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Dienstag, 21. August 2018

Rezension zu "Vox" von Christina Dalcher, übersetzt von Marion Balkenhof und Susanne Aeckerle, S. Fischer Verlag, Dystopie

Titel: Vox
Autorin: Christina Dalcher
Übersetzt von: Marion Balkenhof und Susanne Aeckerle
Seitenzahl:400 Seiten, geb. mit Schutzumschlag (15.8.18)
Isbn Nr.13-978-3-10-397407-2
 Verlag: S. Fischer Verlag
Preis: 20,00 Euro 

Verlagsinfo:
"In einer Welt, in der Frauen nur hundert Wörter am Tag sprechen dürfen, bricht eine das Gesetz. Das provozierende Überraschungsdebüt aus den USA, über das niemand schweigen wird!

Als die neue Regierung anordnet, dass Frauen ab sofort nicht mehr als hundert Wörter am Tag sprechen dürfen, will Jean McClellan diese wahnwitzige Nachricht nicht wahrhaben – das kann nicht passieren. Nicht im 21. Jahrhundert. Nicht in Amerika. Nicht ihr.

Das ist der Anfang.

Schon bald kann Jean ihren Beruf als Wissenschaftlerin nicht länger ausüben. Schon bald wird ihrer Tochter Sonia in der Schule nicht länger Lesen und Schreiben beigebracht. Sie und alle Mädchen und Frauen werden ihres Stimmrechts, ihres Lebensmuts, ihrer Träume beraubt.

Aber das ist nicht das Ende.

Für Sonia und alle entmündigten Frauen will Jean sich ihre Stimme zurückerkämpfen."

Über die Autorin:
Christina Dalcher pendelt zwischen den Südstaaten und Neapel. Die gebürtige Amerikanerin, zu deren Helden Stephen King und Carl Sagan zählen, promovierte an der Georgetown University in Theoretischer Linguistik und forschte über Sprache und Sprachverlust. Ihre Kurzgeschichten und Flash Fiction erschienen weltweit in Magazinen und Zeitschriften, u.a. wurde sie für den Pushcart Prize nominiert. »Vox« ist ihr Debütroman.

Eigene Meinung:
Dieser Debütroman von Christina Dalcher hat mich erst einmal so richtig gefesselt. Anfangs erinnert er etwas an den "Report der Magd" von Margarete Atwood.

Jean McClellan ist Sprachwissenschaftlerin und Mutter von vier Kindern. Sie kann noch nicht so recht fassen, dass sie so gut wie gar keine Rechte mehr hat. Eine Kommunikation mit ihrer Familie kann mit 100 Wörtern, die sie am Tag zur Verfügung hat, so gut wie gar nicht stattfinden. 

Da diese Dystopie aus der Ich-Perspektive von Jean geschrieben ist, bekommt man ihre Gefühle, ihre Gedanken und ihre Überlegungen hautnah mit und entsprechend groß wird die Wut, die man auf die Gesellschaft bekommt, die Frauen Unvorstellbares antut.

Ganz langsam wird dem Leser offenbart, wie das Leben der Frauen in dieser Gesellschaft eingeschränkt wird, wie schnell das ging und dass sie so gar keine Hilfe von ihren Männern erhalten haben .Beim Lesen wird mir klar, dass die Frauen, die vor der neuen Regierung ein unabhängiges Leben geführt hatten, am meisten unter den Einschränkungen leiden. Die Generation danach wird bereits entsprechend erzogen. So haben es die Tyrannen schon immer gemacht und wie man in manchen Ländern sieht, geht es dank Interpretation von Religonsschriften noch immer genau so, dass man das Leben der Bürger einschränkt, Bildung neu interpretiert und Presse und Widerstand mundtot macht.

Sprachlich ist diese Story auf hohem Niveau angesiedelt und die Geschichte weckt Emotionen beim Leser.

Nicht gefallen hat mir die Wendung in der Geschichte und der Schluß der Geschichte. Manche Personen wirken hier nicht mehr authentisch und die Handlung wirkt sehr konstruiert. Es geht plötzlich alles viel zu schnell.

Ich möchte euch diese Dystopie trotz meiner Kritikpunkte ans Herz legen.  Sie ist spannend geschrieben und beschäftigt den Leser noch einige Zeit nach dem Lesen.









Mittwoch, 17. Mai 2017

Rezension zu "Das Labyrinth der Lichter " von Carlos Ruiz Zafón, übersetzt von Peter Schwaar, S. Fischer Verlag, Roman

Titel: Das Labyrinth der Lichter
Autor: Carlos Ruiz Zafon
Übersetzt von: Peter Schwaar
Seitenzahl:  966 Seiten, Hardcover (19.3.17)
Isbn Nr. 13-978-3-10-002283-7
Verlag: S. Fischer Verlag
Preis: 25,00 Euro

  Verlagsinfo: 
"Packend, rasant und voller Magie - der neue Zafón!

Carlos Ruiz Zafón, Autor des Weltbestsellers ›Der Schatten des Windes‹, ist zurück! Mit seinen Romanen rund um den Friedhof der Vergessenen Bücher schuf der spanische Bestsellerautor eine der faszinierendsten Erzählwelten aller Zeiten. Die Verheißung, die mit ›Der Schatten des Windes‹ begann, findet mit seinem neuen großen Roman ›Das Labyrinth der Lichter‹ ihre Vollendung.

Spanien in den bleiernen Tagen des Franco-Regimes: Ein Auftrag der Politischen Polizei führt die eigenwillige Alicia Gris von Madrid zurück in ihre Heimatstadt Barcelona. Unter größter Geheimhaltung soll sie das plötzliche Verschwinden des Ministers Mauricio Valls aufklären, dessen dunkle Vergangenheit als Direktor des Gefängnisses von Montjuïc ihn nun einzuholen scheint. In seinem Besitz befand sich ein geheimnisvolles Buch aus der Serie ›Das Labyrinth der Lichter‹, das Alicia auf schmerzliche Weise an ihr eigenes Schicksal erinnert. Es führt sie in die Buchhandlung Sempere & Söhne, tief in Barcelonas Herz. Der Zauber dieses Ortes schlägt sie in seinen Bann, und wie durch einen Nebel steigen Bilder ihrer Kindheit in ihr auf. Doch die Antworten, die Alicia dort findet, bringen nicht nur ihr Leben in allerhöchste Gefahr, sondern auch das der Menschen, die sie am meisten liebt.

Meisterlich verknüpft Carlos Ruiz Zafón die Erzählfäden seiner Weltbestseller ›Der Schatten des Windes‹, ›Das Spiel des Engels‹ und ›Der Gefangene des Himmels‹ zu einem spannenden Finale.

Über den Autor:
Carlos Ruiz Zafón begeistert mit seinen Barcelona-Romanen um den Friedhof der Vergessenen Bücher ein Millionenpublikum auf der ganzen Welt. ›Der Schatten des Windes‹, ›Das Spiel des Engels‹ und ›Der Gefangene des Himmels‹ waren allesamt internationale Bestseller. Auch ›Marina‹, der Roman, den er kurz vor den großen Barcelona-Romanen schuf, stand wochenlang auf den Bestsellerlisten. Seine ersten Erfolge feierte Carlos Ruiz Zafón mit den drei phantastischen Schauerromanen ›Der Fürst des Nebels‹, ›Mitternachtspalast‹ und ›Der dunkle Wächter‹. Carlos Ruiz Zafón wurde 1964 in Barcelona geboren und teilt seine Zeit heute zwischen Barcelona und Los Angeles.

Eigene Meinung:
"Das Labyrinth der Lichter" ist der vierte Band der Reihe um die Bibliothek Sempere und Söhne und um den Friedhof der vergessenen Bücher. Jedes Buch kann auch einzeln gelesen werden und man kann die Reihenfolge variieren, da sich jede Story um eine andere Person dreht.

Alicia Gris ist in diesem Band eine der Hauptfiguren. Sie soll im Auftrag der politischen Polizei  in Barcelona das plötzliche Verschwinden des Ministers Maruicio Vall aufklären. In Valls Besitz war ein geheimnisvolles Buch aus der Reihe "Das Labyrinth der Lichter". Natürlich kommt Alicia durch dieses Buch in die Buchhandlung Sempere und Söhne und wir treffen dort die wohlbekannten Figuren aus den drei Vorgängerbänden wieder.

Auch dieser Band ist im typischen Zafon-Stil geschrieben, lyrisch, flüssig und spannend zu lesen mit einem Fesselfaktor, so dass die über 900 Seiten nur so dahinfliegen.risch

Die Figuren des Schriftstellers sind sehr eigensinnig und allesamt sind sie nicht perfekt. Alicia Gris hat eine dunkle und eine sehr verletzliche Seite. Sie ist sehr lebendig, geheimnisvoll und betörend. Auch Fermin, der zu meinen Lieblingsfiguren dieser Reihe gehört,  mischt kräftig mit und seinen Zynismus und seine treffsicheren Kommentare mag ich ganz besonders.

Carlos Ruiz Zafón hat mich mit dieser Story wieder in seinen Bann gezogen. Er spielt mit Krimielementen, trifftet ab in den phantastischen Bereich und überrascht den Leser immer wieder neu. Ein gelungener Abschluss einer außergewönlichen Reihe, die ihr unbedingt lesen solltet. 



 



Freitag, 18. Oktober 2013

Rezension zu "Die Amerikanische Nacht", Marisha Pessl, Roman, S. Fischer Verlag, Mystery-Krimi,

Titel: Die Amerikanische Nacht
Autorin: Marisha Pessl
Seitenzahl: 800 Seiten (gebundene Ausgabe 12.9.13)
Isbn Nr. 13-978-3100608048 
Verlag: Fischer Verlag
Preis: 22,99 Euro


Klappentext:

'"Tief unten im Aufzugschacht einer leeren Lagerhalle liegt Ashley, tot - Tochter des unauffindbaren, aber allseits präsenten und besessenen Filmemachers Cordova. War es ein Unfall oder Selbstmord? Zusammen mit Nora und Hopper, beide um die zwanzig und gerade erst in Manhattan gestrandet, sucht der Journalist Scott das Rätsel ihres mysteriösen Todes aufzudecken. Schon lange ist Scott hinter Cordova her, aber eine falsche Behauptung über das allmächtige Filmgenie hat ihn vor Jahren die Karriere gekostet. Jetzt nimmt er die Recherche auf eigene Faust wieder auf. Was verbirgt sich hinter Cordovas Credo "Ist die Kunst größer als das Leben?" Und liegt der Schlüssel zum Geheimnis in seinen sagenumwobenen Filmen?


Über die Autorin und den Übersetzer:

Mit ›Die alltägliche Physik des Unglücks‹ wurde Marisha Pessl 2006 weltweit als literarisches Wunder gefeiert.
Nach sieben Jahren kommt sie mit einem donnernden Paukenschlag zurück.
Marisha Pessl wurde 1977 in North Carolina geboren und studierte Englische Literatur an der Columbia University.
Sie lebt in New York.
Tobias Schnettler wurde 1976 in Hagen geboren und studierte in Hamburg Amerikanistik. Er arbeitet als freier Lektor und Übersetzer in Frankfurt am Main. Für S. Fischer übersetzte er Marisha Pessls ›Die amerikanische Nacht‹.

Eigene Meinung:

Der investigative Journalist Scott McGrath erhält eine SMS von seinem Anwalt. Die Tochter Cordovas, Ashley, 24 Jahre jung,  wurde tot aufgefunden. Scott hatte bereits vor Jahren mit Cordova zu tun. Seine Karriere und seine Ehe waren danach zerstört. Seine kleine Tochter Sam sieht Scott nur selten.
Neugierig geworden, was es mit dem Tod von Ashley auf sich hat, fängt Scott an Ashleys Tod zu untersuchen. Scott trifft bei seinen Recherchen auf  Nora und Hopper, die beide die geheimnisvolle Ashley kennengelernt haben. Nora und Hopper wollen Scott bei seinen Ermittlungen helfen.
Das ungewöhnliche Dreierteam sucht Personen auf, die Ashley begegnet sind. Diese Personen haben alle eines gemeinsam, sie sind von Ashley total fasziniert und haben das Bedürfnis, über ihre Begegnungen mit Ashley zu erzählen. Langsam, ganz langsam finden sie Spuren von Ashley. Häppchenweise erhalten Sie Informationen, dabei ist das kleinste Detail unheimlich wichtig. Manche Dinge erschliessen sich den Dreien auch erst sehr viel später. Hilfe bekommen Sie bei ihrer Suche  von den  "Blackboards", einer Fanseite für die Cordoviten, wie die Cordova-Fans sich nennen.

Neben Scott, Nora und Hopper spielt Cordova eine große Rolle in dieser Geschichte. Cordova ist Ashleys Vater, ein sagenumwobener Filmemacher, der seit Jahren spurlos verschwunden ist. Angeblich soll er sich auf "The Peak" aufhalten, seinem sehr abgeschieden gelegenen Anwesen.,   Auf diesem Anwesen sollen seine dunklen Filme gedreht worden sein. Über das Gelände wird viel gemunkelt. Die Schauspieler, die in Cordovas Horrorfilmen mitgewirkt haben, waren nach einem Dreh mit Cordova irgendwie verändert, manche sind verschwunden. Cordova scheint von dunklen Mächten umgeben zu sein. Dem Leser und auch Scott und seinen Helfern stellt sich deshalb die Frage, ob alles, was in seinen Filmen passiert ist, in Wirklichkeit auch passiert ist.

Für Nora, Hopper und Scott beginnt eine Jagd nach Cordova, sie steigen hinab in eine dunkle Welt, voller Magie. Was ist Wahrheit? Was ist Schein? Gibt es Cordova überhaupt oder ist er ein Mythos?

Alle Protagonisten in diesem Buch bewegen sich abseits des Normalen. Der Journalist Scott ist fast schon besessen davon, Cordova eine Straftat nachzuweisen. Er ist davon überzeugt, dass Cordova irgendetwas mit dem Tod seiner Tochter zu tun hat. Scotts leicht ironische Art ist hier zu betonen. Nora möchte gerne Schauspielerin werden, läuft mit einem Wellensittich im Käftig durch die Straßen und besitzt einen leicht schrägen Stil sich zu kleiden. Hoppers Leben ist etwas aus der Bahn geraten. Er hat mit Drogenproblemen zu kämpfen.

Die Autorin schafft es, die Figuren sehr lebendig, glaubhaft und einzigartig zu gestalten. Ihr Erzählstil bewegt sich auf sehr hohem Niveau. Sie streut Andeutungen über Cordova und über das Geschehene ein, so dass sich jeder Leser seine ganz eigene Geschichte über das, was denn nun passiert sein könnte, ausmalen kann. Gekonnt hat die Autorin Zeitungsberichte, Bilder von Ashley und  Screenshots in die Geschichte mit eingebaut, so dass uns suggeriert wird, die Geschichte basiere auf einer realen Begebenheit.

Die Autorin bringt unser Kopfkino so richtig zum Laufen. Das Buch ist kaum aus der Hand zu legen, am liebsten würde man die 800 Seiten an einem Stück lesen.

Genauso wie von Cordova ein magischer, dunkler Sog auszugehen scheint, zieht die Geschichte den Leser in ihren Bann. 5/5 Sterne für dieses so intensiv erzählte Buch mit seinen unglaublich lebendigen, interessanten, außergewöhnlichen Figuren und Bildern,  betörend, düster und geheimnisvoll.

Mittwoch, 14. November 2012

Rezension zu "Der Gefangene des Himmels" von Carlos Ruiz Zafón,S. Fischer Verlag

Titel: Der Gefangene des Himmels
Autor: Carlos Ruiz Zafón
Isbn Nr. 978-3-100954022
Seitenzahl: 416 Seiten
Verlag: S. Fischer Verlag
Preis: 22,99 Euro


Klappentext: 
"Barcelona. Weihnachten 1957. Ein Fremder betritt die Buchhandlung Sempere und Söhne. Er ersteht das teuerste Buch im Laden eine Ausgabe des Grafen von Monte Christo, und widmet sie Fermin, über den er mehr zu wissen scheint, als gut ist. Für Fermin und Daniel Sempere, den Helden aus "Der Schatten des Windes", ist es der Auftakt einer dramatischen Gesichte von Verfolgung und Heimsuchung, die sie an schmerzliche Punkte der Vergangenheit führen und ihr ganzes Glück bedrohen wird. Fermin muss sich seiner dunkelsten Zeit stellen und ein anderer werden, um schließlich ganz er selbst zu sein. Mit erzählerischen Furor, seinem Humor und seiner ganzen Kunst führt Carlos Ruiz Zafón im dritten Roman die Fäden seines Werkes über Barcelona zusammen"


Über den Autor:
Carlos Ruiz Zafón begeisterte mit "Der Schatten des Windes" und "Das Spiel des Engels" bereits ein Millionenpublikum auf der ganzen Welt. "Der Gefangene des Himmel" ist der dritte Roman in der großen Barcelona-Trilogie um den Friedhof der Vergessenen Bücher. Auch "Marina", der Roman, den er kurz vor den großen Barcelona-Romanen schuf, stand wochenlang auf der "Spiegel"-Bestseller-Liste. Seine ersten Erfolge feierte Carlos Ruiz Zafón mit den drei phantastischen Schauerromanen "Der dunkle Wächter", "Der Fürst des Nebels" und "Mitternachtspalast", die bei Fischer FJB erschienen sind.

Eigene Meinung:

Dieser grandios erzählte Roman entführt den Leser in das alte Barcelona und lässt ihn zusammen mit alten Bekannten aus den beiden Büchern der Barcelona-Trilogie "Der Schatten des Windes" und "Das Spiel des Engels" , Daniel Sempere und Fermin,  geheimnisvolle Abenteuer erleben.

Diesmal spielt Fermin die Hauptrolle. Wir erfahren in "der Gefangene des Himmels" Fermins Geschichte. Wie ein Sog werden wir in die Geschichte hineingezogen und fiebern mit, ob es Fermin schaffen wird, seinen grausamen Gegenspielern zu entkommen und ob er sein Glück finden wird.

Carlos Ruiz Zafóns Erzählstil ist einzigartig. humorvoll, spannend, atmosphärisch und etwas unheimlich.

Zafón hat großartige Figuren geschaffen. Der wortgewandte, schlagfertige uns sehr sympatische Fermin ist eine starke Figur, die wir neben Daniel Sempere bereits "Im Schatten des Windes" lieb gewonnen haben. Hier erfahren wir mehr über ihn, insbesondere, wie er den Autoren David Martin kennengelernt hat. Auch die Gegenspieler, wie den Gefängnisdirektor Mauricio Valls, sind starke Figuren. Valls ist so abgrundtief böse, geldgierig und machthungrig, das man meinen könnte,  er wäre ein Dämon in Menschengestalt. Der Leser hofft darauf, dass diesem Dämonen Einhalt geboten wird.

Natürlich spielen Bücher und der Friedhof der vergessenen Bücher in dieser Geschichte wieder eine besondere Rolle.

Das Ende des Romans ist bereits der Beginn einer neuen Geschichte, diesmal wird wohl Daniel mehr über seine Mutter und ihrer Verbindung zu dem Autoren David Martin  erfahren.

5/5 Sterne für diese großartige, wortgewaltige, spannende und geheimnisvolle Geschichte, die uns in das alte, teilweise sehr dunkle Spanien entführt. Fast unerträglich ist es, dass wir nun auf wohl etwas auf die neue Geschichte warten müssen ..

Die Bücher kann man zwar unabhängig voneinander lesen, ich würde trotzdem empfehlen mit "Der Schatten des Windes" anzufangen (gibt es jetzt übrigens als Taschenbuch):

Ich gestehe, ich bin Zafón-Fan, auch diese großartig erzählte Geschichte hat mich nicht enttäuscht.  Ihr ahnt sicher,  woher mein Blog seinen Namen hat?

Rezension zu "Die Familie des Wurdalak - eine alte Vampirgeschichte" von Alexei K. Tolstoi, herausgegeben von Uwe Siebert, illustriert von Daniel Brandt, Pandämonium Verlag, klassischer Schauerroman

Titel: Die Familie des Wurdalak - eine alte Vampirgeschichte Autor: Alexei K. Tolstoi  Herausgegeben von: Uwe Siebert Illustriert von...