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Sonntag, 16. Dezember 2018

Rezension zu "Gut Greifenau - Abendglanz " von Hanna Caspian, Droemer Knaur Verlag, Roman

Titel: Gut Greifenau - Abendglanz
Autorin: Hanna Caspian
Seitenzahl: 560 Seiten, (TB 02.11.18)
Isbn Nr. 13-978-3-426-52150-2
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
 "Downton Abbey in Hinterpommern von 1913 bis 1919 - Der erste Teil der großen Familien-Saga über eine Grafen-Familie zwischen Tradition und wahrer Liebe am Vorabend des 1. Weltkriegs 
Mai 1913: Konstantin, ältester Grafensohn und Erbe von Gut Greifenau, wagt das Unerhörte: Er verliebt sich in eine Bürgerliche, schlimmer noch – in die Dorflehrerin Rebecca Kurscheidt, eine überzeugte Sozialdemokratin. Die beiden trennen Welten: nicht nur der Standesunterschied, sondern auch die Weltanschauung. Für Katharina dagegen, die jüngste Tochter, plant die Grafenmutter eine Traumhochzeit mit einem Neffen des deutschen Kaisers – obwohl bald klar ist, welch ein Scheusal sich hinter der aristokratischen Fassade verbirgt. Aber auch ihr Herz ist anderweitig vergeben.
Beide Grafenkinder spielen ein Versteckspiel mit ihren Eltern und der Gesellschaft. So gut sie ihre heimlichen Liebschaften auch verbergen, steuern doch beide unweigerlich auf eine Katastrophe zu …
Die Gut-Greifenau-Reihe im Überblick: Band 1 "Gut Greifenau. Abendglanz"´, Band 2 "Gut Greifenau. Nachtfeuer", Band 3 "Gut Greifenau. Morgenröte" (erscheint März 2019)"
Über die Autorin:
Hinter Hanna Caspian verbirgt sich eine erfolgreiche deutsche Autorin, die ihr Herz ans Rheinland verloren hat. 
Ihre historischen Liebesromane behandeln spannende Themen der vergessenen deutschen Geschichte. Dabei verwebt sie akribisch tatsächliche historische Begebenheiten mit dem Leben fiktiver Figuren. 
Hanna Caspian studierte Literaturwissenschaften und Sprachen. 
Mit ihrem Mann wohnt und arbeitet in unmittelbarer Nähe zum Rhein.
Eigene Meinung: 
Der Auftakt der Reihe um Gut Greifenau, das in Hinterpommern liegt, ist packend geschrieben von der ersten Seite an. 
Die Figuren sind sehr lebendig beschrieben und wirken authenthisch. Es gibt sympathische Charaktere, die den Leser so richtig mitfiebern lassen, wie z. B. die Tochter der Gutsfamilie, Katharina oder den ältesten Sohn Konstantin, der sich sehr für technische Neuerungen interessiert und sich in die Dorflehrerin verliebt. Auch spielen die verschiedenen Bediensteten des Gutes eine Rolle, wie z. B. der Kutscher Albert, der ein Geheimnis hütet. Natürlich gibt es auch so richtig unsympathische Figuren, wie z. B. die Gutsherrin, die nicht sehr viel Liebe zu ihren Kindern empfindet und Katharina mit einem adeligen Ekelpaket verheiraten möchte. 
Der erste Band der Reihe bietet einen tollen Einblick in das Leben aller Schichten Anfang des 20. Jahrhunderts.
Ich würde das Buch allen Fans von Downtown Abbey wärmstens empfehlen und ihnen raten, sich ein Wochenende freizuhalten, da das Buch kaum aus der Hand zu legen ist. Ich bin schon sehr gespannt auf den 2. Teil der Geschichte. 





Sonntag, 9. Dezember 2018

Rezension zum Hörbuch von "Die Tochter des Uhrmachers " von Kate Morton, gekürzte Lesung von Esther Schweins, Diana Verlag, Roman

Titel des Hörbuchs: Die Tochter des Uhrmachers
Originaltitel: The Clockmaker`s Daughter (Allen & Unwin)
Originalverlag: Diana HC
Hörbuch Download: Audible Verlag (gekürzt), Laufzeit: ca. 13 h, 8 min
Autorin: Kate Morton
gekürzte Lesung von Esther Schweins
Isbn Nr. 13-978-3-8371-4258-7 (8.10.18)
Preis: 15.- Euro

Verlagsinfo:

"Was geschah vor 150 Jahren im Haus am Fluss?

Birchwood Manor 1862: Der talentierte Edward Radcliffe lädt Künstlerfreunde in sein Landhaus an der Themse ein. Doch der verheißungsvolle Sommer endet in einer Tragödie – eine Frau verschwindet, eine andere stirbt, und Radcliffes Leben ist ruiniert.

Hundertfünfzig Jahre später entdeckt Elodie Winslow, eine junge Archivarin aus London, die Sepiafotografie einer atemberaubend schönen Frau und die Zeichnung eines Hauses mit zwei Giebeln an einem Fluss. Warum kommt Elodie das Haus so bekannt vor? Und wer ist die faszinierende Frau auf dem Foto? Wird sie ihr Geheimnis jemals preisgeben?

Esther Schweins verzaubert und entführt uns in die Welt von Kate Morton."

Über die Autorin:
Kate Morton, geboren 1976, wuchs im australischen Queensland auf und studierte Theaterwissenschaften in London und Englische Literatur in Brisbane. Ihre Romane erschienen weltweit in 34 Sprachen und 42 Ländern und eroberten ein Millionenpublikum. Alle Romane sind Spiegel-Bestseller. Kate Morton lebt mit ihrer Familie in Australien und England.

Eigene Meinung:
Anfangs war ich von den vielen, sehr komplexen Handlungssträngen etwas erschlagen und überfordert.
Esther Schwein liest diese Story mit einer angenehmen Stimme, so dass es Spaß macht ihr zuzuhören.

Ein Handlungsstrang spielt in London in der Gegenwart. Elodie Winslow, die Tochter einer tödlich verunglückte Cellistin möchte einen reichen Finanzier heiraten. So richtig auf die Hochzeit zu freuen, scheint sich Elodie nicht. Sie scheint auch nicht verliebt in ihren Bräutigam zu sein, was ich etwas seltsam empfand. Warum will sie ihn dann heiraten und lässt sich von seiner Familie dazu drängen?  Die Archivarin Elodie stösst bei einem Auftrag auf eine lederne, alte Mappe in der sich viele Bilder befinden, unter anderem ein Bild von einem Haus, das dem Haus aus der Gute-Nacht-Geschichte ihrer verstorbenen Mutter dermaßen gleicht, dass das kein Zufall sein kann. Sie beschließt hier zu recherchieren. Sie zeigt ihrem Onkel Tip die Bilder, der sehr seltsam darauf reagiert. Kurze Zeit später taucht ein Foto auf, das ihre Mutter zusammen mit einem Musiker vor diesem Haus zeigt, der mit ihr zusammen tödlich verunglückt ist.

Ein weiterer Erzählstrang führt in das London 1862. Die ehemalige Trickdiebin Birdie ist unter dem Namen Lily die Muse des reichen Künstlers Edward Radcliffe. Während den vielen Sitzungen haben sich die beiden ineinander verliebt und schmieden Pläne. Doch Edward ist verlobt. Auf der Abschiedsfeier auf Birchwood Manor kommt es zu einem Zwischenfall und ein wertvolles Schmuckstück verschwindet spurlos.

Ein dritter Erzählstrang führt uns nach Birchwood Manor 1899. Die kleine Ada Lovegrove, die mit ihrer Familie in Indien lebte, wird auf ein Mädcheninternat in England geschickt. Sie ist sehr unglücklich dort. Das Internat führt Lucy Radcliffe, die Schwester von Edward. 

Ein vierter Handlungsstrang führt uns nach Birchwood Manor während des zweiten Weltkrieges.
Die verwitwete Journalistin Juliet zieht mit ihren Kindern aufs Land, nachdem sie in London ausgebombt wurden. Ihr Sohn genießt den Aufenthalt dort und spricht mit einer unsichtbaren Freundin.

Kate Morton erzählt hier die Geschichte eines Hauses und seiner Bewohner. Neben dieser Geschichte wird das Schicksal der jungen Birdie beschrieben, die die eigentliche Hauptperson dieses Romanes ist.  Birdie ist eine sympathische, sehr gut ausgearbeitete Protagonistin, mit der der Leser mitfiebern kann.  Die anderen Personen bleiben leider etwas zu dürftig beschrieben.

Die Handlungsstränge, die vorerst etwas verwirrend sind, führen so nach und nach zusammen.

Bei dieser komplexen Handlung hätte ich wohl lieber zum Buch greifen sollen, da es sich bei diesem Hörbuch ja auch um eine gekürzte Lesung handelt. Man muss schon sehr genau zuhören und dabeibleiben, um nicht den Faden zu verlieren.





 

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Rezension zu "Mein Ein und Alles" von Gabriel Tallent, übersetzt von, Stephan Kleiner, Penguin Verlag, Roman

Titel: Mein Ein und Alles 
Autor: Gabriel Tallent
Übersetzt von: Stephan Kleiner
Seitenzahl: (480 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, 24.9.18)
Isbn Nr. 13-978-3-328-60028-2
Verlag: Penguin Verlag
Preis: 24,00

Verlagsinfo:
 "Dieser Roman über ein junges Mädchen hat Amerikas Leserschaft überwältigt und gespalten. Denn Turtle Alveston, so verletzlich wie stark, ist eine der unvergesslichsten Heldinnen der zeitgenössischen Literatur. Sie wächst weltabgeschieden in den nordkalifornischen Wäldern auf, wo sie jede Pflanze und jede Kreatur kennt. Auf tagelangen Streifzügen in der Natur sucht sie Zuflucht vor der besitzergreifenden Liebe ihres charismatischen und schwer gestörten Vaters. Erst als sie ihren Mitschüler Jacob näher kennenlernt und wahre Freundschaft erfährt, beginnt die Befreiung aus seinen Klauen. Gabriel Tallents Debut ist von eindringlicher Wucht und zugleich Zartheit, eine neue Stimme, die niemanden kalt lässt."

Über den Autor: 
Gabriel Tallent, geboren 1987 in New Mexico, wuchs in der Nähe von Mendocino mit zwei Müttern in einem sehr liberalen Umfeld auf. Nach seinem Universitätsabschluss 2010 führte er zwei Sommer lang Gruppen mit Jugendlichen durch die Wildnis der Nordpazifischen Küste. Gabriel Tallent lebt heute in Salt Lake City.

Eigene Meinung:
Die vierzehnjährige Turtle lebt mit ihrem Vater in einem völlig heruntergekommenen Haus in den Wäldern von Nordkalifornien auf. Ihr Großvater lebt in der Nähe in einem alten Wohnwagen mit seiner Hündin.  Turtle besucht mehr oder minder erfolgreich die Schule. Sie ist eine Außenseiterin, wird aber von ihren Mitschülern in Ruhe gelassen. Ihre Lehrerin versucht Turtle zu helfen, doch diese Hilfe will das junge Mädchen nicht.

Turtle kann mit vielen Schusswaffen umgehen und ist von ihrem Vater auf das Überleben in der Natur vorbereitet worden. Der Vater ist schwer gestört und sehr grausam zu seiner Tochter. Warum, kann man nur erahnen, das wird in der Geschichte nicht näher beleuchtet. Er betrachtet seine Tochter als seinen Besitz und macht das auch sehr deutlich. 

Als Julia, so heißt Turtle, einen Jungen kennen lernt und sich verliebt, ahnt man schon, dass das schwere Folgen für beide haben wird. 

Sofort ist man mitten in der Geschichte. Gabriel Tallent beschreibt die Natur rund um Mendocino bild- und wortgewaltig, teilweise fast poetisch. Die Dialoge zwischen Turtle und ihrem Vater sind hingegen sehr derb, teilweise ordinär und brutal. Dieser Missbrauch, der da abläuft ist sehr verstörend.

Turtle ist eine starke Protagonistin, die ihren Vater schützt, egal was er ihr antut. Sie versucht zu überleben und man zittert und hofft, dass es ihr gelingen wird. Manchmal ist es fast nicht auszuhalten, was das Mädchen alles ertragen muss. 

Dieser Roman ist ein starkes Debut, der von Gegensätzen lebt, den Leser mitleiden lässt und berührt. 

Diesen knallharten Pageturner kann ich euch nur empfehlen. 

 




 

Mittwoch, 7. November 2018

Rezension zu "Die kleinen Wunder von Mayfair von Robert Dinsdale, übersetzt von Simone Jakob, Droemer Knaur Verlag, Roman

Titel: Die kleinen Wunder von Mayfair
Autor: Robert Dinsdale
Übersetzt von: Simone Jakob
Seitenzahl: 464 Seiten (Hardcover, 1.10.18)
Isbn Nr. 13-978-3-426-22672-8
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 20,00 Euro




Verlagsinfo:
"Entdecken Sie mit Robert Dinsdales "Die kleinen Wunder von Mayfair" Londons einzigartigen Spielzeug-Laden und einen ergreifenden Liebes- und Familien-Roman zum Anfang des 20. Jahrhunderts.
Alles beginnt mit einer Zeitungsannonce: »Fühlen Sie sich verloren? Ängstlich? Sind Sie im Herzen ein Kind geblieben? Willkommen in Papa Jacks Emporium.« Die Worte scheinen Cathy förmlich anzuziehen, als sie nach einer neuen Bleibe sucht. Denn im England des Jahres 1906 ist eine alleinstehende junge Frau wie sie nirgendwo willkommen, zumal nicht, wenn sie schwanger ist – und so macht Cathy sich auf nach Mayfair. In Papa Jacks Emporium, Londons magischem Spielzeug-Laden, gibt es nicht nur Zinnsoldaten, die strammstehen, wenn jemand vorübergeht, riesige Bäume aus Pappmaché und fröhlich umherflatternde Vögel aus Pfeifenreinigern. Hier finden all diejenigen Unterschlupf, die Hilfe bitter nötig haben. Doch bald wetteifern Papa Jacks Söhne, die rivalisierenden Brüder Kaspar und Emil, um Cathys Zuneigung. Und als der 1. Weltkrieg ausbricht und die Familie auseinander reißt, scheint das Emporium langsam aber sicher seinen Zauber zu verlieren …

Nostalgisch, rührend und zauberhaft romantisch erzählt Robert Dinsdales "Die kleinen Wunder von Mayfair" von einer jungen Frau, zerrissen in ihrer Liebe zu zwei Männern mit einzigartigen magischen Talenten. Ein Liebes-Roman für alle Leserinnen und Leser von Erin Morgenstern und Jessie Burton und alle, die sich von einem Spielzeug-Laden voller Wunder verzaubern lassen."

Über den Autor:

Robert Dinsdale, Jahrgang 1981, wuchs in North Yorkshire auf. Er lebt mit seiner Tochter in Essex und arbeitet als Literaturagent. Wenn er sie nicht gerade zur Schule fährt, geht er am Meer spazieren, arbeitet am Computer oder besucht die örtliche Bibliothek (das kann er sehr empfehlen!). »Die kleinen Wunder von Mayfair« ist sein dritter Roman.

Eigene Meinung:

Die Geschichte beginnt im Jahr 1906. Das junge Mädchen Cathie ist schwanger und soll von ihren Eltern in ein Heim für unverheiratete Mädchen abgeschoben werden. Cathie nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand. Sie bewirbt sich im Emporium, das ist ein zauberhafter Spielzeugladen, und wird genommen. Jekab Godmann entwirft dort zusammen mit seinen Söhnen Spielzeuge, die einen magischen Zauber besitzen. Das schwangere Mädchen verliebt sich in Caspar, den ältesten Sohn von Jekob, und wird ein Teil der Familie. Als der erste Weltkrieg ausbricht, ändert sich auch im Emporium alles.

 Diese Story lässt einen eintauchen in die Welt des Emporiums mit ihrem ganz besonderen Spielzeug. Da ist der Patchworkhund Sirius, der aufgezogen werden muss, und immer lebendiger wird, so dass man meint, man hätte einen richtigen Hund vor sich. Es gibt dort z. B. Wolkenschlösser oder faltbare Burgen. Der Autor hat hier ein Paradies für große und kleine Kinder erschaffen und man kommt ins Staunen, was es dort alles gibt.
Die Charaktere in dieser Geschichte sind liebenswert, mit großen und kleinen Schwächen. Durch Cathie bricht der Konkurrenzkampf zwischen den Brüdern offen hervor.
Der Autor beschreibt das Spielzeugparadies sehr phantasievoll und wortgewaltig.

Ich kann dieses zauberhafte Märchen nur allen Lesern, die phantasievolle Geschichten lieben, empfehlen.


Dienstag, 2. Oktober 2018

Rezension zu "Grenzgänger" von Mechtild Borrmann, Droemer Knaur Verlag, Roman

Titel: Grenzgänger
Autorin: Mechtild Borrmann
Seitenzahl: 288 Seiten, Hardcover (1.10.18)
Isbn Nr. 13-978-3-426-28179-6
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 20,00 Euro


Verlagsinfo: "
Die Geschichte einer verlorenen Kindheit
Wenn Recht nicht Gerechtigkeit ist: Spiegel-Bestseller-Autorin Mechtild Borrmann mit ihrem neuen Meisterwerk "Grenzgänger" rund um ein düsteres Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte:
Heimkinder in den 50er und 60er Jahren.
Die vielfach ausgezeichnete Autorin Borrmann, die mit ihrem zuletzt erschienen Roman "Trümmerkind" monatelang auf Platz 2 der Spiegel-Bestseller-Liste stand, erzählt mit der ihr eigenen soghaft-präzisen Sprache die Geschichte einer lebenshungrigen Frau - ein ehemaliges Heimkind - , die an Gerechtigkeit glaubt und daran verzweifelt.

Die Schönings leben in einem kleinen Dorf an der deutsch-belgischen Grenze. Wie die meisten Familien hier verdienen sich auch die Schönings mit Kaffee-Schmuggel etwas dazu. Die 17jährige Henni ist, wie viele andere Kinder, von Anfang an dabei und diejenige, die die Schmuggel-Routen über das Hohe Venn, ein tückisches Moor-Gebiet, kennt. So kann sie die Kaffee-Schmuggler, hauptsächlich Kinder, in der Nacht durch das gefährliche Moor führen. Ab 1950 übernehmen immer mehr organisierte Banden den Kaffee-Schmuggel, und Zöllner schießen auf die Menschen. Eines Nachts geschieht dann das Unfassbare: Hennis Schwester wird erschossen.
Henni steckt man daraufhin 1951 in eine Besserungsanstalt. Wegen Kaffee-Schmuggels. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit.
Die jüngeren Geschwister, die Henni anstelle der toten Mutter versorgt hatte, kommen in ein kirchliches Heim. Wo der kleine Matthias an Lungenentzündung verstirbt. Auch das ist nur ein Teil der Wahrheit.
Spannung und Zeitgeschichte miteinander zu verknüpfen, versteht Borrmann wie keine andere deutsche Autorin. "Grenzgänger" ist ein packender wie aufwühlender Roman, eingebettet in ein düsteres Stück Zeitgeschichte."

Über die Autorin:
Mechtild Borrmann, Jahrgang 1960, verbrachte ihre Kindheit und Jugend am Niederrhein. Bevor sie sich dem Schreiben von Kriminalromanen widmete, war sie u.a. als Tanz- und Theaterpädagogin und Gastronomin tätig. Mit „Wer das Schweigen bricht“ schrieb sie einen Bestseller, der mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet wurde und wochenlang auf der KrimiZeit-Bestenliste zu finden war. Für den "Geiger" wurde Mechtild Borrmann als erste deutsche Autorin mit dem renommierten französischen Publikumspreis "Grand Prix des Lectrices" der Zeitschrift Elle ausgezeichnet. 2015 wurde sie mit "Die andere Hälfte der Hoffnung" für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. Mechtild Borrmann lebt als freie Schriftstellerin in Bielefeld.

Eigene Meinung:
Henni lebt mit ihren Geschwistern und Eltern in der Eifel. Der Vater wird kurz vor Ende des Krieges doch noch eingezogen und kehrt traumatisiert zurück. Die Mutter versucht mit Hilfe von Henni die Familie durchzubringen, während der Vater sich der Kirche zuwendet. Als Hennis Mutter erkrankt und stirbt, versucht Henni die Familie durch Kaffeeschmuggel durchzubringen. Das Vorhaben endet in einem Disaster. Hennis Schwester stirbt, ihre Geschwister landen in einem Heim und Henni in einer Besserungsanstalt.

Die Geschichte beginnt mit einer Gerichtsverhandlung. Erst einmal rätseln wir, warum Henni 1970 vor Gericht steht. Ihre damalige Schulfreundin Elsa verfolgt den Prozess und erzählt dem Leser von dem Leben in der Eifel zu ihrer Schulzeit.

In einem weiteren Erzählstrang lernen wir den Künstler Thomas kennen, der zur gleichen Zeit wie Hennis Brüder in einem Heim der Kirche lebte und sich an das grausame Heimleben erinnert.

Die Handlungsstränge wechseln ständig, auch zwischen den Zeiten, was der Geschichte viel Spannung und Tempo verleiht.

Mechtild Borrmann beschreibt das Leben der Heimkinder in den 50er Jahren, das von Grausamkeiten und Doppelmoral geprägt ist. Die Autorin hat wohl sehr gut recherchiert und Zeitzeugen befragt.

Die Geschichte um Henni und ihre Geschwister zeigt auf, dass Wahrheit und Lüge oft nicht weit voneinander entfernt sind und dass zwischen Recht und Gerechtigkeit leider Welten liegen können.

Ich kann diese fesselnde, tragische Geschichte nur empfehlen.

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe die Geschichte an einem Nachmittag am Wochenende gelesen.







Freitag, 27. Juli 2018

Rezension zu "Mozart und der Fall des Harlekins " von Klaus Zeh, Books on Demand, Roman

Titel: Mozart und der Fall des Harlekins
Autor: Klaus Zeh
Seitenzahl: 288 Seiten, TB, Auflage: 4(8.5.18)
Verlag: Books on Demand
Isbn Nr. 13-978-3746026114
Preis:  9,90 Euro


Verlagsinfo:
"Am 18. November 1791 wird Wolfgang Amadeus Mozart zum letzten Mal in Wien öffentlich gesehen. Zwei Tage später legt er sich krank zu Bett und stirbt am 5. Dezember. Von diesem letzten Tag in der Öffentlichkeit wissen die Chronisten wenig. Der Roman dichtet ihn nach.
Mozart irrt durch Wien, von Erinnerungen heimgesucht, von der Musik in ihm getrieben, von einem geheimnisvollen Brief in Aufruhr versetzt. Ein mysteriöser Fremder begegnet ihm, er sucht Hilfe in Kaffeehäusern, besucht Freunde, will bei seiner Geliebten unterkommen, gequält von der Angst, dass man ihn vergiften will.
Der Roman schlüpft in die Haut des weltberühmten Komponisten und zeigt ihn als zerrissene, leidenschaftliche und geltungsbedürftige Künstlerseele, die Schutz sucht vor der Welt und doch auf ihre Gunst nicht verzichten kann."

Über den Autor:
Klaus Zeh, Jahrgang 1965, wirkt als Sänger, Liedermacher und Musikjournalist und war für mehr als zehn Jahre mit einem musikalisch-literarischen Irlandprogramm unterwegs. Er lebt in Reutlingen. Sein erster Roman "Taxi" erschien 2015. Es folgten die Gedichtbände "Die Leichtigkeit des Windes" und "An Ufern aus Jade". Das vorliegende Buch "Mozart oder der Fall des Harlekins" ist sein zweiter Roman.

Eigene Meinung:
Klaus Zeh erzählt über den letzten Tag von Mozart, lässt den Künstler auf sein Leben zurückblicken, durch Wien irren, sich mit Bekannten treffen und über sein Leben sinnieren. Man kommt dem Komponisten sehr nahe, da er uns an seinen Begegnungen mit Freunden, seinen Gedanken und Gefühlen teilhaben lässt.

Ich denke, dieser Auszug aus dem Leben Mozarts, über das der Autor über ein Jahr lang recherchiert hat, ist etwas für Fans von Mozart, für Klassik- oder Opernfans. Ich habe mich mit dem Buch etwas schwer getan, da ich bisher noch keinen Zugang zu Opern gefunden habe und ich in der Schule genug über Mozart erfahren habe.
 
Man merkt, dass es Klaus Zeh wichtig ist, etwas über die letzten Tage von Mozart zu schreiben. Auch der Aufbau des Buches ist super und die Wortwahl geht in Richtung  der alten Meister, passt also in die Zeit als der Komponist lebte. 
Schaut einfach mal bei Amazon in das Buch rein. Dann merkt ihr schnell, ob das was für euch ist.

Mittwoch, 25. Juli 2018

Rezension zu "Das Atelier in Paris" von Guillaume Musso, übersetzt von Eliane Hagedorn und Bettina Runge, Piper Verlag, Roman


Titel: Das Atelier in Paris
Autor. Guillaume Musso
Übersetzt von: Eliane Hagedorn, Bettina Runge
Seitenzahl: 464 Seiten, Klappenbroschur (1.6.18)
Isbn Nr. 13-978-3-86612-446-2
Verlag: Piper Verlag
Preis: 16,99 Euro 


Verlagsinfo:
"Ein abgelegenes kleines Atelier am Ende einer Allee, mitten in Paris: Hier hat sich die Londoner Polizistin Madeline eingemietet, um eine Weile abzuschalten. Doch plötzlich sieht sie sich Gaspard gegenüber, einem mürrischen amerikanischen Schriftsteller. Offenbar gab es einen Irrtum, denn auch er hat das Atelier gemietet, um in Ruhe schreiben zu können. Der Ärger legt sich, als die beiden erkennen, an welch besonderen Ort sie geraten sind. Das Atelier gehörte einst einem gefeierten Maler, von dem aber nur noch drei Gemälde existieren sollen – alle drei verschollen und unermesslich wertvoll. Als sie sich gemeinsam auf die Suche nach den Bildern begeben, wird ihnen schnell klar, dass den Maler ein grausames Geheimnis umgibt …
Für Madeline und Gaspard beginnt eine spannende Jagd, die sie von Paris nach New York führt und sie nicht nur mit ungeahnten menschlichen Abgründen, sondern auch mit ihren eigenen Dämonen konfrontiert."

Über den Autor:  
Guillaume Musso, geboren 1974 in Antibes, arbeitete als Dozent und Gymnasiallehrer. Musso ist einer der erfolgreichsten Gegenwartsautoren Frankreichs, seine Romane wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt und haben sich als internationale Bestseller durchgesetzt.

Eigene Meinung: 
Die Londoner Polizistin Madeline möchte sich in Paris eine Auszeit nehmen und mietet deshalb ein kleines Atelier an. Der etwas verschrobene Autor Gaspard landet auch dort. Er möchte in aller Ruhe ein Theaterstück schreiben und ist gar nicht darüber erfreut, dass er jetzt Gesellschaft hat. Das Atelier gehörte wohl dem Künstler Sean Lorenz. Die beiden total unterschiedlichen Mieter bekommen jedoch Interesse an der Geschichte des Künstlers Sean Lorenz und beginnen über sein Leben und über einige verschwundene Bilder von ihm nachzuforschen. Sie dringen immer mehr in die Vergangenheit des verstorbenen Künstlers und einen damit verbundenen Kriminalfall ein.

Madeline und Gaspard sind sehr interessante Charaktere, der verschrobene Alkoholiker Gaspard, der Menschen nicht so sehr mag, und die Ermittlerin Madeline, die eine gescheiterte Beziehung verarbeiten muss. 
Auch die Geschichte des Malers und ehemaligen Graffiti-Künstlers Sean Lorenz, die sich durch die Suche der beiden ganz langsam dem Leser erschließt, ist sehr interessant und spannend. So nebenbei erfährt der Leser sehr viel über Malerei und Kunst. 

Musso schreibt gewohnt spannend und fesselnd, sprachlich bewegt sich die Geschichte auf sehr hohem Niveau. Das Buch kann man kaum aus der Hand legen, denn die Handlung wird schnell vorangetrieben. Die Zitate über jedem Kapitel passen sehr gut zu der Geschichte. 

Das Ende überrascht den Leser dann doch sehr. 
"Das Atelier in Paris" führt den Leser nicht nur an viele Orte in Paris, die beiden Protagonisten reisen auch nach Barcelona und landen schließlich in den USA.

Mussos Geschichte ist ein fesselnder Krimi und eine dramatische Familiengeschichte.


 


Montag, 16. Juli 2018

Rezension zu "Die kleine Sommerküche am Meer" von Jenny Colgan, übersetzt von Sonja Hagemann, Piper Verlag, Roman

Titel: Die kleine Sommerküche am Meer
Autorin: Jenny Colgan
Übersetzt von: Sonja Hagemann
Seitenzahl: 448 Seiten, TB, Klappenbroschur (1.6.18)
Isbn Nr. 13-978-3-492-31323-0
Verlag: Piper Verlag
Preis: 11,00 Euro


Verlagsinfo: "Vom quirligen London zur entlegenen Insel Mure? Nein – nur widerwillig kehrt die junge Flora in ihre schottische Heimat zurück. Weder die unberührte Landschaft noch das glitzernde Meer können sie aufmuntern, während sie ihren geschwächten Vater und ihre Brüder versorgt. Doch dann entdeckt sie das alte Kochbuch ihrer verstorbenen Mutter, und als sie ein Rezept nach dem anderen ausprobiert, öffnet sich ihr Herz: für die Sinnlichkeit des Essens, für die Schönheit der Natur und für einen neuen Anfang … "

Über die Autorin:
Jenny Colgan studierte an der Universität von Edinburgh und arbeitete sechs Jahre lang im Gesundheitswesen, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Mit dem Marineingenieur Andrew hat sie drei Kinder, und die Familie lebt etwa die Hälfte des Jahres in Frankreich.
Die Romane um »Die kleine Bäckerei am Strandweg« standen wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste.

 Eigene Meinung: :  

Flora arbeitet als Rechtsanwaltsgehilfin in London für eine große Kanzlei.Sie ist heimlich in ihren Chef verliebt, der sie erst beachtet, als er für einen wichtigen Mandanten jemanden braucht, der ihn auf der Insel Mure vertritt. Vor vielen Jahren ist Flora nach dem Tod ihrer Mutter von der Insel Mure nach London geflohen. Flora möchte eigentlich nicht nach Mure zu ihren drei Brüdern und ihrem Vater zurück. Der Mandant ihrer Kanzlei, Colton Rogers, ist bei den Inselbewohnern nicht sehr beliebt. Der Hof ihrer Familie ist verwahrlost und er rentiert sich auch nicht richtig. Flora bringt den Hof auf Vordermann. Als sie das alte Rezeptbuch ihrer Mutter findet, kocht sie die Rezepte nach und ihre Lebensfreude kehrt zurück.

Das Buch liest sich flüssig, mit viel Humor, die Handlung braucht jedoch etwas, bis sie in die Gänge kommt.
Die Protagonistin Flora ist leicht überzeichnet dargestellt. Ich bin mit ihr nicht so richtig warm geworden.
Gut gefallen haben mir die Beschreibungen der Landschaft der Insel Mure. 

Die ganze Handlung ähnelt zu sehr den Büchern der kleinen Strandbäckerei und ist sehr vorhersehbar.


 


Montag, 2. Juli 2018

Rezension zu "Der Kult" von Marlon James, übersetzt von Wolfgang Binder, Heyne Verlag, Roman

Titel: Der Kult
Autor: Marlon James
Übersetzt von Wolfgang Binder
Seitenzahl: 288 Seiten (gebundene Ausgabe, 21.5.18)
Isbn Nr. 13-978-3453677180
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 22 Euro

Verlagsinfo:
"Im Dorf Gibbeah beginnt der Sonntag mit einem bösen Omen: Während der Morgenmesse fliegt ein Geier durch das geschlossene Kirchenfenster und schlägt tot auf der Kanzel auf. Nur wenige Minuten später wirft ein schwarz gekleideter Fremder den Dorfprediger zu Boden und übernimmt die Kontrolle über die Gemeinde. Als selbst ernannter Apostel York predigt er Rache und Verdammnis. Doch der alte Prediger weigert sich, seinen Platz widerstandslos abzugeben. Ein gnadenloser Glaubenskampf beginnt. Das Dorf scheint dem Untergang geweiht."

Über den Autor:
Marlon James wurde 1970 als Sohn zweier Polizeibeamter in Kingston geboren. Mehr als zehn Jahre arbeitete er als Werbetexter und Grafikdesigner, u.a. für den Dancehall-Musiker Sean Paul und das T-Magazin der New York Times. Bei einem Literaturworkshop in Jamaika wurde eine Dozentin der Wilkes University Pennsylvania auf James aufmerksam und verschaffte ihm ein Masterstudium in Kreatives Schreiben sowie eine Assistentenstelle. Sein erster Roman Der Kult erfuhr über siebzig Ablehnungen, ehe er einen Verlag fand und in der Folge als bestes Debüt für den »Los Angeles Times Book Prize« und den »Commonwealth Writers’ Prize« nominiert wurde. Für sein 2009 erschienenes Nachfolgewerk The Book of Night Women über eine Revolte jamaikanischer Sklavinnen während der Kolonialzeit erhielt James den »Dayton Literary PDorf Gibbeah

Eigene Meinung: 

Dieser Roman von Marlon James spielt in dem fiktiven Dorf Gibbeah auf Jamaika, vermutlich um 1950. Die Einwohner von Gibbeah gehen sonntags brav in die Kirche. Doch der Rum-Prediger, so wird der Pastor in Gibbeah genannt, ist ein Alkoholiker.. So richtig ernst genommen wird er von seiner Gemeinde nicht. Als der charismatische Apostel York in die Kirche eindringt und den Rum-Prediger hinauswirft, ändert sich das Leben der Gemeindemitglieder. Apostel York mag das Kino, in das die Bewohner von Gibbeah gerne gehen, nicht, Fernsehen verpönt er und den Namen von Jesu möchte er in seiner Kirche auch nicht hören. So richtig nachvollziehen kann man nicht, was dieser Apostel eigentlich predigt. Er wirft auf jeden Fall mit vielen Bibelsprüchen um sich. Da der Apostel Wunder wirken kann  hat er bald eine Schar von treuen Gläubigen um sich, die ihm fast schon hörig sind. Doch der alte Dorfprediger gibt den Kampf um seine Lämmchen nicht auf ....

Der Klappentext klingt richtig spannend. Ich habe einen Roman erwartet mit Spannung, Tempo, der leicht unheimlich und sehr atmosphärisch ist.   

Überzeugt hat mich dieser Roman überhaupt nicht. Die Sprache ist sehr einfach, ziemlich derb, teilweise etwas pubertär, Gossensprache eben. Im Gegensatz dazu wirft der Autor mit vielen Bibelsprüchen um sich.

Die Protagonisten erfüllen jedes Klischee. Die Handlung zieht sich dahin. Gegen Ende kommt noch etwas Spannung auf.

Die guten Bewertungen kann ich nicht nachvollziehen. Da gibt es bessere Bücher mit derselben Thematik, Scheinheiligkeit, Aberglauben und Glaubenskampf.
 

Montag, 7. Mai 2018

Rezension zu "Drei aus dem Ruder " von Annette Lies, Heyne Verlag, Roman

Titel:Drei aus dem Ruder
Autorin:Annette Lies
Seitenzahl: 352 Seiten, TB, Klappenbroschur, (12.3.18)
Isbn Nr. 13-978-3-453-41891-2
Verlag: Heyne Verlag
Preis:9,99 Euro



Verlagsinfo:
 "Henriette, Mieke und Coco haben nichts gemeinsam – außer dasselbe Problem: eine handfeste Lebenskrise! Als alle drei in der psychosomatischen Klinik Seeblick landen, lauern unbequeme Fragen im Gepäck: Warum will ich immer perfekt sein? Sage ich oft genug Nein? Was ist, wenn Muttersein doch nichts für mich ist? Und nicht zuletzt: Wie konnte mein Leben nur so aus dem Ruder geraten?! Sich selbst als Chefin, Ex-Ehefrau und Geliebte zu entfliehen, ist jedoch leichter gesagt als getan. Und am Ende scheint nur eine einzige Therapie anzuschlagen – Freundschaft …"

Über die Autorin:
Annette Lies wurde 1979 in Herne geboren. Die gelernte Werbekauffrau arbeitete als Texterin und begeisterte Stewardess, bevor sie 2015 ihr Studium der Dramaturgie an der HFF München abschloss. Ihre Romane „Saftschubse“ und „Saftschubse – Neue Turbulenzen“ werden aktuell für Sat1 verfilmt. Annette Lies lebt in München und Key West.

Eigene Meinung: 
Henriette, Mieke und Coco sind alle drei aus verschiedenen Gründen in der Seeblick-Klinik. Jeder der drei Damen hat ein anderes Problem, das in der psyosomatischen Klinik gelöst werden sollte.

Henriette ist Frauenärztin, Dreh- und Angelpunkt der Familie und hält ihrem Mann für dessen berufliche Karriere auch noch den Rücken frei. Nun drohen die Kinder selbstständig zu werden und das Haus zu verlassen, was Henriette in eine tiefe Krise stürzt. Sie landet auf Anraten des Familienfreundes Daniel in Seeblick.Die viel jüngere Mieke hat ein Verhältnis mit einem verheirateten Mann und die extravagante Coco hat viele verschiedene Probleme. Die dreiÄngste von Alleinerziehen total unterschiedlichen Frauen freunden sich an und unterstützen sich gegenseitig. Man hat den Eindruck, die Freundschaft und das Verständnis füreinander hilft den Patientinnen mehr als jede Therapie. Unterstützung bekommen sie von der Psychologin Frau Küppers und dem Segellehrer Marius. So nach und nach Lernen wir die Geschichte der drei Frauen kennen
Annette Lies Schreibstil gefällt mir gut. Sie schreibt spritzig, mit viel Humor und etwas Sarkasmus,  so dass die Seiten nur so fliegen.

Die drei Frauen sind jede für sich interessante, liebevoll gezeichnete Charaktere und ich habe gehofft, dass die drei ihre Probleme in den Griff bekommen würden. Spannung und Abwechslung ins Geschehen bringt  Annette Lies durch Mißverständnisse, Eskapaden, diverse Ausflüge und eine Wahrsagerin, die eine Gemeinsamkeit zwischen Henriette, Mieke und Coco aufdeckt.

Die Probleme der Damen sind vielen Lesern sicherlich nicht fremd.  Erfolgsdruck, wie geht es weiter mit der Ehe, nachdem die Kinder erwachsen wurden und die Interessen des Ehepaares sind im Laufe der Jahre auseinandergetriftet oder eine der Damen hat einen verheirateten Partner, der sie hin hält und sie wartet auf eine Entscheidung von ihm.

Die Botschaften, die in dieser Story versteckt sind, gefallen mir auch sehr gut, wie wichtig Freundschaft und Vertrauen sind.

Mir hat die Geschichte von Henriette, Coco und Mieke sehr gut gefallen.




Mittwoch, 28. März 2018

#Werbung Rezension zu "Der zauberhafte Trödelladen" von Manuela Inusa, Blanvalet Taschenbuch Verlag, Liebesroman

Titel: Der zauberhafte Trödelladen
Autorin: Manuela Inusa
Seitenzahl: 336 Seiten, TB (18.6.18)
Isbn Nr. 13-978-3734106255
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Preis: 9,99 Euro



Verlagsinfo: Willkommen zurück in der Valerie Lane – wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Ruby verkauft in ihrem kleinen Antiquitätenladen Trödel aus aller Welt, den sie mit liebevoller Sorgfalt restauriert. Auch wenn sie insgeheim von einem Buchladen träumt, liebt sie die Arbeit in Ruby's Antiques, das sie von ihrer Mutter übernommen hat, und verliert sich oft in der Vergangenheit der Stücke. Und ein Leben ohne ihre Freundinnen aus der Valerie Lane kann sie sich sowieso nicht mehr vorstellen! Diese sind in diesem Frühling noch stärker für Ruby da, denn nicht nur das mit der Liebe gestaltet sich schwieriger als gedacht, sondern auch Rubys eigene Vergangenheit holt sie ein – und wird die eine oder andere Überraschung bereithalten ."

Über die Autorin:
Manuela Inusa hat bereits Kurzgeschichten, Kinder- und Jugendbücher sowie Chick Lit- und Liebesromane - sowohl unter ihrem richtigen Namen wie auch unter Pseudonym - veröffentlicht. Mit acht im Selfpublishing erschienenen eBooks erreichte sie die Kindle-Top-100. Im November 2015 erschien ihr erster Verlagsroman "Jane Austen bleibt zum Frühstück" bei Random House/Blanvalet, im März 2017 folgte "Auch donnerstags geschehen Wunder". Der im Oktober 2017 erschienene Auftakt der Valerie-Lane-Reihe - "Der kleine Teeladen zum Glück" - stieg bereits nach einer Woche in die SPIEGEL-Bestsellerliste ein. Im Januar 2018 dürfen sich die Fans der Reihe, die sich um die fünf Ladeninhaberinnen der gleichnamigen Straße in Oxford, England dreht, auf Band 2 - "Die Chocolaterie der Träume" - freuen.

Die Autorin ist gelernte Fremdsprachenkorrespondentin und lebt mit ihrem Ehemann und ihren beiden Kindern in Hamburg. Sie liebt Sonnenuntergänge, Kerzen, Tee und Kuschelsocken. Zu ihren Hobbys gehören Lesen und Reisen.

Besuchen Sie sie gerne auf Facebook oder Instagram. :)

Eigene Meinung:
Der dritte Teil der Valerie-Lane-Reihe von Manuela Inusa dreht sich um den Trödelladen von Ruby. Die junge Frau hat es nicht gerade einfach. Ihr Vater wohnt bei ihr. Der hat seit dem Tod seiner Frau so einige Macken und Ruby kümmert sich liebevoll um ihn. Doch einen Partner hat Ruby nicht. Sie kann sich auch kaum vorstellen, dass es ein Mann mit ihrem Vater aushalten könnte. Der obdachlose Gary hilft ihr ein wenig in ihrem Laden und sie lässt ihn ab und an in ihrem Laden übernachten.

"Der zauberhafte Trödelladen" ist mein erstes Buch von Manuela Inusa. Man kann diesen Band unabhängig von den beiden ersten Teilen der Reihe lesen. Die weiteren Ladenbesitzer der Valerie-Lane lernen wir in diesem Band kennen.

Die Story lässt sich leicht und locker zwischendurch lesen. Romantik, Nostalgie und Liebe spielen hier genauso eine Rolle, wie Freundschaft und Erfüllung von Lebensträumen.

Ruby ist eine sympathische, sehr verträumte und etwas unsichere junge Frau. Gary scheint so Einiges in seinem Leben mitgemacht zu haben.

Mir hat die Geschichte von Ruby und ihrem Laden ganz gut gefallen, wobei die Story etwas vorhersehbar ist.



Dienstag, 20. März 2018

#WERBUNG Rezension zu "Spätsommerliebe - Band 4 der Mayerhofen-Reihe " von Petra Durst Benning, Blanvalet Verlag, Roman

 Achtung: Das Buch erscheint erst am 16.7.18
Ich durfte es im Rahmen einer Verlagsaktion schon lesen.

Titel: Spätsommerliebe - Band 4 der Mayerhofen Reihe
Autorin: Petra Durst-Benning
Seitenzahl: 320 Seiten, (TB, Klappenbroschur, 16.7.18)
Isbn Nr. 13-978-3-7341-0637-8
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: ca. 8,99 Euro

 Verlagsinfo:
 "Spätsommer die Liebe säht, erntet das Glück.
Im Genießerdorf blühte im letzten Sommer nicht nur das Geschäft, sondern auch die Liebe. Magdalena und Christine sind glücklich, doch der Alltag holt sie schnell ein. Der Gastwirt Apostoles bringt Feuer in Magdalenas Leben, aber sie ist von den neuen chaotischen griechischen Verhältnissen überfordert. Auch Christine kann sich nur schwer auf Reinhards Fürsorge einlassen und ihre alten Muster aufgeben. Als sich dann eine Autorin von Liebesromanen in ihre Pension einmietet, knistert regelrecht die Luft in Maierhofen. Sich zu verlieben ist einfach – aber wird es den Maierhofen-Frauen gelingen, ihre Gefühle in den Spätsommer hinüberzuretten?" 

Über die Autorin:
Petra Durst-Benning wurde 1965 in Baden-Württemberg geboren. Seit über zwanzig Jahren schreibt sie historische und zeitgenössische Romane. Fast all ihre Bücher sind SPIEGEL-Bestseller und wurden in verschiedene Sprachen übersetzt. In Amerika ist Petra Durst-Benning ebenfalls eine gefeierte Bestsellerautorin. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Hunden südlich von Stuttgart auf dem Land.

Eigene Meinung:
Im vierten Band der Mayerhofen Reihe gibt es ein Wiedersehen mit den sympathischen Bewohnern von Maierhofen. Wir dürfen teilhaben an ihrem Alltag mit viel Arbeit, an ihren Festen, ihren Problemen und wir dürfen uns mit ihnen freuen.

Im Focus der Geschichte sind diesmal Christine und Reinhard sowie Apostolos und Magdalena. Auch von Greta und Vincent gibt es Neues zu berichten. Michelle aus Reutlingen nimmt sich eine Auszeit in Genießerdorf um einen Liebesroman zu schreiben und hat sich bei Christine einquartiert. Ob es ihr gelingt, einen Liebesroman zu schreiben?

Ein Besuch in Maierhofen ist wie ein Wellness-Wochenende. Man kann das Brot das Magdalena bäckt schon fast riechen und bekommt Lust, einen Spaziergang mit Greta und den Hunden zu unternehmen.

Petra Durst-Benning verpackt in eine fesselnde Geschichte, in der die Seiten nur so fliegen, mit netten, sympathischen Protagonisten ernste Themen, die zum Nachdenken anregen.  Diesmal sind große Themen der Geschichte "Work -Life-Balance", wie es so schön heißt und die Schwierigkeit, dass die Liebe im Alltag fortbesteht. Das müssen einige Dorfbewohner auf etwas schmerzhafte Art in dieser Geschichte genau so lernen, wie sicher viele von uns Lesern..

Am Schluss des Buches gibt es einige Ideen für die Gestaltung eines Sommerfestes und ganz viele, leckere, einfache Rezeptideen zum Nachkochen.



Samstag, 3. März 2018

Rezension zu "Jene Tage in St. Germain" von Annette Hennig, eBook, Roman

Titel: Jene Tage in St. Germain
Autorin: Annette Hennig
Seitenzahl: 183 Seiten, eBook, 1.3.18
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 389 KB
ASIN:B079V4VL3X
Preis: 4,99 Euro
 
Verlagsinfo: 
 "Liebe versteht alles
Liebe erträgt alles
Liebe verzeiht alles

Die junge, begabte Goldschmiedin Marie-Luise Schneider aus Leipzig reist 1955 mit dem festen Vorsatz nach Paris, dort Kontakte zur Künstlerszene zu knüpfen.

Doch schon an ihrem ersten Abend in der Stadt der Liebe kommt alles ganz anders.

Die Zwanzigjährige verliebt sich Hals über Kopf in den adretten Sébastien.
Zusammen verbringen sie wundervolle Tage und atemberaubende Nächte, bis Sébastien ihr gesteht, dass er nicht frei für sie ist.

Verzweifelt und innerlich zerrissen fährt Marie-Luise nach Deutschland zurück, nicht ohne die Hoffnung, dass sich Sébastien eines Tages zu ihr bekennt.
Fortan kehrt sie jedes Jahr für ein paar Tage nach Paris in die Arme ihres Geliebten zurück.

Wird sich ihr Wunsch von einem gemeinsamen Leben an der Seite Sébastiens erfüllen?"

Über die Autorin:
Annette Hennig ist eine deutsche Autorin. Sie lebt mit ihrem Mann in einem kleinen Ort in Thüringen.
Sie erlernte den Beruf einer Bürokauffrau, studierte danach Betriebswirtschaft und arbeitete viele Jahre im erlernten Beruf.
Seit nunmehr zwanzig Jahren geht sie einer selbständigen Tätigkeit nach, welche ihr Freiraum für das Schreiben lässt.
In ihrer Freizeit verreist sie gern, liest viel und liebt es im Garten zu entspannen. Hier findet sie Ruhe und Muße für neue Romanideen.
Ihr Debütroman "Agnes Geheimnis" ist der Auftakt zu der Trilogie "Und immer war es Liebe".

Mehr über die Autorin und ihre Bücher auch auf: www.annettehennig.de
oder annette.hennig.96@facebook.com

Eigene Meinung:
Annette Hennig erzählt den ersten Band dieser zweiteiligen Reihe flüssig, sehr bildhaft und detailliert.

Ein Erzählstrang handelt von Marie-Luise, die 1955 in Leipzig lebt und davon träumt, nach Paris zu reisen, um dort die Sehenswürdigkeiten anzuschauen und Kontakte zu den dortigen Goldschmieden zu knüpfen. Ihre Eltern sind nicht so begeistert von ihrer Idee. Daher greift Malu, wie sie genannt wird, zu einer Notlüge, dass ihre Freundin Hanna mitreisen würde.

In Paris lernt sie bereits am ersten Tag in ihrer Pension den Charmeur Sébastien kennen und verliebt sich. Doch Sébastien hält vor ihr etwas geheim. Hat er noch mehrere Liebschaften? Marie Luise beendet diese Liebesbeziehung nicht, sie reist in den nächsten Jahren immer wieder nach Paris, was wohl von Leipzig aus bis 1958 noch unproblematisch zu sein scheint und hofft auf ein gemeinsames Leben mit ihrem Liebsten.

Ein weiterer Erzählstrang spielt in der Gegenwart. Marie-Luise ist bereits Oma. Ihre Enkelin Lara soll eine Reisegruppe nach Paris begleiten und möchte, dass Marie-Luise mitkommt. Doch diese sträubt sich dagegen. Lara möchte wissen, warum Marie-Luise nicht mit nach Paris will. Doch ihre Großmutter schweigt und die Enkelin wittert ein Geheimnis und ist neugierig geworden. Doch ihre Mutter kann ihre Fragen nicht beantworten und Hanna schweigt.

Malu ist eine sympathische, junge Frau und ich habe gehofft, dass ihre Liebesbeziehung sich postiv entwickeln würde.
Sébastien ist ein Charmeur und ich weiß noch nicht so richtig, was ich von ihm halten soll. Sympathisch ist er mir nicht so richtig.

Der Roman endet leider damit, dass weder die Enkelin von Malus Geheimnis etwas erfährt, noch wir Leser. Viele Fragen über Malus Liebe und ihr Geheimnis bleiben offen und werden wohl im zweiten Band beantwortet und gelöst. 

Wir dürfen zusammen mit Malu und Sébastien viele Sehenswürdigkeiten in Paris besuchen. 

4/5 Sterne für diesen romantischen und etwas traurigen Roman, der schnell gelesen ist und am Ende sehr viel offen lässt.






Mittwoch, 27. Dezember 2017

Rezension zu "Das Gutshaus" von Anne Jacobs, Blanvalet Verlag, Roman

Titel: Das Gutshaus
Autorin: Anne Jacobs
Seitenzahl: 544 Seiten, (TB, 13.11.17)
Isbn Nr.: 13-978-3-7341-0327-8
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 10,99 Euro
 

Verlagsinfo:
"Seit Jahrhunderten in Familienhand, verloren und wiedergefunden – ein Gutshaus, eine Familie und ein dramatisches Schicksal …
Franziska kann es nicht glauben: Endlich ist sie wieder in ihrer Heimat auf Gut Dranitz. In den Wirren des zweiten Weltkriegs musste sie das herrschaftliche Anwesen im Osten verlassen. Lange gab es keinen Weg zurück. Trotzdem ließ sie die Sehnsucht nicht mehr los. Nie konnte sie die glanzvollen Zeiten vor dem Krieg vergessen, ihre Träume und Wünsche von einem Leben an der Seite ihrer großen Liebe Walter Iversen. Alles schien möglich. Doch der Krieg trennte die Liebenden und machte ihre Träume zunichte. Aber Franziska gab die Hoffnung nie auf ..."

Über die Autorin:
Anne Jacobs begeisterte bereits mit ihrer Trilogie um Die Tuchvilla die Leser und stürmte die Bestsellerlisten. Mit Das Gutshaus knüpft sie an ihre Erfolgstrilogie an und erzählt von einem alten herrschaftlichen Gutshof in Mecklenburg-Vorpommern und vom Schicksal seiner Bewohner in bewegten Zeiten.

Eigene Meinung:  
Nachdem mir die "Tuchvilla-Trilogie" von Anne Jacobs so gut gefallen hatte, war ich total gespannt auf das neue Buch der Autorin.   


Die 70-jährige Franziska fährt im Mai 1990 zum 1. Mal seit dem Krieg zum Gut ihrer Familie nach Dranitz in den Osten. Als adelige Gutsbesitzerstochter wurde sie von den Russen vertrieben und musste fliehen.

In einem Erzählstrang berichtet die Autorin über Franziskas Erlebnisse in der ehemaligen DDR. Bildhaft kann sich der Leser vorstellen, wie es 1990 dort aussah, Straßen mit Kopfsteinpflaster, die LPG-Bauten, der Konsum im Dorf, der im alten Gutshaus untergebracht wurde und die Plattenbauten.

Gleichzeitig die Stimmung des Aufbruchs, das Misstrauen der Bewohner gegen die Wessies, die alles aufkaufen wollen und die alten "Mächtigen", die immer noch das Sagen haben.

Franziska möchte das Gutshaus ihrer Familie zu altem Glanz verhelfen. Das gestaltet sich als sehr schwierig, da die Dranitzer nicht sehr begeistert von ihren Plänen sind. Insbesondere der unsympathische Bürgermeister spinnt eine Intrige nach der anderen gegen Franziska.

Doch Jenny, ihre Enkeltochter, kommt ihr zu Hilfe und manch ein Dorfbewohner schlägt sich auch auf die Seite der beiden Frauen.

Franziska wird in Dranitz nicht nur mit enormen finanziellen Problemen konfrontiert, da die Sanierung ihres Gutshauses sehr viel Geld kostet, sie erinnert sich auch an verdrängte Erlebnisse in der Vergangenheit.

Das ehemalige Hausmädchen Mine wohnt noch in Dranitz und scheint ein Geheimnis bewahren zu wollen.

Ein weiterer Erzählstrang  spielt von 1939 - 1946. Wir nehmen Teil an Franziskas wunderschöner Zeit auf dem Gut in Dranitz, Franziskas erster Liebe und am Familienleben auf dem Gut. Es wird berichtet, wie die Stimmung langsam kippt, wie Flüchtlinge auf dem Hof einquartiert werden und letztendlich die Jahre der Flucht der adeligen Gutsbesitzer und was sie alles erdulden und erleiden mussten.

Elfriedes Tagebucheintragungen, die sich hauptsächlich um die Zeit 1945/46 drehen, sind auch sehr spannend zu lesen. Elfriede ist Franziskas kleine Schwester. 

Die Protagonisten in dieser Geschichte sind sehr gut gezeichnet und werden sehr lebendig dargestellt. Die beiden unterschiedlichen Frauen Jenny und Franziska sind zwar nicht immer einer Meinung, sie raufen sich aber immer wieder zusammen.

Das Leben in der ehemaligen DDR zur Zeit der Wende ist sehr gut und sehr lebendig dargestellt, ebenso wie die Zeit um 1939 - 1946.

Mir hat dieser erste Teil der "Gutshof-Reihe" sehr gut gefallen. Ich bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht.
 

Dienstag, 12. Dezember 2017

Rezension zu "Mudbound - Die Tränen von Mississippi" von Hillary Jordan, übersetzt von Karin Dufner , Pendo Verlag, Roman

Titel: Mudbound - Die Tränen von Mississippi
Autorin: Hillary Jordan
Übersetzt von: Karin Dufner
Seitenzahl: 348 Seiten, (Klappenbroschur, 2.11.17)
Isbn Nr.: 13-978-3-86612-456-1
Verlag: Pendo Verlag
Preis: 15,00 Euro

Verlagsinfo:
"Mississippi, 1946: Laura McAllan ist ihrem Ehemann zuliebe aufs Land gezogen, der als Farmer einer Baumwollplantage Fuß fassen will. Doch ihr ist die Umgebung fremd, und auf Mudbound gibt es weder fließendes Wasser noch Strom. Unterstützung erhalten die McAllans durch die Jacksons, ihre afroamerikanischen Pächter. Die aufgeweckte Florence Jackson hilft Laura, wo sie nur kann. Aber auch wenn der Alltag sie an ihre Grenzen treibt und sie für gewöhnlich nicht auf den Mund gefallen ist, würde sie es nicht wagen, ihre Stimme zu erheben und Missstände anzumahnen. In diese angespannte Situation geraten zwei junge Kriegsheimkehrer: Florences Sohn Ronsel und Lauras Schwager Jamie. Deren Freundschaft wird zu einer Herausforderung für beide Familien, und so lassen Missgunst und Ausgrenzung die Stimmung bald kippen ..."

Über die Autorin:
Hillary Jordan wuchs in Texas und Oklahoma auf. Sie studierte Anglistik, Politikwissenschaften und Kreatives Schreiben. Bevor sie anfing Romane zu veröffentlichen, arbeitete sie viele Jahre als Werbetexterin. Ihr Debütroman »Mudbound – Die Tränen von Mississippi« wurde mehrfach ausgezeichnet.

Eigene Meinung: 
Laura rechnet nicht mehr damit zu heiraten, als sie den etwas langweiligen Henry kennenlernt. Doch der interessiert sich für sie und macht ihr einen Antrag. Sein Bruder Jamie ist das absolute Gegenteil. Ein charismatischer Frauenschwarm, der in den Krieg nach Europa zieht.

Henry kauft eine Farm am Mississippi und die Städterin Laura wird in eine schäbige Hütte versetzt mit Aussentoilette. Fließendes Wasser und Strom gibt es nicht, ab und an ist die Farm nur von Schlamm umgeben, von der Außenwelt abgeschnitten. Poppy, der Vater von Henry kommt mit auf die Farm. Dieser griesgrämige Alte macht ihr das Leben noch schwerer.

Hap, ein schwarzer Pächter von Henry, lebt mit seiner Familie in der Nähe. Florence, seine Frau, hilft Laura auf der Farm und ist auch noch als Hebamme tätig.
Der Rassismus, der zu dieser Zeit herrscht, ist ständig gegenwärtig. Auch die Ohnmächtigkeit der Frauen ihren Männern gegenüber, wird sehr lebendig dargestellt. Laura versucht sich gegen die Interessen ihres Gatten durchzusetzen, genauso wie Florence, die stärker zu sein scheint als Laura.  

Ronsel, der Sohn von Florence und Hap kehrt aus dem Krieg aus Europa zurück. Er hat dort im Krieg einen anderen Umgang erfahren. Auch Jamie kommt nach Kriegsende auf die Farm von Henry. Die Kriegsheimkehrer haben sich verändert und freunden sich an. Doch ihre Freundschaft steht unter keinem guten Stern, die Bewohner am Mississippi dulden das nicht und die Ereignisse kommen ins Rollen ...

Hillary Jordans Erzählstil hat mich von der ersten Seite an gepackt. Die Autorin erzählt sehr direkt, packend und sehr spannend. Man ist mitten im Geschehen, fühlt mit den Personen und hofft auf ein gutes Ende.

Die Story ist aus verschiedenen Perspektiven der Protagonisten erzählt, so dass Laura, Henry, Jamie, Florence, Hap und Ronsel zu Wort kommen und wir ihre Gefühle und Gedanken fast schon hautnah miterleben. 

Die Personen sind sehr lebendig und authentisch dargestellt. Man spürt ihren Überlebenswillen und ihre Hoffnungen.

Ich zähle diesen Roman um zwei Familien, der 1946 am Mississippi spielt, zu den Highlights des Jahres und bin gespannt auf die Netflix-Verfilmung. Dieses Debut der Autorin bekommt meine absolute Leseempfehlung.











Mittwoch, 8. November 2017

Rezension zu "Ich treffe dich zwischen den Zeilen" von Stephanie Butland, übersetzt von Maria Hochsieder-Belschner, Droemer Knaur Verlag, Roman

Titel: Ich treffe dich zwischen den Zeilen
Autorin:Stephanie Butland
Übersetzt von:Maria Hochsieder-Belschner
Seitenzahl: 320 Seiten (Klappenbroschur, TB, 2.10.17)
Isbn Nr. 13-978-3-426-52075-8
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
 "Ein Buch, das einen so schnell nicht mehr loslässt: Stephanie Butlands herzergreifender Roman erzählt vom Wunder der Liebe und von der heilenden Kraft der Literatur.
Mit Piercings und tiefschwarz gefärbten Haaren versucht Loveday, die Welt von sich fern zu halten. Sie ist ein wahrer Büchernarr, umgibt sich lieber mit Literatur als mit Menschen und trägt die Anfangssätze ihrer Lieblingsromane als Tattoos auf dem Körper. Wirklich wohl fühlt sie sich nur in Archies Antiquariat. Der alte Mann hat ihr nicht nur einen Job gegeben, er akzeptiert sie vor allem, ohne Fragen zu stellen. Als Loveday Nathan kennenlernt, scheint ihre Welt heller zu werden: Er nimmt sie mit zu einem Poetry-Slam, und die Gedichte öffnen beiden einen Weg, sich die Dinge mitzuteilen, für die ihnen sonst die Worte fehlen. Zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte Liebe. Doch dann werden im Antiquariat Bücher für Loveday abgegeben, die sie zurück in ihre Kindheit führen und schmerzhafte Erinnerungen an eine Familientragödie wecken, die sie nur zu gerne weiter verdrängt hätte. Kann sie mit Archies und Nathans Hilfe endlich mit der Vergangenheit Frieden schließen und über die Ereignisse hinwegkommen, die ihr Leben so sehr erschüttert haben?

Ein wunderschöner Roman über Familie, Liebe, Verlust und Vergangenheitsbewältigung mithilfe der besonderen Kraft der Literatur."

Über die Autorin:
Wenn Stephanie Butland nicht gerade schreibt, arbeitet sie als Coach und Motivationstrainerin. Zusammen mit ihrer Familie lebt sie im Nordosten Englands.

Eigene Meinung: 

Loveday ist ein Büchernerd. Sie fühlt sich zwischen Unmengen von Büchern viel wohler, als mit Menschen. Entsprechend beschränken sich ihre Kontakte auf Archie, ihren Chef und Inhaber des Antiquariats und auf die Mitarbeiter und Kunden des Antiquariats. Warum Loveday ist, wie sie ist, erfahren wir im Laufe der Geschichte. Als Nathan eines Tages in das Antiquariat spaziert, versucht er, sie mit Gedichten und mit einer Einladung zu einem Poetry Slam für sich zu interessieren. Ob das wohl funktioniert?

Stephanie Butlands Schreibstil gefällt mir sehr gut. Sie schreibt leicht, mit viel Wortwitz, unglaublich wortgewandt und sehr tiefgründig. Es dreht sich das ganze Buch um Bücher, Gedichte und Poetry Slam.

Loveday erzählt uns ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive. Viele Kapitel blicken in die Vergangenheit von dieser jungen Frau zurück.

Die Protagonistin Loveday ist eine liebenswerte Außenseiterin, Archie, ihr Chef und guter Freund, wurde auch sehr gut und sehr lebendig gezeichnet. Auch den Zauberer Nathan schließt man als Leser sofort ins Herz.

Mir hat dieses tiefgründige, sehr warmherzige und humorvolle Buch sehr gut gefallen. Es ist ein absolutes Lesehighlight für alle Bücherfans!





 

Mittwoch, 27. September 2017

Rezension zu "Der Herzschlag deiner Worte" von Susanna Ernst, Roman, Droemer Knaur Verlag


Titel: Der Herzschlag deiner Worte
Autorin: Susanna Ernst
Seitenzahl: 397 Seiten  (TB, Klappenbroschur, Sept 17)
Isbn Nr. 13-978-3-426-52123-6
Verlag: Droemer Knaur
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
 
Als der junge Musiker Alex vom plötzlichen Tod seines Vaters erfährt, wirft ihn das aus der Bahn. Auf der Beerdigung begegnet er seiner Patentante Jane zum ersten Mal und ist tief beeindruckt von der scheinbar unbekümmerten Lebensfreude der schwer erkrankten und an den Rollstuhl gefesselten Frau. Jane ist es, die Alex plötzlich neue Wege eröffnet. So führt sie ihn geradewegs in die Arme der temperamentvollen Jung-Autorin Maila, in die sich Alex Hals über Kopf verliebt.
Doch warum lässt Maila weder in ihren Geschichten noch im eigenen Leben ein Happy End zu? Und wieso wird Alex das Gefühl nicht los, dass Jane etwas verheimlicht? Und was hat all das mit seinem verstorbenen Vater zu tun?
Erst als sich Alex auf die Spuren alles Unausgesprochenen begibt, gelingt es ihm, zu erkennen, wie die unterschiedlichen Geheimnisse derer, die er liebt, miteinander verwoben sind. Kann er Maila mit diesem Hintergrundwissen davon überzeugen, dass doch noch alles gut wird?"


Über die Autorin:

 Susanna Ernst wurde 1980 in Bonn geboren und schreibt schon seit ihrer Grundschulzeit Geschichten. Sie leitete siebzehn Jahre lang eine eigene Musicalgruppe, führte bei den Stücken Regie und gab Schauspielunterricht. Außerdem zeichnet die gelernte Bankkauffrau und zweifache Mutter gerne Portraits, malt und gestaltet Bühnenbilder für Theaterveranstaltungen. Das Schreiben ist jedoch ihre Lieblingsbeschäftigung für stille Stunden, wenn sie ihren Gedanken und Ideen freien Lauf lassen will. Ihr Credo: Schreiben befreit!

Eigene Meinung:
"Der Herzschlag deiner Worte" ist mein erstes Buch von Susanna Ernst und ganz bestimmt nicht mein letztes. Mir gefällt ihr warmherziger, sehr lebendiger und sehr fesselnder Erzählstil sehr gut. Das Buch ist kaum aus der Hand zu legen.

In der Geschichte geht es um den jungen Musiker Alex, der einige Schicksalsschläge einstecken musste. In einem Erzählstrang geht es um seinen Vater, der einen Herzinfarkt erlitten hat und gestorben ist. Er hat sich von dieser Welt aber noch nicht ganz verabschiedet, er begleitet seinen Sohn, beobachtet und wir erfahren durch ihn, was in der Vergangenheit passiert ist. In einem weiteren Erzählstrang lernen wir Maila kennen und ihre Geschichte. Nicht nur Alex und Maila spielen in der Story eine große Rolle, auch die kranke Tante Jane, die Mutter von Alex und seine Schwester wirken mit. Wie die ganzen Personen miteinander verknüpft sind, wird so nach und nach aufgelöst. Susanna Ernst hat sich schwere Themen wie Verlust, Krankheit und Tod in ihrem Buch vorgenommen. Doch Themen wie Freundschaft, Vertrauen, Lebensfreude, Zusammenhalt und Liebe setzen einen Gegenpool und wirken positiv.

Alex ist ein sympathischer Alleinerziehender, seine Tochter Leni ist süß und witzig.Die junge Autorin Maila ist sehr sympathisch und sehr geheimnisvoll. Mir gefallen alle Charaktere sehr gut.

Mir hat "Der Herzschlag deiner Worte" sehr gut gefallen und ich freue mich auf weitere Geschichten von Susanna Ernst.



Montag, 18. September 2017

Rezension zu "Wie der Wind und das Meer" von Lilli Beck, Blanvalet Verlag, Roman

Titel: Wie der Wind und das Meer
Autorin: Lilli Beck
Seitenzahl: (512 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, 18.9.17)
Isbn Nr. 13-978-3-7645-0577-6
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 19,99 Euro
 

Verlagsinfo:
 "»Halt dein Gesicht in den Regen, jeder Tropfen ist ein Kuss von mir ...«
München, April 1945. Nach einem verheerenden Fliegerangriff irrt der elfjährige Paul mit einem Koffer durch die Trümmerlandschaft. Auf der Suche nach einem Versteck trifft er auf ein kleines Mädchen. Sie heißt Sarah, hat wie er ihre Familie verloren – und sieht Pauls Schwester verblüffend ähnlich. Um in der verwüsteten Stadt nicht allein zu sein und von den Behörden nicht getrennt zu werden, schließen Paul und Sarah einen Pakt: Von nun an werden sie sich als Geschwister ausgeben. Ihr Plan geht auf. Doch wie hätten sie ahnen können, dass Jahre später ihre Notlüge ihr Verhängnis werden würde – und dass sie sich würden verstecken müssen, um sich lieben zu dürfen …www.lilli-beck.de"

Über die Autorin:
Lilli Beck wurde 1950 in Weiden/Oberpfalz geboren und lebt seit vielen Jahren in München. Nach der Schulzeit begann sie eine Ausbildung zur Großhandelskauffrau. 1968 zog sie nach München, wo sie von einer Modelagentin in der damaligen In-Disko Blow up entdeckt wurde. Das war der Beginn eines Lebens wie aus einem Hollywood-Film. Sie arbeitete zehn Jahre lang für Zeitschriften wie Brigitte, Burda-Moden und TWEN. Sie war Pirelli-Kühlerfigur und Covergirl auf der LP Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz von Marius Müller-Westernhagen.

Eigene Meinung:

Die Story dreht sich um zwei Kinder, die in den Kriegswirren 1945 ihre Eltern verloren haben. Das Mädchen Sarah ist Jüdin. Der Junge und das Mädchen beschließen, sich als Geschwister auszugeben, weil das Mädchen seiner verstorbenen Schwester sehr ähnlich sieht. Diese Lüge hat Folgen, die beiden verlieben sich später ineinander. Sie trauen sich nicht zuzugeben, dass sie keine Geschwister sind. Für beide ist es die ganz große Liebe, die sie erfahren haben und nicht leben dürfen, was für den Lebensweg von Paul und Sarah und ihren Angehörigen entsprechende, tragische Folgen hat

Das Buch ist sehr lebendig geschrieben. Man erfährt viel vom Leben im Nachkriegsdeutschland ganz nebenbei. Z. B. wie es den Kindern in Waisenhäusern erging zu der Zeit, Alleinerziehenden, der 1. Fernseher, später etwas über die Hausbesetzerszene in Berlin oder die ersten Frauenhäuser. 
 
Lilli Beck schreibt flüssig, spannend und mit einem gewissen Fesselfaktor. Man möchte das Buch nicht aus der Hand legen.  Ihre Protagonisten sind sehr lebendig dargestellt. Man fühlt sich Mitten im Geschehen, in der Großmarkthalle mit ihrem geschäftigen Treiben oder im Tonstudio zusammen mit Sarah.

Mir hat die Lebensgeschichte von Sarah und Paul sehr gut gefallen. 



Mittwoch, 13. September 2017

Rezension zu "Die Perlenfrauen" von Katie Agnew, übersetzt von Jens Plassmann, Heyne Verlag, Roman

Titel: Die Perlenfrauen
Autorin: Katie Agnew
Übersetzt von: Jens Plassmann
Seitenzahl:  560 Seiten, TB, Klappenbroschur13.2.17
Isbn Nr. 13-978-3-453-42029-8
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
"Manchmal muss man alte Wunden öffnen, um sein Glück zu finden
Zu ihrem 18. Geburtstag bekam die Schauspielerin Tilly Beaumont 1947 eine atemberaubend schöne Halskette geschenkt. Das Schmuckstück begleitete sie durch ihre ruhmreiche Karriere hindurch und zierte ihren Hals auf den glamourösesten Partys – bis sie auf einmal spurlos verschwand. Jahre später bittet Tilly ihr Enkelin Sophia, die Kette zu finden. Sophia hat gerade schmerzlich erfahren, dass man mit gutem Aussehen und dolce vita allein keine Rechnungen bezahlen kann. Die wertvolle Perlenkette könnte nun einige ihrer Probleme lösen. Aber was sind die eigentlichen Gründe für Tillys Auftrag? Und wie soll Sophia ein Erbstück finden, das sie noch nie gesehen hat?"

Über die Autorin:
Katie Agnew wurde in Edinburgh geboren. Sie arbeitete lange Zeit als Journalistin für Marie Claire, Cosmopolitan, Red und die Daily Mail, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen widmete. Katie lebt mit ihrer Familie in Bath.

Eigene Meinung:
Sophia, Tochter aus reichem und berühmten Hause, tingelt durch die Londoner Clubs - sie ist ein sogenanntes "It-Girl" - und sorgt für negative Schlagzeilen. Mit ihrem besten Freund Hugo lebt sie zusammen in einem Haus eines Bekannten, da ihre Eltern die Nase voll von ihr haben und ihr kein Geld mehr zur Verfügung stellen. Ihre schwerkranke Großmutter Tilly nimmt Kontakt zu Sophia auf und schickt ihr Briefe. Sophia soll sie besuchen. Es dauert ziemlich lange, bis sich Sophia dazu entschließt ihre Großmutter zu besuchen. Sie erfährt von ihrer Großmutter, dass sie die Perlenkette, die Tilly zu ihrem 18. Geburtstag von ihrem Vater geschenkt bekommen hat, auftreiben soll. Sophias Mutter war zuletzt Besitzerin dieser Kette, doch die streitet ab, dass es die Kette überhaupt gibt. Sophia gibt nicht auf und begibt sich zusammen mit Hugo auf die Suche nach der Kette.

Ein zweiter Erzählstrang handelt von Dominic, der aus Ecuador zurückgekehrt ist nach New York. Seine Frau hat sich vor einigen Wochen von ihm getrennt und während seiner Abwesenheit die Wohnung leergeräumt. Dominic muss sein Leben neu ordnen.

Ein weiterer Erzähltstrang führt uns nach Japan, wo wir Aiko kennenlernen, die ihre Kindheit mit Perlentaucherinnen verbracht hat.

Der Klappentext klang sehr spannend und interessant, allerdings ist der Erzählstil der Autorin überhaupt nicht fesselnd und spannend. Er ist sehr detailliert und langatmig. Ich habe dreimal damit begonnen, das Buch zu lesen. Es dauert über 150 Seiten, bis Sophia überhaupt erst einmal ihre Großmutter besucht.

Katie Agnew erzählt sämtliche Lebensgeschichten aller Beteiligten viel zu ausführlich. Die Personen bleiben sehr oberflächlich, Sophia ist überhaupt nicht sympathisch. Einzig die Lebensgeschichte von Aiko ist interessant.

Zwar wird es etwas spannender, als sich Sophia und Hugo auf die Suche nach den Perlen begeben und die Protagonisten der einzelnen Handlungsstränge treffen dann auch zusammen, aber das rettet die Story dann auch nicht mehr. Es ist sehr vorhersehbar, was dann passieren wird. Zum Ende hin werden dann wie erwartet, die Familiengeheimnisse aufgedeckt. 

Dieser Roman hat mich leider überhaupt nicht überzeugt.
 

 

Montag, 11. September 2017

Rezension zu "Marlenes Geheimnis" von Brigitte Riebe, Diana Verlag, Roman

Titel: Marlenes Geheimnis
Autorin: Brigitte Riebe
Seitenzahl: (gebundenes Buch mit Schutzumschlag 11.09.17)
Isbn Nr. 13-978-3-453-29205-5
Verlag: Diana Verlag
Preis: 19,99 Euro


Verlagsinfo: " Drei Frauen, drei Generationen und ein Geflecht aus Lügen

Marlene hat die Vertreibung aus der Heimat nach dem Krieg längst hinter sich gelassen. Vor mehr als siebzig Jahren begann sie mit ihrer Mutter Eva am Bodensee ein neues Leben. Eine florierende Schnapsbrennerei, die die Früchte der Region verarbeitet, ist ihr ganzer Stolz. Erst als ihre Nichte Nane kurz nach Evas Beerdigung die Aufzeichnungen der Großmutter liest, bricht die Vergangenheit ohne Vorwarnung herein. Und ein lang gehütetes Geheimnis kommt zutage …

Bestsellerautorin Brigitte Riebe ist zurück – mit einem bewegenden Roman über ein deutsches Familienschicksal"

Über die Autorin:
Brigitte Riebe ist promovierte Historikerin und arbeitete zunächst als Verlagslektorin. Sie hat mit großem Erfolg zahlreiche historische Romane veröffentlicht, in denen sie die Geschichte der vergangenen Jahrhunderte wieder lebendig werden lässt. Mit „Marlenes Geheimnis“ widmet sie sich nun der Kriegs-und Nachkriegszeit um 1945. Auch Riebes Familie mütterlicherseits stammt aus Nordböhmen, wo sie wie viele Sudetendeutsche nach dem Ende des Dritten Reichs das Schicksal von Vertreibung und Flucht erlitt. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in München.

Eigene Meinung:
"Marlenes Geheimnis" hat mich von der ersten Seite an gefangen genommen. Gewohnt flüssig und fesselnd beschreibt Brigitte Riebe das Schicksal dreier Frauen. Der Roman spielt auf zwei verschiedenen Zeitebenen.

Im ersten Erzählstrang begleiten wir Nane, die nach dem Tod ihrer Großmutter an den Bodensee zurückkehrt und sich eine Auszeit von ihrem Job nimmt.  Dabei stößt sie durch das altes Tagebuch von Eva, ihrer Großmutter, auf ein Familiengeheimnis. Ein weiterer Handlungsstrang erzählt von den beiden Frauen Eva und Marlene, die Ende des Dritten Reiches aus ihrer Heimat vertrieben werden. Marlene, Nanes Tante, ist die Herrscherin über einige Obstplantagen am Bodensee. Sie verarbeitet das Obst zu Schnaps.
   
Es ist sehr interessant zu erfahren, was die Frauen auf ihrer Flucht alles erleiden mussten. Ich glaube, fast jeder hat in seiner Familiengeschichte Vorfahren, die vertrieben wurden.  Meist wollen die Betroffenen über diese leidvolle Zeit nicht reden.

Um so spannender ist es, in einem gut recherchierten Roman lesen zu können, wie es damals war, ohne langweilige Geschichtsbücher wälzen zu müssen.

Man ist von Anfang an mitten im Geschehen und leidet mit den Frauen. Die drei Frauen in diesem Roman sind alle sehr sympathisch und sehr lebendig und müssen in manchen Situationen über sich hinauswachsen, wie so viele Frauen in dieser Zeit. Die Liebe spielt natürlich auch eine große Rolle.

5/5 Sterne für diesen interessanten Einblick in die deutsche Nachkriegszeit.





Rezension zu "Gut Greifenau - Abendglanz " von Hanna Caspian, Droemer Knaur Verlag, Roman

Titel: Gut Greifenau - Abendglanz Autorin: Hanna Caspian Seitenzahl: 560 Seiten, (TB 02.11.18) Isbn Nr. 13-978-3-426-52150-2 Verlag: ...