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Sonntag, 4. August 2019

Rezension zu "R. I. P. von Yrsa Sigurdardóttir, übersetzt von Anika Wolff, BTB Verlag, Thriller

Titel: R. I. P. 3. Fall von Huldar und Freyja
Autorin: Yrsa Sigurdardóttir 
übersetzt von: Anika Wolff
Seitenzahl: 448 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, (24.6.19)
Isbn Nr. 13-978-3-442-75665-0
Verlag: BTB Verlag
Preis: 20,00 Euro


Verlagsinfo:

"Er mordet kalt und brutal: Zwei Jugendliche sind seine Opfer. Über Social Media müssen Freunde deren letzte qualvolle Minuten mitansehen. Und dieser Mörder ist noch nicht fertig: Ein weiterer Junge wird vermisst. Was verbindet die Jugendlichen? Wer glaubt, sie verdienten den Tod? Und kann der Junge noch gerettet werden?Huldar und sein Team ermitteln. Auch Psychologin Freyja wird wieder in die Untersuchungen einbezogen, trotz anfänglichen Widerwillens. Gemeinsam müssen sie den gnadenlosen Mörder finden, bevor er wieder zuschlägt... "

Über die Autorin: 
Yrsa Sigurdardóttir, geboren 1963, ist eine vielfach ausgezeichnete Bestsellerautorin, deren Spannungsromane in über 30 Ländern erscheinen. Sie zählt zu den "besten Kriminalautoren der Welt" (Times). Sigurdardóttir lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Reykjavík. Sie debütierte 2005 mit "Das letzte Ritual", einer Folge von Kriminalromanen um die Rechtsanwältin Dóra Gudmundsdóttir. DNA ist Start einer neuen Serie um die Psychologin Freyja und Kommissar Huldar von der Kripo Reykjavik.

Eigene Meinung:

Das Thema, das die Autorin für den dritten Teil der Reihe um den Ermittler Huldar und die Psychologin Freyja ausgesucht hat, Mobbing ist hochaktuell und ich hatte daher einen spannenden Thriller erwartet.

Allerdings würde ich diese Story nicht als Thriller bezeichnen, eher als Krimi.
So richtig gepackt hat mich die Geschichte nicht. Es fehlt an Spannung und ich hatte das Gefühl, dass die Übersetzung nicht so ganz gelungen ist. Manche Sätze klingen hölzern.

Huldars Ermittlungen verlaufen schleppend, Kommissar Zufall kommt dem Team oft zu Hilfe, auch Freyja ist bei den Ermittlungen behilflich. Wir erfahren wieder sehr viel Privates über die beiden. Die Ermittlungen werden von Streitereien zwischen den Teammitgliedern und Machtgerangel behindert.

Die beiden Figuren Huldar und Freyja haben mich in diesem Krimi nicht überzeugen können.

Trotz einiger Überraschungen und Wendungen handelt es sich hier um einen eher durchschnittlichen Krimi.

 

Montag, 8. Juli 2019

Rezension zu "Das Mädchen im Eis" von J. D. Barker, übersetzt von Leena Flegler, Blanvalet Verlag, Thriller

Titel: Das Mädchen im Eis - Teil 2 des Forth Monkey Killers
Autor: J. D. Barker
Übersetzt von: Leena Flegler
Seitenzahl: 688 Seiten (Paperback, 10.6.19)
Isbn Nr. 13-978-3-7645-0692-6
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 15,00 Euro

Verlagsinfo:
"Seit Monaten herrschen in Chicago Minustemperaturen, als die Leiche der jungen Ella Reynolds eingefroren im See gefunden wird. Sie wurde vor drei Wochen vermisst gemeldet – der See ist seit Monaten zugefroren. Die Medien beschuldigen den berüchtigten Four Monkey Killer Anson Bishop, aber Detective Sam Porter will nicht glauben, dass er damit etwas zu tun hat. Er kennt den Serienkiller gut, denn er hat ihn geschnappt und laufen lassen, und er hat noch eine Rechnung mit ihm offen. Porter hat sich auf ein gefährliches Spiel eingelassen, währenddessen verschwindet ein Mädchen nach dem anderen …"

Über den Autor:
J. D. Barker hat bereits einen preisgekrönten Roman veröffentlicht, für den er hochgelobt wurde. "The Fourth Monkey Killer Geboren um zu töten" ist sein erster Thriller und Beginn einer Serie um Detective Sam Porter. Barker lebt in Englewood, Florida und in Pittsburgh, Pennsylvania.

Eigene Meinung:
Ich empfehle euch mit dem 1. Thriller dieser Reihe zu beginnen, es lohnt sich, da sehr viel Bezug auf diese Geschichte genommen wird. Der lohnt sich auf jeden Fall!

"Das Mädchen im Eis" beginnt sehr spannend und ich war sofort im Geschehen und von der Story gefesselt. The Fourth Monkey Killer Anson Bishop scheint wieder zugeschlagen zu haben, als die Leiche der vor drei Wochen verschwundenen Ella Reynolds aufgefunden wird. Sie ist in einem See eingefroren, der seit Monaten zugefroren ist. Das gibt dem Ermittlungsteam um Sam Porter einige Rätsel auf. Bei dieser einen Leiche bleibt es nicht und der Fall wird immer mysteriöser. Sam Porter glaubt nicht daran, dass der Serienkiller dahinter steckt.

J. D. Barker versteht sein Handwerk. Er hat einen komplexen, sehr mysteriösen Plot entwickelt und viele verschiedene Wendungen eingebaut. Berichtet wird aus vielen, verschiedenen Erzählperspektiven. An ungewöhnlichen Mordideen hapert es hier nicht, die Story besitzt viel Tempo und Action und die Dialoge sind teilweise richtig witzig.

Sam Porter ist ein sympathischer Ermittler, der sich gerne in seine Fälle "verbeißt" und zur Not auch vom Dienst suspendiert weiter ermittelt. Aber auch die Ermittler Nash, Clair und Kloz sind tolle Charaktere.

Lieber Autor, der Cliffhanger am Ende ist richtig fies und wird sicher einige Leser sehr stören.

Ich freue mich aber schon auf den 3. Teil dieser außergewöhnlich guten Thrillerreihe!



Mittwoch, 26. Juni 2019

Rezension zu "Die Lieferung" von Andreas Winkelmann, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Thriller

Titel: Die Lieferung
Autor: Andreas Winkelmann
Seitenzahl: 400 Seiten, (TB, 18.6.19)
Isbn Nr. 13-978- 3499275173
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
"Der neue Thriller von Bestseller-Autor Andreas Winkelmann. Seit Wochen hat Viola das Gefühl, verfolgt zu werden. Es ist, als klebe ein Schatten an ihr - wie immer, wenn sie sich umdreht, ist er verschwunden. Bildet sie sich das nur ein? Ihre Freundin ist die einzige, die ihr glaubt. Doch dann meldet sie sich plötzlich nicht mehr. Die Pizza, die er bringt, wird für immer unangetastet bleiben... Der Hamburger Polizeikommissar Jens Kerner hat einen merkwürdigen Fall auf dem Tisch: Eine bleiche, verstörte und vollkommen unterernährte Frau wurde in den Harburger Bergen aufgegriffen. Als er sie verhören will, stirbt sie. Gemeinsam mit seiner Kollegin Rebecca kommt er einem Täter auf die Spur, der so perfide ist, dass es alle Vorstellungen übersteigt. Als die beiden begreifen, mit wem sie es da zu tun haben, ist es schon fast zu spät..."

Über den Autor: 
Andreas Winkelmann wurde im Dezember 1968 in Niedersachsen geboren. Er arbeitete als Soldat, Sportlehrer, freier Redakteur und Taxifahrer, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Er veröffentlicht beim Rowohlt Verlag und ist einer der erfolgreichsten deutschen Thriller-Autoren, seine Bücher werden in bis zu dreizehn Sprachen übersetzt. Er lebt mit seiner Frau und zwei Hunden in einem einsamen Haus am Waldrand in der Nähe von Bremen, und wenn er nicht in menschliche Abgründe abtaucht, überquert er zu Fuß die Alpen, steigt dort auf die höchsten Berge, wandert am Polarkreis oder fischt und jagd mit Pfeil und Bogen in der Wildnis Kanadas. Mehr über Andreas Winkelmann erfahren Sie auf: www.andreaswinkelmann.com.

Eigene Meinung:
Auch der zweite Band der Thriller-Reihe über den Kommissar Jens Kerner und sein Team fängt spannend und fesselnd an. Die Spannung hält sich auch durchweg und es herrscht eine beklemmende Atmosphäre.

Dieser Thriller spielt mit unseren Urängsten. Die Opfer fühlen sich verfolgt, sie werden jedoch von ihrem Umfeld nicht so richtig ernst genommen. Es bleibt ihnen nichts anderes übrig als sich abzukapseln. Sie gehen kaum mehr aus ihrer Wohnung und doch verschwinden sie spurlos.

Das sympathische Ermittlerteam tappt bei ihrer Tätersuche ziemlich im Dunkeln. In den Wohnungen der Opfer finden sich nur Pizzen, die derselbe Lieferdienst ausgeliefert hat. Ob sie durch diese Spur wohl zum Täter gelangen werden?

Der Ermittler Jens Kerner und seine im Rollstuhl sitzende Kollegin Rebecca haben auf jeden Fall alle Hände voll zu tun, um den Täter schnell finden zu können.

"Die Lieferung" ist so ein actionreicher Thriller mit viel Tempo und überraschenden Wendungen, den man in einem Rutsch durchlesen möchte.

Erzählt wird über verschiedene Sichtweisen, unter anderem der Opfer, der Ermittler, der Freundin eines Opfers und auch des Täters.

Auf den Täter wäre ich nicht gekommen.

Ich bin schon sehr gespannt auf den 3. Band dieser Reihe.







Donnerstag, 20. Juni 2019

Rezension zu "Westwall" von Benedikt Gollhardt, Penguin Verlag, Thriller

Titel: Westwall
Autor: Benedikt Gollhardt
Seitenzahl: 496 Seiten, (Paperback, Klappenbroschur, 25.3.19)
Isbn Nr. 13-978-3-328-10412-4
Verlag: Penguin Verlag
Preis: 15,00 Euro

Verlagsinfo:

Manche Spuren führen tiefer in die Vergangenheit, als uns lieb ist …
Scheinbar zufällig lernt Polizeischülerin Julia den attraktiven Nick kennen. Doch nach der ersten gemeinsamen Nacht entdeckt sie, dass er ihr einen falschen Namen genannt hat und ein riesiges Hakenkreuz-Tattoo auf dem Rücken trägt. Julia ist geschockt – warum hat Nick sie angelogen? Mit einem Mal gerät ihr Leben in einen alptraumhaften Strudel, der droht, ihr alles zu nehmen, was ihr lieb ist. Die Suche nach der Wahrheit führt Julia in die menschenleeren Wälder der Eifel bis hin zum Westwall, einem alten Verteidigungssystem aus dem Zweiten Weltkrieg. Und damit zurück in ihre eigene Vergangenheit ...Mit seinem Debüt »Westwall« beweist Benedikt Gollhardt auf überzeugende und mitreißende Weise, dass ein Thriller erschreckend aktuell und gleichzeitig hochspannend sein kann.

Über den Autor:
Benedikt Gollhardt, Jahrgang 1966, ist Drehbuchautor. Bekannt wurde er unter anderem durch preisgekrönte Serien wie »Türkisch für Anfänger« und »Danni Lowinski«. Mit seinem Thrillerdebüt »Westwall« greift Benedikt Gollhardt das aktuelle Gefühl unserer Zeit auf, in der die Grenzen zwischen Gut und Böse zunehmend zu verschwimmen scheinen. Der Autor lebt mit seiner Familie in Köln.

Eigene Meinung:
Der Klappentext verrät ja schon sehr viel. Das möchte ich nicht wiederholen und ich möchte auch nicht mehr verraten, das würde dieser richtig guten Geschichte die Spannung nehmen.

Die Story fängt auf jeden Fall sehr spannend an und die Spannung fällt auch überhaupt nicht ab.

Die Charaktere sind durchweg interessant und sehr lebendig. Natürlich gibt es sehr sympathische Figuren, wie die Hauptfigur Polizeischülerin Julia, die nicht weiß, wie ihr geschieht und bald nicht mehr, wem sie vertrauen kann und wem nicht.
Die junge Frau ist aufgewachsen bei ihrem Vater, der mit ihr in einer Bauwagensiedlung lebte. Julias Kindheit war sehr behütet und idyllisch. Ihre Mutter hat sie nicht kennengelernt. Bei manchen Figuren, wie z. B. Nick schwappt man hin und her, da bei ihm gut und böse dann doch etwas verschwimmt, wie bei einigen weiteren Figuren, z. B. Julias Ausbilder.

Natürlich gibt es auch so richtige Bösewichte, wie die charismatische Ira oder Karl, der Ira schon fast hörig zu sein scheint.

Die Story ist aktuell und ziemlich realistisch, voller Action und sehr fesselnd geschrieben.
Mit Wendungen und Überraschungen hat der Autor nicht gespart. Ich kann euch dieses grandiose Debüt nur empfehlen.

Ich freue mich schon auf einen neuen Fall mit Julia.

 

Donnerstag, 13. Juni 2019

Rezension zu "Löwenzahnkind" von Lina Bengtsdotter, übersetzt von Sabine Thiele, Penguin Verlag, Thriller

Titel: Löwenzahnkind
Autorin: Lina Bengstdotter
Übersetzt von : Sabine Thiele
Seitenzahl: 448 Seiten (Klappenbroschur, 13.5.19)
Isbn Nr. 13-978-3-328-10381-3
Verlag: Penguin Verlag
Preis: 13,00 Euro

Verlagsinfo:
"Sie ist Stockholms beste Ermittlerin – doch sie hat Leichen im Keller ..
 Gullspång, eine Kleinstadt in Westschweden. Als in einer heißen Sommernacht die siebzehnjährige Annabelle spurlos verschwindet, ist schnell klar, dass Verstärkung angefordert werden muss. Mit Charlie Lager schickt die Stockholmer Polizei ihre fähigste Ermittlerin – doch was die Kollegen nicht wissen dürfen: Die brillante Kommissarin ist selbst in Gullspång aufgewachsen. Je tiefer Charlie nach der Wahrheit hinter Annabelles Verschwinden gräbt, desto mehr droht das Netz aus Lügen zu reißen, das sie um ihre eigene, dunkle Vergangenheit gesponnen hat. Doch die Zeit drängt – sie muss Annabelle finden, bevor es für sie beide zu spät ist …"

Über die Autorin:
Lina Bengtsdotter wuchs in der schwedischen Kleinstadt Gullspång auf, die sie zum Setting ihrer Thriller-Serie um die Ermittlerin Charlie Lager machte. »Löwenzahnkind«, der erste Teil der Reihe, wurde zu einem Sensationserfolg: Es war das bestverkaufte Debüt des Jahres in Schweden und erscheint in 20 Ländern. Lina Bengtsdotter lebt heute in Stockholm.

Eigene Meinung: "Löwenzahnkind" ist der erste Krimi einer Reihe um die Ermittlerin Charlie Lager und beginnt von der ersten Seite an spannend.

Charlie ist eine eigenwillige, brillante Ermittlerin, die gerne etwas zu viel trinkt und ein Beziehungsproblem zu haben scheint.

Erzählt wird über verschiedene Personen und verschiedene Zeitebenen. Bei einem Handlungsstrang ist anfangs noch gar nicht klar, wie die Personen in Zusammenhang zu der Story stehen. Das wird allerdings am Ende der Geschichte aufgeklärt.

Wir nehmen teil an der Ermittlungsarbeit von Charlie und ihrem Team, erfahren sehr viel über Charlies Vergangenheit und erleben in einem Handlungsstrang mit, was mit Annabelle passiert ist.

Die Geschichte ist fesselnd und spannend geschrieben, mit sehr viel Atmosphäre. Die Charaktere sind sehr interessant und lebendig dargestellt.

Ein richtig starkes Krimidebüt hat Lina Bengtsdotter da hingelegt. Ich freue mich schon auf weitere Fälle mit Charlie Lager.


Mittwoch, 15. Mai 2019

Rezension zu "Auris" von Vincent Kliesch nach einer Idee von Sebastian Fitzek, Droemer Knaur Verlag, Thriller

Titel: Auris
Autor: Vincent Kliesch nach einer Idee von Sebastian Fitzek
Seitenzahl: 345 Seiten (TB, Klappenbroschur, 3.5.19)
Isbn Nr. 13-978-3-426-30718-2
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 12,99 Euro

Verlagsinfo: 
 "Rasant und ungewöhnlich: Thriller-Spannung aus der Zusammenarbeit zweier Bestseller-Autoren!

Vincent Kliesch schrieb diesen Roman nach einer Idee von Sebastian Fitzek. Die kleinste Abweichung im Klang einer Stimme genügt dem berühmten forensischen Phonetiker Matthias Hegel, um Wahrheit von Lüge zu unterscheiden. Zahlreiche Kriminelle konnten mit seiner Hilfe bereits überführt werden. Hat der Berliner Forensiker nun selbst gelogen? Allzu freimütig scheint sein Geständnis, eine Obdachlose in einem heftigen Streit ermordet zu haben. Die True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge, darauf spezialisiert, unschuldig Verurteilte zu rehabilitieren, will unbedingt die Wahrheit herausfinden. Doch als sie zu tief in Hegels Fall gräbt, bringt sie nicht nur sich selbst in größte Gefahr …

Der Start einer neuen Thriller-Reihe von Vincent Kliesch und Sebastian Fitzek - rund um die junge True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge und das faszinierende Thema forensische Phonetik.

Über den Autor:
Vincent Kliesch wurde in Berlin-Zehlendorf geboren, wo er bis heute lebt. Im Jahre 2010 startete er mit dem Bestseller »Die Reinheit des Todes« seine erste erfolgreiche Thriller-Serie, weitere folgten. Mit »Auris« schrieb er den Roman zu einer Hörspiel-Idee seines Freundes Sebastian Fitzek.

Eigene Meinung:
Der Klappentext klang sehr spannend. Da ich Sebastians Fitzeks Bücher sehr mag, musste ich diesen Thriller natürlich lesen.

Die Story liest sich wie ein Fitzek-Thriller. Rasant, spannend, kurze Kapitel, ungewöhnliche Protagonisten, ein leichter Anflug von schwarzem Humor und Überraschungseffekte, alles ist vorhanden. Man könnte meinen, Herr Fitzek hätte diesen Thriller geschrieben.

Die True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge ist eine interessante Figur, die sich in den Fall des unschuldig verurteilten Phonetikers Matthias Hegel verbeißt und diesen unbedingt aus dem Gefängnis holen will. Dazu bringt sie sich und ihr Umfeld in Gefahr.

Sie hat ihre ganz eigenen Gründe dafür, die in ihrer Vergangenheit und in einem Erlebnis in Buenos Aires zwei Jahre davor liegt. Auch der forensische Phonetiker Matthias Hegel ist ein interessanter Charakter.

Auch das ist typisch Fitzek: Ein Protagonist soll an Ermittlungen gehindert werden. Als Druckmittel nimmt der unbekannte Gegenspieler Familienmitglieder oder ein Kind, um den "Guten" daran zu hindern, ihm auf die Schliche zu kommen.

Das Buch ist schnell gelesen, es ist ein richtiger Pageturner.

Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung dieses rasanten, actionreichen Thrillers.



Sonntag, 31. März 2019

Rezension zu "Liebes Kind" von Romy Hausmann, DTV-Verlag, Thriller

Titel: Liebes Kind
Autorin: Romy Hausmann
Seitenzahl: 432 Seiten, TB Klappenbroschur (28.2.19)
Isbn Nr. 13-978-3423262293
Verlag: DTV Verlag
Preis: 15,90 Euro 

Verlagsinfo: 
In einer fensterlosen Hütte im Wald folgt Lenas Leben und das ihrer zwei Kinder strengen Regeln: Mahlzeiten, Toilettengänge, Lernzeiten – der Zeitplan muss minutiös eingehalten werden. Sauerstoff bekommen sie über einen »Zirkulationsapparat«. Der Vater versorgt seine Familie, er beschützt sie vor den Gefahren der Welt, er kümmert sich darum, dass seine Kinder immer eine Mutter haben. Doch eines Tages gelingt ihnen die Flucht – und nun geht der Albtraum erst richtig los."

Über die Autorin:
Romy Hausmann wurde 1981 geboren und war bereits mit 24 Jahren Redaktionsleiterin bei einer Münchner Fernsehproduktion. Dort hat sie mit hunderten von Protagonisten gearbeitet und von deren Leben erzählt. Seit der Geburt ihres Sohnes arbeitet sie frei fürs Fernsehen, seit 2016 schreibt sie regelmäßig für den blog www.mymonk.de. ›Liebes Kind‹ ist ihr Thrillerdebüt. Romy Hausmann wohnt mit ihrer Familie in einem abgeschiedenen Waldhaus in der Nähe von Stuttgart.
 
Eigene Meinung:
Auf das Debüt von Romy Hausmann war ich sehr gespannt, da es gerade in aller Munde ist.

Zur  Story an sich möchte ich nichts verraten, um nicht zu spoilern. Da verrät die Verlagsinfo schon fast etwas zu viel.

Von der ersten Seite an war ich gefesselt. Sofort hat mich der Erzählstil der Autorin völlig fasziniert. Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Bei diesem Buch muss man wirklich die Nächte durchlesen, das kann ich bestätigen.

Erzählt wird abwechselnd über verschiedene Perspektiven. "Lena", die Mutter, erzählt von ihrem Martyrium in der Hütte. Die dreizehnjährige Tochter Hannah berichtet in einem weiteren Strang. Sie hat die Zeit in der Hütte, total anders wahrgenommen als ihre Mutter und berichtet sehr sachlich nüchtern darüber. Ein weitere Erzählperspektive übernimmt Matthias, der Vater von Lena, der seine Tochter verzweifelt gesucht hat und sich von der Polizei im Stich gelassen fühlt.

"Lena" war mir sofort sympathisch und hatte mein volles Mitgefühl. Man kann verstehen, dass sie nach den Erlebnissen in der Hütte nicht in der Psychiatrie bleiben möchte, schließlich ist sie da genauso eingesperrt, wie sie vorher in der Hütte im Wald war.

Romy Hausmann gibt neben den Erlebnissen der Familie in der Hütte einen Einblick in die überall lauernde Presse, die vor Opfern überhaupt keinen Halt machen und kein Verständnis hat für die Angehörigen der Opfer. Ab und an dürfen wir Zeitungsberichte über die Ereignisse in der Hütte und über die Opfer lesen, die sich nicht immer mit der Wahrheit decken.

Für mich ist dieser Thriller ein absolutes Highlight, den ich sehr gerne empfehle. Mit einigen Wendungen habe ich überhaupt nicht gerechnet und auf den Täter wäre ich nicht gekommen.


Samstag, 2. März 2019

Rezension zu "Lazarus" von Lars Kepler, übersetzt von Thorsten Alms und Susanne Dahmann, Bastei Lübbe Verlag, Thriller

Titel: Lazarus
Autoren: Lars Kepler
Übersetzt von: Thorsten Alms und Susanne Dahmann
Seitenzahl: 637 Seiten, (Hardcover, 28.2.19)
Isbn Nr. 13-978-3-7857-2650-1
Verlag: Bastei Lübbe Verlag
Preis: 22,00 Euro
Altersempfehlung: ab 16 Jahren


Verlagsinfo:
"Hat Jurek Walter überlebt? Der gefährlichste Serienmörder Schwedens wurde vor Jahren für tot erklärt. Er war bei einem dramatischen Polizeieinsatz von mehreren Kugeln getroffen in den Fluss gestürzt. Seine Leiche wurde jedoch niemals gefunden. Als nun der Schädel von Joonna Linnas toter Ehefrau in der Wohnung eines Grabschänders entdeckt und eine perfide Mordserie aus ganz Europa gemeldet wird, ahnt Joona Linna das Unvorstellbare: Der Albtraum ist nicht zu Ende, und der grausame Serienmörder droht, alle lebendig zu begraben, die Joona lieb sind. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt ..."


Über die Autoren: 
Lars Kepler ist das Pseudonym der Eheleute Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Ahndoril. Jeder für sich hat bereits erfolgreich eigene Romane veröffentlicht, bis sie sich entschieden haben ihre ganze Energie und Kreativität in ein gemeinsames Schreibprojekt zu stecken. Der Hypnotiseur, ihr Krimidebüt, war sensationell erfolgreich und wurde in über 30 Sprachen übersetzt. Die folgenden Kriminalromane mit dem Ermittler Joona Linna (Paganinis Fluch, Flammenkinder, Der Sandmann und Ich jage Dich) setzten die Erfolgsgeschichte fort und standen allesamt auf Platz 1 der schwedischen Bestsellerliste. Allein in Schweden sind inzwischen über zwei Millionen Bücher des Autorenpaars verkauft. 2012 wurde Der Hypnotiseur von Lasse Hallström für das internationale Kino verfilmt. Das Ehepaar lebt mit seinen drei Töchtern in Stockholm, nur einen Steinwurf vom schwedischen „Scotland Yard“ entfernt.

Eigene Meinung: 
Der siebte Fall für Joonna Linna, beginnt von Anfang an spannend und fesselnd, man ist sofort mitten im Geschehen.
Joonna Linna wurde aus dem Gefängnis entlassen und soll in Oslo seinen Dienst antreten. Als im Haus eines Mordopfers neben zahlreichen Leichenteilen der Kopf von Joonas Frau gefunden wird, ist Joonna felsenfest davon überzeugt, dass Jurek Walter noch lebt. Der Ermittler denkt, dass sein alter Gegenspieler Jagd auf ihn uns seine Lieben macht. Er kann allerdings das ermittelnde Team nicht davon überzeugen. Auch Saga ist sich sicher, dass Jurek Walter tot ist. Bald wird es jedoch für sie persönlich. Als in Europa immer mehr seltsame Morde geschehen, die Joona als Zeichen sieht, beschließt er, seine Tochter zu schützen und unterzutauchen.

Dieser Thriller lebt von starken Charakteren, Perspektivenwechseln, einer düsteren Atmosphäre, vielen bizarren Mordfällen, viel Action und Tempo. Ständig erlebt man neue Wendungen und Überraschungen, mit denen man nicht gerechnet hätte. Man fragt sich, ob Jurek Walter noch am Leben sein kann oder ob es sich um einen Nachfolger des Serienmörders handelt, der die Morde begeht und hinter Saga und Joona her ist. Man leidet mit den beiden Ermittlern und mit ihren Familienangehörigen.

"Lazarus" kann man lesen, ohne die vorherigen Bände der Reihe zu kennen. Ich würde euch dennoch raten, die ganze Reihe zu lesen, da sich die Ermittler Joona Linna und Saga, weiterentwickeln. Da es in diesem Band darum geht, ob Jurek Walter noch am Leben ist, der Gegenspieler von Joona in "Der Sandmann", macht es noch mehr Sinn,  zumindest diesen Band der Reihe vorher zu lesen.

5/5  Sterne für diesen temporeichen, blutigen, sehr atmosphärischen und düsteren Pageturner.




Montag, 25. Februar 2019

Rezension zu "Das glühende Grab" von Yrsa Sigurdardóttir, übersetzt von Tina Flecken, Thriller, BTB Verlag

Titel: Das glühende Grab
Autorin: Yrsa Sigurdardóttir
Übersetzt von: Tina Flecken
Seitenzahl: 368 Seiten (TB Broschur, 14.1.19)
Isbn Nr. 13-978-3-442-71837-5
Verlag: BTB Verlag
Preis: 10,00 Euro

Verlagsinfo:

"Auf den isländischen Westmännerinseln werden bei Ausgrabungen drei Leichen und ein abgetrennter Kopf gefunden. Sie liegen im Keller des Elternhauses von Markús Magnússon, das bei einem Vulkanausbruch vor mehr als dreißig Jahren verschüttet wurde. Da Markús die Ausgrabung vorher unbedingt verhindern wollte, steht er plötzlich unter Mordverdacht: Hat er als Jugendlicher drei Menschen getötet und verstümmelt? Rechtsanwältin Dóra Gudmundsdóttir glaubt an seine Unschuld. Doch dann wird eine weitere Leiche entdeckt ... "
Über die Autorin:
 Yrsa Sigurdardóttir, geboren 1963, ist eine vielfach ausgezeichnete Bestsellerautorin, deren Thriller in über 30 Ländern erscheinen. Sie zählt zu den »besten Kriminalautorinnen der Welt« (Times Literary Supplement). Sigurdardóttir lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Reykjavík. Sie debütierte 2005 mit »Das letzte Ritual«, der Erfolgs-Serie von Thrillern um die junge Rechtsanwältin Dóra Gudmundsdóttir. Bei btb erscheint mit dem Spiegel-Bestseller »DNA« und »SOG« außerdem die Serie um Kommissar Huldar und Kinderpsychologin Freyja.

Eigene Meinung:
Schon der Prolog fängt spannend an und man kann noch nicht einordnen, wer die Person ist, die hier ermordet wird.
Die Autorin schreibt von Anfang an spannend und fesselnd über viele, verschiedene Handlungsstränge, die sich zum Ende der Geschichte hin zusammenfügen und schlüssig sind.

Viele Cliffhanger lassen den Leser ganz schön lange im Dunkeln, um was es eigentlich überhaupt geht.

Die Anwältin Dóra Gudmundsdóttir ermittelt hier in ihrem dritten Fall zusammen mit ihrer Sekretärin. Sie führt Gespräche mit Zeugen, mit Familienangehörigen ihres Mandanten, mit Freunden der Familie und mit Bewohnern der Westmännerinseln.

Die Story ist atmosphärisch, spannend und temporeich und hält am Ende noch eine Überraschung parat. Man kann diesen Band problemlos lesen, ohne die vorherigen Bände der Reihe zu kennen.



Mittwoch, 2. Januar 2019

Rezension zu "Blutacker" von Lorenz Stassen, Heyne Verlag, Thriller

Titel: Blutacker
Autor: Lorenz Stassen
Seitenzahl: 352 Seiten, TB, Klappenbroschur (12.11.18)
Isbn Nr. 13-978-453-43944-3
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 12,99 Euro

Verlagsinfo:
Seit der junge Anwalt Nicolas Meller den Angstmörder zur Strecke gebracht hat, geht es für ihn bergauf. Er hat zahlungskräftige Mandanten, ein neues Büro in der Innenstadt von Köln und mehrere Angestellte. Privat ist er mit Nina zusammengezogen, einst seine Referendarin und jetzt Lebenspartnerin. Doch dann bringt Hauptkommissar Rongen eine beunruhigende Nachricht: Ein Paketbote wurde brutal ermordet – und das einzige Paket, das entwendet wurde, war adressiert an: Nicolas Meller. Die Schlinge um den Kopf von Nic und Nina zieht sich erbarmungslos zusammen!"
Über den Autor: 
Lorenz Stassen, geboren 1969, wuchs in Solingen auf und wurde zunächst Chemielaborant. Er wechselte ins Film- und Fernsehgeschäft und arbeitet seit 1997 als freischaffender Drehbuchautor, u. a. für »Alarm für Cobra 11« und »Soko Köln / Soko Stuttgart«. »Angstmörder« ist sein erster Roman. Lorenz Stassen lebt in Köln.

Eigene Meinung:
"Blutacker" ist der 2. Thriller um den Strafverteidiger Nicholas  Meller und seine Lebensgefährtin und Referendarin Nina. Es lohnt sich, den ersten Band "Der Angstmörder" vorher zu lesen, damit man die Entwicklung des Anwaltes mitbekommt (der Thriller ist genauso spannend geschrieben, wie "Blutacker").

Die Geschichte ist von der ersten Seite an spannend und fesselnd geschrieben. Ein Paketbote wird ermordet. Das Päckchen, das er bei sich hatte und für das sich der Mörder interessierte, ist an Nicholas Meller geschickt worden, der es nicht erhalten hat und dem der Absender nichts sagt. Es gibt aber noch mehr mysteriöse Ereignisse in Nicholas Leben. Ein neuer Mandant sagt einen Termin kurzfristig ab und meldet sich nicht mehr. Kurz darauf wird er von einem Baron beauftragt, dessen Freund aus Moskau aus dem Gefängnis zu holen.

Nicholas Meller ist ein sympathischer Strafverteidiger, sehr lebensecht gezeichnet. Seine Lebensgefährtin Nina hat ein Handycap, aber das stört die selbstbewusste junge Frau nicht und das ist gut so.

Die Handlung ist komplex, aus verschiedenen Perspektiven erzählt und lange bleibt im Dunkeln, um was es denn genau geht. Doch nach und nach wird Licht ins Dunkle gebracht. Der Schluss bleibt etwas offen, was aber zu dieser Geschichte passt.

"Blutacker" ist so ein Buch, das man nicht aus der Hand legen möchte.
Ich bin schon auf den dritten Band dieser Reihe gespannt.


Samstag, 29. Dezember 2018

Rezension zu "Ein Spiel für Gewinner" von Sarah Wedler und Nadine D'Arachart, Telescope Verlag, Thriller,

Titel: Ein Spiel für Gewinner
Autorinnen: Nadine D'Arachart und Sarah Wedler
Seitenzahl: 480 Seiten (TB, 20.11.18)
Isbn Nr. 13-978-3959150446 
Preis: 12,90 Euro


Verlagsinfo: 
">15 Tage, 15 Aufgaben – doch um zu gewinnen, musst du sterben.
">Wie aus dem Nichts wird Hamburg von einer Suizidwelle überrollt. Auch Kilian Kaisers Freundin nahm sich auf grausame Art das Leben. Er recherchiert und stößt auf das Unfassbare: eine Internet-Challenge, die ihre Teilnehmer in den Selbstmord treibt. Auf seiner Jagd nach Gerechtigkeit wendet er sich an Kommissar Dornfeld. Der erfolgreiche Ermittler schenkt ihm keinen Glauben, bis ein weiterer Selbstmord die Stadt erschüttert. Dieser ist so entsetzlich, dass Dornfeld nicht länger wegsehen kann. Er muss erkennen: Das SPIEL FÜR GEWINNER existiert und es zieht immer mehr Menschen in seinen Bann. Auch Kilian hat bereits eine Einladung erhalten"

Über die Autorinnen:
 Nadine d'Arachart wurde 1985 in Hattingen geboren und schreibt seit vielen Jahren gemeinsam mit Sarah Wedler. Neben diversen Veröffentlichungen in Anthologien und Jahrbüchern erhielten sie gemeinsam verschiedene Preise für ihre Kurzgeschichten und Drehbuchideen - u.A. den Ideale Literaturpreis und den Green Me Story Award. 2011 standen die beiden im Finale des Open Mike in Berlin. Zuletzt wurden Nadine und Sarah mit dem Förderpreis zum Literaturpreis Ruhr 2012 ausgezeichnet. "Die Muse des Mörders" ist ihre erste Romanveröffentlichung. Im April folgte der Thriller "Abgründe" als E-Book.

Sarah Wedler wurde 1986 geboren und lebt in Hattingen. Sie studiert Sozialwissenschaft an der Ruhr-Universität in Bochum und schreibt seit vielen Jahren Kurzgeschichten und Drehbücher. Gemeinsam mit Nadine d'Arachart wurde sie bereits mehrfach mit Literatur- und Drehbuchpreisen ausgezeichnet - u. a. mit dem Kubischu Förderpreis und dem Aachener Drehbuchpreis. 2011 stand sie gemeinsam mit Nadine im Finale des Berliner Open Mike; 2012 wurden beide mit dem Förderpreis zum Literaturpreis Ruhr ausgezeichnet. "Die Muse des Mörders" ist der erste Krimi, den die beiden Autorinnen gemeinsam veröffentlicht haben. Später folgte der Thriller "Abgründe" als E-Book.

Eigene Meinung:

Dieser Thriller ist flüssig geschrieben und zu Beginn auch spannend.

Ich bin allerdings mit der Story und den Charakteren nicht warm geworden. Die Protagonisten wirken nicht sehr lebensecht.
Eine spannende, fesselnde Atmosphäre hat mir hier auch total gefehlt. Gegen Mitte des Buches fiel der Spannungsbogen ziemlich ab.

Die beschriebenen Selbstmorde sind zwar ziemlich bizarr und verstörend, aber so richtig mitgefühlt habe ich mit keinem der Selbstmörder, auch nicht mit den Protagonisten Alexander oder Kilian. Die beiden bleiben ziemlich unnahbar, mit Abstand zum Leser.
Viel Ermittlungsarbeit gab es leider auch nicht, bei der ich mitfiebern konnte.


Sonntag, 11. November 2018

Rezension zu "Tattoo" Von Ashley Dyer, übersetzt von Bettina Spangler, Thriller, Blanvalet Verlag

Titel: Tattoo
Autorin: Ashley Dyer
Übersetzt von Bettina Spangler
Seitenzahl: 560 Seiten (Paperback, Klappenbroschur 15.10.18)
Isbn Nr. 13-978-3-7341-0651-4
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 12,99 Euro

Verlagsinfo: "

Dein Körper ist seine Leinwand – und seine Absichten sind mörderisch

Liverpool: Ein perfider Frauenmörder hält die Stadt in Atem. Seine Opfer findet man stets sorgfältig arrangiert und von Kopf bis Fuß mit kryptischen Tätowierungen bedeckt – die ihnen vor ihrem Tod mit einem Dorn beigebracht wurden. Detective Greg Carver und seine Kollegin Ruth Lake machen seit Monaten Jagd auf den »Dornenkiller« – ohne Erfolg. Dann wird erneut eine tätowierte Leiche gefunden. Das Opfer sieht Carvers Frau zum Verwechseln ähnlich, und Carver wird klar: Der Killer jagt auch ihn …"

Über die Autorin:
Hinter dem Pseudonym Ashley Dyer verbergen sich die englische Thrillerautorin Margaret Murphy und die Forensikexpertin Helen Pepper.
Margaret Murphy, geboren und aufgewachsen in Liverpool, ist Autorin zahlreicher hochgelobter Kriminalromane, die international veröffentlicht wurden. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit engagiert sie sich seit vielen Jahren für die Förderung der Kriminalliteratur. Sie war Vorsitzende der britischen Crime Writers‘ Association und ist als Schreibtutorin und Dozentin für den Royal Literary Fund tätig.
Helen Pepper hat als Tatortermittlerin und Leiterin der Spurensicherung mehr als dreitausend Tatorte untersucht. Sie hat zahlreiche Beiträge zur kriminalistischen Fachliteratur verfasst, hält Vorlesungen und Vorträge und engagiert sich in der Crime Writers‘ Association als Jurorin. Ihr Fachwissen ist sehr gefragt, so ist sie u.a. als Beraterin für die britischen TV-Serien »Vera« und »Mord auf Shetland« tätig.

Eigene Meinung: 

Der Klappentext klang spannend, auch die Pressestimmen machten Lust auf diesen Thriller.
Anfangs war noch eine Grundspannung vorhanden, da Detective Greg Carver von seiner Kollegin Ruth Lake völlig betrunken und angeschossen in seiner Wohnung entdeckt wird. Es ist nicht klar, ob der Detective einen Selbstmordversuch unternommen hat, ob der Dornenkiller ihn angeschossen hat oder sogar Ruth Lake, denn auch sie versucht etwas zu verbergen.

Dann dümpelt dieser Krimi - einen Thriller würde ich diese Story nicht nennen - so dahin. Die Ermittlungen stocken. Der Detective Greg Carver liegt im Krankenhaus und kann sich an nichts erinnern.
Die Personen in diesem Krimi bieten nichts Neues. Detective Carver hat Eheprobleme und Alkoholprobleme, Ruth Lake hat Geheimnisse und unternimmt Alleingänge.

Ermittelt wird im Bekanntenkreis des letzten Opfers, es gibt viele Zeugenbefragungen, Auswertungen von Kameras und ein Anthropologe wird dem Fall hinzugezogen, der sich mit Tätowierungen auskennt. 

Spannend wird es noch einmal gegen Schluss, auch da gibt es noch eine Wendung, da der Täter, den man ziemlich schnell in Verdacht hatte, dann doch nicht der Täter ist, dafür eine Person, auf die der geübte Krimileser nicht kommen kann.

Diese Reihe werde ich definitiv nicht weiterverfolgen, da ich diesen Thriller sehr langatmig fand und die Ermittler mich überhaupt nicht überzeugt haben. 






Sonntag, 28. Oktober 2018

Rezension zu "Zorn Band 8 - Blut und Strafe" von Stephan Ludwig, Fischer Taschenbuchverlag, Thriller

Titel: Zorn Band 8 - Blut und Strafe
Autor: Stephan Ludwig
Seitenzahl: 432 Seiten (TB, 24.10.18)
Isbn Nr. 13-978-3596701391
Verlag: Fischer Taschenbuch
Preis: 10,99 Euro

Verlagsinfo: 
"Hauptkommissar Claudius Zorn und der dicke Schröder geraten ins Zentrum einer grausamen Mordserie – werden sie die schützen können, die sie am meisten lieben?

Als Hauptkommissar Claudius Zorn an einem gewöhnlichen Mittwochabend im Dezember pflichtschuldigst seinen wöchentlichen Besuch bei einem älteren Herrn machen will, findet er sich plötzlich in dessen Villa mitten in einem Tatort wieder. Die Tür steht offen, in der Eingangshalle herrscht beklemmende Stille und im Salon bietet sich Zorn ein grauenvolles Bild. Der alte Mann wurde ermordet, und Zorn weiß, dass er nun den schwersten Gang seiner ganzen Laufbahn verrichten und der einzigen Angehörigen die traurige Nachricht überbringen muss. Etwas, vor dem er sich lieber drücken würde, denn diese Frau ist ihm alles andere als egal.

Als bald darauf ein weiterer Mord geschieht, stecken Zorn und Schröder bereits bis zum Hals in schleppenden Ermittlungen. Nichts ergibt einen Sinn, doch alle Indizien sprechen in beiden Fällen für den gleichen Täter. Beiden Opfern wurde eine Zahlenfolge in die Haut gebrannt, ansonsten scheint es keinerlei Verbindung zu geben, die Opfer kannten sich nicht.

Das erste Mal in seinem Leben gibt Zorn alles bei der Arbeit, um endlich eine konkreterkennen, dass eindeutig Schröder der geeignetere Kandidat für so etwas ist. Und dann gerät der wichtigste Mensch in Zorns Leben in Gefahr, und er ist kurz davor, den Verstand zu verlieren …
Der achte Fall für Hauptkommissar Claudius Zorn und den dicken Schröder der Kult-Thriller-Serie von Bestsellerautor Stephan Ludwig

Zorn und Schröder sind auch Fernsehstars. Die Bände 1 bis 5 der Zorn-Reihe sind mit Stephan Luca und Axel Ranisch in den Hauptrollen verfilmt."


Über den Autor:

Stephan Ludwig arbeitete als Theatertechniker, Musiker und Rundfunkproduzent. Er hat drei Töchter, einen Sohn und keine Katze.
Zum Schreiben kam er durch eine zufällige Verkettung ungeplanter Umstände. Er lebt und raucht in Halle.

Eigene Meinung: 

Im 8. Fall von Zorn und Schröder stimmt einfach alles. Von der ersten Seite an ist man von diesem sehr atmosphärischen Thriller gefesselt.

Stephan Ludwig arbeitet mit verschiedenen Handlungssträngen, die sich abwechseln. Neben den Hauptfiguren Zorn und Schröder hat er weitere, sehr interessante Charaktere und unsympathische Gegenspieler erschaffen und präsentiert uns einen rätselhaften Fall, der immer mysteriöser wird.

Bizarre Mordfälle und die humorvollen Dialoge zwischen Zorn und Schröder lassen die Seiten nur so fliegen. Zorn und "Ögi" sind in Hochform und Schröder kann sogar das Gesetz übertreten, wenn er das Leben eines nahestehenden Menschen retten möchte. Das hätte man von Schröder nicht erwartet.

Stephan Ludwig ist immer für eine Überraschung gut. Ich bin schon gespannt, was uns in Band 9 erwartet.


Dienstag, 18. September 2018

Rezension zu "Dark Lake" von Sarah Bailey, übersetzt von Astrid Arz, Bertelsmann Verlag, Thriller

Titel: Dark Lake
Autorin: Sarah Bailey
Übersetzt von: Astrid Arz
Seitenzahl: 512 Seiten, Paperback (27.8.18)
Isbn Nr. 13-978-3-570-10356-2
Verlag: Bertelsmann Verlag
Preis: 15,00 Euro

Verlagsinfo:
"Sie war so schön. Jetzt ist sie tot.
In einem Badesee bei einer australischen Kleinstadt wird die Leiche einer wunderschönen Frau gefunden. Der Tatort ist mit Rosenblättern geschmückt. Für Detective Gemma Woodstock und ihren Partner Felix McKinnon ein komplexer Fall. Denn die Tote, Rosalind Ryan, war Gemmas Klassenkameradin und immer von Geheimnissen umgeben. Alle behaupten, Rosalind geliebt und bewundert zu haben: der Direktor der Schule, an der sie unterrichtete; die Schüler, denen sie den Kopf verdrehte; ihr wohlhabender Vater und ihre drei Brüder.

Stück für Stück entfaltet Sarah Bailey in ihrem packenden Thriller die Abgründe ihrer Figuren, jede auf ihre Weise gefangen in einem Netz aus Lügen und verdrängter Schuld."

Über die Autorin:

Sarah Bailey lebt mit ihren zwei Kindern in Melbourne und leitet dort eine Agentur für Kommunikation. »Dark Lake« ist ihr erstes Buch, das begeistert von der Presse und den Lesern gefeiert wurde.


Eigene Meinung:

Der Klappentext klang nach einem spannenden Thriller, wenn er dann auch noch in Australien spielt und sich die Pressestimmen überschlagen, muss ich ihn natürlich lesen.

Die wunderschöne und unnahbare Lehrerin Rosalind Ryan wird tot am Badesee einer Kleinstadt in Australien gefunden. Sie war an ihrem College beliebt bei ihren Schülern und bei ihren Kollegen. Detective Gemma Woodstock und ihr Kollege Felix McKinnon nehmen die Ermittlungen auf. Ihre Arbeit gestaltet sich schwierig, da Rose niemand richtig kannte. Gemma kennt Rosalind von früher.

Leider handelt es sich bei dieser Story überhaupt nicht um einen Thriller. Die Geschichte ist sehr langatmig geschrieben, die Figuren bleiben blass und ich habe keine sympathische Figur in diesem "Thriller" entdecken können. Zwar ist die Ermittlungsarbeit der Detectives solide geschildert, sie steht leider eher im Hintergrund. Im Vordergrund steht Gemmas Privatleben. Sie betrügt ihren Partner und denkt ständig darüber nach, wie sie ihren Kollegen zu einem Schäferstündchen treffen könnte.

Neben dem Haupthandlungsstrang gibt es noch Rückblicke in die Vergangenheit von Gemma. Man erfährt dadurch auch einiges über Rose und die Ereignisse, die zum Tod der Lehrerin führten.

Diesen Thriller kann ich nicht empfehlen. Es fehlt hier total an Spannung und die Charaktere konnten mich auch nicht überzeugen.



Samstag, 11. August 2018

Rezension zu "schwarzer Engel" von Sandrone Dazieri, übersetzt von Claudia Franz, Piper Verlag, Thriller

Titel: Schwarzer Engel
Autor: Sandrone Dazieri
übersetzt von: Claudia Franz
Seitenzahl: 480 Seiten, Klappenbroschur (1.6.18)
Isbn Nr: 13-978-3-492-06114-8
Verlag: Piper Verlag
Preis: 16,99 Euro

Verlagsinfo: 
 "Panik auf dem Hauptbahnhof in Rom: Im Luxusabteil des Schnellzugs aus Mailand werden alle Passagiere tot aufgefunden: auf mysteriöse Weise ermordet, hinter verschlossenen Türen, lautlos und rasend schnell. Colomba Caselli, die gerade wieder in den Polizeidienst zurückgekehrt ist, ist ratlos. Handelt es sich hier etwa um den Terroranschlag, den Rom schon so lange befürchtet? Doch der so geniale wie traumatisierte Dante Torre glaubt nicht an diese Theorie. Da stoßen Dante und Colomba auf die Spur eines Menschen, der jahrzehntelang unsichtbar geblieben ist – obwohl das Blut Hunderter Menschen an seinen Fingern klebt. Hat er auch die Toten aus dem Schnellzug auf dem Gewissen?"

Über den Autor:
Sandrone Dazieri, geboren 1964 in Cremona, ist einer der erfolgreichsten Krimi-Drehbuchautoren Italiens. Er arbeitete als Programmmacher im größten Verlagshaus Italiens und gründete einen eigenen Verlag für Kriminalromane. Mit »In der Finsternis«, dem ersten Fall für Dante Torre und Colomba Caselli, eroberte er die internationalen Bestsellerlisten und avancierte zu einem der erfolgreichsten Spannungsautoren Europas. Mit »Schwarzer Engel« setzt er die Serie fort.

Eigene Meinung: 

Mit dem 2. Band rund um das ungewöhnliche Ermittlerteam Dante Torre und Colomba Caselli hat Sandrone Dazieri erneut einen erstklassigen Thriller geschrieben.

Diese Story ist von der ersten Seite an spannend und fesselnd geschrieben.Viel Action und Tempo, pfiffige Dialoge, Verschwörungstheorien und Schießereien lassen das Leserherz höher schlagen. Ein ganz fieser Cliffhanger am Ende lassen auf einen dritten Teil dieser Reihe hoffen.


Ich bin absoluter Fan dieser beiden schrulligen Ermittler. Colomba Caselli ist in diesem Fall auf die Hilfe von Dante Torre angewiesen. Der völlig traumatisierte, hochbegabte Mann hat so seine Eigenheiten, mit denen Colomba klar kommen muss. Doch nicht nur das Ermittlerteam ist hier außergewöhnlich, auch der Antigonist ist alles andere als normal.







Mittwoch, 27. Juni 2018

Rezension zu "Das Haus der Mädchen" von Andreas Winkelmann, Rowohlt TB Verlag,Thriller

Titel: Das Haus der Mädchen
Autor: Andreas Winkelmann
Seitenzahl: TB, 400 Seiten, (26.6.18)
Isbn Nr. 13-978-3499275166
Verlag: Rowohlt Taschenbuch
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
 "Schweig, um zu leben
Leni kommt nach Hamburg, um dort ein Praktikum zu machen. Über eine Zimmervermittlung mietet sie sich in einer Villa am Kanal ein. Schnell freundet sie sich mit ihrer Zimmernachbarin an - aber die ist am nächsten Morgen spurlos verschwunden. Weil ihr das merkwürdig vorkommt, sucht sie nach ihr.
Freddy Förster, früher erfolgreicher Geschäftsmann, ist inzwischen auf der Straße gelandet. Zufällig beobachtet er, wie jemand einen Mann am Steuer seines Autos erschießt. Um nicht zum nächsten Opfer zu werden, sucht er den Mörder.
Bis er auf Leni trifft, die das Verschwinden ihrer neuen Freundin nicht hinnehmen will. Bald begreifen die beiden, dass ihre beiden Fälle mehr miteinander zu tun haben, als ihnen lieb ist - und dass sie in großer Gefahr schweben..."

Über den Autor:
Andreas Winkelmann, geboren 1968 in Niedersachsen, ist verheiratet und hat eine Tochter. Er lebt mit seiner Familie in einem einsamen Haus am Waldrand nahe Bremen. Wenn er nicht gerade in menschliche Abgründe abtaucht, überquert er zu Fuß die Alpen, steigt dort auf die höchsten Berge oder fischt und jagt mit Pfeil und Bogen in der Wildnis Kanadas. 

Eigene Meinung:
Dieser Thriller ist von der ersten Seite an spannend, fesselnd und temporeich. Cliffhanger am Ende der kurzen Kapitel lassen die Seiten nur so fliegen, man möchte ja wissen, wie es weitergeht. Viele Perspektivenwechsel, Überraschungen und Wendungen gibt es genug in dieser Story.

Leni ist eine sympathische, etwas naive Protagonistin, die versucht ihre verschwundene, neue Freundin zu finden. Freddy Förster ist ein Unglücksrabe, der früher sehr erfolgreich war, dann aber abgestürzt ist. Er gerät in den Focus eines Mörders. Zusammen sind Leni und Freddy ein interessantes Ermittlerduo.

Dieser Thriller um verschwundene, entführte und ermordete Mädchen erhält meine absolute Leseempfehlung. 



Sonntag, 11. Februar 2018

Rezension zu "Der Stimmentöter" von Hans J. Muth, Thriller, Stephan Moll Verlag

Titel: Der Stimmentöter
Autor: Hans J. Muth
Seitenzahl: 478 Seiten, (TB, 30.10.17)
Isbn Nr. 13-978-3947470013
Verlag: Stephan Moll Verlag
Preis: 10,00


    Verlagsinfo:
     "An einer Staustufe der Mosel wird eine weibliche Leiche gefunden. Hauptkommissar Julian Thalbach kann schnell herausfinden, dass die Frau nicht ertrunken, sondern durch Fremdeinwirkung ums Leben gekommen ist. Er, sein Kollege Alexander Laufenberg und Dr. Wackershausen machen eine grauenvolle Entdeckung. Der Mund der Toten ist zugenäht. Bei der anschließenden Obduktion sieht Pathologe Habermann noch ein zweites, ebenso erschreckendes Detail. Die Stimmbänder des Opfers sind durchtrennt. In die Ermittlungen hinein erstattet Krankenhaus-Arzt Dr. Brunner eine Vermisstenmeldung. Er behauptet, seine Frau sei entführt worden. Diese Annahme bestätigt sich und Thalbach glaubt Parallelen zum Todesfall der Unbekannten zu sehen. Als dann weitere gleichgelagerte Todesfälle bekanntwerden, sieht sich Thalbach einer brutalen Mordserie gegenüber, deren Motive er im psychologischen Bereich des Täters zu erkennen glaubt."

    Über den Autor:
    Hans J. Muth, *1944, war sechs Jahre Beamter der Schutzpolizei und anschließend 30 Jahre lang Kriminalbeamter im Trier und im Kreis Trier-Saarburg. Er schreibt als freier Journalist für den "Trierischen Volksfreund" und unter anderem Krimis, Thriller, Lyrik und regionalgeschichtliche Abhandlungen.

    Er ist Verfasser der Rom-Thriller Reihe "Die Fälle des Commissario Sparacio". "Nahtlos" und "Tränen der Rache" aus dieser Reihe sind bereits im Handel.
    Der AKW-Thriller "FALLOUT-mit dem Westwind kommt der Tod" war sein letzter Roman.
    Hinzugekommen ist nun der Thriller "Der Stimmentöter".

    www.hans-muth.de

    Unter dem Pseudonym Hannes Wildecker verfasst Hans Muth unter anderem die Krimi-Reihe? "Tatort Hunsrück". Seine Kriminalromane spielen? im Hunsrück und beschreiben neben dem eigentlichen Fall die Eigenarten der Natur und den natürlichen bodenständigen Charme der Bewohner von Hunsrück und Hochwald mit ihren Besonderheiten und Problemen.

    www.hanneswildecker.de

    Unter Hans Muth hat der Autor ein Buch mit biografischem Inhalt herausgegeben. Der Titel lautet: "Ein Kind des Hochwalds"

    Hans Muth ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne. Er lebt im Landkreis Trier-Saarburg, in der Nähe von Trier. 

    Eigene Meinung:

    In "Der Stimmentöter", dem ersten Fall des Ermittlers Julian Thorbach, treibt ein unheimlicher Mörder sein Unwesen, der seinem ersten Opfer die Stimmbänder fachmännisch entfernt hat und den Mund der Frau zugenäht hat. 
    Spuren hinterlässt dieser Mörder keine, so dass das Ermittlungsteam nur einen Anhaltspunkt hat um nach dem Mörder zu suchen. Der Täter muss anatomische Kenntnisse haben, da er die Stimmbänder chirurgisch einwandfrei entfernt hat.
    So beschränken sich die Ermittler bei ihren Recherchen erst einmal auf die Ärzteschaft. Die Zeit drängt jedoch, denn Vera, die Ehefrau des Arztes Gruber ist verschwunden und die Ermittler vermuten, dass sie sich in den Händen des "Stimmentöters" befindet. 

    Hans J. Muth erzählt seinen Thriller über verschiedene Handlungsstränge. Wir begleiten das Ermittlungsteam und raten kräftig mit. Der Ermittler Julian Thorbach erzählt aus der Ich-Perspektive. Neben der Polizeiarbeit, erhalten wir auch einen Einblick in Julians Privatleben. In einem weiteren Erzählstrang nehmen wir Anteil an dem Märtyrium der entführten Vera, eine weitere Perspektive gewährt einen Blick auf die Kindheit des Mörders und wir erfahren, was Dr. Gruber unternimmt, um seine Ehefrau zu retten.

    Hans J. Muth schafft es, viele verschiedene Verdächtige ins Visier des Ermittlungsteams und des Lesers zu bringen. Er führt den Leser und die Ermittler gekonnt in die Irre. Kommissar Zufall spielt jedoch auch bei den Ermittlungen eine große Rolle und bringt einen entscheidenden Hinweis. 

    Julian und sein Ermittlungsteam sind sympathische, autenthische Charaktere. 

    "Der Stimmentöter" ist ein spannender, rasanter Thriller, bei dem die Ermittlungsarbeit im Vordergrund steht. Dass Hans J. Muth vom Fach ist, merkt man. 

    Von mir bekommt dieser spannende und fesselnde Thriller 5/5 Sterne. 


    Freitag, 24. November 2017

    Rezension zu "Der Schleicher" von Nadine d'Arachart und Sarah Wedler, Telescope Verlag, Thriller







    Titel: Der Schleicher 
    Autorinnen: Nadine d'Arachart und Sarah Wedler
    Seitenzahl: 240 Seiten (TB, 14.11.17)
    ISBN Nr. 13-978-3-959150330
    Verlag: Telescope Verlag
    Preis: 9,99 Euro


    Verlagsinfo:
    "Ein Mann verstümmelt sich selbst im Drogenwahn. Eine Frau verbrennt in einer Kühlkammer. Immer mehr bizarre Todesfälle häufen sich in ganz Deutschland. Handelt es sich dabei um Unglücke? Oder stimmt, was im Internet spekuliert wird, und es steckt ein Killer dahinter? Dort glaubt man längst an den Schleicher, einen Serienmörder, der seine Taten als groteske Unfälle tarnt. Daria Storm und ihr Team werden auf ihn angesetzt. Sie nimmt die Herausforderung an, obwohl sie mit anderen Dingen zu kämpfen hat: mit den Schatten der Vergangenheit. Mit einem alten Bekannten, der auf der Flucht ist. Und mit dem Verdacht, dass sich ein Verräter in ihren eigenen Reihen befindet. Wird sie den Schleicher bezwingen? Oder wird sie zum Opfer ihrer wachsenden Paranoia?"

    Über die Autorinnen:
    Nadine d’Arachart und Sarah Wedler, geboren 1985 und 1986 in Hattingen, schreiben seit mehr als 10 Jahren gemeinsam. Neben zahlreichen Veröffentlichungen in Anthologien erhielten sie verschiedene Preise für ihre Kurzgeschichten und Drehbuchideen. Außerdem nahmen sie am Finale des Open Mike 2011 teil. Zuletzt wurden sie im November 2012 mit dem Förderpreis des Literaturbüro Ruhr ausgezeichnet. Ihr erster Roman „Die Muse des Mörders“ wird für ZDF und ORF verfilmt. „Abgründe“ ist ihre dritte Krimi-Veröffentlichung und zugleich das erste Buch, das sie je schrieben.

    Eigene Meinung:
    Der dritte Band der Daria Storm Reihe beginnt mit einem total spannenden und blutigen Prolog. In der ein unbekannter Ich-Erzähler die Spuren eines Mordes beseitigt.
    In ihrem dritten Fall soll Daria Storm und ihr Team den "Schleicher" fangen. Dazu wird sie an die Ostsee versetzt. Ein Teil ihres Teams unterstützt sie von Berlin aus. Es ist nicht klar, ob es den "Schleicher" überhaupt gibt, oder ob es sich bei den "Morden" um seltsame Unglücksfälle handelt.

    Daria Storm hat allerdings ganz andere Probleme. Sie möchte ihre Tochter zurück und ist in Gedanken immer noch bei Maxim, der sich auf der Flucht befindet und den sie eigentlich jagen und finden möchte. Sie sieht ihn und riecht ihn, obwohl er gar nicht da sein kann. Sie weiß nicht mehr, ob sie ihren eigenen Wahrnehmungen trauen kann oder nicht. Ihr Partner und Kollege Martin nimmt sie nicht ernst, er glaubt, dass sie überarbeitet ist und Gespenster sieht. Die Beziehung der beiden scheint etwas problematisch zu sein.

    Auch in diesem Thriller gibt es neben alten Bekannten, interessante neue Figuren, spannende Intrigen, ganz viel Action und Tempo.  Teilweise spielt die Story an zwei Lost Places, an einem alten Kulturhaus und einem ehemaligen Waisenhaus. Die unheimliche Stimmung, die dort von den beiden Autorinnen erzeugt wird, gefällt mir total gut. Dieser Thriller ist ziemlich blutig, nichts für Weicheier!

    Ich würde die beiden vorherigen Bände dieser Reihe vorher lesen ("Der Schinder" und "Der Scharfrichter"), da sich die Personen im Laufe der Reihe weiterentwickeln.

    Zum Ende hin ging mir alles dann etwas zu schnell. Hier hätte ich einige Dinge gerne etwas näher erzählt bekommen (ich möchte nicht spoilern).







    Sonntag, 19. November 2017

    Rezension zu Zorn 7 - Lodernder Hass" von Stephan Ludwig, Fischer Taschenbuch Verlag, Thriller

    Titel: Zorn Teil 7 - Lodernder Hass
    Autor: Stephan Ludwig
    Seitenzahl: 448 Seiten,  (TB, 26.10.17)
    ISBN Nr. 13-978-3-596-29775-7
    Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag 
    Preis: 9,99 Euro


    Verlagsinfo:

    "Hauptkommissar Claudius Zorn im Innendienst und der dicke Schröder im Undercovereinsatz – der siebte Band der Kult-Thriller-Serie von Bestseller-Autor Stephan Ludwig

    Nach seiner schweren Verletzung im Einsatz arbeitet Hauptkommissar Claudius Zorn vorübergehend im Innendienst. Verändert hat sich aber wenig – sein Kollege und Vorgesetzter Schröder macht die Arbeit, Zorn raucht.
    Eines Abends erwischt Zorn bei einem Spaziergang einen jugendlichen Brandstifter auf frischer Tat. Staatsanwältin Frieda Borck schickt den jungen Mann zu einem Psychologen, der ihm anbietet, sich einer offenen Therapiegruppe anzuschließen. Als ein Mitglied dieser Gruppe zu Tode kommt und andere Gruppenteilnehmer bedroht werden, nimmt Schröder undercover an den Sitzungen teil, um herauszufinden, was vor sich geht. Doch bald ist auch Schröder nicht mehr sicher, und Zorn muss blitzschnell handeln …

    Der siebte Fall für Hauptkommissar Claudius Zorn und den dicken Schröder

    Zorn und Schröder sind auch Fernseh-Stars. Alle Bände der Zorn-Reihe sind mit Stephan Luca und Axel Ranisch in den Hauptrollen fürs Fernsehen verfilmt."

    Über den Autor:

    Stephan Ludwig arbeitete als Theatertechniker, Musiker und Rundfunkproduzent. Er hat drei Töchter, einen Sohn und keine Katze.
    Zum Schreiben kam er durch eine zufällige Verkettung ungeplanter Umstände. Er lebt und raucht in Halle.

    Eigene Meinung:

    Der 7. Band der Zornreihe hat es wieder in sich. Schröder steckt gleich zu Anfang der Geschichte in der Klemme. Ein unbekannter Mörder möchte ihn auf grausame Weise töten.

    Im eigentlichen Fall, der zuvor beginnt, haben es Zorn, Schröder und Frieda Borck mit einem jugendlichen Pyromanen zu tun und mit einer Therapiegruppe, in der einige Patienten scheinbar Selbstmord begangen haben. Der jugendliche Pyromane, den Zorn gleich zu Beginn der Story verhaftet, soll sich vom Leiter der Gruppe behandeln lassen. Als es innerhalb der Gruppe zu immer mehr mysteriösen Todesfällen kommt, beschließt Schröder, sich ebenfalls in Behandlung zu begeben und er besucht diese Gruppe, was sich für ihn als sehr gefährlich erweist. Doch nicht nur Schröder kommt in Lebensgefahr...

    Erzählt wird über verschiedene Handlungsstränge, aus Sicht der verschiedenen Personen der Therapiegruppe, des Psychologen, der ermittelnden Beamten Zorn und Schröder und aus der Sicht von Frieda Borck.

    Wir erfahren viel aus dem Privatleben von Zorn und natürlich auch von Schröder.
    Stephan Ludwig hat hier zwei Kult-Ermittler erschaffen. Es ist einfach ein Vergnügen, die Dialoge zwischen diesen beiden Figuren zu lesen.

    Der Fall ist total fesselnd, spannend und temporeich. Man rätselt, wer der Täter ist und gerät immer wieder auf eine falsche Spur.

    Auch in diesem Fall gibt es viele Wendungen und Überraschungen. Wir erfahren endlich Schröders Vornamen (den verrate ich euch nicht).

    Ich würde jedem Leser raten, mit dem 1. Fall von Zorn und Schröder zu beginnen, da man sonst viele Entwicklungsschritte des Teams verpasst und das wäre sehr schade.

    Ich freue mich schon auf den nächsten Fall dieser Reihe.






    Samstag, 28. Oktober 2017

    Rezension zu "Memory Game - Erinnern ist tödlich" von Felicia Yap, übersetzt von Bettina Spangler, Penhaligon Verlag, Thriller

    Titel: Memory Game - Erinnern ist tödlich
    Autorin: Felicia Yap
    Übersetzt von: Bettina Spangler
    Seitenzahl:444 Seiten, TB 25.9.17)
    Isbn Nr.  13-978-3-7645-3182-9
    Verlag: Penhaligon Verlag
    Preis:  14,99 Euro


    Verlagsinfo:
     "Wie findet man einen Mörder in einer Welt, in der es keine Erinnerungen gibt?
    In Claires Welt gibt es zwei Arten von Menschen: solche, die wie sie sind und sich nur an die Ereignisse des vorangegangenen Tages erinnern können, und solche wie ihren Ehemann Mark, deren Gedächtnis zwei Tage zurückreicht. Claire hat nur eine Verbindung zu ihrer Vergangenheit: ihr Tagebuch. Was sie nicht rechtzeitig aufschreibt, geht für immer verloren. Eines Morgens steht die Polizei vor Claires Tür. Die Leiche einer Frau wurde im Fluss gefunden. Nach Aussage der Beamten war sie Marks Geliebte und er wird des Mordes verdächtigt. Sagt die Polizei die Wahrheit? Kann Claire ihrem Ehemann vertrauen? Und vor allem: Kann sie sich selbst vertrauen?"

    Über die Autorin:
    Felicia Yap wuchs in Kuala Lumpur auf, studierte Biochemie in London und erwarb ihren Doktor der Geschichte an der University of Cambridge. Sie arbeitete bereits als Biologin, Historikerin, Dozentin, Kritikerin und Journalistin, unter anderem für The Economist und Business Times. Sie lebt in London, wo sie vor kurzem ein Programm zu Kreativem Schreiben an der Faber Academy abschloss. Memory Game – Erinnern ist tödlich ist ihr Debüt.

    Eigene Meinung:
    Der Klappentext klang sehr spannend und interessant. Da ich Dystopien genauso liebe, wie Thriller war ich sehr gespannt auf "Memory Games - Erinnern ist tödlich".

    Erzählt wird über verschiedene Sichtweisen von Claire, Mark, Sophia und Hans,dem ermittelnden Kommissar. Den Kapiteln vorangestellt werden Zitate der Protagonisten, der Klappentext von Marks Bestseller. Der Klappentext sagt bereits genügend zur Story aus. 

    Mich hat dieses Debüt von Felicia Yap leider nicht überzeugen können. Für einen Thriller war mir die Story nicht fesselnd und spannend genug, auch wenn die Geschichte zum Ende hin spannender wird, dafür sind die ersten 300 Seiten einfach zu langatmig. Der Schluss der Geschichte ist raffiniert, das muss man dem Buch lassen. Es handelt sich hier um ein Ehedrama mit Krimielementen. 

    Der Einblick in eine Welt, in der es nur zwei Arten von Menschen gibt, solche, die sich nur an die Ereignisse des vorangegangenen Tages erinnern könne, und solche, die sich an die Ereignisse von zwei Tagen erinnern können, war mir zu gering.


    Eine gute Idee, leider nicht sehr fesselnd umgesetzt.











    Rezension zu "Nordlicht - Die Tote am Strand " von Anette Hinrichs, Blanvalet Verlag, Kriminalroman

    Titel: Nordlicht die Tote vom Strand Autorin: Anette Hinrichs Seitenzahl: 432 Seiten , Klappenbroschur, TB,  (15.4.19) Isbn Nr. 13-978-...