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Dienstag, 18. April 2017

Rezension zu "Die Villa am Meer" von Micaela Jary, Goldmann Verlag, Familienroman

Titel: Die Villa am Meer
Autorin: Micaela Jary
Seitenzahl: 512 Seiten (TB,  20.3.17)
Isbn Nr. 13-978-3-442-48595-6
Verlag: Goldmann  Verlag 
Preis: 9,99 Euro 

Verlagsinfo:
 "Rostock-Warnemünde 1897: Katharinas Hochzeit mit dem verwitweten, wesentlich älteren Manufakturbesitzer und Korbmacher Olaf Borchers steht unter einem schlechten Stern: Nicht nur, dass ihr Herz einem anderen gehört, Borchers halbwüchsiger Sohn ist nicht einverstanden mit der neuen Frau seines Vaters und torpediert die Ehe von Anfang an. Dennoch tut Katharina ihr Bestes, um mit ihrem Mann glücklich zu werden. Doch das ändert sich an dem Tag, an dem sie Pläne für ein eigenes Geschäft macht – einen Strandkorbverleih an der Ostsee ..."

Über die Autorin:
Micaela Jary stammt aus Hamburg und wuchs im Tessin auf. Sie arbeitete lange als Journalistin, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen widmete. Vor allem die Recherche über vergangene Zeiten und alte Geschichten haben es ihr angetan. Nach einem langjährigen Aufenthalt in Paris lebt sie heute mit Mann und Hund in Berlin und München, manchmal taucht sie aber auch zum Schreiben in einem kleinen Landhaus im Landkreis Rostock ab.
 
Eigene Meinung:

Dieser Roman, der um 1897 in Rostock und Warnemünde spielt, handelt von Katharina Borchert, die den sehr viel älteren Korbmacher und Fabrikanten Olaf Borchert geheiratet hat. Sie hat ihm zwei Kinder geschenkt, dann erleidet sie eine Fehlgeburt, die sie krank macht. In der Kur am Meer lernt sie eine Ärztin aus Berlin kennen, die ihr neuen Mut gibt. Auch ihren Jugendfreund Joachim trifft sie dort wieder.

Ein weiterer Erzählstrang wird aus der Sicht von Greta erzählt, die Katharinas Jugendfreund Joachim geheiratet hat. Greta ist eine ganz andere Frauenfigur, wie Katharina. Sie zweifelt an sich selbst und ist sehr eifersüchtig. Im Laufe der Geschichte verliert sie sich in ihren Träumen.

"Die Villa am Meer" ist eine fesselnde Familiensaga, die in einer Zeit spielt, in der Frauen noch nicht sehr viel zu sagen hatten. Katharina Borchert ist eine starke, autenthische Frau, die ihren eigenen Weg gehen möchte. Sie setzt sich gegen viele Widerstände durch und baut ihren eigenen Strandkorbverleih auf.

Ich mag solche starken Frauenfiguren und Romane, wie diesen, die das Leben - hier  in Warnemünde und Rostock- so bildhaft beschreiben. Ich könnte mir hier auch gut vorstellen, dass es eine Fortsetzung geben könnte und würde mich darüber sehr freuen.



Dienstag, 20. Mai 2014

Rezension zu "Die Jasmin-Schwestern" von Corinna Bomann, Ullstein-Taschenbuch, Familienroman

Titel: Die Jasminschwestern
Autorin: Corinna Bomann
Seitenzahl: 528 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (9.5.14)
Isbn Nr. 13-978-3548285276
Preis: 9,99 Euro



Klappentext:
"Ein Unfall, ein Schock und eine große Frage: Als ihr Freund verletzt ins Koma fällt, flüchtet Melanie Sommer zu ihrer vietnamesischen Urgroßmutter Hanna. Als Hanna merkt, wie sehr die junge Frau mit ihrem Schicksal und der Liebe hadert, erzählt sie ihr zum ersten Mal aus ihrem Leben: Von der dramatischen Kindheit im exotischen Saigon, vom schillernden Berlin der Zwanzigerjahre und einer großen Liebe, von der schweren Zeit während des Krieges und dem Neuanfang als Hutdesignerin in Paris. Hanna hat viel verloren, aber auch unendlich viel gewonnen. Und Melanie erkennt, dass ihre schönste Zeit noch vor ihr liegt – egal, was das Schicksal noch für sie bereithält."

Über die Autorin:
Corina Bomann, 1974 in Parchim geboren, entdeckte die Welt der Bücher schon recht früh für sich. Als Kind verzierte sie die Exemplare der heimischen Bibliothek mit eigenen "Wachsstift-Illustrationen", später, als sie das Schreiben erlernt hatte, begann sie, eigene kleine Geschichten zu verfassen. Langeweile in Schule und Bus füllte sie mit viel Fantasie aus, sodass aus kleinen Geschichten bald ganze Romane wurden, die zunächst mehrere Kladdehefte füllten. Die Hefte und eine alte Schreibmaschine wichen nach und nach dem Computer; ihre Geschichten entstiegen den Schubladen und fanden ihre Heimat bei Verlagen. Noch heute lebt Corina Bomann in Mecklenburg und nutzt die traumhafte Ruhe und wunderbare Landschaft, um ihre Romane zu spinnen. In ihrer zweiten Heimat Berlin lässt sie sich dagegen vom Puls der lebendigen Stadt inspirieren. Ihre große Liebe gilt der Geschichte, und so finden sich auch in ihrem neuen Roman "Die Schmetterlingsinsel" historische Elemente, die geschickt mit dem Heute verwoben werden.

Eigene Meinung:

Corinna Bomann beherrscht ihr Handwerk. Sofort ist man mitten im Geschehen. Wir hoffen, dass Melanies Verlobter wieder aus dem Komma erwacht, sind entsetzt über Melanies zukünftige Schwiegermutter und finden Melanies Urgroßmutter Hanna  sehr sympathisch. Hanna, die eigentliche Hauptperson dieses Romans,  erzählt ihrer Urenkelin ihre bewegende Lebensgeschichte. Keiner von ihrer Familie weiß, was die zierliche Frau für Schicksalsschläge überwinden musste. Um Melanie abzulenken, vertraut sie ihr ihr Geheimnis an.

Die Geschichte ist wunderbar erzählt, wir reisen mit Hanna nach Vietnam und  erleben die zwanziger Jahre in Berlin. Mein einziger Kritikpunkt ist der Schluss. Wurde Grand Mers Geschichte ausführlich erzählt, ist mir das Ende hier etwas zu schnell geraten.

4/5 Sterne für diese fesselnde, spannende Familiensaga über eine starke Frau, über Liebe,  Hoffnung und das Auf und Ab im Leben.

Rezension zu "Nordlicht - Die Tote am Strand " von Anette Hinrichs, Blanvalet Verlag, Kriminalroman

Titel: Nordlicht die Tote vom Strand Autorin: Anette Hinrichs Seitenzahl: 432 Seiten , Klappenbroschur, TB,  (15.4.19) Isbn Nr. 13-978-...