempo in die Geschichte.

Jana ist eine sehr sympathische Protagonistin, mit der man als Leser mitleidet. Man rätselt, wer Jana Böses will, was sie in der Vergangenheit getan haben soll und ist sehr gespannt darauf, was Jana uns und ihrer Familie verheimlicht. So nach und nach werden Janas Geheimnisse offenbart.

Falsche Spuren und Wendungen machen die Story perfekt. Auf den Täter wäre ich nicht gekommen.

Dieser atmosphärische Psychothriller erhält meine absolute Leseempfehlung. 




Sonntag, 12. November 2017

Rezension zu "Flugangst 7a" von Sebastian Fitzek, Droemer Knaur Verlag, Psychothriller

Titel: Flugangst 7a 
Autor: Sebastian Fitzek
Seitenzahl: 400 Seiten (Hardcover, 24.10.17)
Isbn Nr. 13-978-3-426-19921-3
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 22,99 Euro

Verlagsinfo: "Es gibt eine tödliche Waffe, die durch jede Kontrolle kommt.
Jeder kann sie ungehindert an Bord eines Flugzeugs bringen.

Ein Nachtflug Buenos Aires-Berlin.
Ein labiler Passagier, der unter Gewaltphantasien leidet.
Und ein Psychiater, der diesen Patienten manipulieren soll, um an Bord eine Katastrophe herbeizuführen.
Sonst verliert er etwas sehr viel Wichtigeres als sein Leben ...

Der neue Psychothriller von Bestseller-Autor Sebastian Fitzek: In der Tradition von PASSAGIER 23 spielt er mit den menschlichen Urängsten des Eingeschlossenseins und der Hilflosigkeit an Bord eines Flugzeugs."

Über den Autor:

Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seit seinem Debüt „Die Therapie“(2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Mittlerweile werden seine Bücher in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.

Eigene Meinung:
Etwas gestört hat mich, dass es auch in diesem Psychothriller von Sebastian Fitzek darum geht, dass ein Vater zu allem bereit ist, seine Tochter zu retten. Natürlich hat die Tochter dann noch ein Problem, was die Rettung nicht so einfach macht. Das kam mir von Achtnacht sehr bekannt vor.

In dieser Story geht es um einen Psychiater, der um seiner Tochter Nele beizustehen, ein Flugzeug besteigt, trotz seiner massiven Flugangst. Der Vater kam auf ziemlich abstruse Ideen, seiner Flugangst zu begegnen, hat auch sämtliche Statistiken über Flugzeugabstürze und über die Überlebensmöglichkeit dabei, studiert.
Doch für den armen Mann kommt es noch dicker, um seine Tochter zu retten, die entführt wurde und kurz vor der Niederkunft steht, soll er einen ehemaligen Patienten so manipulieren, dass das Flugzeug abstürzt. Wie soll das bitteschön gehen, fragt man sich als Leser? Und das macht wiederum die Story sehr spannend und fesselt den Leser, so dass die Buchseiten nur so fliegen.

Fitzek schreibt sprachlich sehr einfach und modern, er arbeitet mit vielen Cliffhangern und Wendungen, auf den Täter komme ich bei Fitzek nie.

Die Story ist ziemlich abgefahren, schon am Anfang war mir klar, um was es sich für eine Person handelt, die Nele entführt hat, als er Nele in einem Gebäude unterbringt und ich musste schmunzeln (ich will hier nicht spoilern). Ich konnte mir gut vorstellen, dass es einen Drahtzieher hinter dem ganzen Szenario gibt.

Manchmal kann ich Herrn Fitzek nicht so richtig ernst nehmen, dazu sind die Figuren einfach etwas zu abgedreht. Aber genau das gefällt mir auch an den Fitzek-Thrillern so gut.

Insgesamt hat mir die Story ganz gut gefallen, ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Die Geschichte bietet viel Tempo und Action.




Mittwoch, 8. November 2017

Rezension zu "Ich treffe dich zwischen den Zeilen" von Stephanie Butland, übersetzt von Maria Hochsieder-Belschner, Droemer Knaur Verlag, Roman

Titel: Ich treffe dich zwischen den Zeilen
Autorin:Stephanie Butland
Übersetzt von:Maria Hochsieder-Belschner
Seitenzahl: 320 Seiten (Klappenbroschur, TB, 2.10.17)
Isbn Nr. 13-978-3-426-52075-8
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
 "Ein Buch, das einen so schnell nicht mehr loslässt: Stephanie Butlands herzergreifender Roman erzählt vom Wunder der Liebe und von der heilenden Kraft der Literatur.
Mit Piercings und tiefschwarz gefärbten Haaren versucht Loveday, die Welt von sich fern zu halten. Sie ist ein wahrer Büchernarr, umgibt sich lieber mit Literatur als mit Menschen und trägt die Anfangssätze ihrer Lieblingsromane als Tattoos auf dem Körper. Wirklich wohl fühlt sie sich nur in Archies Antiquariat. Der alte Mann hat ihr nicht nur einen Job gegeben, er akzeptiert sie vor allem, ohne Fragen zu stellen. Als Loveday Nathan kennenlernt, scheint ihre Welt heller zu werden: Er nimmt sie mit zu einem Poetry-Slam, und die Gedichte öffnen beiden einen Weg, sich die Dinge mitzuteilen, für die ihnen sonst die Worte fehlen. Zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte Liebe. Doch dann werden im Antiquariat Bücher für Loveday abgegeben, die sie zurück in ihre Kindheit führen und schmerzhafte Erinnerungen an eine Familientragödie wecken, die sie nur zu gerne weiter verdrängt hätte. Kann sie mit Archies und Nathans Hilfe endlich mit der Vergangenheit Frieden schließen und über die Ereignisse hinwegkommen, die ihr Leben so sehr erschüttert haben?

Ein wunderschöner Roman über Familie, Liebe, Verlust und Vergangenheitsbewältigung mithilfe der besonderen Kraft der Literatur."

Über die Autorin:
Wenn Stephanie Butland nicht gerade schreibt, arbeitet sie als Coach und Motivationstrainerin. Zusammen mit ihrer Familie lebt sie im Nordosten Englands.

Eigene Meinung: 

Loveday ist ein Büchernerd. Sie fühlt sich zwischen Unmengen von Büchern viel wohler, als mit Menschen. Entsprechend beschränken sich ihre Kontakte auf Archie, ihren Chef und Inhaber des Antiquariats und auf die Mitarbeiter und Kunden des Antiquariats. Warum Loveday ist, wie sie ist, erfahren wir im Laufe der Geschichte. Als Nathan eines Tages in das Antiquariat spaziert, versucht er, sie mit Gedichten und mit einer Einladung zu einem Poetry Slam für sich zu interessieren. Ob das wohl funktioniert?

Stephanie Butlands Schreibstil gefällt mir sehr gut. Sie schreibt leicht, mit viel Wortwitz, unglaublich wortgewandt und sehr tiefgründig. Es dreht sich das ganze Buch um Bücher, Gedichte und Poetry Slam.

Loveday erzählt uns ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive. Viele Kapitel blicken in die Vergangenheit von dieser jungen Frau zurück.

Die Protagonistin Loveday ist eine liebenswerte Außenseiterin, Archie, ihr Chef und guter Freund, wurde auch sehr gut und sehr lebendig gezeichnet. Auch den Zauberer Nathan schließt man als Leser sofort ins Herz.

Mir hat dieses tiefgründige, sehr warmherzige und humorvolle Buch sehr gut gefallen. Es ist ein absolutes Lesehighlight für alle Bücherfans!





 

Montag, 9. Oktober 2017

Rezension zu "Wo drei Flüsse sich kreuzen" von Hannah Kent, übersetzt von Leonie Reppert-Bismark, Droemer Knaur Verlag, historischer Roman

Titel: Wo drei Flüsse sich kreuzen
Autorin: Hannah Kent
Übersetzt von: Leonie Reppert-Bismark
Seitenzahl: 432 Seiten (Hardcover, 1.9.17)
 Isbn Nr.: 13-978-3-426-19979-4
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 19,99 Euro

Verlagsinfo:
 "Der neue Roman "Wo drei Flüsse sich kreuzen" von Bestseller-Autorin Hannah Kent ist ein mitreißendes Drama um die Macht von Angst und Aberglaube - basierend auf einer wahren Geschichte aus dem 19. Jahrhundert.

Irland 1825: Die 14-jährige Mary soll der verwitweten Bäuerin Nora mit deren schwer behindertem Enkel Michael zur Hand gehen. Der kleine Junge, so munkelt man im Dorf, sei ein Wechselbalg, ein Feenkind, und mache die Kühe krank. Mary gibt nichts auf das Gerede, doch als Nora davon hört, reift in der einsamen, verzweifelten Frau eine ungeheuerliche Idee: Wenn es ihr gelingt, den Wechselbalg zu vertreiben, würde sie den gesunden Michael wiederbekommen und endlich wieder eine echte Familie haben. Getrieben von Angst und Aberglaube und unterstützt durch die geheimnisvolle Kräuterfrau Nance ist sie bald bereit, alles zu versuchen – und Mary fällt es immer schwerer, sich gegen die beiden Frauen durchzusetzen.
Hannah Kent gelingt es durch ihre kristallklare Sprache erneut, eine grausame und wahre Geschichte eindringlich zu erzählen; die rauhe Schönheit Irlands verschmilzt mit dem Seelenleben ihrer Figuren, die dem Leser, wie schon in ihrem Debüt-Roman "Das Seelenhaus", ganz nahe kommen."

Über die Autorin: 

Hannah Kent, geboren 1985 in Adelaide, Australien, ist die Mitbegründerin der australischen Literaturzeitschrift 'Kill Your Darlings'. 2011 gewann sie den Writing Australia Unpublished Manuscript Award für ihr Debüt 'Das Seelenhaus'. Seit seiner Publikation 2013 ist der Roman in fast dreißig Sprachen übersetzt worden, stürmte die Bestsellerlisten und gewann weitere zahlreiche Preise. 'Wo drei Flüsse sich kreuzen' ist Hannah Kents lang erwarteter zweiter Roman, mit dem sie ihrer Faszination für archaische Mythen des Nordens treu bleibt.

Eigene Meinung:

Nachdem mir das "Seelenhaus" bereits so gut gefallen hatte, war ich sehr gespannt darauf, was Hannah Kent aus einer wahren Begebenheit in Irland für eine Geschichte kreiieren würde.
Von der ersten Seite an war ich gefangen von der Geschichte.

In einem Tal im Irland 1824 sind die Leute sehr arm. Sie leben von der Butterherstellung und vom Eierverkauf, bestellen ihre kargen Felder und hoffen jedes Jahr, ihre Pacht aufbringen zu können. Als Noras Mann stirbt, ist sie auf sich allein gestellt. Sie hat den behinderten Sohn ihrer verstorbenen Tochter zu versorgen und ist alleine damit überfordert. Deshalb nimmt sie die 14-jährige Mary in ihre Dienste. Mary kümmert sich liebevoll um den schwerbehinderten Michael, der weder laufen, noch sprechen kann. Da die Frauen kaum schlafen können, weil Michael tag und nacht schreit, suchen sie Hilfe bei der Kräuterfrau Nance, zu der die Talbewohner gehen,wenn sie mit ihrem eigenen Heilkräuterwissen nicht weiterkommen. Ein Arztbesuch ist für die Dorfbewohner unerschwinglich. Im Dorf wird gemunkelt, Michael sei ein Wechselbalg und am Tod von Noras Mann schuld. An allem Unglück im Dorf wird die Schuld bei  Außenseitern gesucht, wie Nance und Michael. Nora steigert sich langsam auch in den Glauben hinein, dass ihr Enkel ein Wechselbalg ist.  Mary kann sich gegen Nora und Nance nicht durchsetzen. Der neue, übereifrige Pater wettert in den Gottesdiensten gegen die Heilerin  und kann Nora, die Hilfe bei ihm sucht, auch nicht weiterhelfen. So nehmen die Ereignisse ihren Lauf.

Hannah Kent schreibt sehr detailliert, so dass der Leser in die etwas düstere, sehr atmosphärisch erzählte Geschichte hineintaucht und sich im Irland 1824 wiederfindet. Die Welt der Talbewohner ist voller Aberglauben, jeder kämpft um sein Leben, wenn ein Unglück geschieht, sind es die anderen, die daran schuld haben. Außenseiter, die alleine leben, wie die Kräuterfrau Nance, oder der behinderte Michael sind willkommene Sündenböcke.

Nora, Nance und Mary sind sehr gut charakterisiert, als Leser nimmt man Teil an dem Schicksal der drei Frauen und hofft, dass sich ihre Probleme lösen.

Meine absolute Lesesempfehlung für diese tragische Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit beruht.




Mittwoch, 27. September 2017

Rezension zu "Der Herzschlag deiner Worte" von Susanna Ernst, Roman, Droemer Knaur Verlag


Titel: Der Herzschlag deiner Worte
Autorin: Susanna Ernst
Seitenzahl: 397 Seiten  (TB, Klappenbroschur, Sept 17)
Isbn Nr. 13-978-3-426-52123-6
Verlag: Droemer Knaur
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
 
Als der junge Musiker Alex vom plötzlichen Tod seines Vaters erfährt, wirft ihn das aus der Bahn. Auf der Beerdigung begegnet er seiner Patentante Jane zum ersten Mal und ist tief beeindruckt von der scheinbar unbekümmerten Lebensfreude der schwer erkrankten und an den Rollstuhl gefesselten Frau. Jane ist es, die Alex plötzlich neue Wege eröffnet. So führt sie ihn geradewegs in die Arme der temperamentvollen Jung-Autorin Maila, in die sich Alex Hals über Kopf verliebt.
Doch warum lässt Maila weder in ihren Geschichten noch im eigenen Leben ein Happy End zu? Und wieso wird Alex das Gefühl nicht los, dass Jane etwas verheimlicht? Und was hat all das mit seinem verstorbenen Vater zu tun?
Erst als sich Alex auf die Spuren alles Unausgesprochenen begibt, gelingt es ihm, zu erkennen, wie die unterschiedlichen Geheimnisse derer, die er liebt, miteinander verwoben sind. Kann er Maila mit diesem Hintergrundwissen davon überzeugen, dass doch noch alles gut wird?"


Über die Autorin:

 Susanna Ernst wurde 1980 in Bonn geboren und schreibt schon seit ihrer Grundschulzeit Geschichten. Sie leitete siebzehn Jahre lang eine eigene Musicalgruppe, führte bei den Stücken Regie und gab Schauspielunterricht. Außerdem zeichnet die gelernte Bankkauffrau und zweifache Mutter gerne Portraits, malt und gestaltet Bühnenbilder für Theaterveranstaltungen. Das Schreiben ist jedoch ihre Lieblingsbeschäftigung für stille Stunden, wenn sie ihren Gedanken und Ideen freien Lauf lassen will. Ihr Credo: Schreiben befreit!

Eigene Meinung:
"Der Herzschlag deiner Worte" ist mein erstes Buch von Susanna Ernst und ganz bestimmt nicht mein letztes. Mir gefällt ihr warmherziger, sehr lebendiger und sehr fesselnder Erzählstil sehr gut. Das Buch ist kaum aus der Hand zu legen.

In der Geschichte geht es um den jungen Musiker Alex, der einige Schicksalsschläge einstecken musste. In einem Erzählstrang geht es um seinen Vater, der einen Herzinfarkt erlitten hat und gestorben ist. Er hat sich von dieser Welt aber noch nicht ganz verabschiedet, er begleitet seinen Sohn, beobachtet und wir erfahren durch ihn, was in der Vergangenheit passiert ist. In einem weiteren Erzählstrang lernen wir Maila kennen und ihre Geschichte. Nicht nur Alex und Maila spielen in der Story eine große Rolle, auch die kranke Tante Jane, die Mutter von Alex und seine Schwester wirken mit. Wie die ganzen Personen miteinander verknüpft sind, wird so nach und nach aufgelöst. Susanna Ernst hat sich schwere Themen wie Verlust, Krankheit und Tod in ihrem Buch vorgenommen. Doch Themen wie Freundschaft, Vertrauen, Lebensfreude, Zusammenhalt und Liebe setzen einen Gegenpool und wirken positiv.

Alex ist ein sympathischer Alleinerziehender, seine Tochter Leni ist süß und witzig.Die junge Autorin Maila ist sehr sympathisch und sehr geheimnisvoll. Mir gefallen alle Charaktere sehr gut.

Mir hat "Der Herzschlag deiner Worte" sehr gut gefallen und ich freue mich auf weitere Geschichten von Susanna Ernst.



Sonntag, 6. August 2017

Rezension zu "Nr. 25" von Frank Kodiak, Droemer Knaur Verlag, Thriller

Titel: Nummer 25
Autor: Frank Kodiak
Seitenzahl: 384 Seiten (TB, 3.7.17)
Isbn Nr. 13-978-3-426-52009-3
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
"Psychopath gegen Psychopath: ein nervenzerrender Thriller, ein unerbittliches Duell auf Leben und Tod.

Der Schriftsteller Andreas Zordan ist Dauergast auf den Bestsellerlisten. Die riesige Fangemeinde kann nicht genug kriegen von seinen Thrillern. Nichts bereitet Zordan mehr Freude als das detailgenaue Beschreiben ausgefallener Tötungsmethoden. Das gelingt dem Einzelgänger nur, weil er sich selbst für einen Psychopathen hält. Er ist kontaktscheu, meidet andere Menschen und lebt einsam in einem ehemaligen Forsthaus im Wald. Er weiß: Würde er nicht in seinen Büchern töten, müsste er auf die Realität ausweichen.
Als er eines Morgens im Garten die übel zugerichtete Leiche eines Mädchens im Teenageralter findet, meldet er es nicht der Polizei, sondern lässt sich auf ein Psychoduell mit einem Mörder ein, der ihn offenbar herausfordert. Und muss erkennen, dass er selbst weit entfernt ist von dessen kaltblütiger Grausamkeit."

Über den Autor:
Frank Kodiak ist das Pseudonym für Andreas Winkelmann, geboren 1968, der bei Rowohlt (rororo) schon einige Thriller veröffentlicht hat (u.a. die Bestseller DeathBook, Die Zucht, KillGame). Schon früh entwickelte er eine Leidenschaft für spannende, unheimliche Geschichten. Bevor er sein erstes Buch veröffentlichte, arbeitete er nach dem Studium der Sportwissenschaften zunächst jedoch als Soldat, Sportlehrer, Taxifahrer, Versicherungsfachmann und freier Redakteur. Mit seiner Familie lebt er in der Nähe von Bremen - in einem einsamen Haus am Waldrand. Mehr über Andreas Winkelmann: andreaswinkelmann.com.

Eigene Meinung:
Frank Kodiak alias Andreas Winkelmann, hat mit "Nr. 25" einen rasanten, spannenden und fesselnden Thriller erschaffen. Von der ersten Seite an ist die Story spannend erzählt.

Andreas Zordan, der Bestsellerautor und Zyniker, um den sich dieser Thriller dreht, ist eine interessante Figur, die einen ständig überrascht. Der Autor lebt alleine in einem Haus im Wald und hasst Fans und Interviews.
Es macht Spaß, den Schlagabtausch, den er sich mit der frisch ausgelernten Journalistin Greta Weiß ständig liefert, zu verfolgen. Greta Weiß soll ihn zu einem Interview überreden, damit sie eine Festanstellung bei ihrer Zeitung bekommt. Ob ihr das wohl gelingen mag?

Erzählt wird über verschiedene Perspektiven, was die Story um so interessanter macht. 

Der Running Gag "Helene Fischer" hat mir auch sehr gut gefallen.

Die Geschichte bietet neben einem interessanten Plot, einige Wendungen, ist manchmal etwas zynisch und überrascht am Ende.

Mir hat dieser Thriller sehr gut gefallen. Man hat das Gefühl, dass der Autor am Schreiben dieser Story genauso viel Spaß hatte, wie ich beim Lesen des Thrillers.


Samstag, 1. Juli 2017

Rezension zu "Amnesia - Ich muss mich erinnern" von Jutta Maria Herrmann, Droemer Knaur Verlag, Thriller

Titel: Amnesia - Ich muss mich erinnern
Autorin: Jutta Maria Herrmann
Seitenzahl: 304 Seiten (TB, 1.6.17)
Isbn Nr.  13-978-3-426-51997-4
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 9,99 Euro
Verlagsinfo:

"Du hast nichts zu verlieren.
Du hast eine mörderische Wut.
Und du kannst dich an nichts erinnern …
Als die Berlinerin Helen die Diagnose Krebs im Endstadium erhält, ist es ihr einziger Wunsch, sich vor ihrem Tod endlich mit ihrer Mutter auszusöhnen, zu der sie ein schwieriges und distanziertes Verhältnis hat. Bei ihrer Familie in der südwestdeutschen Heimat angekommen, muss sie dann schockiert erfahren, dass ihre schwangere Schwester Kristin von ihrem Ehemann Leon misshandelt wird. Am liebsten würde Helen Leon dafür umbringen, zu verlieren hat sie ja nichts mehr. Aber einen Menschen töten? Helen glaubt nicht, dass sie dazu wirklich fähig ist.
Am nächsten Morgen allerdings ist Leon tot – und Helen, die Medikamente mit schwersten Nebenwirkungen nimmt, hat keinerlei Erinnerung an die vergangene Nacht. Amnesie …
Die deutsche Spannungs-Autorin Jutta Maria Herrmann legt endlich nach und blickt mit ihrem düsteren und psychologisch tiefgründigen Thriller in die menschlichen Abgründe. Ein Psycho-Thriller der Extraklasse!"
Verlagsinfo:

Über die Autorin:
Mitte der Achtziger strandete die Saarländerin Jutta Maria Herrmann in Berlin, studierte Germanistik und Filmwissenschaften, sympathisierte mit der Hausbesetzerszene und stürzte sich ins Nachtleben. Sie war u.a. als Buchhändlerin, Putzfrau, Sekretärin, Synchrondrehbuch-Autorin und Veranstalterin von Punkkonzerten tätig. Heute arbeitet sie für eine Tageszeitung und lebt mit ihrem Mann, dem Autor Thomas Nommensen, vor den Toren Berlins. Nach "Hotline" und "Schuld bist du" ist "Amnesia" ihr dritter Thriller im Knaur Verlag.

Eigene Meinung
Nachdem ich die beiden ersten Bücher von Jutta Maria Herrmann nahezu verschlungen habe, habe ich mich auf den dritten Thriller der Autorin riesig gefreut.

In "Amnesia - Ich muss mich erinnern" geht es um Helen, die ihrer eigenen Wahrnehmung nicht mehr trauen kann. Sie ist unheilbar an Krebs erkrankt, muss ziemlich viele Medikamente nehmen, die ihre Wahrnehmung trüben, ihr Freund ist spurlos verschwunden und daher beschließt sie, in ihre Heimat zurückzukehren. Sie möchte ihre Schwester und ihre Mutter über ihre tödliche Erkrankung informieren. Helen hatte ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter und möchte sich mit ihrer Mutter vor ihrem Tod versöhnen. Das klappt erst einmal gar nicht. Helens Auftauchen verursacht große Unruhe in ihrer Familie und in ihrem früheren Freundeskreis.

Ihre Schwester ist schwanger und freut sich sehr auf das Kind. Kristin, so heißt ihre Schwester,  ist mit Leon verheiratet. Helen kennt Leon aus ihrer Jugendzeit und ist nicht begeistert davon, dass er ihr Schwager ist. Das Verhältnis von Kristin und Helen kühlt immer mehr ab, da Helen vermutet, dass Leon Kristin misshandelt und sie darauf anspricht. Als ihr Schwager eines morgens tot aufgefunden wird, deutet darauf hin, dass Helen etwas mit seinem Tod zu tun hat.

Die Story ist aus der Ich-Perspektive von Helen geschrieben. Ihre Gefühle, ihre Empfindungen, ihre Verwirrung und ihre Verzweiflung, weil sie oft Erinnerungslücken hat, sind gut nachvollziehbar.  Durch Rückblicke erfahren wir, was in ihrer Jugendzeit mit ihrer Freundin passiert ist und was Leon damit zu tun hatte.
Alle Charaktere sind gut ausgearbeitet. Die Spannung, die in Helens Familie herrscht, kann man schon fast körperlich spüren.

Die Geschichte braucht etwas, bis sie spannend wird. Atemlose Spannung von der ersten Seite an, wie ich sie von einem Thriller erwarte, herrscht hier allerdings nicht.

Ich würde die Geschichte auch nicht als Thriller bezeichnen, psychologischer Spannungsroman wäre hier passender.  Das Familiendrama und die Beziehungen der Personen untereinander stehen in dieser Geschichte im Vordergrund.





Montag, 1. Mai 2017

Rezension zu "Seduction - Verführt" von Tanya Carpenter, Droemer Knaur Verlag, Erotik-Thriller

Titel: Seduction - Verführt
Autorin: Tanya Carpenter
Seitenzahl: 680 Seiten (TB, Feelings, 19.10.16)
Isbn Nr. 13-978-3-426-21622-4
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 14,99 Euro


Verlagsinfo:
"Nichts brennt heißer als Leidenschaft, die aus Hass geboren wird – »Seduction: Verführt« von Tanya Carpenter ist BDSM-Erotik-Thrill vom Feinsten!

Die Zusammenarbeit mit dem Kunst-Fotografen Jared ist für Ebony wie ein Sechser im Lotto. Endlich steht ihre kleine Kunstgalerie im Mittelpunkt des Interesses und die Geschäfte laufen bestens. Darüber hinaus erweist sich Jared als überaus attraktiver, charmanter jedoch introvertierter Mann, der ihr die Welt zu Füßen legt. Ebonys Glück könnte perfekt sein, doch dann tritt Jareds Zwillingsbruder Cyprus in ihr Leben: ebenso schön, ebenso charismatisch, aber überaus gefährlich und voll dunklem Verlangen. Beide Brüder verbindet ein dunkles Geheimnis, in dessen Strudel aus Sex, Eifersucht, und verletztem Stolz auch Ebony mit hineingezogen wird ..."

Über die Autorin:
Die vielseitige Autorin ist inzwischen in nahezu allen Genre der Belletristik zuhause, wobei zumeist eine gehörige Portion Erotik nicht fehlen darf. Aber auch einige fachliche Texte über Wölfe und Hunde wurden bereits veröffentlicht. Neben dem Schreiben ihrer eigenen Bücher lektoriert sie als Mitglied des Teutonic Text Teams Romane und Novellen anderer Autoren für diverse Verlage.
Hauptberuflich ist Tanya Carpenter als Assistentin der Vertriebsleitung in einem weltweit agierenden Industrieunternehmen tätig. Ihre Freizeit verbringt sie vorzugsweise mit ihren Hunden und ihrem Pferd in freier Natur, schätzt aber auch gemütliche Leseabende vor dem Kamin bei guter Musik. Sie hat ein Faible für Mythologie und Historie, was sie nicht selten in ihre Geschichten einfließen lässt.
Vertreten wird die Autorin von der Agentur Ashera. 

Eigene Meinung:
Ein Buch, das dem Genre Erotikthriller zuzuordnen ist, klingt doch sehr interessant. Ich war gespannt darauf, wie die beiden Genres zusammenwirken würden, zumal mir bei den meisten Erotik-Romanen die Sprache viel zu derb und zu einfach ist und so gut wie keine Handlung stattfindet (50 Shades of Grey fand ich furchtbar).

Hier war ich positiv überrascht. Tanya Carpenter hat einen flüssig zu lesende Geschichte geschrieben mit interessanten Charakteren und einer fesselnden Handlung.

Ebony, die auch Bonnie genannt wird, ist eine sympathische junge Frau, die zusammen mit ihrer Freundin eine Kunstgalerie führt. Sie lernt Jared, einen gutaussehenden Fotografen kennen und verliebt sich in ihn. Jared hat einen Zwillingsbruder, Cyprus, ebenso schön und erfolgreich wie Jared. Dieser ist genau wie sein Zwillingsbruder nach LA zurückgekehrt. Sieben Jahre lang hatten die beiden keinen Kontakt und nun beginnt Cyprus dieselben Spielchen mit Bonnie und Jared, wie vor sieben Jahren mit der damaligen Verlobten von Jared.  Man weiß nicht, ob Cyprus Jared hasst und warum er darauf aus ist, einen Keil zwischen die beiden frisch Verliebten zu treiben.  Cyprus scheint der böse Zwilling zu sein, der Machtspielchen und Intrigen liebt und sämtliche Frauen mit seiner betörenden erotischen Ausstrahlung um seinen Finger wickeln kann. Am Schluß der Geschichte wird das Geheimnis aufgeklärt, was genau zum Zerwürfnis zwischen den beiden Brüdern führte.

Die Story an sich ist nichts Neues. Die Protagonisten sind schön, erfolgreich und reich. Die Autorin hat jedoch ihre Fantasy spielen lassen. Dabei sind Sexszenen an verschiedenen, manchmal recht abenteuerlichen Schauplätzen. herausgekommen, Erotik, Spannung und Gefühl kommen in der Story auch nicht zu kurz.

Ich bin gespannt auf Teil 2 dieser Reihe.






Samstag, 29. April 2017

Blogtour "Seduction-Verführt" von Tanya Carpenter, Erotik-Roman, Droemer-Knaur Verlag




Willkommen bei der Blogtour von "Seduction - Verführt" von Tanya Carpenter


Ich habe mir das Thema "Thrillfaktor in "Seduction - Verführt" und Cyprus Charakterzüge ausgesucht: 

Eins kann ich euch versprechen, der Thrillfaktor in diesem erotischen Roman ist sehr hoch!

Die Zwillinge Jared und Cyprus waren ein Herz und eine Seele, sie haben sich alles geteilt, bis ein Ereignis, das im Prolog des Romanes beschrieben wird, die beiden auseinanderbringt.

Jared geht nach Europa und Cyprus ist in Australien zu finden. Sieben Jahre nach diesem denkwürdigen Ereignis, dass die ganze Familie gespalten hat, kehren beide Brüder nach LA zurück. Jared verliebt sich in Bonnie und Cyprus mischt kräftig mit. Er gibt vor, dass er sich mit Jared versöhnen will und wickelt Bonnie um den Finger (nicht nur um den Finger). Es scheint sich dasselbe Drama zwischen den Brüdern abzuspielen, wie vor 7 Jahren. Die Spannungen zwischen den Brüdern ist unglaublich hoch.

Cyprus ist ein interessanter Charakter, er ist erfolgreich, jung, reich, bildschön und besitzt neben seiner erotischen Ausstrahlung, der er sich bewusst ist, genug Erfahrung als Liebhaber, um jede Frau zu betören,  ins Bett zu bringen und dafür zu sorgen, dass sie ganz auf ihre Kosten kommt und ihre Grenzen entdecken möchte. Er ist S/M-Spielchen auch nicht abgeneigt.

Cyprus ist ein Typ, der sehr abenteuerlustig ist, und der immer für Überraschungen gut ist.
Er nimmt sich was er will,ohne Rücksicht auf Verluste. Man kann ihn einen heißen Bad Boy nennen. Zum Ende der Story hin werden allerdings noch andere Charakterzüge von ihm aufgedeckt, dazu möchte ich nichts verraten, ich will euch ja den "Thrillfaktor" nicht nehmen. Nur so viel, ihr werdet staunen, welche Seiten bei ihm noch zum Vorschein kommen!Manchmal braucht es nur die richtige Frau dazu :). 

Meine Gewinnspielfrage: 
Wo war Jared bevor er wieder nach LA zurückkam?

Bitte beantwortet sie im Kommentar (mit Angabe der Mailadresse) oder per Mail an biggiralfatfreenet.de
Nach der Blogtour wird der Gewinner spätestens am 3.5. von Tanya Carpenter ausgelost.

Was gibt es zu gewinnen? 
1. Preis - Ein signiertes Print-Exemplar von "Seduction: Verführt"
2. Preis - Eine signierte Cover-Tasse von "Seduction: Verführt"
3. Preis - Zwei signierte Leseprobenflyer von "Seduction: Verführt"

Die Gewinner wurden ausgelost:

 
Herzlichen Glückwunsch. Bitte mailt uns eure Adresse, damit Tanya euren Gewinn losschicken kann.



Folgende Blogs machen bei der Blogtour mit:
Auf den Blogs könnt ihr auch verschiedene Gewinnspielfragen beantworten und Lose sammeln:

http://mausi-books.blogspot.de/ 
Einblick in den Roman
www.manjasbuchregal.de
Interview mit Jared, Bonnie und Cyprus
http://bambinis-buecherzauber.blogspot.de/
Die Nebencharaktere werden vorgestellt:  Deborah, Isobel und Michelle
www.mitternachtsschatten.blogspot.de
Good Boys vs. Bad Boys
 www.bibilotta.de
Schauplätze der Story
www.Katis-Buecherwelt.de
Erotische Fantasien -wieviel Wunsch, wieviel Wagnis

 Teilnahmebedingungen:
- Teilnahme am Gewinnspiel ab 18 oder mit Einwilligung der Eltern
- Versand nur nach D, A, CH möglich
- Das Gewinnspiel läuft bis einschließlich 30. April 2017.
- Melden sich die Gewinner nicht innerhalb von 48 Stunden, wird neugelost.
- Die Teilnehmer erklären sich damit einverstanden, dass ihr Name im Gewinnfall veröffentlicht wird
- Der Teilnehmer erhält höchstens einen Gewinn.
- Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.
- Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
- Blogger und Facebook haben nichts damit zu tun.



Samstag, 8. April 2017

Rezension zu Rezension zu "AchtNacht" von Sebastian Fitzek, Droemer Knaur Verlag, Thriller

Titel: AchtNacht
Autor: Sebastian Fitzek
Seitenzahl: 416 Seiten, Klappenbroschur, TB (14.3.17)
Isbn Nr. 13-978-3-426-52108-3
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 12,99 Euro

Verlagsinfo:

"Es ist der 8. 8., acht Uhr acht.
Sie haben 80 Millionen Feinde.
Werden Sie die AchtNacht überleben?

Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie.
Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen.
In der „AchtNacht“, am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen.
Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei.
Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten - und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.

Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst.
Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief.
Und Ihr Name wurde gezogen!

Der neue Blockbuster von Sebastian Fitzek, dem „Meister des Wahns“ – exklusiv im Taschenbuch."

Der Autor:
Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seit seinem Debüt „Die Therapie“(2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Mittlerweile werden seine Bücher in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.


Eigene Meinung: 

Auch dieser Thriller von Sebastian Fitzek liest sich flüssig und ist spannend und fesselnd geschrieben. In jedem Kapitel erleben wir eine neue Überraschung. Die Hauptperson des Buches ist ein absoluter Loser, der in immer schlimmere Situationen gerät und doch wieder herausfindet, obwohl man sich das überhaupt nicht vorstellen kann. Sämtliche Figuren im Buch sind ziemlich schräg. Die Story ist richtig abgefahren.

AchtNacht ist ein temporeicher und actionreicher Thriller, bei dem Handlung und Protagonisten ziemlich übertrieben dargestellt sind. Man darf das Buch nicht so ernst nehmen. Ich würde die Story als Satire bezeichnen.
Der Autor hat angegeben, dass er auf die Idee zum Buch kam, nachdem er "The Purge" im Kino angeschaut hatte.

Und trotzdem stimmt dieser Thriller nachdenklich und lässt Gedanken aufkommen, wie z. B.,  wie weit würden Menschen gehen, um 10 Millionen zu erhalten? Ich vermute sehr weit. In unserem Stadtteil wurde um die Weihnachtszeit eine alte Dame mit Gehilfe überfallen und ins Gebüsch geschubst. Dabei wurde ihr die Handtasche geklaut. Viel Geld war nicht drin. Sie lag monatelang im Krankenhaus. Die Täter wurden jetzt erst gefasst.

In manchen Ländern ist ein Leben überhaupt nichts wert und Experimente, die aus dem Ruder laufen, kennen wir auch zur Genüge. Die Geschicht ist leider nicht so weit hergeholt.
 

AchtNacht ist spannende Unterhaltung für Actionfans, die auch gerne Filme wie "The Purge" schauen. Leser, die klassische Psychothriller bevorzugen, werden eher enttäuscht von diesem Buch sein. Mir hat es richtig gut gefallen.







Freitag, 13. Januar 2017

Rezension zu " Unglücksspiel" von Ivonne Keller, Droemer Knaur Verlag, Kriminalroman

Titel: Unglücksspiel
Autorin: Ivonne Keller
Seitenzahl: 448 Seiten,  TB (1.9.16)
Isbn Nr. 13-978-3-426-51883-0
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 9, 99 Euro

Verlagsinfo: 
"Nerina hat Angst. Todesangst. Besonders seit jenem Tag vor elf Jahren, an dem sie etwas Unverzeihliches tat. Die Angst vor der Strafe Gottes und vor der Abschiebung zurück in den Kosovo, aus dem sie einst floh, verfolgt sie. Immer.
Als eine junge Frau mit Kind in die Nachbarschaft zieht und sich mit ihr anfreundet, sieht Nerina einen Hoffnungsschimmer, vergisst für einen Moment ihre Angst. Doch dann macht die neue Nachbarin einen Fund, der Nerinas Geheimnis in Gefahr bringt. Für Nerina beginnt ein Alptraum, aus dem es nur einen Ausweg zu geben scheint …"

Über die Autorin: 
Seit ihrer Kindheit liebt Ivonne Keller das Spiel mit der Sprache. Aufgewachsen in einem hessischen Dorf, begeisterte sie sich bereits in der Schule für englischsprachige Literatur und lernte später während eines Auslandsstudiums im andalusischen Granada Spanisch. Die Faszination für Sprache, gekoppelt mit dem Interesse für alles Menschliche, führte sie neben ihrer früheren Tätigkeit als Personalerin zum Schreiben. Dabei interessiert es sie besonders, was mit Menschen passiert, die kurz davor sind, auszuflippen. Wenn das Leben so anstrengend wird, dass die Fassade bröckelt und man auf das schauen kann, was dahinter liegt. Meist sind Frauen ihre Hauptfiguren - so wie in ihrem ersten Roman »Hirngespenster«. Sie lebt mit ihrem Mann, drei Söhnen und einer bunten Katze in der Nähe von Frankfurt am Main.

Eigene Meinung: 
In kurzen Kapiteln aus der Sichtweise von verschiedenen, sehr interessanten Personen hat Ivonne Keller eine richtig fesselnde und spannende Geschichte geschrieben.

Anja, deren Mann spurlos verschwunden ist, muss in ein völlig heruntergekommenes Haus ziehen, sich um Job und Tochter kümmern und bekommt dabei noch einige zusätzliche Probleme.

Nerina ist aus dem Kosovo. Sie leidet unter Angstattacken, die auf ein Geheimnis in der Vergangenheit zurückzuführen sind. Anja freundet sich ganz langsam mit Nerina an.

Vor Jahren ist Laura, die Tochter der Vermieter von Anja spurlos verschwunden. Auch das Vermieterehepaar von Anja hat ein Geheimnis.

Jeder der einzelnen Erzählstränge ist unglaublich spannend, so dass die Seiten nur so dahinrasen. Dem Leser werden so einige überraschende Wendungen geboten. Gegen Ende hin werden alle Handlungsstränge verknüpft und alle Geheimnisse gelüftet.

5/5 Sterne für diesen raffinierten Pageturner mit vielen, verschiedenen Charakteren, die alle eine ganz eigene Geschichte haben. 

Mittwoch, 4. Januar 2017

Rezension zu "Stiefkind " von S. K. Tremayne, übersetzt von Susanne Wallbaum, Droemer Knaur, Psychothriller

Titel: Stiefkind
Autor: S. K. Tremayne
Übersetzt von: Susanne Wallbaum
Seitenzahl:  400 Seiten, Klappenbroschur, Knaur TB (1.12.16)
Isbn Nr. 13-978-3-426-51662-1
Verlag: Droemer Knaur
Preis: 14,99 Euro
 
Verlagsinfo:
 "Psychothrill an der atemberaubenden Küste Cornwalls - der neue Roman des Bestsellerautors von "Eisige Schwestern"!
Rachel hat es endlich gut getroffen. Nach langen Single-Jahren hat sie den Anwalt David Kerthen kennengelernt und zieht mit ihm in sein Herrenhaus auf den Klippen von Cornwall. Mit den besten Absichten, auch für Davids Sohn aus erster Ehe, den 9-jährigen Jamie, eine gute Mutter zu sein. Denn Davids erste Frau kam auf tragische Weise in einer der überfluteten Zinngruben an Cornwalls Küste ums Leben.
Doch Jamie verändert sich, scheint von düsteren Visionen geplagt - und platzt schließlich mit einem Satz heraus, den Rachel nicht mehr vergessen kann: „ An Weihnachten wirst du sterben ... und meine Mummy kommt zurück.""

Über den Autor:
 S.K. Tremayne ist ein englischer Bestsellerautor und preisgekrönter Reisejournalist, der regelmäßig für internationale Zeitungen und Magazine schreibt...

Eigene Meinung:
Auch dieser Psychothriller ist sehr atmosphärisch erzählt und die Landschaft an der Küste von Cornwall ist wunderschön beschrieben. Der Plot ist total spannend, es gibt viele Familiengeheimnisse aufzudecken und ständig gibt es neue Wendungen.

Einziger Kritikpunkt: Die Protagonisten David und Rachel bleiben sehr distanziert zum Leser und sind beide nicht sehr sympathisch.

4/5 Sterne für diesen spannenden und fesselnden Psychothriller, bei dem wir viel über die Geschichte Cornwalls erfahren.



Dienstag, 29. November 2016

Rezension zu "Trümmerkind" von Mechthild Borrmann, Dromer Knaur Verlag, Roman

Titel: Trümmerkind
Autorin: Mechthild Borrmann
Seitenzahl: 304 Seiten, Hardcover, (2.11.16)
Isbn Nr. 13-978-3-426-28137-6
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 19,99 Euro


Verlagsinfo:
"In ihrem neuen Roman "Trümmerkind" beschreibt die mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnete Bestseller-Autorin Mechtild Borrmann das Leben eines Findelkinds im vom Krieg zerstörten Hamburg von 1946 / 1947. Spannung und historisches Zeitgeschehen miteinander zu verknüpfen, versteht Borrmann, die auch für den renommierten Friedrich-Glauser-Preis nominiert war, wie keine andere deutsche Autorin. Dies stellt sie mit ihren Bestsellern "Wer das Schweigen bricht", "Der Geiger" und "Die andere Hälfte der Hoffnung" und ihrem neuen Roman "Trümmerkind" eindrucksvoll unter Beweis.
Der kleinen Hanno Dietz schlägt sich mit seiner Mutter im Hamburg der Nachkriegsjahre durch. Steine klopfen, Altmetall suchen, Schwarzhandel - das ist sein Alltag. Eines Tages entdeckt er in den Trümmern eine Tote – und etwas abseits einen etwa dreijährigen Jungen, der erstaunlich gut gekleidet ist. Das Kind spricht kein Wort, Verwandte sind nicht auffindbar. Und so wächst das Findelkind bei den Dietzens auf. Jahre später kommt das einstige Trümmerkind durch Zufall einem Verbrechen auf die Spur, das auf fatale Weise mit seiner Familie verknüpft ist …"

Über die Autorin:
Mechtild Borrmann, Jahrgang 1960, verbrachte ihre Kindheit und Jugend am Niederrhein. Bevor sie sich dem Schreiben von Kriminalromanen widmete, war sie u.a. als Tanz- und Theaterpädagogin und Gastronomin tätig. Mit „Wer das Schweigen bricht“ schrieb sie einen Bestseller, der mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet wurde und wochenlang auf der KrimiZeit-Bestenliste zu finden war. Für den "Geiger" wurde Mechtild Borrmann als erste deutsche Autorin mit dem renommierten französischen Publikumspreis "Grand Prix des Lectrices" der Zeitschrift Elle ausgezeichnet. 2015 wurde sie mit "Die andere Hälfte der Hoffnung" für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. Mechtild Borrmann lebt als freie Schriftstellerin in Bielefeld.

Eigene Meinung:

Wir fiebern mit, wie Agnes Dietz, deren Mann als vermisst gilt, ihre Familie im Hamburg 1947 durchbringt. Dabei unterstützt Hanno, ihr 14-jähriger Sohn seine Mutter, in dem er in den Trümmern nach verwertbarem Material sucht. Er findet einen kleinen Jungen, den er mit nach Hause nimmt und der zu einem Mitglied der Familie wird, was später zu Problemen und Gerüchten führt.

Ein zweiter Erzählstrang führt uns 1945 zur Familie Anquist, reiche Gutsbesitzer in der Uckermark. Hier naht die rote Armee und die Familie entschließt sich erst einmal zu bleiben und sie müssen die Konsequenzen für diese Entscheidung tragen. Insbesondere die Tochter Clara Anquist wird zur Hauptfigur, um die sich dieser Erzählstrang dreht.

Ein weiterer Handlungsstrang spielt in Köln 1992. Anna Meerbaum ist dort auf der Suche nach ihrer Vergangenheit und sie fährt in die Uckermark, von wo ihre Mutter stammt. Dort trifft sie auf den Architekten  Joost Dietz, der den alten Gutshof der Anquists renoviert.

Gekonnt werden die verschiedenen Handlungsstränge zusammengeführt und die Story überrascht mit einer spannenden, aber glaubwürdigen Wendung.

Mechthild Borrmann hat mich mit diesem Roman über ein Trümmerkind wieder von der ersten Seite an gefesselt. Die Geschichte könnte so passiert sein. Ich denke, dass es viele Menschen mit einem ähnlichen Schicksal nach dem zweiten Weltkrieg gab. Die Charaktere sind sehr reel dargestellt und sehr sympathisch.

In diesem Roman wird deutlich, dass viele Frauen eine unglaubliche Last während und nach dem Krieg tragen mussten und über viele schlimme Erfahrungen geschwiegen haben.  

5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung. Die Story ist spannender geschrieben, als so mancher Krimi!

Freitag, 11. November 2016

Rezension zu "Das Paket" von Sebastian Fitzek, Droemer Knaur Verlag, Psychothriller

Titel: Das Paket
Autor: Sebastian Fitzek
Seitenzahl: 368 Seiten, (Hardcover, 26.10.16)
Isbn Nr. 13-978-3-426-19920-6
Verlag: Droemer Knaur
Preis: 19,99 Euro

 Verlagsinfo:
Der neue Psychothriller von Sebastian Fitzek!
Seit die junge Psychiaterin Emma Stein in einem Hotelzimmer vergewaltigt wurde, verlässt sie das Haus nicht mehr. Sie war das dritte Opfer eines Psychopathen, den die Presse den »Friseur« nennt – weil er den misshandelten Frauen die Haare vom Kopf schert, bevor er sie ermordet.
Emma, die als Einzige mit dem Leben davonkam, fürchtet, der »Friseur« könnte sie erneut heimsuchen, um seine grauenhafte Tat zu vollenden. In ihrer Paranoia glaubt sie in jedem Mann ihren Peiniger wiederzuerkennen, dabei hat sie den Täter nie zu Gesicht bekommen. Nur in ihrem kleinen Haus am Rande des Berliner Grunewalds fühlt sie sich noch sicher – bis der Postbote sie eines Tages bittet, ein Paket für ihren Nachbarn anzunehmen.
Einen Mann, dessen Namen sie nicht kennt und den sie noch nie gesehen hat, obwohl sie schon seit Jahren in ihrer Straße lebt ...

Über den Autor:
Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seine Bücher werden in vierundzwanzig Sprachen übersetzt...

Eigene Meinung: 

Zur Story an sich mag ich nicht allzuviel sagen, die Verlagsinfo reicht hier aus. Ich möchte der Geschichte nicht die Spannung nehmen.  Emma ist eine Psychiaterin, die unverhofft in Ereignisse hineinstolpert, die eine ganz eigene Dynamik haben.

Dieser Psychothriller von Sebastian Fitzek ist gewohnt flüssig und spannend geschrieben, nach so gut wie jedem Kapitel gibt es einen Cliffhanger und eine Wendung. Man weiß nicht, was sich Emma Stein einbildet oder was tatsächlich passiert ist.

Fitzek setzt ständig falsche Spuren und legt ein enormes Tempo an den Tag, so dass dieser Pageturner ziemlich schnell gelesen ist.

5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung für diesen actionreichen Psychothriller mit ziemlich vielen schrägen Personen.






Mittwoch, 15. Juni 2016

Rezension zu "Schuld bist du" von Jutta Maria Herrmann, Droemer Knaur Verlag, Psychothriller

Titel: Schuld bist du
Autorin: Jutta Maria Herrmann
Seitenzahl: 349 Seiten (TB, 1.6.16)
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 9,99 Euro


Verlagsinfo:

"„Schuld bist du!" - Diese mit Blut an eine Fensterscheibe geschmierte Botschaft findet der Journalist Jakob Auerbach in seiner leergeräumten Wohnung vor, als er von einer Dienstreise zurückkehrt. Von seiner Frau Anne und der kleinen Tochter Mia fehlt jede Spur. Auf der Suche nach ihnen hetzt er durch die nächtlichen Straßenschluchten von Berlin, ohne zu ahnen, dass er selbst der Gejagte ist."

Über die Autorin:

Mitte der Achtziger strandete die Saarländerin Jutta Maria Herrmann in Berlin, studierte Germanistik und Filmwissenschaften, sympathisierte mit der Hausbesetzerszene und stürzte sich ins Nachtleben. Sie war u.a. als Buchhändlerin, Putzfrau, Sekretärin, Synchrondrehbuch-Autorin und Veranstalterin von Punkkonzerten tätig. Heute arbeitet sie für eine Tageszeitung und lebt mit ihrem Mann, dem Autor Thomas Nommensen, vor den Toren Berlins. Ihr Psychothriller „Hotline“ ist im Knaur Verlag erschienen.

Eigene Meinung:  

Erzählt wird dieser raffinierte Psychothriller über zwei Handlungsstränge in kurzen Kapiteln. Eine etwas geheimnisvolle Ich-Erzählerin sitzt am Bett ihres Mannes und berichtet von Ereignissen, die in der Vergangenheit liegen. Der Journalist Jakob Auerbach findet nach einer Dienstreise seine Wohnung leer vor. Frau und Kind sind spurlos verschwunden, die Wohnung ist leergeräumt und die mysteriöse Botschaft "Schuld bist du!" wurde mit Blut an die Fensterscheibe geschmiert. Jakob begibt sich auf die Suche nach seiner Frau und seinem Kind, dabei wird die Geschichte immer rätselhafter und er gerät in große Gefahr. Zur Story an sich möchte ich nicht mehr sagen, da ich nicht spoilern möchte.

Anfangs waren die Erzählstränge sehr verwirrend und sehr komplex. Im Laufe der Story ergaben sich noch mehr Fragen und Unklarheiten. Mir war überhaupt nicht klar, wie die beiden Erzählstränge zusammengeführt werden konnten. Zum Ende hin wurde dann alles so nach und nach aufgeklärt und die beiden Handlungsstränge wurden zusammengeführt.

5/5 Sterne für diesen sehr komplexen, spannenden, intelligenten und fesselnden Psychothriller mit vielen Wendungen, der sich rund um das Thema "Schuld" dreht.

Ich empfehle dieses Buch an einem freien Wochenende oder im Urlaub zu lesen. Man sollte auf jeden Fall nicht zu viel Zeit mit dem Weiterlesen verstreichen lassen, sonst könnte man den Faden verlieren.


Freitag, 6. Mai 2016

Rezension zu "Zersetzt" von Michael Tsokos und Andreas Gößling , Droemer Knaur Verlag, True Crime Thriller

Titel: Zersetzt
Autoren: Michael Tsokos und Andreas Gößling
Seitenzahl: 432 Seiten (Klappenbroschur, 1.4.16)
Isbn Nr. 13-978-3-426-51877-9
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 14,99 Euro


Verlagsinfo:
"True-Crime-Thriller
BKA-Rechtsmediziner Dr. Fred Abel arbeitet unter Hochdruck an einem großen Fall: Ein winziger Einstich in der Kniekehle eines Toten verrät ihm, dass einer der gefährlichsten Killer der letzten Zeit weiterhin sein Unwesen treibt. Doch bevor Abel ihn stoppen kann, wird er in heikler Mission in den osteuropäischen Pseudostaat Transnistrien geschickt. Dort soll er zwei Mordopfer identifizieren, die in Kalkfässern gelagert wurden und fast vollständig zersetzt sind. Plötzlich steht Abel im Fadenkreuz eines politischen Komplotts. Während einer mörderischen Verfolgungsjagd durch das transnistrische Grenzland muss er seine ganz besonderen Fähigkeiten einsetzen. Und gleichzeitig kämpft in Deutschland das jüngste Opfer des Psychopathen in einem Keller um sein Leben ..."

Über die Autoren:
Michael Tsokos, 1967 geboren, ist Professor für Rechtsmedizin und international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Forensik. Seit 2007 leitet er das Institut für Rechtsmedizin der Charité. Seine Bücher über spektakuläre Fälle aus der Rechtsmedizin sind allesamt Bestseller.

Andreas Gößling wurde 1958 geboren und ist promovierter Literatur- und Sozialwissenschaftler. Unter Pseudonym und seinem eigenen Namen hat er zahlreiche Sachbücher und Romane für jugendliche und erwachsene Leser verfasst. Er lebt als freier Autor mit seiner Frau in Berlin, wo er auch den Spezialverlag MayaMedia leitet.

Eigene Meinung: 
Auch in "Zersetzt" ist der Erzählstil der beiden Autoren sachlich nüchtern. Die Kapitel sind sehr kurz gehalten und der Leser bekommt interessante Infos über rechtsmedizinische Untersuchungsmethoden und über Ermittlungsarbeit.

Manche Kapitel sind aus der Sicht der einzelnen Opfer erzählt, zwei Männern, die in Transnistrien grausam gefoltert werden und aus der Sicht einer Frau, die in der Gewalt eines irren Psychopathen ist und von diesem vergewaltigt und misshandelt wird.

Mir persönlich ist  der Erzählstil der beiden Autoren zu sachlich nüchtern, es wurden zu viele Fälle in dieses Buch gepackt. Mir fehlt die Atmosphäre.

Die Fälle mit denen der Rechtsmediziner Fred Abel zu tun hat, sind äußerst grausam und brutal. Die Figur Fred Abel blieb mir fremd. Er ist so eine Art Superheld, der bei der Bundeswehr sehr gut ausgebildet wurde, Verbindungen in alle Welt hat,  sofort den richtigen Riecher hat in aussichtslosen Fällen und diese natürlich auch löst.

3/5 Sterne bekommt diese True-Crime-Thriller von mir. Dieser Thriller ist etwas für Leser, die gerne einen Einblick in die Arbeit der Rechtsmedizin haben möchten.

Rezension zu "Gut Greifenau - Abendglanz " von Hanna Caspian, Droemer Knaur Verlag, Roman

Titel: Gut Greifenau - Abendglanz Autorin: Hanna Caspian Seitenzahl: 560 Seiten, (TB 02.11.18) Isbn Nr. 13-978-3-426-52150-2 Verlag: ...