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Donnerstag, 30. August 2018

Rezension zu "Der Gutshof im Alten Land" von Micaela Jary, Goldmann Verlag, historischer Roman

Titel: Der Gutshof im alten Land
Autorin: Micaela Jary
Seitenzahl: 416 Seiten, (TB, Klappenbroschur, 20.8.18)
Isbn Nr. 13-978-3-442-48596-3
Verlag: Goldmann Verlag 
Preis: 10,00 Euro

Verlagsinfo: "Frühling 1919: Edzard von Voss, der Patriarch eines herrschaftlichen Gutshofs im Alten Land, liegt im Sterben. Seine Söhne sind im Krieg vermisst und wahrscheinlich gefallen, der Erbe wäre nun sein raffgieriger Neffe Roland, den Edzards Tochter Finja aus Familienraison heiraten soll. Unerwartet steht jedoch ein Kamerad des jüngsten Sohnes Lennart vor der Tür, der diesem ähnlich sieht. Edzards Frau beschließt, den angenehmen Fremden als ihren Sohn auszugeben. Der Schwindel gelingt, Finja ist frei – sehr zum Ärger von Roland. Doch dann taucht plötzlich eine junge Frau auf, die behauptet, Lennart sei der Vater ihres kleinen Kindes ..."

Über die Autorin:
Micaela Jary stammt aus Hamburg und wuchs im Tessin auf. Sie arbeitete lange als Journalistin, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen widmete. Nach einem langjährigen Aufenthalt in Paris lebt sie heute mit Mann und Hund in Berlin und München. Zum Schreiben begibt sie sich aber auch in ein kleines Landhaus nahe Rostock.


Eigene Meinung: 
Micaela Jary schreibt gewohnt fesselnd und spannend von der ersten Seite an.

Man hat sofort eine sympathische Figur zum Mitfiebern, die Tochter Finja, die gerne Tierärztin werden möchte, die jedoch ihren Vetter Roland heiraten soll. Dieser unsympathische, sehr berechnende Mann soll den Gutshof erben, da die Familie durch das Kriegsgeschehen keinen Kontakt mit den Söhnen des Hauses mehr hat. Man hofft, dass Finja diese Ehe erspart bleiben wird.

Die Autorin lässt die Geschichte in einer interessanten Zeit spielen und man bekommt einen tollen Einblick in das Leben der Menschen zu dieser Zeit.

Erzählt wird diese Familiengeschichte aus der Perspektive von verschiedenen, interessanten Personen, wie Finja, Clemens, dem Doppelgänger von Lennart, dem Dienstmädchen Käthe oder Arzttochter Christine.

Auf den Leser warten noch einige Überraschungen im Laufe der Geschichte.

Diese spannende Familiensaga erhält meine absolute Leseempfehlung.






Montag, 30. April 2018

Rezension zu "Die letzte Stunde " von Minette Walters, übersetzt von Sabine Lohmann, Heyne Verlag, historischer Roman

Titel: Die letzte Stunde
Autorin: Minette Walters
Übersetzt von:Sabine Lohmann
Seitenzahl: 656 Seiten, gebundenes Buch mit Schutzumschlag(12.3.18)
Isbn Nr. 13-978-3-453-27168-5
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 22,00 Euro 

Verlagsinfo:

»Ein Schwarzer Tod hat unser Land befallen. Nur wenige werden verschont bleiben.«

Südengland, Juli 1348: An der Küste ist die Pest ins Land gekrochen. Binnen kürzester Zeit entvölkert sie ganze Landstriche, Angst und Panik regieren. Allein Lady Anne, die Herrin von Develish, nimmt das Heft in die Hand. Sie bringt all ihre Schutzbefohlenen auf ihrem Anwesen in Sicherheit und lässt die Zugangsbrücke verbrennen. In ihrem kleinen Reich zählen nicht mehr gesellschaftliche Konvention und Rang, sondern Einsatz für die anderen. Als neuen Verwalter setzt Anne Thaddeus ein, den niedrigsten, aber klügsten ihrer Diener. Doch kann sich die Schicksalsgemeinschaft gegen die schreckliche Krankheit behaupten, die vor ihren Toren tobt? Gegen die Verzweifelten und Raffgierigen, die Develish angreifen? Werden die kargen Vorräte reichen? Dann geschieht ein grausamer Mord und droht Lady Annes Gemeinschaft endgültig zu zerreißen ..."

Über die Autorin:
Seit ihrem Debüt »Im Eishaus« zählt Minette Walters zu den Lieblingsautoren von Millionen Leserinnen und Lesern in aller Welt. Alle ihre Romane wurden mit wichtigen Preisen ausgezeichnet und in zahlreiche Sprachen übersetzt. »Die letzte Stunde« ist ihr erster historischer Roman. Er spielt in Dorset, wo die Autorin auch seit Langem mit ihrem Ehemann lebt.

Eigene Meinung: 
Wenn sich eine meiner Lieblingsautorinnen in einem anderen Genre versucht, muss ich das Buch natürlich lesen.

Minette Walters widmet sich in diesem historischen Roman einer spannenden Zeit. 1348 in Südengland hat die Pest das Land fest in ihrer Hand. Lady Anne, die in einem Kloster aufgewachsen ist, versucht ihre Untertanen zu schützen, was ihr erst einmal gut gelingt. Sie schert sich nicht um Titel und Macht, sie kümmert sich um alle Bewohner von Develish. Das passt ihrer Tochter überhaupt nicht.

Lady Anne ist eine starke Frau, die ihrer Zeit um Welten voraus ist, was zu Problemen mit den Mächtigen und der Kirche führt. Doch sie hat auch viele Unterstützer, allen voran Thaddeus, der ein Außenseiter ist, aber eine starke Persönlichkeit.

Die Geschichte ist flüssig erzählt, man ist sofort  Mitten im Geschehen. Wir bekommen einen tiefen Einblick in das Leben zu diesen Zeiten, insbesondere das Los der Frauen und der Leibeigenen wird hier schonungslos dargestellt.

Die Autorin erzählt die Story sehr ausführlich, ich hätte mir etwas mehr Spannnung  gewünscht. Die Charaktere sind gut gezeichnet, es gibt sympathische Charakter, wie Lady Anne und Thaddeus und natürlich auch Unsympathen, wie der Ehemann von Lady Anne oder ihre Tochter. Alle Charakter bleiben jedoch etwas dystanziert zum Leser.

Zum Ende hin gibt es noch einige Überraschungen und Wendungen und eine Fortsetzung dürfen wir auch erwarten..

Montag, 29. Januar 2018

Rezension zu "Von Elise" von Verena Maria Kalmann, Tinte und Feder Verlag, historischer Roman

Titel: Von Elise
Autorin:Verena Maria Kalmann
Seitenzahl: 444 Seiten, TB (12.6.17)
Isbn Nr. 13-978- 1542046190
Verlag: Tinte und Feder Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
"Ein historischer Liebesroman über zwei Musikerinnen, die in unterschiedlichen Zeiten um ihre Existenz kämpfen.
Im Januar 2014 zieht die Geigerin Valerie Mollwitz von München nach Paris, um den Posten der zweiten Konzertmeisterin in einem Orchester anzutreten und die gescheiterte Beziehung zu ihrem Exfreund zu verarbeiten. Doch der Neuanfang in Paris entpuppt sich als wahre Katastrophe: Madame Prokova, die erste Konzertmeisterin, begegnet ihr feindselig, Freunde hat sie nicht und aufgrund mangelhafter Sprachkenntnisse kann sie den Alltag kaum bewältigen.
In dieser verfahrenen Situation findet sie das Tagebuch ihrer Urgroßtante Elise in den Hohlräumen ihres geerbten Biedermeiersofas. Die Lektüre führt Valerie in das beschauliche Bonn des Jahres 1914, wo sich die junge Pianistin Elise in den attraktiven Geiger Karl verliebt. Die beiden Musiker schmieden Pläne für eine gemeinsame Zukunft, doch dann bricht der Erste Weltkrieg aus und ihr Leben nimmt eine dramatische Wendung. Tief berührt von Elises Geschichte, nimmt Valerie ihr Schicksal entschlossen selbst in die Hand und gibt der Liebe eine Chance."

Über die Autorin: 
Verena Maria Kalmann, geboren und aufgewachsen in der Nähe von Bonn, ist Diplom-Übersetzerin für Italienisch, Französisch und Englisch. Nach ihrem Studium an der Universität Mainz arbeitete sie zunächst als Übersetzerin und Lektorin in Bonn und im norditalienischen Modena. Heute lebt sie am Bodensee und ist für einen Schweizer Sprachdienstleister tätig.
Sie spielt Geige und Klavier und ist in mehreren Kammermusikensembles und Orchestern aktiv. Ihre Leidenschaft für Musik prägt auch ihren Debütroman „Von Elise“, dessen Protagonistinnen Musikerinnen sind.
Weitere Informationen zur Autorin finden Sie unter www.verena-maria-kalmann.de

Eigene Meinung:
Die Geigerin Valerie verlässt ihren Freund um eine Anstellung als stellvertretende Konzertmeisterin in Paris anzunehmen. Sie findet beim Umzug das Tagebuch ihrer Urgroßtante Elise, die 1914 in Bonn gelebt hat und Pianistin war. 

Valerie hat es nicht leicht im Orchester. Die Konzertmeisterin Prokova und der Maestro sind ihr feindselig gesinnt, im Orchester herrscht eine angespannte Atmosphäre und Valerie beherrscht die französische Sprache nicht so richtig. Als Valerie erkrant, stellt sie fest, dass sie auch Freunde im Orchester hat, die ihr helfen, das Mobbing der Prokova und des Maestros zu ertragen. Auch das Tagebuch ihrer Urgroßtante hilft ihr, ihren Weg zu finden und nicht zu verzweifeln. 

Von Anfang an war ich gefesselt von der Geschichte. Die beiden Handlungsstränge wechseln sich ab, so dass die Seiten nur so fliegen, man möchte ja wissen, wie es weitergeht bei der jeweilig anderen Musikerin.

Auch der Erzählstrang, der uns Elises hartes Leben nahebringt, ist sehr fesselnd, gefühlvoll und spannend erzählt.  

Beide Frauen sind sehr sympathisch und sehr lebendig gezeichnet. 

Dieser historische Liebesroman ist voller Musik zwischen den Zeilen und bietet spannende Einblicke in den Alltag von Musikern.

Dieser Debütroman von Verena Maria Kalmann erhält meine absolute Leseempfehlung.
 
 



Sonntag, 21. Januar 2018

Rezension zu "Das Hexenzeichen" von Nora Berger, Tinte und Feder Verlag, historischer Roman

Titel: Das Hexenzeichen
Autorin: Nora Berger
Seitenzahl: 475 Seiten, TB (September 17)

Isbn Nr.: 13-978-1542047357
Verlag: Tinte und Feder Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
 "Ein packender historischer Roman von der Erfolgsautorin Nora Berger: Dramatisch und voller Atmosphäre führt die Geschichte durch das finstere Mittelalter.
Oberschwaben, im Jahre 1415: Emmas Leben beginnt auf den Stufen eines Klosters. Als sich die Burgherrin Magdalena des Findelkindes annimmt und es als ihr eigenes ausgibt, scheint ihre Zukunft gesichert. Doch das Schicksal ist unberechenbar. Emma wächst bei ihrem Vater und ihrem Stiefbruder Ekart auf. Sorgenfrei verlebt sie eine unbeschwerte Kindheit, und als sie sich unsterblich in den Ritter Wolfram verliebt, glaubt Emma, ihr Glück gefunden zu haben. Doch ihre Liebe steht vor großen Herausforderungen: Ihr Geliebter ist ein leidenschaftlicher Verfechter der Kirchenreform und ein Verteidiger des Ketzers Jan Hus. Zudem verbirgt Emma ein großes Geheimnis: Ein Muttermal, von dem nur wenige Menschen wissen. Als Vater und Bruder zu einer Pilgerreise ins Heilige Land nach Jerusalem aufbrechen, gerät ihre Welt aus den Fugen." 

Über die Autorin:
Nora Berger lebt seit vielen Jahren in Bayern. Sie studierte in Paris und hat seitdem eine Vorliebe für französische Literatur und Geschichte. Dies spiegelt sich vor allem in ihren historischen Romanen mit Schwerpunkt Frankreich wider.
Die Erinnerungen ihrer Eltern und diverse Zeitzeugenberichte veranlassten sie dann zu ihren beiden Romanen über die schwere Zeit des Zweiten Weltkriegs. "Bratkartoffeln und Rote Beete" und "Königsberger Klopse mit Champagner".
In "Der Fluch der Zuckerinsel" entführt sie den Leser auf die Insel Martinique und in das Paris des 19. Jahrhunderts.
Die unvergleichliche Pariser Atmosphäre wird in "Ein verhängnisvoller Abend in Paris" lebendig und ihr neuester Roman "Sturmwind über Auprèsmont" ist eine Familiensaga, die am Vorabend des Zweiten Weltkriegs beginnt.
Umfangreiche Recherchen erforderte der Roman "Die gefährlichen Intrigen des Marquis de Cinq Mars". Geschichtlicher Hintergrund ist Venedig und Frankreich um 1640 unter Ludwig XIII und Kardinal Richelieu.
Ihr neues Buch "Das Hexenzeichen" ist ein packender und dramatischer Roman, der die Leser durch das finstere Mittelalter führt. Historischer Hintergrund: Das Konzil zu Konstanz und der Feuertod des Reformers Jan Hus. 

Eigene Meinung:
Baby Emma wurde 1415 auf den Stufen eines Klosters ausgesetzt. Die Burgherrin von Schrockenstein nimmt sich Emma an und erzieht sie zusammen mit ihrem Sohn Ekart. Das Mädchen erhält sehr viele Freiheiten für die damalige Zeit.
Als ihr Halbbruder Ekart zusammen mit ihrem Vater Ethelbert zu einer Pilgerreise nach Jerusalem aufbrechen, bekommen Mutter und Tochter einige Probleme. Wolfram, ein Ritter, der den Ketzer Jan Hus beisteht, darf bei den beiden Frauen auf seiner Durchreise übernachten und Emma und Wolfram verlieben sich in einander. Doch Wolfram muss weiterreisen und Emma gerät durch ihre Schönheit und durch ein Schönheitsmal, das ein "Hexenzeichen" sein soll, in Gefahr.


Nora Berger hat mit "Das Hexenzeichen" einen von der ersten Seite an fesselnden, sehr spannenden, stimmigen, historischen Roman erschaffen. Die Protagonistin Emma ist sehr sympathisch und lebendig dargestellt. Allerdings geht die Autorin mit ihr nicht zimperlich um. Emma muss unglaublich viel erdulden und ertragen. Wolfram ist ein junger Mann, der für seine Überzeugungen eintritt.

Ein gelungener temporeicher, historischer Roman rund um das Konzil zu Konstanz und den Reformer Jan Hus, der meine absolute Leseempfehlung erhält.





Montag, 9. Oktober 2017

Rezension zu "Wo drei Flüsse sich kreuzen" von Hannah Kent, übersetzt von Leonie Reppert-Bismark, Droemer Knaur Verlag, historischer Roman

Titel: Wo drei Flüsse sich kreuzen
Autorin: Hannah Kent
Übersetzt von: Leonie Reppert-Bismark
Seitenzahl: 432 Seiten (Hardcover, 1.9.17)
 Isbn Nr.: 13-978-3-426-19979-4
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 19,99 Euro

Verlagsinfo:
 "Der neue Roman "Wo drei Flüsse sich kreuzen" von Bestseller-Autorin Hannah Kent ist ein mitreißendes Drama um die Macht von Angst und Aberglaube - basierend auf einer wahren Geschichte aus dem 19. Jahrhundert.

Irland 1825: Die 14-jährige Mary soll der verwitweten Bäuerin Nora mit deren schwer behindertem Enkel Michael zur Hand gehen. Der kleine Junge, so munkelt man im Dorf, sei ein Wechselbalg, ein Feenkind, und mache die Kühe krank. Mary gibt nichts auf das Gerede, doch als Nora davon hört, reift in der einsamen, verzweifelten Frau eine ungeheuerliche Idee: Wenn es ihr gelingt, den Wechselbalg zu vertreiben, würde sie den gesunden Michael wiederbekommen und endlich wieder eine echte Familie haben. Getrieben von Angst und Aberglaube und unterstützt durch die geheimnisvolle Kräuterfrau Nance ist sie bald bereit, alles zu versuchen – und Mary fällt es immer schwerer, sich gegen die beiden Frauen durchzusetzen.
Hannah Kent gelingt es durch ihre kristallklare Sprache erneut, eine grausame und wahre Geschichte eindringlich zu erzählen; die rauhe Schönheit Irlands verschmilzt mit dem Seelenleben ihrer Figuren, die dem Leser, wie schon in ihrem Debüt-Roman "Das Seelenhaus", ganz nahe kommen."

Über die Autorin: 

Hannah Kent, geboren 1985 in Adelaide, Australien, ist die Mitbegründerin der australischen Literaturzeitschrift 'Kill Your Darlings'. 2011 gewann sie den Writing Australia Unpublished Manuscript Award für ihr Debüt 'Das Seelenhaus'. Seit seiner Publikation 2013 ist der Roman in fast dreißig Sprachen übersetzt worden, stürmte die Bestsellerlisten und gewann weitere zahlreiche Preise. 'Wo drei Flüsse sich kreuzen' ist Hannah Kents lang erwarteter zweiter Roman, mit dem sie ihrer Faszination für archaische Mythen des Nordens treu bleibt.

Eigene Meinung:

Nachdem mir das "Seelenhaus" bereits so gut gefallen hatte, war ich sehr gespannt darauf, was Hannah Kent aus einer wahren Begebenheit in Irland für eine Geschichte kreiieren würde.
Von der ersten Seite an war ich gefangen von der Geschichte.

In einem Tal im Irland 1824 sind die Leute sehr arm. Sie leben von der Butterherstellung und vom Eierverkauf, bestellen ihre kargen Felder und hoffen jedes Jahr, ihre Pacht aufbringen zu können. Als Noras Mann stirbt, ist sie auf sich allein gestellt. Sie hat den behinderten Sohn ihrer verstorbenen Tochter zu versorgen und ist alleine damit überfordert. Deshalb nimmt sie die 14-jährige Mary in ihre Dienste. Mary kümmert sich liebevoll um den schwerbehinderten Michael, der weder laufen, noch sprechen kann. Da die Frauen kaum schlafen können, weil Michael tag und nacht schreit, suchen sie Hilfe bei der Kräuterfrau Nance, zu der die Talbewohner gehen,wenn sie mit ihrem eigenen Heilkräuterwissen nicht weiterkommen. Ein Arztbesuch ist für die Dorfbewohner unerschwinglich. Im Dorf wird gemunkelt, Michael sei ein Wechselbalg und am Tod von Noras Mann schuld. An allem Unglück im Dorf wird die Schuld bei  Außenseitern gesucht, wie Nance und Michael. Nora steigert sich langsam auch in den Glauben hinein, dass ihr Enkel ein Wechselbalg ist.  Mary kann sich gegen Nora und Nance nicht durchsetzen. Der neue, übereifrige Pater wettert in den Gottesdiensten gegen die Heilerin  und kann Nora, die Hilfe bei ihm sucht, auch nicht weiterhelfen. So nehmen die Ereignisse ihren Lauf.

Hannah Kent schreibt sehr detailliert, so dass der Leser in die etwas düstere, sehr atmosphärisch erzählte Geschichte hineintaucht und sich im Irland 1824 wiederfindet. Die Welt der Talbewohner ist voller Aberglauben, jeder kämpft um sein Leben, wenn ein Unglück geschieht, sind es die anderen, die daran schuld haben. Außenseiter, die alleine leben, wie die Kräuterfrau Nance, oder der behinderte Michael sind willkommene Sündenböcke.

Nora, Nance und Mary sind sehr gut charakterisiert, als Leser nimmt man Teil an dem Schicksal der drei Frauen und hofft, dass sich ihre Probleme lösen.

Meine absolute Lesesempfehlung für diese tragische Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit beruht.




Mittwoch, 19. Juli 2017

Rezension zu "Die Festung am Rhein" von Maria W. Peter, Bastei Lübbe Verlag, Historischer Roman

Titel: Die Festung am Rhein
Autorin: Maria W. Peter
Seitenzahl: 607 Seiten (TB, 16.3.17)
Isbn Nr. 13-978-3-404-17519-2
Verlag: Bastei Lübbe Verlag
Preis:  10,00 Euro
  
Verlagsinfo: "Eine gigantische Festung, ein teuflischer Verrat und eine verbotene Liebe
 
Coblenz, 1822: Hoch über der Stadt entsteht die preußische Feste Ehrenbreitstein. Als geheime Baupläne von dort verschwinden, wird Franziskas Bruder wegen Landesverrats verhaftet. Er soll die Pläne an die Franzosen verkauft haben – immerhin war ihr gemeinsamer Vater ein Offizier Napoleons. Um seine Unschuld zu beweisen, ist Franziska auf die Hilfe des strengen Leutnants Rudolph Harten angewiesen. Bei der Suche nach dem wahren Verräter kommen sich die beiden näher, als es sich für einen Preußen und eine Halbfranzösin gehört ...

Die Festung Ehrenbreitstein (erbaut 1817 bis 1828) thront bis heute hoch über Rhein und Mosel. Zum 200-jährigen Jubiläum der Festungsstadt Koblenz entwirft Maria W. Peter ein schillerndes Panorama der Rheinprovinz im 19. Jahrhundert. Preußische Disziplin trifft auf rheinische Lebensfreude"
 
Über die Autorin:
Maria W. Peter ist seit Langem von Amerika begeistert. Während ihres Studiums der  Amerikanistik und Anglistik war sie Mitglied eines amerikanischen Chors auf dem Militärstützpunkt in Kaiserslautern und pflegte intensive Kontakte zu amerikanischen Familien. Später lebte sie in Columbia, Missouri, wo sie als Fulbright-Stipendiatin die School of Journalism besuchte. Dort erlag sie endgültig der Faszination amerikanischer Kultur und Geschichte. Schon zu Studienzeiten arbeitete Maria W. Peter als Journalistin. Heute ist sie als freie Autorin tätig und pendelt zwischen dem Rheinland und dem Saarland.
 
Eigene Meinung:
Da ich die Festung Ehrenbreitstein in Koblenz im letzten Jahr besucht habe und historische Romane mag, war ich sehr gespannt auf diesen historischen Roman von Maria W. Peter. 
 
Von Anfang an war ich gefesselt von diesem historischen Roman mit Krimielementen und einer Lovestory. 
 
Die Autorin scheint gut über die Entstehung der Festung recherchiert zu haben und wir bekommen über die Geschichte mit, was es für Probleme zwischen den Rheinländern und den Preußen zu der Zeit, in der dieser Roman spielt, gegeben hat.  
 
Die Geschichte rund um die Halbfranzösin Franziska, die die Unschuld ihres Bruders beweisen möchte und dadurch kräftig ermittelt und spioniert, ist von Anfang an fesselnd und spannend erzählt.
 
Franziska ist eine sympathische, für ihre Zeit sehr selbstbewusste junge Frau. Der Leutnant Rudolf Harten ist zwar ein sehr strenger Preuße, er hilft Franziska wo es nur geht und sammelt dadurch auch Sympathiepunkte. 
 
Das Leben der Menschen Anfang des 19. Jahrhunderts ist sehr lebendig erzählt, man kann sich die Probleme, die ihren Alltag beherrscht haben, sehr gut vorstellen.

5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung für diesen spannenden, historischen Roman mit vielen überraschenden Wendungen.


 


 

Samstag, 15. April 2017

Rezension zu "Die heimliche Heilerin und die Toten" von Ellin Carsta, Tinte und Feder Verlag, historischer Roman

Titel: Die heimliche Heilerin und die Toten
Autorin: Ellin Carsta
Seitenzahl: 348 Seiten (TB, 7.3.17)
Isbn Nr. 13-978-1477824436
Verlag: Tinte und Feder
Preis: 9,99 Euro
 
Verlagsinfo: "Köln 1402: Eines Abends klopft es an der Tür des Stadthauses der Familie Goldmann. Es ist ein Bote des Erzbischofs mit einer dringenden Anweisung: Madlen, die »heimliche Heilerin«, muss zu einer Frau kommen, die in den Wehen liegt. Die Umstände sind dabei höchst merkwürdig: Madlen soll sich die Augen verbinden, damit sie nicht weiß, in welchem Haus die Geburt stattfindet, und wird außerdem dazu verpflichtet, absolutes Stillschweigen zu bewahren.
Ihr gelingt es, das Kind unversehrt auf die Welt zu bringen, doch nach dem ersten Schrei des kleinen Mädchens stürzen ohne Vorwarnung Wachmänner herein und entreißen Madlen das Neugeborene.
Hat wirklich der Erzbischof den Auftrag hierzu gegeben? Madlen bleibt keine Zeit zum Nachdenken. Die Männer kommen zurück und sie realisiert, dass nicht nur das Leben des Säuglings, sondern auch das der Mutter und ihr eigenes ernsthaft in Gefahr sind."

Über die Autorin:
Ellin Carsta ist das Pseudonym der deutschen Autorin Petra Mattfeldt, die zusammen mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in der Nähe von Bremen lebt. Mattfeldt hat sich unter dem Pseudonym Caren Benedikt bereits einen Namen im historischen Genre gemacht. Sie schreibt außerdem Krimis, Thriller und Jugendbücher. "Die heimliche Heilerin" ist der Auftakt zu einer Reihe, die sofort zum Bestseller avancierte. Weitere Informationen zur Autorin unter: www.petra-mattfeldt.de 
Eigene Meinung:
Im dritten Band rund um die heimliche Heilerin Madlen erfahren wir, dass Madlen zwischenzeitlich zwei Kinder bekommen hat und mit ihrer Familie in Köln lebt. Als sie einer Schwangeren bei der Geburt hilft, die den Vater der Kinder geheim halten möchte, geraten nicht nur die Gebärende und deren Kinder in Gefahr, sondern auch Madlens Leben und das ihres Mannes. 
Auch dieser Band ist wieder flüssig und sehr spannend erzählt. Man merkt der Geschichte an, dass die Autorin gerne Krimis schreibt, denn auch hier geht es wieder um verschiedene Verbrechen, Intrigen und die Aufklärung der Verbrechen. Madlen muss ein weiteres Abenteuer bestehen und weit fort von ihrer Heimat reisen. Besonders erstaunt war ich darüber, dass eine Figur den Tod findet, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hatte.
Man kann diesen Teil zwar unabhängig von den ersten beiden Bänden lesen, ich würde jedoch dazu raten, die beiden Vorgänger der Reihe zuerst zu lesen um Madlen und ihre Familie und Freunde genauer kennenzulernen. Es lohnt sich in jedem Fall. Die Geschichten um Madlen sind alle sehr spannende Abenteuer.




Mittwoch, 12. April 2017

Rezension zu "Die heimliche Heilerin und der Medicus" von Ellin Carsta, Tinte und Feder Verlag, Historischer Roman

Titel: Die heimliche Heilerin und der Medicius
Autorin: Ellin Carsta
Seitenzahl: 378 Seiten (TB 19.7.16)
Isbn Nr. 13-978-1503939356
Verlag: Tinte und Feder
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
"Köln 1395: Seit dem Prozess gegen die »heimliche Heilerin« sind sieben Jahre vergangen. Madlen ist glücklich vereint mit Johannes, sie haben zwei Kindern das Leben geschenkt.
Durch eine zufällige Begegnung trifft Madlen auf einen reisenden Medicus, der in Worms Halt gemacht hat und eigentlich auf dem Weg nach Heidelberg ist, um dort Medizin an der Universität zu lehren. Sie ist von dem Mann begeistert und will so viel wie möglich über die Heilkünste lernen, die ihm in Salerno vermittelt wurden. Sie kämpft gegen gesellschaftliche Konventionen sowie die Eifersucht ihres Mannes und setzt alles daran, ein Studium beim Medicus aufnehmen zu können.
In der Zwischenzeit wird Johannes vom Bischof nach Köln zurückbeordert. Dort hat sich eine Reihe von Morden an einigen hochgestellten Persönlichkeiten zugetragen. Johannes ermittelt und gerät selbst in höchste Gefahr."

Über die Autorin:
Ellin Carsta ist das Pseudonym der deutschen Autorin Petra Mattfeldt, die zusammen mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in der Nähe von Bremen lebt. Mattfeldt hat sich unter dem Pseudonym Caren Benedikt bereits einen Namen im historischen Genre gemacht. Sie schreibt außerdem Krimis, Thriller und Jugendbücher. "Die heimliche Heilerin" ist der Auftakt zu einer Reihe, die sofort zum Bestseller avancierte. Weitere Informationen zur Autorin unter: www.petra-mattfeldt.de

Eigene Meinung:

Auch der zweite Teil der heimlichen Heilerin lässt sich flüssig lesen und ist sehr spannend und fesselnd geschrieben. Man kann diesen Teil zwar unabhängig vom ersten Band lesen, ich würde trotzdem raten, den ersten Teil zuerst zu lesen. Man lernt Madlen kennen und erlebt im 1. Teil ein genauso spannendes Abenteuer, wie in dieser Fortsetzung.

Ellin Carsta hat mit "Die heimliche Heilerin und der Medicus" fast schon einen historischen Krimi geschrieben, denn Johannes soll einige Morde aufklären und gerät dabei in Gefahr. Madlen besucht einige medizinische Vorlesungen und auch bei ihr geht es sehr turbulent zu.

Mir hat dieser historische Roman um die sympathische Madlen und ihre Familie und ihre Freunde sehr gut gefallen. Die Krimielemente bringen noch mehr Spannung ins Geschehen. Ich bin gespannt auf den dritten Teil der Reihe. 


 




Samstag, 7. Januar 2017

Rezension zu "Die Holunderschwestern" von Teresa Simon, Heyne Verlag, historischer Roman


Titel: Die Holunderschwestern
Autorin: Teresa Simon
Seitenzahl: 512 Seiten, TB, Klappenbroschur, (13.6.16)
Isbn Nr. 13-978-3-453-41923-0
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 9,99 Euro


Verlagsinfo: "München 1918. Die junge Fanny – Franziska – sitzt im Zug nach München und will der Provinz entfliehen. Ihre sensible Zwillingsschwester Friederike musste sie zurücklassen. Als die reiche Witwe Dora mit ihren beiden Kindern zusteigt, ahnt Fanny noch nicht, dass ein tragisches Schicksal seinen Anfang nimmt. München 2015. Katharina erhält einen Brief aus London: In einem Archiv wurden Tagebücher ihrer Urgroßmutter Franziska gefunden. Katharina wird neugierig. Wie kommt es, dass die Aufzeichnungen ihrer Urgroßmutter, einer einfachen Köchin, in London verwahrt werden?"

Über die Autorin:
Teresa Simon ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin. Sie reist gerne (auch in die Vergangenheit), ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale, hat ein Faible für Katzen, bewundert alles, was grünt und blüht, und lässt sich immer wieder von stimmungsvollen historischen Schauplätzen inspirieren.

Eigene Meinung:

Bei Katharina Raith, Single, Anfang 30 und Restauratorin in München, taucht plötzlich ein sympathischer Engländer auf, der ihr die Tagebücher ihrer Urgroßmutter bringt. Katharina ist natürlich neugierig und beginnt diese Aufzeichnungen zu lesen. Die sehr geheimnisvollen Einträge bringt Katharina dazu, über das Leben ihrer Urgroßmutter Fanny, die 1918 von Weiden nach München gezogen ist, zu recherchieren.

Über die Tagebucheinträge erfahren wir die tragische Geschichte von Fanny und ihrer Zwillingsschwester Franzi. 

Teresa Simon hat diese Familiensaga sehr fesselnd und spannend erzählt. Von der ersten Seite an war ich mitten im Geschehen und war gespannt darauf, ob am Ende der Geschichte wohl alle Familiengeheimnisse, die in der Story so nach und nach ans Licht kommen, aufgedeckt werden können.
 
Die Charaktere in dieser Familiensaga sind sehr lebendig gezeichnet.  Fanny und Katharina sind sehr sympathisch.

Der Erzählstrang 1918 in München spielt zu einer düsteren Zeit und ist entsprechend für Tragödien in Geschichten prädestiniert. Die Autorin scheint über diese Zeit sehr genau recherchiert zu haben.

Am Ende der Geschichte sind einige von Fannys Lieblingsrezepten aufgelistet, die zum Nachkochen einladen.

5/5 Sterne  für diese spannende, geheimnisvolle Familiengeschichte mit vielen Wendungen.



  

Sonntag, 4. Dezember 2016

Rezension zu "Rebengold" von Ellin Carsta, Amazon Publishing, historischer Roman

Titel: Rebengold
Autorin: Ellin Carsta
Seitenzahl: 352 Seiten, TB (27.9.16)
Isbn Nr. 13-978-1503941656
Verlag: Amazon Publishing
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:

"Uerdingen 1351: Die Familie Velten will ihre von der Pest verwüstete Heimat hinter sich lassen. Sie geben den Hof auf und machen sich auf den weiten Weg zum Kloster Johannisberg. Vom Abt haben sie das Angebot bekommen, die klösterlichen Weinberge zu pachten. Auf der Reise treffen sie auf die Familie Stauber, die das gleiche Schicksal ereilt hat, und die ebenfalls zu Weinbauern werden wollen.
Während der Fahrt mit dem Schiff ereignet sich ein Streit zwischen den Familien, der mit einem tragischen Unfall endet. Sowohl das Familienoberhaupt der Veltens als auch sein Bruder sterben. Die Witwe Isabel ist verzweifelt und steht vor einer gewaltigen Herausforderung: Mit den Kindern auf sich allein gestellt muss sie den lange brach liegenden Weinberg bestellen. Ihre Verpächter, die Klosterbrüder, sind ihr keinesfalls alle wohlgesinnt. Und auch die ihr verhasste Familie Stauber tut alles, um ihr Steine in den Weg zu legen."

Über die Autorin:

Ellin Carsta ist das Pseudonym der Autorin Petra Mattfeldt, die zusammen mit ihrer Familie in Norddeutschland lebt. Unter dem weiteren Pseudonym Caren Benedikt hat sie sich bereits einen Namen im historischen Genre gemacht. Sie hat bereits diverse Kurzgeschichten, Anthologien und Romane veröffentlicht.

Kontakt: Literaturagentur Lianne Kolf, München. E-Mail: Mail@agentur-kolf.de

Eigene Meinung:

Dieser historische Roman um die Isabel Velten, die nach einem Unglück ihre Familie mit den vom Kloster gepachteten Weinstöcke durchzubringen versucht, ist von Anfang an spannend und fesselnd erzählt.

Isabel ist eine starke Frau, die alles für ihre Kinder tun würde. Doch als Frau hat sie in der Zeit, in der Männer das Sagen haben, sehr schlechte Karten und auch das Schicksal spielt ihr so manch einen Streich.

Stellenweise ist dieser historische Roman schon fast ein Krimi, es geschehen Verbrechen und man weiß eigentlich, wer der Täter ist, doch leider kann man ihm nichts nachweisen. Da hofft man natürlich, dass der Täter bestraft wird.

Es handelt sich bei "Rebengold" wohl um den ersten Band einer Reihe und ich bin gespannt, was Isabel und ihre Familie noch alles erleben werden.




Montag, 14. März 2016

Rezension zu "Die unbeugsame Händlerstochter" von Ellin Carsta, Amazon Publishing, historischer Roman

Titel: Die unbeugsame Händlerstochter
Autorin: Ellin Carsta
Seitenzahl: 382 Seiten (TB, 23.2.16)
Isbn Nr. 13-978-1503935112
Verlag: Amazon Publishing
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
"Köln 1351: Elisabeth und Stephen Hardenstein sind Zwillinge, könnten jedoch unterschiedlicher nicht sein. Während Elisabeth mit Begeisterung schon als Kind alles aufsaugt, was den Tuchhandel ihres Vaters betrifft, liegt es Stephen mehr, ein leichtes Leben zu führen. Die Händlerstochter geht ihrem Vater bei der Prüfung der Waren und bei der Buchhaltung zur Hand. Sie fühlt ihre Berufung zur Händlerin.
Als der Vater einen Schlaganfall erleidet, ändert sich die Situation dramatisch. Stephen übernimmt das Ruder im elterlichen Betrieb. Durch sein leichtfertiges Vorgehen schließt er immer wieder schlechte Geschäfte ab und häuft Schulden an. Seine Schwester möchte er so schnell wie möglich mit dem nächstbesten Werber verheiraten. Elisabeth ist verzweifelt, jedoch ebenso entschlossen, sich gegen die Pläne des Bruders zur Wehr zu setzen und das Familienunternehmen zu retten.

Über die Autorin:
Ellin Carsta lebt zusammen mit ihrer Familie in der Nähe von Hannover und arbeitet dort für eine Tageszeitung. Unter einem Pseudonym hat sie bereits diverse Kurzgeschichten, Anthologien und Romane veröffentlicht. Kontakt: Ellin.Carsta@web.de
Eigene Meinung:
"Die unbeugsame Händlerstochter" ist flüssig und sehr fesselnd erzählt. Elisabeth, die Hauptfigur in diesem historischen Roman, das im Köln um 1351 spielt, ist eine junge Frau, die durch äußere Umstände dazu gezwungen wird, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Das ist in der Zeit, in der dieser Roman spielt, nicht üblich und entsprechend werden Elisabeth Steine in den Weg gelegt. Doch Elisabeth bekommt durch Rachel, eine Jüdin, die Kleider näht und Stoffe kauft, Unterstützung. Immer wieder laufen Elisabeth Frauen über den Weg, die ihr helfen.

Mir gefällt Elisabeth sehr gut. Sie ist eine starke Frau, die sich im Laufe der Geschichte weiterentwickelt. Sie lässt sich weder durch ihren Bruder Stephen, noch durch Intrigen oder Verluste unterkriegen. Natürlich spielt die Liebe in diesem Roman auch eine große Rolle.

Als Leser fiebert man bis zum Schluss mit und hofft, dass sich für das Mädchen alles zum Guten wenden wird.

5/5 Sterne für diesen unterhaltsamen, sehr spannend erzählten Pageturner.


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Dienstag, 10. November 2015

Rezension zu "Sterne über der Alster" von Micaela Jary, historischer Roman, Piper Verlag

Titel: Sterne über der Alster
Autorin: Micaela Jary
Seitenzahl: 432 Seiten, kartoniert (9.11.15)
Isbn Nr. 13-978-3-492-30697-3
Verlag:  Piper Verlag
Preis: 9,99 Euro



Verlagsinfo: "Die Revolution von 1918/19 bringt nicht nur Chaos in das geordnete Leben der Hamburger Reederfamilie Dornhain, sondern auch der Dienstboten: Der Patriarch nimmt sich das Leben, sein Chauffeur gerät unter Mordanklage und Nele Dornhain erwartet ein Kind vom Mann ihrer kleinen Schwester. Indes kämpft die älteste Tochter Ellinor um das wirtschaftliche Überleben des Familienunternehmens und auch um ihr eigenes Lebensglück, dessen Zukunft in den Sternen über der Alster geschrieben steht ... "

Über die Autorin:
Micaela Jary wurde als Tochter des Filmkomponisten Michael Jary in Hamburg geboren. Sie wuchs in der Welt des Kinos und der Musik auf und arbeitete als Zeitungsredakteurin, ehe sie sich ganz der Schriftstellerei widmete. Seit vielen Jahren schreibt sie nun erfolgreich Bücher. Sie lebte lange in Paris und wohnt heute mit Mann und Hund in Berlin und München.

Eigene Meinung: 
Micaela Jary hat auch diese Fortsetzung der Familiengeschichte der Hamburger Reederfamilie Dornhain spannend und fesselnd erzählt. Fast schon ein wenig Krimi ist in dieser Geschichte enthalten, wird doch der Chauffeur der Familie wegen Mordes verhaftet, der Familienvorstand erpresst, es geschieht eine Vergewaltigung und auch auf den Straßen ist es in der Zeit um 1918/19 in Hamburg nicht sicher.
Nicht nur, dass wir erfahren, wie es mit den sympathischen Charakteren Nele, Ellinor, Livi und Klara weitergeht, auch diesmal erleben wir deutsche Geschichte so nebenbei. Viel interessanter und viel lebendiger erzählt, wie die langweiligen Quellentexte im Geschichtsunterricht. So macht Geschichte Spaß und man kann sich die Ereignisse viel besser merken!

5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung.


Mittwoch, 6. Mai 2015

Rezension zu "Die Magie der kleinen Dinge" von Jessie Burton, Limes Verlag, historischer Roman

Die Magie der kleinen Dingen
Autorin: Jessie Burton
Seitenzahl: 480 Seiten (gebundenes Buch, 16.3.15)
Isbn Nr. 13-978-3-8090-2647-1
Verlag: Limes Verlag
Preis: 19,99 Euro

 Klappentext:
"Wenn der Schein trügt, muss man zweimal hinsehen
Die junge Nella wird mit dem Amsterdamer Handelsmann Johannes Brandt verheiratet. Als sie sein herrschaftliches Haus an der Herengracht zum ersten Mal betritt, schlägt ihr kalte Abneigung von Seiten ihrer neuen Familie entgegen. Nur das Hochzeitsgeschenk spendet ihr Trost: ein Puppenhaus, das eine exakte Nachbildung ihres neuen Zuhauses ist. Doch bald werden Nella mysteriöse kleine Nachbildungen ihrer neuen Familienmitglieder geschickt – und Hinweise auf das, was diese verbergen. Nella beginnt zu ahnen, dass sich hinter der perfekten Fassade der Brandts tiefe Abgründe verbergen – und Geheimnisse, die sie alle in ihren Sog ziehen werden …"

Über die Autorin:
Jessie Burton, geboren 1982, studierte an der Oxford University sowie an der Central School of Speech and Drama. Sie arbeitet unter anderem als Schauspielerin und lebt in London. Mit ihrem Debütroman "Die Magie der kleinen Dinge" begeisterte sie Verlage in aller Welt – die Rechte wurden in 32 Länder verkauft. In ihrer Heimat England eroberte sie sofort die Bestsellerliste und wurde von der Presse hochgelobt.
www.jessieburton.co.uk/index.html

Eigene Meinung:

Jessie Burtons Roman entführt uns in das Amsterdam des 17. Jahrhunderts. Wir erhalten Einblick in das Leben der 18jährigen Nella, der man anmerkt, dass sie sehr jung ist und noch wenig Lebenserfahrung besitzt. Da ihre Familie verarmt ist, wird sie mit dem Amsterdamer Kaufmann Johannes Brandt verheiratet und zieht in dessen Haus nach Amsterdam. Johannes ist sehr freundlich zu Nella, er behandelt sie gut. Seine Schwester hingegen lässt Nella ihre Abneigung spüren. Nella fühlt sich in dem Haus nicht sehr wohl. Ihr Mann ist ständig weg und scheint kein großes Interesse an ihr zu haben und seine Schwester ist sehr abweisend zu ihr.  Auch die Dienerschaft geht erst einmal auf Distanz zu ihrer neuen Mitbewohnerin.
Als Nella von Johannes ein Puppenhaus bekommt, das eine genaue Nachbildung ihres neuen Heimes ist, soll sie das einrichten. Sie bekommt mysteriöse Päckchen, die die Bewohner des Hauses beinhalten ..

Jessie Burton erzählt aus der Sicht von Nella, die im Laufe der Handlung erwachsen wird. Gut beschrieben ist die Doppelmoral der Gesellschaft, der religiöse Eifer und die Problematik der Frauen im 17. Jahrhundert. Die Autorin scheint hier sehr gut recherchiert zu haben.

Am Ende bleiben einige Dinge im Dunkeln, die ich gerne näher beleuchtet gehabt hätte.

Ein richtig gut erzählter, sehr atmosphärischer, geheimnisvoller  Debütroman, sehr ruhig erzählt und dennoch fesselnd mit sehr gut ausgearbeiteten Charakteren.

Von mir erhält dieser gelungene Abstecher nach Amsterdam ins 17. Jahrhundert 4/5 Sterne. 




Donnerstag, 16. April 2015

Rezension zu "Der Himmel über Berkeley Park " von Amy Forster, historischer Roman, Droemer Knaur Verlag

Titel: Der Himmel über Berkeley Park
Autor: Amy Forster
Seitenzahl: 468 Seiten (TB 2.2.15)
Isbn Nr. 13-978-3-426-51481-8
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 14,99 Euro

Klappentext:
 "Zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, begegnen sich auf dem englischen Landsitz Berkeley Park: das englische Dienstmädchen Ella, die durch einen Unfall ihr Gedächtnis verlor, und die deutsche Adlige Auguste, die mit ihren Eskapaden das ganze altehrwürdige Haus auf den Kopf stellt. Beide Frauen kämpfen in einer Zeit, in der Europa auf den Ersten Weltkrieg zusteuert, auf unterschiedliche Arten um ihr Glück. Doch eine Gemeinsamkeit wird die zwei für immer verbinden: Die Liebe zu Augustes Ehemann Rhys."

Über die Autorin:
Amy Forster wurde 1965 geboren und lebt im Hunsrück. Sie liebt es, zu reisen, in der Wirklichkeit und in der Fantasie, und so ist sie schon in viele Rollen geschlüpft: Als Isabel Beto veröffentlicht sie erfolgreich historische Sagas, darüber hinaus schreibt sie aber auch Romantisches und Fantastisches. Nun hat sie sich ihrer neuen Liebe England zugewendet.

Eigene Meinung:
Die Autorin Amy Foster hat hier einen gut recherchierten, detailiert beschriebenen Roman geschrieben, der von zwei unterschiedliche Frauen, die im England um die Jahrhundertwende leben, handelt. Das Dienstmädchen Ella ist ein sympathischer Charakter, mir hätte besser gefallen, wenn sich die Geschichte mehr im Mittelpunkt des Romanes gestanden wäre. Stattdessen rückt die Adlige deutsche Auguste in den Vordergrund der Geschichte. Sie ist eine verwöhnte Tochter, die schon immer alles bekommen hat, was sie wollte. Sie heiratet überstürzt den Engländer Rhys. Weil sich Auguste in den Kopf gesetzt hat, sie wäre eine Künstlerin, bringt sie so manchen Skandal nach Berkeley. Aber auch Auguste und Rhys bleiben von Schicksalschlägen nicht verschont.

Das Buch hat mich nicht überzeugt, da mir Auguste gar nicht gefallen hat. Entsprechend konnte mich die Story nicht so richtig fesseln. Vielleicht, weil ich entsprechend der Werbung, einen Roman erwartet hatte, der der Serie "Downtown Abbey" ähneln sollte.

Mit Downtown Abbey kann man diese Story leider gar nicht vergleichen. Enttäuschung ist daher vorprogrammiert. Verschiedene, interessante Figuren, Dialoge, und Wortgefechte findet man hier leider vergeblich.

Ich kann dieses Buch nicht weiterempfehlen. 








Montag, 23. März 2015

Rezension zu "Bella Clara" von Petra Durst-Benning, List Verlag, 3. Band der Jahrhundertwindtrilogie,Historischer Roman


Titel: Bella Clara
Autorin: Petra Durst-Benning
Seitenzahl: 560 Seiten
Verlag: List Hardcover (6.3.15)
Isbn Nr. 13-978-3471350561
Preis: 19,99 Euro

Klappentext:
"Clara Gropius kann die Herrschsucht ihres Mannes nicht mehr ertragen und lässt sich scheiden. Sie verliert alles, vor allem das Sorgerecht für ihre Kinder. Mittellos versucht sie, an ihre Ausbildung in der Apotheke ihrer Eltern anzuknüpfen. Doch als geschiedene Frau ist sie ein Skandal. Niemand will sie einstellen, sie wird wie eine Ausgestoßene behandelt. Nur ihre Freundinnen Josephine und Isabelle stehen ihr bei. Und tapfer hält Clara an ihren Träumen fest, sie zieht an den Bodensee und baut sich dort ein neues Leben auf. Mit einer selbstgemachten Creme beginnt es, ihre Schönheitsrezepte finden großen Anklang, schließlich revolutioniert Claras Naturkosmetik die Gewohnheiten ihrer Kundinnen. Aber zu keinem Zeitpunkt trösten Erfolg, Ruhm und die Aufmerksamkeit der Männer sie über den großen Verlust in ihrem Leben hinweg: Clara sehnt sich nach ihren Kindern. Band 3 der Trilogie "Jahrhundertwind""

Über die Autorin:
Petra Durst-Benning ist eine der erfolgreichsten und profiliertesten deutschen Autorinnen. Seit über 15 Jahren laden ihre historischen Romane die Leserinnen ein, mit mutigen Frauenfiguren Abenteuer und große Gefühle zu erleben. Auch im Ausland und im TV feiern ihre Romane große Erfolge. Petra Durst-Benning lebt mit ihrem Mann bei Stuttgart. 

Eigene Meinung:
Auch der 3. Band der Jahrhundertwind-Trilogie, der von Clara Gropius handelt, liest sich flüssig und leicht, die Seiten fliegen nur so dahin. Man ist sofort im Geschehen und fiebert mit, wie es Clara so ergeht.

Petra Durst-Benning scheint auch hier zum Thema Schönheit sehr gut recherchiert zu haben. Man bekommt so richtig Lust, die Duftwässerchen, Seifen und Cremes von Clara auszuprobieren. Auch das Thema Liebe kommt in diesem Band nicht zu kurz, nur scheint die Protagonistin kein glückliches Händchen mit Männern zu haben. Dafür hat sie viele Freunde, die sie sehr unterstützen.

Ein fesselnder, historischer Roman, der sich mit dem Thema Schönheitspflege um die Jahrhundertwende beschäftigt, wieder wunderbar geschrieben ist und uns an den Bodensee entführt.
Im Nachwort gibt Petra Durst-Benning an, dass sie Elizabeth Arden und Estée Lauder und noch mehr Frauen, die sich der Kosmetik verschrieben haben,  zu diesem Roman inspiriert haben.

5/5 Sterne, meine absolute Leseempfehlung für Freunde von historischen Romanen und interessanten Frauenfiguren. Es ist zwar zu empfehlen, die beiden vorherigen Bände dieser Trilogie zu lesen (der erste dreht sich um das Radfahren, der 2. um den Champagner). Es ist aber nicht zwingend erforderlich, diese Bände zu lesen.

Auf der Autorenseite von Petra Durst-Benning kann man sich "Claras Schönheitsgeheimnisse"  oder Puder und Poesie" kostenlos herunterladen: http://durst-benning.de/fan-forum/petras-buecher/bella-clara.html.



Sonntag, 5. Oktober 2014

Rezension zu "Maistöcke - Bützer Historie" von Britta Orlowski, Bookshouse Verlag, historischer Roman

Titel: Maistöcke
Autorin: Britta Orlowski
Seitenzahl: 469 Seiten (broschiert, 8.9.14)

Verlag: bookshouse
Isbn Nr. 13-978-9963524884
Preis: 13,99 Euro, eBook 3,99 Euro
 
 Kurzbeschreibung:
"1889

Bevor sich Levke in ihrem neuen Zuhause im Havelland einleben kann, wird sie Witwe. Albträume quälen sie. Wieso glaubt sie, dieses fremde Dorf zu kennen?
Als sich unlösbare Todesfälle häufen, sucht Levke nach Antworten. Ist Jack the Ripper für das Morden verantwortlich? Welches Geheimnis birgt die Kräuterfrau Jordis? Und was hat es mit dem Quilt der verlorenen Seelen auf sich?
Das größte Rätsel aber gibt ihr der attraktive Seemann mit den violetten Augen auf: Silas Böttcher, der plötzlich wieder in Bützer lebt. Hoffentlich begeht Levke keinen folgenschweren Fehler, indem sie ihm vertraut, denn etwas an ihm geht ihr tief unter die Haut."

Die Autorin:
... wurde im Jahr 1966 geboren – eine Schnapszahl ich weiß, meine Eltern hätten gleich stutzig werden sollen. Stattdessen zogen sie mich mit viel Liebe, Wärme und schönen Geschichten auf. Sie nahmen meine zahlreichen kreativen Experimente gelassen hin und nährten meine ohnehin uferlose Fantasie noch mit zauberhaften Erzählungen über Spielzeug, welches zum Leben erwacht, sobald ich des abends eingeschlafen sei.
So wuchs ich also in meiner Geburtsstadt Rathenow auf, absolvierte die zehnklassige polytechnische Oberschule und erlernte den Beruf der stomatologischen Schwester in der Kreispoliklinik.
Ich angelte mir einen netten Mann, dem ich sage und schreibe im taufrischen Alter von fünf Jahren zum ersten Mal begegnete und ihn sogleich aus tiefstem Herzen verabscheute. Zum Glück änderte ich später meine Meinung - wir heirateten und gründeten eine Familie. Ihm verdanke ich meine lieben Söhne, die überhaupt die schönsten Babys der Welt waren.
Im Erziehungsurlaub wurde mir rasch langweilig. Beim Aufräumen stieß ich auf die Manuskripte aus meiner jugendlichen Sturm- und Drangzeit. Ich begann erneut Geschichten zu schreiben - nur so für mich. Wenige Jahre später infizierte ich mich mit dem Patchworkvirus und hänge seitdem an der Nadel. Doch auch das Schreiben ließ mich nicht mehr los. Nach einigen Überlegungen kam ich zu dem Schluss, dass es bestimmt einen Weg gibt, beide Hobbies zu verbinden. So entstand mein erster Roman „Rückkehr nach St. Elwine“.
Da mir der Abschied von meinen Hauptfiguren am Ende so schwer fiel, war die Idee geboren, daraus mehr zu machen. Eine lockere Serie, mit in sich abgeschlossenen Geschichten, die stets am gleichen Ort, dem fiktiven Küstenstädtchen in der Chesapeake Bay, spielen. Nach langem Suchen habe ich nun ein begeisterungsfähiges Verlagsteam gefunden.

Eigene Meinung:

Irgendwo in Bützer steht mein Häuschen u. ich bin Teil der Dorfgemeinschaft, zumindest hatte ich während des Lesens das Gefühl. Auch wenn in Bützer seltsame Dinge geschehen und wohl ein Mörder umgeht, fühlte ich mich hier rundum wohl.  Man spürt auch die Hilfsbereitschaft der Dorfbewohner untereinander, lernt sympathische Charaktere kennen und Tratschtanten, die ihre Nase in alle Angelegenheiten stecken. Die Ermittlungen in den Mordfällen in Bützer übernimmt allerdings nicht die Polizei, sondern die junge Witwe Levke zusammen mit Thure, dem Bruder der jungen Annemie, deren Tod unklar ist. Thure verdächtigt Silas, den Sohn des Müllers und sein Nachbar, der Mörder von Annemie und den weiteren Toten, die im Laufe der Geschichte auftauchen, zu sein.

Silas ist ein total interessanter Typ mit ungewöhnlichen Veilchenaugen. Das scheint auch Levke zu finden, die zwischen Thure und Silas hin- und hergerissen ist.

Britta Orlowski hat sich hier an einen historischen Roman gewagt. Es ist ihr gelungen, uns in das Bützer der Jahrhundertwende zu entführen. Wir bekommen einen tollen Einblick in das damalige Landleben, in das beschwerliche Leben der Leute im Dorf und lernen die Kräuterfrau Jordis kennen und lieben.

Die Autorin hat sich in der Kräuterkunde Kenntnisse angeeignet, das erkennt mein geübtes Auge. Sie scheint auch sonst sehr gut recherchiert zu haben. Natürlich hat Britta ihr Hobby, das Quilten, über Levke in die Dorfgemeinschaft gebracht.

5/5 Sterne für dieses kurzweilige, spannende, einfach geschriebene und sehr gut wegzulesende Debüt im Genre historische Romane. Meine Leseempfehlung für alle Leserinnen und Leser, die Liebesgeschichten mit einer Brise Spannung, historischen Details und starken Charakteren mögen. Manche Begriffe aus der Mundart habe ich zum ersten Mal gehört.



Dienstag, 29. April 2014

Rezension zu "Schattenmädchen" Das Geheimnis einer Familie von Laila El Omari, Coppenrath Verlag, historischer Roman

Titel: Schattenmädchen - Das Geheimnis einer Familie
Autorin: Laila El Omari
Seitenzahl: 320 Seiten, gebundene Ausgabe
Verlag: Coppenrath, F. 1. Auflage (2/14)

Isbn Nr. 13-978-3649615279
Preis: 16,95 Euro
Vielen Dank an  Blogg dein Buch

Klappentext:

"Mit dem plötzlichen Auftauchen des charismatischen Engländers Adrian Frost gerät das eintönige Leben der wohlbehütet aufgewachsenen Maya Cameron völlig aus den Fugen. Doch auch wenn sich Maya ihrem romantischen Gefühlen für den reichen Erben der Frost-Ländereien verliert, so spürt sie gleichzeitig eine scheinbar undurchdringliche Düsternis, die mit Adrian Einzug auf Leighs End, der Teeplantage ihrer Familie, hält. Maya glaubt nicht an Zufall, und schon bald kommt sie einem lang gehüteten Geheimnis auf die Spur, das ihre heile Welt Stück für Stück zerbrechen lässt"

Über die Autorin:
Laila El Omari, geboren in Münster als Kind eines palästinensischen Vaters und einer deutschen Mutter, studierte Orientalistik, Germanistik und Politikwissenschaften in Münster und Bonn. Sie hat bereits mehrere faszinierende Romane in der Belletristik veröffentlicht, die in der Zeit vom 16. bis Anfang des 20. Jahrhunderts spielen. Die Autorin lebt heute mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Bonn.
 

Eigene Meinung:
Die sechzehnjährige Maya Cameron lebt mit ihren Eltern, ihrer Großmutter, ihrer ein Jahr älteren Schwester Irene und ihren jüngeren Geschwistern Edward und Elisabeth auf einer Teeplantage in Ceylon. Ende des 19. Jahrhundert bietet das Leben für ein Mädchen im Teenageralter nicht sehr viel Abwechslung. Eine junge Dame muß sich gut benehmen und gut aussehen, damit sie einen passenden Mann findet.  Maya erwartet viel mehr vom Leben.  Abwechslung bieten Maya  Ausritte mit ihrer Stute und ab und an hilft sie ihrem Vater im Kontor.  Da kommt der gutaussehende Verwandte Adrian Frost aus England zurück nach Ceylon. Adrian wurde nach Ceylon geschickt, da seine Verwandten in England einen Skandal vertuschen wollen. Maya ist fasziniert von Adrian. Die beiden treffen sich heimlich nachts und versuchen herauszufinden, was mit Mayas Tante Hester und mit Adrians Mutter geschah, die beide spurlos verschwunden sind.

Die Autorin besitzt einen sehr fesselnden Erzählstil, der mir sehr gut gefällt.  Sie beschreibt Ceylon sehr detailliert, die Farben und die Düfte kann man fast sehen, bzw. riechen. So dass man meint, man befände sich mitten auf der Teeplantage und reitet mit Maya zusammen aus oder erforscht die Räume des Gutshauses. Die Figuren Maya, Adrian und Irene sind glaubhaft und lebendig dargestellt. Die beiden jüngeren Geschwister, die ständig lauschen oder die Großmutter ärgern, bringen Humor in die Geschichte. Maya ist eine sympathische Siebzehnjährige, die versucht, sich  den strengen Regeln und gesellschaftlichen Zwängen der jungen Mädchen im 19. Jahrhundert zu widersetzen, was zu Auseinandersetzungen mit ihren Eltern und insbesondere mit ihrer sehr strengen Großmutter führt.

Ihre ältere Schwester Irene hütet ein Geheimnis. Maya ist irritiert, da sich die Schwestern immer alles erzählt haben. Der charismatische Adrian wirkt anfangs wie ein Playboy, das könnte allerdings täuschen.  Die Großmutter, die auf alte Sitten und Gebräuche beharrt, ist mir total unsympathisch. Ella, die Frau eines Teehändlers aus England, die auf den gesellschaftlichen Veranstaltungen in Mayas Umfeld auftaucht, spiegelt die selbstbewusste, selbstbestimmte Frau wieder.

Laila El Omari hat für uns Leser noch einige Überraschungen und Wendungen eingebaut, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet hätte.

5/5 Sterne für diesen spannenden und interessanten Einblick in das Leben der Engländer im 19. Jahrhundert in Ceylon verknüpft mit einer Liebesgeschichte und einem düsteren Familiengeheimnis.

Sonntag, 6. Oktober 2013

Rezension zu "Die Champagnerkönigin" von Petra Durst-Benning, historischer Roman

Titel: Die Champagnerkönigin
Autorin: Petra Durst-Benning
Seitenzahl: 528 Seiten
Isbn Nr. 13-978-3471350584
Verlag: List Hardcover (13.9.2013)
Preis: 19,99



Klappentext:
"Ein unerwartetes Erbe und ein großes Versprechen 1898: Isabelle hat gegen den Willen ihrer Eltern den attraktiven Leon Feininger geheiratet. Sie geht mit ihm in die Champagne, wo er ein Weingut geerbt hat. Isabelle ist verzaubert von der einzigartigen Landschaft und der Verheißung eines neuen Lebens. Der schöne Schein trügt jedoch, eine erfolgreiche Rivalin wartet nur darauf, sich das vernachlässigte Weingut einverleiben zu können. Ein vielversprechendes Abenteuer, so sinnlich wie aufregend, wartet auf Isabelle. Und zum ersten Mal in ihrem Leben erkennt sie, dass es Dinge gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt. „Einfach umwerfend!"

Über die Autorin:
Petra Durst-Benning ist eine der erfolgreichsten und profiliertesten deutschen Autorinnen. Seit über 15 Jahren laden ihre historischen Romane die Leserinnen ein, mit mutigen Frauenfiguren Abenteuer und große Gefühle zu erleben. Auch im Ausland und im TV feiern ihre Romane große Erfolge. Petra Durst-Benning lebt mit ihrem Mann bei Stuttgart.

Mehr erfahren Sie auf Facebook und unter: durst-benning.de

Eigene Meinung:

Nachdem ich den 1. Band der Trilogie,  "Solange die Welt noch schläft",  von Petra Durst-Benning gelesen hatte, wollte ich natürlich unbedingt wissen, wie es Leon und Isabelle in der Pfalz ergeht.

Isabelle, die verwöhnte Fabrikantentochter,  tut sich auf dem Gut von Leons Eltern in der Pfalz sehr schwer. Mit dem einfachen Leben und Leons Eltern kommt sie nicht zurecht. Ihr Mann ist ständig mit seinem Fahrrad unterwegs und Isabelle langweilt sich. Da erbt Leon ein Weingut in der Champagne. Isabelle nimmt die neue Herausforderung an und möchte das Weingut allen widrigen Umständen zum Trotz behalten. Sie kämpft gegen Geldnot, einem Trunkenbold als Kellermeister und einer Konkurrentin, die sich das Weingut von Leon und Isabelle unter den Nagel reißen möchte. Doch das Glück scheinen die beiden Verliebten nicht auf ihrer Seite zu haben. Leon verunglückt mit seinem Fahrrad, was Isabelle in eine schwere Depression stürzt. 

Petra Durst-Bennings Champagnerkönigin liest sich sehr leicht. Die Charaktere sind liebenswert und sehr lebendig dargestellt. Wir erfahren so nebenbei ziemlich viel über die Landschaft in der Champagne,  den Champagner und seine Herstellung.

Die Autorin hat einige Wendungen eingebaut, so dass Spannung aufkommt und wir unbedingt wissen wollen, ob sich für Isabelle und das Weingut alles zum Guten wendet. Ich bin gespannt auf die Abenteuer von Clara, um die sich der 3. Band drehen wird.

Ganz klare Leseempfehlung und 5/5 Sterne für diesen großartig erzählten Roman, der in der Zeit um die Jahrhundertwende  - hauptsächlich in der Champagne  - spielt und uns einen Einblick in das sehr von der Natur abhängige Leben der Champagner-Winzer gewährt.

Montag, 5. August 2013

Rezension zu "Solange die Welt noch schläft", Petra Durst-Benning, Ullstein Verlag, historischer Roman



Titel: Solange die Welt noch schläft
Autorin: Petra Durst Benning
Seitenzahl: 496 Seiten
Isbn Nr. 978-3548285412
Verlag: www.ullstein-taschenbuch.de
Preis: 9,99 Euro

Klappentext:

"Berlin, um 1890. Eine Gesellschaft, in der Männer die Zukunft bestimmen und Frauen gefälligst die Pedale einer Nähmaschine und nicht die eines Fahrrads zu treten haben. Doch der Jahrhundertwind fegt durch die Straßen und flüstert verheißungsvoll von Aufbruch und Abenteuer. Drei Freundinnen, die unterschiedlicher nicht sein können: Josefine, die Tochter eines Hufschmieds bricht in die Männerdomäne des Radfahrens ein und wird bitter dafür bestraft. Die brave Apothekertochter Clara will endlich frei sein von der Tyrannei ihrer Eltern. Und die Fabrikantentochter Isabelle sehnt sich nach der großen Liebe. Die Konventionen der Kaiserzeit, Standesdünkel und Vorurteile machen den jungen Frauen das Leben schwer. Doch der Wunsch nach Selbstbestimmung und Freiheit ist unbezähmbar. Mutig macht sich das Freundinnentrio auf seinen Weg in eine neue, bessere Zukunft."

Über die Autorin:

Petra Durst-Benning ist eine der erfolgreichsten und profiliertesten deutschen Autorinnen. Seit über 15 Jahren laden ihre historischen Romane die Leserinnen ein, mit mutigen Frauenfiguren Abenteuer und große Gefühle zu erleben. Auch im Ausland und im TV feiern ihre Romane große Erfolge. Petra Durst-Benning lebt mit ihrem Mann bei Stuttgart.

Eigene Meinung:

Petra Durst-Benning hat mit ihrem historischen Roman "So lange die Welt noch schläft" einen total interessanten, fesselnden Roman geschrieben, der sich um den Beginn des Fahrradfahrens dreht.

Drei Freundinnen, die aus verschiedenen Gesellschaftsschichten kommen, sind völlig fasziniert vom Fahrradfahren. Für Josefine ist solch ein Rad, wie es der Vater ihrer Freundin besitzt, unerschwinglich. Sie darf sich das Fahrrad anfangs noch vom Vater ihrer Freundin leihen. Der Vater fürchtet jedoch um den schlechten Einfluss auf seine Tochter Isabelle, die eine gute Partie ist und schnellstmöglichst verheiratet werden soll. Doch Isabelle denkt überhaupt nicht daran, zu heiraten. Die Apothekerstochter Clara hingegen hilft ihrem Vater beim Salbenmischen und würde gerne an der Uni Medizin studieren. Sie verliebt sich in einen jungen Arzt und möchte ihn heiraten.

Anhand dieser drei jungen Frauen bietet uns Petra Durst-Benning einen spannenden Einblick ins Leben der Frauen um die Jahrhundertwende. Das Radfahren steht natürlich im Mittelpunkt, bedeutet es für die Frauen doch neu gewonnene Freiheit. Das Radfahren ist in dieser Zeit eigentlich nur den Männern erlaubt, was zu Spannungen zwischen den Geschlechtern führt.

Das Buch ist sehr schön illustriert mit Bildern von alten Rädern, Radrennen und passender Bekleidung für Fahrradfahrer.

Die Protagonistin Josefine, die es nicht leicht hat mit ihrer Familie, ist eine sehr sympathische Figur, so dass wir von der ersten Seite an hoffen, dass es das Schicksal gut mit ihr meint und sie ihre Träume verwirklichen kann. Auch die beiden Freundinnen von Josefine sind der Autorin sehr gelungen und bringen Spannung in die Geschichte, da jede der Freundinnen einen anderen Lebensweg beschreiten möchte.

Das bunte Treiben auf den Straßen von Berlin hat die Autorin wunderbar beschrieben. Wir radeln quasi mit Josefine durch die Straßen oder erleben ein Fahrradrennen. 

5/5 Sterne für diesen von der ersten Seite an fesselnden historischen Roman über Lebensträume, die verwirklicht werden wollen, die Liebe und Frauen, die sich über alle Konventionen hinwegsetzen.

Mittwoch, 17. Juli 2013

Rezension zu "Verführung" von Tanja Kinkel, Knaur Taschenbuch, historischer Roman


Titel: Verführung 
Autorin: Tanja Kinkel
Isbn Nr. 13: 978-3426512876
Verlag: Knaur Taschenbuch
Seitenzahl: 478 Seiten, VÖ: 1.7.2013
Preis: 9,99 Euro

 Klappentext:
"Casanova begehrte sie - doch sie wollte selbst die Verführerin sein
Als kleines Mädchen erlebt Angiola Calori eine Sängerin auf der Bühne und will fortan nur eines: selbst dort stehen und singen. Doch die große Musik wird damals nicht für Frauen geschrieben, sondern für Kastraten. Einer der größten wird ihr Lehrer und Geliebter. Um ihn begleiten zu können, schlüpft sie selbst in die Rolle eines Kastraten. Noch als solcher verkleidet, begegnet sie 1744 Giacomo Casanova. zwei begnadete Verführer prallen aufeinander."
 

Über die Autorin:
 Mit dem Schreiben fing Tanja Kinkel mit 13 Jahren an. Heute ist sie eine der erfolgreichsten deutschen Autorinnen. Obwohl sie neben historischen Romanen, die von der Gründung Roms bis zum 2. Weltkrieg spielen, auch Thriller, Jugendbücher, Fantasy, ja Gegenwartsliteratur und Essays geschrieben hat, tauchen fast alle ihre Bücher auf den großen Bestsellerlisten auf. Wie der Spiegel schon 1998 dazu schrieb: so selbstverständlich wie Ebbe und Flut. Das liegt zum einen sicher daran, dass die promovierte Germanistin etwas zu all diesem Themenmischmasch zu sagen hat, als auch daran, dass  Reiselust, Humor, Romantik, Abenteuer und Informationhunger immer befriedigt werden wie auch die Überzeugung: ja, so kann es gewesen sein. Weitere Informationen unter: www.tanja-kinkel.de.

Eigene Meinung:

Tanja Kinkel erzählt den Lebensweg von Angiola Calori, die von der Musik, der Oper und dem Gesang so fasziniert ist, dass sie unbedingt an großen Opern singen möchte. Frauen dürfen nicht singen, die Frauenrollen werden von Kastratensängern übernommen. Angiola lernt einen großen Kastratensänger kennen und lieben. Sie flieht mit ihm und beginnt eine Ausbildung als Sängerin. Dazu muss sie in die Rolle eines Kastraten schlüpfen. Als Angiola Casanova begegnet, verliebt sie sich in ihn. Casanova ahnt, dass Angiola eine Frau ist.

Tanja Kinkel passt sich sprachlich der  Zeit an, in der die Geschichte spielt, Anfang des 18. Jahrhunderts. Sie erzählt auf sprachlich sehr hohem Niveau. Insbesondere die Dialoge zwischen Angiola und Casanova sind erwähnenswert. Die beiden bieten sich unglaublich gute Wortgefechte. 

Tanja Kinkel teilt diesen Roman in 4  große Teile: Teil 1 Angiola, Teil 2 Bellino, Teil 3 La Calori,Teil 4 Finale. Wir erleben einzelne Erzählstränge aus der Sicht der Sopranistin Angiola Calori, dann wieder aus der Sicht von Casanova. Angiola und Casanova begegnen sich und sind beide voneinander fasziniert. Doch keiner der beiden ist bereit, sein Leben für den anderen aufzugeben. Angiola, die ihr Leben als Frau aus Liebe zur Musik aufgegeben hat und sich aus den Zwängen der Frauenrolle dieser Zeit befreit hat, stellt die Musik über alles.

Angiola erfährt in diesem Roman eine Entwicklung, von der kleinen Angiola, deren Mutter ein total anderes Leben für ihre Tochter vorgesehen hat, zum Kastraten Bellino, bis zur La Calori, die die Oper für die Frauenwelt zurückerobert und eine Vorreiterin ihrer Zeit ist. 

Casanova rückt sich mit mehr oder weniger erfundenen Geschichten ins Rampenlicht und fasziniert die Frauenwelt. Kein Rock ist vor ihm sicher. 

Ein Roman um große Gefühle, Erotik zur Zeit des Rokoko und Sinnlichkeit. Wir bekommen einen detailierten Einblick in das Leben der Menschen in dieser Zeit, in die Willkür und Dekadenz der Adeligen, dem schweren Alltag der kleinen Leute. Insbesondere die Problematik von Frauen und Kindern wird von Tanja Kinkel in diesem Roman herausgearbeitet. Angiola verstösst gegen die Gepflogenheiten dieser Zeit und führt ein selbstbestimmtes Leben, muss aber auf viele Dinge verzichten und lebt ständig in der Gefahr, entdeckt zu werden.


Laut dem Nachwort von Tanja Kinkel  war Angiola eine der berühmtesten Sängerinnen des Rokokos. Über ihre Jugend und den Beginn ihrer Karriere ist nichts bekannt. Auch von Casanova gibt es zwar viele Berichte, trotzdem liegt ein Teil seines Lebens im Dunkeln.

Tanja Kinkel hat hier sehr genau recherchiert. Das Resultat aus Recherchearbeit und Fantasie hat die Autorin zu einem  Roman um zwei interessante Figuren verwoben und uns dabei so nebenbei interessanten Geschichtsunterricht erteilt.

 4/5 Sterne für diesen Einblick in das Leben zweier interessanter, schillernder,   Menschen, der Sopranistin La Calori und Casanova, die ihrer Zeit voraus waren. 

Rezension zu "Die Familie des Wurdalak - eine alte Vampirgeschichte" von Alexei K. Tolstoi, herausgegeben von Uwe Siebert, illustriert von Daniel Brandt, Pandämonium Verlag, klassischer Schauerroman

Titel: Die Familie des Wurdalak - eine alte Vampirgeschichte Autor: Alexei K. Tolstoi  Herausgegeben von: Uwe Siebert Illustriert von...