Sonntag, 28. Oktober 2018

Rezension zu "Zorn Band 8 - Blut und Strafe" von Stephan Ludwig, Fischer Taschenbuchverlag, Thriller

Titel: Zorn Band 8 - Blut und Strafe
Autor: Stephan Ludwig
Seitenzahl: 432 Seiten (TB, 24.10.18)
Isbn Nr. 13-978-3596701391
Verlag: Fischer Taschenbuch
Preis: 10,99 Euro

Verlagsinfo: 
"Hauptkommissar Claudius Zorn und der dicke Schröder geraten ins Zentrum einer grausamen Mordserie – werden sie die schützen können, die sie am meisten lieben?

Als Hauptkommissar Claudius Zorn an einem gewöhnlichen Mittwochabend im Dezember pflichtschuldigst seinen wöchentlichen Besuch bei einem älteren Herrn machen will, findet er sich plötzlich in dessen Villa mitten in einem Tatort wieder. Die Tür steht offen, in der Eingangshalle herrscht beklemmende Stille und im Salon bietet sich Zorn ein grauenvolles Bild. Der alte Mann wurde ermordet, und Zorn weiß, dass er nun den schwersten Gang seiner ganzen Laufbahn verrichten und der einzigen Angehörigen die traurige Nachricht überbringen muss. Etwas, vor dem er sich lieber drücken würde, denn diese Frau ist ihm alles andere als egal.

Als bald darauf ein weiterer Mord geschieht, stecken Zorn und Schröder bereits bis zum Hals in schleppenden Ermittlungen. Nichts ergibt einen Sinn, doch alle Indizien sprechen in beiden Fällen für den gleichen Täter. Beiden Opfern wurde eine Zahlenfolge in die Haut gebrannt, ansonsten scheint es keinerlei Verbindung zu geben, die Opfer kannten sich nicht.

Das erste Mal in seinem Leben gibt Zorn alles bei der Arbeit, um endlich eine konkreterkennen, dass eindeutig Schröder der geeignetere Kandidat für so etwas ist. Und dann gerät der wichtigste Mensch in Zorns Leben in Gefahr, und er ist kurz davor, den Verstand zu verlieren …
Der achte Fall für Hauptkommissar Claudius Zorn und den dicken Schröder der Kult-Thriller-Serie von Bestsellerautor Stephan Ludwig

Zorn und Schröder sind auch Fernsehstars. Die Bände 1 bis 5 der Zorn-Reihe sind mit Stephan Luca und Axel Ranisch in den Hauptrollen verfilmt."


Über den Autor:

Stephan Ludwig arbeitete als Theatertechniker, Musiker und Rundfunkproduzent. Er hat drei Töchter, einen Sohn und keine Katze.
Zum Schreiben kam er durch eine zufällige Verkettung ungeplanter Umstände. Er lebt und raucht in Halle.

Eigene Meinung: 

Im 8. Fall von Zorn und Schröder stimmt einfach alles. Von der ersten Seite an ist man von diesem sehr atmosphärischen Thriller gefesselt.

Stephan Ludwig arbeitet mit verschiedenen Handlungssträngen, die sich abwechseln. Neben den Hauptfiguren Zorn und Schröder hat er weitere, sehr interessante Charaktere und unsympathische Gegenspieler erschaffen und präsentiert uns einen rätselhaften Fall, der immer mysteriöser wird.

Bizarre Mordfälle und die humorvollen Dialoge zwischen Zorn und Schröder lassen die Seiten nur so fliegen. Zorn und "Ögi" sind in Hochform und Schröder kann sogar das Gesetz übertreten, wenn er das Leben eines nahestehenden Menschen retten möchte. Das hätte man von Schröder nicht erwartet.

Stephan Ludwig ist immer für eine Überraschung gut. Ich bin schon gespannt, was uns in Band 9 erwartet.


Sonntag, 21. Oktober 2018

Rezension zu "Verborgen - 1. Fall für Gefängnisärztin Eva Korell" von Anna Simons, Penguin Verlag, Kriminalroman

Titel: Verborgen - 1. Fall für Gefängnisärztin Eva Korell
Autorin: Anna Simons
Seitenzahl: 432 Seiten, (TB, Broschur, 8.10.18)

Isbn Nr. 13-978-3-328-10289-2
Verlag: Penguin Verlag
Preis: 10,00 Euro

Verlagsinfo:
"Ihr Beruf: Ärztin. Ihre Patienten: Kriminelle. Ihr erster Fall: Ein Kampf um Leben und Tod.
Neuer Job, neue Stadt – Eva hofft, die Schatten ihrer Vergangenheit endlich hinter sich zu lassen. Aber noch vor ihrem ersten Arbeitstag als Gefängnisärztin in einer Münchner Haftanstalt wird sie in einen Kriminalfall verwickelt: Die Frau eines Inhaftierten bittet sie verzweifelt um Hilfe. Eva weist sie zurück, doch am nächsten Tag ist die Frau spurlos verschwunden. Eva macht sich Vorwürfe: Was hatte sie ihr sagen wollen? Wovor hatte sie Angst? Auf eigene Faust versucht Eva, der Wahrheit auf die Spur zu kommen – ohne zu ahnen, dass der Täter sie längst im Blick hat und ihr schon ganz nahe ist. Gefährlich nah …"

Über die Autorin:

Anna Simons ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Autorin, die 1966 in Bergneustadt geboren wurde. Die promovierte Betriebswirtschaftlerin arbeitete viele Jahre als Personalberaterin bei einer Großbank in Frankfurt. Vor einigen Jahren wechselte sie ins erzählerische Fach: 2008 gewann sie den Women’s Edition Kurzkrimi-Preis, 2015 war sie für den UH!-Literaturpreis des Ulla-Hahn-Hauses in Monheim nominiert. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern im Münchner Umland.

Eigene Meinung:

Eine neue Krimireihe, die sich um eine Gefängnisärztin dreht, das klang sehr interessant und spannend. Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen, da mir die Jugendbücher von Anna Simons sehr gut gefallen haben.

Eva Korell ist von Berlin nach München gezogen, um dort einen Neuanfang zu wagen. Sie fängt dort einen neuen Job als Gefängnisärztin an. Vor Arbeitsbeginn lernt sie Nicole Ahrends, die Frau eines Gefängnisinsassen, kennen, der sie erste Hilfe leistet. Als Nicole Eva um Hilfe bittet, weil sie eine erschreckende Entdeckung in ihrem Keller gemacht hat, lehnt diese ab. Die Ärztin bereut das jedoch und gerät durch Nicole immer tiefer in einen Kriminalfall.

Die Autorin erzählt uns diesen spannenden Krimi über verschiedene Handlungsstränge. Wir nehmen Anteil am Leben von Nicole Ahrends, erleben den Gefängnisalltag durch Eva Korell, verfolgen die Ermittlungsarbeit der Kriminalpolizei, nehmen Einblick in die Gedanken eines unbekannten Täters, so dass die Seiten nur so fliegen und man kaum weg kommt vom Buch.

Neben einem spannenden Kriminalfall ist es sehr interessant, einer Gefängnisärztin bei ihrer Tätigkeit über die Schulter schauen zu können.

Eva Korell ist eine sympathische Protagonistin, sehr lebendig gezeichnet mit Stärken und Schwächen. Wir lernen sie im Laufe der Story näher kennen. Insgesamt sind alle Figuren in diesem Buch sehr glaubwürdig und passend.

Ich kann diesen sehr spannenden und  fesselnden Auftakt einer neuen Reihe nur empfehlen und freue mich auf weitere Fälle mit der sympathischen Ärtzin.




Mittwoch, 10. Oktober 2018

Rezension zu "Bluthaus" von Romy Fölck, Bastei Lübbe Verlag, Kriminalroman

Titel: Bluthaus
Autorin: Romy Fölck
Seitenzahl: 319 Seiten (Hardcover, 28.9.18)
Isbn Nr. 13-978-3-431-04111-8
Verlag: Bastei Lübbe Verlag
Preis: 20,00 Euro
 Verlagsinfo:
 "Nach ihrem letzten Fall erholt sich Frida Paulsen in der Elbmarsch, als sie der Hilferuf ihrer alten Freundin Jo erreicht. Vergangene Nacht fand diese in der Marsch die Leiche einer Frau und ist nun überzeugt, dass man sie des Mordes verdächtigt. Kurz darauf verschwindet Jo spurlos. Besorgt begibt sich Frida auf die Suche nach ihrer Freundin. Die Spur führt auf die Halbinsel Holnis zu einem einsam gelegenen Haus, das die Inselbewohner nur das Bluthus nennen. Vor vielen Jahren wurde dort eine Familie grausam hingerichtet – den Täter hat man nie gefunden …"

Über die Autorin:
ROMY FÖLCK wurde 1974 in Meißen geboren. Sie studierte Jura, ging in die Wirtschaft und arbeitete zehn Jahre für ein großes Unternehmen in Leipzig. Mit Mitte dreißig entschied sie, ihren großen Traum vom Schreiben zu leben. Sie kündigte Job und Wohnung und zog in den Norden. Mit ihrem Mann lebt sie heute in einem Haus in der Elbmarsch bei Hamburg, wo ihre Romane entstehen. Ihre Affinität zum Norden kommt nicht von ungefähr, verbrachte doch ihr Vater seine ersten Lebensjahre in Ostfriesland. TOTENWEG ist der erste Band ihrer Krimiserie um die beiden Ermittler Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn.

Eigene Meinung: 

Romy Fölcks zweiter Kriminalroman führt uns wieder in die Elbmarsch, wo sich Frida Paulsen auf dem Obsthof ihrer Eltern von ihrem ersten Fall erholt.

Als sie ihre Freundin Jo sie um Hilfe bittet, weil sie die Leiche einer Frau gefunden hat und davon überzeugt ist, dass sie die ermittelnde Kripo des Mordes verdächtigt, beginnt Frida sich in den Mordfall einzumischen und zu recherchieren.

Auch der zweite Fall von Frida Paulsen ist total fesselnd uns spannend geschrieben, so dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.

Verschiedene Handlungsstränge, die teilweise in die Vergangenheit führen, werfen anfangs noch mehr Fragen auf und erhöhen die Spannung. Am Ende sind alle Rätsel gelöst.
mit
Frida Paulsen ist eine total sympathische junge Frau, die sehr lebendig dargestellt ist und die ich gerne noch bei weiteren Fällen begleiten würde.

Ich kann diesen sehr atmosphärischen Krimi mit seiner komplexen Handlung nur jedem Krimileser empfehlen.






Dienstag, 2. Oktober 2018

Rezension zu "Grenzgänger" von Mechtild Borrmann, Droemer Knaur Verlag, Roman

Titel: Grenzgänger
Autorin: Mechtild Borrmann
Seitenzahl: 288 Seiten, Hardcover (1.10.18)
Isbn Nr. 13-978-3-426-28179-6
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 20,00 Euro


Verlagsinfo: "
Die Geschichte einer verlorenen Kindheit
Wenn Recht nicht Gerechtigkeit ist: Spiegel-Bestseller-Autorin Mechtild Borrmann mit ihrem neuen Meisterwerk "Grenzgänger" rund um ein düsteres Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte:
Heimkinder in den 50er und 60er Jahren.
Die vielfach ausgezeichnete Autorin Borrmann, die mit ihrem zuletzt erschienen Roman "Trümmerkind" monatelang auf Platz 2 der Spiegel-Bestseller-Liste stand, erzählt mit der ihr eigenen soghaft-präzisen Sprache die Geschichte einer lebenshungrigen Frau - ein ehemaliges Heimkind - , die an Gerechtigkeit glaubt und daran verzweifelt.

Die Schönings leben in einem kleinen Dorf an der deutsch-belgischen Grenze. Wie die meisten Familien hier verdienen sich auch die Schönings mit Kaffee-Schmuggel etwas dazu. Die 17jährige Henni ist, wie viele andere Kinder, von Anfang an dabei und diejenige, die die Schmuggel-Routen über das Hohe Venn, ein tückisches Moor-Gebiet, kennt. So kann sie die Kaffee-Schmuggler, hauptsächlich Kinder, in der Nacht durch das gefährliche Moor führen. Ab 1950 übernehmen immer mehr organisierte Banden den Kaffee-Schmuggel, und Zöllner schießen auf die Menschen. Eines Nachts geschieht dann das Unfassbare: Hennis Schwester wird erschossen.
Henni steckt man daraufhin 1951 in eine Besserungsanstalt. Wegen Kaffee-Schmuggels. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit.
Die jüngeren Geschwister, die Henni anstelle der toten Mutter versorgt hatte, kommen in ein kirchliches Heim. Wo der kleine Matthias an Lungenentzündung verstirbt. Auch das ist nur ein Teil der Wahrheit.
Spannung und Zeitgeschichte miteinander zu verknüpfen, versteht Borrmann wie keine andere deutsche Autorin. "Grenzgänger" ist ein packender wie aufwühlender Roman, eingebettet in ein düsteres Stück Zeitgeschichte."

Über die Autorin:
Mechtild Borrmann, Jahrgang 1960, verbrachte ihre Kindheit und Jugend am Niederrhein. Bevor sie sich dem Schreiben von Kriminalromanen widmete, war sie u.a. als Tanz- und Theaterpädagogin und Gastronomin tätig. Mit „Wer das Schweigen bricht“ schrieb sie einen Bestseller, der mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet wurde und wochenlang auf der KrimiZeit-Bestenliste zu finden war. Für den "Geiger" wurde Mechtild Borrmann als erste deutsche Autorin mit dem renommierten französischen Publikumspreis "Grand Prix des Lectrices" der Zeitschrift Elle ausgezeichnet. 2015 wurde sie mit "Die andere Hälfte der Hoffnung" für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. Mechtild Borrmann lebt als freie Schriftstellerin in Bielefeld.

Eigene Meinung:
Henni lebt mit ihren Geschwistern und Eltern in der Eifel. Der Vater wird kurz vor Ende des Krieges doch noch eingezogen und kehrt traumatisiert zurück. Die Mutter versucht mit Hilfe von Henni die Familie durchzubringen, während der Vater sich der Kirche zuwendet. Als Hennis Mutter erkrankt und stirbt, versucht Henni die Familie durch Kaffeeschmuggel durchzubringen. Das Vorhaben endet in einem Disaster. Hennis Schwester stirbt, ihre Geschwister landen in einem Heim und Henni in einer Besserungsanstalt.

Die Geschichte beginnt mit einer Gerichtsverhandlung. Erst einmal rätseln wir, warum Henni 1970 vor Gericht steht. Ihre damalige Schulfreundin Elsa verfolgt den Prozess und erzählt dem Leser von dem Leben in der Eifel zu ihrer Schulzeit.

In einem weiteren Erzählstrang lernen wir den Künstler Thomas kennen, der zur gleichen Zeit wie Hennis Brüder in einem Heim der Kirche lebte und sich an das grausame Heimleben erinnert.

Die Handlungsstränge wechseln ständig, auch zwischen den Zeiten, was der Geschichte viel Spannung und Tempo verleiht.

Mechtild Borrmann beschreibt das Leben der Heimkinder in den 50er Jahren, das von Grausamkeiten und Doppelmoral geprägt ist. Die Autorin hat wohl sehr gut recherchiert und Zeitzeugen befragt.

Die Geschichte um Henni und ihre Geschwister zeigt auf, dass Wahrheit und Lüge oft nicht weit voneinander entfernt sind und dass zwischen Recht und Gerechtigkeit leider Welten liegen können.

Ich kann diese fesselnde, tragische Geschichte nur empfehlen.

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe die Geschichte an einem Nachmittag am Wochenende gelesen.







Mittwoch, 26. September 2018

Rezension zu "Die Fotografin - Am Anfang des Weges" von Petra Durst-Benning, Blanvalet Verlag, historischer Roman

Titel: Die Fotografin - Am Anfang des Weges
Autorin: Petra Durst-Benning
Seitenzahl: 448 Seiten (gebundene Ausgabe, 27.8.18)
Isbn Nr. 13-978-
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 20,00 Euro


Verlagsinfo:
"Gegen alle Widerstände wird Mimi Reventlow Fotografin, und findet nicht nur ihre Freiheit, sondern auch die Liebe …

Minna Reventlow, genannt Mimi, war schon immer anders als die Frauen ihrer Zeit. Es ist das Jahr 1911, und während andere Frauen sich um Familie und Haushalt kümmern, hat Mimi ihren großen Traum wahr gemacht. Sie bereist als Fotografin das ganze Land und liebt es, den Menschen mit ihren Fotografien Schönheit zu schenken, genau wie ihr Onkel Josef, der ihr großes Vorbild ist. Als dieser erkrankt, zieht sie in das kleine Leinenweberdorf Laichingen, um ihn zu pflegen und vorübergehend sein Fotoatelier zu übernehmen. Ihm zuliebe verzichtet sie nicht nur auf ihre Unabhängigkeit, sondern sieht sich in Laichingen zunächst auch den misstrauischen Blicken der Dorfbewohner ausgesetzt, da sie mehr als einmal mit ihrem Freigeist aneckt. Und als bald ein Mann Mimis Herz höher schlagen lässt, muss sie eine Entscheidung treffen …"

Über die Autorin:
Petra Durst-Benning wurde 1965 in Baden-Württemberg geboren. Seit über zwanzig Jahren schreibt sie historische und zeitgenössische Romane. Fast all ihre Bücher sind SPIEGEL-Bestseller und wurden in verschiedene Sprachen übersetzt. In Amerika ist Petra Durst-Benning ebenfalls eine gefeierte Bestsellerautorin. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Hunden südlich von Stuttgart auf dem Land.

Eigene Meinung:

Der erste Teil der Fotografinnen-Saga "Die Fotografin - Am Anfang des Weges" ist von Anfang an spannend und fesselnd erzählt. Petra Durst-Benning hat mit Mimi "Minna Reventlow" eine starke Frau erschaffen, die ihren eigenen Weg geht, auch wenn sie dafür auf die Liebe verzichten muss. Sie mag nicht im Haushalt versauern, sondern möchte Fotografin werden und auf Wanderschaft gehen.
Diese Mimi gefällt mir sehr gut. Sie ist ihrer Zeit voraus und bringt auch frischen Wind in die Fotografie.

Als ihr Lieblingsonkel Josef, der als Wanderfotograf ihr großes Idol ist, erkrankt, reist sie in die Leinenweberstadt Laichingen um nach ihm zu schauen. Sie legt sich dort sofort mit dem Leinenweber-Fabrikanten Gehringer an, der das Sagen in Laichingen hat. Als Mimi feststellt,
dass ihr Onkel so krank ist, dass sie erst einmal in der Weberstadt bleiben muss, möchte sie das Fotoatelier ihres Onkels vorübergehend übernehmen. Die Laichinger machen es ihr allerdings nicht leicht. Die Unternehmer fahren nach Ulm um sich fotografieren zu lassen und die armen Weber haben kaum Geld für dieses Vergnügen zur Verfügung. Doch Mimi wäre nicht Mimi, wenn sie nicht eine Lösung für dieses Problem hätte. Und es gibt natürlich auch in Laichingen Menschen, die die sympathische junge Frau unterstützen.

Die Geschichte dreht sich nicht nur um Mimi. Wir erhalten durch Eveline, der Ehefrau eines einfachen Webers, einen Einblick in das Leben der armen Bevölkerung, deren Leben durch Arbeit bis zur Erschöpfung und Traditionen bestimmt ist. Gut gefallen mir auch die beiden Jungen Anton und Alexander, die von einem besseren Leben träumen.

Am Schluss gibt es einen Cliffhanger, der mich total gespannt auf Teil 2 macht. 

Wir erhalten durch diesen historischen Roman einen spannenden Einblick in das Leben um 1910 auf der Schwäbischen Alb, viele Infos über das Fotografieren zu dieser Zeit, verpackt in eine fesselnde Geschichte um eine starke Frau.

Am Ende der Geschichte gibt es Fotografien aus der Zeit, in der dieser Roman spielt.
Dieser erste Teil der Fotografinnen-Saga erhält meine absolute Leseempfehlung und ich bin gespannt, wie es mit Mimi, Eveline, Alexander und Anton weitergeht.






Freitag, 21. September 2018

Rezension zu "Die Familie des Wurdalak - eine alte Vampirgeschichte" von Alexei K. Tolstoi, herausgegeben von Uwe Siebert, illustriert von Daniel Brandt, Pandämonium Verlag, klassischer Schauerroman

Titel: Die Familie des Wurdalak - eine alte Vampirgeschichte
Autor: Alexei K. Tolstoi 
Herausgegeben von: Uwe Siebert
Illustriert von: Daniel Brandt
Seitenzahl: 64 Seiten (gebundene Ausgabe, 22.5.18)
Isbn Nr. 13-978-3944893174
Verlag: Pandämonium Verlag
Preis: 17,95 Euro
 

Verlagsinfo:
 "Ein französischer Adeliger reist in diplomatischer Mission durch die Ländereien jenseits der Moldau. Als er notgedrungen in einem serbischen Dorf rasten muss, lernt er die schöne Zdenka kennen und verliebt sich in sie. Doch die junge Frau und ihre Familie schweben in großer Gefahr, denn die Gegend wird von einem Wurdalak, einer besonders heimtückischen Art von Vampir, heimgesucht.

Bereits seit über hundert Jahren zieht die Schauergeschichte des russischen Schriftstellers Alexei K. Tolstoi die Menschen in ihren Bann. Längst gilt „Die Familie des Wurdalak“ als ein Klassiker des Genres, der mit dieser Veröffentlichung als bibliophile Ausgabe vorliegt."

Über den Autor:

Graf Alexei Konstantinowitsch Tolstoi wurde am 24. August 1817 in Sankt Petersburg geboren und starb am 28. September 1875 in Krasny Rog. Er war ein russischer Schriftsteller, Dramatiker und Dichter. Tolstoi stammte aus der bekannten russischen Adelsfamilie der Tolstois und war ein Cousin von Leo Tolstoi. Einige seiner Werke sind: 1841 Der Vampir, 1858 Die Sünderin, 1862 Don Juan, 1864 Der Tod Iwans des Schrecklichen, 1868 Zar Fjodor Joannowitsch, 1875 Der Drache und 1876 Zar Boris

    Eigene Meinung:

    Ein französischer Adeliger, der "Marquis", berichtet von einem unheimlichen Ereignis, das er auf seiner Reise nach Moldawien hatte. Er musste - bedingt durch einen Wintereinbruch - Rast in einem kleinen Dorf jenseits der Moldau machen. Die Dorfbewohner dort glauben an Vampire und laut den Bewohnern soll dort ein besonders heimtückischer Vampir, ein Wurdalak, sein Unwesen treiben. Der Marquis glaubt nicht an Vampire, er hält das für einen Aberglauben. Er muss bald feststellen, dass es den Wurdalak doch gibt ...

    Die Geschichte ist sehr atmosphärisch und natürlich spielt die Liebe auch eine Rolle in dieser Vampirgeschichte.  Im Gegensatz zu den meisten aktuellen Vampirgeschichten kommt diese Story ohne brutale Splatterszenen aus, sie lebt von der Erzählkraft des Schriftstellers.  Daniel Brandt hat das Büchlein wundervoll mit vielen passenden Bildern illustriert und jede Seite verziert.

    Ich empfehle dieses Highlight gerne weiter.







     



    Dienstag, 18. September 2018

    Rezension zu "Dark Lake" von Sarah Bailey, übersetzt von Astrid Arz, Bertelsmann Verlag, Thriller

    Titel: Dark Lake
    Autorin: Sarah Bailey
    Übersetzt von: Astrid Arz
    Seitenzahl: 512 Seiten, Paperback (27.8.18)
    Isbn Nr. 13-978-3-570-10356-2
    Verlag: Bertelsmann Verlag
    Preis: 15,00 Euro

    Verlagsinfo:
    "Sie war so schön. Jetzt ist sie tot.
    In einem Badesee bei einer australischen Kleinstadt wird die Leiche einer wunderschönen Frau gefunden. Der Tatort ist mit Rosenblättern geschmückt. Für Detective Gemma Woodstock und ihren Partner Felix McKinnon ein komplexer Fall. Denn die Tote, Rosalind Ryan, war Gemmas Klassenkameradin und immer von Geheimnissen umgeben. Alle behaupten, Rosalind geliebt und bewundert zu haben: der Direktor der Schule, an der sie unterrichtete; die Schüler, denen sie den Kopf verdrehte; ihr wohlhabender Vater und ihre drei Brüder.

    Stück für Stück entfaltet Sarah Bailey in ihrem packenden Thriller die Abgründe ihrer Figuren, jede auf ihre Weise gefangen in einem Netz aus Lügen und verdrängter Schuld."

    Über die Autorin:

    Sarah Bailey lebt mit ihren zwei Kindern in Melbourne und leitet dort eine Agentur für Kommunikation. »Dark Lake« ist ihr erstes Buch, das begeistert von der Presse und den Lesern gefeiert wurde.


    Eigene Meinung:

    Der Klappentext klang nach einem spannenden Thriller, wenn er dann auch noch in Australien spielt und sich die Pressestimmen überschlagen, muss ich ihn natürlich lesen.

    Die wunderschöne und unnahbare Lehrerin Rosalind Ryan wird tot am Badesee einer Kleinstadt in Australien gefunden. Sie war an ihrem College beliebt bei ihren Schülern und bei ihren Kollegen. Detective Gemma Woodstock und ihr Kollege Felix McKinnon nehmen die Ermittlungen auf. Ihre Arbeit gestaltet sich schwierig, da Rose niemand richtig kannte. Gemma kennt Rosalind von früher.

    Leider handelt es sich bei dieser Story überhaupt nicht um einen Thriller. Die Geschichte ist sehr langatmig geschrieben, die Figuren bleiben blass und ich habe keine sympathische Figur in diesem "Thriller" entdecken können. Zwar ist die Ermittlungsarbeit der Detectives solide geschildert, sie steht leider eher im Hintergrund. Im Vordergrund steht Gemmas Privatleben. Sie betrügt ihren Partner und denkt ständig darüber nach, wie sie ihren Kollegen zu einem Schäferstündchen treffen könnte.

    Neben dem Haupthandlungsstrang gibt es noch Rückblicke in die Vergangenheit von Gemma. Man erfährt dadurch auch einiges über Rose und die Ereignisse, die zum Tod der Lehrerin führten.

    Diesen Thriller kann ich nicht empfehlen. Es fehlt hier total an Spannung und die Charaktere konnten mich auch nicht überzeugen.



    Rezension zu "Gut Greifenau - Abendglanz " von Hanna Caspian, Droemer Knaur Verlag, Roman

    Titel: Gut Greifenau - Abendglanz Autorin: Hanna Caspian Seitenzahl: 560 Seiten, (TB 02.11.18) Isbn Nr. 13-978-3-426-52150-2 Verlag: ...