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Samstag, 11. August 2018

Rezension zu "schwarzer Engel" von Sandrone Dazieri, übersetzt von Claudia Franz, Piper Verlag, Thriller

Titel: Schwarzer Engel
Autor: Sandrone Dazieri
übersetzt von: Claudia Franz
Seitenzahl: 480 Seiten, Klappenbroschur (1.6.18)
Isbn Nr: 13-978-3-492-06114-8
Verlag: Piper Verlag
Preis: 16,99 Euro

Verlagsinfo: 
 "Panik auf dem Hauptbahnhof in Rom: Im Luxusabteil des Schnellzugs aus Mailand werden alle Passagiere tot aufgefunden: auf mysteriöse Weise ermordet, hinter verschlossenen Türen, lautlos und rasend schnell. Colomba Caselli, die gerade wieder in den Polizeidienst zurückgekehrt ist, ist ratlos. Handelt es sich hier etwa um den Terroranschlag, den Rom schon so lange befürchtet? Doch der so geniale wie traumatisierte Dante Torre glaubt nicht an diese Theorie. Da stoßen Dante und Colomba auf die Spur eines Menschen, der jahrzehntelang unsichtbar geblieben ist – obwohl das Blut Hunderter Menschen an seinen Fingern klebt. Hat er auch die Toten aus dem Schnellzug auf dem Gewissen?"

Über den Autor:
Sandrone Dazieri, geboren 1964 in Cremona, ist einer der erfolgreichsten Krimi-Drehbuchautoren Italiens. Er arbeitete als Programmmacher im größten Verlagshaus Italiens und gründete einen eigenen Verlag für Kriminalromane. Mit »In der Finsternis«, dem ersten Fall für Dante Torre und Colomba Caselli, eroberte er die internationalen Bestsellerlisten und avancierte zu einem der erfolgreichsten Spannungsautoren Europas. Mit »Schwarzer Engel« setzt er die Serie fort.

Eigene Meinung: 

Mit dem 2. Band rund um das ungewöhnliche Ermittlerteam Dante Torre und Colomba Caselli hat Sandrone Dazieri erneut einen erstklassigen Thriller geschrieben.

Diese Story ist von der ersten Seite an spannend und fesselnd geschrieben.Viel Action und Tempo, pfiffige Dialoge, Verschwörungstheorien und Schießereien lassen das Leserherz höher schlagen. Ein ganz fieser Cliffhanger am Ende lassen auf einen dritten Teil dieser Reihe hoffen.


Ich bin absoluter Fan dieser beiden schrulligen Ermittler. Colomba Caselli ist in diesem Fall auf die Hilfe von Dante Torre angewiesen. Der völlig traumatisierte, hochbegabte Mann hat so seine Eigenheiten, mit denen Colomba klar kommen muss. Doch nicht nur das Ermittlerteam ist hier außergewöhnlich, auch der Antigonist ist alles andere als normal.







Mittwoch, 25. Juli 2018

Rezension zu "Das Atelier in Paris" von Guillaume Musso, übersetzt von Eliane Hagedorn und Bettina Runge, Piper Verlag, Roman


Titel: Das Atelier in Paris
Autor. Guillaume Musso
Übersetzt von: Eliane Hagedorn, Bettina Runge
Seitenzahl: 464 Seiten, Klappenbroschur (1.6.18)
Isbn Nr. 13-978-3-86612-446-2
Verlag: Piper Verlag
Preis: 16,99 Euro 


Verlagsinfo:
"Ein abgelegenes kleines Atelier am Ende einer Allee, mitten in Paris: Hier hat sich die Londoner Polizistin Madeline eingemietet, um eine Weile abzuschalten. Doch plötzlich sieht sie sich Gaspard gegenüber, einem mürrischen amerikanischen Schriftsteller. Offenbar gab es einen Irrtum, denn auch er hat das Atelier gemietet, um in Ruhe schreiben zu können. Der Ärger legt sich, als die beiden erkennen, an welch besonderen Ort sie geraten sind. Das Atelier gehörte einst einem gefeierten Maler, von dem aber nur noch drei Gemälde existieren sollen – alle drei verschollen und unermesslich wertvoll. Als sie sich gemeinsam auf die Suche nach den Bildern begeben, wird ihnen schnell klar, dass den Maler ein grausames Geheimnis umgibt …
Für Madeline und Gaspard beginnt eine spannende Jagd, die sie von Paris nach New York führt und sie nicht nur mit ungeahnten menschlichen Abgründen, sondern auch mit ihren eigenen Dämonen konfrontiert."

Über den Autor:  
Guillaume Musso, geboren 1974 in Antibes, arbeitete als Dozent und Gymnasiallehrer. Musso ist einer der erfolgreichsten Gegenwartsautoren Frankreichs, seine Romane wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt und haben sich als internationale Bestseller durchgesetzt.

Eigene Meinung: 
Die Londoner Polizistin Madeline möchte sich in Paris eine Auszeit nehmen und mietet deshalb ein kleines Atelier an. Der etwas verschrobene Autor Gaspard landet auch dort. Er möchte in aller Ruhe ein Theaterstück schreiben und ist gar nicht darüber erfreut, dass er jetzt Gesellschaft hat. Das Atelier gehörte wohl dem Künstler Sean Lorenz. Die beiden total unterschiedlichen Mieter bekommen jedoch Interesse an der Geschichte des Künstlers Sean Lorenz und beginnen über sein Leben und über einige verschwundene Bilder von ihm nachzuforschen. Sie dringen immer mehr in die Vergangenheit des verstorbenen Künstlers und einen damit verbundenen Kriminalfall ein.

Madeline und Gaspard sind sehr interessante Charaktere, der verschrobene Alkoholiker Gaspard, der Menschen nicht so sehr mag, und die Ermittlerin Madeline, die eine gescheiterte Beziehung verarbeiten muss. 
Auch die Geschichte des Malers und ehemaligen Graffiti-Künstlers Sean Lorenz, die sich durch die Suche der beiden ganz langsam dem Leser erschließt, ist sehr interessant und spannend. So nebenbei erfährt der Leser sehr viel über Malerei und Kunst. 

Musso schreibt gewohnt spannend und fesselnd, sprachlich bewegt sich die Geschichte auf sehr hohem Niveau. Das Buch kann man kaum aus der Hand legen, denn die Handlung wird schnell vorangetrieben. Die Zitate über jedem Kapitel passen sehr gut zu der Geschichte. 

Das Ende überrascht den Leser dann doch sehr. 
"Das Atelier in Paris" führt den Leser nicht nur an viele Orte in Paris, die beiden Protagonisten reisen auch nach Barcelona und landen schließlich in den USA.

Mussos Geschichte ist ein fesselnder Krimi und eine dramatische Familiengeschichte.


 


Montag, 16. Juli 2018

Rezension zu "Die kleine Sommerküche am Meer" von Jenny Colgan, übersetzt von Sonja Hagemann, Piper Verlag, Roman

Titel: Die kleine Sommerküche am Meer
Autorin: Jenny Colgan
Übersetzt von: Sonja Hagemann
Seitenzahl: 448 Seiten, TB, Klappenbroschur (1.6.18)
Isbn Nr. 13-978-3-492-31323-0
Verlag: Piper Verlag
Preis: 11,00 Euro


Verlagsinfo: "Vom quirligen London zur entlegenen Insel Mure? Nein – nur widerwillig kehrt die junge Flora in ihre schottische Heimat zurück. Weder die unberührte Landschaft noch das glitzernde Meer können sie aufmuntern, während sie ihren geschwächten Vater und ihre Brüder versorgt. Doch dann entdeckt sie das alte Kochbuch ihrer verstorbenen Mutter, und als sie ein Rezept nach dem anderen ausprobiert, öffnet sich ihr Herz: für die Sinnlichkeit des Essens, für die Schönheit der Natur und für einen neuen Anfang … "

Über die Autorin:
Jenny Colgan studierte an der Universität von Edinburgh und arbeitete sechs Jahre lang im Gesundheitswesen, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Mit dem Marineingenieur Andrew hat sie drei Kinder, und die Familie lebt etwa die Hälfte des Jahres in Frankreich.
Die Romane um »Die kleine Bäckerei am Strandweg« standen wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste.

 Eigene Meinung: :  

Flora arbeitet als Rechtsanwaltsgehilfin in London für eine große Kanzlei.Sie ist heimlich in ihren Chef verliebt, der sie erst beachtet, als er für einen wichtigen Mandanten jemanden braucht, der ihn auf der Insel Mure vertritt. Vor vielen Jahren ist Flora nach dem Tod ihrer Mutter von der Insel Mure nach London geflohen. Flora möchte eigentlich nicht nach Mure zu ihren drei Brüdern und ihrem Vater zurück. Der Mandant ihrer Kanzlei, Colton Rogers, ist bei den Inselbewohnern nicht sehr beliebt. Der Hof ihrer Familie ist verwahrlost und er rentiert sich auch nicht richtig. Flora bringt den Hof auf Vordermann. Als sie das alte Rezeptbuch ihrer Mutter findet, kocht sie die Rezepte nach und ihre Lebensfreude kehrt zurück.

Das Buch liest sich flüssig, mit viel Humor, die Handlung braucht jedoch etwas, bis sie in die Gänge kommt.
Die Protagonistin Flora ist leicht überzeichnet dargestellt. Ich bin mit ihr nicht so richtig warm geworden.
Gut gefallen haben mir die Beschreibungen der Landschaft der Insel Mure. 

Die ganze Handlung ähnelt zu sehr den Büchern der kleinen Strandbäckerei und ist sehr vorhersehbar.


 


Donnerstag, 29. Dezember 2016

Rezension zu "Wie aus dem Nichts " von Sabine Kornbichler, Piper Verlag, Thriller

Titel: Wie aus dem Nichts
Autorin: Sabine Kornbichler
Seitenzahl: 368 Seiten, Broschur (2.11.16)
Isbn Nr. 13-978-3-492-30873-1
Verlag: Piper Verlag
Preis: 12,99 Euro

 Verlagsinfo: "
Dana kann von ihrem Versteck aus hören, wie ihr Freund Alex erschossen wird. Starr vor Angst beobachtet die Inhaberin einer Alibi-Agentur, wie ein Mann mit Fuchsmaske kurz darauf die Wohnung verwüstet und dann einfach wieder verschwindet. Zunächst ist Dana überzeugt, dass Alex sterben musste, weil er als Enthüllungsjournalist zu viele Fragen stellte, doch die polizeilichen Ermittlungen ergeben schnell, dass er nicht der war, der er vorgab zu sein ..."

Über die Autorin:
Sabine Kornbichler, geboren 1957, wuchs an der Nordsee auf und arbeitete in einer Frankfurter PR-Agentur, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Schon ihr erster Roman, »Klaras Haus«, war ein großer Erfolg. Mit »Das Verstummen der Krähe«, ihrem ersten Kriminalroman um die Nachlassverwalterin Kristina Mahlo, wurde sie für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. Sabine Kornbichler lebt und arbeitet als Autorin in München.

Eigene Meinung:

Dana ist eine interesssante Protagonistin, die eine Alibiagentur betreibt. Sie wird Zeugin, wie ihr Freund von einem geheimnisvollen Mann mit einer Fuchsmaske ermordet wird.  
Das Leben der jungen Frau gerät total aus den Fugen. Sie muss feststellen, dass ihr Freund, mit dem sie noch nicht sehr lange zusammen war, nicht der war, für den sie ihn hielt. Alex hat Dana die unglaublichsten Lügengeschichten erzählt, angefangen von einem Treffen mit seiner Noch-Freundin Biggi, von der er sich trennen wollte, bis hin zu seiner Vergangenheit. Stück für Stück löst Dana den Fall und kommt dem Täter auf die Spur, was sie natürlich in Gefahr bringt.

Für die Kripo steht der Täter sehr schnell fest und Dana wird von den ermittelnden Beamten nicht ganz ernst genommen. 

Diese fesselnd und spannender Thriller mit vielen Überraschungen und einer sympathischen Protagonistin kann ich euch sehr empfehlen.

Hoffentlich gibt es in Zukunft noch mehr Fälle, in die Dana hineinstolpert?



Dienstag, 20. September 2016

Rezension zu "Der Totenspieler" von Paul Finch, übersetzt von Bärbel und Velten Arnold, Piper Verlag, Thriller

Titel: Der Totenspieler
Autor: Paul Finch
Übersetzt von: Bärbel und Velten Arnold
Seitenzahl: 480 Seiten, TB, kartoniert (1.8.16)
Isbn Nr. 13-978-3-492-30916-5
Verlag: Piper Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
"Eine Serie tödlicher Unfälle im Süden Englands macht Detective Mark Heckenburg misstrauisch: Kann es sich bei einer Reihe derart skurriler Unglücke noch um einen tragischen Zufall handeln? Oder hat Heck es tatsächlich mit einem Mörder zu tun, der Schicksal spielt? Sein Verdacht, die vermeintlichen Unfälle seien makabere Inszenierungen, bekräftigt sich mehr und mehr. Doch mit jedem Schritt, mit dem er sich dem Killer nähert, droht er selbst sein Opfer zu werden …"
    Über den Autor:
    Paul Finch hat als Polizist und Journalist gearbeitet, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Er hat zahlreiche Drehbücher, Kurzgeschichten und Horrorromane veröffentlicht und wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem British Fantasy Award und dem International Horror Guild Award. Er veröffentlichte bereits mehrere sehr erfolgreiche Thriller um den Ermittler Mark »Heck« Heckenburg. Seine neue Serie, in der Lucy Clayburn ermittelt, eroberte England im Sturm. Paul Finch lebt mit seiner Familie in Lancashire, England.

    Eigene Meinung: 

    Detective Mark Heckenburg wird von seiner Vorgesetzten Gemma Piper damit beauftragt, in Surrey einen Unfall näher zu untersuchen. Dabei stößt "Heck" auf einige Ungereimtheiten.
    Mit DC Gail Honeyford, die zu seiner Partnerin ernannt wurde, sucht er nach Zusammenhängen zwischen weiteren sehr seltsamen Unfällen. Gail ist zunächst nicht davon begeistert, einen Ermittler an ihrer Seite zu haben, die möchte auf eigene Faust ermitteln. Im Laufe der Ermittlungen, die sich als sehr schwierig herausstellen, gerät Heck in Gefahr.

     Die "Unfälle", die Paul Finch  sich hier einfallen hat lassen, sind sehr schräg, der Autor war hier wirklich sehr einfallsreich.
    Detective Mark Heckenburg muss man einfach mögen. Er ist ein sturer Hund, der sich oft auf sein "Bauchgefühl" verlässt und sich in seine Fälle verbeißt. DC Gail Honeyford ist ein interessanter, neuer Charakter. Man erfährt viel aus ihrer Vergangenheit und vielleicht spielt sie ja in weiteren Bänden um Mark Heckenburg auch eine Rolle.

    Auch der 5. Fall von Detective Mark Heckenburg besticht durch viel Atmosphäre, einen interessanten Plot, solide Polizeiarbeit, Spannung von der ersten Seite an, überraschenden Wendungen, ganz viel Action, Verfolgungsjagden und ganz schön viel Tempo.

    Meine absolute Leseempfehlung für diesen Thriller. 



    Montag, 11. Juli 2016

    Rezension zu "Voodoo Girl" von Roxanne Rivington, Ebook, Piper Verlag, Mystery

    Titel: Voodoo Girl
    Autorin: Roxanne Rivington
    Seitenzahl: 480 Seiten, 1.6.16, MWEPUB
    Isbn Nr. 978-3-492-98294-8
    Verlag: Piper Verlag
    Preis: 6,99 Euro

     
    Verlagsinfo: 
     "Ein Land voller Geheimnisse und Magie
    Düstere Träume und eine unbekannte Vergangenheit geben der 16-jährigen Zoé Rätsel auf. Ihre Eltern hat sie nie kennengelernt, und Tante Megan, bei der sie aufgewachsen ist, verschweigt ihr etwas. Gibt es ein Geheimnis um ihre Geburt? Um Klarheit zu gewinnen reist Zoé nach Haiti, wo sie geboren wurde – ein Land, in dem Voodoozauber, Geister und Dämonen zum Alltag gehören. Doch wer sind die unheimlichen Männer, die sie verfolgen? Stecken Mächte dahinter, die nicht von dieser Welt sind? Zoé gerät in einen Konflikt zwischen Glauben und Wissen. Auf der Suche nach ihrer Vergangenheit wird sie immer tiefer in die Mysterien des Voodoo hineingezogen … Roxanne Rivingtons Debüt »Voodoo Girl« erschien erstmals auf der kanadischen Schreibplattform Wattpad, wo die Geschichte tausende Leser begeisterte und 2014 einen Wattys Award gewann."

    Über die Autorin:
    Roxanne Rivington, Jahrgang 1961, ist diplomierte Betriebswirtin und liebt Zahlen ebenso wie Worte. Sie hat als Marketingmanagerin, Personalleiterin und Geschäftsführerin gearbeitet und ihre Leidenschaft fürs Schreiben als Redakteurin, Werbe- und PR-Texterin und gelegentlich als Ghostwriterin
    Mehr über die Autorin: Homepage der Autorin

    Eigene Meinung: 
    Die 16-jährige Zoé, die bei ihrer Tante in England lebt und eigentlich überhaupt nichts über ihre Vergangenheit weiß, wird seit einiger Zeit von seltsamen Träumen geplagt. Da diese Träume wohl ihren Ursprung in ihrer Vergangenheit haben, beschließt sie, nach Haiti zu reisen, um das Geheimnis ihrer Herkunft zu ergründen. Ihre Tante Megan begleitet sie. Wir nehmen teil an Zoés und Megans Reise nach Haiti, ergründen mit den beiden zusammen dieses geheimnisvolle Land und erleben einige Abenteuer mit den beiden Protagonisten und ihren neuen Freunden in Haiti. 

    Ein zweiter Erzählstrang entführt uns in die Vergangenheit des Häuptlingssohnes Mokabi, der von Sklavenhändlern gefangen genommen wird und im Laufe der Geschichte den Aufstand der Sklaven 1790 miterlebt.
    Roxanne Rivington erzählt diese faszinierende Geschichte in einem sehr spannenden, fesselnden  Erzählstil. Man ist Teil der Geschichte, fiebert mit Mokabi und Zoé und erlebt die feuchtwarme Schwüle Haitis und den Voodoo-Zauber fast schon "live" mit. Man merkt der Geschichte an, dass die Autorin sehr gut recherchiert hat und von der geheimnisvollen Welt des Voodoos und von Haiti begeistert ist.

    Die Charaktere sind sehr lebendig gezeichnet und sehr sympathisch. In beiden Handlungssträngen gibt es sehr spannende und geheimnisvolle Szenen.

    Zoés Erzählstrang ist leider nicht ganz abgeschlossen. Es lässt auf einen zweiten Teil hoffen, ansonsten wäre die Story etwas unvollständig.



     

    Mittwoch, 27. Januar 2016

    Rezension zu "Schattenschläfer" von Paul Finch, übersetzt von Bärbel und Velten Arnold, Piper Verlag, Thriller

    Titel: Schattenschläfer
    Autor: Paul Finch
    übersetzt von: Bärbel Arnold und Velten Arnold 
    Seitenzahl: 480 Seiten, TB kartoniert, (5.1.16)
    Isbn Nr: 13-978-3-492-30687-4
    Verlag: Piper Verlag
    Preis: 9,99 Euro


    Verlagsinfo: 
    "Zehn Jahre hielten ihn alle für tot – dann kehrt der Killer zurück

    Ein eisiger Winter bricht über den Norden Englands herein, als in der Nähe des Lake District zwei junge Mädchen verschwinden. Alles spricht dafür, dass »Der Fremde« zurückgekehrt ist, ein Killer, an den sich Detective Mark Heckenburg und seine Kollegen nur zu gut erinnern. Zehn Jahre ist es her, dass er das letzte Mal zugeschlagen hat. Aus dem Dunkel, brutal, tödlich. Nun sucht er sich erneut seine Opfer, eines nach dem anderen. Heck macht sich auf die Jagd nach dem Unbekannten, doch schon bald steht er selbst mit dem Rücken zur Wand."

    Über den Autor:
    Paul Finch hat als Polizist und Journalist gearbeitet, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Er hat zahlreiche Drehbücher, Kurzgeschichten und Horrorromane veröffentlicht und wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem British Fantasy Award und dem International Horror Guild Award. Er veröffentlichte bereits mehrere sehr erfolgreiche Thriller um den Ermittler Mark »Heck« Heckenburg. Paul Finch lebt mit seiner Familie in Lancashire, England.

    Eigene Meinung:

    Heck ließ sich versetzen in den beschaulichen Lake District. Hier ist bisher nicht sehr viel passiert. Er hat eine Beziehung aufgebaut und langweilt sich schon fast. Da verschwinden zwei Mädchen es scheint so,  als wäre "Der Fremde" nach 10 Jahren zurückgekehrt.

    Der Leser kann hier wunderschöne Naturbeschreibungen, dichter Nebel, einen spannenden Plot und sehr viel Atmosphäre erwarten.

    Erzählt wird über verschiedene Perspektiven, so dass wir Hecks Ermittlungsarbeit, die Erlebnisse von verschiedenen Opfern und des Täters verfolgen können.

    Verfolgungsjagden zu Land und zu Wasser, mal zu Fuß mal mit Quads, wechseln sich ab, so dass dieser Thriller sehr actionreich ist. Wir bekommen die wunderschöne Landschaft des Lake Districts beschrieben und ich zumindest habe Lust darauf bekommen, da mal hinzufahren.

    Der Autor legt falsche Spuren und überrascht mit einer Auflösung, auf die ich nicht gekommen wäre.

    Man merkt diesem Thriller an, dass Paul Finch gerne Horrorromane schreibt.  Stellenweise ist die ganze Story auch ziemlich unheimlich, bei manchen Szenen bin ich etwas zusammengezuckt und ich bin nicht unbedingt ein Weichei.
    Paul Finch versteht sein Handwerk, was er mit dem 4. Band über den etwas zynischen Mark Heckenburg bewiesen hat.

    Am 1.8.16 erscheint mit "Totenspieler" der nächste Band. Ich freue mich schon jetzt darauf. Wer gerne in den Schreibstil von Paul Finch reinschnuppern will, sollte sich den kostenlosen Kurzthriller "Die Spinne" auf der Webseite des Piper Verlages herunterladen.


    Dienstag, 10. November 2015

    Rezension zu "Sterne über der Alster" von Micaela Jary, historischer Roman, Piper Verlag

    Titel: Sterne über der Alster
    Autorin: Micaela Jary
    Seitenzahl: 432 Seiten, kartoniert (9.11.15)
    Isbn Nr. 13-978-3-492-30697-3
    Verlag:  Piper Verlag
    Preis: 9,99 Euro



    Verlagsinfo: "Die Revolution von 1918/19 bringt nicht nur Chaos in das geordnete Leben der Hamburger Reederfamilie Dornhain, sondern auch der Dienstboten: Der Patriarch nimmt sich das Leben, sein Chauffeur gerät unter Mordanklage und Nele Dornhain erwartet ein Kind vom Mann ihrer kleinen Schwester. Indes kämpft die älteste Tochter Ellinor um das wirtschaftliche Überleben des Familienunternehmens und auch um ihr eigenes Lebensglück, dessen Zukunft in den Sternen über der Alster geschrieben steht ... "

    Über die Autorin:
    Micaela Jary wurde als Tochter des Filmkomponisten Michael Jary in Hamburg geboren. Sie wuchs in der Welt des Kinos und der Musik auf und arbeitete als Zeitungsredakteurin, ehe sie sich ganz der Schriftstellerei widmete. Seit vielen Jahren schreibt sie nun erfolgreich Bücher. Sie lebte lange in Paris und wohnt heute mit Mann und Hund in Berlin und München.

    Eigene Meinung: 
    Micaela Jary hat auch diese Fortsetzung der Familiengeschichte der Hamburger Reederfamilie Dornhain spannend und fesselnd erzählt. Fast schon ein wenig Krimi ist in dieser Geschichte enthalten, wird doch der Chauffeur der Familie wegen Mordes verhaftet, der Familienvorstand erpresst, es geschieht eine Vergewaltigung und auch auf den Straßen ist es in der Zeit um 1918/19 in Hamburg nicht sicher.
    Nicht nur, dass wir erfahren, wie es mit den sympathischen Charakteren Nele, Ellinor, Livi und Klara weitergeht, auch diesmal erleben wir deutsche Geschichte so nebenbei. Viel interessanter und viel lebendiger erzählt, wie die langweiligen Quellentexte im Geschichtsunterricht. So macht Geschichte Spaß und man kann sich die Ereignisse viel besser merken!

    5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung.


    Montag, 12. Oktober 2015

    Rezension zu "Wie ein fernes Lied" von Micaela Jary, Roman, Piper Verlag

    Titel: Wie ein fernes Lied
    Autorin: Micaela Jary
    Seitenzahl: 540 Seiten (TB, 10.8.2015)
    Isbn Nr. 13-978-3-492-3063-3
    Verlag: Piper Verlag
    Preis: 9,99 Euro

    Verlagsinfo: "Hamburg,1939: Verzweifelt sieht Marga dem Zug hinterher, mit dem ihr Jugendfreund Michael in die Ferne reist. Seit sie denken kann, ist sie in den jüdischen Klarinettisten verliebt, zahllose Stunden verbrachte sie mit ihm in den Tanzlokalen der Hamburger Swingjugend. Obwohl seine Herkunft ihn zur Emigration nach Paris zwingt, ist Marga fest entschlossen, ihn wiederzusehen. Denn ihre Liebe ist wie ein Lied, das niemals verklingt. Doch in dessen süße Melodie mischen sich schon bald die kalten Klänge des Krieges ..."

    Über die Autorin:
    Micaela Jary wurde als Tochter des Filmkomponisten Michael Jary in Hamburg geboren. Sie wuchs in der Welt des Kinos und der Musik auf und arbeitete als Zeitungsredakteurin, ehe sie sich ganz der Schriftstellerei widmete. Seit vielen Jahren schreibt sie nun erfolgreich Bücher. Durch ihren Vater...

    Eigene Meinung:
    Auf Micaela Jarys Bücher freue ich mich immer besonders, entsprechend hoch ist auch meine Erwartungshaltung.

    Der Erzählstil der Autorin ist gewohnt flüssig und von der ersten Seite an fesselnd. Der Leser ist sofort fasziniert von den sympathischen, sehr gut charakterisierten Protagonisten und man ist sofort mitten im Geschehen. Die Story, um die es in Micaelas Büchern geht, hat immer einen geschichtlichen Hintergrund, der dem Leser neue Einblicke schenkt, die im Geschichtsunterricht nie behandelt wurden. In "Wie ein fernes Lied" geht es um den Swing und um die Probleme der Musiker während des 2. Weltkriegs.

    Als Leser nimmt man Teil am Schicksal von Marga, einer jungen Sängerin, die sich in Michael, ihren Jugendfreund, verliebt hat. Michael ist Halbjude und reist mit seinem Orchester in die Schweiz. Ein weiterer Erzählstrang handelt von Andrea, einer Pianistin, die ungefähr 1999 in Paris studiert. Mit Andrea und dem Journalisten Frank Renner, versuchen wir herauszufinden, was ein älterer Herr genau von ihr will und warum sie sich beobachtet fühlt. Beide Erzählstränge hängen zusammen.

    Für alle Leser, die spannende Romane mit historischem Hintergrund lieben, meine absolute Leseempfehlung. 


    Montag, 22. Juni 2015

    Rezension zu "Spurensammler" von Paul Finch, übersetzt von Bärbel und Velten Arnold,Piper Verlag, Thriller

    Titel: Spurensammler
    Autor: Paul Finch
    übersetzt von: Bärbel Arnold, Velten Arnold
    Seitenzahl: 496 Seiten (1.6.15, TB)
    Isbn Nr. 13-978-3-492-30683-6
    Verlag: Piper Verlag
    Preis: 9,99 Euro

     Klappentext: "
    Du weißt, du bist der Nächste. Aber kannst du deshalb entkommen?

    Als einer der gefährlichsten Schwerverbrecher Englands von seinen Komplizen aus dem Hoch­sicherheitsgefängnis befreit wird, holt Detective Mark Heckenburgs spektakulärster Fall ihn plötzlich wieder ein. Zwei Jahre nachdem unzählige Opfer entführt und ermordet wurden, beginnt der Albtraum von Neuem. Immer mehr Menschen werden getötet. Kaltblütig, brutal, am helllichten Tag. Und Heck weiß, dass es nicht lange dauern wird, bis auch er an der Reihe ist …"

    Über den Autor:
     Paul Finch hat als Polizist und Journalist gearbeitet, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Er hat zahlreiche Drehbücher, Kurzgeschichten und Horrorromane veröffentlicht und wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem British Fantasy Award und dem International Horror Guild Award....

    Eigene Meinung:
    Nachdem ich bisher alle Fälle von Mark Heckenburg gelesen hatte und ein Fan von Mark Heckenburg bin, musste ich den Spurensammler, der quasi eine Fortsetzung des "Mädchenjägers" ist, natürlich auch lesen. Man muss den Vorgänger allerdings nicht unbedingt gelesen haben.

    In diesem Fall verschwindet der ehemalige Anführer des Nice-Guys-Rings aus dem Gefängnis. Gleichzeitig werden unglaublich brutale Morde verübt. Hecke soll sich von den Fällen fernhalten, er wird sogar von seinen Vorgesetzten festgesetzt, doch das stört ihn überhaupt nicht.

    Hecke führt in diesem Thriller, den man als Action-Thriller bezeichnen kann, Alleingänge durch, hält sich nicht an Regeln und kämpft gegen seine Vorgesetzten. Schon komisch, dass die mit den Fällen betraute Sonderkommission nicht auf die Hinweise kommt, auf die Mark sofort stößt. Er begibt sich laufend in Gefahr, es kommt zu vielen Verfolgungsjagden, Schießereien, Action pur eben.

    Ich mag die Figur des einsamen Helden Hecke sehr. Sein Humor ist so wunderschön trocken. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und macht sich bei Kollegen und Vorgesetzten oft ganz schön unbeliebt. Hecke überlebt die unglaublichsten Abenteuer, er scheint schon fast unzerstörbar zu sein. 

    Die Story ist temporeich und spannend geschrieben, in einer einfachen, oft sehr derben Sprache.

    Wer auf Action und einen einsamen Helden steht, der ist hier gut bedient. Mir haben die Vorgänger allerdings deutlich besser gefallen. Die Stories waren fesselnder, der Plot komplexer, daher 3/5 Sterne.



    Freitag, 5. Juni 2015

    Rezension zu "In der Finsternis" von Sandrone Dazieri, übersetzt von Claudia Franz, Piper Verlag, Thriller

    Titel: In der Finsternis
    Autor: Sandrone Dazieri
    Übersetzerin: Claudia Franz
    Seitenzahl: 560 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
    Isbn Nr. 13-978-3-492-05688-5
    Verlag: Piper Verlag, 9.3.15
    Preis: 19,99 Euro

    Klappentext:
    "Dante Torre besitzt eine besondere Gabe. Er kann Menschen lesen. Aber er hat teuer dafür bezahlt. Elf Jahre war er eingesperrt in ein Betonverlies und darauf angewiesen, die kleinste Regung seines Entführers zu deuten. Als Jahre nach seiner Befreiung ein kleiner Junge verschwindet, weiß Dante Torre, dass der Mann, den er Vater nennen musste, dahintersteckt. Doch der Vater gilt längst als tot. Nur Colomba Caselli glaubt Dante. Sie ist jung, gerade vom Dienst suspendiert und hat nichts zu verlieren bei dieser Ermittlung fern von allen Regeln. Dantes Spürsinn bringt die traumatisierte Frau auf eine Fährte: Jahrelang sind unzählige Kinder entführt worden – mit dem Ziel, ihre Erinnerung auszulöschen. Jetzt wird Colomba Caselli endgültig von ihrer Vergangenheit eingeholt ..."

    Über den Autor:
    Sandrone Dazieri, geboren 1964 in Cremona, ist gelernter Koch und einer der wichtigsten Drehbuchschreiber für italienische Kriminalfilme. Er arbeitete als Programmmacher und Lektor für Kriminalromane im größten Verlagshaus Italiens und verfasste unter anderem Romane und Kinderbücher.

    Eigene Meinung:

    Colomba Caselli wurde beurlaubt und muss sich von einem Fall erholen, den wir erst so nach und nach erzählt bekommen. Sie wird von ihrem Vorgesetzten gebeten, sich in einen aktuellen Fall einzumischen, in dem eine Mutter getötet wurde, deren Sohn spurlos verschwunden ist. Verdächtigt wird der Ehemann der Ermordeten. Zusammen mit Dante Torre, dem Jungen aus dem Silo, beginnt Colomba zu ermitteln. Dante glaubt, dass "der Vater", die Person, die ihn entführt und elf Jahre lang in einen Silo gesperrt hatte, hinter der Tat steckt. Er muss Colomba erst einmal von seiner Theorie  überzeugen. Colomba und Dante sind beide traumatisiert und entsprechend reagieren sie in manchen Situationen. Beide Ermittler sind jedoch total sympathisch und sehr positiv. Sie gehören nicht zu den depressiven, kaputten Typen, die mir in Krimis zur Zeit so oft begegnen. Colomba und Dante sind unglaublich schlagfertig und entsprechend sind manche Dialoge mit ganz eigenem Humor gewürzt, was mir unglaublich gut gefällt. Dante ist ein Kaffeejunkie, der das Kaffeetrinken zelebriert (auf Automatenplörre steht er nicht). Er hat eine total feine Beobachtungsgabe, was ihm bei seinen Ermittlungen zu Hilfe kommt. Im Laufe ihrer Nachforschungen werden Colombas Prinzipien ganz schön in Frage gestellt und sie braucht ab und an die Hilfe von zwielichtigen Gestalten, was ihr nicht so ganz behagt.
     
    Dieses Thrillerdebüt von Sandrone Dazieri hat mich von der 1. Seite an in seinen Bann gezogen. Der Autor hat unglaublich interessante Ermittler erschaffen. Die Story beinhaltet ,wenn man es ganz genau nimmt, eigentlich drei verschiedene Geschichten, die sich dem Leser so nach und nach erschließen.

    Der Geschichte gewinnt im Laufe der Handlung an Tempo, wird immer spannender und immer, wenn man glaubt, dass jetzt nichts Neues mehr passieren kann und man den absoluten Durchblick hat, kommt eine neue überraschende Wendung.

    5/5 Sterne für diesen sprachlich erstklassigen und sehr überraschenden Thriller. Ich hoffe auf mehr Fälle mit diesen beiden kultigen Ermittlern und werde Sandrone Dazieri auf jeden Fall im Auge behalten.


    Samstag, 22. November 2014

    Rezension zu "Das Verstummen der Krähe" von Sabine Kornbichler, Piper Verlag, Kriminalroman


    Titel: Das Verstummen der Krähe
    Autorin: Sabine Kornbichler
    Seitenzahl: 432 Seiten (TB 13.8.13)
    Verlag: Piper Taschenbuch
    Isbn Nr. 978-3492302036
    Preis: 12,99 Euro
     Klappentext:
    "Kristina Mahlos Auftrag als Nachlassverwalterin hat es in sich. Eine Verstorbene vererbt ihr beträchtliches Vermögen ihren fünf besten Freunden, jedoch unter der Bedingung, dass es gelingt, den Mord aufzuklären, für den ihr Mann einst verurteilt worden war. Kris will den Fall ablehnen, doch dann entdeckt sie in der Wohnung der Toten einen Hinweis auf ihren eigenen Bruder Ben, der vor Jahren spurlos verschwand …"
    Über die Autorin:
    Sabine Kornbichler, geboren 1957, wuchs an der Nordsee auf und arbeitete in einer Frankfurter PR-Agentur, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Schon ihr erster Roman, »Klaras Haus«, war ein großer Erfolg. Sie lebt und arbeitet als Autorin in München.

    Eigene Meinung:
    In diesem Krimi ermittelt eine Nachlassverwalterin, die sympathische Kris, deren Bruder Ben vor 6 Jahren spurlos verschwunden ist. Das hat Spuren bei ihrer ganzen Familie hinterlassen. Ihre Eltern wohnen getrennt und kommunizieren nur noch über gelbe Zettel. Kris bekommt den Auftrag, für die verstorbene Theressa Lenhardt den Nachlass zu regeln. Fünf ihrer Freunde sollen ihr Vermögen erhalten, allerdings nur unter der Bedingung, dass keiner der Erben am Mord an dem Journalisten Konstantin Lischka beteiligt war. Der Ehemann von Frau Lenhardt wurde aufgrund von Indizien des Mordes an dem Journalisten angeklagt. Seine Frau ist davon überzeugt, dass ihr Mann unschuldig war. Da Frau Lenhardt andeutet, dass Ben, der verschwundene Bruder von Kris, in die Sache verwickelt zu sein scheint, hat die sympathische Nachlassverwalterin natürlich ein ganz besonderes Interesse an diesem Fall.

    Dieser Krimi braucht etwas bis er in die Gänge kommt, dafür lernen wir die ganze Familie und die Freunde von Kris kennen. Die Protagonisten sind glaubhaft und sehr lebendig. Neben vielem Privatem, das wir über die sympathische Kris und ihre Familie und Freunde erfahren, wartet dieser Krimi mit einem mehr als kniffligen Fall auf, den Kris zu lösen hat. Henrike, ihre Freundin, steht ihr tatkräftig zur Seite, schließlich schreibt Henrike gerade an einem Krimi und hat Verhörtechniken studiert. Wir erleben viele Dialoge zwischen Kris und den Erben. Anfangs sind die mehr als hilfsbereit, alle Fragen von Kris zu beantworten, und scheinbar sind sich alle einig, dass keiner von ihnen mit dem Mord etwas zu tun hat. Als Kris jedoch weiteremittelt, gerät sie in Gefahr und die Einigkeit der Erbengemeinschaft bekommt so langsam Risse.

    Ein Krimi, der ohne großes Blutvergießen und Gewaltszenen auskommt, dafür den Leser mitraten lässt. Da fast jeder der Verdächtigen ein Motiv hat, wird es ganz schön schwierig.
    4/5 Sterne für diesen soliden Krimi mit sympathischer Ermittlerin.

    Montag, 25. November 2013

    Rezension zu "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert", Joel Dicker, Piper Verlag, Roman

    Titel: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert
    Autor: Joel Dicker
    Seitenzahl: 736 Seiten  (gebundene Ausgabe)
    Isbn Nr.  13: 978-3492056007
    Verlag: Piper Verlag
    Preis: 22,99 Euro

     Klappentext:

    "Ein Skandal erschüttert das Städtchen Aurora an der Ostküste der USA: 33 Jahre nachdem die zauberhafte Nola dort spurlos verschwand, taucht sie wieder auf. Als Skelett im Garten ihres einstigen Geliebten ...Dieser raffinierte, anspielungsreiche Roman liest sich wie ein Krimi und ist doch viel mehr! Es ist der Aufmacher jeder Nachrichtensendung. Im Garten des hochangesehenen Schriftstellers Harry Quebert wurde eine Leiche entdeckt. Und in einer Ledertasche direkt daneben: das Originalmanuskript des Romans, mit dem er berühmt wurde. Als sich herausstellt, dass es sich bei der Leiche um die sterblichen Überreste der vor 33 Jahren verschollenen Nola handelt und Quebert auch noch zugibt, ein Verhältnis mit ihr gehabt zu haben, ist der Skandal perfekt. Quebert wird verhaftet und des Mordes angeklagt. Der einzige, der noch zu ihm hält, ist sein ehemaliger Schüler und Freund Marcus Goldman, inzwischen selbst ein erfolgreicher Schriftsteller. Überzeugt von der Unschuld seines Mentors - und auf der Suche nach einer Inspiration für seinen nächsten Roman - fährt Goldman nach Aurora und beginnt auf eigene Faust im Fall Nola zu ermitteln ..."

    Über den Autor:
    Joël Dicker wurde 1985 in Genf geboren. Der studierte Jurist hat bislang zwei Romane geschrieben, »Les Derniers Jours de nos Pères« und »La Vérité sur l'Affaire Harry Quebert«. Für Letzteren bekam er in den Grand Prix du Roman der Académie Française zugesprochen sowie den Prix Goncourt des Lycéens. Das bei einem winzigen Verlag erschienene Buch wurde in Frankreich zu der literarischen Sensation des Jahres 2012, die Übersetzungsrechte wurden mittlerweile in über 30 Sprachen verkauft.

    Eigene Meinung:

    Der Schriftsteller Marcus Goldmann, der uns den Fall Harry Quebert aus der Ich-Perspektive erzählt, hat einen Bestseller geschrieben. Nun wartet sein Verlag auf sein zweites Buch. Doch Marcus, der "Fabelhafte", wie er in der Highschool genannt wurde, hat eine Schreibblockade. Er besucht seinen alten Mentor Harry Quebert in Aurora. Er hofft, dass ihm Harry bei seinem Problem helfen kann. Auch sein Professor hat einen Bestseller verfasst. Da in Harrys Garten die Gebeine der vor 30 Jahren verschwundenen Nola gefunden werden, wird Harry verhaftet. Ihm droht die Todesstrafe. Marcus beschließt, seinem Freund und Mentor zu helfen und gleichzeitig die Wahrheit über den Fall Harry Quebert herauszufinden.
     .
    Was für ein Roman! Ich bin noch ganz hinweg. Hier stimmt einfach alles. Der Autor besitzt einen fesselnden Schreibstil, der Spannung erzeugt. Er hat unglaublich präsente Figuren mit Schwächen und Geheimnissen erschaffen. Die Handlung wechselt raffiniert von der Gegenwart in die Vergangenheit und wieder zurück.

    Witzige Telefongespräche zwischen Marcus und seiner Mutter bringen Humor in die Geschichte. Seitenhiebe werden verteilt auf Verleger, Schriftsteller und die gesamte Buchbranche. Es werden Schreibblockaden der Autoren angesprochen, das Drängen der Verleger und das Heer der Ghostwriter. Menschen, die mehr sein wollen, als sie sind,  und dafür fast alles tun, bringen Abwechslung ins Geschehen.

    Eine grandiose Liebesgeschichte zwischen einer 15-Jährigen und einem Schriftsteller. Nola spricht den Schriftsteller aber immer mit "Sie" an, was die ganze Liebesgeschichte etwas altmodisch  wirken lässt. Als Leser ist man hin- und hergerissen, eine 15-Jährige und ein über 30-Jähriger. Das hat etwas Schmuddeliges. Joel Dicker schafft es dann irgendwann, dass man den beiden die große, romantische Liebe abnimmt. Sie hat aber etwas platonisches, diese Liebe der beiden.  Häppchenweise bekommen wir die Wahrheit über den Fall Harry präsentiert, die von Kapitel zu Kapitel immer noch etwas verändert.

    5/5 Sterne für diesen Roman, den man als Liebesroman, Krimi zum Mitraten, Entwicklungsroman und Gesellschaftsroman mit vielen Überraschungen und Wendungen bezeichnen könnte.

    Ein in meinen Augen mehr als berechtigter Bestseller, absolute Leseempfehlung.Wenn ich zukünftig Möwen sehe, werde ich immer an Harry denken.



    Freitag, 4. Mai 2012

    Buchvorstellung

    Heute habe ich von der Autorin höchstpersönlich ihr neuestes Buch zum Rezensieren bekommen "Last days on earth". Ich freue mich darauf und bedanke mich bei Susanne für das Buch mit Widmung.

    Autorin: Julian Frost
    Titel: Last days on Earth
    Seitenzahl: 448 Seiten
    Klappenbroschur
    Preis: € 16,99 [D], € 17,50 [A], sFr 24,90
    ISBN: 9783492702553
    Piper Verlag
    DER ENDZEIT-THRILLER FÜR PHANTASTEN!
    Laut den Maya wird die Erde am 21. Dezember 2012 untergehen. Uns allen steht die totale Apokalypse bevor. Das Schicksal der Menschheit scheint besiegelt – oder gibt es ein unentdecktes Geheimnis in den Prophezeiungen, einen letzten Weg, die Katastrophe noch abzuwenden? Die Maya waren ein Volk von großer Weisheit, sie konnten in die Zukunft blicken und sahen, dass die Menschheit am 21. Dezember 2012 vollständig vernichtet wird: Die Welt wird von Feuersbrünsten heimgesucht und von Erdbeben erschüttert, die Meere treten über die Ufer, die Sonne brennt erbarmungslos auf die Erde nieder, die Ernten verdorren, die Tiere verenden, die Menschen verhungern – nichts bleibt mehr, wie es war. Doch eine allerletzte Hoffnung gibt es. Karla van Zomeren ist eine Weiße Hexe. Nur sie kann die absolute Katastrophe verhindern – wenn sie sich der düsteren Vorhersage entgegenstellt und dabei ihr Leben, ihre Liebe und das Schicksal der ganzen Welt riskiert.

     

    Freitag, 16. Dezember 2011

    Rezension zu "Blutstein" von Johan Theorin

    Titel: Blutstein
    Autor: Johan Theorin
    Isbn-Nr. 978-3-492-95150-0
    448 Seiten
    Piper Verlag









    Klappentext:

    Rot wie Blut schimmert die Gesteinsschicht im Steinbruch von Stenvik. Jeder auf Öland kennt die Legenden von den Bluttaten, die diesen Stein gefärbt haben sollen. Auch Per Mörner kennt sie, und dennoch beschließt er, mit seinen Töchtern im Frühjahr nach Stenvik zu ziehen. Nach einem gescheiterten Brandanschlag auf seinen Vater Jerry sieht Per sich gezwungen, auch ihn zu sich auf die Insel zu holen. Doch Per kann nicht verhindern, dass Jerry schon kurz darauf vor seinen Augen getötet wird. Der Vater schien seinen Mörder gekannt zu haben – wer aber könnte ihn so gehasst haben, dass er das Risiko einging, ihn in aller Öffentlichkeit zu töten? Mörner lässt die Frage keine Ruhe. Und was er herausfindet, erschüttert ihn zutiefst …

    Eigene Meinung: 

    Das ist das 1. Buch, das ich von Johan Theorin gelesen habe. Der Autor erzählt spannend, mysteriös und geheimnisvoll. Ich konnte mir die Personen, um die es in diesem Krimi geht, sehr gut vorstellen.
    Von der 1. Seite an war ich gefesselt! Per, eine der Hauptpersonen des Krimis, wird mit Benzin übergossen. Der Leser rätselt, ob Per den Brandanschlag überleben wird. Im nächsten Kapitel geht es um den alten Gerlof, der aus dem Altenheim zurück nach Öland zieht, weil er meint, sterben zu müssen, und ein Nachbar von Per ist. Dann lernen wir Vendela Larsson kennen, die mit ihrem Mann in der Nachbarschaft von Per und Gerlof wohnt und ihre unglückliche Kindheit auf einem Bauernhof, der auch in der Nähe liegt, verbracht hat.

    Der Krimi wird verwoben mit den Mythen von Trollen und Elfen, die hier auf Öland leben sollen. Es geschehen Dinge, bei denen man nicht recht weiß, ob Elfen hier ihre Hand im Spiel haben. Per fängt an zu ermitteln, wer hinter dem Brandanschlag auf seinen Vater steckt, dabei hat er auch noch andere Sorgen, seine Tochter kommt mt einer sehr schweren Krankheit ins Krankenhaus.
    Vendela hat ihre Geheimnisse und Sorgen, kommt auf Öland mit ihrer Kindheit in Kontakt und versucht, mit Hilfe der Elfen ihre Probleme zu lösen. Gerlof stößt über das Tagebuch seiner Frau auf ein Geheimnis.
    Die 3 verschiedenen Handlungsstränge von Vendela, Per und Gerlof werden sehr gut miteinander verwoben und die Geheimnisse am Schluß des Krimis aufgelöst.
    Ein toller Skandinavien-Krimi, der sich zu lesen lohnt und etwas ungewöhnlich ist, da hier der Sohn des Opfers ermittelt.

    Der Autor hat noch 2 weitere Bücher geschrieben: "Öland" und "Nebelsturm". 

    Von mir erhält dieser Skandinavien-Krimi 5 Sterne

    Rezension zu "Gut Greifenau - Abendglanz " von Hanna Caspian, Droemer Knaur Verlag, Roman

    Titel: Gut Greifenau - Abendglanz Autorin: Hanna Caspian Seitenzahl: 560 Seiten, (TB 02.11.18) Isbn Nr. 13-978-3-426-52150-2 Verlag: ...