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Dienstag, 24. Juni 2014

Rezension von Katja Kaddel Peters zu "Schattenhauch" von Tanja Bern, Dystopie,


Titel: Schattenhauch
Autorin: Tanja Bern
http://www.romane.tanja-bern.de/10.html (mit Leseprobe)
Verlag:  Impress/Carlsen Verlag (5.6.14)
Seitenzahl:
261 Seiten (301 S. geschätzt bei amazon, meine persönliche Meinung aufgrund meiner Lesegeschwindigkeit: 361 S.)
ISBN: 978-3-646-60039-1
Preis: 3,99 € (eBook)


Hast Du ihn gesehen? Den Schatten…


Kurze Zusammenfassung (in eigenen Worten):

Vor 30 Jahren hat eine große Chemiekatastrophe die Menschheit fast völlig ausgerottet. Die Überlebenden bzw. ein kleiner Teil davon lebt nun in einem Dorf, ohne Strom, in einfachsten Verhältnissen. Schutzwälle grenzen die Gemeinschaft zum Urwald ab, in dem es noch einige andere gibt… die Schatten… die gefährlich sind… und deswegen darf man auch nicht in den Wald gehen!

Die 17jährige Amelie ist ein intelligentes Mädchen, hat ihre Freunde und hilft den Dorfbewohnern, in dem sie sich u.a. mit natürlichen Mitteln um die „medizinische“ Versorgung kümmert. Leider werden innerhalb des Dorfes bestimmte Blüten knapp, die sie für einen Sud dringend benötigt. Mutig wie Amelie ist, wagt sie sich doch außerhalb des Walls und sieht ihn im Wald, einen Schatten. Diese Begegnung ängstigt die Heranwachsende…

Bei einem „Schulausflug“ verschwindet ein anderes Mädchen und es herrscht helle Aufregung, denn ein Zugang im Wall ist geöffnet und von ihr fehlt jede Spur. Amelie, die sich für das Verschwinden verantwortlich fühlt, schließt sich zusammen mit Derlyn, einem gleichaltrigen Jungen, der als Kind im Wald gefunden und im Dorf aufgezogen wurde, den Suchtrupps an und begibt sich wieder in den düsteren Urwald…

Meine Meinung
Die Dystopie wird in der dritten Person aus Sicht mehrerer Personen erzählt. Am Anfang des Romans lernt der Leser natürlich erst einmal die beiden Protagonisten, Amelie und Derlyn, näher kennen. Sie kommt mit jedem gut aus und wird respektiert. Er ist ein Einzelgänger, denn er kommt aus dem Urwald, gibt sich anders und wirkt androgyn.

Ich musste bei einer Szene wirklich in mich hineinlächeln, was die Autorin mit Sicherheit bezweckt hat. Amelie soll herausfinden, ob Derlyn nun ein Junge oder ein Mädchen ist. Diese Mutprobe haben sich die Jungs aus der Clique ausgedacht und feixen sich natürlich einen. Amelie und Derlyn kommen sich durch diesen Hintergrund etwas näher; buchstäblich so gemeint, denn sie möchte diesen körperlichen Beweis „ertasten“. Himmlische Situationskomik bzw. Fremdschämen inbegriffen *gg*

Leider konnten mich die aufkeimenden Gefühle von Amelie und Derlyn nicht wirklich mitreißen, aber die Liebesgeschichte zwischen den beiden ist auch nicht Hauptbestandteil dieser Dystopie, worüber ich auch ganz glücklich bin…

Ich möchte über die eigentliche Geschichte nicht zu viel verraten… der Hauptbestandteil der Story findet im Urwald statt… zwischen und in den Bäumen… in der „alten“, zerstörten Stadt… es gibt nicht nur Gut und Böse, Richtig und Falsch, Mensch und Schatten.

Die Schriftstellerin legt viel Wert auf die Natur und ich habe mehr als einmal den erhobenen Zeigefinger gesehen… was ich aber auch wichtig finde in der heutigen Zeit und Gesellschaft. Viel zu sehr verlassen wir uns auf unsere Maschinen, Gerätschaften, den Strom. Bequemlichkeit und Überfluss bestimmen das Leben. Vielleicht sollte man sich mal wieder bewusst werden, was man eigentlich WIRKLICH zum Leben benötigt!

Leider (muss ich fast sagen, denn ich mochte den Film nicht!) erinnerten mich einige Szenen sehr an den Blockbuster AVATAR. Dadurch liefen bei mir in der Fantasie auch ein paar blaue Gestalten rum, die in der Geschichte überhaupt nichts verloren haben…

Bis zur Mitte des Buches hatte mich das Geschehen noch nicht wirklich packen können. Bis dahin hätte ich für mich gesagt: Ist ein schönes Buch, kann man gut weglesen, aber so wirklich vom Hocker reißen tut es mich nicht wirklich.
Allerdings wurde die Dystopie bis zum Schluß schön abgerundet und einige Fäden fanden zusammen und ich kann sagen, dass mich das Buch gut unterhalten und zum Nachdenken angeregt hat. Besonders die Szenen mit dem Löwen und den Wölfen haben mich angesprochen, aber auch die zwischenmenschlichen Beziehungen auf verschiedenen Ebenen…

Die Schreibweise war für mich sehr angenehm und der Text wurde gekonnt durch Dialoge aufgelockert. Was ich ein bißchen schade finde, ist, dass es dieses Buch bislang leider nur als eBook gibt.

Ich befinde mich momentan im Fantasy- und Dystopien-Fieber und bereue es wirklich nicht, diesen Roman „gefunden“ und gelesen zu haben. Anvisiert wird ein jugendliches Publikum ab 14 Jahren… allerdings kann ich diese Lektüre auch allen Erwachsenen ans Herz legen.

Es gibt etliche Randfiguren, die sehr stimmig beschrieben und in die Handlung integriert wurden.

Schattenhauch war der erste Roman, den ich von Tanja Bern gelesen habe, allerdings gibt es schon mehrere Veröffentlichungen von ihr, die ich mir mit Sicherheit noch näher ansehen werde.

Ich bedanke mich herzlich beim Carlsen/Impress Verlag für die Bereitstellung dieses eBook-Rezi-Exemplars (als Gast-Rezensentin für Biggis Blog)!

Fazit
Eine Jugend-Dystopie, die mit einer guten Idee, schönen Szenen und einem guten Blick für die Natur daher kommt und den Leser in eine in sich stimmige Geschichte eintauchen lässt.
Ich vergebe sehr gute 4/5 Sterne und freue mich schon auf die nächste Lektüre von Tanja Bern!


Donnerstag, 27. März 2014

Rezension zu "Selection" von Kiera Cass, Sauerländer Verlag, Dystopie

Titel: Selection
Autorin: Kiera Cass
Seitenzahl: 368 Seiten (gebunden)
Verlag: Sauerländer, 1. Auflage (11.2.13)
Isbn Nr. 13-978-3411811250
 Preis: 16,99 Euro






Klappentext:"35 perfekte Mädchen – und eine von ihnen wird erwählt. Sie wird Prinz Maxon, den Thronfolger des Staates Illeá, heiraten. Für die hübsche America Singer ist das die Chance, aus einer niedrigen Kaste in die oberste Schicht der Gesellschaft aufzusteigen und damit ihre Familie aus der Armut zu befreien. Doch zu welchem Preis? Will sie vor den Augen des ganzen Landes mit den anderen Mädchen um die Gunst eines Prinzen konkurrieren, den sie gar nicht begehrt? Und will sie auf Aspen verzichten, ihre heimliche große Liebe?"

Über die Autorin:
Kiera Cass wurde in South Carolina geboren, studierte Geschichte an der Radford University und lebt heute mit ihrer Familie in Virginia. 2009 veröffentlichte sie ihren ersten Jugendroman. Ihre Freizeit verbringt sie mit Lesen, Tanzen, Videodrehen und großen Mengen Kuchen. 

Eigene Meinung:

Die Geschichte spielt in einer Welt nach dem 4. Weltkrieg. In diesem Königreich werden die Prinzessinnen mit den Herrschern der Nachbarländer verheiratet, damit diplomatische Beziehungen zu diesen Ländern geknüpft werden können.
Die Partnerinnen für die jeweiligen Prinzen (es gibt nur einen in diesem Fall), werden aus dem Volk ausgewählt. Das Volk besteht aus einem Kastensystem. America ist in Kaste 5, sie ist in einen Jungen verliebt, der eine Kaste schlechter eingestuft ist. Heiraten geht daher gar nicht, üblicherweise versucht man, im Kastensystem aufzusteigen.  Americas Familie hat nicht immer genug zu essen, die Familie ihres heimlichen Freundes erst recht nicht. Als dann das Casting für die Braut des Prinzen bevorsteht, bekommt America eine Einladung dazu. Sie will nicht mitmachen, ihre Mutter überredet sie dazu, gibt es doch mehr Essen für die Familie.  America steigt durch das Casting schon mal in dem Kastensystem auf. Es gibt natürlich auch Rebellen in diesem Land, die spielen in diesem 1. Band noch keine sonderlich große Rolle, ab und an wird ein Überfall erwähnt, aber mehr erfahren wir nicht dazu.  Es dreht sich alles um das Casting, um das Aussehen der Mädchen und um ihr Benehmen. Sie werden unterrichtet in Geschichte und wie sie sich als Gemahlin des Prinzen verhalten sollen.  Die Mädchen sehen sich als Rivalinnen, Zickenkrieg ist daher vorprogrammiert. 

Das Buch liest sich gut, ich war überraschenderweise von der Story gefesselt, allerdings bin ich manchmal über komische Formulierungen gestolpert. Ich vermute mal, dass es sich dabei um Übersetzungsfehler handelt. 

In dieser Dystopie geht es ganz klar um die Auswahl der Braut, um eine Woche, die die Auserwählten auf dem Schloß verbringen und um Americas Gefühlswelt. Sie ist nur wegen ihrer Familie im Schloss und um ihren Exfreund Aspen zu vergessen. An einer Beziehung oder gar einer Heirat mit Maxon ist sie überhaupt nicht interessiert. Als sie Maxon näher kennenlernt, merkt sie, dass sie ihn völlig falsch eingeschätzt hat und so langsam ändert sich -  fast schon  unbewusst -  ihre Meinung über den Prinzen. Dann taucht allerdings Aspen im Palast auf und das Chaos ist komplett.

Hatte ich zuerst den Verdacht, dass es sich in diesem Buch nur alles um Aussehen und Kleider dreht, wurde ich doch positiv überrascht. Maxon und America sind starke Charaktere, die sich amüsante Dialoge liefern. America ist sehr direkt. Sie sagt, was sie denkt und weist den Prinzen auf die Probleme der Menschen in den einzelnen Kasten hin. Maxon versucht, etwas zu ändern, er hat bisher aber nur sehr wenig Einfluss auf die politischen Entscheidungen in seinem Land.

Gegen Ende des Buches dürfen wir noch eine Überraschung erleben. 4/5 Sterne für diese völlig andere, gefühlsbetonte Romantik-Dystopie. Der 2. Teil dieser Trilogie ist bereits erschienen.

Donnerstag, 20. Februar 2014

Rezension zu "Zersplittert" von Teri Terry, Coppenrath Verlag, Dystopie

Titel: Zersplittert
Autorin:Teri Terry
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1696 KB
Seitenzahl der Printausgabe: 432 Seiten

Verlag: Coppenrath Verlag, Auflage 1 (15.1.14)
Beim Verlag kann man das Buch hier direkt bestellen:  http://coppenrath.e-bookshelf.de/zersplittert-827188.html
http://www.bloggdeinbuch.de/
ASIN: B00HFXH3IW
Preis: 9,99 Euro
gebundene Ausgabe: 17,95 Euro

 

Kurze Inhaltszusammenfassung:

"Hast du eine Zukunft, wenn du deine Vergangenheit nicht kennst?

Kylas Gedächtnis wurde gelöscht, ihre Persönlichkeit ausradiert, ihre Erinnerungen sind für immer verloren.
Denkt sie.

Doch als Kyla im Wald von dem aufdringlichen Wayne Best angegriffen wird, setzt plötzlich das Erinnerungsvermögen der 16-Jährigen wieder ein. Trotzdem bleiben viele der rätselhaften Fragen unbeantwortet: Wer ist das Mädchen mit den zertrümmerten Fingern, das in ihren Albträumen auftaucht? Und welche Rolle hat sie bei Free UK, einer terroristischen Grupe im Untergrund, gespielt? Das plötzliche Auftauchen eines mysteriösen Mannes namens Hatten verspricht zunächst mehr Klarheit über Kylas Vergangenheit und auch über das System der Lorder bringen. Doch als Anführer von Free UK verfolgt Hatten eigene Ziele und Kyla wird immer mehr zum Spielball zwischen Lordern und Terroristen."

Über die Autorin:
Teri Terry lebte in Frankreich, Kanada, Australien und England, und hat dabei drei Abschlüsse, eine ganze Sammlung von Reisepässen und mehr Adressen, als sie zählen kann, erworben - und ganz nebenbei kam sie auch noch zu einem seltsamen Namen. Ihre häufigen Umzüge als Kind und auch als Erwachsene haben Teri häufig in eine Beobachterrolle gezwungen. Seitdem interessiert sich sehr für Personen, die in eine fremde Umgebung kommen oder sich dort eingliedern müssen, wie Kyla in ihrem Debüt Gelöscht.

Teri hat vor Kurzem ihre Anstellung als Bibliothekarin in Buckinghamshire aufgegeben, um sich voll und ganz auf ihre Arbeit als Autorin konzentrieren zu können. Zudem verfasst sie eine Masterarbeit über die Darstellung des Terrorismus in aktuellen Dystopien für Jugendliche.

Der erste Band ihrer Trilogie "Gelöscht" hat sich innerhalb von kürzester Zeit zu einem Bestseller entwickelt und wurde bereits in zehn Sprachen übersetzt.

Weitere Infos gibt es auf der Webseite der Autorin: www.territerry.com  

Eigene Meinung:

Da "Zersplittert" der 2. Band der Trilogie ist, sollte man den 1. Band "Gelöscht" unbedingt gelesen haben. Ganz gut finde ich, dass die Autorin ab und an etwas aus dem 1. Band in unsere Erinnerung bringt. Den 1. Band hatte ich schließlich kurz nach seinem Erscheinen verschlungen und daher nicht mehr alle Details im Kopf.

Kylas Erinnerungen kommen in diesem Band immer mehr zurück. Wir erleben zusammen mit Kyla ihre einzelnen bruchstückhaften Erinnerungen an ihr früheres Sein. Zusammen mit Kyla können wir das Puzzle um ihre Vergangenheit vor dem Slatten immer mehr lösen. Doch Kylas Leben wird dadurch immer schwieriger. Sie gerät immer mehr in Gefahr und weiß überhaupt nicht mehr, wer Feind oder Freund ist. Auch ihr verschwundener Freund Ben wird immer noch von ihr gesucht. Als Sie den Hinweisen, dass Ben gesehen wurde, nachgeht, erlebt Kyla eine Überraschung. Der neue Lehrer an der Schule, Mr. Hatten, kennt Kyla auch schon aus ihrem früheren Leben. Er ist "Nico", ein sehr charismatischer, gutaussehender Mann, der Kyla um den Finger wickeln möchte. Sie fühlt sich irgendwie zu Nico hingezogen, gleichzeitig macht er ihr Angst.
Da auch dieser Band aus der Sicht von Kyla in der Ich-Form erzählt wird, sind wir Kyla sehr nahe und bekommen ihre Gefühle, ihre Zerrissenheit fast schon hautnah mit. Kylas Entwicklung können wir miterleben und nachvollziehen.

Während in Band 1 Action und Kämpfe total gefehlt haben, ist dieser Teil voll davon.

Ein sehr gelungener 2. Teil, der zwar Fragen beantwortet, aber fast noch mehr aufwirft und uns dem 3. Band entgegenfiebern läßt.

Für die gelungene Fortsetzung gibt es von mir verdiente 5/5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung für diese sprachlich sehr schön erzählte Dystopie mit toller Atmosphäre und einer sympathischen Protagonistin. 

Montag, 1. Juli 2013

Rezension zu "Gelöscht" von Tery Terry, Jugendbuch, Dystopie, Coppenrath Verlag



Titel: Gelöscht
Autorin: Tery Terry
Seitenzahl: 432 Seiten (gebundene Ausgabe, 1. Aufl. (Juni 2013)
Isbn Nr. 13-978-3649611837
Verlag: Coppenrath Verlag
Preis: 17,95 Euro 


Klappentext:
"Kylas Gedächtnis wurde gelöscht,
ihre Persönlichkeit ausradiert,
ihre Erinnerungen sind für immer verloren.
Kyla wurde geslated.
Aber die Stimmen aus der Vergangenheit lassen die Sechzehnjährige nicht los hat sie wirklich unschuldige Kinder bei einem Bombenanschlag getötet? Zählte sie zu einer Gruppe von gefährlichen Terroristen? Und warum steht ein Bild von ihr auf einer geheimen Webseite mit vermissten Kindern?
Kyla wird immer wieder von Flashbacks aus ihrem früheren Leben eingeholt und merkt allmählich, dass ihre wahre Identität ein großes Geheimnis birgt. Gemeinsam mit Ben, einem anderen Slater, in den sie sich verliebt, begibt sie sich auf die Suche nach der Wahrheit doch wem kann sie überhaupt noch vertrauen?"

Info über die Autorin:
Teri Terry lebte in Frankreich, Kanada, Australien und England, und hat dabei drei Abschlüsse, eine ganze Sammlung von Reisepässen und mehr Adressen, als sie zählen kann, erworben - und ganz nebenbei kam sie auch noch zu einem seltsamen Namen. Ihre häufigen Umzüge als Kind und auch als Erwachsene haben Teri häufig in eine Beobachterrolle gezwungen. Seitdem interessiert sich sehr für Personen, die in eine fremde Umgebung kommen oder sich dort eingliedern müssen, wie Kyla in ihrem Debüt Gelöscht.

Teri hat vor Kurzem ihre Anstellung als Bibliothekarin in Buckinghamshire aufgegeben, um sich voll und ganz auf ihre Arbeit als Autorin konzentrieren zu können. Zudem verfasst sie eine Masterarbeit über die Darstellung des Terrorismus in aktuellen Dystopien für Jugendliche.

Der erste Band ihrer Trilogie Gelöscht hat sich innerhalb von kürzester Zeit zu einem Bestseller entwickelt und wurde bereits in zehn Sprachen übersetzt.

Weitere Infos gibt es auf der Webseite der Autorin: www.territerry.com 

Eigene Meinung:

Wir befinden uns im Jahr 2054 in England. Die Grenzen sind zu, das Land bekämpft den Terrorismus. Verbrecher unter 16 Jahren werden geslated, ihr Erinnerungsvermögen wird durch eine Operation gelöscht. Diese Slater müssen ein elektronisches Armband, ein Levo tragen, das ihre Gefühle kontrolliert.

So ein Slater ist Kyla. Sie bekommt ihre allerletzte Chance durch das Slaten. Doch Kyla ist anders als die übrigen Slater. Sie träumt und hat Erinnerungen an ihr früheres Leben. Außerdem ist Kyla sehr intelligent und stellt neugierige Fragen. Slater dürfen das nicht. Slater haben zu gehorchen. Das fällt Kyla schwer.

Diese spannende Dystopie wird uns aus der Sicht von Kyla in der Ich-Perspektive erzählt, so dass wir die Träume und Gedanken von Kyla hautnah miterleben. Von der ersten Seite an war ich vom Erzählstil der Autorin Teri Terry gefesselt. Sie zeichnet eine düstere Zukunft, einen Überwachungsstaat. Jeder Bürger ist unter Kotnrolle. Jeder hat Angst vor den Lordern, das sind Wächter, die alle kontrollieren. Obwohl die Autorin verzichtet, detailgenau das Leben dieser Bewohner zu erzählen, bekommen wir die Problematik der Bewohner dieses Zukunftsromans durch Kyla sehr intensiv mit. Für Kyla ist alles neu in dieser Welt, ihre Eltern, ihre Mitschüler, ihr ganzes Leben. Sie muss sich darin zurechtfinden und sie muss erkennen, wem sie vertrauen kann.

Temporeiche Actionszenen fehlen hier komplett. Solche Szenen würden hier auch nicht passen, denn das Leben in dieser Welt ist zu kontrolliert. Hier muss jeder Mensch aufpassen, was er sagt, er wird sonst verhaftet und verschwindet. Diese Stimmung und die Problematik wurde von der Autorin sehr gut beschrieben.

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Intensiv, fesselnd, spannend 5/5 Sterne und meine Leseempfehlung für Jugendliche und Erwachsene, die mehr auf die leisen Zwischentöne stehen. Ein tolles Debüt und Auftakt einer Trilogie. Ich bin gespannt auf die weiteren Bände.

Sonntag, 10. Februar 2013

Rezension zu "Die Verratenen" von Ursula Poznanski, Dystopie, Loewe Verlag


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Titel: Die Verratenen
Autorin: Ursula Poznanski
Seitenzahl: 460 Seiten, gebundene Ausgabe
Verlag: Loewe Verlag
Isbn Nr. 978-3785575468
Preis: 18,90 Euro



Klappentext:

"Sie ist beliebt, privilegiert und talentiert. Sie ist Teil eines Systems, das sie schützt und versorgt. Und sie hat eine glänzende Zukunft vor sich - Rias Leben könnte nicht besser sein. Doch dann wendet sich das Blatt: Mit einem Mal sieht sich Ria einer ihr feindlich gesinnten Welt gegenüber und muss ums Überleben kämpfen. Es beginnt ein Versteckspiel und eine atemberaubende Flucht durch eine karge, verwaiste Landschaft. Verzweifelt sucht Ria nach einer Erklärung, warum ihre Existenz plötzlich in Trümmern liegt. Aber sie kann niemandem mehr vertrauen, sie ist ganz auf sich allein gestellt."

Über die Autorin:

Ursula Poznanski, geboren in Wien, studierte sich einmal quer durch das Angebot der dortigen Universität, bevor sie nach zehn Jahren die Hoffnung auf einen Abschluss begrub und sich als Medizinjournalistin dem Ernst des Lebens stellte. Nach der Geburt ihres Sohnes begann sie Kinderbücher zu schreiben. Ihr Jugendbuchdebüt Erebos erhielt zahlreiche Auszeichnungen (u. a. den Deutschen Jugendliteraturpreis) und machte die Autorin international bekannt. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien. Mehr über die Autorin unterwww.ursula-poznanski.de

Eigene Meinung:

Ria wächst in der Sphäre wohlbehütet auf. Ria und ihr Freund gehören zur Elite ihrer Welt. Sie ist die Nr. 7 in der Rangliste der besten Studenten, ihr Freund die Nr. 1. Ihnen wird eine glänzende Zukunft vorausgesagt.

Als Ria versehentlich ein Gespräch zwischen einigen Mentoren und einem farblosen Sentinel, den sie noch nie gesehen hat, belauscht, erfährt sie, dass 7 Studenten zu einer Gruppe von Verschwörern gegen den Sphärenbund gehören sollen. Der Sentinel (so etwas wie ein Polizist in dieser Welt) teilt den Mentoren die Rangnummern der Studenten mit. Darunter die Nr. 1 und Nr. 7! Die Mentoren wollen das nicht glauben, bekommen sie doch die Gespräche der Studenten mit. Der Sentinel hat jedoch Beweise. Er will die Verschwörer so schnell wie möglich eliminieren.Ria ist entsetzt. Sie ist keine Verschwörerin. Sie hat noch nie an dem Sphärenbund gezweifelt. Was soll sie tun? Wer wird ihr glauben? Ist das alles ein Versehen? Wie kann sie die anderen angeblichen Verschwörer warnen, ohne dass die Mentoren das mitbekommen??

Ursula Poznanski schreibt in einem sehr lebendigen, bildhaften, spannenden, unglaublich fesselnden Erzählstil ohne irgendwelche Längen. 

Ria erzählt uns ihr Abenteuer aus ihrer Sicht in der Ich-Perspektive. Der Leser ist sofort mitten in dieser Sphärenwelt. Er kann sich die Lebensweise der Sphärenbewohner ganz genau vorstellen. Obwohl die einzelnen Begriffe wie Sentinel, Salvator, etc. nicht genau erklärt werden, ist sofort klar, um was es sich genau handelt.

Ria ist eine unglaublich starke Protagonisten, die uns an ihren Gefühlen, ihren Ängsten und Zweifeln, sowie ihrer Hin- und Hergerissenheit teilhaben lässt. Die Beziehung zu ihrem Freund Aureljo ist sehr beherrscht, sehr steril, wie alles, in der Welt der Sphären. Der Nachwuchs wird künstlich erzeugt, ab und an werden Kinder der Prims, die vor den Sphären ausgesetzt wurden, aufgezogen. Dass Kinder von ihren Eltern aufgezogen werden, ist undenkbar, das machen nur die unteren Schichten der Sphärenbewohner.

Als  Ria zufällig erfährt, dass sie eine Verräterin sein soll, ohne davon von einem Mentoren oder Sentinel in Kenntnis gesetzt zu werden, bricht ihre Welt zusammen. Die scheinbar behütete Welt ist nicht mehr so, wie sie einmal war, die Fassade beginnt zu bröckeln ..

Diese Dystopie ist der erste Teil einer Trilogie, der zweite Band soll im Herbst 2013 erscheinen. Der Leser wird die Fortsetzung sehnlichst erwarten, hat dieser Auftaktband ihm einige wundervolle Lesestunden bereitet. 5/5 Sterne für diese Dystopie, von einer Meisterin der Erzählkunst! Unbedingt lesen!

Donnerstag, 23. Februar 2012

Rezension zu Dystopia von Patrick Lee

 Titel: Dystopia
Autor: Patrick Lee
Isbn Nr. 978-3-499-25479-6
Seitenzahl: 412 Seiten
Verlag: Rororo Verlag












Klappentext:
Spring in die Zukunft! Rette die Welt. Ein unscheinbares Gerät mit ungeheurer Macht: Es stellt eine Schleuse in die Zukunft her: Forscherin Paige Campbell wagt als 1. den Blick ins Morgen. Und sieht nichts als eine tote Einöde: Ruinenstädte und Knochenberge. Offenbar steht das Ende der Menschheit schon in wenigen Wochen bevor - es sei denn, Paige und ihr Partner Travis finden heraus, welche Kräfte unsere Zivilisation zu zerstören drohen. Die beiden müssen den Sprung wagen, sie müssen in die Zukunft. Auch auf die Gefahr hin, nicht mehr zurückzukehren.
Ein phantasitischer Abenteuerroman an der Grenze zwischen Techno-Thriller und Science-Fiction.

Über den Autor:
Patrick Lee wurde 1976 in West Michigan geboren. Er war als Drehbuchautor für Hollywood tätig, später verlegte er sich auf das Schreiben von Romanen. Schon mit seinem 1. Buch "Die Pforte" schaffte er den Sprung in die amerikanische Bestsellerliste. Lee Child nannte sein Buch "mutig u. furchterregend - und unheimlich glaubwürdig".
Eigene Meinung:
Ich kenne "Das Portal" leider nicht, manchmal wäre es klasse gewesen, wenn ich das Buch vorher gelesen hätte, zumal sich Paige und Travis aus dem Abenteuer "Portal"  bereits kannten und sich dort wohl auch näher gekommen sind. Andeutungsweise erfahren wir davon. In diesem Buch sind die Personen sicher auch etwas besser charakterisiert. Für Dystopia ist dies aber auch nicht zwingend notwendig, mehr über die Personen zu erfahren.
Für den Handlungsverlauf war es nicht relevant, dass ich das Portal nicht kannte.
Von Anfang an war dieser aktionsreiche Thriller - ich würde den Thriller eigentlich eher Abenteuerroman oder Dystopie nennen - sehr spannend und gut erzählt, ich konnte mir richtig gut vorstellen, was die 3 Freunde Bethany, Paige und Travis durch die Entität sehen können.
Ständig war ich am Rätseln, was denn eigentlich passiert ist, warum Paige und ihre Freunde eine Einöde in der Zukunft erblicken.
Wir erfahren im Laufe des Abenteuerromans dann immer mehr dazu. Die Handlung wird immer spannender und das Ende fand ich schlüssig, es regt zum Nachdenken an. Er ist leider recht glaubwürdig! Innerhalb von 3 Tagen hatte ich das Buch durch.
Dieser kurzweilige Abenteuerroman erhält von mir 4/5 Sterne. Vielen Dank an Vorablesen für das Leseexemplar!

Rezension zu "Das Erbe" von Ellen Sandberg, Penguin Verlag, psychologischer Spannungsroman

Titel: Das Erbe Autorin: Ellen Sandberg Seitenzahl: 512 Seiten , Paperback, Klappenbroschur (28.10.19) Isbn Nr. 13-978-3-328-10402-5 V...