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Sonntag, 11. November 2018

Rezension zu "Tattoo" Von Ashley Dyer, übersetzt von Bettina Spangler, Thriller, Blanvalet Verlag

Titel: Tattoo
Autorin: Ashley Dyer
Übersetzt von Bettina Spangler
Seitenzahl: 560 Seiten (Paperback, Klappenbroschur 15.10.18)
Isbn Nr. 13-978-3-7341-0651-4
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 12,99 Euro

Verlagsinfo: "

Dein Körper ist seine Leinwand – und seine Absichten sind mörderisch

Liverpool: Ein perfider Frauenmörder hält die Stadt in Atem. Seine Opfer findet man stets sorgfältig arrangiert und von Kopf bis Fuß mit kryptischen Tätowierungen bedeckt – die ihnen vor ihrem Tod mit einem Dorn beigebracht wurden. Detective Greg Carver und seine Kollegin Ruth Lake machen seit Monaten Jagd auf den »Dornenkiller« – ohne Erfolg. Dann wird erneut eine tätowierte Leiche gefunden. Das Opfer sieht Carvers Frau zum Verwechseln ähnlich, und Carver wird klar: Der Killer jagt auch ihn …"

Über die Autorin:
Hinter dem Pseudonym Ashley Dyer verbergen sich die englische Thrillerautorin Margaret Murphy und die Forensikexpertin Helen Pepper.
Margaret Murphy, geboren und aufgewachsen in Liverpool, ist Autorin zahlreicher hochgelobter Kriminalromane, die international veröffentlicht wurden. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit engagiert sie sich seit vielen Jahren für die Förderung der Kriminalliteratur. Sie war Vorsitzende der britischen Crime Writers‘ Association und ist als Schreibtutorin und Dozentin für den Royal Literary Fund tätig.
Helen Pepper hat als Tatortermittlerin und Leiterin der Spurensicherung mehr als dreitausend Tatorte untersucht. Sie hat zahlreiche Beiträge zur kriminalistischen Fachliteratur verfasst, hält Vorlesungen und Vorträge und engagiert sich in der Crime Writers‘ Association als Jurorin. Ihr Fachwissen ist sehr gefragt, so ist sie u.a. als Beraterin für die britischen TV-Serien »Vera« und »Mord auf Shetland« tätig.

Eigene Meinung: 

Der Klappentext klang spannend, auch die Pressestimmen machten Lust auf diesen Thriller.
Anfangs war noch eine Grundspannung vorhanden, da Detective Greg Carver von seiner Kollegin Ruth Lake völlig betrunken und angeschossen in seiner Wohnung entdeckt wird. Es ist nicht klar, ob der Detective einen Selbstmordversuch unternommen hat, ob der Dornenkiller ihn angeschossen hat oder sogar Ruth Lake, denn auch sie versucht etwas zu verbergen.

Dann dümpelt dieser Krimi - einen Thriller würde ich diese Story nicht nennen - so dahin. Die Ermittlungen stocken. Der Detective Greg Carver liegt im Krankenhaus und kann sich an nichts erinnern.
Die Personen in diesem Krimi bieten nichts Neues. Detective Carver hat Eheprobleme und Alkoholprobleme, Ruth Lake hat Geheimnisse und unternimmt Alleingänge.

Ermittelt wird im Bekanntenkreis des letzten Opfers, es gibt viele Zeugenbefragungen, Auswertungen von Kameras und ein Anthropologe wird dem Fall hinzugezogen, der sich mit Tätowierungen auskennt. 

Spannend wird es noch einmal gegen Schluss, auch da gibt es noch eine Wendung, da der Täter, den man ziemlich schnell in Verdacht hatte, dann doch nicht der Täter ist, dafür eine Person, auf die der geübte Krimileser nicht kommen kann.

Diese Reihe werde ich definitiv nicht weiterverfolgen, da ich diesen Thriller sehr langatmig fand und die Ermittler mich überhaupt nicht überzeugt haben. 






Sonntag, 28. Oktober 2018

Rezension zu "Zorn Band 8 - Blut und Strafe" von Stephan Ludwig, Fischer Taschenbuchverlag, Thriller

Titel: Zorn Band 8 - Blut und Strafe
Autor: Stephan Ludwig
Seitenzahl: 432 Seiten (TB, 24.10.18)
Isbn Nr. 13-978-3596701391
Verlag: Fischer Taschenbuch
Preis: 10,99 Euro

Verlagsinfo: 
"Hauptkommissar Claudius Zorn und der dicke Schröder geraten ins Zentrum einer grausamen Mordserie – werden sie die schützen können, die sie am meisten lieben?

Als Hauptkommissar Claudius Zorn an einem gewöhnlichen Mittwochabend im Dezember pflichtschuldigst seinen wöchentlichen Besuch bei einem älteren Herrn machen will, findet er sich plötzlich in dessen Villa mitten in einem Tatort wieder. Die Tür steht offen, in der Eingangshalle herrscht beklemmende Stille und im Salon bietet sich Zorn ein grauenvolles Bild. Der alte Mann wurde ermordet, und Zorn weiß, dass er nun den schwersten Gang seiner ganzen Laufbahn verrichten und der einzigen Angehörigen die traurige Nachricht überbringen muss. Etwas, vor dem er sich lieber drücken würde, denn diese Frau ist ihm alles andere als egal.

Als bald darauf ein weiterer Mord geschieht, stecken Zorn und Schröder bereits bis zum Hals in schleppenden Ermittlungen. Nichts ergibt einen Sinn, doch alle Indizien sprechen in beiden Fällen für den gleichen Täter. Beiden Opfern wurde eine Zahlenfolge in die Haut gebrannt, ansonsten scheint es keinerlei Verbindung zu geben, die Opfer kannten sich nicht.

Das erste Mal in seinem Leben gibt Zorn alles bei der Arbeit, um endlich eine konkreterkennen, dass eindeutig Schröder der geeignetere Kandidat für so etwas ist. Und dann gerät der wichtigste Mensch in Zorns Leben in Gefahr, und er ist kurz davor, den Verstand zu verlieren …
Der achte Fall für Hauptkommissar Claudius Zorn und den dicken Schröder der Kult-Thriller-Serie von Bestsellerautor Stephan Ludwig

Zorn und Schröder sind auch Fernsehstars. Die Bände 1 bis 5 der Zorn-Reihe sind mit Stephan Luca und Axel Ranisch in den Hauptrollen verfilmt."


Über den Autor:

Stephan Ludwig arbeitete als Theatertechniker, Musiker und Rundfunkproduzent. Er hat drei Töchter, einen Sohn und keine Katze.
Zum Schreiben kam er durch eine zufällige Verkettung ungeplanter Umstände. Er lebt und raucht in Halle.

Eigene Meinung: 

Im 8. Fall von Zorn und Schröder stimmt einfach alles. Von der ersten Seite an ist man von diesem sehr atmosphärischen Thriller gefesselt.

Stephan Ludwig arbeitet mit verschiedenen Handlungssträngen, die sich abwechseln. Neben den Hauptfiguren Zorn und Schröder hat er weitere, sehr interessante Charaktere und unsympathische Gegenspieler erschaffen und präsentiert uns einen rätselhaften Fall, der immer mysteriöser wird.

Bizarre Mordfälle und die humorvollen Dialoge zwischen Zorn und Schröder lassen die Seiten nur so fliegen. Zorn und "Ögi" sind in Hochform und Schröder kann sogar das Gesetz übertreten, wenn er das Leben eines nahestehenden Menschen retten möchte. Das hätte man von Schröder nicht erwartet.

Stephan Ludwig ist immer für eine Überraschung gut. Ich bin schon gespannt, was uns in Band 9 erwartet.


Dienstag, 18. September 2018

Rezension zu "Dark Lake" von Sarah Bailey, übersetzt von Astrid Arz, Bertelsmann Verlag, Thriller

Titel: Dark Lake
Autorin: Sarah Bailey
Übersetzt von: Astrid Arz
Seitenzahl: 512 Seiten, Paperback (27.8.18)
Isbn Nr. 13-978-3-570-10356-2
Verlag: Bertelsmann Verlag
Preis: 15,00 Euro

Verlagsinfo:
"Sie war so schön. Jetzt ist sie tot.
In einem Badesee bei einer australischen Kleinstadt wird die Leiche einer wunderschönen Frau gefunden. Der Tatort ist mit Rosenblättern geschmückt. Für Detective Gemma Woodstock und ihren Partner Felix McKinnon ein komplexer Fall. Denn die Tote, Rosalind Ryan, war Gemmas Klassenkameradin und immer von Geheimnissen umgeben. Alle behaupten, Rosalind geliebt und bewundert zu haben: der Direktor der Schule, an der sie unterrichtete; die Schüler, denen sie den Kopf verdrehte; ihr wohlhabender Vater und ihre drei Brüder.

Stück für Stück entfaltet Sarah Bailey in ihrem packenden Thriller die Abgründe ihrer Figuren, jede auf ihre Weise gefangen in einem Netz aus Lügen und verdrängter Schuld."

Über die Autorin:

Sarah Bailey lebt mit ihren zwei Kindern in Melbourne und leitet dort eine Agentur für Kommunikation. »Dark Lake« ist ihr erstes Buch, das begeistert von der Presse und den Lesern gefeiert wurde.


Eigene Meinung:

Der Klappentext klang nach einem spannenden Thriller, wenn er dann auch noch in Australien spielt und sich die Pressestimmen überschlagen, muss ich ihn natürlich lesen.

Die wunderschöne und unnahbare Lehrerin Rosalind Ryan wird tot am Badesee einer Kleinstadt in Australien gefunden. Sie war an ihrem College beliebt bei ihren Schülern und bei ihren Kollegen. Detective Gemma Woodstock und ihr Kollege Felix McKinnon nehmen die Ermittlungen auf. Ihre Arbeit gestaltet sich schwierig, da Rose niemand richtig kannte. Gemma kennt Rosalind von früher.

Leider handelt es sich bei dieser Story überhaupt nicht um einen Thriller. Die Geschichte ist sehr langatmig geschrieben, die Figuren bleiben blass und ich habe keine sympathische Figur in diesem "Thriller" entdecken können. Zwar ist die Ermittlungsarbeit der Detectives solide geschildert, sie steht leider eher im Hintergrund. Im Vordergrund steht Gemmas Privatleben. Sie betrügt ihren Partner und denkt ständig darüber nach, wie sie ihren Kollegen zu einem Schäferstündchen treffen könnte.

Neben dem Haupthandlungsstrang gibt es noch Rückblicke in die Vergangenheit von Gemma. Man erfährt dadurch auch einiges über Rose und die Ereignisse, die zum Tod der Lehrerin führten.

Diesen Thriller kann ich nicht empfehlen. Es fehlt hier total an Spannung und die Charaktere konnten mich auch nicht überzeugen.



Samstag, 11. August 2018

Rezension zu "schwarzer Engel" von Sandrone Dazieri, übersetzt von Claudia Franz, Piper Verlag, Thriller

Titel: Schwarzer Engel
Autor: Sandrone Dazieri
übersetzt von: Claudia Franz
Seitenzahl: 480 Seiten, Klappenbroschur (1.6.18)
Isbn Nr: 13-978-3-492-06114-8
Verlag: Piper Verlag
Preis: 16,99 Euro

Verlagsinfo: 
 "Panik auf dem Hauptbahnhof in Rom: Im Luxusabteil des Schnellzugs aus Mailand werden alle Passagiere tot aufgefunden: auf mysteriöse Weise ermordet, hinter verschlossenen Türen, lautlos und rasend schnell. Colomba Caselli, die gerade wieder in den Polizeidienst zurückgekehrt ist, ist ratlos. Handelt es sich hier etwa um den Terroranschlag, den Rom schon so lange befürchtet? Doch der so geniale wie traumatisierte Dante Torre glaubt nicht an diese Theorie. Da stoßen Dante und Colomba auf die Spur eines Menschen, der jahrzehntelang unsichtbar geblieben ist – obwohl das Blut Hunderter Menschen an seinen Fingern klebt. Hat er auch die Toten aus dem Schnellzug auf dem Gewissen?"

Über den Autor:
Sandrone Dazieri, geboren 1964 in Cremona, ist einer der erfolgreichsten Krimi-Drehbuchautoren Italiens. Er arbeitete als Programmmacher im größten Verlagshaus Italiens und gründete einen eigenen Verlag für Kriminalromane. Mit »In der Finsternis«, dem ersten Fall für Dante Torre und Colomba Caselli, eroberte er die internationalen Bestsellerlisten und avancierte zu einem der erfolgreichsten Spannungsautoren Europas. Mit »Schwarzer Engel« setzt er die Serie fort.

Eigene Meinung: 

Mit dem 2. Band rund um das ungewöhnliche Ermittlerteam Dante Torre und Colomba Caselli hat Sandrone Dazieri erneut einen erstklassigen Thriller geschrieben.

Diese Story ist von der ersten Seite an spannend und fesselnd geschrieben.Viel Action und Tempo, pfiffige Dialoge, Verschwörungstheorien und Schießereien lassen das Leserherz höher schlagen. Ein ganz fieser Cliffhanger am Ende lassen auf einen dritten Teil dieser Reihe hoffen.


Ich bin absoluter Fan dieser beiden schrulligen Ermittler. Colomba Caselli ist in diesem Fall auf die Hilfe von Dante Torre angewiesen. Der völlig traumatisierte, hochbegabte Mann hat so seine Eigenheiten, mit denen Colomba klar kommen muss. Doch nicht nur das Ermittlerteam ist hier außergewöhnlich, auch der Antigonist ist alles andere als normal.







Mittwoch, 27. Juni 2018

Rezension zu "Das Haus der Mädchen" von Andreas Winkelmann, Rowohlt TB Verlag,Thriller

Titel: Das Haus der Mädchen
Autor: Andreas Winkelmann
Seitenzahl: TB, 400 Seiten, (26.6.18)
Isbn Nr. 13-978-3499275166
Verlag: Rowohlt Taschenbuch
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
 "Schweig, um zu leben
Leni kommt nach Hamburg, um dort ein Praktikum zu machen. Über eine Zimmervermittlung mietet sie sich in einer Villa am Kanal ein. Schnell freundet sie sich mit ihrer Zimmernachbarin an - aber die ist am nächsten Morgen spurlos verschwunden. Weil ihr das merkwürdig vorkommt, sucht sie nach ihr.
Freddy Förster, früher erfolgreicher Geschäftsmann, ist inzwischen auf der Straße gelandet. Zufällig beobachtet er, wie jemand einen Mann am Steuer seines Autos erschießt. Um nicht zum nächsten Opfer zu werden, sucht er den Mörder.
Bis er auf Leni trifft, die das Verschwinden ihrer neuen Freundin nicht hinnehmen will. Bald begreifen die beiden, dass ihre beiden Fälle mehr miteinander zu tun haben, als ihnen lieb ist - und dass sie in großer Gefahr schweben..."

Über den Autor:
Andreas Winkelmann, geboren 1968 in Niedersachsen, ist verheiratet und hat eine Tochter. Er lebt mit seiner Familie in einem einsamen Haus am Waldrand nahe Bremen. Wenn er nicht gerade in menschliche Abgründe abtaucht, überquert er zu Fuß die Alpen, steigt dort auf die höchsten Berge oder fischt und jagt mit Pfeil und Bogen in der Wildnis Kanadas. 

Eigene Meinung:
Dieser Thriller ist von der ersten Seite an spannend, fesselnd und temporeich. Cliffhanger am Ende der kurzen Kapitel lassen die Seiten nur so fliegen, man möchte ja wissen, wie es weitergeht. Viele Perspektivenwechsel, Überraschungen und Wendungen gibt es genug in dieser Story.

Leni ist eine sympathische, etwas naive Protagonistin, die versucht ihre verschwundene, neue Freundin zu finden. Freddy Förster ist ein Unglücksrabe, der früher sehr erfolgreich war, dann aber abgestürzt ist. Er gerät in den Focus eines Mörders. Zusammen sind Leni und Freddy ein interessantes Ermittlerduo.

Dieser Thriller um verschwundene, entführte und ermordete Mädchen erhält meine absolute Leseempfehlung. 



Sonntag, 11. Februar 2018

Rezension zu "Der Stimmentöter" von Hans J. Muth, Thriller, Stephan Moll Verlag

Titel: Der Stimmentöter
Autor: Hans J. Muth
Seitenzahl: 478 Seiten, (TB, 30.10.17)
Isbn Nr. 13-978-3947470013
Verlag: Stephan Moll Verlag
Preis: 10,00


    Verlagsinfo:
     "An einer Staustufe der Mosel wird eine weibliche Leiche gefunden. Hauptkommissar Julian Thalbach kann schnell herausfinden, dass die Frau nicht ertrunken, sondern durch Fremdeinwirkung ums Leben gekommen ist. Er, sein Kollege Alexander Laufenberg und Dr. Wackershausen machen eine grauenvolle Entdeckung. Der Mund der Toten ist zugenäht. Bei der anschließenden Obduktion sieht Pathologe Habermann noch ein zweites, ebenso erschreckendes Detail. Die Stimmbänder des Opfers sind durchtrennt. In die Ermittlungen hinein erstattet Krankenhaus-Arzt Dr. Brunner eine Vermisstenmeldung. Er behauptet, seine Frau sei entführt worden. Diese Annahme bestätigt sich und Thalbach glaubt Parallelen zum Todesfall der Unbekannten zu sehen. Als dann weitere gleichgelagerte Todesfälle bekanntwerden, sieht sich Thalbach einer brutalen Mordserie gegenüber, deren Motive er im psychologischen Bereich des Täters zu erkennen glaubt."

    Über den Autor:
    Hans J. Muth, *1944, war sechs Jahre Beamter der Schutzpolizei und anschließend 30 Jahre lang Kriminalbeamter im Trier und im Kreis Trier-Saarburg. Er schreibt als freier Journalist für den "Trierischen Volksfreund" und unter anderem Krimis, Thriller, Lyrik und regionalgeschichtliche Abhandlungen.

    Er ist Verfasser der Rom-Thriller Reihe "Die Fälle des Commissario Sparacio". "Nahtlos" und "Tränen der Rache" aus dieser Reihe sind bereits im Handel.
    Der AKW-Thriller "FALLOUT-mit dem Westwind kommt der Tod" war sein letzter Roman.
    Hinzugekommen ist nun der Thriller "Der Stimmentöter".

    www.hans-muth.de

    Unter dem Pseudonym Hannes Wildecker verfasst Hans Muth unter anderem die Krimi-Reihe? "Tatort Hunsrück". Seine Kriminalromane spielen? im Hunsrück und beschreiben neben dem eigentlichen Fall die Eigenarten der Natur und den natürlichen bodenständigen Charme der Bewohner von Hunsrück und Hochwald mit ihren Besonderheiten und Problemen.

    www.hanneswildecker.de

    Unter Hans Muth hat der Autor ein Buch mit biografischem Inhalt herausgegeben. Der Titel lautet: "Ein Kind des Hochwalds"

    Hans Muth ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne. Er lebt im Landkreis Trier-Saarburg, in der Nähe von Trier. 

    Eigene Meinung:

    In "Der Stimmentöter", dem ersten Fall des Ermittlers Julian Thorbach, treibt ein unheimlicher Mörder sein Unwesen, der seinem ersten Opfer die Stimmbänder fachmännisch entfernt hat und den Mund der Frau zugenäht hat. 
    Spuren hinterlässt dieser Mörder keine, so dass das Ermittlungsteam nur einen Anhaltspunkt hat um nach dem Mörder zu suchen. Der Täter muss anatomische Kenntnisse haben, da er die Stimmbänder chirurgisch einwandfrei entfernt hat.
    So beschränken sich die Ermittler bei ihren Recherchen erst einmal auf die Ärzteschaft. Die Zeit drängt jedoch, denn Vera, die Ehefrau des Arztes Gruber ist verschwunden und die Ermittler vermuten, dass sie sich in den Händen des "Stimmentöters" befindet. 

    Hans J. Muth erzählt seinen Thriller über verschiedene Handlungsstränge. Wir begleiten das Ermittlungsteam und raten kräftig mit. Der Ermittler Julian Thorbach erzählt aus der Ich-Perspektive. Neben der Polizeiarbeit, erhalten wir auch einen Einblick in Julians Privatleben. In einem weiteren Erzählstrang nehmen wir Anteil an dem Märtyrium der entführten Vera, eine weitere Perspektive gewährt einen Blick auf die Kindheit des Mörders und wir erfahren, was Dr. Gruber unternimmt, um seine Ehefrau zu retten.

    Hans J. Muth schafft es, viele verschiedene Verdächtige ins Visier des Ermittlungsteams und des Lesers zu bringen. Er führt den Leser und die Ermittler gekonnt in die Irre. Kommissar Zufall spielt jedoch auch bei den Ermittlungen eine große Rolle und bringt einen entscheidenden Hinweis. 

    Julian und sein Ermittlungsteam sind sympathische, autenthische Charaktere. 

    "Der Stimmentöter" ist ein spannender, rasanter Thriller, bei dem die Ermittlungsarbeit im Vordergrund steht. Dass Hans J. Muth vom Fach ist, merkt man. 

    Von mir bekommt dieser spannende und fesselnde Thriller 5/5 Sterne. 


    Freitag, 24. November 2017

    Rezension zu "Der Schleicher" von Nadine d'Arachart und Sarah Wedler, Telescope Verlag, Thriller







    Titel: Der Schleicher 
    Autorinnen: Nadine d'Arachart und Sarah Wedler
    Seitenzahl: 240 Seiten (TB, 14.11.17)
    ISBN Nr. 13-978-3-959150330
    Verlag: Telescope Verlag
    Preis: 9,99 Euro


    Verlagsinfo:
    "Ein Mann verstümmelt sich selbst im Drogenwahn. Eine Frau verbrennt in einer Kühlkammer. Immer mehr bizarre Todesfälle häufen sich in ganz Deutschland. Handelt es sich dabei um Unglücke? Oder stimmt, was im Internet spekuliert wird, und es steckt ein Killer dahinter? Dort glaubt man längst an den Schleicher, einen Serienmörder, der seine Taten als groteske Unfälle tarnt. Daria Storm und ihr Team werden auf ihn angesetzt. Sie nimmt die Herausforderung an, obwohl sie mit anderen Dingen zu kämpfen hat: mit den Schatten der Vergangenheit. Mit einem alten Bekannten, der auf der Flucht ist. Und mit dem Verdacht, dass sich ein Verräter in ihren eigenen Reihen befindet. Wird sie den Schleicher bezwingen? Oder wird sie zum Opfer ihrer wachsenden Paranoia?"

    Über die Autorinnen:
    Nadine d’Arachart und Sarah Wedler, geboren 1985 und 1986 in Hattingen, schreiben seit mehr als 10 Jahren gemeinsam. Neben zahlreichen Veröffentlichungen in Anthologien erhielten sie verschiedene Preise für ihre Kurzgeschichten und Drehbuchideen. Außerdem nahmen sie am Finale des Open Mike 2011 teil. Zuletzt wurden sie im November 2012 mit dem Förderpreis des Literaturbüro Ruhr ausgezeichnet. Ihr erster Roman „Die Muse des Mörders“ wird für ZDF und ORF verfilmt. „Abgründe“ ist ihre dritte Krimi-Veröffentlichung und zugleich das erste Buch, das sie je schrieben.

    Eigene Meinung:
    Der dritte Band der Daria Storm Reihe beginnt mit einem total spannenden und blutigen Prolog. In der ein unbekannter Ich-Erzähler die Spuren eines Mordes beseitigt.
    In ihrem dritten Fall soll Daria Storm und ihr Team den "Schleicher" fangen. Dazu wird sie an die Ostsee versetzt. Ein Teil ihres Teams unterstützt sie von Berlin aus. Es ist nicht klar, ob es den "Schleicher" überhaupt gibt, oder ob es sich bei den "Morden" um seltsame Unglücksfälle handelt.

    Daria Storm hat allerdings ganz andere Probleme. Sie möchte ihre Tochter zurück und ist in Gedanken immer noch bei Maxim, der sich auf der Flucht befindet und den sie eigentlich jagen und finden möchte. Sie sieht ihn und riecht ihn, obwohl er gar nicht da sein kann. Sie weiß nicht mehr, ob sie ihren eigenen Wahrnehmungen trauen kann oder nicht. Ihr Partner und Kollege Martin nimmt sie nicht ernst, er glaubt, dass sie überarbeitet ist und Gespenster sieht. Die Beziehung der beiden scheint etwas problematisch zu sein.

    Auch in diesem Thriller gibt es neben alten Bekannten, interessante neue Figuren, spannende Intrigen, ganz viel Action und Tempo.  Teilweise spielt die Story an zwei Lost Places, an einem alten Kulturhaus und einem ehemaligen Waisenhaus. Die unheimliche Stimmung, die dort von den beiden Autorinnen erzeugt wird, gefällt mir total gut. Dieser Thriller ist ziemlich blutig, nichts für Weicheier!

    Ich würde die beiden vorherigen Bände dieser Reihe vorher lesen ("Der Schinder" und "Der Scharfrichter"), da sich die Personen im Laufe der Reihe weiterentwickeln.

    Zum Ende hin ging mir alles dann etwas zu schnell. Hier hätte ich einige Dinge gerne etwas näher erzählt bekommen (ich möchte nicht spoilern).







    Sonntag, 19. November 2017

    Rezension zu Zorn 7 - Lodernder Hass" von Stephan Ludwig, Fischer Taschenbuch Verlag, Thriller

    Titel: Zorn Teil 7 - Lodernder Hass
    Autor: Stephan Ludwig
    Seitenzahl: 448 Seiten,  (TB, 26.10.17)
    ISBN Nr. 13-978-3-596-29775-7
    Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag 
    Preis: 9,99 Euro


    Verlagsinfo:

    "Hauptkommissar Claudius Zorn im Innendienst und der dicke Schröder im Undercovereinsatz – der siebte Band der Kult-Thriller-Serie von Bestseller-Autor Stephan Ludwig

    Nach seiner schweren Verletzung im Einsatz arbeitet Hauptkommissar Claudius Zorn vorübergehend im Innendienst. Verändert hat sich aber wenig – sein Kollege und Vorgesetzter Schröder macht die Arbeit, Zorn raucht.
    Eines Abends erwischt Zorn bei einem Spaziergang einen jugendlichen Brandstifter auf frischer Tat. Staatsanwältin Frieda Borck schickt den jungen Mann zu einem Psychologen, der ihm anbietet, sich einer offenen Therapiegruppe anzuschließen. Als ein Mitglied dieser Gruppe zu Tode kommt und andere Gruppenteilnehmer bedroht werden, nimmt Schröder undercover an den Sitzungen teil, um herauszufinden, was vor sich geht. Doch bald ist auch Schröder nicht mehr sicher, und Zorn muss blitzschnell handeln …

    Der siebte Fall für Hauptkommissar Claudius Zorn und den dicken Schröder

    Zorn und Schröder sind auch Fernseh-Stars. Alle Bände der Zorn-Reihe sind mit Stephan Luca und Axel Ranisch in den Hauptrollen fürs Fernsehen verfilmt."

    Über den Autor:

    Stephan Ludwig arbeitete als Theatertechniker, Musiker und Rundfunkproduzent. Er hat drei Töchter, einen Sohn und keine Katze.
    Zum Schreiben kam er durch eine zufällige Verkettung ungeplanter Umstände. Er lebt und raucht in Halle.

    Eigene Meinung:

    Der 7. Band der Zornreihe hat es wieder in sich. Schröder steckt gleich zu Anfang der Geschichte in der Klemme. Ein unbekannter Mörder möchte ihn auf grausame Weise töten.

    Im eigentlichen Fall, der zuvor beginnt, haben es Zorn, Schröder und Frieda Borck mit einem jugendlichen Pyromanen zu tun und mit einer Therapiegruppe, in der einige Patienten scheinbar Selbstmord begangen haben. Der jugendliche Pyromane, den Zorn gleich zu Beginn der Story verhaftet, soll sich vom Leiter der Gruppe behandeln lassen. Als es innerhalb der Gruppe zu immer mehr mysteriösen Todesfällen kommt, beschließt Schröder, sich ebenfalls in Behandlung zu begeben und er besucht diese Gruppe, was sich für ihn als sehr gefährlich erweist. Doch nicht nur Schröder kommt in Lebensgefahr...

    Erzählt wird über verschiedene Handlungsstränge, aus Sicht der verschiedenen Personen der Therapiegruppe, des Psychologen, der ermittelnden Beamten Zorn und Schröder und aus der Sicht von Frieda Borck.

    Wir erfahren viel aus dem Privatleben von Zorn und natürlich auch von Schröder.
    Stephan Ludwig hat hier zwei Kult-Ermittler erschaffen. Es ist einfach ein Vergnügen, die Dialoge zwischen diesen beiden Figuren zu lesen.

    Der Fall ist total fesselnd, spannend und temporeich. Man rätselt, wer der Täter ist und gerät immer wieder auf eine falsche Spur.

    Auch in diesem Fall gibt es viele Wendungen und Überraschungen. Wir erfahren endlich Schröders Vornamen (den verrate ich euch nicht).

    Ich würde jedem Leser raten, mit dem 1. Fall von Zorn und Schröder zu beginnen, da man sonst viele Entwicklungsschritte des Teams verpasst und das wäre sehr schade.

    Ich freue mich schon auf den nächsten Fall dieser Reihe.






    Samstag, 28. Oktober 2017

    Rezension zu "Memory Game - Erinnern ist tödlich" von Felicia Yap, übersetzt von Bettina Spangler, Penhaligon Verlag, Thriller

    Titel: Memory Game - Erinnern ist tödlich
    Autorin: Felicia Yap
    Übersetzt von: Bettina Spangler
    Seitenzahl:444 Seiten, TB 25.9.17)
    Isbn Nr.  13-978-3-7645-3182-9
    Verlag: Penhaligon Verlag
    Preis:  14,99 Euro


    Verlagsinfo:
     "Wie findet man einen Mörder in einer Welt, in der es keine Erinnerungen gibt?
    In Claires Welt gibt es zwei Arten von Menschen: solche, die wie sie sind und sich nur an die Ereignisse des vorangegangenen Tages erinnern können, und solche wie ihren Ehemann Mark, deren Gedächtnis zwei Tage zurückreicht. Claire hat nur eine Verbindung zu ihrer Vergangenheit: ihr Tagebuch. Was sie nicht rechtzeitig aufschreibt, geht für immer verloren. Eines Morgens steht die Polizei vor Claires Tür. Die Leiche einer Frau wurde im Fluss gefunden. Nach Aussage der Beamten war sie Marks Geliebte und er wird des Mordes verdächtigt. Sagt die Polizei die Wahrheit? Kann Claire ihrem Ehemann vertrauen? Und vor allem: Kann sie sich selbst vertrauen?"

    Über die Autorin:
    Felicia Yap wuchs in Kuala Lumpur auf, studierte Biochemie in London und erwarb ihren Doktor der Geschichte an der University of Cambridge. Sie arbeitete bereits als Biologin, Historikerin, Dozentin, Kritikerin und Journalistin, unter anderem für The Economist und Business Times. Sie lebt in London, wo sie vor kurzem ein Programm zu Kreativem Schreiben an der Faber Academy abschloss. Memory Game – Erinnern ist tödlich ist ihr Debüt.

    Eigene Meinung:
    Der Klappentext klang sehr spannend und interessant. Da ich Dystopien genauso liebe, wie Thriller war ich sehr gespannt auf "Memory Games - Erinnern ist tödlich".

    Erzählt wird über verschiedene Sichtweisen von Claire, Mark, Sophia und Hans,dem ermittelnden Kommissar. Den Kapiteln vorangestellt werden Zitate der Protagonisten, der Klappentext von Marks Bestseller. Der Klappentext sagt bereits genügend zur Story aus. 

    Mich hat dieses Debüt von Felicia Yap leider nicht überzeugen können. Für einen Thriller war mir die Story nicht fesselnd und spannend genug, auch wenn die Geschichte zum Ende hin spannender wird, dafür sind die ersten 300 Seiten einfach zu langatmig. Der Schluss der Geschichte ist raffiniert, das muss man dem Buch lassen. Es handelt sich hier um ein Ehedrama mit Krimielementen. 

    Der Einblick in eine Welt, in der es nur zwei Arten von Menschen gibt, solche, die sich nur an die Ereignisse des vorangegangenen Tages erinnern könne, und solche, die sich an die Ereignisse von zwei Tagen erinnern können, war mir zu gering.


    Eine gute Idee, leider nicht sehr fesselnd umgesetzt.











    Mittwoch, 4. Oktober 2017

    Rezension zu "Sog" von Yrsa Sigurdartòttir, übersetzt von Tina Flecken, Thriller, BTB Verlag

    Titel: Sog
    Autorin: Yrsa Sigurdardóttir
    Übersetzt von: Tina Flecken
    Seitenzahl: 448 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag (18.9.17)
    Isbn Nr. 13-978-3-442-75664-3
    Verlag: BTB Verlag
    Preis: 20,00 Euro



     Verlagsinfo: "Zwölf Jahre nach dem Tod und der Vergewaltigung eines Mädchens wird eine Zeitkapsel in Reykjavik gehoben. Darin enthalten: 10 Jahre alte Briefe von Schülern, die beschreiben, wie sie sich Island im Jahre 2016 vorstellen. Darunter findet sich noch etwas anderes: eine unheimliche Botschaft, die akribisch genau die Initialen von zukünftigen Mordopfern auflistet. Kurz danach werden zwei abgetrennte Hände in einem Hot Tub in der Stadt treibend gefunden. Doch noch hat keiner eine Vermisstenanzeige bei der Polizei gestellt. Schon bald taucht die erste verstümmelte Leiche auf, dicht gefolgt von einer zweiten, und es ist klar, dass die Botschaft aus der Zeitkapsel ernst zu nehmen ist.

    Ein Fall für Kommissar Huldar, der sich beweisen muss: von seinen Leitungsaufgaben entbunden, wird er von den meisten seiner früheren Untergegebenen gemieden, die Beziehung zur Kinderpsychologin Freyja ist ebenfalls ruiniert, was er zu reparieren hofft, indem er sie in die jetzigen Ermittlungen mit einbezieht ..."

    Über die Autorin
    Yrsa Sigurdardóttir, geboren 1963, ist eine vielfach ausgezeichnete Bestsellerautorin, deren Spannungsromane in über 30 Ländern erscheinen. Sie zählt zu den "besten Kriminalautoren der Welt" (Times Literary Supplement). Sigurdardóttir lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Reykjavík. Sie debütierte 2005 mit "Das letzte Ritual", einer Folge von Kriminalromanen um die Rechtsanwältin Dóra Gudmundsdóttir. SOG ist nach DNA der zweite Roman um die Psychologin Freyja und Kommissar Huldar von der Kripo Reykjavik.

    Eigene Meinung:
    Nach "DNA" ist "Sog" der zweite Fall mit Kommissar Huldar und der Kinderspsychologin Freyja. Dieser 2. Band lässt sich zwar unabhängig vom ersten Fall lesen, ich würde dennoch empfehlen, "DNA" zuerst zu lesen um die Ermittler besser kennenzulernen.

    Kommissar Huldar, der von seinen Führungsaufgaben entbunden wurde, bekommt es mit einer zehn Jahre alten Zeitkapsel zu tun. Dort wird von einem Schüler eine Mordserie angekündigt. Die Opfer wurden allerdings nur mit ihren  Initialen erwähnt. Hat das eine Bedeutung und wer ist der Schüler?  Zur gleichen Zeit finden sich in einem Hot Tub eines Mannes zwei abgetrennte Hände.

    Kommissar Huldar muss während der Ermittlungen auf Freyjas Hilfe zurückgreifen, was er ungern macht, da das Verhältnis der beiden mehr als angespannt ist. 
    Die Ermittlungsarbeiten gestalten sich als schwierig, Akten aus alten Fällen, die mit den jetzigen Ereignissen in Zusammenhang stehen können, sind verschwunden, manche Beteiligten erinnern sich an nichts, andere schweigen. 

    Die Charaktere in diesem Buch sind gut gezeichnet und glaubwürdig. Huldar trinkt zu viel, ist unsicher, etwas tolpatschig Frauen gegenüber und  steht sich manchmal selbst im Weg, so dass er von einem Fettnäpfchen ins nächste tappt. Freyja  hadert damit, degradiert worden zu sein und wird unerwartet Tante.

    Yrsa Sigurdardotir beschreibt weder die Vergewaltigung, noch die brutalen Morde genau, ihr reichen Andeutungen und dem Leser auch, den die Beschreibungen setzen die Vorstellung des Lesers in Gang.

    Ein sehr spannender, sehr atmosphärischer und  etwas düsterer Thriller, der alle Handlungsfäden langsam verknüpft, mit überraschenden Wendungen aufwartet und den Leser zum Schluß noch einmal überrascht. Meine absolute Leseempfehlung für diesen raffinierten Thriller. 

    Mittwoch, 6. September 2017

    Rezension zu "Todesreigen" von Andreas Gruber, Goldmann Verlag, Thriller

    Titel: Todesreigen
    Autor: Andreas Gruber
    Seitenzahl: (TB, Klappenbroschur, 21.8.17)
    Isbn Nr. 13-978-3-442-48313-6
    Verlag: Goldmann Verlag
    Preis: 9,99 Euro



    Verlagsinfo:
    "Nachdem eine Reihe von Kollegen auf brutale Art Selbstmord begangen haben, wird Sabine Nemez – Kommissarin und Ausbilderin beim BKA – misstrauisch. Vieles weist auf eine jahrzehntealte Verschwörung und deren von Rache getriebenes Opfer hin. Sabine bittet ihren ehemaligen Kollegen, den vom Dienst suspendierten Profiler Maarten S. Sneijder, um Hilfe. Doch der verweigert die Zusammenarbeit, mit der dringenden Warnung, die Finger von dem Fall zu lassen. Dann verschwindet Sabine spurlos, und Sneijder greift selbst ein. Womit er nicht nur einem hasserfüllten Mörder in die Quere kommt, sondern auch seinen einstigen Freunden und Kollegen, die alles tun würden, um die Sünden ihrer Vergangenheit endgültig auzulöschen ..."

    Über den Autor:
    Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie in Grillenberg in Niederösterreich. Er hat bereits mehrere äußerst erfolgreiche und preisgekrönte Erzählungen und Romane verfasst.

    Eigene Meinung:

    Auch der 4. Band der Reihe um den Profiler Maarten S. Sneijder hat es wieder in sich. Von der ersten Seite an hat Andreas Gruber auf Spannung und Tempo gesetzt, so dass das Buch kaum aus der Hand zu legen ist.

    Sabine Nemez ermittelt in einer Selbstmordreihe von Kollegen aus dem BKA. Die Kollegen haben nicht nur scheinbar Selbstmord begangen, Familienmitglieder von ihnen wurden zuvor ermordet. Zusammen mit ihrer Kollegin Tina beginnt Sabine zu ermitteln. Doch von Kollegen werden ihnen Steine in den Weg gelegt und Maarten S. Sneijder, der vom Dienst suspendiert wurde, ist auch nicht sehr kooperativ. Er ist der übliche Kotzbrocken. Er kommt erst in die Gänge, als Sabine verschwindet.

    Erzählt wird über verschiedene Handlungsstränge. In einem begleiten wir die Ermittlungen von Tina und Sabine, ein weiterer Handlungsstrang erzählt von einem Ereignis 20 Jahre zuvor, das wohl der Schlüssel  ist, zu den  Morden und scheinbaren Selbstmorden. Dann gibt es noch Hardy,  der 20 Jahre lang im Gefängnis gesessen hat, für eine Tat, die er bestreitet begangen zu haben. Er will aufklären, wer hinter allem steckt.

    Ich mag die Charaktere, die Andreas Gruber entworfen hat, Sabine Nemez, die sich in die Fälle verbeisst und auch an einem Fall dran bleibt, wenn ihr der Fall entzogen wird. Ihre toughe Kollegin Tina und natürlich Maarten S. Sneijder, dieser Sonderling, der für herrliche Dialoge sorgt.

    Spannungs- und tempomäßig gibt es hier nichts zu meckern. Andreas Gruber hat in diesen kniffligen Fall einige überraschende Wendungen eingebaut und sorgt für ein großartiges Finale an einem passenden, etwas düsteren Ort.

    Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder sind ein Kult-Ermittlungsteam und ich freue mich auf weitere, verzwickte, superspannende Fälle. Diese Reihe kann ich euch uneingeschränkt empfehlen.



    Sonntag, 6. August 2017

    Rezension zu "Nr. 25" von Frank Kodiak, Droemer Knaur Verlag, Thriller

    Titel: Nummer 25
    Autor: Frank Kodiak
    Seitenzahl: 384 Seiten (TB, 3.7.17)
    Isbn Nr. 13-978-3-426-52009-3
    Verlag: Droemer Knaur Verlag
    Preis: 9,99 Euro

    Verlagsinfo:
    "Psychopath gegen Psychopath: ein nervenzerrender Thriller, ein unerbittliches Duell auf Leben und Tod.

    Der Schriftsteller Andreas Zordan ist Dauergast auf den Bestsellerlisten. Die riesige Fangemeinde kann nicht genug kriegen von seinen Thrillern. Nichts bereitet Zordan mehr Freude als das detailgenaue Beschreiben ausgefallener Tötungsmethoden. Das gelingt dem Einzelgänger nur, weil er sich selbst für einen Psychopathen hält. Er ist kontaktscheu, meidet andere Menschen und lebt einsam in einem ehemaligen Forsthaus im Wald. Er weiß: Würde er nicht in seinen Büchern töten, müsste er auf die Realität ausweichen.
    Als er eines Morgens im Garten die übel zugerichtete Leiche eines Mädchens im Teenageralter findet, meldet er es nicht der Polizei, sondern lässt sich auf ein Psychoduell mit einem Mörder ein, der ihn offenbar herausfordert. Und muss erkennen, dass er selbst weit entfernt ist von dessen kaltblütiger Grausamkeit."

    Über den Autor:
    Frank Kodiak ist das Pseudonym für Andreas Winkelmann, geboren 1968, der bei Rowohlt (rororo) schon einige Thriller veröffentlicht hat (u.a. die Bestseller DeathBook, Die Zucht, KillGame). Schon früh entwickelte er eine Leidenschaft für spannende, unheimliche Geschichten. Bevor er sein erstes Buch veröffentlichte, arbeitete er nach dem Studium der Sportwissenschaften zunächst jedoch als Soldat, Sportlehrer, Taxifahrer, Versicherungsfachmann und freier Redakteur. Mit seiner Familie lebt er in der Nähe von Bremen - in einem einsamen Haus am Waldrand. Mehr über Andreas Winkelmann: andreaswinkelmann.com.

    Eigene Meinung:
    Frank Kodiak alias Andreas Winkelmann, hat mit "Nr. 25" einen rasanten, spannenden und fesselnden Thriller erschaffen. Von der ersten Seite an ist die Story spannend erzählt.

    Andreas Zordan, der Bestsellerautor und Zyniker, um den sich dieser Thriller dreht, ist eine interessante Figur, die einen ständig überrascht. Der Autor lebt alleine in einem Haus im Wald und hasst Fans und Interviews.
    Es macht Spaß, den Schlagabtausch, den er sich mit der frisch ausgelernten Journalistin Greta Weiß ständig liefert, zu verfolgen. Greta Weiß soll ihn zu einem Interview überreden, damit sie eine Festanstellung bei ihrer Zeitung bekommt. Ob ihr das wohl gelingen mag?

    Erzählt wird über verschiedene Perspektiven, was die Story um so interessanter macht. 

    Der Running Gag "Helene Fischer" hat mir auch sehr gut gefallen.

    Die Geschichte bietet neben einem interessanten Plot, einige Wendungen, ist manchmal etwas zynisch und überrascht am Ende.

    Mir hat dieser Thriller sehr gut gefallen. Man hat das Gefühl, dass der Autor am Schreiben dieser Story genauso viel Spaß hatte, wie ich beim Lesen des Thrillers.


    Donnerstag, 27. Juli 2017

    Rezension "Matthew Corbett und die Hexe von Fount Royal Band 1" von Robert McCammon, übersetzt von Nicole Lischewski, Luzifer Verlag, Thriller

    Titel: Matthew Corbett und die Hexe von Fount Royal - Band 1
    Autor: Robert McCammon
    Übersetzt von: Nicole Lischewski
    Seitenzahl: 516 Seiten (Hardcover mit Schutzumschlag, 25.5.17)
    Isbn Nr. 13-978-3-95835-197-4
    Verlag: Luzifer Verlag
    Preis:  19,95 Euro

    Verlagsinfo:
    "Geht eine Hexe in Carolina um? Das zumindest glauben die Bewohner der kleinen Stadt Fount Royal. Ihr Name ist Rachel Howarth, eine Fremde – wunderschön und mutig. Kein Wunder, dass sie von manchen Einwohnern gehasst wird und den meisten zumindest suspekt vorkommt.
    Der fahrende Friedensrichter Isaac Woodward und sein scharfsinniger Gerichtsdiener Matthew Corbett sollen ihr den Hexenprozess machen. Die Beweise sind erdrückend: In ihrem Haus finden sich okkulte Hinweise, sie weigert sich, die Worte des Herrn zu sprechen, und Zeugen berichten von unaussprechlichen Dingen, die sie mit dem Leibhaftigen selbst begangen haben soll.
    Aber Matthew zweifelt an den Anschuldigungen. Gibt es so etwas wie Hexerei wirklich? Und wenn Rachel tatsächlich wie ein Dämon durch die Nacht fliegen kann, wieso hat sie sich dann nicht längst selbst aus dem Gefängnis befreit?
    In Fount Royal gehen noch weitaus rätselhaftere Dinge vor. Wer ermordete Rachels Ehemann? Wer wäre imstande, eine ganze Stadt zu paralysieren? Und wer würde davon profitieren, wenn die Hexe verbrannt würde?
    Es tobt tatsächlich ein Kampf zwischen Gott und Teufel, zwischen Gut und Böse in dieser Stadt, und selbst die Unschuldigen sind nicht länger sicher. Schon bald muss sich Matthew Corbett mit Herz und Hirn dem wahrhaftigen Bösen stellen, das in Fount Royal umgeht …"

    Über den Autor:
    Robert McCammon ist der Autor der New York Times Bestseller Boy's Life und Gone South, sowie zahlreicher anderer von Kritikern hochgelobter Romane. Mehrere Millionen Exemplare seiner Bücher befinden sich im Umlauf. Robert McCammon ist für sein Lebenswerk mit dem Bram Stoker Lifetime Achievement Award ausgezeichnet worden und hat außerdem den Grand Master Award der World Horror Convention und den World Fantasy Award erhalten.
    Er lebt in Alabama.

    Eigene Meinung:  
    Robert McCammons erster Teil über den Gerichtsdiener Matthew Corbett und die Hexe von Fount Royal fesselt von der ersten Seite an.

    Wir begeben uns 1699 nach Fount Royal und verfolgen dort die Ereignisse, die über den Friedensrichter Woodward und seinen  Gerichtsdiener Matthew Corbett, hereinbrechen. Die beiden sollen der angeblichen Hexe Rachel, die wunderschön und sehr klug ist, den Prozeß machen. Es gibt angebliche Zeugenaussagen, die gesehen haben wollen, wie es die Hexe mit dem Leibhaftigen getrieben hat, es werden Beweise gegen Rachel gefunden und die Lage scheint aussichtslos für die arme Frau. Doch der Gerichtsdiener zweifelt, der Friedensrichter wird sehr krank und Matthew beginnt zu ermitteln.

    Hier passt einfach alles, es herrscht eine atmosphärisch dichte, etwas düstere Atmosphäre vor, die Handlung ist sehr fesselnd und spannend, sehr realistisch und bildgewaltig beschrieben. Die Figuren sind sehr lebendig dargestellt.
    Der überaus intelligente Gerichtsdiener Matthew Corbett ist eine sehr sympathische Figur. Er hinterfragt jedes Ereignis und stellt den angeblichen Zeugen sehr intelligente Fragen, so dass seine Gegenüber oft in Zweifel geraten. Natürlich gibt es zwielichtige Gestalten, viele Intrigen,  und man hofft, dass der Mörder von Rachels Ehemann gefunden wird und Rachel frei gesprochen wird.

    Am Ende erwartet den Leser ein böser Cliffhanger.

    Ich kann diesen historischen Thriller, der sehr spannend und fesselnd erzählt ist, jedem Leser nur empfehlen. Ich finde ihn auch sehr gut übersetzt und warte sehnsüchtig auf Band 2.


    Samstag, 22. Juli 2017

    Rezension zu "Der Hirte" von Ingar Johnsrud, übersetzt von Daniela Stilzebach, Blanvalet Verlag, Thriller

    Titel: Der Hirte
    Autor: Ingar Johnsrud
    Übersetzt von: Daniela Stilzebach
    Seitenzahl: 511 Seiten, Paperback, Klappenbroschur (26.6.17)
    Isbn Nr. 13-978-3-7645-0587-5
    Verlag: Blanvalet Verlag
    Preis: 14,99 Euro

    Verlagsinfo:
     "Die Kinder von »Gottes Licht« folgen ihrem Hirten ... bis in den Tod!
    Die Tochter der einflussreichen Politikerin Kari Lise Wetre wird vermisst – ein Routinefall für Hauptkommissar Fredrik Beier. Doch kurz darauf wird Beier nach Solro beordert, einem alten Hof vor den Toren Oslos. Fünf Männer wurden auf dem Sitz der christlichen Sekte »Gottes Licht« grausam abgeschlachtet. Das Gelände des Hofs ist ausgestattet wie ein Hochsicherheitstrakt, und im Keller des Gebäudes stoßen die Ermittler auf ein Labor, das auf monströse Experimente hinweist. Von den restlichen Mitgliedern der Sekte fehlt jede Spur, unter ihnen die vermisste Annette Wetre ..."

    Über den Autor:
    Ingar Johnsrud, Jahrgang 1974, wuchs in Holmestrand auf. Er studierte Film- und Medienwissenschaften und arbeitete fünfzehn Jahre als Journalist bei einem der größten norwegischen Medienunternehmen. Sein erster Roman, der Thriller »Der Hirte«, wurde als bestes Krimidebüt für den Maurits Hansen Prisen nominiert, und in seiner Heimat wird Johnsrud als neuer Star der skandinavischen Spannungsliteratur gefeiert.

    Eigene Meinung:
    Der Klappentext klang spannend, die Thematik hat mich interessiert. Die Presse überschlägt sich, das Buch wurde als bestes Thrillerdebüt für den Maruits Hansen Prisen nominiert.
    So richtig nachvollziehen kann ich diesen Hype um "Der Hirte" nicht.

    Dieses Debüt von Ingar Johnsrud ist zwar temporeich erzählt, ständig wechseln die Erzählstränge, mal in die Vergangenheit, dann wieder wird die Sichtweise von verschiedenen Personen wiedergegeben. Flüssig geschrieben und spannend finde ich diesen Thriller nicht. Ich stolpere über manche Formulierungen, manche Szene hätte ich gerne ausführlicher beschrieben gehabt, dann wieder verliert sich der Autor in Details, die für die Handlung völlig unrelevant sind. Frauenbrüste unter der Kleidung scheinen es ihm angetan zu haben, die beschreibt er sehr ausführlich, was Form, Brustwarzenfarbe, etc. angeht. Mag sein, dass dieser Thriller auch einfach schlecht übersetzt wurde.

    Vom Hauptkommissar Fredrik Beier erfahren wir zwar viel Privates, er hat Sex mit der Ex und mit seiner neuen Freundin natürlich auch. Er bleibt trotzdem ziemlich blass.

    Ingar Johnsrud behandelt viele Themen, Nazis, Versuche am Menschen, eine Sekte spielt eine Rolle, religiöser Fanatismus und natürlich darf Islamismus auch nicht fehlen. Spannend wird diese Story trotzdem nicht und es wäre besser gewesen, wenn er manche Themen nicht nur umrissen hätte, sondern mehr auf die Thematik eingegangen wäre.

    Dieser Thriller hat gute Ansätze, mehr jedoch nicht. Ich frage mich, was da noch für Thriller für den Maurits Hansen Prisen nominiert worden sind?
    Diese Reihe werde ich definitiv nicht weiterverfolgen.




    Dienstag, 18. Juli 2017

    Rezension zu "Blutschmuck" von Petra Mattfeldt, Gmeiner Verlag, Thriller

    Cover Blutschmuck, Thriller
    Titel: Blutschmuck
    Autorin: Petra Mattfeldt
    Seitenzahl: 276 Seiten, Klappenbroschur (5.7.17)
    Isbn Nr. 13-978-3-8392-2143-3
    Verlag: Gmeiner Verlag

    Verlagsinfo:
     "Ohne Gewissen  Die Kommissarin Sarah Bischoff lernt auf der Beerdigung ihrer Mutter Lisa Schönfeld kennen, die sich als eine Freundin aus Jugendtagen vorstellt. Nachdem Lisa eine Halskette an Sarah bemerkt, verschwindet sie sichtlich verstört von der Trauerfeier. Sarah Bischoff beginnt daraufhin mit ihrem Freund, dem Profiler Falko Cornelsen, hinter das Geheimnis des Schmuckstücks zu kommen und öffnet damit die Tür zu einem dunklen Kapitel, in dem auch ihre eigene Familie eine bedeutende Rolle zu spielen scheint"

    Über die Autorin:
    Petra Mattfeldt lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihren Kindern in der Nähe von Bremen. Sie arbeitet als freie Journalistin und hat unter dem Pseudonym Caren Benedikt bereits mehrere historische Romane veröffentlicht. Mit »Sekundentod«, dem ersten Fall des Profilers Falko Cornelsen, ist ihr der erfolgreiche Sprung ins Krimigenre gelungen.

    Eigene Meinung: 
    In diesem dritten Band rund um den Profiler Falko Cornelsen, rollt dieser einen alten Fall auf. Seine Freundin Sarah hat auf der Beerdigung ihrer Freundin eine merkwürdige Begegnung mit einer alten Freundin ihrer Mutter. Falko wird neugierig und fängt an zu ermitteln. Dabei stößt er auf einige alte Fälle, in denen es um brutale Vergewaltigungen geht.

    In einem Erzählstrang führt Falko Gespräche mit den noch lebenden Opfern und durchsucht alte Dokumente von Sarahs Familie. Ein weiteren Handlungsstrang spielt in der Vergangenheit. Hier erfahren wir, was den Opfern damals passiert ist und auch einiges über die Täter, die aber noch im Dunkeln bleiben.

    Dieser Krimi braucht etwas, bis er spannend wird. Am Anfang der Geschichte wird sehr viel Privates von Falko uns einer Beziehung zu Sarah behandelt. 

    Der Profiler  ist ein sympathischer Ermittler, der interessante Gespräche mit den Opfern führt und unkonventionelle Ermittlungsmethoden anwendet.

    Die beiden Vorgängerbände waren wesentlich thrilliger. "Blutschmuck" ist ein solider Krimi mit viel Ermittlungsarbeit, Thriller würde ich die Story nicht nennen.










    Donnerstag, 22. Juni 2017

    Rezension zu "Der Näher" von Rainer Löffler, Bastei Lübbe Verlag, Thriller

    Titel: Der Näher
    Autor: Rainer Löffler
    Seitenzahl: 463 Seiten (TB, 24.4.17)

    Isbn Nr.  13-978-3-404-17454-6
    Altersempfehlung: ab 16 Jahren
    Verlag: Bastei Lübbe Verlag
    Preis:12.- Euro

    Verlagsinfo:
    "Ein Thriller wie ein Stich ins Herz
    In der Nähe von Köln verschwinden zwei schwangere Frauen. Martin Abel, Fallanalytiker des Stuttgarter LKA, übernimmt die Ermittlungen. Kurz darauf werden die Leichen einer Mutter und ihres Kindes in einem unterirdischen Hohlraum entdeckt. Es handelt sich um eine Frau, die vor Jahren verschwunden ist. Dann taucht eine der beiden vermissten Frauen wieder auf und gibt erste Hinweise auf den Täter. Martin Abel muss sich in eine Welt zerstörerischer Fantasien hineindenken. Denn der Mörder tötet nicht nur, sondern platziert etwas im Körper der Toten ...
    Der dritte Band aus Rainer Löfflers fesselnder Thriller-Reihe um den Fallanalytiker Martin Abel."

    Über den Autor: 
    Rainer Löffler, geboren am 13. November 1961 in Mühlacker, absolvierte mehere Ausbildungen und arbeitete danach u. a. als Filialleiter eines Supermarktes,  Tankstellenchef und Industriemechaniker. Heute ist er Facheinkäufer beim größten Lackieranlagenhersteller der Welt.
    Zwischen 1985 und 1987 schrieb er Beiträge für das Deutsche MAD-Magazin unter dem damaligen Redakteur Herbert Feuerstein. Seit 1998 liefert er unter dem Pseudonym Rainer Hanczuk mehrere Arbeiten für Atlan bzw. die Perry Rhodan-Reihe und schrieb Kurzgeschichten für Anthologien.
    Rainer Löffler ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Hemmingen bei Stuttgart. 

    Eigene Meinung:
    Dieser dritte Fall von Martin Abel ist flüssig und sehr spannend geschrieben. Da die Story über verschiedene Handlungsstränge, einmal aus der Sicht der entführten Frauen, einmal aus der Sicht des Täters und natürlich aus der Sicht von Abel, erzählt wird, rasen die Seiten nur so dahin.

    Dieser neueste Teil rund um den Fallanalytiker Abel lässt sich auch gut lesen, wenn man die ersten beiden Teile nicht kennt.

    Die Morde, zu denen Abel hinzugezogen wird, sind sehr bizarr und verstörend. Teilweise gibt es  in dem Buch Szenen, die nichts für schwache Nerven sind.

    Abel hat es nicht leicht, da der Täter keine Spuren hinterlässt und seine Kollegen, insbesondere der Chef der Mordkommission in Gummersbach, überhaupt nicht begeistert sind , dass Abel als Fallanalytiker mitmischt.

    So nach und nach macht sich Abel ein Bild von dem Mörder und rückt ihm näher. Er hat keine Zeit zu verlieren, schließlich hat der Mörder noch zwei Frauen in seiner Gewalt.

    Spannende Wendungen geben dem Thriller noch mehr Tempo und fesseln den  Leser. Auf den Mörder wäre ich nie gekommen.

    5/5 Sterne und meine Leseempfehlung für hartgesottene Thrillerfans.









    Sonntag, 21. Mai 2017

    Rezension zu "Das Zeichen des Todes" von Sam Wilson, übersetzt von Andreas Helweg, Penhaligon Verlag, Thriller

    Titel: Im Zeichen des Todes
    Autor: Sam Wilson
    Übersetzt von: Andreas Helweg
    Seitenzahl: 480 Seiten (broschiert, 28.12.16)
    Isnbn Nr. 13-978-3764531737
    Verlag: Penhaligon Verlag

     Verlagsinfo:
     "Mit jedem Opfer wird seine Fährte blutiger ...
    Es ist ein gnadenloses System, in dem die Geburtsstunde darüber entscheidet, ob man ein Leben in Reichtum oder Armut und Elend führt. Niemand schafft es aus eigener Kraft. Die Sterne sind Gesetz. Und sie bringen den Tod … Als eine Mordserie von unvergleichlicher Brutalität die Stadt erschüttert, ruhen alle Augen auf Detective Jerome Burton und Profilerin Lindi. Der eine glaubt an seinen Jagdinstinkt, die andere an die Macht der Sterne – und beide wissen, dass sie es mit dem gefährlichsten Verbrecher zu tun haben, den die Stadt je gesehen hat. Doch sein Plan ist so finster, dass er alles Vorstellbare übersteigt …
    Feuer, Wasser, Erde, Luft - welcher Tod ist dir vorherbestimmt?"

    Über den Autor:
    Sam Wilson wurde in London geboren, zog noch als Kind in seine neue Heimat Zimbabwe. Seinen Studiengang, Kreatives Schreiben, schloss er mit Auszeichnung ab. 2011 wurde er unter den Top 200 der vielversprechendsten Südafrikaner gelistet. Heute arbeitet er als Regisseur in Kapstadt. Im Zeichen des Todes ist sein Debüt.

    Eigene Meinung:
    Astrologie bestimmt das Leben der Menschen. Das Horoskop bestimmt den Alltag, ihre Jobs, das soziale Zusammenleben der Menschen, ob sie arm oder reich sind, in welchem Viertel sie leben, auch ob sie Verbrecher sind.

    Im ersten Erzählstrang wird der Polizeichef ermordet und ein Mädchen, das seine Leiche entdeckte, verschwindet spurlos. Detective Burton wird mit der Ermittlungsarbeit beauftragt. Er soll den Mord zusammen mit der Astrologin Lindi aufklären. Relativ schnell ist klar,  dass es sich beim Mörder um einen Serienmörder handelt.

    In einem zweiten Erzählstrang lernen wir Daniel kennen, der im Sternzeichen des Steinbocks geboren wurde. Er erfährt, dass er eine Tochter hat und er macht sich auf die Suche nach ihr. Was diese beiden Handlungsstränge verbindet, ist vorhersehbar.

    Ich habe das Buch zweimal angefangen zu lesen, da ich beim ersten Mal überhaupt nicht rein kam. Leider war das beim zweiten Mal auch nicht der Fall.

    Auf den ersten 200 Seiten habe ich vergeblich nach einer Art Grundspannung gesucht und immer wieder gehofft, dass etwas Spannung in die Handlung kommt. Genauso erging es mir bei den Protagonisten.
    Detective Burton und Astro-Profilerin Lindi bleiben leblos und blass.

    Die Idee ist interessant und spannend, doch leider fehlt diesem Thriller, der leicht nach einer Dystopie klang, jegliche Spannung. Ständig werden während der Geschichte die Sternzeichen erklärt, was mir irgendwann total auf den Keks ging. Nach  ca. 300 Seiten habe ich dieses Buch abgebrochen.

    Ich kann hier leider keine Leseempfehlung abgeben. Von einem Thriller erwarte ich einfach, dass er mich von Anfang an fesselt, hier war leider gar kein Fesselfaktor vorhanden, auch keiner der Protagonisten konnte mich faszinieren.






     
     

    Samstag, 8. April 2017

    Rezension zu Rezension zu "AchtNacht" von Sebastian Fitzek, Droemer Knaur Verlag, Thriller

    Titel: AchtNacht
    Autor: Sebastian Fitzek
    Seitenzahl: 416 Seiten, Klappenbroschur, TB (14.3.17)
    Isbn Nr. 13-978-3-426-52108-3
    Verlag: Droemer Knaur Verlag
    Preis: 12,99 Euro

    Verlagsinfo:

    "Es ist der 8. 8., acht Uhr acht.
    Sie haben 80 Millionen Feinde.
    Werden Sie die AchtNacht überleben?

    Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie.
    Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen.
    In der „AchtNacht“, am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen.
    Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei.
    Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten - und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.

    Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst.
    Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief.
    Und Ihr Name wurde gezogen!

    Der neue Blockbuster von Sebastian Fitzek, dem „Meister des Wahns“ – exklusiv im Taschenbuch."

    Der Autor:
    Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seit seinem Debüt „Die Therapie“(2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Mittlerweile werden seine Bücher in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.


    Eigene Meinung: 

    Auch dieser Thriller von Sebastian Fitzek liest sich flüssig und ist spannend und fesselnd geschrieben. In jedem Kapitel erleben wir eine neue Überraschung. Die Hauptperson des Buches ist ein absoluter Loser, der in immer schlimmere Situationen gerät und doch wieder herausfindet, obwohl man sich das überhaupt nicht vorstellen kann. Sämtliche Figuren im Buch sind ziemlich schräg. Die Story ist richtig abgefahren.

    AchtNacht ist ein temporeicher und actionreicher Thriller, bei dem Handlung und Protagonisten ziemlich übertrieben dargestellt sind. Man darf das Buch nicht so ernst nehmen. Ich würde die Story als Satire bezeichnen.
    Der Autor hat angegeben, dass er auf die Idee zum Buch kam, nachdem er "The Purge" im Kino angeschaut hatte.

    Und trotzdem stimmt dieser Thriller nachdenklich und lässt Gedanken aufkommen, wie z. B.,  wie weit würden Menschen gehen, um 10 Millionen zu erhalten? Ich vermute sehr weit. In unserem Stadtteil wurde um die Weihnachtszeit eine alte Dame mit Gehilfe überfallen und ins Gebüsch geschubst. Dabei wurde ihr die Handtasche geklaut. Viel Geld war nicht drin. Sie lag monatelang im Krankenhaus. Die Täter wurden jetzt erst gefasst.

    In manchen Ländern ist ein Leben überhaupt nichts wert und Experimente, die aus dem Ruder laufen, kennen wir auch zur Genüge. Die Geschicht ist leider nicht so weit hergeholt.
     

    AchtNacht ist spannende Unterhaltung für Actionfans, die auch gerne Filme wie "The Purge" schauen. Leser, die klassische Psychothriller bevorzugen, werden eher enttäuscht von diesem Buch sein. Mir hat es richtig gut gefallen.







    Freitag, 27. Januar 2017

    Rezension zu "Black Memory " von Janet Clark, Heyne Verlag, Thriller

    Titel: Black Memory
    Autorin: Janet Clark
    Seitenzahl: 384 Seiten, (Paperback, Klappenbroschur,12.12.16)
    Isbn Nr. 13-978-3-453-41833-2
    Verlag: Heyne Verlag
    Preis: 12,99 Euro

    Verlagsinfo:

     "Ein vermisstes Mädchen mit einer einzigartigen Inselbegabung.

    Eine Ärztin, die sich an jedes Detail ihrer Ausbildung erinnern kann, aber nicht an ihren Namen und auch nicht an das Verbrechen, das sie begangen haben soll.

    Als Clare orientierungslos auf einem Boot vor der indonesischen Küste erwacht, wird sie verhaftet. Sie soll ein kleines Mädchen entführt haben. Nur durch den Einsatz eines Mannes, mit dem sie angeblich verheiratet ist, kommt sie frei.

    Zurück in London begreift sie, dass der Schlüssel zu dem Schicksal des vermissten Mädchens in ihrer Erinnerung vergraben ist. Doch diese ist verschüttet - von einem Trauma, so extrem, dass sich Clare mit einem völligen Blackout schützt."

    Über die Autorin:

    Janet Clark arbeitete nach ihrem Studium als wissenschaftliche Assistentin, Universitätsdozentin und Marketingchefin in Belgien, England und Deutschland. Nach einer erfolgreichen Karriere im Wirtschaftsbereich, startete sie 2010 noch einmal von Null: als Autorin. 2011 wurde ihr erster Roman veröffentlicht. Seitdem erschienen 4 weitere Romane und eine vierteilige Serie. Neben dem Schreiben setzt sich Janet Clark als Präsidentin der Mörderischen Schwestern e.V. für die Rechte von Autorinnen ein. Mehr über die Autorin unter www.janet-clark.de.

    Eigene Meinung:

    Die Story an sich ist nicht neu. Clare hat ihr Gedächtnis verloren und möchte nun ihre Erinnerung zurückgewinnen. Sie weiß nicht,wer Freund oder Feind ist und wird dazu noch beschuldigt, ein Kind entführt zu haben. Was die Autorin aus dieser Story allerdings gestrickt hat, ist ein absolut genialer Psychothriller.

    Janet Clark schaffte es, mich von der ersten Seite an mit einer sehr spannenden Handlung zu fesseln. Auch nach der Hälfte des Buches bleibt die Story undurchschaubar. Dieser Psychothriller überrascht mit vielen Wendungen, einer sympathischen Protagonistin und mysteriösen Nebenfiguren. Der Leser bleibt genauso ratlos wie Clare, wer hinter den ganzen Machenschaften steckt. Kritisiere ich bei manchen Psychothrillern dann am Ende, dass die Handlung zu konstruiert wirkt, ist es bei dieser Story überhaupt nicht der Fall. Meine absolute Leseempfehlung für diese komplexe Geschichte.


    Mittwoch, 25. Januar 2017

    Rezension zu "Angstmädchen" von Jenny Milewski, übersetzt von Maximilian Stadler, Heyne Verlag, Thriller,

    Titel: Angstmädchen
    Autorin: Jenny Milewski
    Übersetzt von Maximilian Stadler 
    Seitenzahl: 336 Seiten (Paperback, Klappenbroschur, 9.1.17)
    Isbn Nr. 13-978-3-453-43880-4
    Verlag: Heyne Verlag
    Preis: 13,99 Euro

    Verlagsinfo:
    "Die junge, schüchterne Malin zieht in ein Studentenwohnheim ein. Zu ihrer großen Freude bekommt sie das einzige Zimmer, das über eine Badewanne verfügt. Doch dann erfährt sie, dass sich darin ein Mädchen namens Yuko die Pulsadern aufgeschnitten hat. Kurz darauf findet Malin Haarbüschel, die nicht von ihr stammen können, und als sie eines Nachts eine blasse Gestalt sieht, wird ihr klar, dass etwas in ihr Leben getreten ist, das sie nicht mehr loswird. Etwas, das ihr Angst macht – das auf sie wartet – wo immer sie auch hingeht …"

    Über die Autorin:
     Jenny Milewski, geboren 1971, liebt Thriller und Horror. Sie arbeitet in der Werbebranche und hält neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit Vorträge über Spannung in Literatur und Film. In der schwedischen Szene hat sie bereits einen Namen und steht mit ihrem Debütroman Skalpelltanz für eine neue Thrillergeneration. Jenny Milewski lebt mit ihrem Mann in Malmö.

    Eigene Meinung:
    Die Story beginnt schon sehr spannend und unheimlich mit einem Prolog, der ein düsteres Ende andeutet.

    Die Autorin hat ihre Gruselgeschichte flüssig und einfach, fast schon sachlich geschrieben, allerdings besitzt dieser Thriller einige Längen. Nach dem sehr spannenden und etwas unheimlichen Prolog dümpelt die Story etwas dahin und kehrt erst nach ca. der Hälfte des Buches wieder so richtig zur Spannung und zu etwas Grusel zurück.

    Die junge, etwas schüchterne Studentin Malin erzählt ihre Geschichte zwar aus der Ich-Perspektive, trotzdem bleibt die Protagonistin sehr distanziert zum Leser, so dass mir das Mitfiebern etwas gefehlt hat. Auch die anderen Charaktere sind sehr dürftig skizziert.

    3/5 Sterne für diesen Horrorthriller, der in Richtung "The Ring" geht, mich aber nach einem guten Anfang eher etwas enttäuscht hat. Ich hatte mich auf einen richtig guten Gruselroman gefreut, der Klappentext hat auch darauf hin gedeutet und die Info, dass dieser Thriller Richtung Horror á la King gehen würde. Deshalb war meine Erwartungshaltung entsprechend hoch. Mit Kings Horror ist diese Story überhaupt nicht zu vergleichen.

    Rezension zu "Gut Greifenau - Abendglanz " von Hanna Caspian, Droemer Knaur Verlag, Roman

    Titel: Gut Greifenau - Abendglanz Autorin: Hanna Caspian Seitenzahl: 560 Seiten, (TB 02.11.18) Isbn Nr. 13-978-3-426-52150-2 Verlag: ...