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Sonntag, 2. Juni 2019

Rezension zu "Tief im Wald " von Peternelle van Arsdale, übersetzt von Michael Pfingst, Heyne Verlag, Fantasyroman

Titel: Tief im Wald
Autorin: Peternelle van Arsdale
übersetzt von: Michael Pfingstl
Seitenzahl: 384 Seiten,  Klappenbroschur, 13.5.19
Isbn Nr. 13-978-3-453-31991-2
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 14,99 Euro

Verlagsinfo:
"Alys ist sieben, als die Seelenesser eines nachts in ihr Dorf kommen. Am Morgen danach sind alle Erwachsenen tot. Alys und die anderen Kinder müssen fortan in einem Nachbardorf leben, wo die Menschen gläubig sind und das Biest fürchten, das tief im Wald lebt. Doch das Biest ist nicht das, was es zu sein scheint – ebenso wenig wie Alys. Das Mädchen spürt, dass es in seinem Inneren mit den Seelenessern verbunden ist. Als Alys älter und ihre geheime Gabe stärker wird, sehnt sie sich immer mehr nach der Freiheit jenseits des Dorfes. Da schlägt das Schicksal erneut zu, und Alys macht sich auf die gefährliche Reise in den dunkelsten Teil des Waldes"

Über die Autorin:

Peternelle van Arsdale arbeitet als Lektorin, und hätte nie gedacht, dass sie selbst ein Buch schreiben würde – bis sie eines Tages eine Idee hatte. "Tief im Wald" ist ihr erster Roman. Sie lebt in New York City.

Eigene Meinung: 

Meine Erwartungshaltung war durch den Klappentext bedingt und durch das Cover sehr hoch. Ich hatte einen düsteren, atmosphärischen Horrorroman erwartet.

Die Geschichte von Alys ist einfach geschrieben, etwas düster, so richtig unheimlich ist die Story aber nicht und eine gewisse Grundspannung fehlt hier leider total. Die ganze Geschichte dümpelt so dahin.

Wir erleben mit, was Alys im Nachbardorf bei den sehr frommen, strengen Bewohnern erlebt und was die Kinder aus ihrem Dorf alles erdulden müssen. Alys kommt im Alter von 7 Jahren zu ihren neuen Eltern und ist am Ende der Story 15 Jahre alt. Sie entwickelt sich und muss ihre Gabe geheim halten.

"Tief im Wald" ist ein Märchen, das an die alten Hexengeschichten erinnert. So richtig gefesselt hat mich das Buch nicht.

Von Anfang an weiß man über die Seelenesser Bescheid, das finde ich etwas schade. Wie Alys allerdings mit ihnen verbunden ist, bleibt im Dunkeln. Auf eine überraschende Wendung habe ich vergeblich gewartet. Die ganze Geschichte ist sehr vorhersehbar.


Mittwoch, 20. Februar 2019

Rezension zu "Die Fliedertochter" von Teresa Simon, Heyne Verlag, historischer Roman

Titel: Die Fliedertochter
Autorin: Teresa Simon
Seitenzahl: 496 Seiten (Klappenbroschur, 11.2.19)
Isbn Nr. 13-978-3-453-42145-5
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:

Eine geheimnisvolle Schneekugel. Das Erbe einer starken Frau. Eine Liebe, die sich nie erfüllt hat.

Berlin 1936
Die Sängerin Luzie Kühn steht ganz am Anfang ihrer Karriere und träumt von einem Leben im Rampenlicht. Doch als Jüdin fühlt sie sich nicht mehr sicher und verlässt Berlin in Richtung Wien. Sie verliebt sich in den charismatischen Bela Król und schwebt im siebten Himmel, doch schon bald wird klar, dass Luzie auch in Wien nicht sicher ist  ..

Berlin 2018
Paulina Wilke wird von ihrer mütterlichen Freundin Antonia gebeten, in Wien ein Erbstück für sie abzuholen. Sie ahnt nicht, dass die Reise nach Wien ihr Leben verändern wird ...

Über die Autorin: 

Teresa Simon ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin. Sie reist gerne (auch in die Vergangenheit), ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale, hat ein Faible für Katzen, bewundert alles, was grünt und blüht, und lässt sich immer wieder von stimmungsvollen historischen Schauplätzen inspirieren.

Eigene Meinung:
Teresa Simon schreibt auch diese historische Familiengeschichte über das Leben Luzie Kühns und Paulina Wilkes von Anfang an spannend und fesselnd. Sofort ist man mitten in der Geschichte.

Erzählt wird über drei Handlungsstränge, Paulinas Reise nach Wien 2018 und das Leben von Luzie Kühn, die als Halbjüdin 1936 von Berlin nach Wien geflüchtet ist, um den Nazis zu entgehen. Ein weiterer Erzählstrang handelt von der Wanderung von Simone, der Mutter von Paulina, die mit einer Freundin unterwegs ist.

Insbesondere die Erlebnisse von Luzie, die teilweise in Form von Tagebucheinträgen, dann wieder aus der Ich-Perspektive erzählt werden, sind sehr bewegend und spannend zu lesen. Wie das Schicksal von Luzie, Simone, Antonia und Paulina zusammenhängen, ist sehr interessant zu lesen.

Alle Charaktere sind sehr lebensecht dargestellt.

Man bekommt Lust, nach Wien zu reisen und sich die Orte anzuschauen, von denen hier erzählt wird,  auf die Wiener Spezialitäten, wie z. B. die Sachertorte, und man bekommt viel von der Geschichte Österreichs während der Nazizeit so nebenbei erzählt.

5/5 Sterne für diesen fesselnden Pageturner.




Montag, 11. Februar 2019

Rezension zu " Tunnelspiel" von Carla Berling, Heyne Verlag, Kriminalroman

Titel: Tunnelspiel
Autorin: Carla Berling
Seitenzahl: 272 Seiten (TB, Klappenbroschur, 10.9.18)
Isbn Nr. 13-978-3-453-41995-7
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
Dieser bizarre Fall bringt Reporterin Ira Wittekind an ihre Grenzen.
Im alten Schlachthof von Bad Oeynhausen wird der Verleger Lorenz Brenner aufgefunden. Er ist nackt, mit Handschellen an ein Gitter gefesselt - und tot. Reporterin Ira Wittekind findet etliche Verdächtige, die ihn gehasst haben, darunter aber niemanden, der diesen Mord hätte inszenieren können. Doch dann entdeckt sie einen ungeklärten Todesfall, der über dreißig Jahre zurück liegt, und einen unfassbaren Zusammenhang mit Brenners bizarrem Ende ... 

Über die Autorin: 

Carla Berling, unverbesserliche Ostwestfälin mit rheinländischem Temperament, lebt in Köln, ist verheiratet und hat zwei Söhne. Mit der Krimi-Reihe um Ira Wittekind landete sie auf Anhieb einen Erfolg als Selfpublisherin. Bevor sie Bücher schrieb, arbeitete Carla Berling jahrelang als Lokalreporterin und Pressefotografin. Sie tourt außerdem regelmäßig mit ihrer Comedyreihe Jesses Maria durch große und kleine Städte.

 Eigene Meinung:

Der dritte Band der Ira Wittekind Reihe fängt schon sehr spannend und fesselnd an. Die Reporterin kommt per Zufall an einen bizarren Tatort. Ein bekannter Verleger wurde während eines Sadomaso-Spiels in einer ober peinlichen Situation getötet. Ira ist neugierig, was dahinter steckt, wittert eine Story und fängt an zu ermitteln, in dem sie im Umfeld des Verlegers Verwandte und Bekannte interviewt. Der Tote scheint nicht sehr beliebt gewesen zu sein ...

Der Krimi ist voller Lokalkolorit und sehr humorvoll. Insbesondere die beiden alten Tanten sind sympathische Originale, die dem Krimi das gewisse etwas verleihen. Die beiden Alten unterhalten sich in ostwestfälischen Dialekt, das ist auch für Nicht-Ostwestfalen witzig zu lesen und man versteht alles.

Die Reporterin Ira ist sehr sympathisch und es stört überhaupt nicht, dass wir sehr viel Privates von ihr erfahren.

Carla Berling überrascht mit einem Ende, mit dem ich überhaupt nicht gerechnet habe.

Man kann den Krimi auch ohne Vorkenntnisse dieser Reihe lesen, ich würde allerdings empfehlen, alle Teile dieser Reihe zu lesen, um die Entwicklung von Ira mitzubekommen. Es lohnt sich jeder Band!





Mittwoch, 2. Januar 2019

Rezension zu "Blutacker" von Lorenz Stassen, Heyne Verlag, Thriller

Titel: Blutacker
Autor: Lorenz Stassen
Seitenzahl: 352 Seiten, TB, Klappenbroschur (12.11.18)
Isbn Nr. 13-978-453-43944-3
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 12,99 Euro

Verlagsinfo:
Seit der junge Anwalt Nicolas Meller den Angstmörder zur Strecke gebracht hat, geht es für ihn bergauf. Er hat zahlungskräftige Mandanten, ein neues Büro in der Innenstadt von Köln und mehrere Angestellte. Privat ist er mit Nina zusammengezogen, einst seine Referendarin und jetzt Lebenspartnerin. Doch dann bringt Hauptkommissar Rongen eine beunruhigende Nachricht: Ein Paketbote wurde brutal ermordet – und das einzige Paket, das entwendet wurde, war adressiert an: Nicolas Meller. Die Schlinge um den Kopf von Nic und Nina zieht sich erbarmungslos zusammen!"
Über den Autor: 
Lorenz Stassen, geboren 1969, wuchs in Solingen auf und wurde zunächst Chemielaborant. Er wechselte ins Film- und Fernsehgeschäft und arbeitet seit 1997 als freischaffender Drehbuchautor, u. a. für »Alarm für Cobra 11« und »Soko Köln / Soko Stuttgart«. »Angstmörder« ist sein erster Roman. Lorenz Stassen lebt in Köln.

Eigene Meinung:
"Blutacker" ist der 2. Thriller um den Strafverteidiger Nicholas  Meller und seine Lebensgefährtin und Referendarin Nina. Es lohnt sich, den ersten Band "Der Angstmörder" vorher zu lesen, damit man die Entwicklung des Anwaltes mitbekommt (der Thriller ist genauso spannend geschrieben, wie "Blutacker").

Die Geschichte ist von der ersten Seite an spannend und fesselnd geschrieben. Ein Paketbote wird ermordet. Das Päckchen, das er bei sich hatte und für das sich der Mörder interessierte, ist an Nicholas Meller geschickt worden, der es nicht erhalten hat und dem der Absender nichts sagt. Es gibt aber noch mehr mysteriöse Ereignisse in Nicholas Leben. Ein neuer Mandant sagt einen Termin kurzfristig ab und meldet sich nicht mehr. Kurz darauf wird er von einem Baron beauftragt, dessen Freund aus Moskau aus dem Gefängnis zu holen.

Nicholas Meller ist ein sympathischer Strafverteidiger, sehr lebensecht gezeichnet. Seine Lebensgefährtin Nina hat ein Handycap, aber das stört die selbstbewusste junge Frau nicht und das ist gut so.

Die Handlung ist komplex, aus verschiedenen Perspektiven erzählt und lange bleibt im Dunkeln, um was es denn genau geht. Doch nach und nach wird Licht ins Dunkle gebracht. Der Schluss bleibt etwas offen, was aber zu dieser Geschichte passt.

"Blutacker" ist so ein Buch, das man nicht aus der Hand legen möchte.
Ich bin schon auf den dritten Band dieser Reihe gespannt.


Montag, 2. Juli 2018

Rezension zu "Der Kult" von Marlon James, übersetzt von Wolfgang Binder, Heyne Verlag, Roman

Titel: Der Kult
Autor: Marlon James
Übersetzt von Wolfgang Binder
Seitenzahl: 288 Seiten (gebundene Ausgabe, 21.5.18)
Isbn Nr. 13-978-3453677180
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 22 Euro

Verlagsinfo:
"Im Dorf Gibbeah beginnt der Sonntag mit einem bösen Omen: Während der Morgenmesse fliegt ein Geier durch das geschlossene Kirchenfenster und schlägt tot auf der Kanzel auf. Nur wenige Minuten später wirft ein schwarz gekleideter Fremder den Dorfprediger zu Boden und übernimmt die Kontrolle über die Gemeinde. Als selbst ernannter Apostel York predigt er Rache und Verdammnis. Doch der alte Prediger weigert sich, seinen Platz widerstandslos abzugeben. Ein gnadenloser Glaubenskampf beginnt. Das Dorf scheint dem Untergang geweiht."

Über den Autor:
Marlon James wurde 1970 als Sohn zweier Polizeibeamter in Kingston geboren. Mehr als zehn Jahre arbeitete er als Werbetexter und Grafikdesigner, u.a. für den Dancehall-Musiker Sean Paul und das T-Magazin der New York Times. Bei einem Literaturworkshop in Jamaika wurde eine Dozentin der Wilkes University Pennsylvania auf James aufmerksam und verschaffte ihm ein Masterstudium in Kreatives Schreiben sowie eine Assistentenstelle. Sein erster Roman Der Kult erfuhr über siebzig Ablehnungen, ehe er einen Verlag fand und in der Folge als bestes Debüt für den »Los Angeles Times Book Prize« und den »Commonwealth Writers’ Prize« nominiert wurde. Für sein 2009 erschienenes Nachfolgewerk The Book of Night Women über eine Revolte jamaikanischer Sklavinnen während der Kolonialzeit erhielt James den »Dayton Literary PDorf Gibbeah

Eigene Meinung: 

Dieser Roman von Marlon James spielt in dem fiktiven Dorf Gibbeah auf Jamaika, vermutlich um 1950. Die Einwohner von Gibbeah gehen sonntags brav in die Kirche. Doch der Rum-Prediger, so wird der Pastor in Gibbeah genannt, ist ein Alkoholiker.. So richtig ernst genommen wird er von seiner Gemeinde nicht. Als der charismatische Apostel York in die Kirche eindringt und den Rum-Prediger hinauswirft, ändert sich das Leben der Gemeindemitglieder. Apostel York mag das Kino, in das die Bewohner von Gibbeah gerne gehen, nicht, Fernsehen verpönt er und den Namen von Jesu möchte er in seiner Kirche auch nicht hören. So richtig nachvollziehen kann man nicht, was dieser Apostel eigentlich predigt. Er wirft auf jeden Fall mit vielen Bibelsprüchen um sich. Da der Apostel Wunder wirken kann  hat er bald eine Schar von treuen Gläubigen um sich, die ihm fast schon hörig sind. Doch der alte Dorfprediger gibt den Kampf um seine Lämmchen nicht auf ....

Der Klappentext klingt richtig spannend. Ich habe einen Roman erwartet mit Spannung, Tempo, der leicht unheimlich und sehr atmosphärisch ist.   

Überzeugt hat mich dieser Roman überhaupt nicht. Die Sprache ist sehr einfach, ziemlich derb, teilweise etwas pubertär, Gossensprache eben. Im Gegensatz dazu wirft der Autor mit vielen Bibelsprüchen um sich.

Die Protagonisten erfüllen jedes Klischee. Die Handlung zieht sich dahin. Gegen Ende kommt noch etwas Spannung auf.

Die guten Bewertungen kann ich nicht nachvollziehen. Da gibt es bessere Bücher mit derselben Thematik, Scheinheiligkeit, Aberglauben und Glaubenskampf.
 

Montag, 7. Mai 2018

Rezension zu "Drei aus dem Ruder " von Annette Lies, Heyne Verlag, Roman

Titel:Drei aus dem Ruder
Autorin:Annette Lies
Seitenzahl: 352 Seiten, TB, Klappenbroschur, (12.3.18)
Isbn Nr. 13-978-3-453-41891-2
Verlag: Heyne Verlag
Preis:9,99 Euro



Verlagsinfo:
 "Henriette, Mieke und Coco haben nichts gemeinsam – außer dasselbe Problem: eine handfeste Lebenskrise! Als alle drei in der psychosomatischen Klinik Seeblick landen, lauern unbequeme Fragen im Gepäck: Warum will ich immer perfekt sein? Sage ich oft genug Nein? Was ist, wenn Muttersein doch nichts für mich ist? Und nicht zuletzt: Wie konnte mein Leben nur so aus dem Ruder geraten?! Sich selbst als Chefin, Ex-Ehefrau und Geliebte zu entfliehen, ist jedoch leichter gesagt als getan. Und am Ende scheint nur eine einzige Therapie anzuschlagen – Freundschaft …"

Über die Autorin:
Annette Lies wurde 1979 in Herne geboren. Die gelernte Werbekauffrau arbeitete als Texterin und begeisterte Stewardess, bevor sie 2015 ihr Studium der Dramaturgie an der HFF München abschloss. Ihre Romane „Saftschubse“ und „Saftschubse – Neue Turbulenzen“ werden aktuell für Sat1 verfilmt. Annette Lies lebt in München und Key West.

Eigene Meinung: 
Henriette, Mieke und Coco sind alle drei aus verschiedenen Gründen in der Seeblick-Klinik. Jeder der drei Damen hat ein anderes Problem, das in der psyosomatischen Klinik gelöst werden sollte.

Henriette ist Frauenärztin, Dreh- und Angelpunkt der Familie und hält ihrem Mann für dessen berufliche Karriere auch noch den Rücken frei. Nun drohen die Kinder selbstständig zu werden und das Haus zu verlassen, was Henriette in eine tiefe Krise stürzt. Sie landet auf Anraten des Familienfreundes Daniel in Seeblick.Die viel jüngere Mieke hat ein Verhältnis mit einem verheirateten Mann und die extravagante Coco hat viele verschiedene Probleme. Die dreiÄngste von Alleinerziehen total unterschiedlichen Frauen freunden sich an und unterstützen sich gegenseitig. Man hat den Eindruck, die Freundschaft und das Verständnis füreinander hilft den Patientinnen mehr als jede Therapie. Unterstützung bekommen sie von der Psychologin Frau Küppers und dem Segellehrer Marius. So nach und nach Lernen wir die Geschichte der drei Frauen kennen
Annette Lies Schreibstil gefällt mir gut. Sie schreibt spritzig, mit viel Humor und etwas Sarkasmus,  so dass die Seiten nur so fliegen.

Die drei Frauen sind jede für sich interessante, liebevoll gezeichnete Charaktere und ich habe gehofft, dass die drei ihre Probleme in den Griff bekommen würden. Spannung und Abwechslung ins Geschehen bringt  Annette Lies durch Mißverständnisse, Eskapaden, diverse Ausflüge und eine Wahrsagerin, die eine Gemeinsamkeit zwischen Henriette, Mieke und Coco aufdeckt.

Die Probleme der Damen sind vielen Lesern sicherlich nicht fremd.  Erfolgsdruck, wie geht es weiter mit der Ehe, nachdem die Kinder erwachsen wurden und die Interessen des Ehepaares sind im Laufe der Jahre auseinandergetriftet oder eine der Damen hat einen verheirateten Partner, der sie hin hält und sie wartet auf eine Entscheidung von ihm.

Die Botschaften, die in dieser Story versteckt sind, gefallen mir auch sehr gut, wie wichtig Freundschaft und Vertrauen sind.

Mir hat die Geschichte von Henriette, Coco und Mieke sehr gut gefallen.




Montag, 30. April 2018

Rezension zu "Die letzte Stunde " von Minette Walters, übersetzt von Sabine Lohmann, Heyne Verlag, historischer Roman

Titel: Die letzte Stunde
Autorin: Minette Walters
Übersetzt von:Sabine Lohmann
Seitenzahl: 656 Seiten, gebundenes Buch mit Schutzumschlag(12.3.18)
Isbn Nr. 13-978-3-453-27168-5
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 22,00 Euro 

Verlagsinfo:

»Ein Schwarzer Tod hat unser Land befallen. Nur wenige werden verschont bleiben.«

Südengland, Juli 1348: An der Küste ist die Pest ins Land gekrochen. Binnen kürzester Zeit entvölkert sie ganze Landstriche, Angst und Panik regieren. Allein Lady Anne, die Herrin von Develish, nimmt das Heft in die Hand. Sie bringt all ihre Schutzbefohlenen auf ihrem Anwesen in Sicherheit und lässt die Zugangsbrücke verbrennen. In ihrem kleinen Reich zählen nicht mehr gesellschaftliche Konvention und Rang, sondern Einsatz für die anderen. Als neuen Verwalter setzt Anne Thaddeus ein, den niedrigsten, aber klügsten ihrer Diener. Doch kann sich die Schicksalsgemeinschaft gegen die schreckliche Krankheit behaupten, die vor ihren Toren tobt? Gegen die Verzweifelten und Raffgierigen, die Develish angreifen? Werden die kargen Vorräte reichen? Dann geschieht ein grausamer Mord und droht Lady Annes Gemeinschaft endgültig zu zerreißen ..."

Über die Autorin:
Seit ihrem Debüt »Im Eishaus« zählt Minette Walters zu den Lieblingsautoren von Millionen Leserinnen und Lesern in aller Welt. Alle ihre Romane wurden mit wichtigen Preisen ausgezeichnet und in zahlreiche Sprachen übersetzt. »Die letzte Stunde« ist ihr erster historischer Roman. Er spielt in Dorset, wo die Autorin auch seit Langem mit ihrem Ehemann lebt.

Eigene Meinung: 
Wenn sich eine meiner Lieblingsautorinnen in einem anderen Genre versucht, muss ich das Buch natürlich lesen.

Minette Walters widmet sich in diesem historischen Roman einer spannenden Zeit. 1348 in Südengland hat die Pest das Land fest in ihrer Hand. Lady Anne, die in einem Kloster aufgewachsen ist, versucht ihre Untertanen zu schützen, was ihr erst einmal gut gelingt. Sie schert sich nicht um Titel und Macht, sie kümmert sich um alle Bewohner von Develish. Das passt ihrer Tochter überhaupt nicht.

Lady Anne ist eine starke Frau, die ihrer Zeit um Welten voraus ist, was zu Problemen mit den Mächtigen und der Kirche führt. Doch sie hat auch viele Unterstützer, allen voran Thaddeus, der ein Außenseiter ist, aber eine starke Persönlichkeit.

Die Geschichte ist flüssig erzählt, man ist sofort  Mitten im Geschehen. Wir bekommen einen tiefen Einblick in das Leben zu diesen Zeiten, insbesondere das Los der Frauen und der Leibeigenen wird hier schonungslos dargestellt.

Die Autorin erzählt die Story sehr ausführlich, ich hätte mir etwas mehr Spannnung  gewünscht. Die Charaktere sind gut gezeichnet, es gibt sympathische Charakter, wie Lady Anne und Thaddeus und natürlich auch Unsympathen, wie der Ehemann von Lady Anne oder ihre Tochter. Alle Charakter bleiben jedoch etwas dystanziert zum Leser.

Zum Ende hin gibt es noch einige Überraschungen und Wendungen und eine Fortsetzung dürfen wir auch erwarten..

Mittwoch, 11. April 2018

Rezension zu "Was bleibt, sind wir" von Jill Santopolo, übersetzt von Carola Fischer, Heyne Verlag, Liebesroman


Titel: Was bleibt, sind wir
Autorin: Jill Santopolo
Übersetzt von: Carola Fischer
Seitenzahl: 384 Seiten, (12.2.18)Paperback, Klappenbroschur
Isbn Nr. 13-978-3-453-42215-5
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 12,99 Euro

Verlagsinfo:
"Zwei Menschen. Ein Augenblick. Was wäre wenn?
Lucy und Gabe treffen sich mit Anfang zwanzig in einem Uni-Seminar, und diese Begegnung verändert ihr beider Leben für immer. Gemeinsam lernen sie die erste große Liebe kennen. Nur eines bedenken sie nicht: dass ihre Wünsche sie immer weiter auseinander treiben könnten. Lucy macht Karriere in New York, während Gabe als Fotograf um die Welt reist. Trotzdem können sie einander dreizehn Jahre lang nicht vergessen. Werden sie erneut zueinander finden? Ein einziger Augenblick könnte das entscheiden …"
Über die Autorin:
Jill Santopolo lebt in New York und arbeitet als Lektorin. Sie hat bereits zahlreiche Jugendromane veröffentlicht und sich als erfolgreiche Autorin etabliert. Zudem reist sie als Dozentin durch die Welt und spricht über das Schreiben und Geschichtenerzählen. »Was bleibt, sind wir« ist ihr erster Roman bei Heyne.

Eigene Meinung:
Lucy und der gutaussehende Gabe treffen sich bei einem Seminar an der Uni und verlieben sich ineinander. Für beide scheint diese Liebe etwas besonderes zu sein, etwas ganz großes. Beide sind jedoch nicht bereit, sich dieser Liebe komplett hinzugeben. Lucy möchte Karriere machen in New York, Gabe träumt davon, als Fotograf um die Welt zu reisen. So trennen sich ihre Wege und beide leben ihren Lebenstraum. Doch irgendwie kommen beide doch nicht voneinander los. Immer wenn Gabe in die USA zurückkommt oder Lucy eine Mail schreibt, taucht Lucy in diese Liebe ein und braucht unheimlich lange um Gabe zu vergessen.

Lucy und Gabe sind sehr lebendig gezeichnet. Lucy ist eine sympathische Person , die sehr unter der Liebe zu dem sehr eigensüchtigen Gabe leidet. Da tat mir der Ehemann von Lucy, der sie sehr zu lieben scheint, schon fast etwas leid. Lucy und Gabe scheint irgendetwas magisch zu verbinden, egal was passiert, sie brauchen sich immer wieder gegenseitig.

Zum Ende hin war die Story etwas vorhesehbar, passt aber zu dieser Geschichte. Ansonsten hat mir diese Geschichte voller Emotionen sehr gut gefallen.







Mittwoch, 10. Januar 2018

Rezension zu "Die Oleanderfrauen" von Teresa Simon, Heyne Verlag, Roman

Titel: Die Oleanderfrauen
Autorin: Teresa Simon
Seitenzahl: 544 Seiten, (TB, Klappenbroschur, 9.1.2018)
Isbn Nr: 13-978-3-453-42115-8
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
"Was, wenn die Liebe alle Schranken durchbricht?
Hamburg 1936. Die junge Sophie Terhoven, Tochter eines einflussreichen Kaffeebarons, genießt ihr komfortables Leben. Hannes Kröger, der Sohn der Köchin, ist ihr von Kindheit an Freund und Vertrauter. Irgendwann verändern sich ihre Gefühle füreinander, und plötzlich wird ihnen klar, dass sie sich ineinander verliebt haben. Doch Reich und Arm gehören nicht zusammen, und ein dunkles Geheimnis ihrer Eltern, von dem sie bisher nichts wussten, scheint ihre Liebe unmöglich zu machen."

Über die Autorin:
Teresa Simon ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin. Sie reist gerne (auch in die Vergangenheit), ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale, hat ein Faible für Katzen, bewundert alles, was grünt und blüht, und lässt sich immer wieder von stimmungsvollen historischen Schauplätzen inspirieren.

Eigene Meinung:
Der erste Erzählstrang spielt in der Gegenwart. Jule Weisbach unterhält ein kleines Café in Hamburg. Der Erhalt ihres Cafés ist durch eine Mieterhöhung gefährdet. Jule lernt eine ältere Dame, Johanna Martens, kennen, die ein altes Tagebuch beim Entrümpeln auf dem Dachboden gefunden hat. Die beiden Frauen freunden sich an und Jule hilft ihr dabei, einige Rätsel aus den Tagebucheintragungen zu recherchieren.

Der zweite Handlungsstrang betrifft dieses Tagebuch, das Sophie Terhoven führte. Das Mädchen ist 17 Jahre alt und Tochter eines Kaffeebarons. Sie lebte mit ihrer Familie in einer schönen Villa in Hamburg und genießt das Leben. Sophie verbringt viel Zeit mit ihren Freunden Malte Voss und Hannes Kröger. Während Malte, der sich für Literatur interessiert, ihr Vertrauter ist, verliebt sie sich in Hannes, den Sohn der Köchin der Terhovens. Heimlich treffen sich die Liebenden im Gewächshaus.

Die beiden Erzählstränge wechseln sich ab, was dazu führt, dass die Seiten nur so dahinfliegen, weil man ja wissen möchte, wie es weitergeht bei den Terhovens oder bei Jule und Johanna.


Die Protagonisten in diesem Roman sind alle sehr lebendig gezeichnet. Entsprechend hofft und leidet man mit den Figuren.
Sophie Terhoven ist eine starke Frau, die sich gegen ihre Familie auflehnt und die mit ihrer großen Liebe leben möchte, gegen alle Hindernisse, die ihr im Weg stehen. Auch Jule ist eine starke Persönlichkeit, die ihren Eltern beweisen möchte, dass sie Erfolg im Beruf hat.

Die Figur des Malte Voss gefällt mir besonders gut. Er ist der gute Freund von Sophie, auf den sie immer zählen kann. Dabei interessiert er sich für Musik und Literatur und hat einiges zu erleiden in der Geschichte.
Eine weitere sehr interessante, aber unsympathische Figur ist der SS-Offizier Hellmuth Moers, der bei den Terhovens ein- und ausgeht und dessen Rolle anfangs nicht so ganz klar ist. Dieser Mann ist ein sehr gefährlicher, eiskalter Mensch, der immer wieder auf Sophie und ihr Umfeld trifft.

Nebenbei bekommt der Leser Einblick in die Zeit, während die Nazis in Deutschland an die Macht kamen, in die Ereignisse vor und während des Krieges. Der Hass auf Juden und Andersdenkende wird zum Thema, der Überlebenskampf der Frauen, die die Familie ernähren müssen und der Bürgerkrieg in Spanien wird angeschnitten.

Sehr interessant zu lesen sind auch die Infos über Kaffee, die verschiedenen Sorten und die Zubereitung, die man über Jule bekommt.

Die Tagebucheintragungen sind zwar schön anzuschauen und wirken autenthisch, sie sind aber anstrengend zu lesen, da die Schriftart kursiv, sehr eng und sehr blas ist.

Teresas Simon hat mit dieser spannenden Familiensaga einen von der ersten Seite an fesselnden Roman mit vielen Wendungen und Überraschungen erschaffen. Er bekommt meine absolute Leseempfehlung.







Dienstag, 21. November 2017

Rezension zu "Ein angesehener Mann" von Abir Mukher Jee, übersetzt von Jens Plassmann, Heyne Verlag, historischer Kriminalroman


Ein angesehener Mann




Titel: Ein angesehener Mann
Autor: Abir Mukher Jee
Übersetzt von: Jens Plassmann
Seitenzahl: 512 Seiten (TB, 10.7.17)
ISBN Nr. 13-978-3453421738
Verlag: Heyne Verlag 
Preis: 9,99 Euro


Verlagsinfo:
"Ausgezeichnet mit dem Endeavour Historical
Dagger für den besten historischen Kriminalroman des Jahres

Kalkutta 1919 – die Luft steht in den Straßen einer Stadt, die im Chaos der Kolonialisierung zu versinken droht. Die Bevölkerung ist zerrissen zwischen alten Traditionen und der neuen Ordnung der britischen Besatzung.

Aus dem Ersten Weltkrieg zurückgekehrt, findet sich Captain Sam Wyndham als Ermittler in diesem Moloch aus tropischer Hitze, Schlamm und bröckelnden Kolonialbauten wieder. Doch er hat kaum Gelegenheit, sich an seine neue Umgebung zu gewöhnen. Denn ein Mordfall hält die ganze Stadt in Atem. Seine Nachforschungen führen ihn in die opiumgetränkte Unterwelt Kalkuttas – und immer wieder an den Rand des Gesetzes."

Über den Autor:

Abir Mukherjee ist Brite mir indischen Wurzeln: Seine Eltern wanderten in den Sechzigerjahren nach England aus. Sein Debütroman Ein angesehener Mann schaffte auf Anhieb den Sprung auf die britischen Bestsellerlisten. Mukherjee lebt mit seiner Familie in London.

Eigene Meinung:

Sam Wyndham, Polizist aus London, der den 1. Weltkrieg überlebt hat, bekommt ein Jobangebot in Kalkutta und nimmt das an. Kaum angekommen, soll er einen Mordfall auflösen. Ein britischer Angestellter der Verwaltungsbehörde ist vor einem Bordell ermordet worden. Der Mordfall entpuppt sich als ziemlich kompliziert.
Abir Mukher Jee beschreibt sehr plastisch und detailreich das Indien Anfang des 20. Jahrhunderts, die Problematik des Zusammenlebens zwischen Engländern und Indern, den allgegenwärtigen Rassismus, die Opiumhöhlen, so dass man als Leser mitten im Geschehen ist.

Die Ermittlungen bestehen hauptsächlich aus Vernehmungen von Zeugen, Angestellten des Ermordeten und weiteren Personen, die für den Fall relevant zu sein scheinen. Sam Wyndham reist mit seinem Ermittlungsteam sehr viel durch Indien um den Fall zu lösen.


Der Captain ist ein sympathischer, etwas langweiliger Protagonist, mit einigen Lastern aus seiner Vergangenheit. Er leidet z. B. unter Schlaflosigkeit, die er mit Opium zu kurieren versucht. 
Sergeant Banerjee, der mit ihm zusammenarbeitet, gefällt mir ganz gut. Die beiden ergänzen sich und geben ein gutes Ermittlungsteam ab.

Zum Miträtseln eignet sich der Krimi gut, auf den Mörder wäre ich nicht gekommen.

Ein solider, historischer Krimi, Auftakt einer Reihe, der an einem interessanten, schillerndem Ort spielt, aber gerne etwas spannender erzählt hätte sein dürfen.







Sonntag, 5. November 2017

Rezension zu "Die Königin der Schatten- verbannt " von Erika Johansen, übersetzt von Sabine Thiele, Heyne Verlag, Fantasy

Titel: Die Königin der Schatten - verbannt
Autorin: Erika Johansen
Übersetzt von: Sabine Thiele
Seitenzahl:  608 Seiten, (Paperback, Klappenbroschur, 26.6.17)
Isbn Nr. 13-978-3-453-31588-4
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 14,99 Euro
 Verlagsinfo:
 "Kelsea Glynn hat sich als wahre Herrscherin erwiesen. Um ihr Land vor einer schrecklichen Invasion durch das Nachbarreich Mortmesne zu schützen, hat sie sich in die Hände ihrer größten Feindin begeben: der Roten Königin. Doch damit nicht genug, die Rote Königin ist inzwischen auch im Besitz von Kelseas wertvollen Saphiren. Sollte es ihr gelingen, sich deren Magie zu bemächtigen, ist ganz Tearling dem Untergang geweiht. Während Mace als Regent auf dem Thron von Tearling fieberhaft an einem Plan arbeitet, um Kelsea aus den Kerkern der Roten Königin zu befreien, kommt es im finsteren Mortmesne zum finalen Showdown zwischen den beiden Königinnen …"

Über die Autorin:
Erika Johansen lebt in der San Francisco Bay Area auf, wo sie auch aufgewachsen ist. Sie besuchte das Swarthmore College und wurde Anwältin. Zusätzlich absolvierte sie den renommierten Iowa Writer's Workshop. Eine Rede Barack Obamas über die Freiheit inspirierte sie zu ihrem Debütroman Die Königin der Schatten.

Eigene Meinung:

Am Anfang des Buches hatte ich Probleme, mich in die Story einzufinden. Ein kleiner Rückblick am Anfang des Buches oder ein Personenregister wären hier hilfreich gewesen.

Waren die beiden Vorgängerbände spannend, temporeich und sehr fesselnd, hat der Abschlußband einige Längen. Spannung und Tempo gingen hier leider etwas verloren.

Man erfährt viel darüber, wie Tearling entstanden ist.

Manche Entwicklungen in diesem Buch sind nicht so ganz nachvollziehbar, so ist die rote Königin von Mortmesne plötzlich nicht mehr die starke, brutale Königin, sie erscheint eher schwach und gebrochen. Die Ursache für diese Veränderung ist mir nicht ganz klar.

Aufgeklärt wird in diesem Band, wer der Fetch wirklich ist, das hat mir ganz gut gefallen.

Das Ende des Buches war etwas enttäuschend und nicht so ganz nachvollziehbar.

Band 1 und Band 2 waren sehr eindrucksvolle Bücher, der Abschluss der Reihe schwächelt leider etwas.





Mittwoch, 13. September 2017

Rezension zu "Die Perlenfrauen" von Katie Agnew, übersetzt von Jens Plassmann, Heyne Verlag, Roman

Titel: Die Perlenfrauen
Autorin: Katie Agnew
Übersetzt von: Jens Plassmann
Seitenzahl:  560 Seiten, TB, Klappenbroschur13.2.17
Isbn Nr. 13-978-3-453-42029-8
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
"Manchmal muss man alte Wunden öffnen, um sein Glück zu finden
Zu ihrem 18. Geburtstag bekam die Schauspielerin Tilly Beaumont 1947 eine atemberaubend schöne Halskette geschenkt. Das Schmuckstück begleitete sie durch ihre ruhmreiche Karriere hindurch und zierte ihren Hals auf den glamourösesten Partys – bis sie auf einmal spurlos verschwand. Jahre später bittet Tilly ihr Enkelin Sophia, die Kette zu finden. Sophia hat gerade schmerzlich erfahren, dass man mit gutem Aussehen und dolce vita allein keine Rechnungen bezahlen kann. Die wertvolle Perlenkette könnte nun einige ihrer Probleme lösen. Aber was sind die eigentlichen Gründe für Tillys Auftrag? Und wie soll Sophia ein Erbstück finden, das sie noch nie gesehen hat?"

Über die Autorin:
Katie Agnew wurde in Edinburgh geboren. Sie arbeitete lange Zeit als Journalistin für Marie Claire, Cosmopolitan, Red und die Daily Mail, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen widmete. Katie lebt mit ihrer Familie in Bath.

Eigene Meinung:
Sophia, Tochter aus reichem und berühmten Hause, tingelt durch die Londoner Clubs - sie ist ein sogenanntes "It-Girl" - und sorgt für negative Schlagzeilen. Mit ihrem besten Freund Hugo lebt sie zusammen in einem Haus eines Bekannten, da ihre Eltern die Nase voll von ihr haben und ihr kein Geld mehr zur Verfügung stellen. Ihre schwerkranke Großmutter Tilly nimmt Kontakt zu Sophia auf und schickt ihr Briefe. Sophia soll sie besuchen. Es dauert ziemlich lange, bis sich Sophia dazu entschließt ihre Großmutter zu besuchen. Sie erfährt von ihrer Großmutter, dass sie die Perlenkette, die Tilly zu ihrem 18. Geburtstag von ihrem Vater geschenkt bekommen hat, auftreiben soll. Sophias Mutter war zuletzt Besitzerin dieser Kette, doch die streitet ab, dass es die Kette überhaupt gibt. Sophia gibt nicht auf und begibt sich zusammen mit Hugo auf die Suche nach der Kette.

Ein zweiter Erzählstrang handelt von Dominic, der aus Ecuador zurückgekehrt ist nach New York. Seine Frau hat sich vor einigen Wochen von ihm getrennt und während seiner Abwesenheit die Wohnung leergeräumt. Dominic muss sein Leben neu ordnen.

Ein weiterer Erzähltstrang führt uns nach Japan, wo wir Aiko kennenlernen, die ihre Kindheit mit Perlentaucherinnen verbracht hat.

Der Klappentext klang sehr spannend und interessant, allerdings ist der Erzählstil der Autorin überhaupt nicht fesselnd und spannend. Er ist sehr detailliert und langatmig. Ich habe dreimal damit begonnen, das Buch zu lesen. Es dauert über 150 Seiten, bis Sophia überhaupt erst einmal ihre Großmutter besucht.

Katie Agnew erzählt sämtliche Lebensgeschichten aller Beteiligten viel zu ausführlich. Die Personen bleiben sehr oberflächlich, Sophia ist überhaupt nicht sympathisch. Einzig die Lebensgeschichte von Aiko ist interessant.

Zwar wird es etwas spannender, als sich Sophia und Hugo auf die Suche nach den Perlen begeben und die Protagonisten der einzelnen Handlungsstränge treffen dann auch zusammen, aber das rettet die Story dann auch nicht mehr. Es ist sehr vorhersehbar, was dann passieren wird. Zum Ende hin werden dann wie erwartet, die Familiengeheimnisse aufgedeckt. 

Dieser Roman hat mich leider überhaupt nicht überzeugt.
 

 

Montag, 10. Juli 2017

Rezension zu "Love is war - Verlangen" von R. K. Lilley, übersetzt von Sonja Häußler, Heyne Verlag, Lovestory

Titel: Love is war - Verlangen
Autorin: R. K. Lilley
Übersetzt von: Sonja Häußler
Seitenzahl: 352 Seiten, Klappenbroschur, Paperback, (19.6.17)
Isbn Nr. 13-978-3-453-58055-8
Verlag: Heyne Verlag

Preis: 12,99 Euro
 Verlagsinfo: "Es ist Liebe. Es ist Krieg. Es ist Scarletts und Dantes Geschichte.
Scarlett hatte schon immer große Träume. Ihr Ziel war Hollywood. Aber in ihren wildesten Träumen hätte sie sich nicht ausgemalt, dass sie mit 28 Jahren pleite sein und in 10.000 Meter Höhe Drinks servieren würde. Sie war nichts als eine bessere Kellnerin über den Wolken. Und eines Tages saß er da, durchbohrte sie mit seinem heißen Blick und bestellte einen Gin Tonic. Es war Jahre her, seit sie ihn gesehen, seit er sie geliebt hatte. Dante wollte sie. Wieder. Und sie ihn. Sie würde mitspielen … aber dieses Mal war er an der Reihe. Sie würde IHN brechen. Denn letzten Endes ist Liebe Krieg."

Über die Autorin:
R. K. Lilley schreibt, seit sie denken kann. Um ihre Rechnungen bezahlen zu können, hat sie unter anderem viele Jahre lang als Stewardess gearbeitet. Ihr war schon lange klar, dass sie eines Tages darüber schreiben würde. LOVE IS WAR ist ihre erste Serie bei Heyne.

Eigene Meinung: 
Diese Lovestory ist in einem sehr leichten Schreibstil geschrieben. Scarlett beschreibt die Ereignisse aus ihrer Sicht. Ab und an wechselt der Erzählstrang in die Vergangenheit. Wir erfahren viel über Scarlett und Dantes Jugend. Scarlett wuchs in Armut auf, während Dantes Familie sehr reich ist. Das kennen wir doch schon, oder?

Die Protagonisten sind nicht sehr gut ausgearbeitet, keine Figur wirkt irgendwie authentisch, sie erfüllen so ziemlich jedes Klischee.  Sympathiepunkte konnte Scarlett trotz ihrer verkorksten Jugend bei mir nicht gewinnen, sie hat mich eher genervt. So richtig passiert ist in der Geschichte eigentlich überhaupt nichts und am Schluss bleibt offen, warum Scarlett und Dante so eine chaotische Beziehung führen.

Der erste Band dieser Reihe hat sich interessant angehört, das war es dann leider auch schon. Wer auf seichte Erotikszenen steht ohne große Handlung und Figuren mag, die jedes Klischee erfüllen, ist hier vielleicht richtig. Ich kann diese Reihe nicht empfehlen und werde sie auch nicht weiterverfolgen.

 

Freitag, 27. Januar 2017

Rezension zu "Black Memory " von Janet Clark, Heyne Verlag, Thriller

Titel: Black Memory
Autorin: Janet Clark
Seitenzahl: 384 Seiten, (Paperback, Klappenbroschur,12.12.16)
Isbn Nr. 13-978-3-453-41833-2
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 12,99 Euro

Verlagsinfo:

 "Ein vermisstes Mädchen mit einer einzigartigen Inselbegabung.

Eine Ärztin, die sich an jedes Detail ihrer Ausbildung erinnern kann, aber nicht an ihren Namen und auch nicht an das Verbrechen, das sie begangen haben soll.

Als Clare orientierungslos auf einem Boot vor der indonesischen Küste erwacht, wird sie verhaftet. Sie soll ein kleines Mädchen entführt haben. Nur durch den Einsatz eines Mannes, mit dem sie angeblich verheiratet ist, kommt sie frei.

Zurück in London begreift sie, dass der Schlüssel zu dem Schicksal des vermissten Mädchens in ihrer Erinnerung vergraben ist. Doch diese ist verschüttet - von einem Trauma, so extrem, dass sich Clare mit einem völligen Blackout schützt."

Über die Autorin:

Janet Clark arbeitete nach ihrem Studium als wissenschaftliche Assistentin, Universitätsdozentin und Marketingchefin in Belgien, England und Deutschland. Nach einer erfolgreichen Karriere im Wirtschaftsbereich, startete sie 2010 noch einmal von Null: als Autorin. 2011 wurde ihr erster Roman veröffentlicht. Seitdem erschienen 4 weitere Romane und eine vierteilige Serie. Neben dem Schreiben setzt sich Janet Clark als Präsidentin der Mörderischen Schwestern e.V. für die Rechte von Autorinnen ein. Mehr über die Autorin unter www.janet-clark.de.

Eigene Meinung:

Die Story an sich ist nicht neu. Clare hat ihr Gedächtnis verloren und möchte nun ihre Erinnerung zurückgewinnen. Sie weiß nicht,wer Freund oder Feind ist und wird dazu noch beschuldigt, ein Kind entführt zu haben. Was die Autorin aus dieser Story allerdings gestrickt hat, ist ein absolut genialer Psychothriller.

Janet Clark schaffte es, mich von der ersten Seite an mit einer sehr spannenden Handlung zu fesseln. Auch nach der Hälfte des Buches bleibt die Story undurchschaubar. Dieser Psychothriller überrascht mit vielen Wendungen, einer sympathischen Protagonistin und mysteriösen Nebenfiguren. Der Leser bleibt genauso ratlos wie Clare, wer hinter den ganzen Machenschaften steckt. Kritisiere ich bei manchen Psychothrillern dann am Ende, dass die Handlung zu konstruiert wirkt, ist es bei dieser Story überhaupt nicht der Fall. Meine absolute Leseempfehlung für diese komplexe Geschichte.


Mittwoch, 25. Januar 2017

Rezension zu "Angstmädchen" von Jenny Milewski, übersetzt von Maximilian Stadler, Heyne Verlag, Thriller,

Titel: Angstmädchen
Autorin: Jenny Milewski
Übersetzt von Maximilian Stadler 
Seitenzahl: 336 Seiten (Paperback, Klappenbroschur, 9.1.17)
Isbn Nr. 13-978-3-453-43880-4
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 13,99 Euro

Verlagsinfo:
"Die junge, schüchterne Malin zieht in ein Studentenwohnheim ein. Zu ihrer großen Freude bekommt sie das einzige Zimmer, das über eine Badewanne verfügt. Doch dann erfährt sie, dass sich darin ein Mädchen namens Yuko die Pulsadern aufgeschnitten hat. Kurz darauf findet Malin Haarbüschel, die nicht von ihr stammen können, und als sie eines Nachts eine blasse Gestalt sieht, wird ihr klar, dass etwas in ihr Leben getreten ist, das sie nicht mehr loswird. Etwas, das ihr Angst macht – das auf sie wartet – wo immer sie auch hingeht …"

Über die Autorin:
 Jenny Milewski, geboren 1971, liebt Thriller und Horror. Sie arbeitet in der Werbebranche und hält neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit Vorträge über Spannung in Literatur und Film. In der schwedischen Szene hat sie bereits einen Namen und steht mit ihrem Debütroman Skalpelltanz für eine neue Thrillergeneration. Jenny Milewski lebt mit ihrem Mann in Malmö.

Eigene Meinung:
Die Story beginnt schon sehr spannend und unheimlich mit einem Prolog, der ein düsteres Ende andeutet.

Die Autorin hat ihre Gruselgeschichte flüssig und einfach, fast schon sachlich geschrieben, allerdings besitzt dieser Thriller einige Längen. Nach dem sehr spannenden und etwas unheimlichen Prolog dümpelt die Story etwas dahin und kehrt erst nach ca. der Hälfte des Buches wieder so richtig zur Spannung und zu etwas Grusel zurück.

Die junge, etwas schüchterne Studentin Malin erzählt ihre Geschichte zwar aus der Ich-Perspektive, trotzdem bleibt die Protagonistin sehr distanziert zum Leser, so dass mir das Mitfiebern etwas gefehlt hat. Auch die anderen Charaktere sind sehr dürftig skizziert.

3/5 Sterne für diesen Horrorthriller, der in Richtung "The Ring" geht, mich aber nach einem guten Anfang eher etwas enttäuscht hat. Ich hatte mich auf einen richtig guten Gruselroman gefreut, der Klappentext hat auch darauf hin gedeutet und die Info, dass dieser Thriller Richtung Horror á la King gehen würde. Deshalb war meine Erwartungshaltung entsprechend hoch. Mit Kings Horror ist diese Story überhaupt nicht zu vergleichen.

Samstag, 7. Januar 2017

Rezension zu "Die Holunderschwestern" von Teresa Simon, Heyne Verlag, historischer Roman


Titel: Die Holunderschwestern
Autorin: Teresa Simon
Seitenzahl: 512 Seiten, TB, Klappenbroschur, (13.6.16)
Isbn Nr. 13-978-3-453-41923-0
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 9,99 Euro


Verlagsinfo: "München 1918. Die junge Fanny – Franziska – sitzt im Zug nach München und will der Provinz entfliehen. Ihre sensible Zwillingsschwester Friederike musste sie zurücklassen. Als die reiche Witwe Dora mit ihren beiden Kindern zusteigt, ahnt Fanny noch nicht, dass ein tragisches Schicksal seinen Anfang nimmt. München 2015. Katharina erhält einen Brief aus London: In einem Archiv wurden Tagebücher ihrer Urgroßmutter Franziska gefunden. Katharina wird neugierig. Wie kommt es, dass die Aufzeichnungen ihrer Urgroßmutter, einer einfachen Köchin, in London verwahrt werden?"

Über die Autorin:
Teresa Simon ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin. Sie reist gerne (auch in die Vergangenheit), ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale, hat ein Faible für Katzen, bewundert alles, was grünt und blüht, und lässt sich immer wieder von stimmungsvollen historischen Schauplätzen inspirieren.

Eigene Meinung:

Bei Katharina Raith, Single, Anfang 30 und Restauratorin in München, taucht plötzlich ein sympathischer Engländer auf, der ihr die Tagebücher ihrer Urgroßmutter bringt. Katharina ist natürlich neugierig und beginnt diese Aufzeichnungen zu lesen. Die sehr geheimnisvollen Einträge bringt Katharina dazu, über das Leben ihrer Urgroßmutter Fanny, die 1918 von Weiden nach München gezogen ist, zu recherchieren.

Über die Tagebucheinträge erfahren wir die tragische Geschichte von Fanny und ihrer Zwillingsschwester Franzi. 

Teresa Simon hat diese Familiensaga sehr fesselnd und spannend erzählt. Von der ersten Seite an war ich mitten im Geschehen und war gespannt darauf, ob am Ende der Geschichte wohl alle Familiengeheimnisse, die in der Story so nach und nach ans Licht kommen, aufgedeckt werden können.
 
Die Charaktere in dieser Familiensaga sind sehr lebendig gezeichnet.  Fanny und Katharina sind sehr sympathisch.

Der Erzählstrang 1918 in München spielt zu einer düsteren Zeit und ist entsprechend für Tragödien in Geschichten prädestiniert. Die Autorin scheint über diese Zeit sehr genau recherchiert zu haben.

Am Ende der Geschichte sind einige von Fannys Lieblingsrezepten aufgelistet, die zum Nachkochen einladen.

5/5 Sterne  für diese spannende, geheimnisvolle Familiengeschichte mit vielen Wendungen.



  

Donnerstag, 15. September 2016

Rezension zu "Nothing more" von Anna Todd, übersetzt von Sabine Schilasky und Anja Mehrmann, Heyne Verlag, Lovestory

Titel: Nothing more
Autorin: Anna Todd
Übersetzt von: Sabine Schilasky und Anja Mehrmann
Seitenzahl: 320 Seiten, Klappenbroschur (12.9.16)
Isbn Nr. 13-978-3-453-41970-4
Verlag:  Heyne Verlag
Preis: 12,99 Euro


Verlagsinfo:

"When he falls in love, he loves too hard

New York ist anders als alles, was Landon bisher kannte. Aber er hat einen netten Job, liebt die Uni und kann seiner Exfreundin Dakota zum Glück aus dem Weg gehen. Sein winziges Apartment in Brooklyn teilt er sich mit seiner besten Freundin Tessa. Sie kennt sich mit Liebeskummer aus.

Als Landon sich plötzlich zwischen zwei schönen Frauen wiederfindet, ist es das totale Chaos. Extrem aufregend. Fast wie eine Sucht. Es wird sich schon irgendwie regeln, aber der Weg dahin ist vermutlich ... ziemlich crazy."

Über die Autorin:
Anna Todd lebt gemeinsam mit ihrem Ehemann in Los Angeles. Sie haben nur einen Monat nach Abschluss der Highschool geheiratet. Anna war schon immer eine begeisterte Leserin und ein großer Fan von Boygroups und Liebesgeschichten. In ihrem Debütroman AFTER PASSION konnte sie ihre Leidenschaften miteinander verbinden und sich dadurch einen Lebenstraum erfüllen.

Eigene Meinung:
In "Nothing more" erzählt Landon aus der Ich-Perspektive was er in New York erlebt. Das Buch ist wie alle Bücher von Anna Todd, sehr gefühlsbezogen.

Landon lebt zusammen mit Tessa in New York. Er hat wenige Freunde. Er arbeitet und lernt viel. Seine Ex-Freundin Dakota lebt ebenfalls in New York. Als er ein Mädchen kennenlernt, zeigt Dakota wieder Interesse an ihm und reagiert eifersüchtig. Landon wird in ein Gefühlschaos gestürzt. 

Landon erinnert sich an seine Kindheit und an seine Beziehung mit Dakota. Er hatte es in der High-School nicht leicht, das erfahren wir aus seinen Erinnerungen. Seine Mum spielt in seinem Leben eine ganz große Rolle.

3/5 Sterne für Landons sehr persönliche und sehr gefühlsbetonte Story. Diese Geschichte von Anna Todd konnte mich nicht so fesseln, wie die After-Reihe. Einzelne Sätze werden zu oft wiederholt. Das "gewisse Etwas" fehlt in diesem Roman. Für eingefleischte Fans von Anna Todd ist dieser erste Band einer zweiteiligen sicher ein Muß.




Freitag, 9. September 2016

Rezension zu "Die Königin der Schatten - Verflucht" von Erika Johansen, übersetzt von Sabine Thiele, Heyne Verlag, Fantasy

Titel: Die Königin der Schatten - Verflucht
Autorin: Erika Johansen
übersetzt von: Sabine Thiele
Seitenzahl: 608 Seiten, Paperback, Klappenbroschur (16.5.16)
Isbn Nr.  13-978-3-453-31587-7
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 14,99 Euro

Verlagsinfo:

"Die Königin der Schatten hat den Thron bestiegen, doch kann sie ihr Reich vor dem Untergang bewahren?

Seit Kelsea Glynn ihr rechtmäßiges Erbe angetreten hat, ist in Tearling ein Zeitalter der Menschlichkeit und der Gerechtigkeit angebrochen. Doch mit der Roten Königin des Nachbarreiches Mortmesne hat sich Kelsea eine ebenso mächtige wie gefährliche Feindin gemacht: Unau altsam marschiert die gewaltige Mort-Armee auf die Grenzen Tearlings zu. Noch während Kelsea versucht, einen Krieg zu verhindern, den sie nicht gewinnen kann, kommt sie einem Geheimnis aus der Vergangenheit auf die Spur – einem Geheimnis, das das Schicksal Tearlings für immer verändern wird . . ."

Über die Autorin:
Erika Johansen wuchs in der San Francisco Bay Area auf, wo sie heute noch lebt. Sie besuchte das Swarthmore College und wurde Anwältin. Zusätzlich absolvierte sie den renommierten Iowa Writer's Workshop. Eine Rede Barack Obamas über die Freiheit inspirierte sie zu ihrem Debütroman Die Königin der Schatten.

Eigene Meinung: 
Kelsea hat Probleme. Die rote Königin von Mortemse steht mit ihrem Heer an der Grenze zu Kelseas Königreich. Doch Kelsea hat gegen die riesige Armee der roten Königin keine Chance. Wird sie die Bewohner ihres Reiches retten können?

In einem zweiten Erzählstrang lernen wir Lily kennen, die in einem Amerika vor der Überfahrt lebt, wo reich und arm durch Mauern voneinander getrennt sind. Lily gehört zur reichen Bevölkerungsschicht. Doch die junge Frau ist nicht glücklich. Sie lebt in einer unglücklichen Ehe und wird von ihrem Mann geschlagen.

Beide Erzählstränge sind total spannend und fesselnd geschrieben. Anfangs weiß man noch gar nicht, wie die beiden Geschichten zusammengeführt werden könnten, doch auch das ist der Autorin gelungen.

Viele Fragen aus Band 1 werden beantwortet, Kelsea kommt weiteren Geheimnissen auf die Spur, entwickelt sich weiter und muss sich nicht nur gegen die rote Königin, auch gegen die Kirche bewähren und Entscheidungen treffen, von deren Tragweite sie noch nichts wissen kann.

Es kommen weitere, interessante Figuren in die Geschichte, die sicherlich eine größere Rolle im dritten Teil spielen werden. Über manche Figuren, wie z. B. den Fetch, würde ich im nächsten Band auch gerne mehr erfahren.

"Die Königin der Schatten - Verflucht" ist eine gelungene, fesselnde Fortsetzung von Teil 1. Auch dieser zweite Teil konnte mich von der ersten Seite an überzeugen. Ich bin total gespannt auf den dritten Teil.



Dienstag, 16. August 2016

Rezension zu "Die Königin der Schatten" von Erika Johansen, übersetzt von Kathrin Wolf, Heyne Verlag, High Fantasy

Titel: Die Königin der Schatten
Autorin: Erika Johansen
übersetzt von: Kathrin Wolf
Seitenzahl: 544 Seiten, Paperback, Klappenbroschur (15.6.15)
Isbn Nr. 13-978-3-453-31586-0
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 14,99 Euro

Verlagsinfo:
"Der Thron wartet auf seine Königin – wenn sie lange genug lebt, um ihn zu besteigen ...
Als Kelsea Glynn an ihrem neunzehnten Geburtstag den Thron des magischen Königreiches Tearling besteigt, tritt sie ein schweres Erbe an: Die mächtige Herrscherin des Nachbarlandes Mortmesne bedroht Tearling, das eigene Volk begegnet ihr mit Misstrauen, und an ihrem Hof findet sie einen Sumpf von Machtgier, Lügen und Intrigen vor. Kelsea weiß, sie darf sich keinen einzigen Fehler erlauben, wenn sie überleben will. Sie wird all ihren Mut, ihre Klugheit und Stärke brauchen, um eine wahre Königin zu werden – die legendäre Königin von Tearling . . .

Neunzehn Jahre lang führte die junge Prinzessin Kelsea Glynn ein abgeschiedenes Leben in der Obhut ihrer Pflegeeltern. Nun ist der Tag gekommen, an dem sie von der Leibwache ihrer verstorbenen Mutter an den Königshof zurückeskortiert wird, um die Herrschaft über das magische Königreich Tearling anzutreten. Doch Tearling ist ein armes Land, ständig bedroht von seinem mächtigen Nachbarn Mortmesne. Um ihre Herrschaft zu sichern, schloss Kelseas Mutter einst einen verhängnisvollen Pakt. Einen Pakt, dessen Konsequenzen Kelsea nun zu spüren bekommt, denn es trachtet ihr nicht nur die Rote Königin von Mortmesne nach dem Leben, auch ihr Hofstaat, schlimmer noch, ihr eigenes Volk misstraut ihr. Nur wenn sie einen Weg zu ihrem magischen Erbe findet, kann Kelsea ihre Untertanen vor Mortmesne schützen. Falls sie lange genug auf dem Thron sitzt. Falls sie lange genug überlebt . . ."

Über die Autorin:
Erika Johansen wuchs in der San Francisco Bay Area auf, wo sie heute noch lebt. Sie besuchte das Swarthmore College und wurde Anwältin. Zusätzlich absolvierte sie den renommierten Iowa Writer's Workshop. Eine Rede Barack Obamas über die Freiheit inspirierte sie zu ihrem Debütroman Die Königin der Schatten.

Eigene Meinung:  
"Die Königin der Schatten" ist ein fesselnder Auftakt zu einer Trilogie rund um das Königreich Tearling mit seiner Königin Kelsea.
Von der ersten Seite an ist man mitten im Geschehen und fiebert mit der jungen Kelsea, die von der Leibwache ihrer Mutter bei ihren Pflegeeltern abgeholt wird. Sie soll ab jetzt das Königreich Tearling regieren. Doch Kelsea hat viele Gegner ..

Erika Johansen hat eine interessante, sehr komplexe Welt erschaffen, in der diese Fantasy-Story spielt. Die Charaktere sind vielschichtig, sehr lebendig und interessant. Die junge Königin Kelsea, die sehr sozial eingestellt ist und ihr Volk retten möchte, ist eine total nette Figur, die sich im Laufe der Geschichte weiterentwickelt.

Es gibt geheimnisvolle Gestalten, wie den Fetcher, der dem Leser jedoch sympathisch ist, genauso wie unsympathische Bösewichte, wie den Onkel von Kelsea oder die Königin von Mortmesne, die wohl Zauberkräfte besitzt.

"Die Königin der Schatten" hat alles, was eine gute Fantasy-Geschichte braucht, Geheimnisse, komplexe Figuren, Verrat, heimliche Liebe und ganz viel Action.

Die sympathische Kelsea hat mich in ihren Bann gezogen und ich bin gespannt, wie es in Teil 2 weitergeht.



Dienstag, 3. Mai 2016

Rezension zu "Die Bestrafung" von Steffen Jacobsen, übersetzt von Maike Dörries, Heyne Verlag, Thriller

Titel: Die Bestrafung
Autor: Steffen Jacobsen
übersetzt von: Maike Dörries
Seitenzahl: 512 Seiten, TB, Broschur 9.11.15
Isbn Nr. 13-978-3-453-43763-0
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 9,99 Euro

 Verlagsinfo:
"Dänemark verliert seine Unschuld, als ein Selbstmordattentäter im Tivoli, dem beliebtesten Vergnügungspark des Landes, eine Bombe zündet. Mehr als Tausend Menschen finden den Tod. Doch niemand bekennt sich zu dem Anschlag, und die Ermittlungen laufen ins Leere. Bis Kommissarin Lene Jensen eine Verbindung zu einem vermeintlichen Selbstmord im U-Bahnhof Nørreport herstellt. Gemeinsam mit Privatdetektiv Michael Sander geht sie der Sache auf den Grund. Sie finden Schreckliches."

Über den Autor:
Steffen Jacobsen, 1956 geboren, ist Chirurg und Autor. Seine Bücher sind unter anderem in den USA, England und Italien erschienen. Er ist verheiratet, hat fünf Kinder und lebt in Kopenhagen.

Eigene Meinung:
Nachdem ich den ersten Pageturner  "Trophäe" von Steffen Jacobsen verschlungen habe, musste ich natürlich diesen Thriller auch lesen.

Von der ersten Seite an war ich wieder gefesselt und sofort mitten im Geschehen. Der Autor schafft es, mit seinem mitreißenden, fesselnden Erzählstil von der ersten Seite an Spannung zu erzeugen.
Die Story ist brandaktuell und man kann es sich gut vorstellen, dass Terroristen wie geschildert vorgehen würden.
Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und haben so ihre Eigenheiten. Manchmal ist es nicht einfach, gute und böse Figuren zu unterscheiden.

5/5 Sterne für diesen erstklassigen Thriller. Fans der Serie "Homeland" werden begeistert von diesem Thriller sein. 



Rezension zu "Löwenzahnkind" von Lina Bengtsdotter, übersetzt von Sabine Thiele, Penguin Verlag, Thriller

Titel: Löwenzahnkind Autorin: Lina Bengstdotter Übersetzt von : Sabine Thiele Seitenzahl: 448 Seiten (Klappenbroschur, 13.5.19) Isbn ...