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Freitag, 3. August 2018

Rezension zu "Der Schatten" von Melanie Raabe, BTB Verlag, Psychothriller


Titel: Der Schatten
Autorin: Melanie Raabe
Seitenzahl: 416 Seiten, (Paperback, 
Klappenbroschur (23.7.18))
Isbn Nr. 13-978-3-442-75752-7
Verlag: BTB Verlag
Preis: 16.- Euro


Verlagsinfo:
"„Am 11. Februar wirst du am Prater einen Mann namens Arthur Grimm töten. Aus freien Stücken. Und mit gutem Grund.“ Gerade ist die junge Journalistin Norah von Berlin nach Wien gezogen, um ihr altes Leben endgültig hinter sich zu lassen, als ihr eine alte Bettlerin auf der Straße diese Worte förmlich entgegenspuckt. Norah ist verstört, denn ausgerechnet in der Nacht des 11. Februar ist vor vielen Jahren Schreckliches geschehen. Trotzdem tut sie die Frau als verwirrt ab, eine Irre ist sie, es kann gar nicht anders sein – bis kurz darauf ein mysteriöser Mann namens Arthur Grimm in ihrem Leben auftaucht. Bald kommt Norah ein schlimmer Verdacht: Hat sie tatsächlich allen Grund, sich an Grimm zu rächen? Was ist damals, in der schlimmsten Nacht ihres Lebens, wirklich passiert? Und kann Norah für Gerechtigkeit sorgen, ohne selbst zur Mörderin zu werden?"

Über die Autorin:
Melanie Raabe wurde 1981 in Jena geboren. Nach dem Studium arbeitete sie tagsüber als Journalistin - und schrieb nachts heimlich Bücher. 2015 erschien DIE FALLE, 2016 folgte DIE WAHRHEIT. Melanie Raabes Romane werden in über 20 Ländern veröffentlicht. Die FALLE war international eines der heißumkämpftesten Bücher der letzten Jahre, TriStar Pictures sicherte sich die Filmrechte. Melanie Raabe lebt und schreibt in Köl

Eigene Meinung:
Die Journalistin Norah ist von Berlin nach Wien gezogen und möchte dort ein neues Leben beginnen. Eine Bettlerin prophezeit ihr, dass sie in der Nacht des 11. Februars einen Mann namens Arthur Grimm ermorden wird. Diese Prophezeihung verstört Norah sehr, da vor vielen Jahren etwas Schlimmes am 11. Februar passiert ist. Sie beginnt zu recherchieren und stellt fest, dass es einen Arthur Grimm gibt. Sie stoßt sogar zufällig  auf das Büro dieses Mannes. Sie bekommt mysteriöse Textnachrichten und ihre Freunde ziehen sich von ihr zurück.

Melanie Raabe schreibt flüssig, von Anfang an fesselnd und spannend. Die Story ist atmosphärisch dicht und sehr düster.
Die Autorin beschreibt die Geschehnisse sehr detailliert.
Als Leser ist man hin- und hergerissen, stellt Vermutungen an und zweifelt an Norahs Wahrnehmung. Norah taucht immer tiefer in ihre eigene Welt, man weiß nicht, ob ihre Wahrnehmungen trügen oder ob sie das Geschilderte wirklich erlebt hat.
Die Kapitel sind spannend und oft wird der Leser über die Erkenntnisse von Norah erst einmal im Unklaren gelassen, so dass man gezwungen ist, schnell weiterzulesen.

In Rückblicken von Norah erfahren wir, was genau vor vielen Jahren am 11. Februar geschehen ist.
Ab etwas der Hälfte des Buches war mir klar, dass hier irgendetwas gar nicht stimmen kann. Der Spannung tat es keinen Abbruch. Die Auflösung war dann eine Überraschung.

Melanie Raabe ist mit "Der Schatten" ein überaus raffinierter, komplexer Psychothriller gelungen.




Mittwoch, 11. Juli 2018

Rezension zu "Wähle den Tod " von Jutta Maria Herrmann, Droemer Knaur Verlag, Psychothriller

Titel: Wähle den Tod
Autorin: Jutta Maria Herrmann
Seitenzahl: 304 Seiten (TB, 2.7.18)
Isbn Nr. 13-978-3426519981
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
"Ein düsterer Psycho-Thriller über Schuld und Rache vor Berliner Kulisse – Jutta Maria Herrmann in Bestform!

Jana Langenfeld hat alle Brücken zu ihrem alten Leben eingerissen. Als liebevolle Gattin und Mutter lebt sie vor den Toren Berlins. Niemand ahnt, dass Jana nicht die ist, die sie vorgibt zu sein. Doch als sie eines Morgens den Familienhund tot im Garten findet, kehrt die Angst zurück, und mit ihr die Erinnerung an ein längst vergangenes Unrecht. Dann werden Janas Kinder entführt, und schließlich steht sie vor einer unmöglichen Wahl: Entweder sie stirbt oder ihre Kinder. Und Jana muss erkennen: Wenn dich die Vergangenheit einholt, wird die Gegenwart zur Hölle auf Erden …"

Über die Autorin:
Jutta Maria Herrmann ist gebürtige Saarländerin, gelernte Buchhändlerin, studierte Germanistin. Sie hat Rockkonzerte veranstaltet, Synchrondrehbücher geschrieben und arbeitet zurzeit für eine Tageszeitung. Ihre Kurzgeschichten wurden in verschiedenen Anthologien veröffentlicht. Beim MDR-Literaturwettbewerb 2010 kam ihr Beitrag in die Liste der Top 25. Seit 2003 lebt sie mit ihrem Mann, dem Autor Thomas Nommensen, im Berliner Speckgürtel im brandenburgischen Panketal. Sie ist Mitglied im Syndikat.
Weitere Informationen unter: www.jutta-maria-herrmann.de 

Eigene Meinung:
Jutta Maria Herrmann hat mit "Wähle den Tod" einen raffinierten Psychothriller geschrieben, der von der ersten Seite spannend und fesselnd geschrieben ist. Kurze Kapitel mit wechselnden Handlungssträngen bringen Tempo in die Geschichte.

Jana ist eine sehr sympathische Protagonistin, mit der man als Leser mitleidet. Man rätselt, wer Jana Böses will, was sie in der Vergangenheit getan haben soll und ist sehr gespannt darauf, was Jana uns und ihrer Familie verheimlicht. So nach und nach werden Janas Geheimnisse offenbart.

Falsche Spuren und Wendungen machen die Story perfekt. Auf den Täter wäre ich nicht gekommen.

Dieser atmosphärische Psychothriller erhält meine absolute Leseempfehlung. 




Donnerstag, 17. Mai 2018

Werbung Rezension zu "Das Böse in deinen Augen" von Jenny Blackhurst, übersetzt von Sabine Schilasky, Psychothriller, Bastei Lübbe Verlag


Titel: Das Böse in deinen Augen
Autorin: Jenny Blackhurst
Übersetzt von: Sabine Schilasky
Seitenzahl: 432 Seiten (TB, 27.4.18)
Isbn Nr. 13-978-3-404-17689-2
Verlag: Bastei Lübbe Verlag
Preis: 11,00 Euro

Verlagsinfo: "Niemand hat Angst vor einem kleinen Mädchen, oder doch?

Als die Kinderpsychologin Imogen Reid den Fall der elfjährigen Ellie Atkinson übernimmt, weigert sie sich, den seltsamen Gerüchten um das Mädchen zu glauben. Ellie sei gefährlich, so heißt es. Wenn sie wütend wird, passieren schreckliche Dinge. Imogen hingegen sieht nur ein zutiefst verstörtes Kind, das seine Familie bei einem Brand verloren hat und ihre Hilfe benötigt. Doch je näher sie Ellie kommt, desto merkwürdiger erscheint ihr das Mädchen. Dann erleidet auch Imogen einen schrecklichen Verlust - und sie fürchtet, dass es ein Fehler war, Ellie zu vertrauen -"

Über die Autorin:
Jenny Blackhurst ist seit frühester Jugend ein großer Fan von Spannungsliteratur. Die Idee für einen eigenen Roman entwickelte sie nach der Geburt ihres ersten Kindes; inzwischen ist sie eine erfolgreiche Autorin, deren Romane in mehreren Sprachen erscheinen. Ihre ersten beiden Thriller Die stille Kammer und Das Mädchen im Dunkeln standen wochenlang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und ihren beiden Kindern in Shropshire, England.

Eigene Meinung: 
In kurzen Kapiteln aus der Ich-Perspektive der Psychologin Imogen, teilweise aus der Sicht von Ellie und weiteren Personen wird dieser Psychothriller erzählt. Von der ersten Seite an ist die Story spannend und fesselnd erzählt. Die Autorin schafft es, eine leicht gruselige Atmosphäre zu kreiieren, das hat mir richtig gut gefallen.
Die Hauptfiguren Ellie und Imogen sind interessante Charaktere und durch die Ich-Perspektive bekommen wir einen tiefen Einblick in das Seelenleben der beiden.
Rund um Ellie geschehen immer wieder rätselhafte, unheimliche Ereignisse. Hat Ellie damit etwas zu tun oder ist alles, was geschieht nur purer Zufall? Steckt eventuell eine ganz andere Person dahinter?
Mich hat die Geschichte total in ihren Bann gezogen, die vielen Wendungen bringen Tempo in die Story.

Ich fand diesen Psychothriller richtig gut und auch etwas gruselig (das kommt selten vor). Ich kann euch dieses Buch nur empfehlen und bin auf weitere Bücher dieser Autorin total gespannt.




 

 
 

Sonntag, 12. November 2017

Rezension zu "Flugangst 7a" von Sebastian Fitzek, Droemer Knaur Verlag, Psychothriller

Titel: Flugangst 7a 
Autor: Sebastian Fitzek
Seitenzahl: 400 Seiten (Hardcover, 24.10.17)
Isbn Nr. 13-978-3-426-19921-3
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 22,99 Euro

Verlagsinfo: "Es gibt eine tödliche Waffe, die durch jede Kontrolle kommt.
Jeder kann sie ungehindert an Bord eines Flugzeugs bringen.

Ein Nachtflug Buenos Aires-Berlin.
Ein labiler Passagier, der unter Gewaltphantasien leidet.
Und ein Psychiater, der diesen Patienten manipulieren soll, um an Bord eine Katastrophe herbeizuführen.
Sonst verliert er etwas sehr viel Wichtigeres als sein Leben ...

Der neue Psychothriller von Bestseller-Autor Sebastian Fitzek: In der Tradition von PASSAGIER 23 spielt er mit den menschlichen Urängsten des Eingeschlossenseins und der Hilflosigkeit an Bord eines Flugzeugs."

Über den Autor:

Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seit seinem Debüt „Die Therapie“(2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Mittlerweile werden seine Bücher in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.

Eigene Meinung:
Etwas gestört hat mich, dass es auch in diesem Psychothriller von Sebastian Fitzek darum geht, dass ein Vater zu allem bereit ist, seine Tochter zu retten. Natürlich hat die Tochter dann noch ein Problem, was die Rettung nicht so einfach macht. Das kam mir von Achtnacht sehr bekannt vor.

In dieser Story geht es um einen Psychiater, der um seiner Tochter Nele beizustehen, ein Flugzeug besteigt, trotz seiner massiven Flugangst. Der Vater kam auf ziemlich abstruse Ideen, seiner Flugangst zu begegnen, hat auch sämtliche Statistiken über Flugzeugabstürze und über die Überlebensmöglichkeit dabei, studiert.
Doch für den armen Mann kommt es noch dicker, um seine Tochter zu retten, die entführt wurde und kurz vor der Niederkunft steht, soll er einen ehemaligen Patienten so manipulieren, dass das Flugzeug abstürzt. Wie soll das bitteschön gehen, fragt man sich als Leser? Und das macht wiederum die Story sehr spannend und fesselt den Leser, so dass die Buchseiten nur so fliegen.

Fitzek schreibt sprachlich sehr einfach und modern, er arbeitet mit vielen Cliffhangern und Wendungen, auf den Täter komme ich bei Fitzek nie.

Die Story ist ziemlich abgefahren, schon am Anfang war mir klar, um was es sich für eine Person handelt, die Nele entführt hat, als er Nele in einem Gebäude unterbringt und ich musste schmunzeln (ich will hier nicht spoilern). Ich konnte mir gut vorstellen, dass es einen Drahtzieher hinter dem ganzen Szenario gibt.

Manchmal kann ich Herrn Fitzek nicht so richtig ernst nehmen, dazu sind die Figuren einfach etwas zu abgedreht. Aber genau das gefällt mir auch an den Fitzek-Thrillern so gut.

Insgesamt hat mir die Story ganz gut gefallen, ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Die Geschichte bietet viel Tempo und Action.




Dienstag, 25. April 2017

Rezension zu "Das Scherbenhaus" von Susanne Kliem, Carl's books, Psychothriller


Titel: Das Scherbenhaus
Autorin: Susanne Kliem
Seitenzahl: 336 Seiten (Broschiert, 20.3.17) 
Isbn Nr. 13-978-3570585665
Verlag: Carl's books 
Preis: 14,99 Euro

Verlagsinfo: "Subtil und beklemmend: Ein genialer psychologischer Spannungsroman
Carla Brendel wird seit Monaten von einem Stalker verfolgt, der ihr Fotos mit bedrohlichen Motiven schickt: Menschliche Haut. Ein Messer. Wunden. Aus Angst vor dem Fremden flüchtet sie aus ihrer idyllischen Heimatstadt in Norddeutschland zu ihrer Halbschwester nach Berlin. In Ellens luxuriöser Wohnanlage "Safe Haven", die mit neuesten Sicherheitssystemen ausgestattet ist, fühlt sie sich beschützt. Doch kurz nach ihrer Ankunft verschwindet Ellen spurlos, ihre Leiche wird wenige Tage später aus der Spree geborgen. Ein tragischer Unfall? Oder wissen die anderen Hausbewohner mehr, als sie sagen? Carlas Zweifel wachsen. Sie bleibt und sucht nach der Wahrheit. Dabei merkt sie schnell, dass im "Safe Haven" ganz eigene Regeln und Gesetze herrschen. Und es tödlich enden kann, wenn man zu viele Fragen stellt …"

Über die Autorin:
Susanne Kliem wurde 1965 am Niederrhein geboren. Sie arbeitete als Pressereferentin für Fernsehserien von ARD und ZDF und für das größte deutsche Theaterfestival »Theater der Welt«. Seit 2009 schreibt sie Krimis, für die sie bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde.
Mehr unter www.susannekliem.de

Eigene Meinung: 
Carla Brendel wohnt in einem kleinen Reetdachhaus in einer Kleinstadt in Norddeutschland. Zusammen mit ihrem Schwager führt sie dort ein Restaurant. Seit einigen Monaten wird sie von einem Stalker belästigt, der ihr beängstigende Fotos schickt, so dass sie total verunsichert wird. Von ihrer Halbschwester Ellen hat sie schon sehr lange nichts mehr gehört. Plötzlich meldet sich Ellen, die in Berlin in einer Wohnanlage "Safe Haven" lebt. Sie möchte, dass Carla zu ihr nach Berlin kommt, weil sie ihr etwas dringendes sagen möchte. Zum Gespräch kommt es nie, Ellen verschwindet und ihr Leiche wird in der Spree gefunden. Carla beschließt in "Safe Haven" zu bleiben , weil sie sich dort sicher fühlt. Sie stellt den Hausbewohnern Fragen und bekommt keine ausreichenden Antworten auf ihre Fragen. Als sie nicht aufhört zu ermitteln, gerät sie in tödliche Gefahr.

Susanne Kliem baut die Spannung in diesem Psychothriller langsam auf. "Safe Haven", eine hochmodernes Sicherheitshaus, wirkt auf mich wie ein Hochsicherheitstrakt. Ich wollte in einem solchen Haus, das sehr genau beschrieben ist, nicht wohnen.

Carla Brendel ist eine ängstliche Frau, durch den Stalker total verunsichert, die auf der Suche nach Antworten über sich hinauswächst. Die Bewohner von "Safe Haven" haben alle irgendein Geheimnis, das es aufzudecken gilt und im Laufe der Story auch aufgedeckt wird. Die eingeschworene Hausgemeinschaft scheint durch Intrigen, Machtspielchen und Manipulationen voneinander abhängig zu sein. 

Mir hat diese Story total gut gefallen, da dieser Psychothriller von seiner beklemmenden Atmosphäre, starken Dialogen und von seiner unterschwelligen Spannung lebt.

  


Freitag, 3. Februar 2017

Rezension zu "Saving Grace" von B. A. Paris, übersetzt von Wulf Bergner, Blanvalet Verlag, Psychothriller

Titel: Saving Grace
Autorin: B. A. Paris
Übersetzt von: Wulf Bergner
Seitenzahl: 352 Seiten, TB, Klappenbroschur (21.11.16)
Isbn Nr. 13-978-3-7341-0263-9
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 9,99 Euro

 Verlagsinfo:

"Niemand glaubt dir. Niemand hilft dir. Du gehörst ihm …
Grace und Jack Angel sind das perfekte Paar. Die dreiunddreißigjährige Grace ist warmherzig, liebevoll, bildhübsch. Jack sieht gut aus, ist charmant und kämpft als renommierter Anwalt für die Rechte misshandelter Frauen. Aber sollte man Perfektion jemals trauen? Warum zum Beispiel kann Grace auf Dinnerpartys so viel essen und nimmt doch niemals zu? Warum umgibt ein hoher Zaun Jacks und Graces wunderschönes Haus? Doch wenn man Grace danach fragen möchte, stellt man fest, dass sie nie allein ist. Denn Jack ist immer – wirklich immer – an ihrer Seite …"

Über die Autorin:

B.A. Paris wuchs in England auf, hat jedoch den Großteil ihres Erwachsenenlebens in Frankreich verbracht. Sie arbeitete in der Finanzbranche und als Lehrerin. Gemeinsam mit ihrem Ehemann und ihren fünf Töchtern lebt sie auch heute noch in Frankreich. »Saving Grace – Bis dein Tod uns scheidet« ist ihr erster Roman.

Eigene Meinung: 

Das Debüt von B. A. Paris beginnt mit einer Dinnerparty mit Freunden. Grace und Jack sind ein Traumpaar, das von seinen Freunden beneidet wird. Doch schon beim Lesen der ersten Seite wackelt die Idylle, irgendwie ist alles zu perfekt. Warum hat Grace kein Handy? Warum verschiebt sie Lunchtermine mit ihren Freunden? So nach und nach kommt der Leser dem Abgrund, an dem sich Grace bewegt, auf die Spur und Jack entpuppt sich als Monster.

Dieser Psychothriller ist über zwei Zeitebenen erzählt. In der Vergangenheit erfahren wir, wie Grace ihren Traummann Jack kennengelernt hat. Der sieht dem Schauspieler Georg Clooney wohl sehr ähnlich, was zu einem Running Gag in der Story führt. Wir erleben mit, wie die beiden heiraten und wie Grace kämpfen muss, sich Jack widersetzt und die Konsequenzen, die darauf erfolgen. Mehr möchte ich dazu nicht schreiben, denn jedes weitere Wort nimmt euch die Spannung an der Geschichte. Im Erzählstrang, der in der Gegenwart spielt, erfahren wir, wie Graces Leben im Moment aussieht (und das ist ganz und gar nicht rosig).

Die Story ist aus der Ich-Perspektive von Grace erzählt. Deshalb leidet der Leser mit und hofft auf ein glückliches Ende, das allerdings mehr als fern liegt. Graces kleine Schwester Millie ist eine ganz besonders liebenswerte Figur.  Jack hingegen wird immer unsympathischer im Laufe der Geschichte.

5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung für diesen raffinierten, sehr spannenden und fesselnden Psychothriller, der eine total beklemmende Atmosphäre erschafft und das alles ohne Gewaltszenen oder blutige Szenen. "Saving Grace" ist ein total überraschendes,  perfektes Debüt.




  

Mittwoch, 4. Januar 2017

Rezension zu "Stiefkind " von S. K. Tremayne, übersetzt von Susanne Wallbaum, Droemer Knaur, Psychothriller

Titel: Stiefkind
Autor: S. K. Tremayne
Übersetzt von: Susanne Wallbaum
Seitenzahl:  400 Seiten, Klappenbroschur, Knaur TB (1.12.16)
Isbn Nr. 13-978-3-426-51662-1
Verlag: Droemer Knaur
Preis: 14,99 Euro
 
Verlagsinfo:
 "Psychothrill an der atemberaubenden Küste Cornwalls - der neue Roman des Bestsellerautors von "Eisige Schwestern"!
Rachel hat es endlich gut getroffen. Nach langen Single-Jahren hat sie den Anwalt David Kerthen kennengelernt und zieht mit ihm in sein Herrenhaus auf den Klippen von Cornwall. Mit den besten Absichten, auch für Davids Sohn aus erster Ehe, den 9-jährigen Jamie, eine gute Mutter zu sein. Denn Davids erste Frau kam auf tragische Weise in einer der überfluteten Zinngruben an Cornwalls Küste ums Leben.
Doch Jamie verändert sich, scheint von düsteren Visionen geplagt - und platzt schließlich mit einem Satz heraus, den Rachel nicht mehr vergessen kann: „ An Weihnachten wirst du sterben ... und meine Mummy kommt zurück.""

Über den Autor:
 S.K. Tremayne ist ein englischer Bestsellerautor und preisgekrönter Reisejournalist, der regelmäßig für internationale Zeitungen und Magazine schreibt...

Eigene Meinung:
Auch dieser Psychothriller ist sehr atmosphärisch erzählt und die Landschaft an der Küste von Cornwall ist wunderschön beschrieben. Der Plot ist total spannend, es gibt viele Familiengeheimnisse aufzudecken und ständig gibt es neue Wendungen.

Einziger Kritikpunkt: Die Protagonisten David und Rachel bleiben sehr distanziert zum Leser und sind beide nicht sehr sympathisch.

4/5 Sterne für diesen spannenden und fesselnden Psychothriller, bei dem wir viel über die Geschichte Cornwalls erfahren.



Freitag, 11. November 2016

Rezension zu "Das Paket" von Sebastian Fitzek, Droemer Knaur Verlag, Psychothriller

Titel: Das Paket
Autor: Sebastian Fitzek
Seitenzahl: 368 Seiten, (Hardcover, 26.10.16)
Isbn Nr. 13-978-3-426-19920-6
Verlag: Droemer Knaur
Preis: 19,99 Euro

 Verlagsinfo:
Der neue Psychothriller von Sebastian Fitzek!
Seit die junge Psychiaterin Emma Stein in einem Hotelzimmer vergewaltigt wurde, verlässt sie das Haus nicht mehr. Sie war das dritte Opfer eines Psychopathen, den die Presse den »Friseur« nennt – weil er den misshandelten Frauen die Haare vom Kopf schert, bevor er sie ermordet.
Emma, die als Einzige mit dem Leben davonkam, fürchtet, der »Friseur« könnte sie erneut heimsuchen, um seine grauenhafte Tat zu vollenden. In ihrer Paranoia glaubt sie in jedem Mann ihren Peiniger wiederzuerkennen, dabei hat sie den Täter nie zu Gesicht bekommen. Nur in ihrem kleinen Haus am Rande des Berliner Grunewalds fühlt sie sich noch sicher – bis der Postbote sie eines Tages bittet, ein Paket für ihren Nachbarn anzunehmen.
Einen Mann, dessen Namen sie nicht kennt und den sie noch nie gesehen hat, obwohl sie schon seit Jahren in ihrer Straße lebt ...

Über den Autor:
Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seine Bücher werden in vierundzwanzig Sprachen übersetzt...

Eigene Meinung: 

Zur Story an sich mag ich nicht allzuviel sagen, die Verlagsinfo reicht hier aus. Ich möchte der Geschichte nicht die Spannung nehmen.  Emma ist eine Psychiaterin, die unverhofft in Ereignisse hineinstolpert, die eine ganz eigene Dynamik haben.

Dieser Psychothriller von Sebastian Fitzek ist gewohnt flüssig und spannend geschrieben, nach so gut wie jedem Kapitel gibt es einen Cliffhanger und eine Wendung. Man weiß nicht, was sich Emma Stein einbildet oder was tatsächlich passiert ist.

Fitzek setzt ständig falsche Spuren und legt ein enormes Tempo an den Tag, so dass dieser Pageturner ziemlich schnell gelesen ist.

5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung für diesen actionreichen Psychothriller mit ziemlich vielen schrägen Personen.






Montag, 8. August 2016

Rezension zu "Die Witwe" von Fiona Barton, übersetzt von Sabine Längsfeld, Wunderlich Verlag, Psychothriller

Titel: Die Witwe
Autorin: Fiona Barton
übersetzt von: Sabine Längsfeld
Seitenzahl: 432 Seiten, broschiert (21.5.16)
Isbn Nr. 13-978-3805250979
Verlag: Wunderlich Verlag 
Preis: 16,99 Euro
 
Verlagsinfo:
"Die Frau.
Jean Taylor führt ein ganz normales Leben in einer englischen Kleinstadt: Sie hat ein hübsches Haus und einen netten Ehemann. Glen und sie führen eine gute Ehe.

Der Mann.
Dann kommt der Tag, der alles ändert: Sie nennen Glen jetzt das Monster. Er soll etwas Unsagbares getan haben. Und Jeans heile Welt zerbricht.

Die Witwe.
Jetzt liegt Glen auf dem Friedhof, und Jean ist zum ersten Mal allein. Allein und frei. Frei ihre Geschichte zu erzählen.
Jean Taylor wird uns sagen, was sie weiß.

Perfekt konstruierte psychologische Spannung und komplexe Charaktere, erzählt von einer authentischen Stimme."
Über die Autorin:
Fiona Barton wurde in Cambridge geboren und arbeitete lange bei der «Daily Mail», beim «Daily Telegraph» und bei der «Mail on Sunday». Für ihre Tätigkeit gewann sie den britischen Preis «Reporter of the Year». Viele Jahre war sie als Prozessbeobachterin und Gerichtsreporterin für verschiedene Medien tätig. Heute arbeitet sie als Medientrainerin. «Die Witwe» ist ihr erster Roman.
Eigene Meinung:
Zur Geschichte möchte ich nicht so viel erzählen um die Spannung nicht zu nehmen. Die Story lebt schließlich von Geheimnissen, Verschleierung und Täuschung.
Schon sehr jung hat Jean, die beim Friseur arbeitet, Glen geheiratet. Sie scheint ihm alles, was er erzählt,zu glauben und erweckt den Anschein, sehr naiv zu sein. Die junge Frau vergöttert ihn regelrecht. Als er eines Verbrechens beschuldigt wird, kommen Jean Zweifel, ob sie Glen wirklich kennt. Sie hält jedoch zu ihrem Ehemann.
Durch diese Story bekommt man einen genauen Einblick, wie Menschen aus dem näheren Umfeld reagieren, wenn ein Mann wie Glen eines Verbrechens bezichtigt wird. Hier wird sehr realistisch wiedergegeben, wie Verwandte, Freunde, Bekannte, die Verkäufer aus dem Supermarkt und Geschäftskollegen auf einen Verdacht reagieren. Reporter belagern die beiden Tag und Nacht. Auch die Rolle der Medien scheint mir realistisch zu sein. Jean ist jedoch erst nach Glens Tod bereit, mit einer Reporterin zu reden.

Fiona Barton erzählt flüssig, sachlich nüchtern und schnörkellos. Ich war jedoch sofort von der Geschichte gefesselt, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.  Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und man bekommt so nach und nach ein Bild über die Beziehung von Jean zu ihrem Mann Glen.
Erzählt wird die Story über verschiedene Perspektiven, in der Gegenwart und in Rückblicken auf die Vergangenheit. 

Dem Leser stellen sich viele Fragen. Ist Glen wirklich der Täter? Hat Jean etwas mit Glens Tod zu tun? Was ist mit dem verschwundenen Kind passiert? Diese Fragen möchte man beantwortet haben. Die Geschichte weckt Emotionen beim Leser.
Wer Bücher wie "Girl on the train" oder "Gone girl" mag, wird "die Witwe" lieben, da kann ich mich nur anschließen. 
5/5 Sterne für dieses mehr als gelungene Debüt, das einen Blick in die Psyche und in die Beziehung von Jean und Glen gewährt. 
Für mich die Überraschung des Jahres, obwohl ich schon sehr früh eine Ahnung hatte, was genau passiert ist. 



Mittwoch, 15. Juni 2016

Rezension zu "Schuld bist du" von Jutta Maria Herrmann, Droemer Knaur Verlag, Psychothriller

Titel: Schuld bist du
Autorin: Jutta Maria Herrmann
Seitenzahl: 349 Seiten (TB, 1.6.16)
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 9,99 Euro


Verlagsinfo:

"„Schuld bist du!" - Diese mit Blut an eine Fensterscheibe geschmierte Botschaft findet der Journalist Jakob Auerbach in seiner leergeräumten Wohnung vor, als er von einer Dienstreise zurückkehrt. Von seiner Frau Anne und der kleinen Tochter Mia fehlt jede Spur. Auf der Suche nach ihnen hetzt er durch die nächtlichen Straßenschluchten von Berlin, ohne zu ahnen, dass er selbst der Gejagte ist."

Über die Autorin:

Mitte der Achtziger strandete die Saarländerin Jutta Maria Herrmann in Berlin, studierte Germanistik und Filmwissenschaften, sympathisierte mit der Hausbesetzerszene und stürzte sich ins Nachtleben. Sie war u.a. als Buchhändlerin, Putzfrau, Sekretärin, Synchrondrehbuch-Autorin und Veranstalterin von Punkkonzerten tätig. Heute arbeitet sie für eine Tageszeitung und lebt mit ihrem Mann, dem Autor Thomas Nommensen, vor den Toren Berlins. Ihr Psychothriller „Hotline“ ist im Knaur Verlag erschienen.

Eigene Meinung:  

Erzählt wird dieser raffinierte Psychothriller über zwei Handlungsstränge in kurzen Kapiteln. Eine etwas geheimnisvolle Ich-Erzählerin sitzt am Bett ihres Mannes und berichtet von Ereignissen, die in der Vergangenheit liegen. Der Journalist Jakob Auerbach findet nach einer Dienstreise seine Wohnung leer vor. Frau und Kind sind spurlos verschwunden, die Wohnung ist leergeräumt und die mysteriöse Botschaft "Schuld bist du!" wurde mit Blut an die Fensterscheibe geschmiert. Jakob begibt sich auf die Suche nach seiner Frau und seinem Kind, dabei wird die Geschichte immer rätselhafter und er gerät in große Gefahr. Zur Story an sich möchte ich nicht mehr sagen, da ich nicht spoilern möchte.

Anfangs waren die Erzählstränge sehr verwirrend und sehr komplex. Im Laufe der Story ergaben sich noch mehr Fragen und Unklarheiten. Mir war überhaupt nicht klar, wie die beiden Erzählstränge zusammengeführt werden konnten. Zum Ende hin wurde dann alles so nach und nach aufgeklärt und die beiden Handlungsstränge wurden zusammengeführt.

5/5 Sterne für diesen sehr komplexen, spannenden, intelligenten und fesselnden Psychothriller mit vielen Wendungen, der sich rund um das Thema "Schuld" dreht.

Ich empfehle dieses Buch an einem freien Wochenende oder im Urlaub zu lesen. Man sollte auf jeden Fall nicht zu viel Zeit mit dem Weiterlesen verstreichen lassen, sonst könnte man den Faden verlieren.


Mittwoch, 8. Juni 2016

Rezension zu "Wenn du mich tötest" von Karen Winter, Droemer Knaur, Psychothriller

Titel: Wenn du mich tötest
Autorin: Karen Winter
Seitenzahl: 320 Seiten (TB, 1.4.16)
Isbn Nr.: 13-978-3-426-30512-6
Verlag: Droemer Knaur
Preis: 9,99 Euro

 Verlagsinfo:
"Nach Kinlochbervie, einem Küstenort in den schottischen Highlands, verirrt sich niemand zufällig. Deswegen sorgt der deutsche Tourist Julian im einzigen Hotel der Gegend durchaus für Aufsehen. Verdreckt, durchnässt und völlig verstört bittet der Backpacker um Hilfe. Seine Frau Laura, mit der er einige Tage am Strand der einsamen Sandwood Bay verbracht hat, ist verschwunden. Die Polizei steht vor einem Rätsel, und bald gerät Julian selbst unter Verdacht. Dann wird südlich der Bay die Leiche einer Frau angespült; nackt und kaum mehr zu identifizieren ..."

Über die Autorin:

Karen Winter ist eine erfolgreiche Spannungsautorin, die seit vielen Jahren mit ihren Thrillern auch die Leser in Frankreich und den Niederlanden begeistert. Sie lebt in Hamburg. Zusammen mit ihrem Mann bereist sie, beruflich wie privat, die Welt. Ihre abenteuerlichen Reisen sind die perfekte Inspirationsquelle für ihre abgründigen psychologischen Romane und äußerst brisanten Thriller.

Eigene Meinung: 
Dieser sehr atmosphärische Psychothriller ist spannend von der ersten Seite an. Karen Winter erzählt über verschiedene Sichtweisen und in Rückblicken, was an der Sandwood Bay genau passiert ist. Dabei legt sie gekonnt falsche Spuren, die auch den sympathischen Ermittler DS John Gills in die Irre führen. So nach und nach offenbart sich uns ein ungewöhnliches Ehedrama.

Der ganze Psychothriller ist unblutig und kommt ohne große Schockeffekte aus. Das gefällt mir persönlich sehr gut. Auch die Atmosphäre der Highlands und die Einsamkeit an der schottischen Küste ist sehr gut eingefangen und hat mir ein schöne Erinnerungen an unsere Schottlandurlaube beschert.

Der Schluss überrascht sicher auch geübte Krimileser. Ich würde gerne noch mehr Fälle, in denen John Gills in den Highlands ermittelt, lesen.


 

Samstag, 4. Juni 2016

Rezension zu "Leons Erbe" von Michael Theißen, Bastei Entertaiment, Ebook, Psychothriller


Titel: Leons Erbe
Autor: Michael Theißen
Seitenzahl: 300 Seiten, eBook, epub, (2.5.16)
Isbn Nr. 13-978-3-7325-2510-2
Verlag: Bastei Entertainment
Preis: 5,99 Euro


Verlagsinfo: 

"Für Katja bricht eine Welt zusammen, als ihr Sohn Leon bei einem Autounfall ums Leben kommt. Es ist der zweite schwere Schicksalsschlag in kurzer Zeit. Erst vor sechs Monaten ist ihre Schwester spurlos verschwunden. Als Katja nach Leons Trauerfeier einen Anruf erhält, überschlagen sich die Ereignisse: Ein Notar ist im Besitz einer Kiste, die Leon seiner Mutter vererbt hat. Als Katja die Kiste öffnet, entdeckt sie darin ein Armband, das ihrer Schwester gehörte. Wie ist ihr Sohn in den Besitz dieses Armbandes gekommen? Und warum hat er es bei einem Notar hinterlegt? Was will Leon seiner Mutter aus dem Tod heraus damit sagen? Für Katja beginnt eine Suche nach der Wahrheit – nichtsahnend, dass sie damit die Tür zu einem dunklen Familiengeheimnis öffnet ..."

Über den Autor:
Michael Theißen, Jahrgang 1986, lebt zehn Fahrminuten von Mönchengladbach entfernt und absolvierte vor Kurzem ein Studium der Sozialwissenschaften in Köln. Seine Leidenschaft ist das Lesen und Schreiben von Psychothrillern. Seine Lieblingsserie im Fernsehen, The Big Bang Theory, ist sein Kontrastprogramm, wenn er von Mördern und Geheimnissen eine Pause braucht. In seiner Freizeit ist er außerdem als Handballschiedsrichter aktiv.

Eigene Meinung: 
Zur Story an sich werde ich nichts sagen, um die Spannung nicht vorweg zu nehmen. Die Verlagsinfo sagt dazu genug aus.
Michael Theißen erzählt diesen Psychothriller in einfachen, knappen Sätzen und kurzen Kapiteln aus der Ich-Perspektive der trauernden Katja. Von Anfang an war ich von der Story gefesselt und wollte unbedingt wissen, ob Leons Unfall auch ein Unfall war und was mit Nicci passiert ist.
Katja beginnt zu recherchieren. Sie führt Gespräche mit Bekannten, mit Leons Lehrern, seiner Ex-Freundin und mit Familienmitgliedern. Doch mit jedem Gespräch was sie führt, kommt ein neues Rätsel auf. Sie muss entdecken, dass viele Familienmitglieder einige Geheimnisse vor ihr verbergen und sie Nicci und Leon wohl gar nicht richtig gekannt hat. 
Katja fügt die verschiedenen Ergebnisse ihrer Ermittlungen zusammen und findet am Ende heraus, was geschehen ist.

4/5 Sterne für dieses starke Debüt mit vielen Wendungen und Cliffhangern. 


Mittwoch, 1. Juni 2016

Rezension zu "Der Keller" von Minette Walters, übersetzt von Charlotte Breuer und Norbert Möllemann, Goldmann Verlag, Psychothriller

Titel: Der Keller
Autorin: Minette Walters
Übersetzt von: Charlotte Breuer und Norbert Möllemann
Seitenzahl: 224 Seiten, (TB, Klappenbroschur, 18.4.16)
Isbn Nr. 13-978-3-442-48432-4
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
"Munas Leben ist die Hölle. Und niemand kommt ihr zu Hilfe, denn keiner weiß, dass die Familie Songolis ihr Hausmädchen behandelt wie eine Sklavin. Dabei muss sie sich nicht nur Tag für Tag bis zur Erschöpfung um das Wohl der Songolis kümmern, sondern wird auch noch jede Nacht in einen dunklen, fensterlosen Keller gesperrt. Doch dann kehrt eines Tages der jüngste Sohn der Familie aus unerklärlichen Gründen nicht mehr nach Hause zurück. Damit die ermittelnden Polizeibeamten nichts von Munas Schicksal erfahren, darf sie ihren Keller verlassen. Und diese Chance nutzt sie auch. Denn Muna ist sehr viel klüger, als alle ahnen – und ihre Pläne sind sehr viel schockierender, als irgendjemand jemals vermuten würde ..."


Über die Autorin:
Minette Walters arbeitete lange als Redakteurin in London, bevor sie Schriftstellerin wurde. Seit ihrem Debüt "Im Eishaus", das 1994 auf Deutsch veröffentlicht wurde, zählt sie zu den Lieblingsautoren von Millionen Leserinnen und Lesern in aller Welt. Alle ihre bisher erschienenen Romane wurden mit wichtigen Preisen ausgezeichnet und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Minette Walters lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in Dorset, England.


Eigene Meinung:
Nachdem endlich einmal wieder ein Buch von Minette Walters erschienen ist, musste ich das natürlich unbedingt lesen.

Auch dieser Psychothriller der Autorin hat mich nicht enttäuscht. Er ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend und fesselnd erzählt. Muna, die aus einem Waisenhaus in Afrika stammt, wird von der Familie Songolis als Sklavin gehalten. Sie lebt im Keller, wird misshandelt und erhält keinerlei Bildung. Doch Muna ist nicht dumm, obwohl sie von sich selbst behauptet, sie hätte einen Hirnschaden. Sie hat von Kindheit an gelernt sich anzupassen und im passenden Moment schlägt sie zurück.

Erzählt wird die ganze Story aus Munas Sicht in der 3. Person. Minette Walters benutzt dazu eine einfache, knappe Sprache, die zu Muna passt. Das junge Mädchen ist eine interessante, vielschichtige Persönlichkeit, die die Familie Songolis und den Leser immer wieder überrascht.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das Szenario, das die Autorin hier erschaffen hat, vorkommen kann. Es gibt leider solche Menschen, die andere Menschen ausbeuten und misshandeln, auch das macht diese Story so spannend.

Einige raffinierte Wendungen wurden eingebaut, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet hätte. So mag ich Psychothriller!


5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung für diesen raffinierten, abgründigen Psychothriller.



Mittwoch, 17. Februar 2016

Rezension zu "Der Schlafmacher" von Michael Robotham, übersetzt von Kristian Lutze, Goldmann Verlag, Psychothriller

Titel: Der Schlafmacher
Autor: Michael Robotham
Übersetzt von: Kristian Lutze
Seitenzahl: 416 Seiten, Paperback, Klappenbroschur (11.1.16)
Isbn Nr. 13-978-3-442-31408-9
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 14,99 Euro

Verlagsinfo:
"Er wiegt dich sanft in den Schlaf, und wenn du Glück hast, lässt er dich am Leben ...

Ein abgelegenes Bauernhaus in Somerset wird zum Schauplatz eines brutalen Mordes: Zwei Frauen, Mutter und Tochter, werden eines Nachts von einem skrupellosen Mörder hingerichtet. Doch trotz gründlicher Untersuchungen steht die Polizei vor einem Rätsel. Chief Superintendent Ronnie Cray bittet daher den erfahrenen Psychologen Joe O’Loughlin um Hilfe, der gleich mit mehreren verdächtigen Personen konfrontiert ist. Motive hätten sie alle, der betrogene Exmann genauso wie die zahlreichen Liebhaber. Spätestens aber, als eine weitere Leiche gefunden wird, auf deren Stirn der Buchstabe „A“ eingeritzt ist, weiß O’Loughlin, dass er es mit einem verstörten und gefährlichen Täter zu tun hat. Jemand, der sich rächen will, für etwas, das ihm einst angetan wurde. Jemand, der vor niemandem haltmacht, auch nicht vor O’Loughlins Familie …"
Über Michael Robotham:
Michael Robotham wurde 1960 in New South Wales, Australien, geboren. Er war lange Jahre als Journalist für große Tageszeitungen und Magazine in London und Sydney tätig, bevor er sich ganz seiner eigenen Laufbahn als Schriftsteller widmete. Mit seinen Romanen stürmt er regelmäßig die Bestsellerlisten und wurde bereits mit mehreren Preisen geehrt, unter anderem mit dem renommierten Gold Dagger. Michael Robotham lebt mit seiner Frau und seinen drei Töchtern in Sydney.

Weitere Informationen zum Autor unter www.michaelrobotham.com
Eigene Meinung:
Auch der 10. Band mit Joe O`Loughlin, der zu einem brutalen Fall hinzugezogen wird, und erst gegen später die Hilfe seines Freundes Vincent Ruiz in Anspruch nimmt, ist fesselnd und spannend erzählt. Es gibt viele Verdächtige, so dass man ständig am Raten ist, wer die Verbrechen denn nun begangen hat. 
Die Erzählperspektiven wechseln zwischen der von Joe und in kurzen Kapiteln in die Sichtweise des Täters, wobei raffinierterweise im Dunkeln bleibt, wer der Täter ist.  

Der Plot ist sehr interessant und die Fälle äußerst brutal.  Die verschiedenen Charaktere sind sehr lebendig dargestellt und authentisch. Ich mag den Psychologen Joe, genauso wie Ruiz, weshalb es mich hier überhaupt nicht stört, dass viel Privates von Joe in die Geschichte einfließt.

Da dies der 10. Band ist, in dem Ruiz und Joe zusammen ermitteln, ist es hilfreich, wenn man die vorherigen Bände gelesen hat. Die Reihe lohnt sich auf jeden Fall. 

5/5 Sterne und meine absolute Empfehlung für Psychothrillerfans, Robotham kann erzählen, was er wieder einmal bewiesen hat.

 

Freitag, 29. Januar 2016

Rezension zu Böse Lügen von Sharon Bolton, übersetzt von Marie-Luise Bezzenberger, Manhattan Verlag, Psychothriller

Titel: Böse Lügen
Autorin: Sharon Bolton
übersetzt von: Marie-Luise Bezzenberger
Seitenzahl: 464 Seiten , Paperback,Klappenbroschur, 19.10.2015
Isbn Nr. 13-978-3-442-54765-4
Verlag: Manhattan Verlag
Preis: 14,99 Euro
  
Verlagsinfo: "In einer kleinen Gemeinschaft wie der auf den Falklands gehen keine Kinder verloren. Und wenn doch, so kann es sich nur um einen tragischen Unfall handeln, schließlich sind die rauen Küsten der Inselgruppe nicht ungefährlich. Doch als zum dritten Mal ein kleiner Junge verschwindet, glaubt kaum noch jemand an einen Zufall. Die Bewohner müssen befürchten, dass einer von ihnen ein Mörder ist. Auch Catrin Quinn, die nach dem Tod ihrer beiden Söhne ein zurückgezogenes Leben führt, wird in die Suche hineingezogen. Mit jeder Stunde steigen Misstrauen und Hysterie, bis eine regelrechte Hexenjagd beginnt. In ihrem Zentrum stehen Catrin selbst; Rachel, ihre beste Freundin aus Kindertagen; und Catrins ehemaliger Liebhaber Callum. Alle drei hüten Geheimnisse, die sie bis in ihre Träume verfolgen. Und sie vertrauen niemandem – nicht einmal sich selbst. Schließlich wären sie zu allem fähig …"

Über die Autorin:
 Sharon Bolton wurde im englischen Lancashire geboren, hat eine Schauspielausbildung absolviert und Theaterwissenschaft studiert. „Todesopfer“, ihr erster Roman, wurde von Lesern und Presse begeistert gefeiert und machte die Autorin über Nacht zum neuen Star unter den britischen Spannungsautorinnen. Ihrem ersten Triumph folgten mittlerweile sieben weitere Thriller – darunter vier mit der grandiosen Ermittlerin Lacey Flint –, in denen Sharon Bolton ihr brillantes Können immer wieder unter Beweis stellte. Sie wurde bereits für zahlreiche Krimipreise nominiert und für "Schlangenhaus" mit dem Mary Higgins Clark Award ausgezeichnet sowie mit dem Dagger in the Library für ihr Gesamtwerk. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Oxford.

Mehr zur Autorin und ihren Büchern finden Sie unter www.sjbolton.com

Eigene Meinung:  

Dieser Psychothriller ist über verschiedene Perspektiven erzählt. Den Anfang macht Cathrin, die aus der Ich-Perspektive erzählt. Cathrin wirkt etwas verloren, sie trauert um ihre beiden Söhne, lebt alleine, fühlt sich einsam und ist verbittert. Sie plant den Mord an ihrer ehemals besten Freundin. Nach und nach erfährt der Leser, was genau mit ihren Söhnen passiert ist und warum sie die Schuld an deren Tod ihrer besten Freundin gibt.

Im 2. Teil des Buches erzählt Callum seine Sicht der Dinge. Er ist ein Ex-Soldat, der sich um Cathrin kümmert und seine Erlebnisse während des Falkland-Krieges noch nicht so richtig verarbeitet hat.

Im 3. Teil werden die Ereignisse aus der Sicht von Rachel, der ehemals besten Freundin von Cathrin wiedergegeben.

Die Geschichte beginnt langsam, sie braucht etwas Zeit. Doch von Anfang an ist eine unterschwellige Spannung zu spüren. Man weiß nicht, was man der erzählenden Person glauben soll. Wir erfahren sehr viel über die Bewohner der Falklandinseln, über die Landschaft, Tierwelt dieser Inseln, das Zusammenleben der Menschen dort und über den Falklandkrieg.

Die Story ist sehr fesselnd und sehr atmosphärisch erzählt, so dass ich das Buch an einem regnerischen Sonntag verschlungen habe. Das Buch behandelt Themen wie Rache, Vorurteile und Gnade, die mit Kaltblütigkeit verwechselt wird. Die Erzählung ist voller Lügen und Geheimnisse. 

Das Buch bekommt meine absolute Leseempfehlung. Sharon Bolton hat mich mit diesem raffinierten Psychothriller mit überraschendem Ende wieder völlig überzeugt.




 

Freitag, 18. Dezember 2015

Rezension zu "Während du stirbst" von Tammy Cohen, übersetzt von Bernd Stratthaus, Blanvalet Verlag, Psychothriller,


Titel: Während du stirbst
Autorin: Tammy Cohen
Übersetzt von: Bernd Stratthaus 
Seitenzahl: 410 Seiten, TB Klappenbroschur (16.11.15)
Isbn Nr. 13-978-3-7341-0219-6
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
"Sehr wahrscheinlich werde ich TOT sein, bevor Sie das hier zu Ende gelesen haben."
Drei Dinge gibt es über Jessica Gold zu wissen: Sie ist neunundzwanzig Jahre alt, sie hat eine Knopfphobie, und sie wurde entführt. Von einem Fremden, der sie zwölf Tage lang in seiner Wohnung gefangen hält, sie mit perfiden Grausamkeiten quält, sie angekettet in einer Hundehütte am Fuß seines Bettes schlafen lässt. Und jeden Tag überreicht er seinem Opfer ein Geschenk – eines grausamer als das nächste –, bis Jessica am zwölften Tag sicher weiß: Der Mann wird sie töten. Doch Jessica hat ein Geheimnis, von dem niemand etwas ahnt …"

Über die Autorin:
Tammy Cohen arbeitet als freie Journalistin für verschiedene Zeitschriften und Magazine, u.a. für »Cosmopolitan« und »Woman and Home«. Auch wenn sie das Schreiben fiktionaler Texte erst spät für sich entdeckte, hat sie bereits vier Romane veröffentlicht. Sie lebt mit ihrem Partner, ihren drei (fast) erwachsenen Kindern und einem sehr ungezogenen Hund im Norden Londons.

Eigene Meinung: 
Tammy Cohen hat mit "Während du stirbst" einen gut durchdachten Psychothriller mit richtig gemeinen Wendungen geschrieben.
Jessica Gold ist ein etwas eigenwilliger, verschrobener Charakter. Sie ist sehr verschlossen, sie hat kaum Kontakt zu ihren Kollegen, keine Freunde, hört manchmal Stimmen und wirkt oft sehr naiv. Die Frau ist schon lange mit ihrem Freund zusammen, in der Beziehung kriselt es, so dass sie mit einem gutaussehenden Fremden in seine Wohnung geht. Dort wird sie 12 Tage lang gefangen gehalten, erhält skurrile Geschenke und wird psychisch und körperlich gequält. Gleichzeitig muss sie sich die Lebensgeschichte von Dominic, so heißt der Mann, der sie gefangen hält, anhören.

Obwohl die Autorin nicht ins Detail geht, regt sie das Kopfkino des Lesers so an, dass dieser Psychothriller nichts für schwache Nerven ist.

Die Geschichte ist aus zwei Perspektiven erzählt. Jessica Gold berichtet aus der Ich-Perspektive, so dass wir ihr Martyrium hautnah miterleben. Der Erzählstil ist sachlich nüchtern, was zur Protagonistin sehr gut passt. Ein weiterer Handlungsstrang ist  aus der Perspektive der Ermittlerin Kim geschrieben, die nach der Vermissten sucht und mit deren Freund Travis und ihrer Familie Kontakt hält. Kim befindet sich in einer Ehekrise, weil ihr ihre Karriere und dieser Fall wichtiger ist, als Familie und Kinder.

Dieser ganz besondere Psychothriller hat mir sehr gut gefallen. Er ist unglaublich böse, verstörend und nach ca. der Hälfte des Buches hält er so einige Überraschungen parat. Daher erhält er von mir 5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung.


Montag, 14. September 2015

Rezension zu "Scherbenseele" von Erik Axl Sund, übersetzt von Nike Karen Müller, Goldmann Verlag, Psychothriller


Titel: Scherbenseele
Autoren: Eric Axl Sund
Originaltitel: Glaskroppar, Ordfront Förlag
Übersetzt von: Nike Karen Müller
Seitenzahl: 416 Seiten, Paperback (8.9.15)
Isbn Nr. 978-3-442-48333-4
Preis: 12,99 Euro
Verlag: Goldmann Verlag
  Verlagsinfo:
"Der erste, in sich abgeschlossene Band der neuen Kronoberg-Reihe.
Eine Welle bizarrer Selbstmorde erschüttert Schweden. An den unterschiedlichsten Orten im Land nehmen sich Jugendliche auf ungewöhnliche, grausame Weise das Leben, und sie alle haben eines gemeinsam: Sie hören die düstere Musik eines Interpreten namens "Hunger" auf alten Musikkassetten, während sie sich umbringen. Zur gleichen Zeit wird in Stockholm der erste von mehreren einflussreichen Männern ermordet. Als Kommissar Jens Hurtig ihn mit den Selbstmorden in Verbindung bringt, zeigt sich das ganze schreckliche Ausmaß des Falls ..."

Über die Autoren:
Erik Axl Sund ist das Pseudonym des schwedischen Autorenduos Jerker Eriksson und Håkan Axlander Sundquist. Håkan ist Tontechniker, Musiker und Künstler. Jerker ist der Producer von Håkans Elektropunkband "iloveyoubaby!" und arbeitet zurzeit als Bibliothekar in einem Gefängnis. Zusammen haben sie die Victoria-Bergman-Trilogie geschrieben, für die sie 2012 mit dem Special Award der Schwedischen Krimiakademie ausgezeichnet wurden und die auch in Deutschland ein großer Erfolg ist.

Rezension:
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht der verschiedenen Personen z. B. von Vanja, Maria, Simon, Aiman oder von Kommissar Jens Hurtig in sehr kurzen Kapiteln. "Schwarze Melancholie" erzählt ungewöhnlicherweise aus der "Ich-Perspektive".
Der Stadtteil von Stockholm, in dem das entsprechende Kapitel spielt, wird erwähnt und meist genauer erläutert. 
Anfangs verwirren die vielen verschiedenen Personen etwas. Man braucht etwas Zeit, bis man in die Erzählstränge hineinkommt.

Der Sprachstil ist eher sachlich, fast emotionslos, teilweise wird sehr viel erklärt und philosophiert, dadurch bleibt die Spannung doch etwas im Hintergrund.  Die Stimmung ist sehr düster, verstörend und bedrohlich, die Themen, die hier angesprochen werden, Immigration und die Problematik von Jugendlichen, die sich nicht verstanden fühlen, sind sehr aktuell.

Zum Ende hin steigt die Spannung an, die Handlungsstränge entwirren sich und werden schlüssig. Wir dürfen auch noch mit einer überraschenden Wendung rechnen. Das Ende ist sehr ungewöhnlich, was mir persönlich sehr gut gefällt.

Nach der Victoria-Bergmann-Reihe hatte ich hier einen megaspannenden Psychothriller erwartet. Leider konnten meine Erwartungen nicht erfüllt werden, die Themen und Personen fand ich zwar spannend, aber erzählerisch nicht sehr gut umgesetzt. Das kann natürlich auch an der Übersetzung liegen. Das kann ich nicht beurteilen

3/5 Sterne für diesen eher durchschnittlichen Psychothriller.



Samstag, 8. August 2015

Rezension zu "Tu es. Tu es nicht" von Steve Watson, übersetzt von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann, Psychothriller, Scherz Verlag

Titel: Tu es. Tu es nicht
Autor: Steve Watson
Übersetzt von: Urike Wasel und Klaus Timmermann
Seitenzahl: 480 Seiten,Hardcover (23.7.15)
Isbn Nr. 13-978-3-651-00009-4
Verlag: Scherz Verlag
Preis: 14,99 Euro

Klappentext:"Du bist viel leichter zu manipulieren, als du denkst: der neue Thriller vom Autor des Welterfolgs ›Ich. Darf. Nicht. Schlafen.‹

Sie liebt ihren Mann. Und ist besessen von einem Fremden.
Sie ist eine gute Mutter. Und würde ihre Familie aufgeben.
Sie weiß, was sie tut. Und gerät außer Kontrolle.
Sie lebt zwei Leben. Und kann beide verlieren.

Julia führt ein scheinbar gesichertes Leben mit Mann und Sohn in London. Da wird ihre Schwester brutal ermordet. Julia begibt sich auf eine gefährliche Suche – und gerät unaufhaltsam in den Sog des Verbrechens und der Vergangenheit."


Über den Autor:
Von Null auf Welterfolg: S. J. Watson wurde gleich mit seinem ersten Thriller weltweit bekannt. Der Londoner Autor wurde in den Midlands geboren, hat viele Jahre für den britischen Gesundheitsdienst gearbeitet und an der Faber Academy kreatives Schreiben studiert.
Sein Debüt ›Ich. Darf. Nicht. Schlafen.‹ erschien in über 40 Ländern und wurde mit Nicole Kidman und Colin Firth fürs Kino verfilmt. Auch Watsons zweiter Thriller ›Tu es. Tu es nicht.‹ ist ein internationaler Bestseller.

Eigene Meinung:

Schon auf den ersten Seite hat der Erzählstil von Steve Watson mich gefangen genommen. Aus der Ich-Perspektive erzählt Julia was passiert ist. Anfangs herrscht in diesem Psychothriller eine etwas melancholische Stimmung, ein Geheimnis lauert im Hintergrund, das der Leser noch nicht zu fassen bekommt. Die Spannung steigert sich ganz langsam, gegen Ende ist sie fast unerträglich.


Julia ist eine starke Frau mit einer geheimnisvollen Vergangenheit. Sie ist trockene Alkoholikerin.  Man spürt bereits, dass Julia den Mörder ihrer Schwester finden möchte, noch bevor ihr das selbst klar ist.

Ich mag genau diese Art von Psychothrillern sehr. Eine geheimnisvolle Atmosphäre herrscht vor, ein interessanter Charakter, der über seine Grenzen gehen wird, etwas lauert aus der Vergangenheit, langsam steigernde Spannung.  Einige interessante Wendungen erwarten dem Leser auch noch.


Wer Psychothriller wie "Gone Girl", "Girl on the train" oder "Die Falle" mag, wird sich von diesem Psychothriller gut unterhalten fühlen.

Obwohl das Ende dann etwas vorhersehbar war, gibt es von mir  5/5 Sterne und ich werde jetzt wohl das Debüt "Ich darf nicht schlafen" des Autoren auch lesen müssen.





Dienstag, 14. Juli 2015

Rezension zu "Die Falle" von Melanie Raabe, Psychothriller, btb Verlag

Titel: Die Falle
Autorin: Melanie Raabe
Seitenzahl: 352 Seiten (9.3.15) Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
Isbn Nr. 13-978-3-442-75491-5
Verlag:btb
Preis: 19,99 Euro

Klappentext:
"Sie stellt ihm eine Falle. Aber ist er wirklich ein Mörder?
Die berühmte Bestsellerautorin Linda Conrads lebt sehr zurückgezogen. Seit elf Jahren hat sie ihr Haus nicht mehr verlassen. Als sie im Fernsehen den Mann zu erkennen glaubt, der vor Jahren ihre Schwester umgebracht hat, versucht sie, ihm eine Falle zu stellen – Köder ist sie selbst.

Dass sie darüber hinaus eine schreckliche Erinnerung aus der Vergangenheit quält, wissen nur wenige. Vor vielen Jahren hat Linda ihre jüngere Schwester Anna in einem Blutbad vorgefunden – und den Mörder flüchten sehen. Das Gesicht des Mörders verfolgt sie bis in ihre Träume. Deshalb ist es ein ungeheurer Schock für sie, als sie genau dieses Gesicht eines Tages über ihren Fernseher flimmern sieht. Grund genug für Linda, einen perfiden Plan zu schmieden - sie wird den vermeintlichen Mörder in eine Falle locken. Doch was ist damals in der Tatnacht tatsächlich passiert?"

Über die Autorin:
Melanie Raabe wurde 1981 in Jena geboren, wuchs in einem 400-Seelen-Dorf in Thüringen und einer Kleinstadt in NRW auf, studierte Medienwissenschaft und Literatur in Bochum und lebt inzwischen in Köln – als Journalistin, Drehbuchautorin, Bloggerin, Performerin und Theaterschauspielerin. Sie betreibt ihren eigenen Interview-Blog (www.biographilia.com) und erhielt bereits mehrere Preise für ihr Schreiben. Die Rechte an ihrem Roman "Die Falle" wurden bereits vor Erscheinen international verkauft, u.a. nach Frankreich, Italien, die Niederlande, Spanien und das englischsprachige Ausland.

Eigene Meinung: 
Die berühmte 48jährige Autorin Linda Conrads hat ihr Haus nicht mehr verlassen, seit sie ihre jüngere Schwester Anna ermordet aufgefunden hat. Den Mörder hat sie zwar flüchten sehen, er konnte trotzdem nicht gefasst werden. Als sie nach so vielen Jahren den Mörder im Fernsehen sieht, ist sie erst einmal geschockt. Doch dann will sie den Mörder in eine Falle locken und tüftelt dafür einen Plan aus ..

Die Story liest sich flüssig, der Plot ist raffiniert und die Spannung wird von Seite zu Seite gesteigert. Die ganze Geschichte ist aus Lindas Sichtweise in der Ich-Perspektive geschrieben. Diese Perspektive wechselt mit Passagen aus Lindas aktuellem Roman ab.

Der Leser erfährt sehr viel über die Beziehung von Linda zu ihrer Schwester, zu ihren Eltern und über die ganzen Geschehnisse in der Vergangenheit.

Melanie Raabe führt den Leser ganz schön in die Irre. Ständig spielt sie mit den Szenarien, so dass man hin- und hergerissen ist, ob der vermeintliche Täter es denn überhaupt war oder ob Linda nicht ihre Hand im Spiel bei der ganzen Sache hat.

Das Ende hat mich allerdings nicht so ganz überzeugt. Es wirkt dann doch etwas zu konstruiert und manche Szenen waren für mich nicht so ganz logisch nachvollziehbar. "Die Falle" ist jedoch insgesamt ein gelungenes Debüt, das von mir 4/5 Sterne bekommt.





Donnerstag, 25. Juni 2015

Rezension von Katja Kaddel Peters zu "Memory Effect" von Lena Sander, eBook, Psychothriller

Titel: Memory Effect
Autorin: Lena Sander
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 411 KB
Seitenzahl der Printausgabe: 280 - 300 Seiten
ASIN: B0104CNUT6
Preis: 0,99 Euro

Mal ein ganz anderer Psychothriller von Lena Sander

Kurze Zusammenfassung (in eigenen Worten):

"Eine junge Frau steht am Abgrund… sie kann nicht mehr und entflieht mit einem Sprung ins Nichts… Mia ist jung und gefangen – gefangen in einer Beziehung zu einem gewalttätigen Ehemann, der im „wahren Leben“ als Retter in der Not fungiert und zu Hause seine Triebe an seiner Gattin auslebt. Kann sie sich befreien?... Linda ist Psychiaterin, verheiratet und hat eine kleine Tochter. Als ihr Ehemann Thomas einen schweren Autounfall hat, bricht ihr Leben Stück für Stück zusammen. Kennt sie ihren Lebensgefährten überhaupt? Warum erhält sie so seltsame Post? Warum wird in ihre Wohnung eingebrochen? … und dann verschwindet auch noch ihre Tochter… Was haben diese unterschiedlichen Lebensgeschichten miteinander zu tun? Und eine ganz andere Frage hierzu: was ist in der Medizin heutzutage möglich bzw. sind hier überhaupt noch Grenzen vorhanden?"

Über die Autorin: 
Die Autorin Lena Sander lebt in Freiburg, am Fuße des Schwarzwaldes. Sie liebt Bücher, Kunst und Musik. Dem Schreiben war sie schon während ihres trockenen Marketingstudiums verfallen. Unter anderem Namen hat sie mehrere Bücher veröffentlicht, die, meist mit einem Augenzwinkern geschrieben, in die humorvolle Schublade gehören.

Mit ihrem Debüt-Thriller Zersetzt stürmte Lena Sander im Oktober 2013 in nur wenigen Tagen Platz 1 der Amazon-Charts und konnte sich über 250 Tage in der Bestsellerliste halten. 


Meine Meinung:
Dies ist der dritte Thriller, der von Lena Sander erschienen ist, und ich bin stolz und glücklich sagen zu können, dass ich seit der ersten Stunde dabei bin. Die Autorin konnte mich wieder einmal von der ersten Seite an mit ihren Worten, Dialogen und Wendungen fesseln. Dieses Mal wird das Hauptaugenmerk auf die Geschichten der Frauen gerichtet und langsam spinnt Lena Sander ihre Fäden und fügt alles gekonnt zu einem Gesamtwerk zusammen. Die Medizin ist auch wieder vertreten, allerdings eher im Hintergrund gehalten, dafür aber mit etlichen interessanten Informationen und Diagnosen, die ich bis dato noch nicht kannte.

Die eBook-Seiten flogen – wie erwartet – so dahin und ich hatte die knapp 200 Seiten wirklich schnell lesen können. Allerdings muss ich hierzu sagen, dass der Leser an einigen Stellen gehörig aufpassen muss, um alles mitzubekommen und die richtigen Schlüsse aus den (versteckten) Hinweisen zu ziehen. Ich hatte nach einiger zeit eine gewisse Ahnung, worauf es hinaus laufen KÖNNTE, aber die Auflösung war ein KNALLER für mich! An einigen Passagen habe ich es auch mit der Angst zu tun bekommen – auf jeden Fall bei den beschriebenen Gewaltszenen durch den Ehemann. Wie abartig und durchtrieben manche Menschen doch sein können. Unfassbar. Da ich den Schreibstil der Schriftstellerin wirklich klasse und die Ideen von ihr mehr als originell finde, würde ich mir zukünftig unbesehen – ohne einen Blick in die Inhaltsangabe zu werfen – weiterhin alle eBooks/Bücher von Lena Sander zulegen.

Fazit: Eine klare Kauf-/Leseempfehlung von mir und ich freue mich auf weitere Werke aus dieser Feder!

Ich kann nur von Herzen überzeugte 5/5 Sterne vergeben. 

Rezension zu "schwarzer Engel" von Sandrone Dazieri, übersetzt von Claudia Franz, Piper Verlag, Thriller

Titel: Schwarzer Engel Autor: Sandrone Dazieri übersetzt von: Claudia Franz Seitenzahl: 4 80 Seiten , Klappenbroschur (1.6.18) Isbn Nr...