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Freitag, 26. Februar 2016

Rezension zu "Totengebet" von Elisabeth Herrmann, Goldmann Verlag, Kriminalroman

Titel: Totengebet
Autorin: Elisabeth Herrmann
Seitenzahl: 448 Seiten, (TB, Klappenbroschur, 15.2.16)
Isbn Nr. 13-978-3-442-48249-8
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 9,99 Euro
   

Verlagsinfo:
"Ein Mord, eine geheimnisvolle junge Frau in Tel Aviv und Anwalt Joachim Vernau im Visier eines gnadenlosen Killers.

Berlin, 2015. Anwalt Vernau erwacht im Krankenhaus und kann sich an nichts mehr erinnern. Dafür ist er der Held von Berlin: In einer U-Bahnstation hat er mehrere Männer in die Flucht geschlagen, die einen älteren Herrn bedrängt haben. Aber wer ist die junge Frau mit dem Davidstern, die seitdem durch seine Erinnerung geistert? Und was hat sie mit den schrecklichen Morden zu tun, die sich wenig später ereignen? Als Vernau der schönen Unbekannten zu nahe kommt, wendet sich das Blatt: plötzlich steht er unter Mordverdacht. In letzter Sekunde kann er das Land verlassen, sein Ziel: Tel Aviv. In der brodelnden Metropole am Mittelmeer sucht er nach dem einzigen Menschen, der ihn entlasten kann – und wird hinabgezogen in den Strudel eines vergessenen Verbrechens, das sich vor über dreißig Jahren in einem Kibbuz in Israel ereignet hat ..."

Über die Autorin:
Elisabeth Herrmann wurde 1959 in Marburg/Lahn geboren. Sie machte Abitur auf dem Frankfurter Abendgymnasium und arbeitete nach ihrem Studium als Fernsehjournalistin beim RBB, bevor sie mit ihrem Roman "Das Kindermädchen" ihren Durchbruch erlebte. Fast alle ihre Bücher wurden oder werden derzeit verfilmt: Die Reihe um den Berliner Anwalt Vernau sehr erfolgreich mit Jan Josef Liefers vom ZDF. Elisabeth Herrmann erhielt den Radio-Bremen-Krimipreis und den Deutschen Krimipreis 2012. Sie lebt mit ihrer Tochter in Berlin.

Eigene Meinung: 
Auch in dem 5. Band um Joachim Vernau besticht Elisabeth Herrmann durch ihren spannenden, fesselnden Erzählstil, so dass das Buch kaum aus der Hand zu legen ist.

Anwalt Vernau, die Hauptfigur dieser Reihe, muss in diesem Band ziemlich viel einstecken, gerät unter Mordverdacht und in Lebensgefahr. Seine frühere Kanzleikollegin Marie-Luise hilft ihm bei seinen Ermittlungen vor Ort in Berlin, während er den größten Teil der Geschichte in Jerusalem, Tel Aviv und im Kibbuz recherchiert.

Die Story ist gut recherchiert, sehr aktuell und spielt in Berlin und in Israel. So nebenbei erfährt der Leser viel über das Leben in Israel, die verschiedenen Städte und die Probleme der Einwohner. Die Figuren sind allesamt sehr lebendig und sehr interessant. So dass es sehr spannend ist, mehr von ihnen zu erfahren.

Es gibt viele Verdächtige, so dass man ständig am Rätseln ist, wer denn nun für die Morde verantwortlich ist und unbedingt wissen möchte, was genau im Kibbuz in Israel vor über dreißig Jahren geschah. Die Autorin lässt sich mit der Aufklärung Zeit und spannt den Leser ganz schön auf die Folter.

Dieser Krimi lässt sich auch gut lesen, wenn man die vorherigen Bände nicht kennt. Sie lohnen sich aber alle. 

5/5 Sterne und absolute Leseempfehlung für Krimifans.



Mittwoch, 25. Februar 2015

Rezension zu "Der Schneegänger" von Elisabeth Herrmann, Goldmann Verlag, Kriminalroman

Titel: Der Schneegänger
Autorin: Elisabeth Herrmann
Seitenzahl: 448 Seiten

Isbn Nr. 13-978-3442313860
Verlag: Goldmann Verlag (26.1.2015) gebundene Ausgabe
Preis: 19,99 Euro


Klappentext:
"Ein kleiner Junge wird entführt – und alle Ermittlungen laufen ins Leere. Vier Jahre später wird sein Skelett im Wald gefunden. Polizeimeisterin Sanela Beara muss dem Vater die schlimme Nachricht überbringen. Doch die Begegnung mit dem gut aussehenden Darko, der in den Wäldern Brandenburgs als Wolfsforscher arbeitet, löst Zweifel in ihr aus: War es wirklich eine Entführung? Oder wurde der Junge aus einfachen Verhältnissen etwa verwechselt? Doch alle Beteiligten schweigen eisern. Für Sanela gibt es nur eine Chance, Licht ins Dunkel zu bringen: Sie schleust sich undercover in die Villa der schwerreichen Familie Reinartz ein, bei der die Mutter des ermordeten Jungen damals gearbeitet hat – und wird hineingezogen in einen Strudel aus Hass, Gier und Verachtung, der sie selbst zu vernichten droht ..."


Über die Autorin:
Elisabeth Herrmann wurde in Marburg geboren, ist aber aufgewachsen in der Wetterau und großgeworden mit den Familiengeschichten aus dem Frankfurter Gallusviertel. Abitur hat sie auf dem Abendgymnasium gemacht, dann an der FU Berlin studiert. Zuerst war sie Rundfunk-, dann Fernsehjounalistin. Ihr erster Buchversuch war "Mondspaziergänge", der zweite  zehn Jahre später mit "Das Kindermädchen". Die Krimi-Reihe um den Berliner Anwalt Joachim Vernau wurde fortgesetzt mit "Die siebte Stunde" und "Die letzte Instanz". Die Reihe um Vernau wird gerade für das ZDF mit Jan Josef Liefers und Stefanie Stappenbeck verfilmt. "Zeugin der Toten" wurde - ebenfalls eine Network Movie Produktion, mit Anna Loos in der Hauptrolle im Mai 2013 gesendet. In der Pipeline: "Schattengrund", "Das Dorf der Mörder" und "Silber und Stein".  2011 - Radio Bremen Krimipreis. 2012 erhielt sie den  Deutschen Krimipreis für "Zeugin der Toten"


Eigene Meinung:
Elisabeth Herrmann hat mit "Der Schneegänger" einen Kriminalroman geschrieben, der uns einen spannenden, detaillierten Einblick in die Familienverhältnisse der Eltern des vor vier Jahren entführten Jungen und in die Familie Reinartz gewährt.

Die einzelnen Personen werden sehr genau charakterisiert, langweilig wurde es mir dabei allerdings nicht. Insgesamt ist der Krimi atmosphärisch dicht, als Leser taucht man so richtig in die Geschichte ein.

Sanela spielt mit ihrem Alleingang eine tragende Rolle. Sie ermittelt undercover in der Familie Reinartz.


Auch wenn dieser Krimi nicht ganz so spannend ist, wie "Das Dorf der Mörder", habe ich den Schreibstil von Elisabeth Herrmann genossen und war von der Story gefesselt.

Von mir gibt es 4/5 Sterne für diesen soliden Krimi mit Sanela Beara und interessanten Figuren (da ist z. B. der Wolfsforscher Darko zu nennen).







Montag, 23. Dezember 2013

Rezension zu "versunkene Gräber" von Elisabeth Herrmann, Goldmann Verlag, Kriminalroman


Titel: Versunkene Gräber
Autorin: Elisabeth Herrmann
Isbn Nr. 13-978-3442479955
Seitenzahl: 448 Seiten (16.12.13)

Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 9,99 Euro

Klappentext:
Verschollene Briefe, eine alte Familiengruft und ein grausamer Mord –
Anwalt Vernau kommt einem düsteren Geheimnis auf die Spur

Einige Jahre sind vergangen, seit Anwalt Joachim Vernau den Drahtziehern eines Mordkomplotts das Handwerk gelegt hat. Auch die gemeinsame Kanzlei mit seiner Ex-Partnerin Marie-Luise ist längst Geschichte. Bis ihn ein Hilferuf aus Polen erreicht: Jazek, der gemeinsame Freund aus längst vergangen Tagen und durchzechten Nächten, sitzt mit einer Mordanklage im Gefängnis und beteuert seine Unschuld. Vernau ist entschlossen, Jazek zu helfen, und reist nach Polen. Versunkene Gräber auf einem alten Friedhof sind die erste Spur. Verlorene Briefe und vergessenes Leid ziehen Vernau immer weiter hinein in den Strudel der Ereignisse des Jahres 1945. Flucht und Vertreibung, Ende und Neuanfang - damals kreuzten sich die Schicksale von Tätern und Opfern, und Entsetzliches geschah. Doch erst Generationen später steigt das Grauen noch einmal aus dem Grab, und wer sich ihm entgegenstellt, muss sterben."

Über die Autorin:

Elisabeth Herrmann wurde in Marburg geboren, ist aber aufgewachsen in der Wetterau und großgeworden mit den Familiengeschichten aus dem Frankfurter Gallusviertel. Abitur hat sie auf dem Abendgymnasium gemacht, dann an der FU Berlin studiert. Zuerst war sie Rundfunk-, dann Fernsehjounalistin. Ihr erster Buchversuch war "Mondspaziergänge", der zweite  zehn Jahre später mit "Das Kindermädchen". Die Krimi-Reihe um den Berliner Anwalt Joachim Vernau wurde fortgesetzt mit "Die siebte Stunde" und "Die letzte Instanz". Die Reihe um Vernau wird gerade für das ZDF mit Jan Josef Liefers und Stefanie Stappenbeck verfilmt. "Zeugin der Toten" wurde - ebenfalls eine Network Movie Produktion, mit Anna Loos in der Hauptrolle im Mai 2013 gesendet. In der Pipeline: "Schattengrund", "Das Dorf der Mörder" und "Silber und Stein".  2011 - Radio Bremen Krimipreis. 2012 erhielt sie den  Deutschen Krimipreis für "Zeugin der Toten"

Eigene Meinung:
Die Geschichte beginnt mit einem Brief, den ein deutscher Soldat, der geflohen ist, an seine Frau schreibt. Die Frau ist mit den Kindern nach Hamburg geflüchtet, er versteckt sich im Keller von seinem ehemaligen Weingut.

Im heutigen Berlin bekommt Joachim Vernau, ein Anwalt,  Besuch von einer polnischen Anwältin, die nach Marie-Luise sucht. Marie-Luise ist eine Freundin von Vernau. Sie ist ebenfalls Anwältin. Vernau hatte allerdings schon seit 2 Jahren keinen Kontakt mehr zu Marie-Luise. Er versucht Marie-Luise zu erreichen, allerdings schlagen alle seine Versuche fehl. Als er mitbekommt, dass Marie-Luise von der polnischen Polizei gesucht wird und zusammen mit einem gemeinsamen Freund in einen Mord verwickelt zu sein scheint, mobilisiert er sein gesamtes Umfeld, um Marie-Luise zu finden. 

Auch mit dem 4. Band der Reihe um den Anwalt Joachim Vernau ist Elisabeth Herrmann ein richtig spannender, fesselnder Krimi mit einem Stück deutsch-polnischer Zeitgeschichte gelungen.
Joachim Vernau erzählt uns in einem Handlungsstrang seine Sicht der Dinge. Wir Leser können so gut zusammen mit ihm ermitteln, allerdings wissen wir immer etwas mehr wie Vernau, da ein weiterer Erzählstrang uns einen Vorsprung gewährt. Auch die Briefe des Flüchtigen werden immer wieder eingestreut und sind sehr spannend. Wir werden gefangen genommen von der Atmosphäre zu dieser Zeit, bekommen das Elend der Menschen auf der Flucht mit, spüren die Hunger und die Not dieser Menschen. 

Der Erzählstil der Autorin ist fesselnd, teilweise scharfzüngig, jedes Wort passt. Elisabeth Hermanns Dialoge sind richtig knackig.  Die Spannung und das Tempo in diesem Krimi werden vorangetrieben durch geheimnisvolle Andeutungen, die erst zwei, drei Kapitel später gelüftet werden, auf manche Auflösung müssen wir uns auch bis zum Ende gedulden. Landschaften werden von der Autorin bildhaft beschrieben, so dass wir die polnischen Dörfer oder die Architektur in Berlin vor uns sehen können. Man merkt der Geschichte an, dass die Autorin sehr genau recherchiert hat und die beschriebenen Orte auch besucht hat.Ich bekam richtig Lust darauf, Polen zu bereisen.

In der Seniorenresidenz, in die "Hütchen" mit Vernaus Mutter für ein Wochenende einzieht, würde sicher jeder Rentner gerne einmal "probewohnen". Die dort beschriebenen Szenen sind zu  köstlich.  

Auch der routinierte Krimileser ist bei Elisabeth Herrmann vor Überraschungen nicht sicher. Erst ganz zum Schluss werden die letzten Unklarheiten beseitigt und es wird klar, wer die Strippen hinter den Kulissen gezogen hat,  und was  genau gesucht wurde.

5/5 Sterne für diesen intensiv erzählten Krimi mit sympathischen Protagonisten, der uns einen Einblick in ein Stück deutsch-polnische Geschichte gewährt.
Elisabeth Herrmann habe ich in diesem Jahr als Krimiautorin entdeckt. "Das Dorf der Mörder" und "Versunkene Gräber" gehören zu meinen absoluten Lesehighlights in diesem Jahr. Es schafft kaum ein Schriftsteller,  mich durch seine Erzählweise mehr zu fesseln. Absolute Leseempfehlung!

Rezension zu "Das Erbe" von Ellen Sandberg, Penguin Verlag, psychologischer Spannungsroman

Titel: Das Erbe Autorin: Ellen Sandberg Seitenzahl: 512 Seiten , Paperback, Klappenbroschur (28.10.19) Isbn Nr. 13-978-3-328-10402-5 V...