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Freitag, 30. November 2018

Rezension zu "Tod in der Villa Saturn von M. R. C. Kasasian, übersetzt von Johannes Sabinski, Atlantik Verlag, Kriminalroman

Titel: Tod in der Villa Saturn 
Autor: M. R. C. Kasasian
Übersetzt von: Johannes Sabinski
Seitenzahl: 576 Seiten (Pappband, 4.10.18)
Isbn Nr. 13978-3-455-00408-3
Verlag: Atlantik Verlag
Preis: 22.00 Euro

Verlagsinfo:
Seit dem Tod ihres Vaters lebt March Middleton bei Londons berühmtestem Privatdetektiv, stadtbekannt für seine Brillianz und sein bärbeißiges Wesen. Eines Tages erhält sie die Einladung eines vollkommen unbekannten Onkels in dessen Villa, der sie folgt. Ihr neuer Onkel ist reizend und verschroben – und am nächsten Morgen mausetot. Noch bevor March die Gelegenheit bekommt, selbst herauszufinden, was in der Villa Saturn geschehen ist, rückt sie in den Fokus der Ermittlungen. Sie hat keine Wahl, sie muss Sidney Grice bitten, ihr zu helfen. Doch der hat gehörige Zweifel an ihrer Unschuld. Und je mehr er über den Fall herausfindet, desto mehr zeigen alle Hinweise auf ihn selbst …"

Über den Autor:

Martin R. C. Kasasian ist im englischen Lancashire aufgewachsen, hat in Fabriken und Restaurants gearbeitet, auf dem Rummelplatz, beim Tierarzt und als Zahnarzt, bevor er zu schreiben begann. Die Sommer verbringt er mit seiner Frau in Suffolk, im Winter leben die beiden auf Malta.
Eigene Meinung: 
Der dritte Fall von March Middleton und Londons berühmtesten Privatdetektiv Sidney Grice führt uns ins viktorianische London. Man kann das Buch ganz gut lesen ohne die vorherigen Bände zu kennen. Wer jedoch mehr über March und Sidney erfahren möchte, sollte die ersten beiden Bände vorher lesen.

Anfangs ist der Fall sehr mysteriös, March Middleton soll ihren unbekannten, etwas verschrobenen Onkel ermordet haben, nachdem der Onkel sie dazu genötigt hatte, ein Testament in seinem Namen zu ihren Gunsten aufzusetzen. March ist nicht sicher, ob sie die Tat begangen hat. Sie scheint unter Drogen gesetzt worden zu sein und erinnert sich nur bruchstückhaft an die Geschehnisse. March untersucht die ganze Sache, fährt noch einmal zu Trollys Villa und der steht dann plötzlich quicklebendig vor ihr. Doch das nächste Verbrechen lässt nicht lange auf sich warten und wieder steht March im Mittelpunkt der Ereignisse.

Die Geschichte liest sich flüssig, gibt viele Rätsel auf und wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Sie fängt mit Auszügen aus dem Tagebuch von March Middleton an und wechselt irgendwann zu Auszügen aus den Aufzeichnungen von Sidney Grice. 
Teilweise ist der Humor ziemlich schwarz, was mir gut gefallen hat, stellenweise fand ich die Story allerdings etwas zu langatmig.
March war mir etwas zu naiv. Als Assistentin des berühmten Privatdetektives Sindey Grice sollte sie mehr Verstand haben und nicht von einer Verschwörung in die nächste stolpern. Das hat nicht so ganz gepasst. 
Für Fans von Sherlock Holmes Krimis ist diese Story, die sprachlich auch in diese Zeit passt, sehr zu empfehlen.





  




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Mittwoch, 10. Oktober 2018

Rezension zu "Bluthaus" von Romy Fölck, Bastei Lübbe Verlag, Kriminalroman

Titel: Bluthaus
Autorin: Romy Fölck
Seitenzahl: 319 Seiten (Hardcover, 28.9.18)
Isbn Nr. 13-978-3-431-04111-8
Verlag: Bastei Lübbe Verlag
Preis: 20,00 Euro
 Verlagsinfo:
 "Nach ihrem letzten Fall erholt sich Frida Paulsen in der Elbmarsch, als sie der Hilferuf ihrer alten Freundin Jo erreicht. Vergangene Nacht fand diese in der Marsch die Leiche einer Frau und ist nun überzeugt, dass man sie des Mordes verdächtigt. Kurz darauf verschwindet Jo spurlos. Besorgt begibt sich Frida auf die Suche nach ihrer Freundin. Die Spur führt auf die Halbinsel Holnis zu einem einsam gelegenen Haus, das die Inselbewohner nur das Bluthus nennen. Vor vielen Jahren wurde dort eine Familie grausam hingerichtet – den Täter hat man nie gefunden …"

Über die Autorin:
ROMY FÖLCK wurde 1974 in Meißen geboren. Sie studierte Jura, ging in die Wirtschaft und arbeitete zehn Jahre für ein großes Unternehmen in Leipzig. Mit Mitte dreißig entschied sie, ihren großen Traum vom Schreiben zu leben. Sie kündigte Job und Wohnung und zog in den Norden. Mit ihrem Mann lebt sie heute in einem Haus in der Elbmarsch bei Hamburg, wo ihre Romane entstehen. Ihre Affinität zum Norden kommt nicht von ungefähr, verbrachte doch ihr Vater seine ersten Lebensjahre in Ostfriesland. TOTENWEG ist der erste Band ihrer Krimiserie um die beiden Ermittler Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn.

Eigene Meinung: 

Romy Fölcks zweiter Kriminalroman führt uns wieder in die Elbmarsch, wo sich Frida Paulsen auf dem Obsthof ihrer Eltern von ihrem ersten Fall erholt.

Als sie ihre Freundin Jo sie um Hilfe bittet, weil sie die Leiche einer Frau gefunden hat und davon überzeugt ist, dass sie die ermittelnde Kripo des Mordes verdächtigt, beginnt Frida sich in den Mordfall einzumischen und zu recherchieren.

Auch der zweite Fall von Frida Paulsen ist total fesselnd uns spannend geschrieben, so dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.

Verschiedene Handlungsstränge, die teilweise in die Vergangenheit führen, werfen anfangs noch mehr Fragen auf und erhöhen die Spannung. Am Ende sind alle Rätsel gelöst.
mit
Frida Paulsen ist eine total sympathische junge Frau, die sehr lebendig dargestellt ist und die ich gerne noch bei weiteren Fällen begleiten würde.

Ich kann diesen sehr atmosphärischen Krimi mit seiner komplexen Handlung nur jedem Krimileser empfehlen.






Mittwoch, 13. Juni 2018

Rezension zum Hörbuch "So bitter die Rache" von Eric Berg, gekürzte Fassung gelesen von Vera Veltz, Randomhouse Audio, Kriminalroman

Titel: So bitter die Rache
Autor: Eric Berg
Sprecherin: Vera Veltz
Laufzeit: ca 8 h 48 min
mp3-CD (19.3.18)
Isbn Nr. 13-978-3-8371-4140-5 
Verlag: Randomhouse Audio
Preis: 11,89 Euro

Verlagsinfo:

"Hinter idyllischen Fassaden lauert das Verbrechen ...

Nach Jahren im Ausland kehrt Ellen Holst mit ihrem Sohn nach Deutschland zurück – und hofft, in dem kleinen, beschaulichen Haus in Heiligendamm endlich zur Ruhe zu kommen. Doch beim Einzug erfährt sie, dass in ihrem neuen zu Hause vor sechs Jahren drei Menschen ermordet wurden! Ellen will sich von der schauerlichen Vorgeschichte nicht irre machen lassen, doch plötzlich kommt es zu beunruhigenden Vorkommnissen: Gegenstände verschwinden spurlos aus dem Haus. Ellen fühlt sich beobachtet. Und es gibt merkwürdige Parallelen zu den Geschehnissen vor sechs Jahren …"

 Über den Autor und die Sprecherin:

Eric Berg zählt seit Jahren zu den erfolgreichsten deutschen Autoren. 2013 verwirklichte er einen langgehegten schriftstellerischen Traum und veröffentlichte seinen ersten Kriminalroman Das Nebelhaus, der 2017 mit Felicitas Woll in der Hauptrolle verfilmt wurde. Seither begeistert Eric Berg mit jedem seiner Romane Leser und Kritiker aufs Neue und erobert regelmäßig die Bestsellerlisten.

Schauspielerin und Synchronsprecherin Vera Teltz spielte in bekannten TV-Serien wie Danni Lowinski und Großstadtrevier, und hat u. a. Naomie Harris in Fluch der Karibik ihre Stimme geliehen. Zudem ist sie in zahlreichen Hörbüchern zu hören

Eigene Meinung:

Die Geschichte um die Bewohner von Vineta wird über zwei Handlungsstränge erzählt. Der erste schildert die Ereignisse, die in der Gegenwart passieren. Der zweite Erzählstrang führt uns in die Vergangenheit, wo in Ellens Haus vor sechs Jahreen drei Menschen ermordet wurden.

Vera Veltz besitzt eine angenehme Stimme und es macht Spaß, ihr zuzuhören. So richtig gepackt hat mich dieser Krimi allerdings nicht, was nicht an der Hörbuchsprecherin liegt, sondern an der fehlenden Spannung.

"So bitter die Rache" wird als Kriminalroman angepriesen. Anfangs kommt jedoch überhaupt keine Spannung auf, so dass ich mich gefragt habe, wo denn hier die Krimihandlung geblieben ist?

Spannend und temporeich wird es erst nach ca. 2/3 des Hörbuches.  Die Story würde ich eher als Drama bezeichnen. Die Figuren und die Story sind interessant, aber nicht mehr. So richtig sympathisch war mir keiner der Protagonisten.

Die Auflösung der Morde ist ziemlich raffiniert, was mir gut gefallen hat.





Dienstag, 6. Februar 2018

Rezension zu "In eisiger Nacht" von Tony Parsons, übersetzt von Dietmar Schmidt,Bastei Lübbe Verlag, Krimi

Titel: In eisiger Nacht
Autor: Tony Parsons
Übersetzt von: Dietmar Schmidt
Seitenzahl: 334 Seiten (Paperack, 26.1.18)
Isbn Nr. 13-978-3-404-17621-2
Verlag: Bastei Lübbe Verlag
Preis: 15,00 Euro
 
Verlagsinfo: "
Ein Schicksal, schlimmer als der Tod
London, an einem frostigen Wintermorgen. Bei einem Einsatz erwartet Detective Max Wolfe ein schrecklicher Anblick: In einem Kühllaster liegen zwölf erfrorene Frauen.  Offenbar hatten sie noch versucht, sich aus ihrem eisigen Gefängnis zu befreien – vergeblich. Alles deutet darauf hin, dass sie von Schleusern illegal ins Land geschafft wurden. Doch warum mussten sie sterben? Als man im Führerhaus des Lasters nicht zwölf, sondern dreizehn Pässe entdeckt, schöpft Max Hoffnung: Wo ist die dreizehnte Frau? Lebt sie vielleicht noch? Auf der Suche nach ihr tauchen Max und seine Kollegen tief in die dunkle, gefährliche Welt des Menschenhandels ein – und nicht jeder von ihnen wird lebend zurückkehren ...
Ein neuer Fall für Max Wolfe aus der Feder von SPIEGEL-Bestsellerautor Tony Parsons"
Über den Autor:
Tony Parsons wurde am 6. November 1953 in Romford, Essex (UK), als einziges Kind einer Arbeiterfamilie geboren. Nach seinem Schulabschluss begann er seine Freizeit für seine literarische Begabung zu nutzen und veröffentlichte eine Untergrundzeitung, die er „Skandalblatt“ nannte. Seine Karriere begann er als Musikkritiker. Heute ist er einer der erfolgreichsten Kolumnisten und Fernsehjournalisten Großbritanniens. Er schrieb u.a. für das Musikmagazin NME, den Daily Telegraph und 18 Jahre lang für den Daily Mirror. Zudem gehört er zu den ganz großen Stars der englischen Literaturszene, denn alle seine Werke schafften es auf die nationalen und internationalen Bestsellerlisten. 1974 schrieb er seinen ersten Roman The Kids der im Jahr 1976 bei New English Library Ltd. erschien. Der gewünschte Erfolg trat nicht mit der ersten Buchveröffentlichung ein und so bewarb sich Tony Parsons 1976 bei NME, um in der Folge drei Jahre über neue Musikerscheinungen und Bands zu schreiben (darunter The Clash, Sex Pistols, Blondie, David Bowie, u.v.m.). In den 1980er Jahren schlug sich Parsons als freiberuflicher Autor durch, bis er 1990 Bare (Penguin Books Ltd), eine Autobiographie über den Sänger Goerge Michael veröffentlichte. In den 90er Jahren begann er für einige britische TV-Formate zu arbeiten und startete bei The Daily Telegraph als Kolumnist. Er lebt mit seiner Frau, ihrer gemeinsamen Tochter und ihrem Hund in London. Sein erster Kriminalroman Dein finsteres Herz mit Detective Constable Max Wolfe wurde von der Presse frenetisch gefeiert.
Eigene Meinung: 
Natürlich war ich auf den vierten Fall von Max Wolfe total gespannt, da mir der Ermittler, ein alleinerziehender Vater mit Hund, sehr sympathisch ist und die bisherigen Fälle von Max Wolfe auch sehr spannend und fesselnd waren. Auch in diesem Krimi erfahren wir viel über seine Tochter und sein Privatleben.  

Der Epilog beginnt sehr spannend und sehr grauenvoll. Zwölf Frauen sind auf der Flucht. Hinten in einem Laster, den sie von innen nicht öffnen können, werden sie von Schleppern über die Grenze gebracht. Aus der Sicht einer Frau schildert Tony Parsons sehr eindrucksvoll, was hier schief läuft und warum elf der Frauen erfrieren, die Erzählerin im Sterben liegt.  Es werden jedoch dreizehn Pässe in der Kabine des Fahrers gefunden. Die Suche nach der dreizehnten Frau beginnt. 
Max Wolfe erzählt aus der Ich-Perspektive von den Ermittlungen seines Teams in diesem Fall. Er wird über die Grenze nach Calais geführt und erlebt so manch eine brenzlige Situation. Manche Entscheidungen seiner Vorgesetzten sind allerdings nicht nachvollziehbar und enden in einem Desaster.
Tony Parsons behandelt in diesem Krimi einige brisante Themen, Flucht, Schlepper, das Elend in dem Flüchtlingscamp in Calais, selbsternannte Weltverbesserer, die genau so brutal und geldgierig sind, wie die Schlepper und das scheinbar "bessere Leben" der Geflüchteten in der neuen Welt. 
Der Autor stimmt den Leser nachdenklich und spart auch nicht an Kritik, was die Aufnahme von so vielen Menschen aus ganz anderen Gesellschaften, für die westliche Welt bedeutet.

Die Thematik in diesem Krimi ist zwar sehr interessant und hochbrisant, für einen Krimi hat mir hier jedoch die Spannung etwas gefehlt. 
So richtig gefesselt hat mich die Handlung nicht und die Ermittlungsarbeit war hier etwas gewöhnungsbedürftig. Mir war auch relativ schnell klar, wer hinter allem steckt.






 

Freitag, 10. März 2017

Rezension zu "Schlaflied" von Cilla und Rolf Börjlind, übersetzt von Christel Hildebrandt, btb Verlag, Kriminalroman

Titel: Schlaflied
Autoren: Cilla und Rolf Börjlind
Übersetzt von: Christel Hildebrandt
Seitenzahl: 576 Seiten, (Paperback, Klappenbroschur, 20.2.17)
Isbn Nr.  13-978-3-442-75716-9
Verlag: btb Verlag
Preis: 15,00 Euro



Verlagsinfo:
 "Der neue Fall des schwedischen Ermittlerteams Olivia Rönning und Tom Stilton
Am Stockholmer Hauptbahnhof herrscht Chaos. Ein Mädchen im Strom der Asylsuchenden schlägt sich ganz alleine durch. Aus Angst vor den Behörden lebt sie mehr schlecht als recht auf den Straßen Stockholms – bis sie auf die Obdachlose Muriel trifft, die sich ihrer annimmt. Gemeinsam suchen sie Zuflucht in einer einsamen Hütte auf dem Land. Aber ist es in den Wäldern Smalands wirklich sicherer als auf den Straßen von Stockholm? Zur selben Zeit versucht der frühere Kriminalkommissar – und frühere Obdachlose – Tom Stilton seinen Polizeikollegen zu beweisen, dass er wieder ganz auf der Höhe ist. Er soll dabei helfen, den grausamen Tod eines Jungen aufzuklären, der vergraben im Wald gefunden wurde. Wenig später bittet ihn Muriel um Hilfe, weil sie ihren Schützling in Gefahr glaubt. Haben die Fälle etwa miteinander zu tun? Tom Stilton und Olivia Rönning kommen der Wahrheit nur langsam auf die Spur ..."

Über die Autoren:

Cilla Börjlind (Autorin)

Cilla und Rolf Börjlind gelten als Schwedens wichtigste und bekannteste Drehbuchschreiber für Kino und Fernsehen. Sie sind unter anderem verantwortlich für zahlreiche Martin-Beck-Folgen sowie für die viel gepriesene Arne-Dahl-Serie. Ihr Markenzeichen sind starke Charaktere und eine stringente Handlung. Die Serie um die junge Polizistin Olivia Rönning und den ehemaligen Kriminalkommissar Tom Stilton, der zum Obdachlosen wurde, wurde ebenfalls verfilmt und wird Anfang 2017 auch im deutschen Fernsehen zu sehen sein.

Rolf Börjlind (Autor)

Cilla und Rolf Börjlind gelten als Schwedens wichtigste und bekannteste Drehbuchschreiber für Kino und Fernsehen. Sie sind unter anderem verantwortlich für zahlreiche Martin-Beck-Folgen sowie für die viel gepriesene Arne-Dahl-Serie. Ihr Markenzeichen sind starke Charaktere und eine stringente Handlung. "Die Springflut" ist der Start einer Serie um die angehende Polizistin Olivia Rönning.

Eigene Meinung:

"Schlaflied" ist der 4. Band der Reihe um Olivia Rönning und Tom Stilton. Zur Story an sich möchte ich nichts verraten, hier reicht die Verlagsinfo.

Die Spannung wird von den beiden Autoren von der ersten Seite an über verschiedene Erzählperspektiven, die sich abwechseln, und oft mit einem Cliffhanger enden, aufgebaut. Die Themen, um die sich dieser Krimi dreht, sind harter Stoff, es geht um Flüchtlinge, Menschen- und Organhandel, Pädophilie, Obdachlose, und um Gangster, die die Flüchtlinge ausnutzen. Die Ermittlungen gehen von Schweden bis nach Rumänien zu den "Kanalmenschen". Wie immer in dieser Reihe, ist viel Action geboten, man fierbert mit einzelnen Protagonisten und wünscht den Bösewichten, dass sie geschnappt werden. Das Ermittlerteam um Mette habe ich mittlerweile total lieb gewonnen. Alle Charaktere sind ganz eigene Figuren.
 
Der Krimi lässt sich unabhängig von den vorherigen Bänden lesen. Ich würde euch raten, die Vorgänger dieser Reihe auch zu lesen. Sie lohnen sich!

Auch der 4. Fall von Olivia Rönning und Tom Stilton hat mich vollkommen überzeugt






Freitag, 20. Januar 2017

Rezension zu "Wer Furcht sät" von Tony Parsons, übersetzt von Dietmar Schmidt, Bastei Lübbe Verlag, Kriminalroman

Titel: Wer Furcht sät
Autor: Tony Parsons
Übersetzt von: Dietmar Schmidt
Seitenzahl: 319 Seiten (Paperback, 11.11.16)
Isbn Nr. 13-978-3-404-17442-3
Verlag: Bastei Lübbe Verlag
Preis: 15.- Euro




Verlagsinfo:
"In London macht eine Bürgerwehr, der Club der Henker, Jagd auf böse Menschen – auf Pädophile, Mörder, Hassprediger – und erhängt sie. Mit diesen Fällen von Lynchjustiz beginnen für Detective Max Wolfe seine bisher schwierigsten Ermittlungen. Denn wie fängt man Mörder, die von der Öffentlichkeit als Helden gefeiert werden? Seine Spurensuche führt ihn tief unter die Stadt, in den Untergrund Londons mit seinen vielen stillgelegten Tunneln und Geisterstationen. Doch ehe Max den Club der Henker stellen kann, muss er am eigenen Leib erfahren, wie schmal der Grat zwischen Gut und Böse, Schuld und Unschuld ist …"

Über den Autor:
Tony Parsons begann seien Karriere als Musikkritiker und ist einer der erfolgreichsten Kolumnisten und Fernsehjournalisten Großbritanniens. Zudem gehört er zu den ganz großen Stars der englischen Literaturszene, denn alle seine Romane schafften es in die nationalen und internationalen Bestsellerlisten. Er lebt mit seiner Frau, ihrer gemeinsamen Tochter und ihrem Hund in London. 


Eigene Meinung:  
Tony Parsons hat seinen dritten Teil der Reihe um den Detective Max Wolfe die Themen Recht/Gerechtigkeit und Selbstjustiz zum Thema gemacht.

Pädophile, die nach ein paar Jahren wieder aus dem Gefängnis kommen, während das Leben ihrer Opfer für immer zerstört wurde, genauso wie das, ihrer Angehörigen. Hassprediger, die vom Staat beschützt werden.
Der Club der Henker fällt in London seinen Urteilsspruch und vollstreckt diesen auch gleich. Die Hinrichtungen stellen sie ins Netz. Die Londoner verehren die Täter schon fast als Helden. Max Wolfe ermittelt und kommt den Tätern ganz langsam auf die Spur. Er selbst hat auch so seine Probleme mit dem Rechtssystem und einen Verdacht ..

Wir begleiten Max Wolfe und sein Team bei den Ermittlungen zu interessanten Plätzen im Untergrund von London.

Dieser Krimi um Max Wolfe ist sehr fesselnd und spannend geschrieben, die Themen wecken Emotionen beim Leser, manche Urteile kann man selbst ja auch nicht nachvollziehen und manchmal hat man den Eindruck, dass eher die Täter beschützt werden und die Opfer im Stich gelassen werden.


5/5 Sterne für diesen tempo- und actionreichen Krimi mit vielen spannenden Wendungen und überraschendem Ende.



Freitag, 13. Januar 2017

Rezension zu " Unglücksspiel" von Ivonne Keller, Droemer Knaur Verlag, Kriminalroman

Titel: Unglücksspiel
Autorin: Ivonne Keller
Seitenzahl: 448 Seiten,  TB (1.9.16)
Isbn Nr. 13-978-3-426-51883-0
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 9, 99 Euro

Verlagsinfo: 
"Nerina hat Angst. Todesangst. Besonders seit jenem Tag vor elf Jahren, an dem sie etwas Unverzeihliches tat. Die Angst vor der Strafe Gottes und vor der Abschiebung zurück in den Kosovo, aus dem sie einst floh, verfolgt sie. Immer.
Als eine junge Frau mit Kind in die Nachbarschaft zieht und sich mit ihr anfreundet, sieht Nerina einen Hoffnungsschimmer, vergisst für einen Moment ihre Angst. Doch dann macht die neue Nachbarin einen Fund, der Nerinas Geheimnis in Gefahr bringt. Für Nerina beginnt ein Alptraum, aus dem es nur einen Ausweg zu geben scheint …"

Über die Autorin: 
Seit ihrer Kindheit liebt Ivonne Keller das Spiel mit der Sprache. Aufgewachsen in einem hessischen Dorf, begeisterte sie sich bereits in der Schule für englischsprachige Literatur und lernte später während eines Auslandsstudiums im andalusischen Granada Spanisch. Die Faszination für Sprache, gekoppelt mit dem Interesse für alles Menschliche, führte sie neben ihrer früheren Tätigkeit als Personalerin zum Schreiben. Dabei interessiert es sie besonders, was mit Menschen passiert, die kurz davor sind, auszuflippen. Wenn das Leben so anstrengend wird, dass die Fassade bröckelt und man auf das schauen kann, was dahinter liegt. Meist sind Frauen ihre Hauptfiguren - so wie in ihrem ersten Roman »Hirngespenster«. Sie lebt mit ihrem Mann, drei Söhnen und einer bunten Katze in der Nähe von Frankfurt am Main.

Eigene Meinung: 
In kurzen Kapiteln aus der Sichtweise von verschiedenen, sehr interessanten Personen hat Ivonne Keller eine richtig fesselnde und spannende Geschichte geschrieben.

Anja, deren Mann spurlos verschwunden ist, muss in ein völlig heruntergekommenes Haus ziehen, sich um Job und Tochter kümmern und bekommt dabei noch einige zusätzliche Probleme.

Nerina ist aus dem Kosovo. Sie leidet unter Angstattacken, die auf ein Geheimnis in der Vergangenheit zurückzuführen sind. Anja freundet sich ganz langsam mit Nerina an.

Vor Jahren ist Laura, die Tochter der Vermieter von Anja spurlos verschwunden. Auch das Vermieterehepaar von Anja hat ein Geheimnis.

Jeder der einzelnen Erzählstränge ist unglaublich spannend, so dass die Seiten nur so dahinrasen. Dem Leser werden so einige überraschende Wendungen geboten. Gegen Ende hin werden alle Handlungsstränge verknüpft und alle Geheimnisse gelüftet.

5/5 Sterne für diesen raffinierten Pageturner mit vielen, verschiedenen Charakteren, die alle eine ganz eigene Geschichte haben. 

Montag, 2. Januar 2017

Rezension zu "Wintertod" von Thomas Nommensen, Rowohlt Taschenbuch, Kriminalroman

 
Titel: Wintertod
Autor: Thomas Nommensen
Seitenzahl: 432 Seiten, TB, Auflage: 2 (21.9.16)
Isbn Nr. 13-978-3499271984
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
"Eine tote Frau. Lieblos verscharrt. Von niemandem vermisst.

Ein früher Wintereinbruch überzieht die Hauptstadt mit eisigem Frost, da wird auf einem verwilderten Friedhof in Berlin-Buch eine Leiche gefunden. Hauptkommissar Arne Larsen nimmt zusammen mit seiner Kollegin Mayla Aslan die Ermittlungen auf, doch die Spuren sind alles andere als eindeutig. War es Mord, oder sollte ein Suizid vertuscht werden? Und wie sind die Hinweise auf ein angeblich geheimes Haus Nr. 24 in der Waldsiedlung der DDR zu werten?
Gleichzeitig spielen sich seltsame Dinge an einer Berliner Grundschule ab: Ein Mädchen kritzelt mehrfach «Hilfe» in sein Aufsatzheft, und eine Lehrerin fürchtet ihre Schüler. Aber wie hängt das alles mit der toten Frau zusammen?
Gerade als Larsen und Aslan sich auf der richtigen Fährte glauben, machen sie einen weiteren grausigen Fund.

Hochsensibel und eigenwillig: Arne Larsen ermittelt in Berlin"

Über den Autor:
Thomas Nommensen wurde in Schleswig-Holstein geboren, zog aber noch vor dem Fall der Mauer nach Berlin und arbeitete dort als Musiker, Toningenieur, Dozent und Software-Entwickler. 2010 wurde er mit dem Freiburger Krimipreis (1. Platz) ausgezeichnet. 2011 war er Preisträger des Agatha-Christie-Krimipreises und des 1. Deutschen E-Book-Preises. Sein Romanbedüt, der Kriminalroman "Ein dunkler Sommer", ist im Juni 2014 im Rowohlt Verlag erschienen. Mit seiner Frau, der Autorin Jutta Maria Herrmann, lebt der Autor seit einigen Jahren vor den Toren Berlins im brandenburgischen Panketal.
http://www.thomas-nommensen.de 



Eigene Meinung:

Dieser Krimi wird über drei verschiedene Handlungsstränge erzählt. Der ermittelnde Kommissar Arne Larsen lässt uns an seinen Ermittlungen teilhaben. Er ist neu in Berlin und hat so seine Probleme mit seinem Vorgesetzten und mit der WG, in der er wohnt. Seine Teamkollegin Maya Arslan ist keine einfache Frau, sie scheint sehr cool zu sein und zwischen zwei Kulturen festzustecken. Sie lässt Arne darüber im Dunklen, was mit ihrem früheren Teamkollegen passiert ist.

Die Lehrerin Lea ist nach 6-monatiger Zwangspause  wieder im Schuldienst. Sie beobachtet an der Grundschule verstörende Geschehnisse und bekommt von einer Schülerin einen Hilferuf. Sie beginnt zu recherchieren und stößt dabei auf komische Verhaltensweisen einer Familie. Der Rektor geht auf die Beobachtungen der Lehrerin nicht ein, nur ihr Ex-Mann schenkt ihr Gehör, hält sie dann aber auch für überreizt.

Ein Junge berichtet von seinen Erfahrungen in einer Waldsiedlung in der ehemaligen DDR.

Anfangs ist noch total unklar, wie diese drei Handlungsstränge zusammengehören. So nach und nach werden die Erzählstränge gekonnt zusammengeführt.

Thomas Nommensen erzählt sehr detailliert, wir bekommen viel aus dem Privatleben von Arne Larsen mit.

Insbesondere die Vorkommnisse an der Schule und die Reaktionen von Lehrkräften und Rektor sind leider sehr aktuell.

5/5 Sterne für diesen fesselnden und spannenden Krimi mit sehr viel Atmosphäre und Berliner Lokalkolorit, einem interessanten Plot und lebendigen Charakteren. So mag ich Krimis! Den 1. Band um den Ermittler Larsen werde ich mir auch noch holen und ich hoffe auf weitere Folgen.


Montag, 21. November 2016

Rezension zu "Die Herzen des Monsieur Lefort" von Mara Ferr, Verlag tredition, Kriminalroman

Titel: Die Herzen des MLefort
Autorin: Mara Ferr
Seitenzahl: 308 Seiten (Taschenbuch, 7.9.16)
Isbn Nr. 13-978-3734549588
Verlag: Tredition
Preis: 11,90 Euro

Verlagsinfo:
 "Elaine Sabatier, Serveuse im Straßencafé am Montmartre. Jerome Lefort, Commandant im Ruhestand, ihr Stammgast. Josephine, seine Frau. Mathis, Inspecteur, Freund und Liebhaber. Vier Menschen verbunden durch eine Obsession, die sie in den Wahnsinn treibt. Nur einer von ihnen ist der Gute. „An dieser Stelle finden Sie in Büchern gerne Phrasen wie ‚Es war etwas Böses in seinen Augen, das mich vor Furcht erstarren ließ‘ oder ‚Ich ekelte mich vor seinen kalten, schweißnassen Fingern und der laue Händedruck ließ mich schaudern‘, aber nichts von all dem traf in diesen ersten Augenblicken des Kennenlernens auf mich zu.“

Über die Autorin:
Mara Ferr wurde 1965 im grünen Herzen Österreichs, der Steiermark, geboren. Sie studierte in Graz Psychologie und absolvierte anschließend eine Ausbildung zur Pädagogin. Die Lust am Schreiben entdeckte sie bereits in jungen Jahren, während sie mit Schülern an der Herstellung eines Kinderlesebuches arbeitete. Später betätigte sie sich als freie Lektorin und beschäftigte sich mit journalistischer Pressearbeit. Initialzündung für ihr Vorhaben, ein Buch zu schreiben, waren persönliche Beobachtungen in den Szenerien der Pariser Straßencafés. Auf ihren häufigen Reisen in die »Stadt der Liebe« entdeckt sie abseits des Glamours der Flaniermeilen immer wieder neue Romanideen.
Mara Ferr lebt heute in der Hochsteiermark und nutzt ihre Freizeit leidenschaftlich dazu, sich auf Reisen zu begeben.
Bisher von der Autorin erschienen:
»Aux Champs-Élysées« (2013), emons
»Ponts de Paris« (2014), emons
»41 Rue Loubert« (2015), emons

Eigene Meinung:

Die Autorin erzählt diesen raffinierten Krimi in zwei Handlungssträngen. Während wir die Ereignisse, in die Commandant Jerome Lefort ganz langsam hineinschlittert aus der dritten Person mitverfolgen können, erzählt die Serveuse Elaine Sabatier aus der Ich-Perspektive.

Mara Ferrs "Die Herzen des Monsieur Lefort" ist ein ganz besonderer Krimi. Er besitzt diesen ganz besonderen französischen Flair, man meint, in Paris am Montmartre im Café zu sitzen und Protagonisten persönlich zu kennen. Die Figuren in dieser Geschichte sind sehr gut ausgearbeitet.

Die Story ist von Anfang an fesselnd und sehr spannend erzählt und sie überrascht mit einer Wendung, mit der auch der erfahrene Krimileser nicht rechnen wird.

5/5 Sterne für dieses Krimihighlight mit leicht schwarzem Humor. Ich lese Mara Ferrs Krimis immer sehr gerne und kann alle empfehlen. Man merkt, dass die Autorin eine sehr genaue Beobachterin ist und dass sie Psychologie studiert hat. Ich wünsche mir ganz viele Leser für diesen tollen Krimi!



Dienstag, 1. November 2016

Rezension zu "Die Toten, die dich suchen" von Gisa Klönne, Pendo Verlag, Kriminalroman

Titel: Die Toten, die dich suchen
Autorin: Gisa Klönne
Seitenzahl: 432 Seiten, Hardcover, (4.10.16)
Isbn Nr. 13-978-3866124004
Verlag: Pendo Verlag
Preis: 20,00 Euro 

Verlagsinfo: " Keine Toten mehr. Mit dieser Hoffnung übernimmt die einstige Mordermittlerin Judith Krieger die Leitung der Kölner Vermisstenfahndung. Doch gleich der erste Tag führt sie in einen fensterlosen Keller. Hier ist ein kolumbianischer Geschäftsmann gefangen gehalten worden und qualvoll verdurstet. Geht es um Gold, Drogen oder etwas ganz anderes? Die junge Kommissarin Dinah Makowski bricht am Tatort zusammen und weigert sich, mit Judith zu kooperieren. Auch auf ihren früheren Teampartner Manni Korzilius kann sie nicht zählen. Judith selbst kennt Kolumbien von einer Auszeit, die sie dort verbracht hat. Aber um aus ihren Erfahrungen schöpfen zu können, muss sie sich einer Wahrheit stellen, die sie lange nicht sehen wollte. Die Ermittlungen führen zu einer zweiten Vermissten und an die Grenzen der Legalität. Schritt für Schritt enthüllen Judith und ihr neues Team eine dramatische Geschichte von Flucht, Vertreibung, Gewalt und betrogener Sehnsucht."

Über die Autorin: 
Gisa Klönne, geboren 1964, ist die Autorin von mittlerweile sechs erfolgreichen Kriminalromanen um die Kommissarin Judith Krieger. Daneben legte die unter anderem mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnete Autorin mit »Das Lied der Stare nach dem Frost« und »Die Wahrscheinlichkeit des Glücks« aber auch zwei Familienromane vor. Gisa Klönnes Romane sind Bestseller und wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Sie lebt als freie Schriftstellerin in Köln.

Eigene Meinung:
Judith Krieger hat sich versetzen lassen in die Vermisstenabteilung  des KK in Köln. Sie hat die ganzen Toten satt. Die Kommissarin ist zurück aus Kolumbien, wo sie ein Sabbatjahr verbracht hat. Bei Antritt ihres Dienstes tritt sie leider schon wieder auf einen Toten, einen Kolumbianer.

Es gibt sie, die Bücher von Autoren, die ich sofort haben muss, wenn sie erscheinen. Gisa Klönnes Bücher gehören dazu. Ich habe mich total gefreut zu sehen, dass sie nach 5 Jahren wieder einen Krimi mit Judith Krieger veröffentlicht hat. 


Gisa Klönnes Schreibstil ist flüssig, unglaublich fesselnd und atmosphärisch. Die Story ist schlüssig,komplex, sehr gut recherchiert, sehr spannend und aus der Sicht der einzelnen Protagonisten über verschiedene Handlungsstränge erzählt. Ich mag es, wenn ich wie hier, Infos über Kolumbien, die Farc und den Bürgerkrieg dort so nebenbei erzählt bekomme.

Gisa Klönne erzählt Geschichten, die so passiert hätten sein können. Die Protagonisten sind sehr lebendig und alle haben ihr Päckchen zu tragen. Ich bin gespannt auf weitere Fälle mit Judith Krieger mit ihren wilden Locken.

Ich würde euch raten, beim ersten Fall von Judith Krieger zu beginnen. Ich verspreche euch, dass auch ihr Fans von Judith Krieger werdet. Die Kommissarin entwickelt sich weiter. (Den ersten Fall habe ich vor Jahren im Urlaub verschlungen. Ich bin in die nächste Buchhandlung und habe mir ihren zweiten Fall geholt. Noch Fragen?).

5/5 Sterne für dieses außergewöhnlich spannende Krimivergnügen.




Montag, 10. Oktober 2016

Rezension zu "Die Entscheidung " von Charlotte Link, Blanvalet Verlag, Kriminalroman

Titel: Die Entscheidung
Autorin: Charlotte Link
Seitenzahl: 576 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag (5.9.16)
Isbn Nr.: 13-978-3-7645-0441-0
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 22,99 Euro


Verlagsinfo:

Was, wenn du im falschen Moment die falsche Entscheidung triffst?

Eigentlich will Simon mit seinen beiden Kindern in Südfrankreich ein ruhiges Weihnachtsfest feiern. Doch dann kommt alles ganz anders: Die Kinder sagen ihm kurzfristig ab, seine Freundin gibt ihm den Laufpass, und auf einem Strandspaziergang begegnet er einer jungen, völlig verwahrlosten Frau: Nathalie, die weder Geld, Papiere noch eine Unterkunft hat, die fürchterlich abgemagert und hochgradig verängstigt ist. Sie tut ihm leid, und er bietet ihr seine Hilfe an. Nicht ahnend, dass er durch diese Entscheidung in eine mörderische Geschichte hineingezogen wird, deren Spuren bis nach Bulgarien führen. Und zu Selina, einem jungen Mädchen, das ein besseres Leben suchte und in die Hände skrupelloser Verbrecher geriet. Ihr gelingt die Flucht, doch damit löst sie eine Kette von Verwicklungen aus, die Simon und Nathalie, tausende Kilometer entfernt, in der Provence zum Verhängnis werden …"

Über die Autorin:
Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre Kriminalromane sind internationale Bestseller, auch Im Tal des Fuchses und zuletzt Die Betrogene eroberten wieder auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang über 26 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt.
Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.

Eigene Meinung:
Charlotte Link erzählt diesen ruhigen Krimi über viele, verschiedene Handlungsstränge, die teilweise in der Gegenwart spielen, teilweise in die Vergangenheit der Protagonisten eintauchen. Die Cliffhanger am Ende der einzelnen Erzählstränge lassen die Seiten nur so fliegen, denn man möchte ja wissen, wie es mit dem entsprechenden Erzählstrang weitergeht.

Man ahnt zwar schon, dass die Geschichten von Natalie, Selina und Natalies verschwundenem Freund Jerome zusammenhängen und dass es um Menschenhandel geht. Wer aber hinter den Morden, der Verfolgung von Natalie und Simon steckt, bleibt bis zum Schluß im Dunkeln. Warum Simon und Natalie unbedingt gefunden werden sollen, bleibt bis zum Ende hin auch unklar. Alle Fragen und Unklarheiten werden zum Schluß allerdings beantwortet.

Der Erzählstrang in Bulgarien, der sich um Selina und ihre Familie dreht endete etwas zu abrupt, es wird später nur angedeutet, was genau passiert ist. Das ist schade, denn dieser Erzählstrang war sehr spannend.

Mir hat dieser ruhige Krimi, der sich hauptsächlich auf die Personen Simon, Natalie und Selina konzentriert, richtig gut gefallen. Der Leser erhält einen großen Einblick in Natalies Leben und warum sie von ihrem Freund so abhängig geworden ist. Auch Simon ist ein interessanter Charakter, der sich nicht so richtig traut, sich gegen seinen Vater und seine Exfrau durchzusetzen. Durch sein Abenteuer mit Natalie entwickelt er sich jedoch weiter. 

4/5 Sterne für diesen ruhig erzählten, etwas anderen Krimi.





Samstag, 13. August 2016

Rezension zu "Rabenfraß" von Biggi Rist und Dr. Liliane Skalecki, Gmeiner Verlag, Kriminalroman

Titel: Rabenfraß
Autorinnen: Biggi Rist und Liliane Skalecki
Seitenzahl: 409 Seiten (Paperback, Februar 2016)
Isbn Nr. 13-978-3-8392-1832-7
Verlag: Gmeiner Verlag
Preis: 12,99 Euro

Verlagsinfo:
"Messerscharf  Ausgerechnet an Hölzles erstem Urlaubstag im Harz wird eine junge Frau enthauptet aufgefunden. Alle Indizien deuten darauf hin, dass der Ehemann der Mörder ist. Doch der Kriminalhauptkommissar hat Zweifel. Er beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln, und stößt dabei auf eine unglaubliche Mordserie. Seit 20 Jahren treibt ein Mörder unbemerkt sein Unwesen und tötet seine Opfer nach mittelalterlichen Methoden. Hölzle gerät bei seinen Nachforschungen selbst ins Visier des Mörders und begibt sich in tödliche Gefahr …"

Über die Autorinnen:
Biggi Rist, geboren 1964 in Reutlingen. Nach der Ausbildung zur PTA an der Naturwissenschaftlich-Technischen Akademie in Isny arbeitete sie lange Zeit in der Labordiagnostik sowie zwei Jahre in der Forschung. Bereits als Siebenjährige schrieb sie auf der Schreibmaschine Geschichten. Zwei Jahre lebte sie in Melbourne, Australien. 2005 zog sie mit ihrem Mann nach Lilienthal am Rande Bremens. www.krimi-bremen.de

Dr. Liliane Skalecki, geboren 1958 in Saarlouis. Nach einer Banklehre studierte sie Kunstgeschichte sowie klassische und vorderasiatische Archäologie an der Universität des Saarlandes. Seit 2001 lebt sie mit ihrer Familie in Bremen. Sie schreibt für die Zeitschrift Pferdesport – Bremen und veröffentlichte bisher Fachartikel und Sachbücher.

Eigene Meinung:

Die Autorin Biggi Rist hat total nett bei mir angefragt, ob ich nicht ihren Krimi rezensieren möchte. Sie stammt auch aus Reutlingen, reitet gerne und ihr Krimi "Rabenfraß" spielt auch noch im Harz, wo ich schon Urlaub gemacht habe. Bei so vielen Gemeinsamkeiten konnte ich natürlich nicht "nein" sagen.

"Rabenfraß" ist der vierte Teil einer Reihe um den Kriminalhauptkommissar Hölzle. Die Bände lassen sich unabhängig voneinander lesen. Die beiden Autorinnen erzählen spannend und sehr detailliert. Für ihre Recherchen haben sich die beiden Damen sehr viel Zeit genommen. 

Nach der Trennung von seiner Freundin braucht der sympathische Hölzle unbedingt eine Auszeit und hat sich für einen ruhigen Wanderurlaub im Harz entschieden. Er führt uns zu interessanten Sehenswürdigkeiten, beleuchtet die kulinarische Seite des Harzes, kommt mit den Stammtischbrüdern aus seiner Pension ins Gespräch und stolpert schon an seinem ersten Urlaubstag über eine Leiche.

Das Opfer wurde enthauptet, was Hölzle an eine Hinrichtung erinnert. Ein Verdächtiger ist sofort gefunden, der Ehemann der Frau soll die Tat begangen haben. Bei seinen Ausflügen stößt er auf einige alte Fälle, bei denen die Getöteten auf ungewöhnliche Weise ums Leben gekommen sind. Da ist seine Neugier natürlich geweckt und er erkennt Zusammenhänge, die keinem der Ermittler bisher aufgefallen sind. Denn die alten Fälle wurden als Unfall oder als Selbstmord zu den Akten gelegt. Bei manchen einem der Fälle wurde vielleicht sogar ein falscher Täter ermittelt. Durch Hölzles Ermittlungen wird natürlich auch der Täter auf ihn aufmerksam und er gerät in große Gefahr.

Ein Handlungsstrang dreht sich rund um Hölzle, der ab und an auch "Schwäbisch" denkt, denn der ein oder andere Satz ist in Schwäbischer Sprache, für Nichtschwaben aber sicher gut verständlich. Ein weiterer Erzählstrang handelt vom jeweiligen Opfer. Wir erfahren, wie es zum Tod des Opfers kam.

Vor diesen Kapiteln sind kleinere Abschnitte aus dem Tagebuch eines Henkers zu lesen. Diese Abschnitte stammen wohl aus einem Originaltagebuch eines Henkers aus dem Mittelalter, was dem Krimi zusätzlich etwas gruselige Spannung verleiht.

Zum Ende hin kann der Leser raten, wer denn nun der Täter ist. 
 
4/5 Sterne für diesen schaurig schönen Krimi mit viel Lokalkolorit und einem sympathischen Ermittler.

Donnerstag, 4. August 2016

Rezension zu "Commissario Pavarotti trifft keinen Ton" von Elisabeth Florin, Emons Verlag, Kriminalroman


Titel: Commissario Pavarotti trifft keinen Ton
Autorin: Elisabeth Florin
Seitenzahl: 304 Seiten (Broschiert, 12.3.13)
Isbn Nr. 133-978-3954511228
Verlag: Emons Verlag
Preis: 10,99 Euro

 Verlagsinfo:
"Einer der reichsten Unternehmer Merans wirde tot im Hinterhof einer Weinstube aufgefunden. Der italienischstämmige Commissario Pavarotti und die deutsche Amateurdetektivin Lissie stehen vor einem Rätsel. Die Einheimischen haben die Reihen geschlossen und mauern eisern. Als auch der Vater des Toten stirbt, sieht es so aus, als hätte eine alte Schuld die Familie eingeholt. Lissie ist gezwungen, sich mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen – bis schließlich die Berge über Meran das Geheimnis der Stadt und ihrer Bewohner preisgeben."

Über die Autorin:
Elisabeth Florin wuchs in Süddeutschland auf und verbrachte als Jugendliche viel Zeit in Meran. Ihre journalistische Laufbahn begann sie im nahen Bozen bei der Radiotelevisione Italiana (RAI); Meran ist für sie mittlerweile zu einer zweiten Heimat geworden. Elisabeth Florin arbeitet seit zwanzig Jahren als Autorin, Finanzjournalistin und Kommunikationsexpertin für Banken und Fondsgesellschaften in Frankfurt. Sie lebt mit ihrer Familie im Taunus und ist heute Mitglied der Geschäftsleitung eines Finanzinstituts.

Eigene Meinung:  
Commissario Pavarotti, der nicht singen kann und kein Einfühlungsvermögen hat, soll einen Mord in Meran aufklären. Die Meraner Bevölkerung ist gegenüber dem italienischen Commissario nicht sehr aufgeschlossen. Der Vorgesetzte möchte Ergebnisse sehen, die Pavarotti nicht liefern kann. Da kommt ihm die deutsche Urlauberin Lissie zu Hilfe. Zuerst ist Pavarotti überhaupt nicht begeistert, dass Lissie mitmischt und ihn bei seinen Ermittlungen stört. Durch ihre ungezwungene Art erfährt sie jedoch sehr viel von den Einwohnern Merans. Sie plaudert mit den Einwohnern und erfährt, dass der Ermordete, der aus einer schwer reichen Familie stammt, ein Weiberheld war, nicht sehr beliebt bei den Meranern, weil er mit Italienenischer Konkurrenz Geschäfte gemacht hat. Das gibt natürlich sehr viele Verdächtige und der Leser kann kräftig mitraten.

Ein Krimi, der von Lokalkolorit, spritzigen Dialogen lebt. Man erfährt so nebenbei viel über die Vergangenheit von Südtirol.

5/5 Sterne für diesen Meran-Krimi mit unkonventionellen Ermittlern.




Dienstag, 26. Juli 2016

Rezension zu "Tod und Spiele" von Petra Mattfeldt, Gmeiner Verlag, Kriminalroman

Titel: Tod und Spiele - ein neuer Fall für Falko Cornelsen
Autorin: Petra Mattfeldt
Seitenzahl: 313 Seiten, Klappenbroschur, Juli 16
Isbn Nr. 978-3-8392-1947-8
Verlag: Gmeiner Verlag
Preis: 11,99 Euro


Verlagsinfo:
"Der Profiler ermittelt  »Every breath you take.« Mitten in der Nacht weckt sie die leise Melodie. Erst einige Momente später begreift sie, dass die Musik aus ihrem Wohnzimmer kommt. Panik ergreift sie und sofort ist ihr klar: Er ist wieder da! Sie eilt hinüber zum Kinderzimmer. Ihr einjähriger Sohn liegt friedlich schlafend in seinem Bett. Doch ihre Erleichterung währt nur kurz, denn auf dem Bäuchlein des Kindes liegt ein Zettel: »Wann immer ich es will"

Über die Autorin:
Petra Mattfeldt lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihren Kindern in der Nähe von Bremen. Sie arbeitet als freie Journalistin und hat unter dem Pseudonym Caren Benedikt bereits mehrere historische Romane veröffentlicht. Mit »Sekundentod«, dem ersten Fall des Profilers Falko Cornelsen, ist ihr der erfolgreiche Sprung ins Krimigenre gelungen.

Eigene Meinung:
Petra Mattfeldt nutzt zwei Erzählstränge um diesem Krimi Spannung zu verleihen. Im ersten Handlungsstrang besucht der sympathische Profiler Falko Cornelsen seinen Freund Oliver in Flensburg. Falko hat Eheprobleme und braucht eine Auszeit. Doch Oliver wird zu einer Leiche gerufen und Falko begleitet ihn und beginnt natürlich zu ermitteln. Der ermordete Rechtsanwalt hatte mit dem  S/M-Milieu zu tun und deshalb gerät eine Domina als erste unter Verdacht.

Falkos Methoden sind sehr ungewöhnlich, er baut den Tatort normalerweise zu Hause in seinem Keller nach. Er versucht, das Mordmotiv des Täters durch Nachstellen der Tat zu ergründen. Oliver freut sich über die Hilfe bei den Ermittlungsarbeiten und Falko ist in seinem Element. Er kann dem Team auch weiterhelfen. Weitere Morde geschehen und die Ermittler suchen verzweifelt einen Zusammenhang zwischen den Morden.

Über einen weiteren Handlungsstrang nehmen wir Anteil am Schicksal von Mirko und einigen weiteren Kindern, die in einem Zimmer gefangen gehalten werden, manchmal von ihren Betreuern für ein Fest "hübsch" gemacht werden, dann einen Saft trinken müssen und auf ein Fest gebracht werden. Man ahnt, was dort mit den Kindern passiert. Die Autorin geht hier nicht ins Detail und das ist ganz gut so. Jeder Leser weiß genau, was dort mit den Kindern passieren wird. Man hofft und fiebert mit Marek und den restlichen Kindern, dass sie befreit werden und die Täter geschnappt werden.

5/5 Sterne für diesen fesselnder Krimi, mit viel Ermittlungsarbeit und einem total sympathischen Profiler, von dem wir auch einiges aus seinem Privatleben erfahren. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, so mitreißend geschrieben war dieser Krimi. Mit Motiv und Täter lag ich allerdings total falsch.

Montag, 18. Juli 2016

Rezension zu "Das Gesetz des Sterbens" von Ian Rankin, übersetzt von Conny Lösch, Manhattan Verlag, Kriminalroman


Titel Das Gesetz des Sterbens
Autor: Ian Rankin
Übersetzt von: Conny Löch 
Seitenzahl: 480 Seiten(gebunden mit Schutzumschlag, 16.5.16)
Isbn Nr. 13-978-3-442-54772-2
Verlag: Manhattan Verlag
Preis: 19,99 Euro


Verlagsinfo: "

In seinem 20. Fall ermittelt John Rebus gemeinsam mit Siobhan Clarke und Malcolm Fox.

Detective Inspector Siobhan Clarke untersucht den Tod eines Edinburgher Anwalts, der von einem Einbrecher in seiner Wohnung getötet wurde. Doch der Fall wird rätselhaft, als man eine anonyme Botschaft an den Anwalt findet: "Ich bringe dich um für das, was du getan hast." Dieselbe Botschaft hat auch Edinburghs Unterweltgröße Big Ger Cafferty erhalten, kurz bevor auf ihn geschossen wird. Cafferty bleibt unverletzt, schweigt aber über mögliche Feinde. Schließlich bittet Clarke den kürzlich in den Ruhestand versetzten John Rebus um Hilfe. Er ist der Einzige, mit dem Cafferty zu sprechen bereit ist. Steckt hinter den Taten ein Verbrecherclan aus Glasgow? Dem geht DI Malcolm Fox nach, während Rebus eine andere Spur verfolgt. Die führt ihn in Edinburghs Vergangenheit, zu einem Haus, in dem Schreckliches geschehen ist ..."

Über den Autor:
Ian Rankin, geboren 1960, ist Großbritanniens führender Krimiautor. Seine Rebus-Romane sind seit Jahren fester Bestandteil der internationalen Bestsellerlisten. Für seine Verdienste um die Literatur wurde Rankin mit dem Order of the British Empire geehrt, außerdem erhielt er den British Book Award, den Diamond Dagger und zahlreiche andere renommierte Preise. Er lebt mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in Edinburgh.

Eigene Meinung: 
John Rebus ist im Ruhestand, was seine Kollegen nicht daran hindert u bitten, wenn sie ihn brauchen. Er ist ja immer gut zu finden, in der Oxford Bar. Und John Rebus hilft, wo er kann.  Big Ger Cafferty, auf den geschossen wurde, will nur mit seinem alten Bekannten Rebus sprechen und sonst mit keinem. In dem Mordfall an Staatsanwalt Lord Minton ermittelt Siobhan Clarke. Sie leitet die Ermittlungen. Bei der Leiche wurde ein Zettel gefunden mit der Aufschrift "Ich bringe dich um für das, was du getan hast". Cafferty hat den gleichen Zettel erhalten. Zufall?

Malcom Fox hat die beiden Glasgower Joe und Dennis Stark unter Beobachtung, die plötzlich in Edinburgh aufgetaucht sind. Ihnen ist eine Ladung Drogen abhanden gekommen. Suchen sie nur nach den Drogen oder wollen sie ihr Gebiet ausdehnen und es droht ein Bandenkrieg?

Die vielen verschiedenen Handlungsstränge ergeben einen komplexen, vielschichtigen Krimi, der in die Vergangenheit eintauchen lässt.

Ich mag die Komplexität von Ian Rankins Krimi, seine Sozialkritik, seine Ermittler, Siobhan Clarke, Malcom Fox und natürlich John Rebus, der diesmal viel Herz gegenüber einem Vierbeiner zeigt. Die Dialoge zwischen Zeugen, Ermittlern, Verdächtigen sind herrlich zu lesen und haben einen leicht ironischen Unterton.

Diesen Rebus-Krimi kann ich nur allen Ian Rankin Fans wieder wärmstens empfehlen.




Montag, 30. Mai 2016

Rezension zu "Malteser Morde - Paulines 2. Fall" von Joyce Summer, Kriminalroman, Ebook

Titel: Malteser Morde - Paulines 2. Fall
Autorin: Joyce Summer
Dateigröße: 3565 KB, ca. 313 Seiten (23.4.16)
ASIN: B01EQ38T8
Preis: 3,99 Euro (TB 10,99 Euro)
    Kurzbeschreibung:
    "In ihrem zweiten Fall hat es Pauline mit einem viel skrupelloseren Gegner zu tun.

    Der Urlaub mit ihrer Mutter auf Malta hätte so schön sein können. Die beiden wollten ein bisschen in Kultur schwelgen und es sich so richtig gut gehen lassen.
    Aber die grausame Geschichte der Insel und des Johanniterordens holt Pauline ein. Ein abgetrennter Kopf auf einem Pfahl ist nur der Anfang.

    Natürlich ist Paulines Neugier geweckt, aber sie muss vorsichtig sein. Der Mörder sucht scheinbar wahllos seine Opfer aus.
    Wird Pauline sein nächstes sein?

    In einer anderen Zeit kämpft derweil der Ritter Andres de Miranda gegen die Osmanen an der Seite des Großmeisters des Ordens einen
    blutigen und scheinbar aussichtslosen Kampf.

    Liegt der Schlüssel zu den Morden wirklich in der Geschichte der Insel?"

    Über die Autorin:
    Joyce Summer ist das Pseudonym einer deutschen Krimiautorin. Die Begeisterung für das Lesen und Reisen brachte sie letztendlich dazu, Krimis zu schreiben. Die Serie um Ben und Pauline soll die Leser an Orte rund um die Welt führen. Die Autorin lebt mit ihrem Lebensgefährten in Hamburg. Neben dem Schreiben hat sie mittlerweile das Kajakfahren für sich entdeckt und ist viel auf der Alster oder in angrenzenden Gewässern zu finden, wenn sie nicht gerade schreibt. „Malteser Morde“ ist der zweite Fall um die Hamburger Cafébesitzerin Pauline. Joyce Summers Autorenseite

    Eigene Meinung:
    Pauline ermittelt in ihrem zweiten Fall auf der Insel Malta. Dieser zweite Band lässt sich gut lesen, ohne den 1. Fall zu kennen.  Gut gefällt mir hier, dass man als Leser sehr viel über die Insel und die Bewohner von Malta erfährt, auch über die Vergangenheit der Insel, insbesondere über die große Belagerung 1565. Mich stört das oft in Krimis, dass Infos sehr belehrend an den Leser gebracht werden und dies dann zu Lasten der Spannung geht. Das ist in dieser Geschichte nicht der Fall.

    Durch verschiedene Erzählstränge erfahren wir wie der Mörder schon in seiner Kindheit Blut geleckt hat, Pauline zuerst mit ihrer Mutter auf Malta ihren Urlaub genießt und dann einen Kopf findet und anfängt zu ermitteln. in einem weiteren Erzählstrang nehmen wir Teil an der Ermittlungsarbeit der unsympathischen Kommissarin Guilia Lucchese. Ein Erzählstrang entführt uns in die Zeit der großen Belagerung 1565 und ist  interessant und recht spannend erzählt. Geschickt werden die Handlungsstränge zusammengeknüpft.

    Dieser solide Krimi mit einer sympathischen, sehr neugierigen Pauline, die sich auch gerne in große Gefahr begibt, ist spannend bis zum Ende, obwohl ich als geübte Krimileserin bereits ahnte, wer hinter allem steckt.






    Dienstag, 10. Mai 2016

    Rezension zu "Das Eisrosenkind Christine Bernard, von Michael E. Vieten, Abacus-Verlag, Kriminalroman

    Titel: Das Eisrosenkind - Christine Bernard
    Autor: Michael E. Vieten
    Seitenzahl: 304 Seiten (Broschiert, 7.3.16)
    Isbn Nr. 13-978-3862824137
    Verlag: Abacus Verlag
    Preis: 12,90 Euro

     Verlagsinfo: 
    "Ein kalter Morgen im März. Eine gefrorene Kinderleiche am Moselufer. Eisige Farinade verziert das kleine Gesicht. Ist das die achtjährige Rosalia, nach der die Trierer Kriminalpolizei verzweifelt sucht? Ist sie im Nachtfrost erfroren oder verbirgt sich ein noch viel schrecklicheres Geheimnis hinter der Schönheit des Grauens? Nach seinem ersten Psychokrimi „Christine Bernard – Der Fall Siebenschön“ veröffentlicht Michael E. Vieten nun einen weiteren mörderischen Fall, bei dem Kommissarin Bernard mit den dunkelsten und abgründigsten Seiten der Menschen konfrontiert wird. Ihre Ermittlungsarbeiten führen sie durch das winterliche Trier. Ein Thriller, der Gänsehaut verschafft – und das nicht nur aufgrund eisiger Temperaturen!"

    Über den Autor:
    Michael E. Vieten. Jahrgang 1962. Aufgewachsen in Düsseldorf und Ratingen. Den Großteil seines Lebens hat er im Norden Deutschlands verbracht. Heute lebt und arbeitet er im Hunsrück. Gelernter Hotelkaufmann. Später Wechsel in die IT-Branche. 2002 gründete er sein eigenes Unternehmen und verkauft es 2011, um mehr Zeit für die Dinge zu haben, die ihm wirklich wichtig sind.

    Michael E. Vieten schreibt seit seiner Jugend. Überwiegend Prosa und Lyrik, Romane und Erzählungen, am liebsten Balladen über die kleinen und großen Dramen im Leben von Menschen. Seine Bücher sind eine Mischung aus Lebenserfahrungen, Sehnsüchten, Hoffnungen und ein wenig Fantasie. Er freut sich immer sehr darüber, wenn er seinen Lesern etwas mitgeben konnte, für ihre eigene Reise durch die Zeit.

    Die Ruhe zum Schreiben findet er in einer kleinen Gemeinde am Fuße des Erbeskopfs. Von seinem Schreibtisch aus hat er einen freien Blick über die Höhen des Hochwalds und den Nationalpark, durch den er in Schreibpausen gerne wandert.

    Den Kontakt zu seinen Lesern hält er persönlich und über soziale Medien und Lesungen. In seinem Blog stehen umfangreiche Textproben und Audiolesungen bereit. Interessierten Lesern bietet er in der Rubrik "Autor intern - Neuigkeiten aus der Schreibstube" einen Einblick in seine Arbeit als Autor.

    Michael E. Vieten will sich auf einen bestimmten Schreibstil oder ein Genre nicht festlegen. Er experimentiert gerne und beschränkt seine Protagonisten wie in einem Kammerspiel oft auf engste Räume. Seine Helden sind fehlbar. Sie glauben, sie zweifeln, sie hoffen, sie fürchten und sie irren. Oft kämpfen sie mit sich selbst. Er lässt keine Wunder geschehen. "So sei das Leben nun mal", sagt er. "Eine gefährliche Sache. Hat noch keiner überlebt".

    Michael E. Vieten liebt klassische Musik, den Wald, das Meer, philosophische Fragen und kluge Antworten.

    Eigene Meinung: 
    Dieser zweite Krimi um die Kriminalkommissarin Christine Bernard ist flüssig, teilweise sehr detailliert und mit der nötigen Spannung erzählt. Die Kommissarin ist eine sympathische Figur, von der wir auch etwas aus ihrem Privatleben mitbekommen. Im Vordergrund dieses Krimis steht die Ermittlungsarbeit des Teams. Allerdings haben die Ermittler wenig Anhaltspunkte, wer der Täter sein könnte. So konzentieren sie sich erst einmal auf das private Umfeld des entführten Kindes. Kommissar Zufall spielt hier wie so oft, eine entscheidende Rolle, damit die Ermittlungen voranschreiten können. 

    Mir haben hier etwas die Überraschungen und Wendungen gefehlt. Mir war klar, dass es der von der Ermittlerin vermutete Täter nicht sein konnte. Gegen Ende gerät Christine in Gefahr und einige spannende Verfolgungsjagden gibt es auch noch.

    3/5 Sterne für diesen unaufgeregt erzählten, soliden Krimi.


    Dienstag, 19. April 2016

    Rezension zu "Die Schattenbucht" von Eric Berg, Limes Verlag, Kriminalroman

    Titel: Die Schattenbucht
    Autor: Eric Berg
    Seitenzahl: 417 Seiten (Klappenbroschur, Paperback, 22.2.16)
    Isbn Nr. 13-978-3-8090-2642-6
    Verlag: Limes Verlag
    Preis: 14,99 Euro

    Verlagsinfo: "Wer einen Traum hat, ist zu allem fähig…
    Ohne ersichtlichen Grund und ohne emotionale Regung springt Marlene Adamski vom Balkon ihres Hauses in die Tiefe. Sie überlebt, spricht seither jedoch kein Wort mehr. Psychologin Ina Bartholdy findet keine Erklärung für das Verhalten der 62-jährigen Bäckersfrau, doch der Fall lässt sie nicht los. Sie fährt ins mecklenburgische Prerow, um nach ihrer Patientin zu sehen.

    Marlene wird scheinbar liebevoll umsorgt. Doch das Verhalten ihres Ehemanns macht Ina stutzig. Keine Sekunde lässt er sie mit Marlene allein, will offensichtlich verhindern, dass sie mit Ina spricht. Was hat dieser Mann zu verbergen? Und was hat er mit den merkwürdigen Vorfällen zu tun, die sich in Prerow häufen?"

    Über den Autor:
     Seit Jahren zählt Eric Berg zu den erfolgreichsten deutschen Autoren. 2013 verwirklichte er einen langgehegten schriftstellerischen Traum und veröffentlichte seinen ersten Kriminalroman Das Nebelhaus, der Leser wie Kritiker gleichermaßen begeisterte. Nach Das Küstengrab ist Die Schattenbucht nun der dritte Roman des Erfolgsautors.

    Eigene Meinung:
    Die Psychologin Ina Bartholdy hat zwei schwierige Fälle zu bearbeiten. Marlene Adamski, 62 Jahre alt, Bäckersfrau, versuchte sich umzubringen, indem sie sich vom Balkon stürzte. Den Sprung hat sie überlebt. Ina Bartholdy versucht mit der Bäckersfrau über ihre Gründe für ihren Sprung zu sprechen. Doch diese schweigt beharrlich. Aus ihrem Umfeld kann niemand nachvollziehen, warum sie sich umbringen wollte. Sie ist ehrenamtlich in der Gemeinde tätig, führt eine glückliche Ehe und die Bäckerei läuft gut. Das wirft natürlich sofort Fragen auf. War es eventuell gar kein Selbstmordversuch, sondern ein Mordversuch?

    Beim zweiten Fall handelt es sich um den Teenager Christopher, dessen Mutter vor einiger Zeit spurlos verschwunden ist. Schwung ins Privatleben von Ina Bartholdy bringt ihre Tochter Stefanie, die bei ihrem Vater lebte und nun zu ihrer Mutter ziehen möchte. Als Stefanie sich auch noch mit Christopher anfreundet, ist der Ärger vorprogrammiert.

    Auch dieser Krimi von Eric Berg konnte mich von der ersten Seite an fesseln. Erzählt wird durch verschiedene Erzählperspektiven. Wir nehmen an Inas Ermittlungen und Sitzungen mit ihren Klienten teil und bekommen einen Einblick in ihr Privatleben. Durch die Kapitel, die in der Vergangenheit spielen, erfahren wir, was vor Marlenes Selbstmordversuch geschah.
     Auch dieser Krimi spielt wieder an der  Küste in Meklenburg Vorpommern, im kleinen Dorf Prerow.

    Die Spannung steigt langsam an, Puzzleteil für Puzzleteil bekommen wir serviert, wie die ganzen Vorgänge zusammenhängen. Zum Ende hin gibt es noch einige Überraschungen.

    Psychologin Ina ist in diesem raffinierten Psychospiel quasi die Ermittlerin. Sie ist eine interessante, sympathische Protagonistin, die versucht ihren Klienten zu helfen, doch dabei an ihre Grenzen stösst.  Auch sämtliche anderen Charaktere sind sehr gut getroffen und handeln authentisch, wobei manche Ereignisse gar nicht von den handelnden Personen so gewollt waren. Wir erfahren, dass manche Menschen in scheinbar ausweglosen Situationen zu Handlungen fähig sind, die wir ihnen unter normalen Umständen nicht zugetraut hätten. 

    Dieser  raffiniert gewebte Krimi, in dem die ganze Zeit über eine unterschwellige Spannung herrscht, über Geheimnisse, Rache, Schuld, Vergeltung und Moral hat mich total überzeugt. 5/5 Sterne gibt es dafür von mir und meine absolute Leseempfehlung.



     

    Dienstag, 12. April 2016

    Rezension zu "Und am Morgen waren sie tot" von Linus Geschke, Ullstein Buchverlag, Krimi

    Titel: Und am Morgen waren sie tot
    Autor: Linus Geschke
    Seitenzahl: 400 Seiten, TB, Broschur, (14.3.16)
    Isbn Nr. 13-978-3548287034
    Verlag: Ullstein Verlag
    Preis:9,99 Euro

     Verlagsinfo:
    "Oktober 1997: Zwei junge Pärchen zelten im deutsch-belgischen Grenzgebiet. Zwei Tage später wird eines der Paare tot im Wald gefunden, das andere bleibt verschwunden. Gegenwart: Der Kölner Reporter Jan Römer berichtet in der Rubrik »Ungelöste Kriminalfälle« über die Morde. Was geschah in jener Nacht in den Ardennen? Fiel das zweite Paar demselben Täter zum Opfer, oder brachten sie selbst ihre Freunde um und tauchten nach der Tat unter? Gemeinsam mit seiner besten Freundin Mütze beginnt Jan Römer zu ermitteln — und sticht in ein Wespennest ..."

    Über den Autor:
    Der 1970 geborene Linus Geschke arbeitet als freier Journalist für führende deutsche Magazine und Tageszeitungen, darunter Spiegel Online, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Manager Magazin. Dazu verfasst er für das Special-Interest-Magazin „unterwasser“ Tauch- und Reisereportagen und bedient alle zwei Monate eine Kolumne („Nachgedanken“). Mit seinen Reportagen hat der Kölner mehrere Journalistenpreise gewonnen.

    Eigene Meinung 
    Dieser Krimi wird wie schon der 1. Teil der Reihe, aus der Sicht des Journalisten Jan Römer in der Ich-Perspektive erzählt. Jan Römer ermittelt zusammen mit seiner Freundin Mütze und mit Hilfe seines Freundes Arslan in einem mysteriösen Fall. Zwei junge Pärchen zelteten 1997 in der Eifel in einem abgelegenen Waldstück. Ein Pärchen wurde ermordet, das andere Pärchen ist spurlos verschwunden. Jans Ermittlungen schrecken den/die Täter auf und es folgen weitere Morde. Ein zweiter Handlungsstrang ist aus der Sicht des Täters geschrieben, weitere Erzählstränge bringen uns die Geschehnisse in der Vergangenheit nahe oder lassen uns an Mützes Sichtweise teilhaben.

    Linus Geschke hat mit "Und am Morgen waren sie tot" einen spannenden, fesselnd erzählten, atmosphärisch dichten Krimi geschrieben.

    Jan Römer, seine Freundin Mütze und Arslan sind sympathische Charaktere, die es hier mit einem sehr intelligenten Gegenspieler zu tun bekommen. Der Autor lässt uns ganz schön lange im Dunkeln tappen, wer denn nun der Mörder des Pärchens ist und wie die ganzen Geschehnisse von damals und heute zusammenhängen. Am Ende hat er dann noch eine Überraschung parat, mit der ich nicht gerechnet hätte.

    5/5 Sterne für diesen Krimi mit interessantem Plot, der in die deutsche Vergangenheit führt und uns Lust darauf macht, in den Wäldern der Eifel alte Bunker zu entdecken. Als Geocacherin werde ich wohl zukünftig trotzdem etwas vorsichtiger sein, wo genau ich mich herumtreibe.





    Dienstag, 22. März 2016

    Rezension zu "Die Strömung" von Cilla und Rolf Börjlind, übersetzt von Christel Hildebrandt, BTB Verlag, Kriminalroman

    Titel: Die Strömung
    Autoren: Cilla und Rolf Börjlind
    übersetzt von: Christel Hildebrandt
    Seitenzahl:  528 Seiten, gebundenes Buch mit Schutzumschlag (8.3.16)
    Isbn Nr.: 13-978-3-442-75395-6
    Verlag: BTB Verlag
    Preis: 19,99 Euro

     Verlagsinfo:
    "Ein neuer Fall für Olivia Rönning und Tom Stilton.
    In den Wäldern von Schonen im südlichen Schweden kommt es zu einem entsetzlichen Verbrechen. Ein kleines Mädchen wird ermordet, als es friedlich spielend im Sandkasten sitzt. Ein familiärer Hintergrund? Doch zwei Tage später der zweite Kindermord, diesmal in der Nähe von Stockholm. Was verbindet die beiden Fälle? Schnell fällt der Verdacht auf eine rassistische Gruppierung, die beide Elternpaare zuvor offen bedroht hat. Aber ist es wirklich so einfach? Und warum tauchen gerade jetzt Hinweise auf einen alten, nie geklärten Mord an einer hochschwangeren Edelprostituierten auf? Olivia Rönning, eine junge ehrgeizige Polizistin, und Tom Stilton, ein einst berühmter Kommissar, sind aus jeweils ganz persönlichen Gründen an der Aufklärung dieser Verbrechen interessiert. Sie kommen einer Geschichte aus auf die Spur, wie sie verquerer und abscheulicher nicht sein könnte…"


    Über die Autoren:
    Rolf Börjlind (Autor)
    Cilla und Rolf Börjlind gelten als Schwedens wichtigste und bekannteste Drehbuchschreiber für Kino und Fernsehen. Sie sind unter anderem verantwortlich für zahlreiche Martin-Beck-Folgen sowie für die viel gepriesene Arne-Dahl-Serie. Ihr Markenzeichen sind starke Charaktere und eine stringente Handlung. "Die Springflut" ist der Start einer Serie um die angehende Polizistin Olivia Rönning.

    Cilla und Rolf Börjlind gelten als Schwedens wichtigste und bekannteste Drehbuchschreiber für Kino und Fernsehen. Sie sind unter anderem verantwortlich für zahlreiche Martin-Beck-Folgen sowie für die viel gepriesene Arne-Dahl-Serie. Ihr Markenzeichen sind starke Charaktere und eine stringente Handlung. "Die Springflut" ist der Start einer Serie um die angehende Polizistin Olivia Rönning.

    Eigene Meinung:
    Auf diesen dritten Band der Reihe war ich total gespannt, da mir die beiden vorherigen Bände "Die Springflut" und "Die dritte Stimme" total gut gefallen haben. Man sollte diese beiden Bücher gelesen haben, beide sind sehr fesselnd und spannend geschrieben und man lernt Olivia und Tom Stilton, sowie einige andere Charaktere kennen.

    Das Autorenduo hat es auch hier wieder geschafft, mich von der ersten Seite an zu fesseln. Die Story hat einen topaktuellen Bezug, sie dreht sich rund um die Themen Rassismus und Fanatismus. Der Fall ist sehr mysteriös und interessant und lässt Ermittler und Leser ganz schön lange im Unklaren. Das Ermittlerteam ist sympathisch, Tom Stilton hilft hier bei der Klärung des Falles kräftig mit, die sympathische Mette ist auch wieder in den Fall involviert. Olivia gerät in den Focus einer Truppe verdächtiger Rassisten. Sämtliche Figuren in diesem Krimi sind interessante Charaktere, teilweise sogar ziemlich verschrobene Figuren.

    Viele verschiedene Erzählstränge verknüpfen sich ganz langsam zur Lösung des Falles.

    Die Autoren haben auch mit dem dritten Band einen Pageturner erschaffen. Dieser Krimi bekommt meine absolute Lesempfehlung.





    Rezension zu "Gut Greifenau - Abendglanz " von Hanna Caspian, Droemer Knaur Verlag, Roman

    Titel: Gut Greifenau - Abendglanz Autorin: Hanna Caspian Seitenzahl: 560 Seiten, (TB 02.11.18) Isbn Nr. 13-978-3-426-52150-2 Verlag: ...