Posts mit dem Label Goldmann Verlag werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Goldmann Verlag werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 30. August 2018

Rezension zu "Der Gutshof im Alten Land" von Micaela Jary, Goldmann Verlag, historischer Roman

Titel: Der Gutshof im alten Land
Autorin: Micaela Jary
Seitenzahl: 416 Seiten, (TB, Klappenbroschur, 20.8.18)
Isbn Nr. 13-978-3-442-48596-3
Verlag: Goldmann Verlag 
Preis: 10,00 Euro

Verlagsinfo: "Frühling 1919: Edzard von Voss, der Patriarch eines herrschaftlichen Gutshofs im Alten Land, liegt im Sterben. Seine Söhne sind im Krieg vermisst und wahrscheinlich gefallen, der Erbe wäre nun sein raffgieriger Neffe Roland, den Edzards Tochter Finja aus Familienraison heiraten soll. Unerwartet steht jedoch ein Kamerad des jüngsten Sohnes Lennart vor der Tür, der diesem ähnlich sieht. Edzards Frau beschließt, den angenehmen Fremden als ihren Sohn auszugeben. Der Schwindel gelingt, Finja ist frei – sehr zum Ärger von Roland. Doch dann taucht plötzlich eine junge Frau auf, die behauptet, Lennart sei der Vater ihres kleinen Kindes ..."

Über die Autorin:
Micaela Jary stammt aus Hamburg und wuchs im Tessin auf. Sie arbeitete lange als Journalistin, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen widmete. Nach einem langjährigen Aufenthalt in Paris lebt sie heute mit Mann und Hund in Berlin und München. Zum Schreiben begibt sie sich aber auch in ein kleines Landhaus nahe Rostock.


Eigene Meinung: 
Micaela Jary schreibt gewohnt fesselnd und spannend von der ersten Seite an.

Man hat sofort eine sympathische Figur zum Mitfiebern, die Tochter Finja, die gerne Tierärztin werden möchte, die jedoch ihren Vetter Roland heiraten soll. Dieser unsympathische, sehr berechnende Mann soll den Gutshof erben, da die Familie durch das Kriegsgeschehen keinen Kontakt mit den Söhnen des Hauses mehr hat. Man hofft, dass Finja diese Ehe erspart bleiben wird.

Die Autorin lässt die Geschichte in einer interessanten Zeit spielen und man bekommt einen tollen Einblick in das Leben der Menschen zu dieser Zeit.

Erzählt wird diese Familiengeschichte aus der Perspektive von verschiedenen, interessanten Personen, wie Finja, Clemens, dem Doppelgänger von Lennart, dem Dienstmädchen Käthe oder Arzttochter Christine.

Auf den Leser warten noch einige Überraschungen im Laufe der Geschichte.

Diese spannende Familiensaga erhält meine absolute Leseempfehlung.






Dienstag, 6. März 2018

Rezension zu "Die Wolkenfischerin" von Claudia Winter, Goldmann Verlag, Roman

Titel: Die Wolkenfischerin
Autorin: Claudia Winter
Seitenzahl: 400 Seiten, TB, Klappenbroschur (9.12.2017)
Isbn Nr. 13-978-3-442-48573-4
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 9,99 Euro


Verlagsinfo:
 "Charmant und gewitzt hat sich Claire Durant auf der Karriereleiter eines Berliner Gourmet-Magazins ganz nach oben geschummelt. Denn niemand ahnt, dass die Französin weder eine waschechte Pariserin ist noch Kunst studiert hat – bis sie einen Hilferuf aus der Bretagne erhält, wo sie in Wahrheit aufgewachsen ist: Ihre Mutter muss ins Krankenhaus und kann Claires gehörlose Schwester nicht allein lassen. Claire reist in das kleine Dorf am Meer und ahnt noch nicht, dass ihre Gefühlswelt gehörig in Schieflage geraten wird. Denn ihr Freund Nicolas aus gemeinsamen Kindertagen ist längst nicht mehr der schüchterne Junge, der er einmal war, und dann taucht aus heiterem Himmel auch noch ihr Chef auf. Claire muss improvisieren, um ihr Lügengespinst aufrechtzuerhalten – und stiftet ein heilloses Durcheinander in dem sonst so beschaulichen Örtchen Moguériec …"

Über die Autorin: 
Claudia Winter, geboren 1973, ist Sozialpädagogin und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater. Neben ihren bisher im Goldmann Verlag erschienenen Büchern hat sie weitere Romane sowie diverse Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und den Hunden Kim und Luca in einem kleinen Dorf nahe Limburg an der Lahn.

Eigene Meinung: 
Die junge Französin Claire lebt in Berlin und soll Chefredakteurin werden. Da bringt ein Anruf ihrer Mutter ihr Leben durcheinander. Da ihre Mutter im Krankenhaus liegt, soll Claire auf ihre jüngere Schwester, die schon erwachsen ist, aufpassen. Claire, die eigentlich beruflich nach Paris reisen sollte, fährt nach in die Bretagne.

In Moguériec, so heißt der Ort, an dem Claire aufgewachsen ist, wird sie mit ihrer jüngeren Schwester, ihrem Jugendfreund und mit ihrer Vergangenheit konfrontiert.
Man ahnt schon was kommt, in Moguériec möchte ihr Chef einige Urlaubstage verbringen und Claire versucht sich mit noch mehr Lügen aus der Affaire zu ziehen.
 

"Die Wolkenfischerin" ist das erste Buch, das ich von Claudia Winter gelesen habe. Es ist flüssig geschrieben, teilweise auch etwas witzig. So richtig gefesselt hat mich die Story allerdings nicht. Ich weiß nicht so richtig, woran das liegt. Ich brauche immer eine Protagonistin, die mir sympathisch ist. Claire Durant war mir allerdings nicht sehr sympathisch. Ihre Aktionen waren teilweise übertrieben.

Die Story ist sehr vorhersehbar und das Bretagne-Feeling, auf das ich gehofft hatte, kam auch nicht so richtig rüber, da retten die Rezepte aus der Bretagne am Ende des Buches leider auch nichts mehr.


Mittwoch, 6. September 2017

Rezension zu "Todesreigen" von Andreas Gruber, Goldmann Verlag, Thriller

Titel: Todesreigen
Autor: Andreas Gruber
Seitenzahl: (TB, Klappenbroschur, 21.8.17)
Isbn Nr. 13-978-3-442-48313-6
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 9,99 Euro



Verlagsinfo:
"Nachdem eine Reihe von Kollegen auf brutale Art Selbstmord begangen haben, wird Sabine Nemez – Kommissarin und Ausbilderin beim BKA – misstrauisch. Vieles weist auf eine jahrzehntealte Verschwörung und deren von Rache getriebenes Opfer hin. Sabine bittet ihren ehemaligen Kollegen, den vom Dienst suspendierten Profiler Maarten S. Sneijder, um Hilfe. Doch der verweigert die Zusammenarbeit, mit der dringenden Warnung, die Finger von dem Fall zu lassen. Dann verschwindet Sabine spurlos, und Sneijder greift selbst ein. Womit er nicht nur einem hasserfüllten Mörder in die Quere kommt, sondern auch seinen einstigen Freunden und Kollegen, die alles tun würden, um die Sünden ihrer Vergangenheit endgültig auzulöschen ..."

Über den Autor:
Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie in Grillenberg in Niederösterreich. Er hat bereits mehrere äußerst erfolgreiche und preisgekrönte Erzählungen und Romane verfasst.

Eigene Meinung:

Auch der 4. Band der Reihe um den Profiler Maarten S. Sneijder hat es wieder in sich. Von der ersten Seite an hat Andreas Gruber auf Spannung und Tempo gesetzt, so dass das Buch kaum aus der Hand zu legen ist.

Sabine Nemez ermittelt in einer Selbstmordreihe von Kollegen aus dem BKA. Die Kollegen haben nicht nur scheinbar Selbstmord begangen, Familienmitglieder von ihnen wurden zuvor ermordet. Zusammen mit ihrer Kollegin Tina beginnt Sabine zu ermitteln. Doch von Kollegen werden ihnen Steine in den Weg gelegt und Maarten S. Sneijder, der vom Dienst suspendiert wurde, ist auch nicht sehr kooperativ. Er ist der übliche Kotzbrocken. Er kommt erst in die Gänge, als Sabine verschwindet.

Erzählt wird über verschiedene Handlungsstränge. In einem begleiten wir die Ermittlungen von Tina und Sabine, ein weiterer Handlungsstrang erzählt von einem Ereignis 20 Jahre zuvor, das wohl der Schlüssel  ist, zu den  Morden und scheinbaren Selbstmorden. Dann gibt es noch Hardy,  der 20 Jahre lang im Gefängnis gesessen hat, für eine Tat, die er bestreitet begangen zu haben. Er will aufklären, wer hinter allem steckt.

Ich mag die Charaktere, die Andreas Gruber entworfen hat, Sabine Nemez, die sich in die Fälle verbeisst und auch an einem Fall dran bleibt, wenn ihr der Fall entzogen wird. Ihre toughe Kollegin Tina und natürlich Maarten S. Sneijder, dieser Sonderling, der für herrliche Dialoge sorgt.

Spannungs- und tempomäßig gibt es hier nichts zu meckern. Andreas Gruber hat in diesen kniffligen Fall einige überraschende Wendungen eingebaut und sorgt für ein großartiges Finale an einem passenden, etwas düsteren Ort.

Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder sind ein Kult-Ermittlungsteam und ich freue mich auf weitere, verzwickte, superspannende Fälle. Diese Reihe kann ich euch uneingeschränkt empfehlen.



Mittwoch, 16. August 2017

Rezension zu "Das Leuchten einer Sommernacht" von Ella Simon, Goldmann Verlag, Liebesroman

Titel: Das Leuchten einer Sommernacht
Autorin: Ella Simon
Seitenzahl: 400 Seiten (TB, Klappenbroschur,17.7.17)
Isbn Nr. 13-978-3-442-48591-8
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
 "Lynne lässt Träume wahr werden: Ihre Organisation erfüllt die Herzenswünsche schwerkranker Kinder. Ausgerechnet ein Wunsch entpuppt sich aber für sie selbst als Albtraum, denn plötzlich steht ihre Jugendliebe vor ihr: Reed Rivers war ein rebellischer Teenager, heute ist er ein umschwärmter Rugbystar, ein walisischer Nationalheld. Und er scheint den Tag nicht vergessen zu haben, an dem Lynne ihn sitzen ließ. Zum ersten Mal wünscht Lynne sich selbst etwas – nämlich dass Reed wieder aus ihrem ruhigen Leben verschwindet. Doch da ist auch die Erinnerung an leuchtende Sommernächte und das Gefühl, dass sie sich lange genug gegen die große Liebe gewehrt hat ..."

Über die Autorin:
Ella Simon wuchs in einer Kleinstadt in der Steiermark auf. Nach der Matura an der Handelsakademie arbeitete sie als Studentenbetreuerin in einem internationalen College für Tourismus, ehe sie eine Familie gründete und ihre Leidenschaft, das Schreiben, zum Beruf machte. Ihre Liebe zu Wales arbeitete sie bereits in ihre historischen Romane ein, die sie mit großem Erfolg unter ihrem Klarnamen Sabrina Qunaj veröffentlicht.

Eigene Meinung: 
Diese spannende und fesselnde Liebesgeschichte ist flüssig erzählt, so dass die Seiten nur so dahinfliegen.

Erzählt wird über verschiedene Erzählperspektiven. Wir erfahren ganz langsam, was zwischen Lynne und Reed in der Vergangenheit passiert ist und warum Lynne Reed nicht mehr sehen möchte. Natürlich spielt ein Handlungsstrang in der Gegenwart und handelt von Lynne, die für eine Organisation arbeitet, die schwerkranken Kindern Wünsche erfüllt.

Nicht nur die Liebesgeschichte zwischen Lynne und Reed wird von Ella Simon erzählt, auch das kranke Mädchen Winnie und ihre Mutter Jen spielen eine Hauptrolle in diesem Roman. Genaugenommen sind es zwei Geschichten, die hier erzählt werden.

Die Charaktere sind sehr lebendig gezeichnet und sehr sympathisch, so dass man mitfiebert und auf ein Happy End für alle hofft.

"Ein Gefühl wie warmer Sommerregen" ist wohl der erste Teil, in dem es hauptsächlich um die Schwester von Reed geht. Dieser zweite Teil lässt sich jedoch sehr gut lesen, auch wenn man den 1. Teil nicht kennt.

5/5 Sterne für diesen gefühlvollen, berührenden Liebesroman. "Das Leuchten einer Sommernacht" ist eine wunderschöne Sommerlektüre, die in Wales spielt und sehr schnell gelesen ist.


Dienstag, 18. April 2017

Rezension zu "Die Villa am Meer" von Micaela Jary, Goldmann Verlag, Familienroman

Titel: Die Villa am Meer
Autorin: Micaela Jary
Seitenzahl: 512 Seiten (TB,  20.3.17)
Isbn Nr. 13-978-3-442-48595-6
Verlag: Goldmann  Verlag 
Preis: 9,99 Euro 

Verlagsinfo:
 "Rostock-Warnemünde 1897: Katharinas Hochzeit mit dem verwitweten, wesentlich älteren Manufakturbesitzer und Korbmacher Olaf Borchers steht unter einem schlechten Stern: Nicht nur, dass ihr Herz einem anderen gehört, Borchers halbwüchsiger Sohn ist nicht einverstanden mit der neuen Frau seines Vaters und torpediert die Ehe von Anfang an. Dennoch tut Katharina ihr Bestes, um mit ihrem Mann glücklich zu werden. Doch das ändert sich an dem Tag, an dem sie Pläne für ein eigenes Geschäft macht – einen Strandkorbverleih an der Ostsee ..."

Über die Autorin:
Micaela Jary stammt aus Hamburg und wuchs im Tessin auf. Sie arbeitete lange als Journalistin, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen widmete. Vor allem die Recherche über vergangene Zeiten und alte Geschichten haben es ihr angetan. Nach einem langjährigen Aufenthalt in Paris lebt sie heute mit Mann und Hund in Berlin und München, manchmal taucht sie aber auch zum Schreiben in einem kleinen Landhaus im Landkreis Rostock ab.
 
Eigene Meinung:

Dieser Roman, der um 1897 in Rostock und Warnemünde spielt, handelt von Katharina Borchert, die den sehr viel älteren Korbmacher und Fabrikanten Olaf Borchert geheiratet hat. Sie hat ihm zwei Kinder geschenkt, dann erleidet sie eine Fehlgeburt, die sie krank macht. In der Kur am Meer lernt sie eine Ärztin aus Berlin kennen, die ihr neuen Mut gibt. Auch ihren Jugendfreund Joachim trifft sie dort wieder.

Ein weiterer Erzählstrang wird aus der Sicht von Greta erzählt, die Katharinas Jugendfreund Joachim geheiratet hat. Greta ist eine ganz andere Frauenfigur, wie Katharina. Sie zweifelt an sich selbst und ist sehr eifersüchtig. Im Laufe der Geschichte verliert sie sich in ihren Träumen.

"Die Villa am Meer" ist eine fesselnde Familiensaga, die in einer Zeit spielt, in der Frauen noch nicht sehr viel zu sagen hatten. Katharina Borchert ist eine starke, autenthische Frau, die ihren eigenen Weg gehen möchte. Sie setzt sich gegen viele Widerstände durch und baut ihren eigenen Strandkorbverleih auf.

Ich mag solche starken Frauenfiguren und Romane, wie diesen, die das Leben - hier  in Warnemünde und Rostock- so bildhaft beschreiben. Ich könnte mir hier auch gut vorstellen, dass es eine Fortsetzung geben könnte und würde mich darüber sehr freuen.



Mittwoch, 28. September 2016

Rezension zu "Todesmärchen" von Andreas Gruber, Goldmann Verlag, Thriller

Titel: Todesmärchen
Autor: Andreas Gruber
Seitenzahl:  544 Seiten, TB, Klappenbroschur(15.8.16)
Isbn Nr. 13-978-3-442-48312-9
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:

"Es war einmal in dunkler, abgrundtiefer Nacht ein böser, bitterböser Mann ...

In Bern wird die kunstvoll drapierte Leiche einer Frau gefunden, in deren Haut der Mörder ein geheimnisvolles Zeichen geritzt hat. Sie bleibt nicht sein einziges Opfer. Der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder und BKA-Kommissarin Sabine Nemez lassen sich auf eine blutige Schnitzeljagd ein – doch der Killer scheint ihnen immer einen Schritt voraus. Währenddessen trifft die junge Psychologin Hannah im norddeutschen Steinfels ein, einem Gefängnis für geistig abnorme Rechtsbrecher. Sie soll eine Therapiegruppe leiten, ist jedoch nur an einem einzelnen Häftling interessiert: Piet van Loon. Der wurde einst von Sneijder hinter Gittern gebracht. Und wird jetzt zur Schlüsselfigur in einem teuflischen Spiel ..."

Über den Autor:
Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie in Grillenberg in Niederösterreich. Er hat bereits mehrere äußerst erfolgreiche und preisgekrönte Erzählungen und Romane verfasst.

Eigene Meinung:
Profiler Maarten S. Sneijder und BKA-Kommissarin Sabine Nemez sollen zusammen ein Team bilden und einen Serienmörder zur Strecke bringen, der sie ganz schön durch Europa hetzt.

Der Profiler Maarten S. Sneijder ist eine Kultfigur. Eigentlich ein Unsympath, da er zu seinen Kollegen unfreundlich ist und für eine Teamarbeit so gar nicht geschaffen ist. "Eichkätzchen" Sabine Nemez kann irgendwie mit diesem Eigenbrötler, so dass die beiden Erfolge bei ihren Ermittlungen vorweisen können, doch  der Serienmörder ist sehr intelligent und ihnen immer ein Schritt voraus.

Ein weiterer Erzählstrang dreht sich um die junge Psychologin Hannah, die in einem Hochsicherheitsgefängnis den Serienmörder Piet van Loon und zwei weitere Insassen therapieren möchte. Sie kommt einigen Geheimnissen auf die Spur und gerät in Gefahr.

Dieser komplexe Thriller, der neben den beiden Handlungsebenen auch noch Rückblicke in die Ermittlungen von Maarten S. Sneijder in einem alten Fall bietet, ist spannend von der ersten Seite an. Es gibt so viele Geheimnisse zu ergründen, manchmal ahnt man schon, worauf die Geschichte hinaus will, letztendlich bleibt dieser Thriller trotzdem fesselnd, spannend und temporeich bis zur letzten Seite. Dies ist wohl Maarten S. Sneijders persönlichster Fall, so viel will ich verraten.

5/5 Sterne für diesen erstklassigen Thriller. Man kann diesen Thriller zwar lesen, ohne die beiden ersten Fälle um den Profiler Maarten S. Sneijder zu kennen, ich würde euch aber dazu raten, die ersten Fälle auch zu lesen, man lernt die Protagonisten besser kennen und die ersten beiden Bände sind genauso spannend, wie dieser 3. Teil.


Mittwoch, 1. Juni 2016

Rezension zu "Der Keller" von Minette Walters, übersetzt von Charlotte Breuer und Norbert Möllemann, Goldmann Verlag, Psychothriller

Titel: Der Keller
Autorin: Minette Walters
Übersetzt von: Charlotte Breuer und Norbert Möllemann
Seitenzahl: 224 Seiten, (TB, Klappenbroschur, 18.4.16)
Isbn Nr. 13-978-3-442-48432-4
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
"Munas Leben ist die Hölle. Und niemand kommt ihr zu Hilfe, denn keiner weiß, dass die Familie Songolis ihr Hausmädchen behandelt wie eine Sklavin. Dabei muss sie sich nicht nur Tag für Tag bis zur Erschöpfung um das Wohl der Songolis kümmern, sondern wird auch noch jede Nacht in einen dunklen, fensterlosen Keller gesperrt. Doch dann kehrt eines Tages der jüngste Sohn der Familie aus unerklärlichen Gründen nicht mehr nach Hause zurück. Damit die ermittelnden Polizeibeamten nichts von Munas Schicksal erfahren, darf sie ihren Keller verlassen. Und diese Chance nutzt sie auch. Denn Muna ist sehr viel klüger, als alle ahnen – und ihre Pläne sind sehr viel schockierender, als irgendjemand jemals vermuten würde ..."


Über die Autorin:
Minette Walters arbeitete lange als Redakteurin in London, bevor sie Schriftstellerin wurde. Seit ihrem Debüt "Im Eishaus", das 1994 auf Deutsch veröffentlicht wurde, zählt sie zu den Lieblingsautoren von Millionen Leserinnen und Lesern in aller Welt. Alle ihre bisher erschienenen Romane wurden mit wichtigen Preisen ausgezeichnet und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Minette Walters lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in Dorset, England.


Eigene Meinung:
Nachdem endlich einmal wieder ein Buch von Minette Walters erschienen ist, musste ich das natürlich unbedingt lesen.

Auch dieser Psychothriller der Autorin hat mich nicht enttäuscht. Er ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend und fesselnd erzählt. Muna, die aus einem Waisenhaus in Afrika stammt, wird von der Familie Songolis als Sklavin gehalten. Sie lebt im Keller, wird misshandelt und erhält keinerlei Bildung. Doch Muna ist nicht dumm, obwohl sie von sich selbst behauptet, sie hätte einen Hirnschaden. Sie hat von Kindheit an gelernt sich anzupassen und im passenden Moment schlägt sie zurück.

Erzählt wird die ganze Story aus Munas Sicht in der 3. Person. Minette Walters benutzt dazu eine einfache, knappe Sprache, die zu Muna passt. Das junge Mädchen ist eine interessante, vielschichtige Persönlichkeit, die die Familie Songolis und den Leser immer wieder überrascht.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das Szenario, das die Autorin hier erschaffen hat, vorkommen kann. Es gibt leider solche Menschen, die andere Menschen ausbeuten und misshandeln, auch das macht diese Story so spannend.

Einige raffinierte Wendungen wurden eingebaut, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet hätte. So mag ich Psychothriller!


5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung für diesen raffinierten, abgründigen Psychothriller.



Freitag, 26. Februar 2016

Rezension zu "Totengebet" von Elisabeth Herrmann, Goldmann Verlag, Kriminalroman

Titel: Totengebet
Autorin: Elisabeth Herrmann
Seitenzahl: 448 Seiten, (TB, Klappenbroschur, 15.2.16)
Isbn Nr. 13-978-3-442-48249-8
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 9,99 Euro
   

Verlagsinfo:
"Ein Mord, eine geheimnisvolle junge Frau in Tel Aviv und Anwalt Joachim Vernau im Visier eines gnadenlosen Killers.

Berlin, 2015. Anwalt Vernau erwacht im Krankenhaus und kann sich an nichts mehr erinnern. Dafür ist er der Held von Berlin: In einer U-Bahnstation hat er mehrere Männer in die Flucht geschlagen, die einen älteren Herrn bedrängt haben. Aber wer ist die junge Frau mit dem Davidstern, die seitdem durch seine Erinnerung geistert? Und was hat sie mit den schrecklichen Morden zu tun, die sich wenig später ereignen? Als Vernau der schönen Unbekannten zu nahe kommt, wendet sich das Blatt: plötzlich steht er unter Mordverdacht. In letzter Sekunde kann er das Land verlassen, sein Ziel: Tel Aviv. In der brodelnden Metropole am Mittelmeer sucht er nach dem einzigen Menschen, der ihn entlasten kann – und wird hinabgezogen in den Strudel eines vergessenen Verbrechens, das sich vor über dreißig Jahren in einem Kibbuz in Israel ereignet hat ..."

Über die Autorin:
Elisabeth Herrmann wurde 1959 in Marburg/Lahn geboren. Sie machte Abitur auf dem Frankfurter Abendgymnasium und arbeitete nach ihrem Studium als Fernsehjournalistin beim RBB, bevor sie mit ihrem Roman "Das Kindermädchen" ihren Durchbruch erlebte. Fast alle ihre Bücher wurden oder werden derzeit verfilmt: Die Reihe um den Berliner Anwalt Vernau sehr erfolgreich mit Jan Josef Liefers vom ZDF. Elisabeth Herrmann erhielt den Radio-Bremen-Krimipreis und den Deutschen Krimipreis 2012. Sie lebt mit ihrer Tochter in Berlin.

Eigene Meinung: 
Auch in dem 5. Band um Joachim Vernau besticht Elisabeth Herrmann durch ihren spannenden, fesselnden Erzählstil, so dass das Buch kaum aus der Hand zu legen ist.

Anwalt Vernau, die Hauptfigur dieser Reihe, muss in diesem Band ziemlich viel einstecken, gerät unter Mordverdacht und in Lebensgefahr. Seine frühere Kanzleikollegin Marie-Luise hilft ihm bei seinen Ermittlungen vor Ort in Berlin, während er den größten Teil der Geschichte in Jerusalem, Tel Aviv und im Kibbuz recherchiert.

Die Story ist gut recherchiert, sehr aktuell und spielt in Berlin und in Israel. So nebenbei erfährt der Leser viel über das Leben in Israel, die verschiedenen Städte und die Probleme der Einwohner. Die Figuren sind allesamt sehr lebendig und sehr interessant. So dass es sehr spannend ist, mehr von ihnen zu erfahren.

Es gibt viele Verdächtige, so dass man ständig am Rätseln ist, wer denn nun für die Morde verantwortlich ist und unbedingt wissen möchte, was genau im Kibbuz in Israel vor über dreißig Jahren geschah. Die Autorin lässt sich mit der Aufklärung Zeit und spannt den Leser ganz schön auf die Folter.

Dieser Krimi lässt sich auch gut lesen, wenn man die vorherigen Bände nicht kennt. Sie lohnen sich aber alle. 

5/5 Sterne und absolute Leseempfehlung für Krimifans.



Mittwoch, 24. Februar 2016

Rezension zu "Das unendliche Meer" von Rick Yancey, übersetzt von Thomas Bauer, Goldmann Verlag, Endzeitthriller

Titel: Das unendliche Meer
Autor: Rick Yancey
übersetzt von Thomas Bauer 
Seitenzahl: 350 Seiten, (30.3.2015, gebunden mit Schutzumschlag)
Isbn Nr. 13-978-3-442-31335-8
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 16,99 Euro



Verlagsinfo:
"Die erste Welle vernichtete eine halbe Million Menschen, die zweite noch viel mehr. Die dritte Welle dauerte ganze zwölf Wochen an, danach waren vier Milliarden tot. Nach der vierten Welle kann man niemandem mehr trauen. Cassie Sullivan hat überlebt, nur um sich jetzt in einer Welt wiederzufinden, die von Misstrauen, Verrat und Verzweiflung bestimmt wird. Und während die fünfte Welle ihren Verlauf nimmt, halten Cassie, Ben und Ringer ihre kleine Widerstandsgruppe zusammen, um gemeinsam gegen die Anderen zu kämpfen. Sie sind, was von der Menschheit übrig blieb, und sie werden sich so schnell nicht geschlagen geben. Und während Cassie immer noch hofft, dass ihr Retter Evan Walker lebt, wird der Kampf ums Überleben immer aussichtsloser. Bis eines Tages ein Fremder versucht, in ihr Versteck einzudringen..."

Autoreninfo:
 Rick Yancey ist ein preisgekrönter Autor, der mit seiner Trilogie »Die fünfte Welle« die internationalen Bestsellerlisten stürmt. Wenn er nicht gerade schreibt, darüber nachdenkt, was er schreiben könnte, oder das Land bereist, um übers Schreiben zu reden, verbringt er seine Zeit am liebsten mit seiner Familie in seiner Heimat Florida.www.rickyancey.com

Eigene Meinung:
Auch der 2. Teil dieser Trilogie ist fesselnd und sehr spannend erzählt. Rick Yancey berichtet auf einem sprachlich sehr hohen Niveau, manche Sätze sind philosophisch angehaucht und er schafft es, eine Endzeitatmosphäre mit starken Bildern beim Leser zu erzeugen.

Verschiedene Protagonisten geben hier ihre Sicht der Dinge aus der Ich-Perspektive wieder. Das macht es anfangs etwas schwer, herauszufinden, wer denn gerade erzählt.
Hinzu kommt, dass der erste Band dieser Trilogie vorwiegend aus der Ich-Perspektive von Cassie erzählt wurde, ab und an auch von Evan. Hier wird mit Ringer begonnen. Hilfreich wäre hier gewesen, über den einzelnen Kapiteln die Namen des Ich-Erzählers zu schreiben. Vielleicht ist das ja eine Anregung für Band 3. Auch ein Personenregister wäre unterstützend gewesen.

In diesem Band treten die Emotionen der einzelnen Protagonisten in den Vordergrund, die Story bietet weniger Action, dafür geht es mehr darum, wem man noch trauen kann. Ringer spielt in dieser Fortsetzung eine sehr große Rolle.

Gut gefallen haben mir hier die einzelnen Personen, ihre Empfindungen und Überlegungen sind sehr lebendig und authentisch dargestellt.

5/5 Sterne für diese richtig gute Fortsetzung der "5. Welle". Da immer noch alles im Dunkeln ist, wer Interesse hat, die Menschheit zu vernichten und welche Absichten dahinterstehen, bin ich total auf Band 3 gespannt (Mitte Mai soll der letzte Band erscheinen, wir müssen wohl mit der Übersetzung leider noch etwas warten).
 

Mittwoch, 17. Februar 2016

Rezension zu "Der Schlafmacher" von Michael Robotham, übersetzt von Kristian Lutze, Goldmann Verlag, Psychothriller

Titel: Der Schlafmacher
Autor: Michael Robotham
Übersetzt von: Kristian Lutze
Seitenzahl: 416 Seiten, Paperback, Klappenbroschur (11.1.16)
Isbn Nr. 13-978-3-442-31408-9
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 14,99 Euro

Verlagsinfo:
"Er wiegt dich sanft in den Schlaf, und wenn du Glück hast, lässt er dich am Leben ...

Ein abgelegenes Bauernhaus in Somerset wird zum Schauplatz eines brutalen Mordes: Zwei Frauen, Mutter und Tochter, werden eines Nachts von einem skrupellosen Mörder hingerichtet. Doch trotz gründlicher Untersuchungen steht die Polizei vor einem Rätsel. Chief Superintendent Ronnie Cray bittet daher den erfahrenen Psychologen Joe O’Loughlin um Hilfe, der gleich mit mehreren verdächtigen Personen konfrontiert ist. Motive hätten sie alle, der betrogene Exmann genauso wie die zahlreichen Liebhaber. Spätestens aber, als eine weitere Leiche gefunden wird, auf deren Stirn der Buchstabe „A“ eingeritzt ist, weiß O’Loughlin, dass er es mit einem verstörten und gefährlichen Täter zu tun hat. Jemand, der sich rächen will, für etwas, das ihm einst angetan wurde. Jemand, der vor niemandem haltmacht, auch nicht vor O’Loughlins Familie …"
Über Michael Robotham:
Michael Robotham wurde 1960 in New South Wales, Australien, geboren. Er war lange Jahre als Journalist für große Tageszeitungen und Magazine in London und Sydney tätig, bevor er sich ganz seiner eigenen Laufbahn als Schriftsteller widmete. Mit seinen Romanen stürmt er regelmäßig die Bestsellerlisten und wurde bereits mit mehreren Preisen geehrt, unter anderem mit dem renommierten Gold Dagger. Michael Robotham lebt mit seiner Frau und seinen drei Töchtern in Sydney.

Weitere Informationen zum Autor unter www.michaelrobotham.com
Eigene Meinung:
Auch der 10. Band mit Joe O`Loughlin, der zu einem brutalen Fall hinzugezogen wird, und erst gegen später die Hilfe seines Freundes Vincent Ruiz in Anspruch nimmt, ist fesselnd und spannend erzählt. Es gibt viele Verdächtige, so dass man ständig am Raten ist, wer die Verbrechen denn nun begangen hat. 
Die Erzählperspektiven wechseln zwischen der von Joe und in kurzen Kapiteln in die Sichtweise des Täters, wobei raffinierterweise im Dunkeln bleibt, wer der Täter ist.  

Der Plot ist sehr interessant und die Fälle äußerst brutal.  Die verschiedenen Charaktere sind sehr lebendig dargestellt und authentisch. Ich mag den Psychologen Joe, genauso wie Ruiz, weshalb es mich hier überhaupt nicht stört, dass viel Privates von Joe in die Geschichte einfließt.

Da dies der 10. Band ist, in dem Ruiz und Joe zusammen ermitteln, ist es hilfreich, wenn man die vorherigen Bände gelesen hat. Die Reihe lohnt sich auf jeden Fall. 

5/5 Sterne und meine absolute Empfehlung für Psychothrillerfans, Robotham kann erzählen, was er wieder einmal bewiesen hat.

 

Freitag, 25. September 2015

Rezension zu "Racheherbst" von Andreas Gruber, Goldmann Verlag, Thriller

Titel: Racheherbst
Autor: Andreas Gruber
Seitenzahl: 512 Seiten, Klappenbroschur, 14.9.15
Isbn Nr. 13-978-3-442-48241-2
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo: "
Unter einer Leipziger Brücke wird die verstümmelte Leiche einer jungen Frau angespült. Walter Pulaski, zynischer Ermittler bei der Polizei, merkt schnell, dass der Mord an der Prostituierten Natalie bei seinen Kollegen nicht die höchste Priorität genießt. Er recherchiert auf eigene Faust – an seiner Seite Natalies Mutter Mikaela, die um jeden Preis den Tod ihrer Tochter rächen will. Gemeinsam stoßen sie auf die blutige Fährte eines Serienmörders, die sich über Prag und Passau bis nach Wien zieht. Dort hat die junge Anwältin Evelyn Meyers gerade ihren ersten eigenen Fall als Strafverteidigerin übernommen. Es geht um einen brutalen Frauenmord – und eine fatale Fehleinschätzung lässt Evelyn um ein Haar selbst zum nächsten Opfer werden ..."

Über den Autor:
Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie und vier Katzen in Grillenberg in Niederösterreich. Er hat bereits mehrere äußerst erfolgreiche und preisgekrönte Erzählungen und Romane verfasst.

Eigene Meinung:  
Nachdem ich das Hörbuch "Todesfrist" mit dem eigensinnigen Profiler "Maarten S. Sneijder " gelesen hatte, war ich natürlich sehr gespannt auf "Racheherbst".

Ich wurde nicht enttäuscht. Dieser Thriller ist genauso, wie ich mir einen Thriller wünsche.

Andreas Gruber hat interessante Figuren erschaffen. Der coole, sehr zynische Kommissar im Dauerdienst ermittelt in Leipzig. Er hält keine Regeln ein, überschreitet seine Kompetenzen und wagt Alleingänge. Die Mutter eines der Opfer, Mikaela beschließt, den Mordfall an ihrer Tochter Natalie aufzuklären und ihre verschwundene Tochter Dana zu finden. In einem zweiten Erzählstrang, der in Wien spielt, und  der erst einmal mit dem ersten Handlungsstrang gar nichts zu tun hat, soll die Strafverteidigerin Evelyn den aalglatten Arzt in einem Mordfall verteidigen.

Die Morde sind bizarr, ziemlich brutal und sehr verstörend.

Manche Figuren sind sympathisch, andere wieder nicht, so dass ich mitgefiebert habe und manche Figuren schon von Anfang an lieber hinter Schloss und Riegel gesehen hätte.

Durch die kurzen Kapitel mit ganz fiesen Cliffhangern steigt die Spannung und der Thriller wird zum Pageturner mit einigen Wendungen.

5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung, auch wenn ich schon sehr bald geahnt habe, wer der gesuchte Serienmörder ist.

Montag, 14. September 2015

Rezension zu "Scherbenseele" von Erik Axl Sund, übersetzt von Nike Karen Müller, Goldmann Verlag, Psychothriller


Titel: Scherbenseele
Autoren: Eric Axl Sund
Originaltitel: Glaskroppar, Ordfront Förlag
Übersetzt von: Nike Karen Müller
Seitenzahl: 416 Seiten, Paperback (8.9.15)
Isbn Nr. 978-3-442-48333-4
Preis: 12,99 Euro
Verlag: Goldmann Verlag
  Verlagsinfo:
"Der erste, in sich abgeschlossene Band der neuen Kronoberg-Reihe.
Eine Welle bizarrer Selbstmorde erschüttert Schweden. An den unterschiedlichsten Orten im Land nehmen sich Jugendliche auf ungewöhnliche, grausame Weise das Leben, und sie alle haben eines gemeinsam: Sie hören die düstere Musik eines Interpreten namens "Hunger" auf alten Musikkassetten, während sie sich umbringen. Zur gleichen Zeit wird in Stockholm der erste von mehreren einflussreichen Männern ermordet. Als Kommissar Jens Hurtig ihn mit den Selbstmorden in Verbindung bringt, zeigt sich das ganze schreckliche Ausmaß des Falls ..."

Über die Autoren:
Erik Axl Sund ist das Pseudonym des schwedischen Autorenduos Jerker Eriksson und Håkan Axlander Sundquist. Håkan ist Tontechniker, Musiker und Künstler. Jerker ist der Producer von Håkans Elektropunkband "iloveyoubaby!" und arbeitet zurzeit als Bibliothekar in einem Gefängnis. Zusammen haben sie die Victoria-Bergman-Trilogie geschrieben, für die sie 2012 mit dem Special Award der Schwedischen Krimiakademie ausgezeichnet wurden und die auch in Deutschland ein großer Erfolg ist.

Rezension:
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht der verschiedenen Personen z. B. von Vanja, Maria, Simon, Aiman oder von Kommissar Jens Hurtig in sehr kurzen Kapiteln. "Schwarze Melancholie" erzählt ungewöhnlicherweise aus der "Ich-Perspektive".
Der Stadtteil von Stockholm, in dem das entsprechende Kapitel spielt, wird erwähnt und meist genauer erläutert. 
Anfangs verwirren die vielen verschiedenen Personen etwas. Man braucht etwas Zeit, bis man in die Erzählstränge hineinkommt.

Der Sprachstil ist eher sachlich, fast emotionslos, teilweise wird sehr viel erklärt und philosophiert, dadurch bleibt die Spannung doch etwas im Hintergrund.  Die Stimmung ist sehr düster, verstörend und bedrohlich, die Themen, die hier angesprochen werden, Immigration und die Problematik von Jugendlichen, die sich nicht verstanden fühlen, sind sehr aktuell.

Zum Ende hin steigt die Spannung an, die Handlungsstränge entwirren sich und werden schlüssig. Wir dürfen auch noch mit einer überraschenden Wendung rechnen. Das Ende ist sehr ungewöhnlich, was mir persönlich sehr gut gefällt.

Nach der Victoria-Bergmann-Reihe hatte ich hier einen megaspannenden Psychothriller erwartet. Leider konnten meine Erwartungen nicht erfüllt werden, die Themen und Personen fand ich zwar spannend, aber erzählerisch nicht sehr gut umgesetzt. Das kann natürlich auch an der Übersetzung liegen. Das kann ich nicht beurteilen

3/5 Sterne für diesen eher durchschnittlichen Psychothriller.



Montag, 7. September 2015

Rezension zu "Ich lass dich nicht los" von Madeleine Reiss, übersetzt von Karin Diemerling, Goldmann Verlag, psychologischer Spannungsroman

Titel: Herzenskalt
Originaltitel: Someone to watch over me
Autorin: Madeleine Reiss
Übersetzt von:Karin Diemerling
Seitenzahl: 350 Seiten, TB 20.7.15
Isbn Nr. 13-978-3-442-48098-2
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 9,99 Euro

Klappentext: "„Ich hab dich lieb, jeden und jeden Tag.“ Unzählige Male hat Carrie diesen Satz zu ihrem fünfjährigen Sohn Charlie gesagt, so auch an jenem Sommertag an der Küste von Norfolk, als ein langer Schatten auf ihr Leben fiel: Sie hatte nur für einen Moment die Augen geschlossen, und als sie sie wieder aufschlug, war Charlie fort. Auch drei Jahre später bestimmt dieses traumatische Ereignis noch Carries Leben, als sie zufällig die alleinerziehende Mutter Molly kennenlernt. Doch noch können die beiden Frauen nicht ahnen, dass an jenem Tag am Strand eine Verbindung entstanden ist, die ihrer beider Schicksal bestimmen wird ..."

Über die Autorin:
Das Schreiben wurde Madeleine Reiss gewissermaßen in die Wiege gelegt, denn sie ist die älteste Tochter des 2012 verstorbenen Schriftstellers und Booker-Preis-Gewinners Barry Unsworth. Madeleine Reiss arbeitete viele Jahre als Journalistin, bevor sie mit »Ich lass dich nicht los« ihren ersten Roman vorlegte, der aus über 1000 Einsendungen einen Buchwettbewerb des bekannten englischen TV-Talks »The Alan Titchmarsh Show« gewann. Derzeit arbeitet Madeleine Reiss an ihrem nächsten Roman, sie hat zwei Söhne und lebt mit ihrer Familie in Cambridge.

Eigene Meinung:
Die Autorin bringt uns die Geschichte in zwei Erzählsträngen nahe. Einmal ist da Carrie, die ihren Sohn Charlie verloren hat. Durch Rückblicke erfahren wir, was genau geschah und wie Ehemann Damian und Carrie mit diesem Verlust versucht haben, fertig zu werden.

Ein weiterer Erzählstrang gibt uns einen Einblick in das Familienleben von Max und seiner Mutter Molly. Wir erfahren, wie Molly ihren Ehemann Ruppert kennengelernt hat und wie sich ihr Leben dadurch verändert hat.

Beide Erzählstränge kreuzen sich erst einmal kurz an einem Tag am Strand, an dem sich Max und Charlie kennengelernt haben.

Dieser Roman erzählt von zwei Tragödien, die sich in zwei verschiedenen Familien abspielten. Sind die Geschichten von Molly und Carrie schon ziemlich interessant, so bekommt die Story jedoch nach ca. 200 Seiten eine total überraschende Wendung. Von da an ist das Buch kaum mehr aus der Hand zu legen.
Zur Spannung kommt eine übersinnliche Komponente hinzu, die mir einen kalten Schauer über den Rücken laufen ließ.

Madeleine Reiss hat die Personen in ihrem Roman sehr genau charakterisiert. Es sind liebeswerte Charaktere dabei und auch etwas schrille Persönlichkeiten. Die Emotionen der Figuren sind durchaus nachvollziehbar, auch wie sie handeln.

Das Buch kann ich euch nur empfehlen. 5/5 Sterne für diese außergewöhnliche, raffinierte Geschichte.



Montag, 1. Juni 2015

Rezension zu "Thoughtless" von C. C. Stephens, Goldmann Verlag, Liebesroman

Titel: Thoughtless
Autorin: C. C. Stephens
Übersetzt von: Sonja Hagemann
Seitenzahl: 640 Seiten (20.4.15, broschiert)
Isbn Nr.  13-978-3442482429
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 9,99 Euro

 Klappentext:
"Seit zwei Jahren ist die schüchterne Kiera in einer glücklichen Beziehung mit Denny. So überlegt sie nicht lange, als er ein Jobangebot in Seattle bekommt, und zieht mit ihm in die neue Stadt, um ihr Studium dort zu beenden. Bei Dennys Freund aus Kindertagen, Kellan Kyle, mieten sie ein Zimmer. Er ist der lokale Rockstar, Herzensbrecher und sieht verboten gut aus. Als Dennys Job ihn länger aus Seattle wegführt, kommt die einsame Kiera, die sich inzwischen in der Stammkneipe von Kellans Band etwas dazuverdient, ihrem neuen Mitbewohner näher. Was freundschaftlich beginnt, entwickelt sich bald zu etwas Intensiverem, Verbotenem – zu einem Spiel mit dem Feuer ..."

"Effortless" (Band 2 der Thoughtless-Trilogie) erscheint am 15. Juni 2015.

"Careless" (Band 3 der Thoughtless-Trilogie) erscheint am 10. August 2015.

Über die Autorin:
S.C. Stephens lebt mit ihren zwei Kindern im wunderschönen Pazifischen Nordwesten Amerikas. Mit ihrem Debut "Thoughtless" feierte sie in ihrem Heimatland einen sensationellen Bestsellererfolg und eroberte auch mit den Folgebänden der Trilogie die Leserherzen im Sturm.

Eigene Meinung:  

Die Story fängt spannend und interessant an.  Die schüchterne Studentin Kiera ist mit dem gutaussehenden und sehr netten Australier Denny zusammen. Beide lieben sich. Denny geht total liebevoll mit Kiera um.  Als sie zu Dennys Freund Kellan ziehen und Dennys Job immer mehr in denVordergrund rückt, fühlt sich Kiera zu dem gutaussehenden Rocksänger Kellan hingezogen. Bei Kellan ist es nicht so ganz klar, ob der Frauenschwarm Kiera als eine weitere Eroberung auf seiner langen Liste sieht, oder ob da mehr ist. Er bemüht sich allerdings ziemlich um Kiera und die beiden verbringen mehr Zeit miteinander, als Kiera mit Denny verbringt.

Die Geschichte wiederholt sich allerdings irgendwann, Kiera ist zwischen Denny und Kellan hin- und hergerissen und irgendwann nervt Kiera einfach nur noch, weil sie sich nicht entscheiden kann zwischen den beiden Männern. Als Leser hat man ja schon erkannt, worauf die ganze Sache hinausläuft, nur Kiera scheint blind zu sein, sie handelt sehr unreif und es ist nicht ganz nachvollziehbar, was sie immer so macht und warum sie dann so leidet. Von Kieras Gefühlsleben bekommen wir am Meisten mit, weil die ganze Geschichte aus der Ich-Perspektive von Kiera erzählt wurde.

Auch der Tagesablauf von Kiera ist irgendwann immer derselbe, Uni, warten auf Denny oder Kellan und ihre Arbeit als Kellnerin abends im Pete's. Auch die Dialoge wiederholen sich manchmal, das langweilt dann doch etwas.

Kieras Freund Denny scheint auf jeden Fall total blind zu sein. Er hat wohl nur seine Arbeit im Kopf, ansonsten hätte er doch mitbekommen müssen, was mit Kiera und Kellan läuft.

Der Geschichte hätten 200 - 300 Seiten weniger gut getan. Auf den letzten 100 Seiten kommt noch einmal etwas Spannung und Tempo in die Story.

Von mir gibt es 3 Sterne für diese gefühlvolle Lovestory mit einigen Längen und manchmal etwas komisch reagierender Protagonistin. 

Mittwoch, 25. Februar 2015

Rezension zu "Der Schneegänger" von Elisabeth Herrmann, Goldmann Verlag, Kriminalroman

Titel: Der Schneegänger
Autorin: Elisabeth Herrmann
Seitenzahl: 448 Seiten

Isbn Nr. 13-978-3442313860
Verlag: Goldmann Verlag (26.1.2015) gebundene Ausgabe
Preis: 19,99 Euro


Klappentext:
"Ein kleiner Junge wird entführt – und alle Ermittlungen laufen ins Leere. Vier Jahre später wird sein Skelett im Wald gefunden. Polizeimeisterin Sanela Beara muss dem Vater die schlimme Nachricht überbringen. Doch die Begegnung mit dem gut aussehenden Darko, der in den Wäldern Brandenburgs als Wolfsforscher arbeitet, löst Zweifel in ihr aus: War es wirklich eine Entführung? Oder wurde der Junge aus einfachen Verhältnissen etwa verwechselt? Doch alle Beteiligten schweigen eisern. Für Sanela gibt es nur eine Chance, Licht ins Dunkel zu bringen: Sie schleust sich undercover in die Villa der schwerreichen Familie Reinartz ein, bei der die Mutter des ermordeten Jungen damals gearbeitet hat – und wird hineingezogen in einen Strudel aus Hass, Gier und Verachtung, der sie selbst zu vernichten droht ..."


Über die Autorin:
Elisabeth Herrmann wurde in Marburg geboren, ist aber aufgewachsen in der Wetterau und großgeworden mit den Familiengeschichten aus dem Frankfurter Gallusviertel. Abitur hat sie auf dem Abendgymnasium gemacht, dann an der FU Berlin studiert. Zuerst war sie Rundfunk-, dann Fernsehjounalistin. Ihr erster Buchversuch war "Mondspaziergänge", der zweite  zehn Jahre später mit "Das Kindermädchen". Die Krimi-Reihe um den Berliner Anwalt Joachim Vernau wurde fortgesetzt mit "Die siebte Stunde" und "Die letzte Instanz". Die Reihe um Vernau wird gerade für das ZDF mit Jan Josef Liefers und Stefanie Stappenbeck verfilmt. "Zeugin der Toten" wurde - ebenfalls eine Network Movie Produktion, mit Anna Loos in der Hauptrolle im Mai 2013 gesendet. In der Pipeline: "Schattengrund", "Das Dorf der Mörder" und "Silber und Stein".  2011 - Radio Bremen Krimipreis. 2012 erhielt sie den  Deutschen Krimipreis für "Zeugin der Toten"


Eigene Meinung:
Elisabeth Herrmann hat mit "Der Schneegänger" einen Kriminalroman geschrieben, der uns einen spannenden, detaillierten Einblick in die Familienverhältnisse der Eltern des vor vier Jahren entführten Jungen und in die Familie Reinartz gewährt.

Die einzelnen Personen werden sehr genau charakterisiert, langweilig wurde es mir dabei allerdings nicht. Insgesamt ist der Krimi atmosphärisch dicht, als Leser taucht man so richtig in die Geschichte ein.

Sanela spielt mit ihrem Alleingang eine tragende Rolle. Sie ermittelt undercover in der Familie Reinartz.


Auch wenn dieser Krimi nicht ganz so spannend ist, wie "Das Dorf der Mörder", habe ich den Schreibstil von Elisabeth Herrmann genossen und war von der Story gefesselt.

Von mir gibt es 4/5 Sterne für diesen soliden Krimi mit Sanela Beara und interessanten Figuren (da ist z. B. der Wolfsforscher Darko zu nennen).







Mittwoch, 3. Dezember 2014

Rezension zu "Schattenschrei" von Erik Axl Sund, Goldmann Verlag, Psychothriller

Titel: Schattenschrei
Autor: Erik Axl Sund
Seitenzahl: 448 Seiten (Paperback 17.11.14)

Isbn Nr. 13-978-3-442-48119-4
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 12,99 Euro
Band 3 der Victoria-Bergman-Trilogie

Klappentext:
"Während Jeanette Kihlbergs Ermittlungen endlich Erfolge zeigen, geht Sofia durch die Hölle. Ist Victoria Bergman schuldig?
Endlich zeigen sich mehr und mehr Erfolge in den Ermittlungen der Kommissarin Jeanette Kihlberg. Sie glaubt, zwei Frauen als Mörderinnen identifiziert zu haben. Aber damit sind die Verbrechen noch nicht aufgeklärt ... Und auch, was die unauffindbare Victoria Bergman mit den Morden zu tun hat, ist noch unklar. Derweil wird für Psychologin Sofia die Zusammenarbeit mit Jeanette immer schwieriger, weil sie dabei ihrem eigenen, persönlichen Kern immer näher kommt. Und das führt sie geradewegs in die Hölle.


"Krähenmädchen" (Band 1 der Victoria-Bergman-Trilogie) ist im Juli 2014 erschienen.
"Narbenkind" (Band 2 der Victoria-Bergman-Trilogie) ist im September 2014 erschienen.
"Schattenschrei" (Band 3 der Victoria-Bergman-Trilogie) ist im November 2014 erschienen."

Über die Autoren:
Erik Axl Sund ist das Pseudonym des schwedischen Autorenduos Jerker Eriksson und Håkan Axlander Sundquist. Håkan ist Tontechniker, Musiker und Künstler. Jerker ist der Producer von Håkans Elektropunkband "iloveyoubaby!" und arbeitet zurzeit als Bibliothekar in einem Gefängnis. Zusammen haben sie drei Romane geschrieben, die Victoria-Bergman-Trilogie, für die sie 2012 mit dem Special Award der Schwedischen Krimiakademie ausgezeichnet wurden.

Eigene Meinung:
Diesmal rückt Victoria in den Vordergrund der Geschichte. Durch Rückblicke in die Vergangenheit, erhalten wir einen Einblick in die Geschehnisse von damals und Victoria und Sofia sind dabei, diese aufzuarbeiten.

Während Jeanettes Ermittlungen voran schreiten, dreht der Staatsanwalt fast durch, da er ein verstörendes Päckchen bekommt und er wird immer unsympathischer.

In diesem Teil wird weniger gemordet, die Ermittler sind jedoch genauso entsetzt wie der Leser, weil sie eine überaus erschütternde Entdeckung machen.

Das Autorenduo bleibt ihrem sachlichen, nüchternen Erzählstil treu. Sie streuen Zahlen ein über den Kindesmissbrauch und der Pädophilen, was ziemlich verstörend wirkt und hoffen lässt, dass hier endlich mehr unternommen wird, um die Opfer zu schützen und die Täter zu bestrafen.

Ganz langsam fügt sich Puzzleteil für Puzzleteil zusammen und Geheimnisse werden gelöst. 

Für mich ist der dritte Band ein gelungener Abschluss dieser Trilogie mit unglaublichen Wendungen.
Wahnsinn, was die beiden Autoren für eine komplexe Geschichte entwickelt haben!

Zartbesaiteten Lesern sollte allerdings davon abgeraten werden, diese Trilogie zu lesen und viele Leser werden wohl vom letzten Teil enttäuscht sein, da die Autoren nicht alle Geschehnisse haarklein für den Leser aufbereiten.

5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung für diese sehr komplexe, unglaublich spannende, brutale, düstere und verstörende Trilogie. Nicht ohne Grund hat diese Trilogie den Special Award der Schwedischen Krimiakademie gewonnen.





Montag, 20. Oktober 2014

Rezension zu "Das Haus am Alsterufer" von Micaela Jary, Goldmann Verlag, historische Familiensaga

Titel: Das Haus am Alsterufer
Autorin: Micaela Jary
Seitenzahl: 576 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (21.7.14)
Isbn Nr. 13-978-3442480289
Preis: 9,99 Euro
 

Klappentext: 
"Hamburg 1911: Nur widerstrebend stimmt der verwitwete Reeder Victor Dornhain der Heirat seiner Tochter Lavinia mit dem Architekten Konrad Michaelis zu. Niemand in der Familie ahnt, dass Lavinias Schwester, die Malerin Nele, ihren Schwager liebt. Etwa zeitgleich wird die 16-jährige Klara Tießen als Hausmädchen bei Dornhains eingestellt. Nur Victor Dornhain und seine Mutter Charlotte wissen, dass Klara sein illegitimes Kind ist. Drei Jahre später bricht der Große Krieg aus und verändert alles: In der Tragödie erkennt Lavinia ihre wahre Bestimmung, Klara findet auf der Suche nach ihrer unbekannten Mutter den Mann ihres Lebens, und das Schicksal seiner Familie wird für den Reeder zu einer Frage der Ehre ..."

Über die Autorin:
Micaela Jary stammt aus Hamburg und wuchs im Tessin auf. Nach einem Sprachenstudium absolvierte sie ein Zeitungsvolontariat und arbeitete viele Jahre als Redakteurin, bevor sie sich ganz der Schriftstellerei widmete. Geschichte und Geografie sind ihre liebsten Themen, ihre Faszination gilt dabei vor allem Süd- und Ostafrika. Sie hat eine erwachsene Tochter und lebt nach einem langjährigen Aufenthalt in Paris heute mit Mann und Hund in München und Berlin.

Eigene Meinung:
Der verwitwete Reeder Victor Dornhain lebt zusammen mit seiner Mutter und seinen drei Töchtern Ellinor, Nele und Lavinia in einer wunderschönen Villa an der Hamburger Alster. Die drei Mädchen sind total verschieden. Lavinia ist die jüngste Tochter, total verwöhnt, hat sie nur ihr Vergnügen im Kopf. Nele studiert in München Malerei und Ellinor ist sozial sehr engagiert. Klara kommt als Dienstmädchen in das Haus in der Straße. Lavinia möchte den Architekten Konrad Michaelis heiraten. Doch der hat sein Herz bereits an Nele verschenkt, die er zufällig während einer Eisenbahnfahrt kennengelernt hat ...

Sofort war ich mitten im Geschehen. Micaela Jary hat den Alltag der drei Schwestern und des Dienstmädchens Klara zum Leben erweckt. Ich bin zusammen mit Nele, Lavinia, Ellinor und Klara durch Hamburg gelaufen und  habe Lust bekommen mit Konrad und Nele Tango zu tanzen. Ich habe Kunstausstellungen besucht und schöne Bauwerke bewundert. Man merkt dem Roman an, dass die Autorin nicht nur sehr gut recherchiert hat, ihre Freude an Kunst und Architektur sind hier auch spürbar.

Micaela Jary hat hier einen fesselnden, stimmigen Roman um vier interessante Frauenfiguren in einer turbulenten Zeit erschaffen. Wer eine tragische Liebesgeschichte, gepaart mit interessanten Themen, wie z. B. Frauenrechte, mag, der kommt hier voll auf seine Kosten.

5/5 Sterne, so mag ich Geschichtsunterricht! Absolute Leseempfehlung für dieses Highlight. Nicht nur Krimis können spannend erzählt werden, wie diese Familiensaga beweist.


 

Mittwoch, 17. September 2014

Rezension zu "Narbenkind" von Erik Axl Sund, Goldmann Verlag, Psychothriller

Titel: Narbenkind
Autoren: Erik Axl Sund
Seitenzahl: 512 Seiten (15.9.14 broschiert)
Isbn Nr. 13-978-3442481187
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 12,99 Euro 

Klappentext:
"Jeanette Kihlbergs Ermittlungen in einer Mordserie an Jungen in Stockholm werden vorübergehend auf Eis gelegt, als ein ranghoher Geschäftsmann auf bestialische Weise getötet wird. Man geht von einem Racheakt aus - doch Rache wofür? Psychologin Sofia Zetterlund soll ein Täterprofil erstellen, aber dann geschehen weitere Morde. Und diese scheinen in Verbindung mit Victoria Bergman zu stehen. Während die Ermittlungen nach Dänemark führen, hat Sofia immer häufiger Bewusstseinsstörungen.. "
"Krähenmädchen" (Band 1 der Victoria-Bergman-Trilogie) ist im Juli 2014 erschienen.
"Narbenkind" (Band 2 der Victoria-Bergman-Trilogie) erscheint am 15.9.2014.
"Schattenschrei" (Band 3 der Victoria-Bergman-Trilogie) erscheint am 17.11.2014."


Über die Autoren:
Erik Axl Sund ist das Pseudonym des schwedischen Autorenduos Jerker Eriksson und Håkan Axlander Sundquist. Håkan ist Tontechniker, Musiker und Künstler. Jerker ist der Producer von Håkans Elektropunkband "iloveyoubaby!" und arbeitet zurzeit als Bibliothekar in einem Gefängnis. Zusammen haben sie drei Romane geschrieben, die Victoria-Bergman-Trilogie, für die sie 2012 mit dem Special Award der Schwedischen Krimiakademie ausgezeichnet wurden.

Eigene Meinung:  
Jeanette darf im Fall der Mordserie um die Jungen nicht mehr weiterermitteln, dafür sorgt der Staatsanwalt. Sie soll den Mord an einem ganz wichtigen Geschäftsmann möglichst schnell aufgeklären. Jeanette und Kollege Jens Hurtig ermitteln einfach heimlich weiter. Jeanette beauftragt Sofia, als Profilerin ein Täterprofil zu erstellen, Sofia nützt das natürlich für ihre Zwecke. Es bleibt nicht bei diesem einen Mord, noch weitere brutale Morde geschehen. Die Wurzeln dieser Verbrechen scheinen in der Vergangenheit zu liegen. und diesmal scheinen die Ehefrauen, die den Missbrauch an ihren Kindern scheinbar nicht mitbekommen haben, im Focus des Mörders zu stehen. Victoria Bergmann scheint eine Schlüsselfigur in dieser brutalen Mordserie zu sein. Doch wo ist sie?

Es ist unbedingt erforderlich, mit dem ersten Band dieser Reihe zu beginnen.

Der Schreibstil der beiden Autoren bleibt sachlich nüchtern, wie bereits im ersten Band dieser Reihe. Die Autoren arbeiten wie in "Krähenmädchen", mit kurzen Kapiteln, abwechselnden Erzählsträngen und Cliffhangern. Das gibt natürlich Tempo in das Geschehen.

Die Story wird immer raffinierter, es kommen weitere Personen ins Spiel und weitere Fragen werden aufgeworfen. Wir nehmen teil an den Ermittlungen des Teams, am Privatleben von Jeanette und erleben Victorias Vergangenheit mit. Besonders gut gefallen haben mir die Dialoge zwischen Jeanette und Sofia. Hier kommt sehr viel Psychologie ins Spiel.

Die Protagonisten bleiben sehr interessant, teilweise geheimnisvoll und rätselhaft. Wir erleben spannende Wendungen und fiebern der Auflösung aller Fragen und Unklarheiten in Band 3 entgegen.

Mir gefällt dieser ungewöhnlich sachliche Erzählstil des Autorenduos. Interessant fand ich die fast so nebenbei gestreute Info, seit wann Inzest überhaupt strafbar ist und seit wann Kinder nicht mehr rein rechtlich als "Sache" gelten, das ist gar nicht so lange her.  Wenn man diese Hintergründe weiß, wird klar, warum Missbrauch leider so ein geringes Strafmaß hat.

5/5 Sterne für diesen fesselnden, verstörenden und sehr spannenden skandinavischen Thriller, der nicht für zartbesaitete Gemüter ist.






    

Montag, 21. Juli 2014

Rezension zu "Krähenmädchen" von Erik Axl Sund, Goldmann Verlag, Psychothriller

Titel: Krähenmädchen
Autoren: Erik Axl Sund
Seitenzahl: 480 Seiten TB
Verlag: Goldmann Verlag (21.7.14)
Isbn Nr. 13-978-3442481170
Preis: 12,99 Euro

Klappentext:
"Wie viel Schreckliches kann ein Mensch verkraften, eher er selbst zum Monster wird?

Stockholm. Ein Junge wird tot in einem Park gefunden. Sein Körper zeigt Zeichen schwersten Missbrauchs. Und es bleibt nicht bei der einen Leiche ... Auf der Suche nach dem Täter bittet Kommissarin Jeanette Kihlberg die Psychologin Sofia Zetterlund um Hilfe, bei der eines der Opfer in Therapie war. Ihr Spezialgebiet sind Menschen mit multiplen Persönlichkeiten. Eine andere Patientin Sofias ist Victoria Bergman, die unter einem schweren Trauma leidet. Sofia lässt der Gedanke nicht los, bei ihr irgendetwas übersehen zu haben. Schließlich müssen sich Jeanette und Sofia fragen: Wie viel Leid kann ein Mensch verkraften, eher er selbst zum Monster wird?"

 "Narbenkind" (Band 2 der Victoria-Bergman-Trilogie) erscheint am 15.9.2014
"Schattenschrei" (Band 3 der Victoria-Bergman-Trilogie) erscheint am 17.11.2014

Über die Autoren:
Erik Axl Sund ist das Pseudonym des schwedischen Autorenduos Jerker Eriksson und Håkan Axlander Sundquist. Håkan ist Tontechniker, Musiker und Künstler. Jerker ist der Producer von Håkans Elektropunkband "iloveyoubaby!" und arbeitet zurzeit als Bibliothekar in einem Gefängnis. Zusammen haben sie drei Romane geschrieben, die Victoria-Bergman-Trilogie, für die sie 2012 mit dem Special Award der Schwedischen Krimiakademie ausgezeichnet wurden.

Eigene Meinung:

"Krähenmädchen" ist ein Psychothriller aus Skandinavien nach meinem Geschmack. Er besticht durch kurze Kapitel mit passender Überschrift, viele verschiedene Erzählperspektiven, Spannung, Tempo, ein interessantes, sehr verstörendes Thema, viel Psychologie und nicht zu vergessen interessante Charaktere mit Entwicklungspotential. Das Buch war wirklich nicht eine Minute langweilig.

Das Autorenteam hat viele Überraschungen und Wendungen eingebaut. Ich mag es ja, wenn meine Theorien ständig über den Haufen geworfen werden. Mit manchen Entwicklungen habe ich wirklich nicht gerechnet. Viele Fragen stehen noch offen, ich hoffe, die werden in Band 2, allerspätestens in Band 3, geklärt. Der Cliffhanger am Ende ist ganz schön gemein. Ich fiebere Band 2 schon entgegen.

Vielen Dank an Was liest du für die informative Leserunde und das Leseexemplar.

5/5 Sterne für dieses Highlight, absolute Leseempfehlung für Psychothrillerfans.

Achtung:
Die Meinungen zu diesem Buch schwanken sehr. Die einen Leser sind begeistert, andere sind völlig verstört, finden das Buch schlecht oder brechen es ab, weil es ihnen zu heftig ist. Von der Schwedischen Krimiakademie wurde das Buch mit dem Spezial Award ausgezeichnet.

In dem Buch geht es um Kindesmissbrauch. Die Autoren beschreiben die Täter- und die Opfersicht sehr sachlich und nüchtern. Das sollte man wissen, wenn man diesen Thriller lesen möchte. Für zarbesaitete Leser ist das Buch nicht geeignet.

Die Autoren haben laut Lektorin wohl ziemlich gut über Kindersoldaten, Traumatherapie und Pädophilie recherchiert. Sie haben Fachbücher gewälzt und mit Psychotherapeuten gesprochen.
Ich denke, dass die Autoren - ehemalige Punkrocker - mit dem Buch provozieren wollten. Es wird die Leser noch lange beschäftigen.

Vielleicht erreicht dieser Thriller ja, dass eine Diskussion in der Bevölkerung beginnt, dass Vergewaltigung und Missbrauch härter bestraft werden, dass Nachbarn und Freunde von Familien bei Verdacht nicht wegschauen und dass Kinder besser geschützt werden. Das wäre mein Wunsch. 


Montag, 23. Dezember 2013

Rezension zu "versunkene Gräber" von Elisabeth Herrmann, Goldmann Verlag, Kriminalroman


Titel: Versunkene Gräber
Autorin: Elisabeth Herrmann
Isbn Nr. 13-978-3442479955
Seitenzahl: 448 Seiten (16.12.13)

Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 9,99 Euro

Klappentext:
Verschollene Briefe, eine alte Familiengruft und ein grausamer Mord –
Anwalt Vernau kommt einem düsteren Geheimnis auf die Spur

Einige Jahre sind vergangen, seit Anwalt Joachim Vernau den Drahtziehern eines Mordkomplotts das Handwerk gelegt hat. Auch die gemeinsame Kanzlei mit seiner Ex-Partnerin Marie-Luise ist längst Geschichte. Bis ihn ein Hilferuf aus Polen erreicht: Jazek, der gemeinsame Freund aus längst vergangen Tagen und durchzechten Nächten, sitzt mit einer Mordanklage im Gefängnis und beteuert seine Unschuld. Vernau ist entschlossen, Jazek zu helfen, und reist nach Polen. Versunkene Gräber auf einem alten Friedhof sind die erste Spur. Verlorene Briefe und vergessenes Leid ziehen Vernau immer weiter hinein in den Strudel der Ereignisse des Jahres 1945. Flucht und Vertreibung, Ende und Neuanfang - damals kreuzten sich die Schicksale von Tätern und Opfern, und Entsetzliches geschah. Doch erst Generationen später steigt das Grauen noch einmal aus dem Grab, und wer sich ihm entgegenstellt, muss sterben."

Über die Autorin:

Elisabeth Herrmann wurde in Marburg geboren, ist aber aufgewachsen in der Wetterau und großgeworden mit den Familiengeschichten aus dem Frankfurter Gallusviertel. Abitur hat sie auf dem Abendgymnasium gemacht, dann an der FU Berlin studiert. Zuerst war sie Rundfunk-, dann Fernsehjounalistin. Ihr erster Buchversuch war "Mondspaziergänge", der zweite  zehn Jahre später mit "Das Kindermädchen". Die Krimi-Reihe um den Berliner Anwalt Joachim Vernau wurde fortgesetzt mit "Die siebte Stunde" und "Die letzte Instanz". Die Reihe um Vernau wird gerade für das ZDF mit Jan Josef Liefers und Stefanie Stappenbeck verfilmt. "Zeugin der Toten" wurde - ebenfalls eine Network Movie Produktion, mit Anna Loos in der Hauptrolle im Mai 2013 gesendet. In der Pipeline: "Schattengrund", "Das Dorf der Mörder" und "Silber und Stein".  2011 - Radio Bremen Krimipreis. 2012 erhielt sie den  Deutschen Krimipreis für "Zeugin der Toten"

Eigene Meinung:
Die Geschichte beginnt mit einem Brief, den ein deutscher Soldat, der geflohen ist, an seine Frau schreibt. Die Frau ist mit den Kindern nach Hamburg geflüchtet, er versteckt sich im Keller von seinem ehemaligen Weingut.

Im heutigen Berlin bekommt Joachim Vernau, ein Anwalt,  Besuch von einer polnischen Anwältin, die nach Marie-Luise sucht. Marie-Luise ist eine Freundin von Vernau. Sie ist ebenfalls Anwältin. Vernau hatte allerdings schon seit 2 Jahren keinen Kontakt mehr zu Marie-Luise. Er versucht Marie-Luise zu erreichen, allerdings schlagen alle seine Versuche fehl. Als er mitbekommt, dass Marie-Luise von der polnischen Polizei gesucht wird und zusammen mit einem gemeinsamen Freund in einen Mord verwickelt zu sein scheint, mobilisiert er sein gesamtes Umfeld, um Marie-Luise zu finden. 

Auch mit dem 4. Band der Reihe um den Anwalt Joachim Vernau ist Elisabeth Herrmann ein richtig spannender, fesselnder Krimi mit einem Stück deutsch-polnischer Zeitgeschichte gelungen.
Joachim Vernau erzählt uns in einem Handlungsstrang seine Sicht der Dinge. Wir Leser können so gut zusammen mit ihm ermitteln, allerdings wissen wir immer etwas mehr wie Vernau, da ein weiterer Erzählstrang uns einen Vorsprung gewährt. Auch die Briefe des Flüchtigen werden immer wieder eingestreut und sind sehr spannend. Wir werden gefangen genommen von der Atmosphäre zu dieser Zeit, bekommen das Elend der Menschen auf der Flucht mit, spüren die Hunger und die Not dieser Menschen. 

Der Erzählstil der Autorin ist fesselnd, teilweise scharfzüngig, jedes Wort passt. Elisabeth Hermanns Dialoge sind richtig knackig.  Die Spannung und das Tempo in diesem Krimi werden vorangetrieben durch geheimnisvolle Andeutungen, die erst zwei, drei Kapitel später gelüftet werden, auf manche Auflösung müssen wir uns auch bis zum Ende gedulden. Landschaften werden von der Autorin bildhaft beschrieben, so dass wir die polnischen Dörfer oder die Architektur in Berlin vor uns sehen können. Man merkt der Geschichte an, dass die Autorin sehr genau recherchiert hat und die beschriebenen Orte auch besucht hat.Ich bekam richtig Lust darauf, Polen zu bereisen.

In der Seniorenresidenz, in die "Hütchen" mit Vernaus Mutter für ein Wochenende einzieht, würde sicher jeder Rentner gerne einmal "probewohnen". Die dort beschriebenen Szenen sind zu  köstlich.  

Auch der routinierte Krimileser ist bei Elisabeth Herrmann vor Überraschungen nicht sicher. Erst ganz zum Schluss werden die letzten Unklarheiten beseitigt und es wird klar, wer die Strippen hinter den Kulissen gezogen hat,  und was  genau gesucht wurde.

5/5 Sterne für diesen intensiv erzählten Krimi mit sympathischen Protagonisten, der uns einen Einblick in ein Stück deutsch-polnische Geschichte gewährt.
Elisabeth Herrmann habe ich in diesem Jahr als Krimiautorin entdeckt. "Das Dorf der Mörder" und "Versunkene Gräber" gehören zu meinen absoluten Lesehighlights in diesem Jahr. Es schafft kaum ein Schriftsteller,  mich durch seine Erzählweise mehr zu fesseln. Absolute Leseempfehlung!

Rezension zu "Tattoo" Von Ashley Dyer, übersetzt von Bettina Spangler, Thriller, Blanvalet Verlag

Titel: Tattoo Autorin: Ashley Dyer Übersetzt von Bettina Spangler Seitenzahl: 560 Seiten (Paperback, Klappenbroschur 15.10.18) Isbn N...