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Freitag, 3. August 2018

Rezension zu "Der Schatten" von Melanie Raabe, BTB Verlag, Psychothriller


Titel: Der Schatten
Autorin: Melanie Raabe
Seitenzahl: 416 Seiten, (Paperback, 
Klappenbroschur (23.7.18))
Isbn Nr. 13-978-3-442-75752-7
Verlag: BTB Verlag
Preis: 16.- Euro


Verlagsinfo:
"„Am 11. Februar wirst du am Prater einen Mann namens Arthur Grimm töten. Aus freien Stücken. Und mit gutem Grund.“ Gerade ist die junge Journalistin Norah von Berlin nach Wien gezogen, um ihr altes Leben endgültig hinter sich zu lassen, als ihr eine alte Bettlerin auf der Straße diese Worte förmlich entgegenspuckt. Norah ist verstört, denn ausgerechnet in der Nacht des 11. Februar ist vor vielen Jahren Schreckliches geschehen. Trotzdem tut sie die Frau als verwirrt ab, eine Irre ist sie, es kann gar nicht anders sein – bis kurz darauf ein mysteriöser Mann namens Arthur Grimm in ihrem Leben auftaucht. Bald kommt Norah ein schlimmer Verdacht: Hat sie tatsächlich allen Grund, sich an Grimm zu rächen? Was ist damals, in der schlimmsten Nacht ihres Lebens, wirklich passiert? Und kann Norah für Gerechtigkeit sorgen, ohne selbst zur Mörderin zu werden?"

Über die Autorin:
Melanie Raabe wurde 1981 in Jena geboren. Nach dem Studium arbeitete sie tagsüber als Journalistin - und schrieb nachts heimlich Bücher. 2015 erschien DIE FALLE, 2016 folgte DIE WAHRHEIT. Melanie Raabes Romane werden in über 20 Ländern veröffentlicht. Die FALLE war international eines der heißumkämpftesten Bücher der letzten Jahre, TriStar Pictures sicherte sich die Filmrechte. Melanie Raabe lebt und schreibt in Köl

Eigene Meinung:
Die Journalistin Norah ist von Berlin nach Wien gezogen und möchte dort ein neues Leben beginnen. Eine Bettlerin prophezeit ihr, dass sie in der Nacht des 11. Februars einen Mann namens Arthur Grimm ermorden wird. Diese Prophezeihung verstört Norah sehr, da vor vielen Jahren etwas Schlimmes am 11. Februar passiert ist. Sie beginnt zu recherchieren und stellt fest, dass es einen Arthur Grimm gibt. Sie stoßt sogar zufällig  auf das Büro dieses Mannes. Sie bekommt mysteriöse Textnachrichten und ihre Freunde ziehen sich von ihr zurück.

Melanie Raabe schreibt flüssig, von Anfang an fesselnd und spannend. Die Story ist atmosphärisch dicht und sehr düster.
Die Autorin beschreibt die Geschehnisse sehr detailliert.
Als Leser ist man hin- und hergerissen, stellt Vermutungen an und zweifelt an Norahs Wahrnehmung. Norah taucht immer tiefer in ihre eigene Welt, man weiß nicht, ob ihre Wahrnehmungen trügen oder ob sie das Geschilderte wirklich erlebt hat.
Die Kapitel sind spannend und oft wird der Leser über die Erkenntnisse von Norah erst einmal im Unklaren gelassen, so dass man gezwungen ist, schnell weiterzulesen.

In Rückblicken von Norah erfahren wir, was genau vor vielen Jahren am 11. Februar geschehen ist.
Ab etwas der Hälfte des Buches war mir klar, dass hier irgendetwas gar nicht stimmen kann. Der Spannung tat es keinen Abbruch. Die Auflösung war dann eine Überraschung.

Melanie Raabe ist mit "Der Schatten" ein überaus raffinierter, komplexer Psychothriller gelungen.




Mittwoch, 4. Oktober 2017

Rezension zu "Sog" von Yrsa Sigurdartòttir, übersetzt von Tina Flecken, Thriller, BTB Verlag

Titel: Sog
Autorin: Yrsa Sigurdardóttir
Übersetzt von: Tina Flecken
Seitenzahl: 448 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag (18.9.17)
Isbn Nr. 13-978-3-442-75664-3
Verlag: BTB Verlag
Preis: 20,00 Euro



 Verlagsinfo: "Zwölf Jahre nach dem Tod und der Vergewaltigung eines Mädchens wird eine Zeitkapsel in Reykjavik gehoben. Darin enthalten: 10 Jahre alte Briefe von Schülern, die beschreiben, wie sie sich Island im Jahre 2016 vorstellen. Darunter findet sich noch etwas anderes: eine unheimliche Botschaft, die akribisch genau die Initialen von zukünftigen Mordopfern auflistet. Kurz danach werden zwei abgetrennte Hände in einem Hot Tub in der Stadt treibend gefunden. Doch noch hat keiner eine Vermisstenanzeige bei der Polizei gestellt. Schon bald taucht die erste verstümmelte Leiche auf, dicht gefolgt von einer zweiten, und es ist klar, dass die Botschaft aus der Zeitkapsel ernst zu nehmen ist.

Ein Fall für Kommissar Huldar, der sich beweisen muss: von seinen Leitungsaufgaben entbunden, wird er von den meisten seiner früheren Untergegebenen gemieden, die Beziehung zur Kinderpsychologin Freyja ist ebenfalls ruiniert, was er zu reparieren hofft, indem er sie in die jetzigen Ermittlungen mit einbezieht ..."

Über die Autorin
Yrsa Sigurdardóttir, geboren 1963, ist eine vielfach ausgezeichnete Bestsellerautorin, deren Spannungsromane in über 30 Ländern erscheinen. Sie zählt zu den "besten Kriminalautoren der Welt" (Times Literary Supplement). Sigurdardóttir lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Reykjavík. Sie debütierte 2005 mit "Das letzte Ritual", einer Folge von Kriminalromanen um die Rechtsanwältin Dóra Gudmundsdóttir. SOG ist nach DNA der zweite Roman um die Psychologin Freyja und Kommissar Huldar von der Kripo Reykjavik.

Eigene Meinung:
Nach "DNA" ist "Sog" der zweite Fall mit Kommissar Huldar und der Kinderspsychologin Freyja. Dieser 2. Band lässt sich zwar unabhängig vom ersten Fall lesen, ich würde dennoch empfehlen, "DNA" zuerst zu lesen um die Ermittler besser kennenzulernen.

Kommissar Huldar, der von seinen Führungsaufgaben entbunden wurde, bekommt es mit einer zehn Jahre alten Zeitkapsel zu tun. Dort wird von einem Schüler eine Mordserie angekündigt. Die Opfer wurden allerdings nur mit ihren  Initialen erwähnt. Hat das eine Bedeutung und wer ist der Schüler?  Zur gleichen Zeit finden sich in einem Hot Tub eines Mannes zwei abgetrennte Hände.

Kommissar Huldar muss während der Ermittlungen auf Freyjas Hilfe zurückgreifen, was er ungern macht, da das Verhältnis der beiden mehr als angespannt ist. 
Die Ermittlungsarbeiten gestalten sich als schwierig, Akten aus alten Fällen, die mit den jetzigen Ereignissen in Zusammenhang stehen können, sind verschwunden, manche Beteiligten erinnern sich an nichts, andere schweigen. 

Die Charaktere in diesem Buch sind gut gezeichnet und glaubwürdig. Huldar trinkt zu viel, ist unsicher, etwas tolpatschig Frauen gegenüber und  steht sich manchmal selbst im Weg, so dass er von einem Fettnäpfchen ins nächste tappt. Freyja  hadert damit, degradiert worden zu sein und wird unerwartet Tante.

Yrsa Sigurdardotir beschreibt weder die Vergewaltigung, noch die brutalen Morde genau, ihr reichen Andeutungen und dem Leser auch, den die Beschreibungen setzen die Vorstellung des Lesers in Gang.

Ein sehr spannender, sehr atmosphärischer und  etwas düsterer Thriller, der alle Handlungsfäden langsam verknüpft, mit überraschenden Wendungen aufwartet und den Leser zum Schluß noch einmal überrascht. Meine absolute Leseempfehlung für diesen raffinierten Thriller. 

Freitag, 10. März 2017

Rezension zu "Schlaflied" von Cilla und Rolf Börjlind, übersetzt von Christel Hildebrandt, btb Verlag, Kriminalroman

Titel: Schlaflied
Autoren: Cilla und Rolf Börjlind
Übersetzt von: Christel Hildebrandt
Seitenzahl: 576 Seiten, (Paperback, Klappenbroschur, 20.2.17)
Isbn Nr.  13-978-3-442-75716-9
Verlag: btb Verlag
Preis: 15,00 Euro



Verlagsinfo:
 "Der neue Fall des schwedischen Ermittlerteams Olivia Rönning und Tom Stilton
Am Stockholmer Hauptbahnhof herrscht Chaos. Ein Mädchen im Strom der Asylsuchenden schlägt sich ganz alleine durch. Aus Angst vor den Behörden lebt sie mehr schlecht als recht auf den Straßen Stockholms – bis sie auf die Obdachlose Muriel trifft, die sich ihrer annimmt. Gemeinsam suchen sie Zuflucht in einer einsamen Hütte auf dem Land. Aber ist es in den Wäldern Smalands wirklich sicherer als auf den Straßen von Stockholm? Zur selben Zeit versucht der frühere Kriminalkommissar – und frühere Obdachlose – Tom Stilton seinen Polizeikollegen zu beweisen, dass er wieder ganz auf der Höhe ist. Er soll dabei helfen, den grausamen Tod eines Jungen aufzuklären, der vergraben im Wald gefunden wurde. Wenig später bittet ihn Muriel um Hilfe, weil sie ihren Schützling in Gefahr glaubt. Haben die Fälle etwa miteinander zu tun? Tom Stilton und Olivia Rönning kommen der Wahrheit nur langsam auf die Spur ..."

Über die Autoren:

Cilla Börjlind (Autorin)

Cilla und Rolf Börjlind gelten als Schwedens wichtigste und bekannteste Drehbuchschreiber für Kino und Fernsehen. Sie sind unter anderem verantwortlich für zahlreiche Martin-Beck-Folgen sowie für die viel gepriesene Arne-Dahl-Serie. Ihr Markenzeichen sind starke Charaktere und eine stringente Handlung. Die Serie um die junge Polizistin Olivia Rönning und den ehemaligen Kriminalkommissar Tom Stilton, der zum Obdachlosen wurde, wurde ebenfalls verfilmt und wird Anfang 2017 auch im deutschen Fernsehen zu sehen sein.

Rolf Börjlind (Autor)

Cilla und Rolf Börjlind gelten als Schwedens wichtigste und bekannteste Drehbuchschreiber für Kino und Fernsehen. Sie sind unter anderem verantwortlich für zahlreiche Martin-Beck-Folgen sowie für die viel gepriesene Arne-Dahl-Serie. Ihr Markenzeichen sind starke Charaktere und eine stringente Handlung. "Die Springflut" ist der Start einer Serie um die angehende Polizistin Olivia Rönning.

Eigene Meinung:

"Schlaflied" ist der 4. Band der Reihe um Olivia Rönning und Tom Stilton. Zur Story an sich möchte ich nichts verraten, hier reicht die Verlagsinfo.

Die Spannung wird von den beiden Autoren von der ersten Seite an über verschiedene Erzählperspektiven, die sich abwechseln, und oft mit einem Cliffhanger enden, aufgebaut. Die Themen, um die sich dieser Krimi dreht, sind harter Stoff, es geht um Flüchtlinge, Menschen- und Organhandel, Pädophilie, Obdachlose, und um Gangster, die die Flüchtlinge ausnutzen. Die Ermittlungen gehen von Schweden bis nach Rumänien zu den "Kanalmenschen". Wie immer in dieser Reihe, ist viel Action geboten, man fierbert mit einzelnen Protagonisten und wünscht den Bösewichten, dass sie geschnappt werden. Das Ermittlerteam um Mette habe ich mittlerweile total lieb gewonnen. Alle Charaktere sind ganz eigene Figuren.
 
Der Krimi lässt sich unabhängig von den vorherigen Bänden lesen. Ich würde euch raten, die Vorgänger dieser Reihe auch zu lesen. Sie lohnen sich!

Auch der 4. Fall von Olivia Rönning und Tom Stilton hat mich vollkommen überzeugt






Mittwoch, 12. Oktober 2016

Rezension zu "DNA" von Yrsa Sigurdardóttir übersetzt von Anika Wolff, Btb Verlag, Thriller

 Titel: DNA
Autorin: Yrsa Sigurdardóttir
Übersetzt von: Anika Wolff
Seitenzahl: 480 Seiten, gebundenes Buch mit Schutzumschlag (26.9.16)
Isbn Nr.  13-978-3-442-75656-8
Verlag: Btb Verlag
Preis: 19,99 Euro
 Verlagsinfo: "Die neue große isländische Krimiserie
Er schlägt erbarmungslos zu. Wie aus dem Nichts. Zuerst trifft es eine junge Familienmutter nachts in ihrer Wohnung in Reykjavik. Einzige Zeugin ist ihre siebenjährige Tochter, die wider Erwarten den Angriff übersteht. Als wenig später eine zweite Frau unter ähnlich brutalen Vorzeichen ihr Leben verliert, steht die Polizei vor einem Rätsel. Kommissar Huldar, der die Ermittlungen leitet und sich erstmals in einem so wichtigen Fall beweisen muss, hat darüber hinaus ein weiteres Problem. Er ist gezwungen, mit der Psychologin Freyja zusammenzuarbeiten, mit der er vor kurzem nach einer Kneipentour unter falschen Angaben die Nacht verbracht hat. Währenddessen beschließt ein junger Amateurfunker, auf eigene Faust zu ermitteln, nachdem ihn kryptische Botschaften zu den beiden Opfern erreichen. Dass er sich damit selbst in Gefahr bringt, kann er nicht wissen."

Über die Autorin:
Yrsa Sigurdardóttir, geboren 1963, ist eine vielfach ausgezeichnete Bestsellerautorin, deren Spannungsromane in über 30 Ländern erscheinen. Sie zählt zu den "besten Kriminalautoren der Welt" (Times Literary Supplement). Sigurdardóttir lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Reykjavík. Sie debütierte 2005 mit "Das letzte Ritual", einer Folge von Kriminalromanen um die Rechtsanwältin Dóra Gudmundsdóttir. DNA ist Start einer neuen Serie um die Psychologin Freyja und Kommissar Huldar von der Kripo Reykjavik.

Eigene Meinung:  
Die Autorin erzählt diesen Krimi über mehrere Handlungsstränge. Als Thriller möchte ich diese Geschichte nicht bezeichnen, dazu ist sie zu ruhig und teilweise etwas zu langatmig erzählt.

Wir erleben, wie die jeweiligen Opfer ermordet werden, verfolgen die Ermittlungsarbeiten von Kommissar Huldar und der jungen Psychologin Freyja und beobachten, wie der Student und Amateurfunker Karl die Botschaften, die er erhält, entschlüsseln möchte.

Die Morde sind sehr bizarr. die Opfer werden mit Elektrogeräten ermordet und die Botschaften, die der Funker zu enträtseln versucht, sind sehr geheimnisvoll.
Die Ermittlungen gestalten sich als sehr schwierig, der Täter hat so gut wie keine Spuren hinterlassen. Huldar erhofft sich durch die Vernehmung des kleinen Mädchens Margret, das Zeugin des Mordes an ihrer Mutter wurde, einen Durchbruch bei den Ermittlungsarbeiten. Doch das kleine Mädchen schweigt erst einmal und die Psychologin Freya ist gefragt, mehr aus dem Mädchen herauszubringen.

Nach einem spannenden Prolog und den ersten Morden lässt die Spannung deutlich nach und die Story dümpelt erst einmal so dahin.

Wir erfahren sehr viel Privates über Kommissar Huldar und über die Psychologin Freya. Die beiden sind sich vor ihrer Zusammenarbeit bereits begegnet und haben eine Nacht zusammen verbracht. Allerdings hat sich Huldar als eine andere Person ausgegeben und ist nach der gemeinsamen Nacht verschwunden. Das steht der Zusammenarbeit der beiden natürlich etwas im Wege, bietet aber für weitere Geschichten genügend Material.

3/5 Sterne für diesen Auftakt einer neuen Reihe. Die Kombination von Psychologin und Kommissar als Team ist sehr interessant, allerdings bin ich von Yrsa Sigurdardóttir mehr Spannung gewohnt und deshalb etwas enttäuscht.

 


Sonntag, 2. Oktober 2016

Rezension zu "Die Wahrheit " von Melanie Raabe, BTB Verlag, Thriller

Titel: Die Wahrheit
Autorin: Melanie Raabe
Seitenzahl: 448 Seiten, Paperback, Klappenbroschur  (29.8.16)
Isbn Nr. 13-978-3-442-75492-2
Verlag: BTB Verlag
Preis: 16,00

 


Verlagsinfo:
"Vor sieben Jahren ist der reiche und zurückgezogen lebende Geschäftsmann Philipp Petersen während einer Südamerikareise spurlos verschwunden. Seither zieht seine Frau Sarah (37) den gemeinsamen Sohn alleine groß. Doch dann erhält Sarah wie aus heiterem Himmel die Nachricht, dass Philipp am Leben ist. Die Rückkehr des vermeintlichen Entführungsopfers löst ein gewaltiges Medieninteresse aus. Sarah hat zwiespältige Gefühle, nach all der Zeit verständlich. Sie hat eine harte Zeit hinter sich. Gerade war sie dabei, sich von der Vergangenheit zu lösen. Ihr Ehemann taucht, wenn man so will, zur Unzeit auf. Was wird werden? Gibt es eine gemeinsame Zukunft? Sie ist auf alles vorbereitet, nur auf das eine nicht: Der Mann, der aus dem Flugzeug steigt, ist nicht der, als der er sich ausgibt. Es ist nicht ihr Ehemann. Es ist ein Fremder – und er droht Sarah: Wenn sie ihn jetzt bloßstelle, werde sie alles verlieren: ihren Mann, ihr Kind, ihr ganzes scheinbar so perfektes Leben …"

Über die Autorin:
Melanie Raabe wurde 1981 in Jena geboren, wuchs in einem 400-Seelen-Dorf in Thüringen und einer Kleinstadt in NRW auf, studierte Medienwissenschaft und Literatur in Bochum und lebt inzwischen in Köln – als Journalistin, Drehbuchautorin, Bloggerin, Performerin und Theaterschauspielerin. Sie betreibt ihren eigenen Interview-Blog (www.biographilia.com) und erhielt bereits mehrere Preise für ihr Schreiben. Die Rechte an ihrem Roman "Die Falle" wurden bereits vor Erscheinen international verkauft, u.a. nach Frankreich, Italien, die Niederlande, Spanien und das englischsprachige Ausland.

Eigene Meinung: 
Da mir Melanie Raabes erster Psychothriller "Die Falle " ganz gut gefallen hatte, habe ich mich auf diesen neuen Thriller von ihr total gefreut.

Die Story ist flüssig erzählt. Melanie Raabe erzählt in kurzen Kapitel aus der Ich-Perspektive von Sarah, über die wir durch ihre Gedanken und Rückblicke auf ihre Beziehung zu  Philipp sehr viel erfahren. Der Fremde kommt in kurzen Abschnitten auch zu Wort. Er bleibt jedoch bis zur Auflösung sehr mysteriös.
 
Übermäßig spannend ist dieser "Thriller" nicht. Man könnte das Buch einen "Spannungsroman" nennen, Thriller ist hier zu hoch gegriffen.

Zwar wird Sarah von Seite zu Seite immer rätselhafter, man hat das Gefühl, sie hat etwas zu verbergen und rätselt, ob sie Schuld am Tod ihres Mannes hat oder ob mit ihr sonst etwas nicht stimmt, doch die Rückblicke in das Leben mit Philipp und Sarahs Gedanken sind stellenweise etwas langatmig. Melanie Raabe bietet dem Leser verschiedene Möglichkeiten an zu raten, wer denn der Fremde sein könnte, die alle dann wieder sehr schnell verworfen werden.

Die Auflösung hat mich überhaupt nicht überzeugen können. Die ganze Geschichte wirkt zu konstruiert. Im Rückblick auf das ganze Buch werden viele Ereignisse und Reaktionen noch unglaubwürdiger. Ich möchte nicht spoilern, aber z. B. eine beste Freundin weiß alles über die eigene Person, auch über das Verhältnis Sarahs zur Schwiegermutter.

Dienstag, 22. März 2016

Rezension zu "Die Strömung" von Cilla und Rolf Börjlind, übersetzt von Christel Hildebrandt, BTB Verlag, Kriminalroman

Titel: Die Strömung
Autoren: Cilla und Rolf Börjlind
übersetzt von: Christel Hildebrandt
Seitenzahl:  528 Seiten, gebundenes Buch mit Schutzumschlag (8.3.16)
Isbn Nr.: 13-978-3-442-75395-6
Verlag: BTB Verlag
Preis: 19,99 Euro

 Verlagsinfo:
"Ein neuer Fall für Olivia Rönning und Tom Stilton.
In den Wäldern von Schonen im südlichen Schweden kommt es zu einem entsetzlichen Verbrechen. Ein kleines Mädchen wird ermordet, als es friedlich spielend im Sandkasten sitzt. Ein familiärer Hintergrund? Doch zwei Tage später der zweite Kindermord, diesmal in der Nähe von Stockholm. Was verbindet die beiden Fälle? Schnell fällt der Verdacht auf eine rassistische Gruppierung, die beide Elternpaare zuvor offen bedroht hat. Aber ist es wirklich so einfach? Und warum tauchen gerade jetzt Hinweise auf einen alten, nie geklärten Mord an einer hochschwangeren Edelprostituierten auf? Olivia Rönning, eine junge ehrgeizige Polizistin, und Tom Stilton, ein einst berühmter Kommissar, sind aus jeweils ganz persönlichen Gründen an der Aufklärung dieser Verbrechen interessiert. Sie kommen einer Geschichte aus auf die Spur, wie sie verquerer und abscheulicher nicht sein könnte…"


Über die Autoren:
Rolf Börjlind (Autor)
Cilla und Rolf Börjlind gelten als Schwedens wichtigste und bekannteste Drehbuchschreiber für Kino und Fernsehen. Sie sind unter anderem verantwortlich für zahlreiche Martin-Beck-Folgen sowie für die viel gepriesene Arne-Dahl-Serie. Ihr Markenzeichen sind starke Charaktere und eine stringente Handlung. "Die Springflut" ist der Start einer Serie um die angehende Polizistin Olivia Rönning.

Cilla und Rolf Börjlind gelten als Schwedens wichtigste und bekannteste Drehbuchschreiber für Kino und Fernsehen. Sie sind unter anderem verantwortlich für zahlreiche Martin-Beck-Folgen sowie für die viel gepriesene Arne-Dahl-Serie. Ihr Markenzeichen sind starke Charaktere und eine stringente Handlung. "Die Springflut" ist der Start einer Serie um die angehende Polizistin Olivia Rönning.

Eigene Meinung:
Auf diesen dritten Band der Reihe war ich total gespannt, da mir die beiden vorherigen Bände "Die Springflut" und "Die dritte Stimme" total gut gefallen haben. Man sollte diese beiden Bücher gelesen haben, beide sind sehr fesselnd und spannend geschrieben und man lernt Olivia und Tom Stilton, sowie einige andere Charaktere kennen.

Das Autorenduo hat es auch hier wieder geschafft, mich von der ersten Seite an zu fesseln. Die Story hat einen topaktuellen Bezug, sie dreht sich rund um die Themen Rassismus und Fanatismus. Der Fall ist sehr mysteriös und interessant und lässt Ermittler und Leser ganz schön lange im Unklaren. Das Ermittlerteam ist sympathisch, Tom Stilton hilft hier bei der Klärung des Falles kräftig mit, die sympathische Mette ist auch wieder in den Fall involviert. Olivia gerät in den Focus einer Truppe verdächtiger Rassisten. Sämtliche Figuren in diesem Krimi sind interessante Charaktere, teilweise sogar ziemlich verschrobene Figuren.

Viele verschiedene Erzählstränge verknüpfen sich ganz langsam zur Lösung des Falles.

Die Autoren haben auch mit dem dritten Band einen Pageturner erschaffen. Dieser Krimi bekommt meine absolute Lesempfehlung.





Donnerstag, 3. September 2015

Rezension zu "Herzenskalt" von Sarah Hilary, übersetzt von Astrid Mania, BtB Verlag, Thriller

Titel: Herzenskalt
Originaltitel: Someone Else's Skin
Originalverlag: Headline
Autorin: Sarah Hilary
Übersetzt von: Astrid Mania
Seitenzahl: 448 Seiten, TB, 13.7.15
ISbn Nr. 13-978-3-442-74750-4
Verlag: BtB Verlag
Preis: 9,99 Euro


Verlagsinfo:
"Es gibt Geheimnisse, die schützen. es gibt Geheimnisse, die töten.
Kein Opfer gleicht dem anderen. Keiner weiß das besser als Marnie Rome von der Kriminalpolizei London. Denn sie selbst – die brillante Ermittlerin, klug, schnell, zuverlässig – ist ein Opfer: Vor fünf Jahren wurden ihre Eltern brutal ermordet. Marnie hat sich zurück ins Leben gekämpft, nur wenige wissen um die dunklen Flecken in ihrer Vergangenheit. Auch ihr junger Kollege Noah nicht, mit dem sie in einem Frauenhaus eine Zeugin vernehmen will. Sie hat sich vor ihrem prügelnden Mann dorthin geflüchtet. Routine, ein klarer Fall – doch im Laufe der Ermittlungen beschleichen Marnie Zweifel: Jeder hat etwas zu verbergen, Täter wie Opfer. Jeder hat eine Vergangenheit, die er nur noch vergessen möchte – wie Marnie selbst …"

Über die Autorin:
Sarah Hilary lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Bristol. Sie arbeitet bei einem bekannten Reiseführerverlag, war jedoch auch schon als Buchhändlerin oder bei der Royal Navy tätig. Nach vielen Kurzgeschichten ist Herzenskalt ihr erster Roman und gleichzeitig der Start einer ganzen Reihe um die unerschrockene Ermittlerin Marnie Rome von der Kriminalpolizei London. Sarah Hilary schreibt gerade am zweiten Band.

Eigene Meinung: 
Was für ein Thrillerdebüt! Herzenskalt ist komplex, sehr reel und es lässt uns in menschliche Abgründe blicken. Es geht in dieser Geschichte um Gewalt in Familien, Gewalt an Frauen und um Manipulation.

Die Figuren sind alle unglaublich lebendig, die Ermittlerin Marnie ist eine sehr interessante Person, die ich ganz gerne bei weiteren Fällen begleiten möchte.

Wir erhalten einen genauen Einblick in die Seele von Tätern und Opfern, es ist allgemein in diesem Thriller sehr viel Psychologie im Spiel.

DJ Marnie und ihr Team haben einen Fan gewonnen. Ich bin schon gespannt auf den 2. Fall von diesem Team, der soll ja bereits in Arbeit sein.

Von mir gibt es 5/5 Sterne, endlich habe ich wieder eine faszinierende, englische Krimiautorin entdeckt! Ein absoluter Geheimtipp, dieses Buch hat sehr viele Leser verdient. Ihr müsst es einfach lesen. 




Dienstag, 14. Juli 2015

Rezension zu "Die Falle" von Melanie Raabe, Psychothriller, btb Verlag

Titel: Die Falle
Autorin: Melanie Raabe
Seitenzahl: 352 Seiten (9.3.15) Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
Isbn Nr. 13-978-3-442-75491-5
Verlag:btb
Preis: 19,99 Euro

Klappentext:
"Sie stellt ihm eine Falle. Aber ist er wirklich ein Mörder?
Die berühmte Bestsellerautorin Linda Conrads lebt sehr zurückgezogen. Seit elf Jahren hat sie ihr Haus nicht mehr verlassen. Als sie im Fernsehen den Mann zu erkennen glaubt, der vor Jahren ihre Schwester umgebracht hat, versucht sie, ihm eine Falle zu stellen – Köder ist sie selbst.

Dass sie darüber hinaus eine schreckliche Erinnerung aus der Vergangenheit quält, wissen nur wenige. Vor vielen Jahren hat Linda ihre jüngere Schwester Anna in einem Blutbad vorgefunden – und den Mörder flüchten sehen. Das Gesicht des Mörders verfolgt sie bis in ihre Träume. Deshalb ist es ein ungeheurer Schock für sie, als sie genau dieses Gesicht eines Tages über ihren Fernseher flimmern sieht. Grund genug für Linda, einen perfiden Plan zu schmieden - sie wird den vermeintlichen Mörder in eine Falle locken. Doch was ist damals in der Tatnacht tatsächlich passiert?"

Über die Autorin:
Melanie Raabe wurde 1981 in Jena geboren, wuchs in einem 400-Seelen-Dorf in Thüringen und einer Kleinstadt in NRW auf, studierte Medienwissenschaft und Literatur in Bochum und lebt inzwischen in Köln – als Journalistin, Drehbuchautorin, Bloggerin, Performerin und Theaterschauspielerin. Sie betreibt ihren eigenen Interview-Blog (www.biographilia.com) und erhielt bereits mehrere Preise für ihr Schreiben. Die Rechte an ihrem Roman "Die Falle" wurden bereits vor Erscheinen international verkauft, u.a. nach Frankreich, Italien, die Niederlande, Spanien und das englischsprachige Ausland.

Eigene Meinung: 
Die berühmte 48jährige Autorin Linda Conrads hat ihr Haus nicht mehr verlassen, seit sie ihre jüngere Schwester Anna ermordet aufgefunden hat. Den Mörder hat sie zwar flüchten sehen, er konnte trotzdem nicht gefasst werden. Als sie nach so vielen Jahren den Mörder im Fernsehen sieht, ist sie erst einmal geschockt. Doch dann will sie den Mörder in eine Falle locken und tüftelt dafür einen Plan aus ..

Die Story liest sich flüssig, der Plot ist raffiniert und die Spannung wird von Seite zu Seite gesteigert. Die ganze Geschichte ist aus Lindas Sichtweise in der Ich-Perspektive geschrieben. Diese Perspektive wechselt mit Passagen aus Lindas aktuellem Roman ab.

Der Leser erfährt sehr viel über die Beziehung von Linda zu ihrer Schwester, zu ihren Eltern und über die ganzen Geschehnisse in der Vergangenheit.

Melanie Raabe führt den Leser ganz schön in die Irre. Ständig spielt sie mit den Szenarien, so dass man hin- und hergerissen ist, ob der vermeintliche Täter es denn überhaupt war oder ob Linda nicht ihre Hand im Spiel bei der ganzen Sache hat.

Das Ende hat mich allerdings nicht so ganz überzeugt. Es wirkt dann doch etwas zu konstruiert und manche Szenen waren für mich nicht so ganz logisch nachvollziehbar. "Die Falle" ist jedoch insgesamt ein gelungenes Debüt, das von mir 4/5 Sterne bekommt.





Samstag, 27. Juni 2015

Rezension zu "Die Springflut" von Cilla und Rolf Börjlind, übersetzt von Paul Berf, btb Verlag, Krimi

Titel: Die Springflut
Autoren: Cilla und Rolf Börjlind
Übersetzt von Paul Berf
Seitenzahl: 573 Seiten (TB, 12.1.15)
Isbn Nr. 13-978-3-442-74820-4
Verlag: btb Verlag
Preis: 9,99 Euro

Klappentext: 
"Eine laue Sommernacht im Jahre 1987. Es ist Vollmond im schwedischen Nordkoster. In der Nacht wird es eine Springflut geben – und einen brutalen Mord. Das Opfer: eine junge, hochschwangere Frau. Ihre Identität: unbekannt. Tom Stilton, der ermittelnde Polizeibeamte, zerbricht an diesem Fall. Er kann weder Motiv noch aussagekräftige Spuren finden. Die Tat bleibt ungesühnt ...

23 Jahre später: Eine Serie von feigen Angriffen auf Obdachlose erschüttert die Hauptstadt Stockholm. Die Ermittlungen verlaufen schleppend. Olivia Rönning, angehende Polizistin im zweiten Jahr ihrer Ausbildung, beobachtet das Geschehen aus der Distanz. Sie ist mit anderen Dingen beschäftigt. Sie soll einen »Cold Case« knacken - den Tod einer jungen Frau an einem Strand vor vielen Jahren klären. Ihr ist klar: Sie muss Tom Stilton finden. Doch der ist wie vom Erdboden verschluckt ..."

Über die Autoren und den Übersetzer:
Cilla und Rolf Börjlind gelten als Schwedens wichtigste und bekannteste Drehbuchschreiber für Kino und Fernsehen. Sie sind unter anderem verantwortlich für zahlreiche Martin-Beck-Folgen sowie für die viel gepriesene Arne-Dahl-Serie. Ihr Markenzeichen sind starke Charaktere und eine stringente Handlung. "Die Springflut" ist der Start einer Serie um die angehende Polizistin Olivia Rönning.

Paul Berf, geboren 1963 in Frechen bei Köln, lebt nach seinem Skandinavistikstudium als freier Übersetzer in Köln. Er übertrug u. a. Henning Mankell, KjellWestö, Aris Fioretos und Selma Lagerlöf ins Deutsche. 2005 wurde er mit dem Übersetzerpreis der Schwedischen Akademie ausgezeichnet.

Eigene Meinung: 

Was für ein Krimi! Von der ersten Seite an war ich von den verschiedenen Erzählsträngen, Perspektiven und den Personen gefesselt. Anfangs ist man noch etwas verwirrt durch die vielen verschiedenen Handlungsstränge. So nach und nach fügen sie sich zu einem vielschichtigen, intelligenten und zu keiner Minute langweiligen Krimi zusammen. Zum Ende hin wurde ich noch einmal ganz schön überrascht, denn für mich war der Fall eigentlich gelöst. Wie falsch ich doch lag!

Das Ermittlerteam hier ist mehr als interessant. So viele verschiedene, sehr spannende und sympathische Charaktere, wie z. B. die Polizeischülerin Olivia, die einen alten Mordfall aufrollen möchte, der ehemalige, früher sehr erfolgreiche Kommissar Tom Stilton, der spurlos verschwunden ist, und den Olivia aufstöbert. Er ist ganz unten angekommen und obdachlos. Und da gibt es die Kriminalkommissarin Mette Ölsäter, mit ihrem Familienclan und Abbas, der mit Messern sehr gut umgehen kann.  Der Ermittler Forss fällt negativ auf, er scheint eher arbeitscheu zu sein.

Die beiden Autoren haben aktuelle Themen gewählt wie etwa Gewalt gegen Obdachlose, Gewaltvideos im Netz und ein Handlungsstrang erzählt von einer Firma, bei der man munkelt, dass sie zu dubiosen Geschäftsmethoden greift. Bei diesem Unternehmen sollen Ausbeutung und Verstöße gegen das Völkerrecht Gang und Gäbe sein.

Mich hat dieser sehr spannende und fesselnde Krimi, der von seinen interessanten Figuren lebt, völlig begeistert.  5/5 Sterne für diesen Debütkrimi, der im Januar als Taschenbuch erschienen ist. Er gehört zu meinen persönlichen Highlights in diesem Jahr.

Ich habe den 2. Band "Die 3. Stimme" zuerst gelesen. Ich würde aber mit der Springflut beginnen und dann erst den Folgeband lesen.


Freitag, 12. Juni 2015

Rezension zu "Die dritte Stimme" von Cila und Rolf Börjlind, übersetzt von Christel Hildebrandt, btb Verlag, Kriminalroman

Titel: Die dritte Stimme
Autoren Cilla und Rolf Börjlind
Übersetzt von: Christel Hildebrandt
Seitenzahl: 544 Seiten (10.11.14)
Isbn Nr. 13-978-3442753949
Verlag: btb Verlag
Preis: 19,99 Euro
 Klappentext:
"Der zweite Fall für Olivia Rönning und Tom Stilton
Marseille: In einem Naherholungsgebiet wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Sie wurde brutal ermordet. Man weiß nicht viel über sie - nur dass sie in einem Zirkus ganz in der Nähe gearbeitet hat. Zur selben Zeit in Stockholm: In seinem Haus in Rotebro erhängt sich der Zollbeamte Bengt Sahlmann. Schnell findet die Polizei heraus, dass es sich nicht um einen Selbstmord gehandelt hat - obwohl alles darauf hindeutete.

Zwei Fälle, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Zwei Morde, an deren Aufklärung Polizeianwärterin Olivia Rönning und der ehemalige Kriminalkommissar Tom Stilton ein jeweils ganz privates Interesse haben ..."
Über die Autoren:
Cilla und Rolf Börjlind gelten als Schwedens wichtigste und bekannteste Drehbuchschreiber für Kino und Fernsehen. Sie sind unter anderem verantwortlich für zahlreiche Martin-Beck-Folgen sowie für die viel gepriesene Arne-Dahl-Serie. Ihr Markenzeichen sind starke Charaktere und eine stringente Handlung. "Die dritte Stimme" ist der zweite Teil der Serie um um die angehende Polizistin Olivia Rönning und den ehemaligen Kriminalkommissar Tom Stilton.

Eigene Meinung:
Der zerstückelte Leichnam einer Frau wurde am Strand von Marseille gefunden. Ganz langsam bekommen wir erzählt, wer diese Frau war, und warum Abbas ihren Mord unbedingt rächen möchte.

Mette Olsäter ist krankgeschrieben und forscht trotz ihrer Krankheit nach, wo die Drogen, die die Zollbehörde beschlagnahmt hat, hingekommen sind, und ob der mutmaßliche Selbstmord an dem Zollbeamten Bengt Sahlmann damit in Zusammenhang steht.

Die angehende Polizistin Olivia Rönning kehrt nach einer Auszeit nach Schweden zurück. Polizistin möchte sie nicht mehr werden, lieber Kunstgeschichte studieren und sie ändert ihren Nachnamen aufgrund ihrer Vergangenheit in Rivera. Olivia ermittelt heimlich, ob der Selbstmord von Bengt nicht doch ein Mord war und stößt dabei auf einen dubiosen Finanzinvestor mit einem Glasauge. 

Tom Stilton, ein erfolgreicher Kriminalkommissar, der einige Jahre im Obdachlosen-Milieu verbracht hatte, hilft seinem Freund Abbas bei dessen Ermittlungen in Marseille.

Für den Leser ist es von Vorteil, wenn er den Vorgänger dieser Reihe gelesen hat, da oft Bezug auf "Die Springflut" genommen wird.  Bei mir war das nicht der Fall, doch dieser Krimi hat mich so gepackt, dass ich "Die Springflut" auf jeden Fall lesen werde.

Man könnte sagen, das sind drei Krimis zu einem verpackt mit starken, interessanten Ermittlern und eigentlich genauso interessanten, sehr lebendigen Charakteren.

Schon von der ersten Seite an war ich gefesselt, mitten im Geschehen und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die beiden Autoren verstehen ihr Handwerk. Sie bauen die Spannung so nach und nach auf ohne allzuviel Blut zu vergießen auf. Der Erzählstil ist sehr bildhaft, ohne Schnörkel und einige überraschende Wendungen und Überraschungen wurden von den Autoren eingebaut.

Zum Ende hin steigt die Spannungsspirale noch einmal so richtig an und endet in einem packenden Finale.

Für diesen komplexen, vielschichtigen Krimi mit aktuellem, sozialkritischen Bezug gibt es von mir 5 verdiente Sterne (ein Erzählstrang nimmt sich der Problematik in Pflegeheimen an)


Rezension zu "Gut Greifenau - Abendglanz " von Hanna Caspian, Droemer Knaur Verlag, Roman

Titel: Gut Greifenau - Abendglanz Autorin: Hanna Caspian Seitenzahl: 560 Seiten, (TB 02.11.18) Isbn Nr. 13-978-3-426-52150-2 Verlag: ...